Überleben mit Darmkrebs und Lebermetastasen

    So, nochmal hallo an alle, die mitlesen und lieben Dank an die, die schreiben.
    Heute ist der 5. Tag nach OP und der 3. auf der Station. Eben bin ich die gesammten Gänge abgelaufen,das geht gut. Bis auf eine Schwellung unter der Naht sieht die Wunde gut aus. Der Schnitt war wieder von Brustbein bis Schambein und 5 große Drainaagelöcher. Die OP dauerte 10 Stunden und es wurde viel entfernt. Im kleinen Becken Darm und Uterus, etwas von der Blase, Bauchfell, die alte Darmaht und alle Knoten, die sie finden konnten. Zum Glück kein Stoma.
    Spaßig war die Zeit nicht, und jetzt habe ich wieder das Problem mit dem Magen, der nicht richtig arbeitet, so dass ich dauert auf die Bettkante hochschießen muss, um die Luft von ganz tief unten herauszulassen. Gut, dass ich allein liege :huh: . Die Stimmung ist heute nicht so gut, vielleicht auch, weil ich nicht genug Schildrüsenhormone habe, das kann ja nicht richtig aufgenommen werden und ich bin da sehr empfindlich. Hab ja keine mehr.
    Ich mache mir große Sorgen, dass die Anastomosen halten, weil ich irgendwie nicht an ein wenig Glück glauben kann. Erhöhte Temperatur habe ich noch und den Blasenkatheder noch bis Montag. Schmerzen habe ich seit 2 Tagen nicht mehr.
    Liebe Grüße von der
    herumliegenden, etwas deprimierten Luise
    Liebe @Luise!
    Die erhöhte Temperatur könnte ja noch von der OP kommen- hat man ja häufig nach großen OPs. Solange es kein hohes Fieber kommt, ist es wahrscheinlich nicht beunruhigend. Und es wird ja im Krankenhaus immer im Auge behalten.
    Das mit dem Magen ist blöd. Was hat dir denn die letzten Male da geholfen?
    Der ganze Magen Darm Trakt ist ja immer total beleidigt nach so großen Eingriffen!
    Meine Mutter hatte nach den großen OPs auch immer Probleme, va mit Übelkeit. Es wurden immer diverse Medikamente probiert, bis alles wieder richtig lief.
    Ich hoffe sehr, dass deine Anastomosen halten!
    Und dass es dir mit genügend Schilddrüsen Hormonen psychisch besser geht!
    Jetzt brauchst du wohl wieder va Geduld, es wird dir hoffentlich jeden Tag ein Stückchen besser gehen!
    lg, Fiona
    Liebe Luise,

    ein paar Tage nach solch großen Operationen haben die meisten immer ein, zwei Tage Depressionen. Hoffentlich kannst Du dieses Tal bald verlassen. Mit Deinem Bewegungsdrang ist da bestimmt ein guter Grundstock gelegt. Ich sage einfach mal: Halt durch und toi, toi, toi.

    viele Grüße
    JF
    Beschwerdefrei bzw schmerzfrei zu sein ist nach solchen Op's viel Wert :)
    Auch ich wünsche dir, dass du bald wieder fit bist, sowohl körperlich als auch seelisch :)
    Luise ich freu mich für dich trotz deinem aktuellen Tief. Ich bin überzeugt, dass du es bald überwindest
    Liebe Grüße an die tapfere Luise
    Ihr Lieben,
    ich freue mich immer über eure Hilfe. Danke.
    Inzwischen bin ich genau eine Woche nach OP recht mobil, soweit das mit dem Blasenkatheder geht. Der hat mir jetzt wie befürchtet einen Infekt verschafft, seit gestern abend bekomme ich Antibiotika. Blase ist schon etwas besser, aber ich bin schlapper als gestern. Und ärgerlich, dass es mir wieder die Verdauung zerschießt. Denn gestern konnte ich schon einigermaßen essen und trinken.
    Natürlich weiß ich, dass ich Geduld brauche, aber es ist schwer, die aufzubringen, wie ihr wahrscheinlich versteht. Besser wird es, wenn am Montag die Blase untersucht wurde und der Katheder raus kann. Dann kann hoffentlich auch bald der ZVK raus.
    Hauptsache, die Anastomosen halten!
    Übrigens war die traurige Phase schnell vorbei, zum Glück liegt mir das nicht so und ich hatte hier sowohl eine Psychoonkologin (hab ich zu Hause auch seit 2 Jahren) und eine Seelsorgerin. Man wird hier wirklich gut betreut.

    Ganz liebe Grüße von der ungeduldigen
    Luise
    Hallo ihr Lieben,
    inzwischen bin ich schon einige Zeit zu Hause. Nach genau 2 Wochen würde ich entlassen. Die Wunden heilen gut, nur 2 der 5 großen Drainagelöcher sind noch nicht verheilt. Fitter werde ich auch langsam, auch wenn der Bauch noch häufiger zwickt und zwackt.
    Was aber wirklich unangenehm ist, ist die Folge der Darmresektion zwischen End- und Mastdarm. Dadurch ist die Speicherfunktion gestört und ich muss unberechenbar häufig auf die Toilette. Das ist zu Hause kein Problem, aber unterwegs der Horror. Hoffentlich wird das besser, das schränkt mich wirklich ein.
    Dazu leide ich immer noch unter starken Blähungen, das macht es auch nicht besser.
    Ich tröste mich damit, dass ich knapp am Stoma vorbeigeschrammt bin, damit hätte ich noch mehr Probleme.
    Dafür, dass es so eine schwere OP war, geht es mir ganz gut. Ich bin halt enorm ungeduldig.
    Die Tumorkonferenz hat vorgeschlagen, wegen der Lunge ein CT in 2 Monaten und bis dahin keine Chemo, dem stimmt mein Onkologe zu.

    Es grüßt euch
    Luise, die endlich wieder ins Fitnessstudio will