Überleben mit Darmkrebs und Lebermetastasen

    Überleben mit Darmkrebs und Lebermetastasen

    Hallo zusammen,
    leider haben sich in diesem Unterforum ja noch nicht viele Betroffene gefunden, aber ich hoffe trotzdem auf einen Austausch mit anderen. Irgendwie haben wir ja alle ähnliche Erfahrungen durchgemacht, wenn so eine Diagnose kommt.

    Dann schildere ich mal meinen Werdegang mit den ungebetenen Bauchbewohnern.
    Nachdem im letzten Jahr mein Mann schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war,hatte ich mich schon intenisv mit dem Thema Krebs befasst und beschlossen, jetzt endlich mal eine Darmspiegelung anzugehen. Das wurde wegen langer Wartezeiten dann erst Ende März gemacht. Zu der Zeit hatte ich schon häufiger ein Ziehen im Bauch, was ich aber auf Verwachsungen durch vorige Bauch-OPs schob. Schließlich bin ich erst 58 und Krebs hatten wir ja nun gerade schon, und keiner in der Familie hatte Darmkrebs.

    Tja, aber ich dann wohl doch. Sah von innen gar nicht so schlimm aus. Im ersten CT hieß es dann, Leber ist ok, aber suspekte Lymphknoten. Dann wollte ich schnellstens die OP, die ich nach anfänglichen Problemen gut überstanden habe. Der Tumor war ein T4, schon weit herausgewachsen, und 7 von 13 Lymphknoten befallen. Dann doch ein Thorax-CT, auf dem nun etwas auf der Leber zu sehen war. Durch ein MRT wurden das aber als Hämangiome gedeutet. Wie ihr euch vorstellen könnt, ein ziemliches Auf-und-Ab der Gefühle.
    So war also nach einer Erholungszeit eine adjuvante Chemotherapie mit FOLFOX vorgesehen. In der Zwischenzeit erholte ich mich gut, machte Sport, aber hatte irgendwie das Gefühl, es stimmt etwas nicht mit mir. Am Tag vor der ersten Chemo erfuhr ich, dass ein Tumormarker sehr hoch sei, und besser ein PET/CT gemacht werden sollte. Chemo wurde verschoben. Da zeigten sich die Dinger dann: 4 oder 5 an der Zahl, aber noch recht klein. Eine Größere links an der Pfortader, eine Fragliche außen drauf und 3 rechts schön gleichmäßig verteilt.
    Der erste hinzugezogene Chirurg hielt sie für inoperabel. So wurde erstmal mit wöchentlich FOLFOX angefangen, die zu Glück wirkt. Nach 3 Chemos hat sich der Tumormarker halbiert, und in einer Kontrastmittelsono waren nur noch 2 kleine Metastasen zu sehen. Die linke hatte sich auch halbiert.
    Parallel hatte ich meine Unterlagen auch an andere Leberchirurgen geschickt, und nächste Woche habe ich einen Termin bei einem, der mich operieren würde. 3 operieren und 2 mit RFA verkochen. Wenn er die dann noch findet.
    4 Chemos hab ich hinter mir und meine Finger kribbeln, wenn sie nicht gut durchblutet sind. Ansonsten manchmal Bauchkrämpfe und Durchfall. Übelkeit sollte ich gar nicht erst bekommen, deshalb hab ich Emend genommen. Sport mache ich weiter und ich habe nach diesem Hin-und-Her beschlossen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. In der Ecke sitzen und Jammern vergrault mir und anderen den Rest meines Lebens. Kommt natürlich trotzdem mal vor.
    So, nun hab ich viel geschrieben und hoffe, dass es trotz dieser verwaisten Ecke zu einem regen Austausch kommt.
    Liebe Grüße an euch alle
    Hallo @Luise ,

    zuerst einmal möchten wir Dich herzlich im Krebs-Infozentrum begrüßen, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung hier ein bescheidener ist. Hab Dank für Deinen Erstbeitrag hier, der vielleicht anderen "stillen" Lesern Mut macht, sich auch aktiv im Forum zu beteiligen. Die zuständige Moderatorin, @Jutta , wird Dich auch noch begrüßen und wäre erst einmal Ansprechpartner, denn sie hat bezüglich Darmkrebs umfangreiches Wissen und ist zudem auch noch Betroffene. Deinen Thread habe ich in das richtige Unterforum Darmkrebs / Selbst Erkrankte verschoben.

    Auch wenn hier noch nicht ein so reger Zulauf herrscht wie in anderen Unterforen, so hoffe ich, daß Du Dich im KIz gut angenommen fühlst.

    Auf ein gutes Miteinander mit vielen Grüßen
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Guten Morgen zusammen,

    Danke @Anhe für das nette Willkommen. Der Schritt, hier zu schreiben, ist mir schwer gefallen. Und wenn ich mir den ersten Text nochmal durchlese, klingt es viel abgebrühter, als ich es bin.

    Jetzt möchte ich über die neuesten Entwicklungen berichten. Inzwischen hatte ich ein Gespräch mit dem Leberchirurgen und er hat einen guten Eindruck auf mich gemacht. Das Krankenhaus ist zwar 200 km entfernt, aber ich habe dort Verwandtschaft. So werde ich dort also in 2 Wochen operiert. Der linke Leberlappen wird entfernt, am rechten wird geschnitten, bzw. mit RFA verkocht. Da ja die Chemo die Metastasen verkleinert hat, wird am Tag vor der OP noch ein neues CT gemacht.

    Das ist auch etwas, was mich stark verunsichert. Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus. Anfänglich wurden die Metastasen ja nicht als solche erkannt, sondern für Hämangiome gehalten. Erst im PET/CT leuchteten sie deutlich. Auch der Arzt beim Kontrastmittel-Ultraschall glaubte nicht an Metastasen. Aber der hohe Tumormarker und die Größenänderung durch die Chemo sprachen eindeutig dafür.
    Gestern nun bekam ich einen Anruf vom UKE, an die ich auch meine Unterlagen geschickt hatte. Auch die meinten, dass man eigentlich Darmkrebs-Metastasen gut im CT oder MRT erkennen könnte. Jetzt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Mein Onkologe sagte, dass die Durchblutung von Metastasen individuell unterschiedlich sein kann. Weiß jemand von euch etwas darüber?

    Auf jeden Fall werde ich die OP wagen, auch wenn ich große Angst davor habe. Ich weiß ja nicht, was mich danach erwartet, Leberoperationen sollen es wohl in sich haben. Aber die Chance möchte ich nutzen, auch wenn wohl die Wahrscheinlichkeit, dass wieder Metastasen auftreten, hoch ist. Aber ohne OP sieht es ja auch nicht gut aus.

    Jetzt werde ich versuchen, die bis dahin chemofreie Zeit zu genießen und mich fit zu halten. Und die Angst nach hinten schieben

    Alles Gute für euch
    Hallo Luise
    Ich kenne mich zwar nicht mit Darmkrebs aus, hatte aber vor c.a. 7 Wochen selber eine Leberteilresektion, die leider gescheitert ist, weil dann doch zu viele Metas auf dem l. Leberlappen waren. War bei mir sowieso eine sehr gewagte OP.
    Eigentlich wollte ich dir nur schreiben, daß du keine Angst vor der OP, b.z.w. vor dem was nach der OP ist, haben musst. War meine erste große OP und ich hab auch echt Bammel davor gehabt, war aber im nachhinein gar nicht so wild. Also, keine Sorge :thumbup:
    Ich drück dir auf jeden fall die Daumen.
    Liebe Grüße
    Mathias 8)
    Hallo @Dude42 bzw. Mathias,
    danke für deine beruhigenden Worte. Bei dir hatte ich auch schon gelesen und dich für deine Einstellung bewundert. Toll, dass es dir nach einem Jahr noch so gut geht.
    Als es noch hieß, die Leber sei inoperabel, hatte ich auch schon an die Brachytherapie in Magdeburg gedacht. Die sollen wohl wirklich gut sein. Aber selbst wenn sie bei mir alles an Metas während der OP finden, können wieder neue Herde aufreten. Da ist eine Strahlentherapie dann immer noch eine Option.
    Alles Gute für dich und liebe Grüße zurück
    Luise
    Hallo zusammen,

    nun möchte ich mich noch einmal melden und mich gleich verabschieden. Morgen ganz früh fahren wir los, dann Frühstück bei der Verwandtschaft und mittags ins Krankenhaus. Es wird dann noch ein Abdomen CT gemacht (hasse ich wegen der Dröhnung gegen Kontrastmittelallergie und des netten üppigen Getränks, dass mir so viele Aufenthalte in den gekachelten Nebenräumen verschafft). Dienstag bin ich dann als erste dran .

    Die Zeit ohne Chemo hat mir gut getan. Die Finger kribbeln gar nicht mehr und im Fitnessstudio konnte ich mich auch steigern.

    Dann werde ich mich mal melden, wenn ich von der Intensivstation zurück und wieder zum Schreiben in der Lage bin.

    Alles Gute für jeden Einzelnen von euch

    Luise

    PS: Ich bin super aufgeregt...
    Hallo Luise,

    ja, das glaube ich Dir gerne, dass Du aufgeregt bist. Wer wäre das nicht? So viele Fragen, so viele Bedenken sind hin und her geschoben worden.

    Ich wünsche Dir einen guten Operationsverlauf mit einem ausgeruhtem Chirurgenteam und Top-Leuten mit ihren Narkose- und schmerzhemmenden Möglichkeiten.

    toi, toi, toi und bis (hoffentlich) bald
    JF
    Hallo @Luise,
    ich bin hier etwas zufällig hereingestolpert und kann deine Aufregung von einer OP gut verstehen.
    wenn du aber, wie @J.F. schon sagte, ein gutes Team hast, dann ist die ganze Sache bestimmt erträglich. Eine gute Schmerztherapie postoperativ nimmt dir bestimmt das gröbste ab.
    denke an die Chancen.

    Alles Gute
    dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Liebe Luise,

    alles erdenklich Gute für die kommenden Tage und einen guten Operationsverlauf mit bestmöglichem Ergebnis. Ich wünsche Dir ein schmerzarmes Aufwachen und freue mich, von Dir hier wieder zu lesen. Toi toi toi!

    Daumendrückende Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    oohh, ihr seid so superlieb!!

    Vielen Dank für eure lieben Wünsche, das tut sehr gut. Eigentlich bin ich ja auch froh, dass mich der Prof. operieren kann. Ich schaffe das schon, hab ja schon einige Bauch-OPs hinter mir.

    Alles Gute für euch, und wenn ich wieder fit bin, werde ich mich hier auch noch mehr einbringen.

    Luise
    Hallo ihr Lieben,
    die OP habe ich gut überstanden, bin schon einige Schläuche los. Schon nach 12 Stunden wurde ich von der Intensivstation auf mein Zimmer verlegt, konnte aber noch nicht herumlaufen. Schmerzen habe keine dank der PDA. Es konnten alle Metastasen entfernt werden, jetzt muss noch die Verdauung wieder in Gang kommen. Und ich auf die Beine.
    Macht es gut
    Luise
    Hallo Luise,

    wau, Du bist aber schnell auf dem Damm. Lass es bitte trotzdem langsam angehen. Alle Metastasen weg, einfach genial. Eine tolle Nachricht!
    Dein Darm mit den vielen Darmnerven wird etwas brauchen, um wieder anzuspringen bzw. normal zu agieren. Da musst Du leider etwas Geduld haben. Ebenso mit Dir :) . Du hast einen ordentlichen Eingriff hinter Dich gebracht. Die Organe müssen sich genauso erholen wie der Rest des Körpers. Von daher wünsche ich Dir gute Erholung und weiterhin so gute Nachrichten

    Viele Grüße
    JF
    Hallo zusammen,

    Lieben Dank @Dude42, @J.F. für eure Anteilnahme.

    Inzwischen bin ich wieder zu Hause. Alle Metastasen wurden im Gesunden entfernt, z.T. allerdings mit sehr kleinem Sicherheitsabstand. Dafür konnten beide Leberlappen erhalten bleiben, so dass noch reichlich Lebermasse geblieben ist.

    Ich hatte ja nur einen Block mit 4 Chemos, aber die haben den Metas massiv zugesetzt. Viele aktive Krebszellen waren nicht mehr übrig. Es wird auch anschließend eine Chemo empfohlen.

    Einer der Ärzte sagte mir, dass viele Onkologen gar nicht wissen, was heute in der Leberchirurgie möglich ist, gerade durch die Verbindung der Chirurgie mit anderen Methoden. Menschen mit 3 Metastasen werden zu Palliativfällen erklärt, so wie es mir ja auch erst ergangen war. Selbst die Uniklinik wollte mich nicht operieren ohne weitere Chemos, dabei war meine Leber nach den 4 Chemos schon ziemlich weich und von den Metas wäre nichts übriggeblieben.

    Mir geht es nicht schlecht, Schmerzmittel brauchte ich schon nach 4 Tagen nicht mehr, was schwer zu vermitteln war. Aber warum was nehmen, wenn es nicht wehtut außer beim Aufstehen oder Husten.

    Durch den Blutverlust ist mein Hb abgerauscht und meine Kondition total im Keller. Und ich habe erhöhte Temperatur, was zu nächtlichen Bettbädern führt. Aber wenn weiter nichts ist...

    Ich grüße euch alle ganz herzlich und wünsche euch auch solche Ärzte

    LG Luise
    Liebe Luise,

    toll, das es Dir einigermaßen gut geht. Freut mich.

    Sind die Schmerzmittel auch fiebersenkend? Nicht immer wird von den Ärzten Schmerzmittel gegen Schmerzen verschrieben, sondern auch um Fieber zu vermeiden, da meist Entzündungsparameter angesteuert werden und dies will man vermeiden. Auch bei mir wurde mit minimalem Abstand der Tumor entfernt. Und danach kam die Chemotherapie in Form einer Immuntherapie. Die soll im Grunde den fehlenden Sicherheitsabstand ausgleichen und auch die eventuell noch vorhandenen Krebszellen das Garaus bereiten.

    Und Du hast Recht, wenn man Ärzte hat, die dem Fortschritt offen gegenüberstehen und sich auch nicht sträuben den Patienten in "fähigere" Hände von Chirurgen zu geben, dann hat man sehr gute Karten in der Hand.

    Naja, was den HB-Wert anbelangt, weiß ich leider nicht wie das bei Deiner Krebsart ist und ob Du so alles verträgst (rote Beete, Rotkäppchensaft, Heidelbeeren, ggf nach ärztlicher Überprüfung und Verordnung Eisentabletten ...), aber da können ja die Ärzte helfen :) . Bei Anämien ist ein Konditionsabbau normal, wenn ich das mal so schreiben darf, muss sich schliesslich nach so einem Eingriff erst einmal wieder erholen, seufz.

    Viele Grüße
    JF
    Hallo zusammen,

    nun möchte ich mich endlich mal wieder melden.

    Von der OP habe ich mich recht schnell erholt, letzte Woche hatte ich schon wieder die erste Chemo. Ich bekomme 8 mal FOLFOX alle 2 Wochen.
    Meine Blutwerte hatten sich recht gut erholt, der Hb war auf 12,6 geklettert. Ich habe Kräuterblutsaft dafür genommen. Was sehr positiv ist: der Tumormarker Ca 19-9 ist im Normalbereich!!!
    Leider musste ich wegen eines Blasenkeims ein Antibiotikum nehmen, dadurch hat mich die Chemo etwas mehr gebeutelt als zuvor. Jetzt geht es aber wieder gut und nächste Woche gibt es die nächste Dröhnung.

    Vor allem hat die OP meiner Gefühlslage sehr gut getan, hört sich merkwürdig an, aber jetzt bin ich erstmal aus dieser ausweglosen Situation heraus. Dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass wieder was Unerwünschtes wächst, weiß ich, aber darüber denke ich nicht nach. Wer kennt schon die Zukunft. Ich lebe, habe eine Chance und bin zufrieden. Das scheine ich wohl auch auszustrahlen, so wird mir gesagt.

    Euch wünsche ich auch alles erdenklich Gute
    Liebe Grüße
    Luise
    Liebe @Luise ,

    freut mich, dass Du Dich doch recht schnell soweit erholst hast, dass Du a) mit der nachgeschaltenen Chemo anfangen konntest und b) mental aus dem Gefühl des ohnmächtigen Nebendranstehens herauskommen konntest. Ja, dieses Gefühl kennen sehr viele von uns. Endlich selber aktiv werden können. Das Gefühl den Mist aus sich - soweit machbar - draußen zu haben. Auch bei mir wurde mit sehr verminderten Sicherheitsabstand im Primärtumorbereich gearbeitet (dafür beim Rest um so großzügiger). Und es ist bisher "verdammt" gut verlaufen, es muss also nicht zwangsläufig zu einem Rezidiv (egal, ob Primär- oder Absiedlungstumor) kommen. Also, hoffe ich einfach mal, dass auch bei Dir alles "gut gehen" wird :) . Wenn man mental aus dem Loch der Ohnmacht draußen ist, dann ist manches "einfacher" zu tragen. Zumindest kommt es einem selber so vor.

    Wie geht es Dir? Mit nächster Woche ist ja diese Woche gemeint ^^ . Hast Du die Dröhnung schon erhalten? Auf jeden Fall wünsche ich Dir so wenig Nebenwirkungen wie möglich. Natürlich :) bei vollster Wirkung.

    Viele Grüße
    JF
    Hallo ihr Lieben,

    ist zwar schon eine Weile her, aber trotzdem herzlichen Dank, J.F., für deine lieben Worte.

    Inzwischen habe ich 2 Chemos hinter mir und es geht eigentlich recht gut. Das Kribbeln nimmt zu und einmal hatte ich nach dem Genuss von etwas Kaltem eine gelähmte Zunge und konnte nicht mehr richtig reden . Das ging aber schnell wieder zurück.

    Leider hat sich herausgestellt, dass ich immer noch Keime in der Blase habe, so dass ich jetzt das nächste Antibiotikum nehmen muss. Das ist für den Chemo gebeutelten Darm natürlich nicht so toll, aber es muss ja sein. Bis zur nächsten Chemo sollte ich damit durch sein und ich hoffe, dass diesmal alle Keime vernichtet werden.

    Mein Lichtblick ist der geplante Urlaub am Meer in 3 Wochen, direkt nach Abgabe der Pumpe geht es los. Da ist der 2-wöchige Abstand zwischen den Chemos ein Segen.

    Liebe Grüße an alle
    Eure Luise
    Hallo zusammen,

    Nun ist es schon eine Weile her, dass ich zuletzt geschrieben habe und ich möchte mal über den derzeitigen Stand berichten.

    Anfang Dezember hatte ich meine letzte Chemo und hatte zum Glück nur wenige Nebenwirkungen. Dann begann die Zeit ohne Netz und doppelten Boden, d.h. ohne Behandlung. Ich hatte mir vorgenommen, diese Zeit zu genießen und das gelingt auch meistens. Im Februar war ich für 4 Wochen in der Reha, das hat mir sehr gut getan. Und bei der 1. Nachsorge vor 2 Wochen waren die Tumormarker im Normalbereich, so dass jetzt wieder 3 Monate ohne Behandlung vor mir liegen.
    Da kann ich nur hoffen, dass mich irgendwann nicht mehr jedes Ziepen im Körper nervös macht. Ansonsten treibe ich viel Sport, der leider die 12 kg Mehrgewicht durch die Chemo nicht wirklich schmelzen lässt. Und ich sortiere mein Leben um. Die Mistkrankheit hat nicht nur negative Seiten.

    Allen hier wünsche ich alles Gute

    Mit lieben Grüßen
    Luise
    Hallo @Luise,
    bin mal wieder in deinen Thread gestolpert und freue mich zu lesen das du die Behandlung soweit gut überstanden hast. Die Angst vor einem Rückfall wird wohl jeden Krebspatienten begleiten. Sicherlich kann der eine das besser und der andere eher schlechter ausblenden. Vor einen Nachsorgetermin zieht sich dann die Schlinge aber unweigerlich enger. Ich wünsche dir natürlich immer eine erleichternde Nachricht im Anschluss.
    Um die Chancen einer erneuten Erkrankung zu mindern scheinst du ja den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Sport vermindert studienbelegt die Rückfallswahrscheinlichkeit. Ein ausgeglichener Lebensstil mit einer entsprechenden Ernährung sind sicherlich sehr gute weitere Bausteine. Wie geht es deiner Psyche?

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg!

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Vielen Dank euch beiden für die netten Worte. Um mich nicht zuviel mit dem Thema Krebs zu beschäftigen, habe zwar immer in den Threads gelesen, aber eher wenig geschrieben.

    Tja, nun wurde in der nächsten Nachsorge beim Ultraschall etwas Unklares auf der Leber gesehen und die Tumormarker sind signifikant erhöht. Da wächst also irgendwo wieder was. In einer Woche habe ich ein PET/CT und danach werde ich mich zur weiteren Behandlung an die Klinik wenden, in der meine Leber-OP durchgeführt wurde.

    Ich bin einigermaßen verzweifelt. Mir ist auch nicht klar, ob das schnelle Auftreten des Rezidivs meine Gesamtchancen verringert. Und ich weiß nicht, ob meine Kraft für den erneuten Kampf ausreicht, hatte ich mich doch gerade an das unbelastete Leben gewöhnt. Obwohl ich in den letzten Wochen ein verändertes Körpergefühl wahrgenommen hatte, das aber für Einbildung hielt.

    Nun erstmal sehen, was die weiteren Untersuchungen ergeben, aber die Wartezeit ist für mich ein Problem.

    Liebe, traurige Grüße an alle
    Luise
    Ich drücke dir fest die Daumen, das beim PET-CT keine weiteren Baustellen gefunden werden.
    Lass den Kopf mal nicht hängen. Da das Rezidiv so schnell gefunden wurde kann es ja noch nicht sonderlich groß sein und gerade bei Lebermetastasen gibt es doch eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten.
    Ich hatte meine Erstdiagnose im Oktober 2013 und alle Jahre wieder wird irgendwo etwas gefunden und beseitigt.
    Im Feburuar war meine letzte OP, eine Metastase ist in den Harnleiter und den Psoas-Muskel gewachsen.
    Da nicht alles entfernt werden konnte wegen der Nähe zur Schlagader und und der Gefahr, Muskel und Nerv irreparabel zu beschädigen, erhalte ich derzeit eine Radiochemotherapie.
    Nach fast 4 Jahren Krankheit und 4 großen OPs und der inzwischen zweiten Chemo geht es mir immer noch gut und ich schaue positiv in die Zukunft.
    Dir gelingt das hoffentlich auch und die Wartezeit ist nicht allzu nervenaufreibend für dich.

    Liebe Grüße
    Keriam
    Liebe @Keriam,

    da hast du ja auch schon so einiges hinter dir. Vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte. Leider ist diese Krankheit so unberechenbar und schleicht sich so heimtückisch von der Seite an.
    Für dich hoffe ich, dass du die Radiochemo gut verkraftest und alles Böse gnadenlos vernichtet wird. Ich habe mir bei der Chemo immer vorgestellt, dass da blaue Laserschwerter durch die Schläuche tröpfeln.

    Dass ich eine Metastase in der Leber habe, ist noch nicht sicher, weil mein Onko das eher für eine Narbe hielt. Aber letztes Mal waren meine Metas auch merkwürdig; im CT und MRT nicht als solche zu erkennen. Deshalb wurde das ganze Ausmaß erst im PET/CT sichtbar. Und ich hatte nach der Leber-OP letztes Jahr schon die Befürchtung, dass eine Metastase nicht entfernt wurde, wahrscheinlich, weil sie durch die vorangegangene Chemo nicht mehr auffindbar war. Meine Hoffnung ist, dass nur diese jetzt wieder wächst. Aber das ganze Hoffen nützt ja nichts, die Tatsachen werden in einer Woche auf dem Tisch liegen und zwischenzeitlich muss ich meine Kräfte sammeln und die Gedanken und Gefühle sortieren.

    Ganz liebe Grüße
    Luise
    War bei mir ähnlich. Die Metastase am Harnleiter war mit Sicherheit schon vor zweieinhalb Jahren da. Denn seit Oktober 2014 hatte ich einen Doppel-J-Stent im linken Harnleiter. Gesehen wurde nie was, weder bei den vierteljährlichen CTs, noch beim Wechsel des Stents. Erst als der CEA immer weiter stieg und ich auf ein PET-CT bestanden habe wurde das entdeckt.
    Bestrahlung und Chemo mit Capecitabin kann man aushalten. Macht halt müde und ab und zu Bauchgrummeln.
    Mein nächstes CT wird dann irgendwann Mitte August sein, dann sehen wir weiter.
    Wünsch dir gutes Gelingen beim Kräfte sammeln und denk an dich nächste Woche
    LG Keriam
    Dann hoffe ich, @Keriam, dass das CT im August sehr positiv ausfällt.

    Inzwischen hatte ich mein PET/CT und es ergab Überraschendes: In der Leber leuchtet nichts, dafür aber ein dicker Fleck im Bauchraum, gar nicht mal sehr klein. Was das jetzt genau ist oder woran das wächst, weiß noch niemand, zumal ich ja durch die Darm-OP eine veränderte Anatomie habe. Nächste Woche ist Besprechung in der Klinik und ich hoffe, dass dann dort zeitnah die weitere Diagnostik gemacht wird. Und dass es sich herausschneiden lässt. Wobei so langsam nicht mehr viel im Bauch ist, das herausgenommen werden könnte. Das Ganze macht mich auch nicht ruhiger.

    Mit lieben Grüßen
    Luise
    Unsere Geschichten ähneln sich wirklich. Im PET-CT war ein leuchtender Fleck im Bauchraum 2 x 2 cm sichtbar. Nach der OP waren dann aber noch ca. 3 x 2 cm Resttumor vorhanden, der nicht entfernt werden konnte. Warum man die tatsächliche Größe beim PET nicht sehen konnte? Null Ahnung, genau so wenig warum das vorher nie zu sehen war.
    Es macht auch keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, ist ja nun nicht mehr zu ändern.
    Jeenfalls gibt es für uns beide noch eine Menge Behandlungsoptionen. Grund genug, die Dinge zuversichtlich anzugehen.
    Meine Daumen bleiben gedrückt, das sich nächste Woche beim Gespräch akzeptable Optionen für dich ergeben, Kopf hoch
    Liebe Grüße
    Keriam
    Hallo zusammen,

    der Plan steht jetzt. Nach CT und KM-Sono ist wohl wirklich nichts in der Leber. Der Klops im Bauch liegt an Darm/Ovar. Morgen werde ich operiert und es ist ein Gynäkologe dabei.

    Sollte das jetzt nicht eine Darmkrebsmetastase, sondern ein neuer Eierstockkrebs sein, gebe ich, denk ich, auf. Ist aber wohl nicht sehr wahrscheinlich und die Ärzte wollen sicher gehen.

    Also drückt mir bitte morgen die Daumen. Ich hab gehörig Angst vor der ganzen Prozedur, obwohl, oder gerade weil ich weiß, was auf mich zukommt.

    Liebe Grüße
    Luise
    Hallo Luise
    Ich drücke dir für Morgen alle erdenklichen Daumen. Und Aufgeben darfst auf keinen Fall. Du hast doch schon so viel geschafft. Lass dich nicht runterkriegen. Es gibt immer Optionen.
    Ich denke morgen an dich und wünsche dir das bestmögliche Ergebnis.
    Viele liebe grüße
    Mathias
    Liebe Luise,

    ja, diese "Naivität" am Beginn des Krebsgeschehen ist weg, man "weiß" und das belastet einen sehr. Je öfter man diese Schreckmomente serviert bekommt desto mehr macht man sich Gedanken. So hoffe ich, dass sich die grauen Gedanken nicht bestätigen werden, sondern sich eine "harmlose" Erklärung finden wird. Und die machbar ist. Ich sag daher einfach mal: toi, toi, toi.

    viele Grüße
    JF
    Hallo Luise!
    Ich drücke dir alle Daumen!
    Wirst du in einem Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs operiert? Für den Fall des Falles...?
    Meine Mutter macht gerade eine sehr ähnlich Situation durch.
    Darmkrebs vor 3 Jahren, Chemo, Lungenmetastase letzten November und vor 4 Wochen an einem Tumor im bauchraum operiert. Es war auch unklar, wo er sitzt. Aktuelles Ergnebis: im Eierstock. Absolutes Frühstadium. Zellfärbungen deuten aber doch auf ein Geschehen vom Darm hin.
    Also auch nach OP nicht eindeutig.
    Aktuell muss sie sich von der OP erholen, die Wunde heilen, das Stoma zurück verlegt werden und dann haben hoffentlich der Onkolge und der Operateur mal rausgefunden, was es war und dann wird entschieden ob Chemo ja oder nein.
    meine Mutter ist durch die neue Diagnose auch erschüttert, aber irgendwie geht es weiter.Man muss wohl in kleinen Schritten denken.Du also erstmal die OP gut überstehen, wissen was es ist und dann entscheiden wie es weiter geht.
    selbst wenn es ein Eierstockkkrebs sein sollte, hast du eine Chance auf Heilung!
    Ich wünsche Dir für deine OP alles gute und eine gute Heilung und nicht aufgeben!
    gut, dass ein Chirurg und ein Gynäkolge gemeinsam operieren!
    hat mal jemand einen Tumormarker für Eierstockkrebs bestimmt?
    Ich denk an Dich!
    lg, Fiona
    @Dude42, @J.F.

    Lieben Dank für eure Worte. Es tut gut, das zu lesen, vor allem weil ihr Betroffene seid. Gerade du, Mathias, hast ja auch so einiges durch. Ich verfolge das schon lange, auch weil eine liebe Freundin von mir gerade auf einer Palliativstation wegen ihres CCC liegt. Toll, dass ihr auch noch Kraft für andere habt. Diese Freundin ist auch der Grund, warum ich mich hier noch nicht mehr eingebracht habe.

    @Fiona
    Hallo Fiona,
    deinen Strang habe ich auch gelesen und wurde sofort daran erinnert. Ich bin in einem Kompetenzzentrum für Leber-, Darm- und Pankreaschirurgie, aber ich glaube, nicht für Eierstockkrebs. Meine OP begleiten wird der leitende Oberarzt für gynäkologische Chirurgie. Die Zeit, jetzt noch die Klinik zu wechseln, habe ich nicht, denn das Ding ist rasant gewachsen. Eine Metastase des Darmkrebses ist auch wahrscheinlicher, da meine Erstdiagnose ja erst 15 Monate her ist. Und mein Chirurg ist wirklich gut, er hat z.B. auch RudiHHs Frau operiert.
    Tumormarker für Eierstockkrebs wurden nicht gemessen, aber die Darmkrebsmarker waren signifikant gestiegen.
    Lieb von dir, dass du dir so viele Gedanken dazu gemacht hast. Ich drücke die Daumen für deine Mama, dass sie sich gut erholt und endlich erfährt, was es nun war.

    Ich habe mich wieder für eine zusätzliche Periduralanästhesie entschieden, wegen des Schmerzkatheders und zum schnelleren Ingangkommen des Darms. Aber letztes Mal war das Legen sehr unangenehm und schmerzhaft. Davor habe ich am meisten Angst. Deshalb sitze ich hier im Bett und schreibe noch, denn müde bin ich nicht.

    Vielen Dank nochmal und liebe Grüße
    Luise
    Liebe Luise!
    Mein ganzer Beitrag weg...also nochmal in Kürze.
    Der schmerzkatheter ist wirklich sinnvoll in den ersten Tagen nach OP.
    Wichtig ist, dass du dich gut aufgehoben in dem Krankenhaus fühlst und ich finde es sehr gut, dass ein Gynäkolge mit am Tisch steht.
    Bei meiner Mama war das "Ding" knapp 15 cm groß und muss auch schnell gewachsen sein, es waren aber fast nur Zystische Anteile. Also muss das schnelle Wachstum auch noch nichts Böses bedeuten.
    Bei meiner Mama war nur der CEA erhöht, der geht ja bei Darmkrebs, Eierstockkrebs und auch Lungenkrebs hoch.
    Der eigentliche Tumormarker für Eierstockkrebs (CA125) war bei ihr nicht erhöht. Passt aber auch zu muzinösen Tumoren.
    ich wünsche dir, dass dein "Ding" sich problemlos und vollständig entfernen lässt und du dich schnell von der OP erholst!
    ich denke an Dich!
    lg, Fiona
    Ihr Lieben,
    mal eine schnelle Meldung von der
    Intensivstation. Hatte einen längeren Herzstillstand zu Beginn der OP. Tumor saß im Ovar und ist eher vom Darm, an dem aber nicht geschnitten werden musste. Das ist raus und jetzt auf die Histologie warten.
    PDA ging nicht, weil die töffelige Schwester mir gestern eine Thrombosespritze gegeben hat. Das hab ich heute Nacht gegoogelt und das hat mich sehr aufgeregt. Hätte ich aber für diese OP auch nicht gebraucht.
    Übrigens tut meine Pumpe so, als wär nichts gewesen. Herzschrittmacher stand im Raum und ich sagte, da muss ich abwägen, ob mich das Herz oder der Krebs zuerst schafft. Er hat den Witz nicht verstanden.
    Liebe Grüße von der verkabelten Luise
    Liebe Luise!
    Super- die OP hast du schon mal geschafft!!
    Was machst du denn für Sachen mit deinem Herz?! Zum Glück ist es gut ausgegangen.
    Ich wünsche dir eine gute Erholung. Und beruhigendene Ergenbisse vom Patholgen.
    Das Ergebnis wird wohl noch eine Weile dauern.
    Wurde das ganze mit großem bauchschnitt operiert oder minimalinvasiv?
    ich wünsche dir eine erholsame, schmerzfreie Nacht!
    lg, Fiona
    Jesses ;( .........

    liebe Luise,

    Herzstillstand. Sache mal :k . Was für ein Schreck. Bitte schön langsam machen. Und erhol Dich gut. Hoffentlich bleibt da nichts zurück. Ich verstehe zwar Deinen Galgenhumor (hätte glatt von mir kommen können), aber lass da alles kontrollieren, damit eben sich diese Frage in der Zukunft nicht stellen muss.

    Und habe ich das richtig verstanden? Hat man Dich nach der Reanimierung wie vorgenommen operiert? Dann hoffentlich alles Ärgerliche entfernt?
    Gute Erholung!

    herzliche Grüße
    JF
    Ich wünsch dir eine ganz schnelle Erholung, liebe Louise, und das du deine Verkabelung ganz schnell wieder los wirst.
    Ich staune ja, das du nach so einem Eingriff schon wieder so fit bist, hier zu schreiben.
    Jetzt hoffe ich mit dir, das alles gründlich entfernt werden konnte. Was immer es war, jetzt ist es weg und eine weitere Runde im Kampf gegen den Krebs ist an dich gegangen.
    LG Keriam
    Liebe @J.F., @Fiona, @Keriam,
    lieb, dass ihr an mich gedacht habt.

    Inzwischen liege ich auf der kardiologischen Überwachungsstation, aber mein Herz arbeitet bis jetzt normal. Sie haben einen Bauchschnitt gemacht, um die Verwachsungen besser sehen zu können. Beim Öffnen des Bauchfells blieb mein Herz einfach stehen und sprang nicht wieder an. Nach der Wiederbelebung lief es aber normal und sie konnten die OP normal durchziehen.
    Jetzt tun mir nur die Rippen weh und der übliche Blähbauch nach Bauch-OPs.

    Wahrscheinlich handelt es sich um eine Abtropfmetastase, die von Annfang an da war. Schon im ersten PET/CT vor einem Jahr leuchtete es dort schwach, der Radiologe hielt es für die Darmnaht.

    Liebe Grüße an alle
    Luise
    Liebe @J.F.,

    mir geht es ganz gut. Nach 24 Stunden Überwachungsstation kam ich wieder in mein Zimmer. Etwas beschwerlich sind die geprellten Rippen, aber besser als tot.
    Es war tatsächlich eine Metastase vom Darmkrebs, sonst war wohl alles sauber im Bauch. Morgen ist Tumorkonferenz und übermorgen geht es nach Hause. Mal sehen, wie der Bauch die 220 km verkraftet.

    Probleme habe ich mit der Blase, den Füllstand fühle ich nicht mehr. Aber das ist nach so vielen OPs ja auch kein Wunder.

    Mal sehen, was nun an weiterer Therapie vorgeschlagen wird. Entscheiden werde ich das nächste Woche mit meinem Onkologen. Chemo oder nicht? Die letzte ist ja erst 7 Monate her.

    Jedenfalls bin ich heilfroh, dass mir jetzt eine zeitnahe Eierstockkrebs-OP erspart geblieben ist.

    Ganz liebe Grüße an alle
    Luise
    Liebe Luise!
    Es freut mich, dass es dir so weit gut geht.
    Ich hoffe auch, dass dein Herz sich wieder vollständig erholt hat.
    Gut, dass man bei dir wohl eindeutig feststellen konnte, dass der Tumor vom Darmkrebs kam. Das nervt bzw verunsichert mich schon sehr bei meiner Mutter.
    Eine gute Heimfahrt!
    Und eine gute Entscheidung für/gegen Chemo.
    lg, Fiona
    Hallo Luise
    Super, dass du alles so gut weggesteckt hast. Mit deinem Herzstillstand hast du wohl allen hier einen gehörigen Schrecken eingejagt. Mach das bitte nicht wieder.
    Ich drücke dir die Daumen, dass du möchtest schnell wieder zu Kräften kommst.
    Liebe grüße
    Mathias
    Liebe Luise!
    Wie geht es Dir inzwischen? Weißt du schon, ob und wenn ja welche Behandlung jetzt bei Dir ansteht?
    Ist die OP Wunde gut verheilt? Und ist deine Blase wieder besser spürbar?
    Bei meiner Mutter wird jetzt auf meine Bedenken hin, ob das wirklich ein neuer Eierstockkrebs war, nachdem die Zellfärbungen ja was anderes ergaben, nochmal genauer nachgeforscht. Der Onkolge ist mit der Klinik in Kontakt.
    Aktuell liegt sie ja noch/wieder im Krankenhaus mit dem Nierenversagen. Aber die Werte sind alle schon wieder deutlich besser.
    Viele Grüße!
    Fiona
    Liebe @Fiona,

    lieb, dass du fragst. Die neuerlichen Nachforschungen zur Krebsart bei deiner Mutter halte ich für sehr sinnvoll. Wie kommen die denn auf Eierstockkrebs, wenn die Histologie etwas anderes sagt? Und für die weitere Behandlung ist es ja ein Riesenunterschied. Bei mir wurde es ja auch nur über die Histologie entschieden, die eindeutig auf Darmkrebs hinweist.

    Meine OP ist jetzt genau 2 Wochen her und es geht mir ziemlich gut. Mein Onkologe schließt sich der Meinung an, dass ich keine Chemo brauche; jetzt wird 3 Monate abgewartet, ob wieder etwas wächst. Das heißt aber auch, 3 Monate normales Leben, natürlich mit der ständigen Bedrohung. Ob man sich daran jemals gewöhnen kann?
    Meine Rippen spüre ich noch, das wird aber täglich weniger. Die Wunde ist bis auf eine kleine nässende Stelle gut verheilt und ich kann schon wieder Spaziergänge von 2 km machen.
    Meine Psychoonkologin meinte, ich solle aufpassen, da man mir die pysische und emotionale Belastung nicht ansieht, dass ich nicht überschätzt werde und so chille ich im Garten und streame anspruchslose Serien.
    Liebe Grüße
    Luise
    Liebe Luise!
    Schön, dass es dir wieder so gut geht!
    Der Operateur meiner Mutter meinte, es sei eindeutig ein Eierstockkrebs. Die Histologie ist nicht wirklich eindeutig. Der Pathologe schrieb nur, dass die zellfärbungen eher auf einen intestinalen Primärtumor hindeuten würden. Zum Darmkrebs passt allerdings das muzinöse nicht...
    Also aktuell nicht eindeutig. Von Borderline (bestimmte Art von Eierstockkrebs) steht auch was im Bericht.
    Und laut Literatur gibt es wohl in 1% der Fälle muzinöse Borderline tumore mit einem solche Immunphänotyp...
    Mal abwarten, was rauskommt. Im Moment kommt eh keine Chemo in Frage. Die Nieren sind jetzt schon geschädigt, die Leberwerte auch sehr hoch, Übelkeit immer latent vorhanden.
    Die op mit Dick- und Dünndarm Entfernung und dem Ileostoma haben Sie schon sehr geschwächt. Ist also grad nicht eilig, zu wissen, was für ein Tumor es war.
    Ich wünsche dir 3 behandlungs-freie Sommermonate, die du hoffentlich, trotz der immer vorhandenen Ungwissheit wie es weitergeht, genießen kannst!
    musst du jetzt irgendwas mit deinem Herz beachten, oder ist da alles wie vorher?
    lg, Fiona
    Hallo ihr Lieben,
    inzwischen war nun wieder eine Nachsorge fällig. Leider ist der CA19-9 leicht erhöht (48); das Ultraschall war unauffällig. Vor der letzten Metastasen-OP war der Marker auf 61. Mein Onko war ziemlich entspannt, meinte, in 4 Wochen eine weitere Bestimmung des Markers, um die Tendenz zu erkennen. Dann evtl. ein MRT. Ich denke, das ist wohl nicht verkehrt, so hoch ist der Wert nicht und ob man jetzt überhaupt was in der Bildgebung erkennen würde...

    So langsam beschleicht mich doch das Gefühl, dass ich aus dieser Krebs-Nummer nicht mehr herauskomme. Allerdings geht es mir gut und ich genieße meine Zeit. Mal sehen, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße
    Luise