Zurück in den Beruf

    Zurück in den Beruf

    Hallo Kollegen,

    nicht jeder wird ja nach der Kehlkopfentfernung gleich auf’s Altenteil, sprich in Rente, gehen. Ich will zumindest versuchen wieder zu arbeiten.

    Mein alter Job bestand aus sehr viel Reden, entweder im direkten Kundengespräch oder per Telefon. Die alte Performance werde ich sicher nicht wieder erlangen, ansonsten funktioniert meine Stimme, den Umständen entsprechend ganz gut. Wie es mit der Dauerbelastung im Job aussehen wird, weiß ich noch nicht, das muss ich erst noch testen.

    Wer hat Erfahrung mit der Wiedereingliederung bei Kehlkopfoperierten?

    Was kann ich vom Integrationsamt erwarten/fordern?

    Welche Hilfen werden mir und evtl. auch meinem Arbeitgeber gewährt?

    Was für Möglichkeiten gibt es noch?

    Ich würde mich über reichlich Resonanz und Erfahrungsberichte freuen.

    Was ich bisher so erfahren konnte, ist dass sich die üblichen Hilfsorganisationen zwar gut mit "Bein ab, Arm ab, blind" auskennen, aber von den Möglichkeiten, Bedürfnissen von uns Kehlkopflosen keine Ahnung haben. Die meisten von uns Kehlkopflosen sind wohl auch gleich in Rente gegangen oder wurden dahin gedrängt.

    Ich möchte mich halt im Vorfeld ausführlich informieren, um den, in meinem Fall Betroffenen (Arbeitgeber, Integrationsamt etc.), entsprechende Vorschläge/Vorgaben machen zu können.

    Gruß Jörg
    Hallo Jörg,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Krebs-Infozentrum, auch kurz KIz genannt.

    Hier: Linksammlung Rente/Krankenkasse findest du einen Link zu Integrationsämtern und -fachdiensten.

    JoergFB schrieb:

    Welche Hilfen werden mir und evtl. auch meinem Arbeitgeber gewährt?


    Auch da sind die Integrationsämter zuständig.



    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo Jörg,

    sicherlich kann dir @wolfgang46 weiterhelfen. Er kann dir Organisationen der Kehlkopflosen nennen.
    Versuche es mal über PN, wenn er sich nicht meldet.

    Liebe Grüße
    Boebi
    "Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn´s passiert." Woody Allen

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    Hallo Jörg,

    boebi hat Recht, ich sollte Dir vom Bundesverband der Kehlkopfoperierten berichten:
    Dieser Verband vertritt und unterstützt alle die am Kehlkopf operiert sind.
    Es gibt über die BRD verteilt regionale Gruppen, die als Selbsthilfeirganisatoren regelmäßige Treffen haben.
    Die Adressen findest Du über die Homepage des Verbandes oder Du schickst mir Deinen Wohnort per PN.

    Aber geh einfach mal die Homepage durch. Es gibt sicherlich viel interessantes für Dich.

    Schönen Gruß
    Wolfgang
    Hihi,
    Wichtig ist aber auch, mal mit dem Arbeitgeber zu reden, .... Auch wenn man erstmal nicht mehr so viel quatschen kann wie vorher,
    Oder es halt vor allem morgens, doch sehr kratzt in stimme und hals
    LG


    Gruß. Am Anfang sollte nicht hihi sein, sorry, aber es lässt mich nicht mehr ändern.....
    Liebe @Brynhildr ,

    doch, Du kannst Dein Posting ändern. Wenn Du mit der Maus in Dein Textfeld gehst, öffnet sich rechts unten eine Leiste mit dem Button "Bearbeiten". Dort draufklicken und schwuppsdiwupps kannst Du ändern und dann wieder auf Senden drücken.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo @all,

    vielen Dank erstmal für eure Antworten. Vielleicht gebe ich erstmal noch ein paar weitere Eckdaten:

    Schwerbehinderung mit GdB 100 ist vorhanden. Den Antrag habe ich damals gleich am Tag nach der OP absenden lassen und ist inzwischen nach einigem Hin- und Her von GdB 80 auf GdB 100.

    Im VdK bin ich seit meiner Halswirbel-OP 2010 Mitglied. Die können mit Kehlkopflosen allerdings nichts anfangen, außer es geht vor Gericht.

    Mit dem Integrationsamt habe ich schon im April nach meiner AHB Kontakt aufgenommen, wurde aber an den Arbeitgeber verwiesen.

    Mit meinem Arbeitgeber habe ich im April auch schon gesprochen (persönlich, war in der Fa.) und u.a. auf das Integrationsamt hingewiesen, dass er sich bitte informieren solle. Geplante Zeitschiene: Wiedereingliederung im Herbst. Regelmäßiger Kontakt, alleine schon wegen der "gelben Scheine". Ohne konkrete Hinweise etc. von meiner Seite wird dort aber erst etwas passieren, wenn ich zur Wiedereingliederung morgens im Büro stehe. Kenne ich schon von meiner letzten, Unfall bedingten Wiedereingliederung 2013.

    Zur Firma selber: es ist ein kleiner Baugerätehandel (Betonschalungen, Gerüste, Container, etc.) mit ca. 12 Leuten. Also kein Betriebsrat, Betriebsarzt, Behindertenvertretung etc.

    Im Kehlkopfoperiertenverband bin ich auch schon Mitglied. Die Treffen der Selbsthilfegruppe sind leider 80KM entfernt und z.Zt. ist Sommerpause, nächstes Treffen erst im September. Das Forum vom Bundesverband ist leider sehr träge, bzw. eigentlich tot. Alle die ich dort bisher kennengelernt habe, sind direkt in Rente gegangen. Kennen sich in der Thematik also nicht aus. Der Patientenberater der mich dort betreut hat, ist übrigens super. Das muss auch mal gesagt werden. Ohne ihn hätte ich die Sache nicht so weggesteckt.

    Damit mein Wiedereinstieg in das Berufsleben also möglichst glatt verläuft, suche ich jetzt nach möglichst vielen Informationen, die mir dabei helfen können.

    Gruss Jörg

    JoergFB schrieb:

    .... Ohne konkrete Hinweise etc. von meiner Seite wird dort aber erst etwas passieren, wenn ich zur Wiedereingliederung morgens im Büro stehe. Kenne ich schon von meiner letzten, Unfall bedingten Wiedereingliederung 2013.

    Zur Firma selber: es ist ein kleiner Baugerätehandel (Betonschalungen, Gerüste, Container, etc.) mit ca. 12 Leuten. Also kein Betriebsrat, Betriebsarzt, Behindertenvertretung etc.


    Hallo Jörg,
    dann wird das wieder so sein:
    Wenn Du deiner Firma rechtzeitig sagst, was Du brauchst und willst,
    dann machen sie es auch so ....
    Also, verlass Dich dabei lieber nicht auf andere.
    Eine kleine Firma muss nichts schlechtes sein :)
    Gute Regeneration weiterhin!
    Bruni
    Hallo Jörg,

    bei meinem Versuch der schrittweisen Wiedereingliederung hat die Stadt alles bezahlt was für einen Arbeitsplatz notwendig war und zwar sind sämtliche Genehmigungen per Fax gekommen. Das war z.B. ein höhenverstellbarer Zeichenschreibtisch mit eingebauten Bildschirm als CAD-Arbeitsplatz und dem dazu passenden Stehstuhl.

    Zuständig ist dafür die -Fachstelle behinderte Menschen im Beruf- die in den meisten Städten vorhanden ist.

    Dabei heißt es als Beispiel bei der Stadt Gelsenkirchen:

    "Die Fachstelle behinderte Menschen im Beruf berät und unterstützt schwerbehinderte Menschen (auch Gleichgestellte) und Arbeitgeber bei allen Fällen und Problemen im Arbeits- und Berufsleben. Die Dienstleistung umfasst auch:

    - Besonderen Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen. Die Kündigung von Arbeitsverhältnissen schwerbehinderter Menschen bedarf generell der vorherigen Zustimmung. Die Fachstelle behinderte Menschen im Beruf führt dieses gesetzlich vorgeschriebene Verfahren durch.
    - Bewilligung von Leistungen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe an schwerbehinderte Menschen und Arbeitgeber im Rahmen der begleitenden Hilfe im Berufs- und Arbeitsleben, z.B. technische Hilfen am Arbeitsplatz.

    Das hier auch besonders die Unterstützung auch für Arbeitgeber erwähnt ist wäre für dich besonders interessant.

    Liebe Grüße
    Boebi
    "Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn´s passiert." Woody Allen

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