Antihormontherapie - 5 oder 10 Jahre?

    Antihormontherapie - 5 oder 10 Jahre?

    Ihr Lieben, nun melde ich mich nach einem wunderbaren Urlaub wieder zurück. Zwei Wochen Luft, Sonne, Wald und den schönsten See der Welt vor der Tür - hach!!! Morgens als erstes 20 min Schwimmen, glasklares Wasser, Stille, ein Kormoran über und misstrauisch äugende Haubentaucher auf dem Wasser - was war das schön... Allerdings hab ich nun auch wieder 2 kg mehr im Gepäck, die Küche in MeckPomm ist bis auf ganz wenige Ausnahmen immer noch seeeeehr fleischlastig, die Portionen riesig, und jeden Abend selber kochen mocht ich nun auch nicht.

    Also, allgaeu65, ich schließe mich an - allerdings ohne WW, ich versuch's wieder mit 5:2 bzw 6:1 (5 oder 6 Tage normal essen, 1 oder 2 Tage fasten). Hat bisher gut geklappt. Dir ein Daumen hoch für die ersten beiden Kilos!

    Frage an die, die die AHT schon hinter sich haben: ich hab immer schon bisschen auf's Gewicht achten müssen, aber seit Anastrozol ist es echt heftig. Ich mach viel mehr Sport als früher und hab's trotzdem grad so im Griff, obwohl ich sehr gesund und bewusst esse. Allerdings versag ich mir auch nichts, aber die Bilanz ist eigentlich völlig ok - trotzdem ginge es ohne die Fastentage stetig leicht bergauf.
    Nun bin ich im Februar mit den 5 Jahren AHT durch und hab die leise Hoffnung, dass das danach ein kleines bisschen besser wird - kann das jemand bestätigen? (Oder auch widerlegen, dann mach ich mir schon mal keine Illusionen?).

    jetzt Euch allen noch ein tolles Wochenende, genießt die Sonne, die da kommen soll - es gibt Wetterfrösche, die behaupten, das wärs dann für den August!! Bäh!!!

    Liebe Grüße, Ulrike
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)

    Antihormontherapie - 5 oder 10 Jahre?

    Liebe Ulrike, durch die AHT sind wir in der Menopause und dann geht das sowieso nicht so einfach mit dem Abnehmen :/
    Nach den neuesten Leitlinien soll man die AHT 10 Jahre machen. Machst Du weiter oder hörst Du auf ?

    Ich habe seit gestern meinen Fitness Tracker und der hat mich im Büro schon den Gang hoch und runter gejagt :D
    Cool ist die Schlafphasen die er aufzeigt. Auch der Pulsmesser, coole Sache.

    Gleich mache ich zwei Salate für das Grillen. mein Mann hat ja zum Whiskeytasting und Zigarre eingeladen. Von dem Zeug halte
    ich mich aber fern.................................
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Liebe Claudia, AHT über 10 Jahre gilt, soweit ich weiß, doch nur für prämenopausal - oder hab ich da was verpasst? Ich war ja zum Zeitpunkt der Erkrankung mit grad 50 schon deutlich nach den Wechseljahren. Mein letzter Kenntnisstand ist, dass postmenopausale Frauen von einer Verlängerung nicht profitieren.
    Jule????
    Ein wenig ungeschützt fühl ich mich bei dem Gedanken schon, die Anastrozol nicht mehr zu nehmen. Aber andererseits freu ich mich auch, dass sich so manche Nebenwirkung vielleicht doch vom Acker macht (Libido? Ist doch eine Stadt in Italien, oder???). Wir werden sehen, werd bis dahin jedenfalls noch alles an Infos zusammetragen, was ich finde.
    Liebe Force, die Fussgeschichte hatte ich auch, bis vor einem Jahr noch deutlicher, inzwischen fast weg. Barfuss ist sicher sehr gut, aus der Reha kam auch der Tip mit einer Schüssel getrocknerter Hülsenfrüchte, in denen die Füße bewegt werden. Soweit ich weiß, rühren die Schmerzen von Nervenschäden durch die Chemo her. Insofern - alles, was die Nerven stimuliert, könnte helfen - cremen, laufen, massieren - lass nicht locker, ich drück die Daumen, dass es bald besser wird.
    Was die Gewichtszunahme angeht - zu Tam kann ich da nix sagen, aber Sport und kontrolliert essen ist sicher die halbe Miete... Aber: siehe oben, grau ist alle Theorie...
    Euch einen bunten Abend wünscht
    Ulrike
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)

    DasRiek schrieb:

    AHT über 10 Jahre gilt, soweit ich weiß, doch nur für prämenopausal - oder hab ich da was verpasst? Ich war ja zum Zeitpunkt der Erkrankung mit grad 50 schon deutlich nach den Wechseljahren. Mein letzter Kenntnisstand ist, dass postmenopausale Frauen von einer Verlängerung nicht profitieren.
    Jule????


    @DasRiek,

    Das stimmt nicht.
    Siehe hier:
    springermedizin.de/mammakarzin…laenger-kein-rez/10234528

    und

    HR-positives Mamma-Ca.: länger adjuvant Letrozol, länger kein RezidivEine
    Verlängerung der adjuvanten Aromatasehemmer-Therapie auf zehn Jahre
    verbessert bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem
    Brustkrebs das krankheitsfreie Überleben: In der Phase-III-Studie MA.17R
    wurde so eine signifikante Reduktion der Rezidivrate um relativ 34 %
    erreicht.
    aus: springermedizin.de/asco-2016/kongresse/asco-2016/10224612
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule, besten Dank! Ich hab zugegebenermaßen in den letzten zwei Jahren ein wenig nachgelassen beim Informationen suchen - so rächt sich das... Also werd ich das mit meiner FA nochmal besprechen.
    Beste Grüße, Du bist einfach unglaublich!
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Liebe Jule,

    vielen Dank für den wichtigen Hinweis auf die Studie, die mich etwas ins Grübeln gebracht hat. Ich bin postmenopausal, hormonrezeptorpositiv und Hochrisikopatientin. Ich habe 5 Jahre Letrozol genommen und wurde von meinem Gyn, auf dessen weises Urteil ich mich verlassen habe, auf Tamoxifen umgestellt, vielleicht auch für 5 Jahre. Ich frage mich jetzt, ob ich nicht bei Letrozol hätte bleiben sollen, wenn es vielleicht wirksamer ist?
    @oleandra,

    ich habe kürzlich noch gelesen, dass Aromatasehemmer tatsächlich noch besser wirken sollen.
    Aber: man entwickelt mit der Zeit Resistenzen dagegen bzw. evtl. Tumorzellen entwickeln die Resistenzen.
    Vielleicht ist das der Grund, warum Du auf Tam umgestellt wurdest?
    Frag ihn mal.
    Wenn dem so ist, Respekt, dann hat er mitgedacht.

    In Augsburg habe ich mal gehört, dass auch eine 3 monatige Pause Resistenzen aufheben kann...aber das bitte noch mal gründlich hinterfragen bzw. recherchieren.

    Die Antwort würde mich als TN trotzdem sehr interessieren...
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    @Jule66
    Ja, das mit möglichen Resistenzen leuchtet mir ein, werde beim nächsten Termin Ende August mal nachfragen. Kummer macht mir auch mein immer dünner werdendes Haupthaar, aber das ist Klagen auf hohem Niveau, der lange Östrogenentzug hat eben auch unerwünschte Nebenwirkungen - wem erzähle ich das!

    Liebe Grüße oleandra
    Hallo Ihr lieben Frauen,
    in die Tam und Aromatasehemmer Diskussion würde ich mich gerne einklinken.
    Meine beiden Ärztinnen sind sich nicht einig:
    die eine sagt, dass bei einem erhöhten Schlaganfallrisiko Tam besser ist, die andere rät zu Aromatasehemmer.
    Ich habe erblich bedingt zu große Blutplättchen. Alle Frauen in meiner Familie erlitten seit 3 Generationen Schlaganfälle. Darauf habe ich nun wirklich keine Lust! meine Schwester ist an den Folgen jung verstorben, die Zeit bis zum Tod war sie Pflegefall, konnte weder Sprechen noch Laufen oder die rechte Hand bewegen.
    Bisher ist mir Tam sympathischer, nach allem was ich gelesen habe.
    Vielleicht hat ja jemand Informationen darüber, die ich meinen Ärztinnen zukommen lassen kann.
    LG
    Resi
    Hallo Ihr Lieben,

    zur Verlängerung der AHT mit Aromatasehemmern bei postmenopausalen Frauen habe ich hier noch einen interessanten Artikel gefunden im Nachgang zur diesjährigen ASCO-Konferenz.

    medscape.com/viewarticle/864445#vp_1

    Die Meinungen sind da durchaus geteilt, relevant ist zum Einen das individuelle Rückfall-Risiko (das ja wiederum niemand sicher bestimmen kann), zum Anderen die Nebenwirkungen (Osteoporose) und das subjektive Erleben der AHT.
    Ein Punkt ist die Anzahl befallener LK, da hatte ich gsd nix. Zum Anderen gibt es bei 10 Jahren AHT wohl einen Vorteil auch beim Auftreten eines neuen Krebses in der gesunden Brust - mein lobulärer neigt ja wohl dazu, die zweite Seite heimzusuchen. Würde also beides dafür sprechen.
    Individuell - nun ja, ich bin über die neuen Sachlage nicht wirklich glücklich. Und es gibt ja dazu auch bisher nur diese eine Studie, wenn ich richtig gesucht habe. Osteoporose ist sowieso ein Thema, im ersten Jahr Anastrozol hatte ich einen Rückgang der Knochendichte um knappe 10% - zum Glück konnte das mit Sport, Ernährungsumstellung und Calcium aufgehalten werden, Vit. D nehm ich ja sowieso, so dass ich nun nicht zum Pudding mutiere... Und so ganz subjektiv - ich hätte schon gern aufgehört jetzt. Ganz im Sinne von "... jetzt fängt das Leben wieder an...".
    Andererseits hab ich bisher nach der Devise gehandelt, alles zu machen, was das Rückfallrisiko nur ein wenig senkt...
    Ach menno, Ihr merkt schon, bin dvöllig hin und hergerissen.
    Ich werde jedenfalls den Krebsinfodienst kontaktieren, meine FA ist wohl eher nicht sooo hilfreich, alles was ich bisher über den Minimal-Standard hinaus mache, habe ich initiiert. Sie zieht zwar dann immer mit, aber wirklich drin in dem Thema scheint sie mir, wie viele, nicht zu sein - kann ich auch verstehen, man kann nicht alles wirklich wissen.

    Und noch eines: in den Leitlinien ist eine 10jährige Gabe von Aromatasehemmern bisher nicht empfohlen, das ist nicht richtig.
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Hallo @DasRiek,

    hast Du vielleicht die Leitlinien von 2012?
    In den neueren von 2016 wird die Dauer von bis zu 10 Jahren befundabhängig jedenfalls erwähnt.
    Beim drüberlesen habe ich gesehen, bei lobulären BK wird Aromastashemmer empfohlen.

    ago-online.de/fileadmin/downlo…/mamma/Maerz2016/de/2016D 10_Adjuvante endokrine Therapie prae- und postmenopausaler Patientinnen.pdf

    S.7-10

    Tja, die Entscheidung kann Dir leider keiner abnehmen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo @Jule66
    das Thema interessiert mich auch sehr, da ebenfalls lobulär und postmenopausal. Leider komme ich beim Anklicken des Links nicht an die Information. "Server kann Seite nicht finden". Gibt es noch eine andere Möglichkeit, an die Information zu gelangen?
    Vielen Dank für Deine sehr kompetente Hilfe.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok
    Liebe Jule, ja, das habe ich gelesen - 10 Jahre nach individueller Nutzen/Risiko Abwägung und besonders bei höherem Risiko (N+).
    Aber auch auf den weiteren Seiten beziehen sich die 10 Jahre immer auf Tam alleine oder Sequenztherapie Tam mit AI - niemals auf AI allein.
    Auch die Studie, die Du oben erwähntest behandelt ja eine Sequenztherapie, wenn ich richtig lese Tam gefolgt von Letrozol (zuerst je 5 Jahre, dann in der Erweiterung der Studie 10 Jahre Letrozol).
    Und ich hatte ja nunmal kein Tam, da lobulär, wie Du auch schreibst.

    Insofern bin ich nun auch nicht schlauer als vorher... Und klar, kann mir die Entscheidung keiner abnehmen - wie die vorher auch. Ich bin ja mitten im Entscheidungsprozess...

    BTW: sollte man diese Diskussion vielleicht in einen separaten Faden packen - hier findet es doch keiner wieder?
    Soll ich mal bei den Mods anfragen?

    Liebe Grüße an alle vom leicht frustrierten Riek...
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Liebe Anhe, danke - ich plädiere für "Aromatasehemmer - 5 oder 10 Jahre", denn um Tamoxifen ging es ja eigentlich hier nicht. Eventuell auch "Aromatasehemmer postmenopausal - 5 oder 10 Jahre" oder ist das wieder zu speziell? Verlass mich da gern auf Deine Erfahrung.

    Liebe Grüße, das Riek
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Das mit der AHT trifft für alle Frauen zu, die AHT machen - egal ob prä- oder postmenopausal.

    Ich nehme Letrozol seit Jan 09, meine Gyn gab sie mir ab Jan 14 off label und beim letzten Checkup im Frühsommer 2016, meinte sie wir machen die 10 Jahre voll. Meine Freundin hatte ihre 5 Jahre Tam im Okt. 2015 voll, da in der Familie BRCA1 Mutationen und sie eine CHEK2 hat, ist sie jetzt für weitere 5 Jahre wieder eingestiegen. Ihre Gyn bleibt aber bei TAM.
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Liebe Geli, nicht ganz - auch hier ist eine Vortherapie mit TAM erfolgt:

    "Sieben von zehn Frauen, die an der Studie MA.17R der Canadian Cancer Trials Group teilnahmen, hatten bereits 4,5 bis 6 Jahre Tamoxifen und im Anschluss daran fünf Jahre einen Aromatase-Inhibitor erhalten. In der Studie wurden sie dann auf weitere fünf Jahre einer Behandlung mit dem Aromatase-Inhibitor Letrozol oder auf einen Placebo-Arm randomisiert."

    Ich mag ja grad wie ein Prinzipienreiter klingen, aber wenn die TAM-Sequenz wesentlich für das Ergebnis ist, würde die Verlängerung eben in meinem Fall nicht greifen.
    ich werde den Krebsinformationsdienst um Hinweise bitten, wir werden sehen.

    Wünsche Euch allen einen schönen Tag!
    Liebe Grüße, das Riek
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Guten Morgen!
    Danke @Jule66, danke @RidingGeli, der Artikel war gut verständlich für mich. Ich muss mich zwar nicht mehr entscheiden, da ich seit 2,5 Jahren keine AHT mehr mache, aber ich konnte daraus entnehmen, daß ich genau richtig therapiert wurde mit sofortigem AI Beginn, obwohl das damals (2009) noch nicht so allgemein bekannt war.
    Liebe @DasRiek, bitte lass uns wissen, was Du beim Krebsinformationsdienst erfährst.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok
    Hallo @DasRiek,

    TAM war bei mir kontraindiziert, lass es uns wissen, was der Krebsinformationsdienst antwortet, es würde mich auch interessieren.

    Im Grunde wird es kein richtig oder falsch gebe, das ist eine Entscheidung jeder einzelnen.

    Liebe Grüße
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo,

    mir stellt sich die Frage nächsten Sommer. Dann habe ich 2 Jahre Tamoxifen und 3 Jahre Anastrozol hinter mir. Bin gespannt, was bis dahin mehrheitlich empfohlen wird. War 2012 an einen 12/12 hormonabhängigem lobulären und duktalem Brustkrebs erkrankt.

    Grüße Martina
    Hallo...
    stehe genau vor dem selben Problem. Im Juni 2017 werden es 5 Jahre dass ich den Aromatasehemmer Exemestan einnehme. Habe fast keine NW.
    Onkologin sowie Gynäkologin vertreten unisono die Meinung dass dann die Einnahme beendet wird da kein Benefit mehr zu erwarten ist. Es gibt noch keine Erfahrungswerte wie evtl. negativ sich eine längere Einnahme auf den Körper auswirken könnte.
    Hallo!
    Ich hatte in 2015 das Problem. Verlängerte Letrozol auf fast sechs Jahre, weil Augenuntersuchungen vor Umstellung auf Tamoxifen Probleme machte. Ich hatte dann zwar grünes Licht, aber obwohl ich hart im Nehmen bin,( auch lt. meiner Ärzte) katastrophale Nebenwirkungen), sodaß ich trotz Empfehlung zweier Brustzentren aufhörte. Mein Hausarzt zog einen niedergelassenen Onkologen hinzu, der auch bei Studien mitwirkt. Er rechnete mir damals sehr deutlich vor, welcher Nutzen ein sogenannter signifikanter Studienvorteil wirklich bringt, zumal bei nodalnegativ.. Leider habe ich es nicht schriftlich vorliegen. Ich kann es wirklich nicht aus dem Gedächtnis rekonstruieren, obwohl ich recht gute mathematische Ausbildung hinter mir habe.
    Natürlich habe ich immer wieder Angst, wenn es zwackt. Hatte z.B. bei langwierigen Rückenschmerzen Knochenzinti...usw. Verfolge auch die Entwicklung weiter.. Hatte damals in 2014/2015 an "anderer Stelle" bereits Strang dazu initiiert....
    Nun scheint es nicht Neues zu geben, weil hier so lange Ruhe war/ist...oder?
    Liebe Grüße
    von Judith
    (die auch Einiges in" herzlich willkommen" und im Profil erläutert)
    Hallo zusammen, ja, sorry, das update ist längst fällig...
    Ich hatte meine Anfrage beim KID nicht gleich gestellt, seit einer Woche ist nun die Antwort da. Subsumiert bin ich auch nicht viel schlauer als zuvor, aber ein wenig mehr Details aus der Anwort und meine Gedanken dazu:

    Die Ergebnisse der Studie MA.17R, die sich hauptsächlich auf Letrozol bezieht, sind auf andere Aromatasehemmer übertragbar. Ein Teil der Teilnehmer hatte auch Anastrozol und Exemestan bekommen, die Gruppen waren aber so klein, dass sie nicht spezifisch auswertbar waren.
    Da die Wirkmechanismen ja dieselben sind, leuchtet mir das ein.

    In der Sudie wurden nicht nur Frauen untersucht, die bereits Tamoxifen eingenommen haben. 20.7 % der
    Frauen hatten vor der Aromatasehemmerbehandlung kein Tamoxifen eingenommen. Wegen der kleinen Gruppen wurden
    diese Patientinnen wiederum nicht einzeln ausgewertet.
    Das nun wäre für mich sehr interessant gewesen. Ergebnisse aus Studien mit Monotherapie kommen wohl erst 2019, für mich zu spät.

    nach der MA.17R-Studie erhöhte die Gabe eines Aromatasehemmers über 10 Jahre statistisch signifikant das
    rückfallfreie 5-Jahresüberleben und das Auftreten von Brustkrebs auf der Gegenseite. Das Gesamtüberleben
    unterscheidet sich - nach bisher etwa 6 Jahren Nachbeobachtungszeit - nicht.
    Und hier kommen wir zu dem, was Du schreibst, liebe Julia zum Thema signifikanter Vorteil nach Studie. Zudem war die Studie relativ klein mit unter 9000 Teilnehmerinnen.
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich selbst Studienteilnehmer war (Plan B). Im Rahmen dieser Studie wurde der Onkotype gemacht, ich hatte einen Score von 13. Die Empfehlung zur Chemo wäre damit im Normalfall nicht ausgesprochen worden, innerhalb der Studie gab es die ab Sore 11, außerhalb der Studie ab Score 18 (so steht es zumindest in meinen Unterlagen). Somit ist bereits damals ein Schippchen mehr getan worden als üblich, nämlich 8 Zyklen Chemo :huh: .

    Auch die Empfehlungen der AGO sind noch bei 5 Jahren Aromatasehemer: Die Experten empfehlen eine sequenzielle Therapie für 5-10 Jahre: Tamoxifen gefolgt von Aromatasehemmer (oder umgekehrt) und halten fest, dass es zum Zeitpunkt der Erstellung der Empfehlung keinen wissenschaftlicher
    Beleg für die längere Gabe eines Aromatasehemmers über 5 Jahre hinaus gab.

    Fazit: ich werde das Ganze nochmals mit meiner Ärztin besprechen, nächster Termin ist im Oktober. Danach habe ich immer noch bis Februar Zeit für Recherche und Entscheidung. Ob ein Switch auf Tam in meinem Fall sinnvoll sein könnte hab ich noch garnicht überlegt. Nach jetzigem Stand ist der Bauch
    jedenfalls für Aufhören...

    Liebe Grüße vom Riek
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Ihr Lieben,

    wie ihr wisst, betrifft mich das Thema nicht, denn ich bin TN.

    Aber...ich lese seit ca. 7 Jahren intensiv in den BK-Foren und auch nahezu alles, was es an Studien und Neuerungen zum Thema gibt.
    Ich kenne also die aktuelle Studienlage zum Thema...

    Mir persönlich fällt auf, wieviele Frauen nach den ( bislang) üblichen 5 Jahren AHT wiedererkranken.
    Wenn man mal im KK schaut, in dem entsprechenden Thread, kamen die Metas fast immer nach den 5 Jahren.
    Es liegt auf der Hand, warum man die verlängerte Einnahme so genau checken möchte und Studien dauern eben.
    Es geht um Langzeitfolgen der AHT und ...natürlich auch um Kosten.
    Da tut man sich mich einer offiziellen Empfehlung schwer...

    Aber der gesunde Menschenverstand :whistling: und auch meine Beobachtungen sagen mir, dass jeder, der LK befallen hatte oder einen G3, eher gut daran tut, alles zu unternehmen, die AHT zu verlängern.

    Das gilt natürlich nicht für die eher freundlichen G1 Tumore, also die luminal A Tumore.

    Im Grunde verhindert die AHT das Wachsen von minikleinen Tumorzellhaufen, die entweder da sind oder nicht.
    Wenn sie vorhanden sind und die AHT ist beendet, haben diese Mistviecher im "Idealfall" (für sie) ihren großen Auftritt.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule, alles richtig - ich habe ja auch ausdrücklich meine Gedanken dazu geäußert, die nur meine sind - und ich war G2, ohne Lymphknotenbefall und mit einem laut Onkotype geringen Rückfallrisiko. Zudem werde ich die Entscheidung erst im Februar fällen.
    Laut Literatur sind die Metas zur Hälfte innerhalb der ersten 5 Jahre, die andere Hälfte in Jahr 6-15.
    Klar gibt es mir zu denken, aber die Angst vor Metas ist halt auch nicht das ganze Leben. Ich werde meine Entscheidung zu gegebener Zeit treffen.
    Dir sind die Daumen gedrückt für die nächste Kontrolle.

    Liebe Grüße, Riek
    Erwarte nichts. Heute, das ist dein Leben. (Kurt Tucholsky)
    Hallo zusammen,

    mein Tumor war G3, 2 befallene Lymphknoten, bei Onkotype (Score 17) zwischen niedrigem und mittlerem Risiko (wobei der Onkotype ja wohl nicht soooo sicher sein soll), ER und PR je 100%.

    Antihormontherapie möchte ich 10 Jahre machen und dann schauen, wie die Erkenntnisse sind. Vielleicht sagt man dann, man braucht es lebenslang oder es gibt andere Medis.

    Angst vor Metas soll nicht mein Leben bestimmen, aber ich will alles tun, was in meiner Hand liegt (auch, wenn man ja leider vieles auch gar nicht in der Hand hat), damit keine Metas kommen und ich hoffentlich noch möglichst lange leben kann.

    Mein Onkologe sagte mir, dass Tamoxifen nicht nur wichtig ist, um möglichst Metastasen zu verhindern, sondern mittelfristig auch eine präventive Wirkung hat, um einer erneuten Brustkrebserkrankung vorzubeugen.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Finja“ ()

    Moin, ich hatte einen G2 mit einem befallenen LK. Schwach hormonpositiv, kein HER2 neu also Luminal B mit einem mittleren Risiko. Ich hatte 2 Jahre TAM und durch die Total-OP jetzt Letrozol. Nehme als NW Haarausfall wie ein Mann mit sowie Knochen- und Gelenkschmerzen. Werde das aber in Kauf nehmen und meine 10 Jahre voll machen.

    Nur noch 7, nur noch 7,..... :D
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Es geht bei einer Umstellung von Letrozol auf Tamoxifen nicht um die genannten Nebenwirkungen ...leider. Bei Vielen, nicht bei allen kommt es zum extremen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und recht schlechten Pap-Abstrichwerten, wozu die führen können, ist recht klar. Bei Weiternahme von Letrozol ist doch die Osteoporosegefahr mit Brüchen recht hoch. Prof. Hadschi(??) hat da einen deprimierenden Vortrag in dieser Hinsicht gehalten, kann man bei Brustkrebs Deutschland anhören, finde es bloß leider nicht auf die schnelle. Nach einer gewissen Zeit AHT haben auch viele extreme Depressionen und intellektuelle Schwierigkeiten...und gerade da muß man dann als mündiger Patient entscheiden.
    Mein Klassenkamerad als Arzt in einem der empfehlenden Brustzentren hat dann dann nachgefragt; was soll ich meiner Schulfreundin raten. Antwort: Die meisten Patienten nehmen nicht konsequent die fünf Jahre durch, sogar in Studien kann man nicht die Einnahmetreue und Vergesslichkeit überprüfen. Also wenn sie so ist, wie sie sie schildern, kann sie ruhig aufhören. Das klingt dann auf einmal ganz anders.
    Ich wollte auch mit dem Kopf durch die Wand mit länger einnehmen und ich wünsche jedem, geringe Nebenwirkungen und Konsequenz, aber an Resistenz sollte man eben auch denken.
    Es wird bei jedem anders sein, wie er sich entscheidet, wie er abwägt. Ich kann nur sagen, ich hatte auch den festen Willen, nach dem Stande der Technik weiter zu machen. Aber die Mediziner definieren ihren Stand der Wissenschaft ein bissel flexibler. Ich bin nun auch schon acht Jahre dabei und mache mir meinen Reim: es ging recht oft auch "rin in die Kartoffeln und wieder raus".
    Jetzt liest man zum Beispiel, das gesetzlich Versicherte Tests bezahlt bekommen, die über Chemo entscheiden. Grundlage sind Studien, wobei dann fünf Prozent doch Rückfälle ohne Chemo erlitten. In keiner anderen wissenschaftlichen Disziplin würde so entschieden, zumal es um menschliches Leben geht.

    Liebe Grüße von Judith
    Nun habe ich noch meine Frage vergessen: Wie erfahrt Ihr von Eurer Lumität, wenn keine speziellen Untersuchungen gemacht wurden? Aus der Tumorformel ist es doch nicht ableitbar...oder habe ich da was verpaßt in den letzten Jahren?
    Das würde mich schon interessieren, gerade bei G2 war damals die Sache umstritten, auch welche Höhe der Hormonabhängikeit wichtig ist. Gibt es da eineindeutige Definitionen?
    Hallo @Judith56,

    eindeutig wohl nicht, aber es ist recht deutlich abzugrenzen.

    Ein G1 mit 100% Hormonrezeptoren und einem Ki67 von 5% ist eindeutig ein luminal A.
    Ein G2-3, mit wenigen Rezeptoren und einem Ki67 von sagen wir mal 25% ist ein luminal B.

    Wie sind denn Deine Werte?

    Was die Resistenzen angeht:
    ja, die treten auf, aber mit einer Pause kam man diese wieder aufheben.
    Oder mit einem Swich von Tam auf Aromatasehemmer umgehen.
    Und keiner weiß, wann und ob Resistenzen auftreten...
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer