Start Chemo- Strahlentherapie ohne OP Zungenkarzinom

    Start Chemo- Strahlentherapie ohne OP Zungenkarzinom

    Hallo zusammen,
    da ich neu bin hier auf der Plattform, stelle ich mich kurz vor bevor ich zu fragen beginne.
    Ich heisse Ralph, bin 54 J. jung und bis vor ca.drei Monaten körperlich völlig gesund und fit.
    Es begann im Mai mit Halsschmerzen, dann Schluckbeschwerden, dann der erste Arztbesuch und Behandlung mit verschiedenen Antibiotika. Ohne Erfolg. Dann Überweisung Elisabeth-Krankenhaus Bochum. Hier nach Untersuchung Verdacht auf Zungengrundkarzinom und dringende Probenentnahme empfohlen. Das Ergebnis; Zungen- und Zungengrundkarzinom links.Das war dann schon Ende Juni.
    Um der drohenden Atemnot auch zur anstehenden Bestrahlung vorzubeugen wurde mir dann Mitte Juli ein TracheoStoma gesetzt. Ich folgte einer weiteren Empfehlung mir eine Magensonde setzen zu lassen, da es seiin könnte, dass ich auch deswegen nicht mehr essen (schlucken) könnte. Alle sprachen bis dahin von Bestrahlung und ich liess auch alle anderen Vorbereitungen über mich ergehen (Zahnsanierung, Zahnschiene). Erst der Strahlenarzt klärte mich auf, dass auch eine Chemo-Therapie angezeigt sei.

    Das mal in Kurzform zu meinem "Werdegang"

    Derzeit habe ich die erste von 8 Wochen Bestrahlung und 5 Tage Chemo hinter mir. Zum Ende der Woche stellte sich ein Pilz im Mundraum ein. Die Chemo habe ich bis auf latentes Schlecht-Sein ganz gut vertragen.

    So. jetzt zu dem was mich interessiert:
    hat jemand ähnliche Erfahrungen machen müssen und kann davon berichten was mich eventuell noch erwarten könnte?
    Speziell was die Chemo angeht. Denn meine Onkologin lässt sich leider sehr dürftig über den Behandlungsplan aus. Letzte Woche sass ich 3,5 Stunden am Tropf und wurde mit einer 48 Stunden Pumpe entlassen, die ich dann zwei Tage später nochmal Tauschen musste.
    Diese Woche bekam ich Antikörper in der Praxis und muss erst wieder in einer Woche erscheinen. Das weitere will sie von Woche zu Woche entscheiden. Für mich unzufriedend.

    Desweiteren wüsste ich gern, wie verlässlich die Aussage des Strahlenarztes anzusehen ist, dass die 38 Bestrahlungen mein Leben 20-30 Jahre verlängert?
    Hallo Gummibbaer 62
    Wie ich aus deinem Schreiben lese wurde der Tumor nicht operativ entfernt. Ich gehe davon aus das er zu groß ist. Deshalb erst einmal die Chemo um überhaupt zu schauen ob der Tumor sich verkleinert.
    Hast du ein Plattenepithel Karzinom?
    Die Prognose von Krebs und wie lange überlebe ich ,sind sehr unterschiedlich. Es gibt hier viele die schon Jahre überlebt haben.
    Jeder Mensch ist anders....
    Leider ist Krebs unberechenbar.

    Ich wünsche dir einen guten Heilerfolg.
    Im Mund Kiefer Bereich ist das leider eine sehr lange Prozedur.
    Bei den Bestrahlungen kann es passieren das sich die Kiefermuskulatur verhärtet. Wichtig sind dann Übungen mit einer Logopädin.
    Bis dahin
    Alles Gute
    Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Hallo @gummibaer62 - Ralph,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung hier kein sehr schöner ist. Vielleicht hast Du diesen Thread schon entdeckt Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom , in diesem steckt geballtes Wissen rund um die Erkrankung Zungengrundkarzinom. Ich bin mir sicher, daß viele unserer User sich hier noch zu Wort melden, so auch unser @boebi , der auch in Bochum beheimatet ist. Vielleicht habt ihr sogar die gleichen Ärzte.

    Wir wünschen Dir hier im einen guten und hilfreichen Austausch und hoffen, Du fühlst Dich hier wohl in unserer Gemeinschaft.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo Ralph,

    die Informationen die du bekommen hast scheinen mir doch recht dürftig zu sein. Die Ärzte hätten dich doch viel ausführlicher aufklären müssen.

    Ich möchte mich nicht weiter über meinen Erfahrungen mit dem Eli auslassen nur so viel, ich war zweimal als Patient im Eli und einmal mit einer Überweisung meines HNO zur Nachsorgeuntersuchung in der Tumorsprechstunde, das hat mir völlig gereicht.

    Meine Geschichte kannst du in meinem Profil nachlesen. Chemo und Bestrahlung habe ich abgelehnt und meine Operationen und die TU-Nachsorgen fanden in der MKG des Knappschaftskrankenhauses statt.

    Setze dein Eingangsposting doch bitte nochmal in den Thread

    -Selbsthilfegruppe-Zungenkarzinom-

    ein. Du wirst dort sicherlich noch mehr Antworten bekommen.

    Ich werde dir auch noch ausführlicher Schreiben.

    Liebe Grüße
    Boebi

    Frage: Wird die Bestrahlung und Chemo im Augusta gemacht? Zum Überleben, ich habe nicht wie mir prophezeit wurde nur 2 Jahre sondern bisher 9 Jahre überlebt. Niemand kann es genau vorhersagen und eine Überlebensaussage ist ein Blick in die Glaskugel.
    "Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn´s passiert." Woody Allen

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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „boebi“ ()

    willkommen Ralph,
    es wird in den nächsten Wochen nicht einfach für Dich, aber man kann es überstehen :)

    gummibaer62 schrieb:

    ....
    Desweiteren wüsste ich gern, wie verlässlich die Aussage des Strahlenarztes anzusehen ist, dass die 38 Bestrahlungen mein Leben 20-30 Jahre verlängert?

    Das wüsste ich auch gerne :) ...
    Meine Leben ist inzwischen 4 Jahre nach Erstdiagnose weitergegangen, und das nach ähnlicher Behandlung wie Deiner
    (Chemo und Bestrahlung und Antikörper; keine OP vorher - das ist wohl eins der möglichen Vorgehen) .
    Nun geht's weiter.
    Das neue Gesund ist anders als das vorher... aber es ist auch fein :)

    edit: ich bekam 3 Zyklen Chemo, manche bekommen nur 2 Zyklen, dazwischen etwas Zeit zum Ausruhen.
    Bei mir wurde nachdem 2. Zyklus ein Verlaufs-Kontroll MRT gemacht, das zeigte, das sich der Tumor, so wie er sollte tüchtig verkleinert hatte, was ich ja auch schon spüren konnte :) . Hätte er dies nicht getan, wäre auf den 3. Zyklus verzichtet worden, denn das wäre sinnlose Quälerei gewesen. So war es eine sinnvolle Sache.

    Viele Grüße!
    Bruni

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Brynhildr“ ()

    Hallo Gummibbaer 62,

    bei mir war der Krebs nicht am Zungengrund sondern unterhalb des Kehlkopfes, Größe T4. Es wurde keine Op gemacht, ich habe auch wie du die Radio/Chemo Behandlung bekommen. In der ersten Woche bekam ich 5 Tage lang je 18 Stunden Chemo, Cisplatin und 5Fu. In der 2. Woche ging die Bestrahlung los 1x täglich, außer Wochenende, und 1x wöchentlich Chemo. Ich habe 6 Wochen lang die Bestrahlung und Chemo bekommen, die letzten 2 Wochen davon wurde ich 2x mal am Tag bestrahlt. Ich war danach wirklich platt. Ich hatte auch einen Magenschlauch, Gottseidank, denn ab 2/3 der Zeit habe ich mich nur dadurch ernährt und lag ab dann auch im Kh, auch noch 2 Wochen nach der Behandlung, zum aufpäppeln. Dann bin ich gleich zur Anschlußheilbehandlung gefahren, ist quasi eine Reha, ist nur Kosten technisch anders. Da haben sie mich wieder ein bisschen auf die Beine gestellt. Essen ging noch schlecht. Habe dann von lieben Usern hier den Tip mir einen Logopäden zu suchen bekommen, der auch eine Schlucktherapie Ausbildung hat und den habe ich auch gefunden. Von da an gings berggauf ;) .
    Das Ganze war Mitte 2009, und mir gehts heute gut. Ich habe Essens technisch noch Einschränkungen, aber damit kann ich gut leben und es verbessert sich immer noch Etwas.
    Ich schreibe das nur so ausführlich damit du keinen Schreck bekommst was bei der Behandlung auf dich zu kommen kann. Es ist anstrengend, wirklich, aber wie du hier auch von Anderen liest ist es durch zustehen.

    Alles Gute für Dich
    Lieben Gruß Wangi
    Es sind die Begegnungen mit Menschen,
    die das Leben lebenswert machen.

    Guy de Maupassant; aphorismen.de/zitat/15977

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wangi“ ()