Metastasierender Brustkrebs - Erfahrungen mit Ibrance

    Hallo @Gartenengel11 ,

    ich möchte Dich sehr herzlich als zuständige Moderatorin im BK-Bereich hier im Krebs-Infozentrum begrüßen, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung kein sehr schöner ist. Es ist schon bitter, wenn man glaubt, gesund zu sein und sich dann mit Rezidiven auseinandersetzen muß.

    Hier sind ganz viele empathische Frauen, die Dir bestimmt weiterhelfen, wenn Du Fragen hast und so wünsche ich Dir einen hilfreichen und auch hoffnungsvollen Austausch. Auf ein harmonisches Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Ich bin im 2. Zyklus. Von der charite empfohlen nachdem metastasen in der lunge sind.
    Dann der Weg zur onkologin.
    Es gibt wohl ein Urteil ab 18.5.
    Wo sie das Medikament in Frage stellen.
    Nun hat meine Ärztin Angst sie könnte in Regress genommen werden.
    Hoffe das Brust Zentrum Mitte, Prof. Blohmer steht dazu und verordnet es weiter.
    Mir geht es bis auf Müdigkeit und schlechtes Laufen noch ganz gut.
    Und die Luft der oberen Atemwege tun weh.
    Alles sonst gut wenn die Angst nicht wäre
    Hallo an Alle,

    ich bin bin doch sehr beunruhigt. Ich habe ja durch Ibrance und Letrozol eine Remission meines Rezidivs und soll Ibrance für 13 Monate nehmen.

    IQiWG hat in einer Nutzerbewertung folgendes veröffentlicht:

    Beschlussfassung 05/17
    Befristung des Beschlusses 10/18

    Was bedeutet das? Kann Ibrance erst wieder 10/2018 verschrieben werden, wenn die Bewertung positiv ausfallen sollte? Oder ist das eine Frist in der der Hersteller Zeit für Studien hat?

    Ich bin so geschockt. Den Preis kann ich monatlich auf keinen Fall aufbringen. wer könnte es schon? Meine Ärztin ist im Urlaub.
    da kann ich leider nicht fragen.

    @Jule66 Weißt Du vielleicht an wen man sich wenden kann?

    Herzlichst
    Isi
    Hallo zusammen!
    Ich bin neu hier und habe am Freitag mit Ibrance angefangen.
    Ich werde am Samstag 43, bin verheiratet, keine Kinder (durch meine Krebserkrankung) und bin jetzt schon das 3. Mal an Brustkrebs erkrankt.
    Angefangen hat es 2010, da hätte ich Chemo, eine brusterhaltende OP und Bestrahlung. 2013 dann Lokalrezidiv, Mastektomie und wieder Chemo mit Brustaufbau aus Eigengewebe 2014.
    Und jetzt seit März wieder ein Tumor an der 3. Rippe, genau an der Stelle, an der die Brustrekonstruktion an der Arterie angeschlossen ist und ausserdem Metastasen in den Lymphknoten.
    Morgen habe ich meine letzte Bestrahlung und nehme heute den 3. Tag Ibrance.
    Und ich freue mich dieses Forum gefunden zu haben!

    Isi66 schrieb:

    @Jule66 Weißt Du vielleicht an wen man sich wenden kann?


    Hallo @Isi66,

    leider muß ich da passen.
    Ich hatte irgendwo gelesen, dass diejenigen, die das Medikament schon nehmen, es auch weiterhin bekommen.
    Aber, das ist nicht verlässlich.
    Da müssen eure Ärzte sich informieren und handeln.

    Vielleicht magst Du Dich hier durchwühlen? g-ba.de/informationen/beschluesse/2947/

    Ich habe da mal rein geschaut, aber fündig bin ich da auch nicht geworden.

    Aber ich freue mich, dass Palbo bei Dir hilft.

    Es sind neue CDK 4/6 Inhibitoren am Kommen, die besser sein sollen auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden sollen, ich hatte das vor wenigen Wochen hier gepostet.
    Vielleicht kann man darauf hoffen!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo Jule,

    vielen lieben Dank.

    Es soll 61.000 Mal Ibrance im ersten Quartal verschrieben worden sein. Ob nur in Deutschland konnte ich leider nicht genau herausfinden. Im Netz schreiben sehr wenige Frauen über Ihre Erfahrungen mit Ibrance .
    Man kommt aber stark ins Zweifeln, ob hier nicht doch ein großer wirtschaftlicher Faktor einfließt. Ich möchte immer das Gute sehen! Wenn es wirklich keinen Nutzen bringt ok. Aber ist das so? Man darf gar nicht anfangen darüber nachzudenken. Aber nur mit Letrozol nach 6 Woche eine Remission zu haben ist doch sehr unwahrscheinlich. Ich wollte gar nicht darüber schreiben: mein Rezidiv war 1,7 x 3,1cm!!!
    Nicht gerade Klein!

    Werde versuchen so viele Infos wie möglich zu bekommen und dann hier einstellen.

    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.

    Herzlichst
    Isi
    Ihr Lieben,

    um vielleicht etwas Klarheit in das Nutzenverfahren des GbA zu bringen: Dieses prüft nicht, ob ein neues Mittel keinen Nutzen hat, sondern ob es einen Zusatznutzen gegenüber einem etablierten anderen Mittel hat. (In diesem Fall waren das je nach menopausalem Status, Therapiestatus - Erstlinie oder vorbehandelt - und Progressionsstatus verschiedene Kombinationen von/mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern und ggf. endokrinen Behandlungen.)

    ​Die Feststellung, dass kein Zusatznutzen belegt ist, bedeutet als erstes mal nicht, dass das Mittel nicht mehr verschrieben werden darf. Das heißt vielmehr, dass es innerhalb eines halben Jahres in das Festbetragssystem der (gesetzlichen) Krankenkassen überführt werden muss. Das bedeutet, dass der Hersteller sich überlegen kann, den Preis so weit zu senken, dass er sich dem Preis für die entsprechende Vergleichstherapie annähert. Lässt er sich nicht darauf ein, muss ein Patient ggf. Zuzahlungen leisten, wenn er das Medikament verschrieben haben will. Bisher ist da aber noch gar nichts geschehen - und so lange dem so ist, ist Ibrance weiter erstattungsfähig (verordnungsfähig sowieso).

    ​Zu der Befristung der Nutzenbeurteilung: Das ist der Termin, zu dem ein neues Beurteilungsverfahren eingeleitet werden wird.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo
    Meine metastasen sind durch die Einnahme von letrozol leider grösser geworden.
    Jetzt kombi aus ibrance und faslodex. Morgen letzte tbl im 2. Zyklus.
    Hoffe das Brust Zentrum verschreibt es weiter. Wie verunsichert man wird.
    Mir geht es aber gut und die blutwerte sind ok. Muss jetzt 14tägig zur Blutentnahme.
    Schönen Sonntag Abend noch.
    Lg

    Isi66 schrieb:

    dann brauche ich mir vorerst keine Gedanken zu machen? Das heißt dann Entwarnung bis 10/18?

    Ja und nein. "Nein" deshalb, weil Ibrance weiter verschrieben werden kann. "Ja" deswegen, weil alles Weitere vom Fortgang des Verfahrens und der Strategie des Herstellers abhängt. Da ich deine genaue Situation nicht kenne, liste ich mal die indikationsabhängigen Vergleichstherapien auf (zu entnehmen dem oben bereits verlinkten Beschluss des GbA):

    Postmenopausale Patientinnen in Erstlinientherapie:
    Zweckmäßige Vergleichstherapie: Anastrozol oder Letrozol oder ggf. Tamoxifen, wenn Aromatasehemmer nicht geeignet sind.

    Prä-/perimenopausale Patientinnen in Erstlinientherapie:
    Zweckmäßige Vergleichstherapie: Tamoxifen in Kombination mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion.

    Postmenopausale Patientinnen mit Progression nach einer vorangegangenen endokrinen Therapie:
    Zweckmäßige Vergleichstherapie:
    • Tamoxifen oder
    • Anastrozol oder
    • Fulvestrant; nur für Patientinnen mit Rezidiv oder Progress nach einer Antiöstrogen-Behandlung, oder
    • Letrozol; nur für Patientinnen mit Rezidiv oder Progress nach einer Antiöstrogen-Behandlung, oder
    • Exemestan; nur für Patientinnen mit Progress nach einer Antiöstrogen-Behandlung, oder
    • Everolimus in Kombination mit Exemestan; nur für Patientinnen ohne symptomatische viszerale Metastasierung, nachdem es zu einer Progression nach einem nicht-steroidalen Aromataseinhibitor gekommen ist.
    Prä-/perimenopausale Patientinnen mit Progression nach einer vorangegangenen endokrinen Therapie:
    Zweckmäßige Vergleichstherapie: Eine endokrine Therapie nach Maßgabe des Arztes, unter Beachtung der jeweiligen Zulassung.

    Das Problem wird sein, dass die Therapien, die ausschließlich auf die "alten" Aromatasehemmer oder Tamoxifen setzen, sehr billig sind; auch die Behandlung mit Exemestam oder Fulvestrant ist noch vergleichsweise preiswert. Da die Festbeträge sich an den Preisen für die zweckmäßigen Vergleichstherapien orientieren werden, müssten diese dann ebenfalls sehr niedrig sein (verglichen mit den derzeitigen Kosten für Ibrance). Einzig die Behandlung mit Everolimus/Exemestan erreicht ein eher hochpreisiges Niveau. So wäre es beispielsweise denkbar, dass Pfizer die Zulassung ganz zurückzieht oder einschränkt auf die entsprechende Indikation. Sollte das jedoch nicht geschehen und ein recht niedriger Festpreis festgelegt werden, hinge die Zuzahlung vom Herstellerpreis ab und es wäre die Frage, wie hoch dieser wäre. Aber das sind zunächst alles Spekulationen, die sich - wegen der bereits erwähnten 6-Monatsfrist - bis spätestens Mitte November dieses Jahres klären müssten.
    Es grüßt die Hexe.

    Isi66 schrieb:

    Im Netz schreiben sehr wenige Frauen über Ihre Erfahrungen mit Ibrance .


    Mittlerweile gibt es im Internet etliche Foren, in den Frauen mit metastasiertem Brustkrebs sich zum Ibrance austauschen. Bitte gib einmal bei Google Ibrance und Erfahrungsberichte ein, dort findest Du Hinweise.
    Es gab ja auch die Onlinepetition, wo es eigentlich um Ibrance ging.

    Liebe Grüße,
    Grummelprinzessin
    Hallo ich bin neu hier habe metastasen am Schädel im Becken und im Wirbel bekomme letrozol und ibrance und 18 Bestrahlungen womit ich am Mittwoch fertig bin die ibrance habe ich gestern den zweit Zyklus angefangen habe keine Nebenwirkungen bis jetzt Blutwerte sind ok aber habe sehr große Angst weil d Mittel neu auf dem Markt ist es gibt keine langzeit Erfahrungen . Meine Ärztin meint das man bei den Knochen sowieso nicht so schnell Kontrolle machen kann da es ja nicht so schnell heilt aber meine Schmerzen im Becken sind zurück gegangen dort würde ich bestrahlt die anderen Metas werden mit ibrance letrozol und xgeva behandelt ibrance bekomme ich 100 später wenn die Bestrahlung fertig ist 125 .

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dani 51“ ()

    Hallo @Dani 51 ,

    als für das BK-Unterforum zuständige Moderatorin möchte ich Dich sehr herzlich im Krebs-Infozentrum begrüßen. Es tut mir leid, daß Deine Erkrankung einen solchen Verlauf hatte, bin mir jedoch sicher, daß Du hier bei diesen wunderbaren Frauen einen hilfreichen, vielleicht auch tröstlichen, Austausch findest. Fühl Dich einfach wohl in unserer Gemeinschaft.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Gestern hatte ich meine letzte Bestrahlung und beim anschliessenden Gespräch mit dem Professor meinte dieser, dass die Brust nicht mitbestrahlt wurde. Dort sitzt aber mein Lokalrezidiv... Jetzt bin ich echt etwas verunsichert und Frage mich, warum.
    In dem Moment selbst habe ich leider nicht schnell genug reagiert und daher auch nicht nachgefragt.
    Nächste Woche muss ich zur 1. Blutkontolle wegen der Ibrance-Einnahme, dann werde ich sagen, dass ich ein CT möchte, um zu schauen, ob die 25 Bestrahlungen etwas gebracht haben!
    Manchmal finde ich es wirklich höchst anstrengend, dass man alles hinterfragen, in Frage stellen und immer wieder nachhaken muss...
    Ich muss Montag in die charite um um ibrance zu kämpfen. Die Tumorkonferenz hatte es ja vorgeschlagen. Bin jetzt in der einwöchigen pause und müsste Dienstag wieder anfangen. Kann ich mir eine andere Einnahmezeit wählen. Wann fangt ihr an? Ist abends oder morgens besser.
    Irgendwie bin ich durch den Wind wegen der Verschreibung durchs KH.
    Lg
    Gestern in der Ärztezeitung, leider im geschlossenen Bereich, darum gebe ich das Wichtigste mal in eigenen Worten wieder:

    Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen
    Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung von Ribociclib bei Mamma-Ca
    empfohlen und zwar bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem, humanem, epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-negativem (HR+/HER2-), lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mamma-Ca.
    Die Empfehlung , Ribociclib mit einem beliebigen Aromatasehemmer zu kombinieren, ermögliche es, Ribociclib nach Zulassungserteilung mit Letrozol, Anastrozol oder Exemestan anzuwenden.

    Das positive Votum basiert auf der deutlichen Wirksamkeit und nachgewiesenen Sicherheit von Ribociclib plus Letrozol versus der Monotherapie mit Letrozol in der Phase-III-Zulassungsstudie MONALEESA-2.
    Die Zwischenauswertung der Studie hatte ergeben, dass Ribociclib plus Letrozol im Vergleich zur Letrozol-Monotherapie das Risiko für Progression oder Tod um 44 Prozent reduzierte.

    Im März diesen Jahres wurde Ribociclib von der FDA (Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten) in Kombination mit einem Aromatasehemmer als initiale endokrinbasierte Therapie für postmenopausale Frauen mit HR+/HER2-, fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom, zugelassen.

    Hier kann man auch etwas dazu lesen: pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=65845

    Ribociclib ist genau wie Palbociclib ein CDK 4/6 Inhibitor.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer

    Hundertreich schrieb:

    Gestern hatte ich meine letzte Bestrahlung und beim anschliessenden Gespräch mit dem Professor meinte dieser, dass die Brust nicht mitbestrahlt wurde. Dort sitzt aber mein Lokalrezidiv... Jetzt bin ich echt etwas verunsichert und Frage mich, warum.
    In dem Moment selbst habe ich leider nicht schnell genug reagiert und daher auch nicht nachgefragt.


    Hallo @Hundertreich,

    womöglich hat die Brust schon die maximale Bestrahlungsdosis abbekommen, so dass jetzt nicht mehr bestrahlt werden kann. Jedes Gewebe darf nur eine bestimmte max. Strahlendosis bekommen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo Jule66,

    ja, das weiss ich. Allerdings wurde die 2010 bestrahlte Brust abgenommen, so dass im Prinzip nur die Brustwand übrig geblieben ist.

    Ausserdem hat die Strahlenärztin mich extra nochmal zu meinem plastischen Chirurgen geschickt, um abzuklären, ob die Stelle, an der meine Rekonstruktion angenäht ist (da sitzt mein Primärtumor) bestrahlt werden kann. Der hatte keinerlei Einwände, deswegen bin ich nun im Nachhinein etwas verwirrt.

    Viele Grüsse,
    Steffi



    Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede

    Jule66 schrieb:

    Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen
    Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung von Ribociclib bei Mamma-Ca
    empfohlen (...)

    Ich liefere mal den Beschluss hinterher: Summary of opinion (initial authorisation) - Kisqali ribociclib

    Nach einem solchen Beschluss dauert es in der Regel 67 Tage, bis die endgültige Zulassung durch die EU-Kommission erfolgt.

    (Ich lese regelmäßig die Protokolle des zuständigen EMA-Ausschusses. Wenn die Mittel dann endgültig zugelassen sind, setze ich sie in unsere Neuzulassungsliste ein.)
    Es grüßt die Hexe.
    So jetzt bin ich absolut verunsichert. Habe gerade von der Online Petition für Ibrance gelesen.

    Lt. dem Hersteller von Ibrance wurde es im 2. Quartal 61.000 mal verschrieben. Ich habe versucht so viele Erfahrungsberichte wie möglich zu lesen. Was mir aber aufgefallen ist, dass zwar einige Foren auch Beiträge zu Ibrance haben ABER es sind fast überall die selben Frauen unterwegs. Teils mit selben aber auch anderen Usernamen. Es sind nicht wirklich viele, die von Ihren Erfahrungen berichten.

    Meine Freude an der Remission ist im Moment nicht gerade groß. Hatte mich so gefreut und jetzt wird alles infrage gestellt.

    Hätte ich doch eine andere Therapie machen sollen? Ich möchte einfach mal durchatmen können.

    Verunsicherte Grüße
    Isi




    .
    Liebe Gartenengel, auf dem SWR gab es gestern abend eine Sendung zu Medikamenten usw. hier ist der Link dazu, in der Mediathek kann man sich den kompletten Beitrag nochmals anschauen:
    Gefährliche Medikamente - gepanscht, gestreckt, gefälscht (Textbeitrag:programm.ard.de/TV/Programm/Al…r/?sendung=28231149130062[/url]

    swrmediathek.de/player.htm?sho…eb-11e7-9fa5-005056a12b4c
    Bitte beachten, dass der Beitrag nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht!!

    Artikel zum Ibrance aus einer Tageszeitung:

    http://www.sz-online.de/nachrichten/zweifel-an-wichtigem-brustkrebsmedikament-von-pfizer-3685298.html


    Hallo zusammen,

    Ich habe mir den ausführlichen Artikel gerade durchgelesen. Da kann einem schon Angst und Bange werden...
    Allerdings erfülle ich persönlich genau den Fall, für den Ibrance anscheinend doch einen Nutzen hat: nach den Wechseljahren und die mehrjährige Antihormontherapie war ohne Wirkung.

    Trotzdem stellt sich nun die Frage, was ist, wenn Ibrance vom Markt genommen wird?
    Und verschreiben es die Ärzte, weil sie einen Deal mit Pfizer haben?

    Irgendwie fühlt man sich nicht gut bei der Sache.

    Liebe Grüße,
    Steffi

    Hundertreich schrieb:

    Allerdings erfülle ich persönlich genau den Fall, für den Ibrance anscheinend doch einen Nutzen hat: nach den Wechseljahren und die mehrjährige Antihormontherapie war ohne Wirkung.

    Trotzdem stellt sich nun die Frage, was ist, wenn Ibrance vom Markt genommen wird?


    Hallo Steffi,

    einen Nutzen haben nur diejenigen, die auch ausreichend CDK 4/6 in den Tumorzellen haben.
    Denn das Medikament hemmt das CDK 4/6.

    Wenn Ibrance vom Markt genommen werden würde, stehen schon die Nachfolger vor der Tür, die hoffentlich noch mehr überzeugen können: Ribociclib ( steht wohl kurz vor der Zulassung) und Abemaciclib , das Allerneuste, welches sogar die Blut-Hirnschranke überwinden kann.

    Ein bisschen erinnert mich das an die Geschichte mit den Parp- Inhibitoren.
    Das erste, Iniparib (2010), konnte nicht überzeugen und wurde vom Markt genommen.
    Jetzt mit Olaparib, dem Folge-Parp-Inhibitor, funktioniert es.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Ihr Lieben,

    ich bin keine Ärztin.

    Ich bin MTA und damit medizinisch vorgebildet.
    Zudem lese ich täglich alle Newsletter zum Thema BK, die mir online ( Ärztezeitung, Journalonko ) zugeschickt werden. Gehe auf Kongresse, so morgen nach Berlin, zum BRCA Symposium.

    Und ich habe ein Rieseninteresse an der Krankheit, d.h. ich will alles wissen.

    Und wenn ich helfen kann, umso besser, das freut mich dann besonders.

    Ich drücke jeder die Daumen hier!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo @Gartenengel11

    erst einmal was die Erkältung anbelangt "gute Besserung". Erkältungen schlauchen ungemein, insbesondere wenn man in Therapie ist :k .
    Vielleicht kann Dir der Arzt ein Mittel empfehlen, das zumindest die üblen Begleiterscheinungen bekämpft.

    Was das angefragte Produkt anbelangt, klar, es wird ungemein beworben, bleibt aber ein Nahrungsergänzungsmittel. Ein Bestandteil ist Mistel, das andere Joahnniskraut. Und da kommt meine Frage an Dich bzw. Euch: Darf Mistel und Ibrance zur gleichen Zeit eingenommen werden? Wird dadurch nicht eventuell das Immunsystem zu stark angeschossen, angeschoben, so dass es dann zu viel des guten ist? Auch Johanniskraut beeinflusst bestimmte Wirkstoffe bis hin zur Wirkungslosigkeit.

    Liebe Gartenengel, besprich das bitte unbedingt mit dem Arzt, der Dir Ibrance verschreibt.

    viele Grüße
    JF
    Hallo zusammen,

    hat jemand von euch Erfahrung mit Ibrance in Kombination mit Antibiotika?

    Laut Halsabstrich habe ich einen Keim im Hals (durch die Bestrahlung). Heute Abend muss ich zur Hausärztin und vermutlich bekomme ich ein Antibiotikum, da ich kaum schlucken kann und es die letzten Tage auch überhaupt nicht besser geworden ist ☹.

    Zudem habe ich auch eine fette Verbrennung am Hals, die echt fies schmerzt. Das von der Strahlentherapie empfohlene Panthenolspray hilft leider null... Auch die homöopathische Schüssler-lotion Nr. 1 bringt keine Linderung.

    Vielen Dank schon mal und wie immer: Kopf hoch und nach vorne schauen!
    Steffi
    Hallo,

    bei den Antibiotika werden Clarithromycin und Telithromycin als Nebenwirkungverstärkend genannt. Die sollten Dir nicht verschrieben werden.

    Weisst Du denn welcher Keim nachgewiesen wurde? Und ob er auf die verschiedenen Antibiotika getestet wurde?

    Ich wünsche Dir gute Besserung!

    Hier eine kleine Übersicht über die Wechselwirkungen mit Ibrance:



    Insbesondere die gleichzeitige Einnahme der folgenden Arzneimittel kann das Risiko für Nebenwirkungen von IBRANCE erhöhen:

    Lopinavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Telaprevir und Saquinavir zur Behandlung von HIV-Infektionen/ AIDS

    Clarithromycin und Telithromycin, Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen

    Voriconazol, Itraconazol, Ketoconazol und Posaconazol zur Behandlung von Pilzinfektionen

    Nefazodon zur Behandlung von Depression

    Die Nebenwirkungen der folgenden Arzneimittel können sich verstärken, wenn sie gleichzeitig mit IBRANCE gegeben werden:

    Chinidin, das im Allgemeinen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen verwendet wird

    Colchicin zur Behandlung von Gicht

    Pravastatin und Rosuvastatin zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte

    Sulfasalazin zur Behandlung von rheumatoider Arthritis

    Alfetanil,
    das als Betäubungsmittel (Narkosemittel oder Anästhetikum) bei
    Operationen verwendet wird, sowie Fentanyl, das als Schmerzmittel in der
    Operationsvorbereitung oder bei Narkosen verwendet wird

    Ciclosporin,
    Everolimus, Tacrolimus und Sirolimus, die bei Organtransplantationen
    verwendet werden, um eine Abstoßungsreaktion zu vermeiden

    Dihydroergotamin und Ergotamin zur Behandlung von Migräne

    Pimozid zur Behandlung von Schizophrenie und chronischer Psychose

    Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von IBRANCE verringern:

    Carbamazepin und Phenytoin zur Behandlung von Epilepsie und Krampfanfällen

    Enzalutamid zur Behandlung von Prostatakrebs

    Rifampin zur Behandlung von Tuberkulose (TB)

    Johanniskraut, ein pflanzliches Mittel zur Behandlung leichter Depressionen und Angststörungen



    Einnahme von IBRANCE zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

    Vermeiden
    Sie den Verzehr von Grapefruits und Grapefruitsaft während der Einnahme
    von IBRANCE, da sich dadurch die Nebenwirkungen von IBRANCE verstärken
    könnten.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo Gartenengel,

    geht es Dir besser? Hast Du Ibrance bekommen?

    Ich habe gestern im Bundesministerium für Gesundheit angerufen und konnte tatsächlich mit einer Mitarbeiterin sprechen. Es gibt im Moment keinerlei Veranlassung aus Regresssorgen Ibrance nicht mehr zu verschreiben! Die gleiche Aussage habe ich heute auch von meiner Onkologin erhalten. Habe Ibrance gerade aus der Apotheke abgeholt. Sollte sich etwas daran ändern bekommen die Ärzte eine Mitteilung.

    Ich kann nur für mich sprechen. Da ich vor Ibrance und Letrozol im Februar "nur" Tamoxifen genommen habe ging ist mir seit der Chemo 2011 gut.

    Es sind bei mir bisher (5. Zyklus) keine Nebenwirkungen aufgetreten. Gehe jeden Tag arbeiten und war keinen Tag krankgeschrieben. Im März habe ich sogar mit 51 Jahren nach 35!! Jahren angefangen zu laufen.

    Ohne Ibrance hätte ich eine sehr lange Chemo machen müssen und der Nutzen ist genauso wenig gesichert. Und was Chemo heißt brauche ich hier niemanden zu sagen. Ich weiß nicht, ob mein Krebs wieder kommt oder wie lange ich lebe. Das kann niemand sagen. Das lag mir einfach auf der Seele.

    Herzlichst
    Isi



    Ich drücke dich für deine netten worte. Ja die Oberärztin von der charite hat es mir ohne weiteres verschrieben. Heute den 3. Zyklus angefangen und heute wieder faslidex gespritzt bekommen. Ich glaube ich bin auf dem Wege der Besserung......
    Arbeiten will ich nächste Woche mal wieder gehen. Ist nur ein 450 job aber bin mit Herz dabei.
    Lg Birgit
    Ihr Lieben,

    ich lese schon seit einer ganzen Weile hier mit, weil klar war, dass mich das Thema Ibrance auch treffen wird.

    Nun ist es so weit, seit Monaten steigen schon die Tumormarker und ich habe einen deutlichen Progress (zum Glück nur) bei den Knochenmetastasen.
    Also soll laut meinem Onkolgen und Zweitmeinung im NCT Fulvestrant und Palbociclib gegeben werden.

    Problem: ich krieg es nicht verschrieben. Mein Onkologe fürchtet nämlich Regressforderungen.

    Ich werde denkke ich einen Onkologen oder eine Klinik finden, die es mir verschreibt. Aber was mich so fassuungslos macht, ist der arrogante, bornierte Beschluss des G-BA, dass das längere progressionsfreie Überleben keinen Zusatznutzen darstellt.

    Es gibt dazu eine Onlinepetition:

    openpetition.de/petition/onlin…ebsstudien-durch-den-g-ba

    Sind hier eigentlich Frauen oder kennt ihr welche, die das Medikament nicht verschrieben bekommen? Oder bin ich tatsächlich
    alleine?
    Hallo Geyerwalli,

    solange die Ärzte nicht informiert werden, dass sie Ibrance nicht mehr als Kassenleistung verschreiben dürfen droht auch keine Regressforderung. Das entscheidet Dein Arzt ganz alleine. Gartenengel hat Ibrance auch nicht mehr von Iihrem Arzt bekommen. In der Charité hat sie dann ihr Rezept erhalten.
    Mich macht es sprachlos.

    Herzlichst
    Isi