Thread der Mutanten- BRCA, Check2, Palb2, andere und nicht identifizierte Mutationen

    Hallo Finja,
    ich habe eine palb2 Mutation und eine mit 48 Jahren erkrankte Oma (1971). Mein Erkrankungsrisiko wurde mit 60% berechnet. Ich habe sofort meine Brüste abnehmen lassen, obwohl die KK einen Tag vor OP die Kostenübernahme verweigerte. Nun kämpfe ich mit dem VdK und mit Gutachten der Genetiker und des Onkologen um eine rückwirkende Kostenübernahme, was aber wohl nicht so leicht ist. Ich habe auch noch mind. eine Folge-Op vor mir (Expander gegen Silikon, Brustwarzen modellieren), da hätte ich gern die Sicherheit einer Kostenübernahme. Ich wurde von einem international renommierten plast. Chirurgen operiert und der Spaß hat mich bar 15.000 Euro gekostet. Ich habe einen solchen Hass auf meine KK und vor allem auf meinen absolut unerträglich arroganten Sachbearbeiter.
    Dennoch war die OP für mich absolut wichtig zu diesem Zeitpunkt zum Ende der Behandlungen hin und ich bin jeden Tag froh, es gemacht zu haben. Auch wenn die Summe natürlich richtig weh tut.
    Ich denke, dass wird wie bei den Einschlusskriterien sein. Nach einer gewissen Beobachtungszeit bzw. Langzeiterfahrung werden die Kriterien gelockert werden.
    Nur hilft das im Moment leider Niemanden...
    Gibt es denn Unterschiede bei den Krankenkassen? Ist die eine "spendabler" als die andere?

    Mich treibt eher das Biologische zur Zeit um.
    Warum können z.B. bei einer BRCA2- Muation nicht die anderen Tumorsuppressorgene wie BRCA1 oder Check2 oder Palb2 und wie sie alle heißen einspringen?
    Funktionieren sie alle nur gemeinsam zuverlässig? Bedingen sie einander?
    Wie viele sind beteiligt?
    Und, um zum Super-Gau zu kommen, müssen sowohl das defekte als auch das gesunde Gen ausfallen. Denn, man hat diese Mutation meistens nur heterogen, also nur einmal, immer kombiniert mit einem intakten Gen.
    Und dann frage ich mich, was passiert bei den sporadischen BK`s?
    Wer oder was fällt da gemeinsam aus und warum?
    Fragen über Fragen.
    Meinem Verständnis nach muß bei jeder jungen BK-Patientin irgendwo eine vererbte Mutation ( natürlich eine noch unbekannte) schlummern, denn die hohe Anzahl an "sporadischen Fällen" ist doch recht unplausibel, oder?

    Ich kann nur hoffen, dass die Wissenschaft dem bald auf die Sprünge kommt.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo,

    Bei der Tumorkonferenz empfahl man mir 2 Jahre Tamoxifen. Dann Eierstöcke und Eileiter entfernen. Seitdem Anastrozol. Mein Tumor war 12/12 hormonabhängig und lobulär.
    Im Arztbrief stand auch...Adnexen beidseits: Tumorfreie Ovarien/Tuben...
    Kein Anhalt für Malignität.
    Man sagte mir, dass alles soweit ausgeleutet wurde. An der Gebärmutter nahm man ein paar Stippchen mit in die Pathologie. Aber soweit OK.
    Die 3 kleinen Narben sieht man nicht mehr.
    Alles Gute an alle hier und Grüße Martina
    Hallo zusammen,

    zunächst nur kurz, da ich hier im Zug nur schlechten Empfang habe.

    Soweit ich weiß, nehmen sie in Münster gut Rücksicht auf das, was frau als Patientin möchte. Wenn sie die OP befürworten, aber Beratungsstelle der MHH nicht, was dann? Zweitmeinung bei anderer Humangenetischen Beratungsstelle, wenn ja, wo? Oder reicht dann Befürwortung des Brustzentrums Münster?

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo Zusammen

    Jule66 schrieb:

    Meinem Verständnis nach muß bei jeder jungen BK-Patientin irgendwo eine vererbte Mutation ( natürlich eine noch unbekannte) schlummern, denn die hohe Anzahl an "sporadischen Fällen" ist doch recht unplausibel, oder?



    Diese sporadische Fällen beschäftigen mich auch. Vielleicht sind es tatsächlich noch nicht entdeckte, unbekannte Mutationen. Vielleicht sind es aber neue Mutationen, die kurz vor der Entstehung des Tumors entstanden sind. Denn irgendwann fangen die Genen an zu mutieren. Warum also nicht bei einem selber, aus welchem Grund aus immer.

    Liebe Grüsse , Bibi
    Guten morgen,

    Jule: Deine Fragestellungen gehen mir auch immer mal wieder durch den Kopf. Ich bin ja auf Grund der BRCA 1 Mutation mit 47 Jahren erkrankt. Meine Schwester hat sich nach meiner Gentestung mit positivem Ergebnis, auch testen lassen. Sie war zu diesem Zeitpunkt 57 Jahre alt. Für mich war im Vorfeld eigentlich klar, dass der Test bei ihr negativ ausfallen wird.
    Dann der Schock, auch sie hat die Genmutation. GsD ist sie bis heute nicht erkrankt, wir waren ja vor zwei Wochen gerade in der MHH zum MRT. Auch bei ihr alles okay. Sie hat sich nicht prophylaktisch operieren lassen.
    Somit kann es natürlich sein, dass auch bei meinem zweiten "gesunden" Genexemplar bei der Zeugung zusätzlich Defekte entstanden sind, die bei meiner Schwester so nicht vorliegen. Oder, während unserer Lebenszeit sind bei mir weitere krankmachende Ereignisse passiert, die dazu geführt haben, das auch das zweite, gesunde Gen schlapp gemacht hat.
    Ich habe dann ziemlich gegrübelt. Eine Erklärung könnte für mich sein, als Grundschulkind hatte ich häufig schwere Bronchitis.
    Ich wurde dann vom Hausarzt zu einem Lungengacharzt geschickt. Dort war ichsoweit ich mich erinnern kann einige Jahre, regelmäßig zur Untersuchung und es wurden immer Thorax-Röntgenaufnahmen gemacht.
    Das wird damals noch eine extreme Dosis an Röntgenstrahlen gewesen sein, der ich ausgesetzt wurde. Diese Strahlendosis hat meine Schwester nicht auf ihrer "Lebensuhr". Es ist natürlich reine Spekulation von mir, dass dadurch bei mir die Krankheit entstanden ist, aber das Röntgenstrahlen negativ auf das Erbgut wirken ist ja unstrittig.

    Bezüglich der Kostenübernahme der prophylaktischen Operationen, nicht locker lassen. In unserem Gesprächskreis, hatten wir eine junge Frau, bei der nach der OP (sie hat allerdings eine BRCA1 Mutation) die DAK die Kosten nicht übernehmen wollte. Obwohl diese KK genau dieses in ihrem Leistungskatalog hat. Ich denke, dass da ganz viel an den einzelnen Sachbearbeitern liegt. Und wenn das Brustzentrum eine Empfehlung ausspricht zur prophylaktischen Mastektomie, dann nicht locker lassen.
    eine Frau in unserem Gesprächskreis, die privat versichert ist, streitet leider bereits seit Jahren erfolglos mit ihrer Krankenkasse. Der Fall wurde vom Ombudsmann bereits geprüft. Die Argumentation der Krankenkasse, sie sei dafür zuständig im Krankheitsfall zu leisten und nicht im Vorfeld, für eventuell einmal im Leben eintretende Ereignisse, der Versicherten, prophylaktisch zu zahlen.
    Heißt, wenn sie irgendwann erkrankt, werden Op, Chemo-, Strahlen- und sonstige Therapien übernommen. Ganz toll.
    Sie überlegt auch schon länger, ob sie die OP selbst bezahlt, man muss aber ja auch über die finanziellen Mittel verfügen.

    Liebe Grüße an euch alle
    Cosiema
    Also, was ich herausgefunden habe.
    Die Tumorsuppressorgene ( BRCA 1+2, Palb2, Check2 usw.) benötigen sich alle gegenseitig.
    Fällt eins aus, kann es zum Super-Gau kommen.

    Nun ist es so, dass die "Mutanten" immer eine Kopie eines der Tumorsuppressorgene defekt haben, bei BRCA1- Mutation eben dieses, bei Check 2- Mutation jenes.
    Aber es gibt immer auch eine gesunde Kopie, denn jedes Gen liegt in doppelter Ausführung vor.
    Es ist nachvollziehbar, dass die gesunde Kopie neben der Mutation eben auch mal einen Defekt entwickeln kann, dann kommt es zum Super- Gau, anscheindend sehr oft.
    Bei de BRCA-Mutaionen bis zu 80% der Fälle.
    Soweit nachvollziehbar.

    Aber was passiert bei den "Sporadischen"?
    Da müssen ja zeitgleich beide Kopien mutieren, damit es zum Ausfall kommt!
    Denn wenn nur eine Kopie mutiert (beide liegen ja intakt vor) passiert gar nichts, denn es gibt ja noch das Intakte!

    Ich finde das Thema hochspannend, weiß nur nicht, wo ich da gezielte Infos herbekomme.
    Vielleicht sollte ich mich in den Studiengang Humangenetik einschreiben- genug Wartesemester habe ich ja :P
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Humangenetik wäre klasse. Ich komm mit, nur leider fürchte ich, dass wir dort auch nicht viel mehr erfahren. Laut meiner Genetikerin weiß die Wissenschaft eben selbst noch nicht so genau, wie, was und vor allem warum?
    Zur MHH könnte ich auch noch ein paar, naja nicht auszeichnende Infos beitragen: meine Schwester wurde ja dort getestet und stellte gleich klar, sie möchte die prophylaktische Op, falls sie denselben Defekt hat. Nun ja, sie bekam das Ergebnis und man schickte sie zur Psychosomatik!?! Ich war extra für den Termin angereist und war entsprechend sauer. Dachte aber vielleicht braucht sie ja so ein Gesprächsnachweis für die Kasse. Bin ich also mal flux ins BZ und hab die dort ausgequetscht. Mastektomien nach BK machen die Gynäkologen, prophylaktische Mastektomien werden den plastischen Chirurgen zugewiesen. Und nein, MRTs zur Überprüfung der Gründlichkeit der Arbeit bieten sie nicht an. Dort kurz angefragt (immerhin, alle waren sehr freundlich und auskunftsfreudig): 3 prophylaktische Mastektomien wurden dort 2016 durchgeführt!!!
    Währenddessen war meine Schwester im Psychotrakt fertig und stinksauer - das Gespräch war nicht so erfolgreich. Auf Nachfrage in der Genetik, warum man sie dorthin geschickt hatte - das wäre Standard.
    Ich war bis dahin von der MHH eigentlich stets angetan, vor allen die Kinderonkologie ist top aber dieses Erlebnis...
    Nun ja morgen steht die Beratung in Frankfurt und nächsten Monat in Düsseldorf an. Und bezüglich der Mutation selbst, fand ich Köln unübertroffen.

    niebios schrieb:

    Und nein, MRTs zur Überprüfung der Gründlichkeit der Arbeit bieten sie nicht an


    Krass, Köln bietet mir das an, ein halbes Jahr nach meiner prophy. Mastektomie.
    Aber, die MHH hätte mich ja auch gar nicht getestet, da sie sich den neuen Einschlusskriterien noch nicht angeschlossen haben.

    Scheint ja alles reichlich unterschiedlich gehandhabt zu werden ; evtl bietet das ja eine Chance @Finja? Vielleicht doch mal Köln kontaktieren?
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer

    juli001 schrieb:

    Besteht denn die Möglichkeit, dass sich das 2.Gen, dass erst später einen Defekt entwickelt hat,
    sich wieder regenerieren kann oder bleibt der Defekt dann?


    Nun, ich glaube, dass ist dann die Tumorstammzelle, oder?

    Das Ganze passiert ja in einer einzigen Zelle, die alle Erbinformationen (inclusive aller Suppressorgene) hat.
    Die anderen Zellen sind davon ja nicht betroffen. In dieser einen Zelle wird das bleiben, denn die teilt sich ja ungehemmt immer weiter, genauso, wie ihr die Entartung gelungen ist.
    Es sei denn, sie wird in den Selbstmord getrieben. Aber bei einem Tumor wird das anscheinend verhindert.

    Also, so wie ich das sehe, entsteht in Zelle XY zunächst mal ein Fehler bei der Teilung.
    Das ruft die Reparaturgene auf den Plan, die BRCA und Palb und Check und wie sie alle heißen.
    Ist eine Kopie in einem dieser Reparaturgene sowieso schon defekt durch eine ererbte Mutation und zeitgleich die gesunde Kopie zufällig ebenso defekt, kann der Reparaturmechanismus nicht mehr in Gang gesetzt werden.
    Irgendetwas (noch Unbekanntes) verhindert auch den Selbstmord dieser Zelle; das Unheil nimmt seinen Lauf. Es entseht die Tumorstammzelle.
    Und je nachdem, in welchem Reifezustand sich diese Brustzelle XY befindet, wenn der nicht zu behebende Fehler auftritt, haben wir dann einen triple negativen Tumor (sehr unreife Zelle) oder einen besser differenzierteren Tumor = hormonpositiven Tumor.
    Das nennt man "Maturation Arrest Theory"

    So stelle ich mir das im Moment vor.
    Liebe Grüße, Jule

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    Desir77 schrieb:

    Was mich beschäftigt, warum sollen die genetisch bedingten Tumore chemosensibler sein?


    Vielleicht weil sie viel empfindlicher sind?
    Aufgrund des doppelten Ausfalls eines Reparaturgens ist es vielleicht angreifbarer?

    . Im Rahmen des Deutschen Konsortiums für „Familiären Brust- und Eierstockkrebs“ ist aufgefallen, dass sehr viele BRCA1-Tumoren einen hohen Anteil von sich teilenden (also
    sich verdoppelnden) Zellen aufweisen, was am KI-67 Index erkannt wird, der sehr häufig über 80 Prozent liegt.


    aus: mammamia-online.de/wp-content/…rustUndEierstockkrebs.pdf

    Aha, vielleicht liegt es an dem hohen Ki67?
    BRCA2 hat ja normalerweise Hormonrezeptoren und damit einen niedrigeren Ki67.
    Liebe Grüße, Jule

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    . Im Rahmen des Deutschen Konsortiums für „Familiären Brust- und Eierstockkrebs“ ist aufgefallen, dass sehr viele BRCA1-Tumoren einen hohen Anteil von sich teilenden (also
    sich verdoppelnden) Zellen aufweisen, was am KI-67 Index erkannt wird, der sehr häufig über 80 Prozent liegt.
    (nochmal rein kopiert)

    Ihr Lieben, wirklich sehr interessant das ganze Thema.
    Ich bin Brca1 und mein Ki67 lag bei 40% , also zwar hoch , aber nicht bei 80%. Ist ja dann eher untypisch.
    Hallo zusammen!

    Niebios, ja, das ist Standard an der MHH, dass sie ein Gespräch bei einer psychoonkologisch tätigen Gynäkologin anbieten. Aber das ist keineswegs ein Muss und ich finde es als Angebot okay, auch wenn ich es nicht nutzen werde. Schlimm finde ich, dass sie es einem so schwer machen, indem sie keine klare Empfehlung einer prophylaktischen Mastektomie ausstellen und bei dem Risiko, erneut zu erkranken, gar nicht mit berücksichtigen, dass dieses steigt, wenn bereits Angehörige erkrankt sind und nicht "nur" eine Mutation vorliegt ohne bisherige Erkrankung.

    Jule, ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Dunkelziffer von genetisch bedingtem Brustkrebs deutlich höher liegt noch und dass gerade bei jungen Frauen fast immer solche Mutationen vorliegen. Zusätzlich denke ich, dass auch der Einfluss von Umwelteinflüssen stärker geworden ist und Krebserkrankungen auch dadurch früher auftreten.

    Ich bin gespannt, was das Brustzentrum in Münster zu der Kostenübernahme sagt und ob sie einen Tipp für mich haben. Vielleicht tatsächlich noch über die Humangenetische Beratungsstelle in Köln. Jule, meinst du hier frauenklinik.uk-koeln.de/brust…-brust-und-eierstockkrebs ? Oder meintest du, dass ich mich auch dort operieren lassen soll? Ich hoffe, dass das Brustzentrum in Münster der Operation zustimmt. Aber ich brauche sicherlich auch die Befürwortung durch eine Humangenetische Beratungsstelle?

    Mir fallen hier beim Schreiben schon wieder die Augen zu vor Müdigkeit.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Finja“ ()

    @Finja,,

    ja, das Kölner Zentrum meine ich, aber nicht, dass Du Dich dort operieren lassen sollst.
    Wenn, dann in Düsseldorf-Gerresheim, die sind weit über die Grenzen NRW dafür bekannt.
    Frau Dr. Nestle-Krämling macht dort solche OP`s, dorthin werde ich mich wenden.

    Die Befürwortung eines Zentrums brauchst Du für die Krankenkasse; operieren werden Dich sicher viele, es geht um die Kostenübernahme bei der KK.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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    Hallo in die Runde,
    die Op ist gut verlaufen.Der Arzt hat mir gestern schon gesagt, das alles sehr gut entfernt werden konnte und selbst bei positiver Histologie keine chemo erforderlich ist.Der Katheder ist etwas unangenehm,aber vielleicht werde ich ihn ja heute schon los, die Spülung war recht klar und ein Pfleger sagte das,er das Spülwasser noch nie so gut gesehen hätte. Und der war schon länger im Geschäft..
    ich hatte im Vorgespräch die brca 2 Erkrankung angegeben , auch mit dem Hinweis streufreudig in Organe, da war man hier mit überfordert. Brustkrebs kennen wir uns nicht mit aus und Metastasen in der Blase hätten sie hier noch nicht gehabt. Ich bleibe am Ball.

    @Finja ich fühle mit dir. Ich pflege meine Mutter auch noch neben meiner eigenen Baustellen. Allerdings brauche ich nur 10 Minuten mit dem Auto dafür.
    Hoffentlich klappt alles gut, vorallemmit der Kostenübernahme.Ich sende dir positive Energie für deine Vorhaben.

    @Desir77 Es ist schon gemein das man für alles so kämpfen muss. Wenn ich dagegenstelle was chemo und Bestrahlung kosten, da liegen doch eine op s drin.Mich hat schon aufgeregt das die vorsorgen nicht grundsätzlich früher kostenfrei übernommen werden
    Hoffentlich werden die weiterenübernommen.

    @Jule66 schon dich weiterhin.
    Ich habe meine Mutation ja vom Vater , hätte er statt der Schwester mit Brustkrebs einen Bruder mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gehabt, stellt sich mir die Frage ob das auch zur genetischen Beratung geführt hätte, ich meine wenn über die männliche Linie vererbt wird.

    @cosiema Sicher hast du gestern wieder ordentlich Sonne getankt. Es ist immer wieder erstaunlich , wie sich der Frühling positive auf das Gemüt auswirkt.Hier scheint es schon wieder vorbei zu sein, aber ich werde mir später ein kleines Eis in der Cafeteria gönnen.
    meine 91 jährige bettnachbarin wurde gerade umgelagert und somit habe ich die wachphasegenutzt zu schreiben.

    Bevor mein Text im Nirwana verschwindet sende ich ihn unkorrigiert ab.

    Allen einen schönen guten Morgen und ein erholsames Wochenende.

    lg Zuversicht
    Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.
    -Buddha-
    Ich noch Mal
    @ all
    Im Rahmen meiner Zeit nach Op habe ich noch mal mit meiner Tante ( Halbschwester meines Vaters mütterlicherseits) einen WhatsApp Austausch gehabt.
    Ich hatte ihr ja vor 1 Jahr das Schreiben für die Angehörigen geschickt,nach dem klar war das ihre Mutter das Gen mit hoher Wahrscheinlichkeit an meinen Vater vererbt hat, und auch mit ihr persönlich mehrfach drüber gesprochen, 2Töchter und 2 Söhne sind auch noch im Spiel.
    Ich habe sie heute noch mal gefragt , ob sie ihren Arzt oder Gyn. schon informiert hätte, hat sie nicht, will es bei Gelegenheit . Meine Tante ist 58 und wegen Antrag auf Frühverentung ständig beim Arzt.Es ist zum Haare raufen.
    Ich darf morgen nach Hause es sieht gut aus....
    Schönes Wochenende von Zuversicht
    Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.
    -Buddha-

    Zuversicht schrieb:

    @Jule66 schon dich weiterhin.
    Ich habe meine Mutation ja vom Vater , hätte er statt der Schwester mit Brustkrebs einen Bruder mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gehabt, stellt sich mir die Frage ob das auch zur genetischen Beratung geführt hätte, ich meine wenn über die männliche Linie vererbt wird.


    Liebe @Zuversicht,

    schön, dass Du es hinter Dir hast und alles gut verlaufen ist.
    Die Histo würde mich auch interessieren. Dass es vom BK kommt, kann ich mir nicht vorstellen, habe noch nie gehört, dass BK in die Blase geht.
    Aber ob es etwas mit dem BRCA zu tun hat? Vielleicht ist es ja gutartig und alle Überlegungen führen zu nichts.
    Hauptsache, mit der OP ist der Fall erledigt!

    Ich selber habe den Test nicht aufgrund des Onkels mit Pankreas-CA gemacht, sondern einfach, weil ich einen TN hatte und einfach einen Haken an die Geschichte setzen wollte.
    Im Grunde habe ich ihn gemacht, weil es auf einmal möglich war ;( - na ja, Jackpot...
    Meine Familienhistorie ist ja völlig unverdächtig bezügl. BK und EK.
    Der Onkel wäre lediglich ein Hinweis auf die väterliche Linie, mehr nicht.
    Aber nun, da ich dessen Kinder ausfindig machen konnte und es nun so aussieht, dass die sich testen lassen werden, zuindest die Kusine, kommt man der Sache vielleicht näher.
    Mein Vater lehnt den Test bei sich ab, leider, er wäre der Einzige, der Klarheit geben könnte und gar den anderen Famlienzweig entlasten könnte.

    Allerdins, um auf den Onkel zurückzukommen, niemand mit Pankreas-CA wird je auf BRCA getestet, ob das so richtig ist?


    Nun erhol dich gut!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer

    'sonne72 schrieb:


    Ich bin Brca1 und mein Ki67 lag bei 40% , also zwar hoch , aber nicht bei 80%. Ist ja dann eher untypisch.


    Meiner lag bei nur 20%...deswegen bin ich auch davon ausgegangen, keinen Gendefekt zu haben.

    Jule66 schrieb:


    Wenn, dann in Düsseldorf-Gerresheim, die sind weit über die Grenzen NRW dafür bekannt.
    Frau Dr. Nestle-Krämling macht dort solche OP`s, dorthin werde ich mich wenden.


    Frau Dr. Nestle-Krämling wechselt zum 1. Juni ins Ev. Krankenhaus auf der Kirchfeldstr. 40 in 40217 Düsseldorf.

    Ich wurde im Februar noch von ihr operiert.

    Sandra1203 schrieb:

    Frau Dr. Nestle-Krämling wechselt zum 1. Juni ins Ev. Krankenhaus auf der Kirchfeldstr. 40 in 40217 Düsseldorf.


    8| Oh...ich habe am 12.4. dort einen Termin und bin selbstverständlich davon ausgegangen, von ihr operiert zu werden.
    Dann sollte ich vielleicht wirklich Gas geben?
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Wenn du Glück hast (und spontan bist), springt vielleicht jemand ab, dessen OP-Termin du übernehmen kannst - so war es bei mir. Ansonsten hat Frau Dr. Nestle-Krämling mir nicht viel Hoffnung gemacht, dass es vor dem 01.06. noch klappt. Sie hat natürlich angeboten, mich an ihrer neuen Wirkungsstätte zu operieren...aber ich nehme an, dass du nicht bis Juli mit deiner OP warten möchtest?

    Desir77 schrieb:

    Ich denke mir fast, dass die vielleicht viel zu oft zu hoch geschätzt werden und mit DNA Abgleich womöglich andere Ergebnisse rauskommen


    Genau das denke ich auch. Die sehen TN oder, wie in Deinem Fall, lum.B, und zack, muß ein hoher Ki67 her.
    Die DNA-Analyse ist auf jeden Fall verläßlicher und glaubhafter.
    Bei mir stimmten die Ergebnisse der konventionellen Untersuchung (Histol.) mit der DNA-Analyse überein.

    @Sandra1203, eigentlich hatte ich die OP für September geplant, denn im Sommer werde ich heiraten, da passt mir das so gar nicht in den Kram. Darüberhinaus habe ich gerade die Adnexektomie hinter mir...habe jetzt so gar keine Lust auf weitere OP`s.
    Ich gucke am 12.4. mal, was die mir vorschlagen.
    Vielen Dank schon mal für die info.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer

    Jule66 schrieb:

    Genau das denke ich auch. Die sehen TN oder, wie in Deinem Fall, lum.B, und zack, muß ein hoher Ki67 her.
    Die DNA-Analyse ist auf jeden Fall verläßlicher und glaubhafter.


    Dass ich TN bin, war zu der Zeit noch gar nicht bekannt...die Info bekam ich erst ein paar Tage später.

    Bei mir stimmten die Ergebnisse der konventionellen Untersuchung (Histol.) mit der DNA-Analyse überein.


    Was ist denn da noch gemacht worden? Bei mir wurde der KI-67 aufgrund der Stanze bestimmt...danach nicht noch mal.

    Vielen Dank schon mal für die info.


    Gerne...
    Ich hatte meinen Tumor molekularbiologisch untersuchen lassen.

    @Desir77 und etliche andere hier aus dem Forum auch.

    Da bekommt man exakte Angaben über die Rezeptoren, es werden auch Androgenrezeptoren getestet. Und noch etliche weitere Merkmale.
    Ferner kann die Untersuchung über das zu erwartende Ansprechen der Chemo Auskunft geben.

    Der Test heißt "Mammatyper" und soll demnächst auch in der konventionellen Diagnostik angewandt werden, denn die herkömmliche Pathologie weist zu viele Schwächen auf- sie liegt eben im Auge des Betrachters und ist nie objektiv.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo allerseits,

    Zuversicht: Sehr schön, du hast es überstanden! Und bestimmt ist es völlig harmlos. Daumen sind gedrückt!

    Jule: Ich habe ja viel Kontakt zu "Mutanten/innen". Das aufgrund nur einer an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten Person innerhalb einer Familie auf eine Mutation getestet wird, habe ich noch nicht gehört. Allerdings gibt es einige Familien in denen neben Brust-, oder Eierstockkrebserkrankungen auch Bauchspeicheldrüsenkrebs auftritt. In unserem Gesprächskreis haben wir eine Frau mit BRCA 2 Mutation, da ist die Mutter an BSDK erkrankt und verstorben. Bei zwei Schwestern mit BRCA 1 Mutation, da ist der Bruder erkrankt. Er hat sich aber nicht testen lassen, so ist natürlich nicht klar, ob er auch Mutationsträger ist. Es waren insgesamt 5 Geschwister, zwei Schwestern sind bereits verstorben. Eine hatte BK und die andere galube ich Lymphdrüsenkrebs.

    In meiner Familie haben wir neben den BK Erkrankungen ja auch drei an Prostatakrebs erkrankte Männer, darunter meine Bruder. Die anderen beiden Cousins sind daran verstorben. Dann habe ich noch einen Cousin mit Darmkrebs und einen weiteren mit Leukämie. Getestet sind sie alle nicht. Leider, sonst könnte man ja noch einiges ableiten, was f
    ür die ganze Familie interessant wäre.
    Eierstockkrebs ist in unserer Familie bisher gar nicht aufgetreten.
    Bei unserer Mitgliederversammlung vom BRCA Gesprächskreis werde ich auf jeden Fall nochmal die Frage in die Runde geben, wer
    Familienangehörige mit BSDK hat, die auch getestet wurden.

    Wünsche euch allen ein schönes Wochenende auch wenn uns die Sonne ja leider schon wieder verlassen hat.

    Liebe Grüße
    Cosiema
    Mein KI67 wurde anhand der Stanze bestimmt und dann nochmal bei einer Zweitmeinung, als es darum ging ob ich TN bin oder nicht. Beide lagen bei ca. 80%. Dann habe ich die Molekularpathologie bemüht und dann kam ein KI67 von knapp 20% raus und auch mein Onko sagt, dass der KI67 nur semi-quantitativ geschätzt wird und daher ungenau ist.
    Für palb2 Mutationen gibt es eine Interessengruppe in Cambridge, die international auf der Suche nach Mutanten sind, um hier bessere Auskünfte über Risiken geben zu können. Bauchspeicheldrüse ist auch hier ein Thema.
    Hallo zusammen!

    Liebe Cosiema, danke für das Teilen der Erfahrungen, die du von Frauen aus der Gruppe kennst!

    Liebe Zuversicht, sehr gut, dass keine Chemotherapie notwendig ist! Wie geht es dir mittlerweile nach der Operation? Ich wünsche dir, dass du gut Kraft tanken kannst und es dir bald besser geht wieder.

    Liebe Jule, wie geht es dir? Gut, dass die Fäden 'raus sind nun, auch wenn es schmerzhaft war. Heilt alles gut? Sehr gut, dass du deine Kusine finden konntest und sie sich testen lässt!

    Bringt der Mammatyper auch im Nachhinein, also nach Chemo und Bestrahlung noch etwas für die weitere Behandlung? Was, wenn Androgenrezeptoren gefunden werden - gibt es da schon Behandlungsoptionen? Bei mir waren laut "normaler" histologischer Untersuchung Progesteron- und Östrogen-Rezeptorsensitivität bei je 100%, ki67 bei 20%.

    Zu dem Kölner Zentrum für familiäre Brust- und Eierstockserkrankungen nehme ich Kontakt auf. Hoffentlich sprechen sie mir eine OP-Empfehlung aus.

    Gestern kam der Bericht aus Hannover von der Humangenetischen Beratung. Da steht drin, dass es bei CHEK2 laut Leitlinie keine OP-Emfpehlung prophylaktisch gäbe. Das Risiko geben sie mit 20-25% an für gesunde Frauen mit Mutation, bei denen eine Angehörige 1. Grades erkrankt ist und höher, wenn mehr erkrankt sind. Aber meine Mutter hatte beidseits Brustkrebs und ich auch - auf ein wie hohes Risiko wollen sie denn warten, um eine Empfehlung für eine prophylaktische OP auszusprechen?
    Es stand drin, dass bei CHEK2 das Risiko nicht nur für Brustkrebs (und bei Männern für Prostatakrebs) erhöht ist, sondern auch etwas für Darm-, Schilddrüsen- und Nierenkrebs. Oh man.
    Empfehlung von dort: monatliche Selbstabtastung Brust, jährliche Brustabtastung beim Arzt, jährliches Mamma-MRT, jährliche Mamma-Sonografie, alle 1-2 Jahre Mammografie - das alles bis zum 70. Lebensjahr. Und das bei einem solchen Risiko und wo ich ein dichtes, inhomogenes Gewebe habe, wo man kleinste Veränderungen laut dem Arzt bei der Mammographie nicht erkennen kann, aber ich weiß, dass ab 0,5cm Grüße Brustkrebs schon metastasieren kann? Und Brustkrebs kann nicht mehr als 0,5cm in einem Jahr wachsen? Und eine Empfehlung zur Kontrolle, was die anderen Organe betrifft, gibt es gar nicht? Nein, das ist keine Option für mich als Schutz,

    Übrigens habe ich gelesen, dass CHEK2-Mutationen in Sachsen besonders häufig vorkommen. Die Familie mütterlicherseits stammt bei mir aus Sachsen.

    Hier ist das Wochenende verregnet, aber ich habe genug hier zu tun. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

    Finja schrieb:

    Bringt der Mammatyper auch im Nachhinein, also nach Chemo und Bestrahlung noch etwas für die weitere Behandlung? Was, wenn Androgenrezeptoren gefunden werden - gibt es da schon Behandlungsoptionen? Bei mir waren laut "normaler" histologischer Untersuchung Progesteron- und Östrogen-Rezeptorsensitivität bei je 100%, ki67 bei 20%.


    Liebe Finja,

    nein, der Mammatyper bringt in Deinem Fall eher nichts.

    Deine Tumordaten bezüglich der Rezeptoren sind recht eindeutig, 100% sind eben 100%.
    Die histol. Untersuchung auf Hormonrezeptoren ist eine Färbung; bei 100% ist eben alles angefärbt. Und ob es 100% oder doch nur 85% sind...egal.

    Hat man bei Dir auf Lum.A oder B getippt? Die genaue Ki67 Untersuchung wäre natürlich interessant; ist er 20 oder doch eher 16? Bei 20% wäre man bei Lum.B und bei 16% eher bei Lum.A...an der Therapie würde das jetzt aber nichts mehr ändern.!
    Aber auch das ist nur eine Färbung und die quantitative Bestimmung liegt bei der konventionellen Bestimmung im Auge des Betrachters.

    Der Mammatyper ist sehr sehr wichtig für TN, um zu klären, ob nicht doch noch irgendwo Hormonrezeptoren sind.
    Auch um zu schauen, wie die Chemo voraussichtlich ansprechen wird.
    Und um den Ki67 genau zu bestimmen, wenn es um die Frage nach Lum.A oder Lum.B geht, wenn es zur Therapieentscheidung herangezogen werden kann.

    Was die Androgenrezeptoren angeht: das ist alles noch in der Studienphase für BK; nicht so bei Prostata-CA. Auch wird es vermutlich nie die Relevanz von Östrogenrezeptoren bzw. Progesteronrezeptoren haben.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule,

    ob Lum. A oder B, dazu wurde sich nie geäußert. Bringt mir dann aber auch nichts für die Behandlung, das zu wissen noch?

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Liebe Finja,

    dieses Wissen wäre höchstens psych. von Vorteil.
    Natürlich ist es besser einen LUM. A zu haben...aber insgesamt scheinst Du einen eher "freundlichen" Tumor gehabt zu haben.
    Aber dafür bezahlt dir die kK den Test nicht, d.h. Du müßtest ihn selber bezahlen.
    Das sind dann schon ca.250 Euro, wenn das noch hinkommt.
    Liebe Grüße, Jule

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    Albert Schweitzer
    Liebe Jule,

    das mit dem Test überlege ich mir 'mal, wenn alles andere durch ist. Noch eine Baustelle kann ich gerade nicht aufmachen. Aber ich merke mir das auf jeden Fall. Danke für die Info!

    Mein Onkologe meinte auch, dass die Tumoreigenschaften recht gut aussehen mit ki67, Rezeptoren je 100% und einem Oncotype-Wert von 17. Nur G3 passt nicht dazu und er zweifelte etwas, ob das überhaupt stimmt.

    Viele Grüße
    Finja
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    Laut KID ist die 10-Jahres-Ueberlebensrate von an Brustkrebs erkrankten Frauen mit und ohne CHEK2-Mutation identisch. Was haltet ihr davon? Für mich ergibt das keinen Sinn. Hat jemand eventuell Zugang zu der Quelle?
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

    Finja schrieb:

    Nur G3 passt nicht dazu und er zweifelte etwas, ob das überhaupt stimmt.


    Also, ein Lum.A hat keinen G3 und andersherum ist ein G3 nicht Lum.A.
    Das passt nicht zusammen.
    Ich würde mal das G3 anzweifeln.

    Finja schrieb:

    Laut KID ist die 10-Jahres-Ueberlebensrate von an Brustkrebs erkrankten Frauen mit und ohne CHEK2-Mutation identisch


    Woher hast Du die Info?
    Wie kann man denn die Überlebensrate für BK verallgemeinern?
    Hat ja auch was mit dem Suptypen zu tun.

    Haben Check2- Mutanten denn immer eher einen "freundlichen" Tumor mit vielen Hormonrezeptoren?
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule,

    ist der Übergang von Luminal A zu Luminal fließend dann? Es war vor längerer Zeit mal im Gespräch, dass man das Tumorgewebe noch einmal untersucht, ob es tatsächlich ein G3 war. Laut Prof. Lück passt dies nicht zu den anderen Werten. Aber von Luminal A oder B war nie die Rede.

    Dass die 10-Jahres-Überlebensrate identisch wäre, ob nun mit oder ohne CHEK2-Mutation an Brustkrebs erkrankt, sagte man mir am Infotelefon des KID. Aber wie du auch schreibst: Es gibt doch je nach Tumoreigenschaften/-typ sehr unterschiedliche Überlebensraten. Und muss nicht viel mehr die Frage lauten, wie sich die Überlebensrate von Frauen mit CHEK2 ändert, je nachdem, ob sie eine prophylaktische Mastektomie vornehmen lassen oder nicht? Darum müsste es doch gehen und nicht darum, wie es im Vergleich zu einem allgemeinen Durchschnitt ist. Und mir will nicht in den Kopf, wieso bei CHEK2 diese Überlebensrate ohne Operation nicht schlechter sein soll, denn es ist doch einfach das Risiko, erneut zu erkranken viel höher.
    Mit welchen Tumoreigenschaften CHEK2 verbunden ist, dazu konnte ich bisher noch nichts finden.

    Viele Grüße
    Finja
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Finja“ ()

    Finja schrieb:

    ist der Übergang von Luminal A zu Luminal fließend dann?


    @Finja,

    im Prinzip ja. Luminal A ist gekennzeichnet durch besonders viele Hormonrezeptoren und einen niedrigen Ki67, verknüpft mitneinem G1-2.
    Ein G1 braucht z.B. keine Chemo.
    Bei G2 kommen Tests wie Endopredict und OncotypeDX ins Spiel., um zu sehen, ob Chemo benötigt wird oder nicht.

    Ein Luminal B hat eher wenig Hormonrezeptoren und einen hohen Ki67, wobei mit hoch schon einer von sagen wir mal 25% gemeint ist. Aber eigentlich sind die noch höher.

    Eine Einstufung in G3 bedeutet immer auch einen hohen Ki67, denn das Grading wird aus mehreren Punkten , die addiert werden, bestimmt.
    Ein niedriger Ki67 bekommt aber wenige Punkte, so dass man schwer auf die benötigten für ein G3 kommt.

    Mein Tumor wurde in mehreren Labors untersucht, so auch im Referenzlabor in Paderborn. Die befanden ihn - also meinen TN- mit G2, da mein Ki67 "nur" bei 25 liegt bzw. lag.

    Diese Differenzen können bei einer molekularpathologischen Untersuchung eben nicht auftreten.

    Mittlerweile habe ich folgendes recherchiert:

    BRCA1 hat zu 75% TN-Tumore.
    BRCA2 hat vorwiegend hormonpositive "freundliche" Tumore (nicht so bei mir- ich tanze da aus der Reihe mit TN, einige mir bekannte Personen ebenfalls)

    Palb2 (Schwestergen von BRCA2) ist mit TN assoziiert, aber auch hier u.a. auch "freundliche "Tumore mit Hormonrezeptoren

    So wird es für Palb2 und Check2 vielleicht auch Charakteristika geben?!

    Finja schrieb:

    Dass die 10-Jahres-Überlebensrate identisch wäre, ob nun mit oder ohne CHEK2-Mutation an Brustkrebs erkrankt


    Diese Aussage erinnert mich sehr an die Schlagzeilen einer großen dt. Zeitschrift (Bxxx), die ab zund zu berichtet, dass "über 90% Brustkrebs überleben"...völlig undifferenziert...
    Liebe Grüße, Jule

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    Albert Schweitzer

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jule66“ ()

    Desir77 schrieb:

    Dann könnte ich mit einem TN 20% auch ein G2 sein?


    Ja, das könnte durchaus auch G2 heißen...
    Aber, das bringt nichts.

    Bei der Bekannten mit den 100% Hormonrezeptoren gilt das Gleiche wie für Finja- G3 ist sehr zweifelhaft.
    Wurde das in der gleichen Patho wie Dein Tumor bestimmt????? ^^ Dann würde ich erst recht zweifeln.
    Mich erstaunt immer wieder, welch unplausible Ergebnisse ausgeteilt werden. Plausibilität war eine der ersten Lektionen, die ich in meiner Ausbildung als MTA lernen mußte, das wurde uns förmlich eingetrichtert!

    Ob das ein Fall für Dr. Wirtz ist...also 100% Hormonrezeptoren werden nicht auf Null kommen, da werden schon viele vorhanden sein.
    Den hohen Ki67 könnte man anzweifeln und das G3...aber das nützt therapeutisch nichts, sie wird ihre AHT machen müssen...
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo ihr lieben Frauen,
    Habt vielen Dank für euer Engagement in diesem Thread, aus dem ich schon viele Infos ziehen konnte.
    diesen Thread habe ich sehr interessiert mitverfolgt.
    Mein Interesse ist vor allem im hohen Risiko meiner Kinder (20 - 23 Jahre jung) für einen erblichen Brust- und oder Prostatakrebs begründet.
    In der Familie väterlicherseits sind alle Männer zwischen 65 und 75 Jahren an Prostatkrebs erkrankt und verstorben. Und die Tante meiner Kinder ist vor 1 Jahr an Brustkrebs gestorben. Sie erkrankte mit 46 Jahren.

    Ich habe eine Frage zum KI Wert. Vier Jahre nach Diagnose veranlasste ich im Institut für Pathologie Köln, eine Überprüfung aller Tumoreigenschaften über eine molikularbiologische Untersuchung.
    Alle Werte bestätigten sich. Die Zellteilungsaktivität mit einem KI Wert von 35 annähernd auch. Allerdings gibt es hier noch einen zweiten Zellteilungswert, der RACGAP1. Dieser war 32 und 2,4 fach unterm Grenzwert.
    Welche Bedeutung hat dieser Wert?

    Herzliche Grüße an alle
    Kanina
    Diesen RACGAP1 habe ich in meinem Unterlagen, er liegt unter dem KI67. Aber was er bedeutet ist mir auch schleierhaft, vielleicht sollte man Dr. Wirtz nochmal dazu fragen. Lag dein KI67 bei 35 auf der Skala oder bei 35%? Der cut off auf der Skala liegt bei ca. 20% mit einem Wert von 34. Ich dachte nämlich, dass die Zahlen auf der Skala in % angegeben sind, stimmt aber nicht.
    Hallo @Kanina ,

    bevor Dir unsere @Jule66 ausführlich antwortet, möchte ich Dich sehr herzlich im Krebs-Infozentrum begrüßen und wünsche Dir einen hilfreichen und guten Erfahrungsaustausch.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo,

    nun habe ich bei mir auch noch mal nachgeschaut.

    Mein Test war bereits 2010 und da gab es ausschließlich den RACGAP1, dieser wurde mit der Überschrift "Zellteilungsaktivität" benannt.

    RACGAP1.jpg Hier ist meiner, der Ki67 auf molekuarbiologischer Ebene wurde wohl noch nicht bestimmt.

    Konventionell war mein Ki67 in mehreren verschiedenen Labors bei 25-30%; meiner Meinung nach entspricht das dem RACGAP1, der bei mir gemessen wurde- etwas höher als der Cut-Off.- ich hatte da nie Zweifel dran.

    Der Cut-off wird wohl bei ca. 17 liegen, also der Schwelle zwischen niedrig und hoch.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    @Desir77,

    ich habe mir Deinen Befund noch mal angeschaut.

    Der Unterschied zwischen dem Ki67 und dem RACGAP1 ist ziemlich gering, den würde ich unter "Laborschwankung" oder "Heterogenität des Tumors" verbuchen.
    Irgendwo in der Mitte wird es sein.

    Interessanterweise steht sowohl neben dem Ki67 als auch neben dem RACGAP1 : "Trennung der Tochterzellen bei Zellteilung"- also wird es das Gleiche sein.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Lieben Dank Jule für die schnelle Antwort.
    Was ich nicht verstehe: Bei beiden Messungen geht es um die Trennung der Tochterzellen bei der Zellteilung.Der KI 67 mit 35 % liegt laut Bericht "deutlich überm Grenzwert" und RACGAP 1 mit ca. 33 % liegt "mäßig unterm Grenzwert". Dann liegt der Grenzwert bei 33,5 % (siehe deine bildliche Darstellung - dicker senkrechter Strich). Was besagt denn der Grenzwert? Spontan hätte ich gedacht, alles was darüber liegt, entspricht der Zellteilung von Krebszellen und alles was darunter liegt entspicht den "gesunden" Zellen. Das ist natürlich Quatsch.
    Also, die Skala gibt keine Prozent an!
    Das sind irgendwelche Einheiten, die dann in Prozent auszudrücken sind; die Prozent liegen deutlich darunter.

    Ich denke, der "Cut-off" gibt nur die Grenze zwischen eher langsam wachsend und schnell wachsend an.

    Übersetzt gesagt, kann man auch annehmen, alles was < als 33,5 (Skala-Einheiten) ist, gilt sozusagen als "luminal A" und was > 33,5 ist, entspricht dann dem "Luminal B"- sofern Hormonrezeptoren vorhanden und kein Her2 da ist.

    Gut, bei den anderen Tumorarten gilt nur langsam wachsend und schnell wachsend, wobei ein Ki67 von 20% schon zu schnell wachsend zählt.
    Letztendlich ist die exakte Bestimmung des Ki67 nur für die Unterscheidung zwischen lum A und lum B nötig, denn da gehts um Chemo ja oder nein.

    Ob mein TN nun 25% oder 30% ist, ist eher egal- er ist somit schnellwachsend und aggressiv.
    Aber ob er 25% oder gar 85% ist, das ist wieder relevant, denn mit dieser Aussage kann man das Biest eher in bestimmte Subtypen (bleiben wir mal bei TN) einordnen.

    Ich kannte eine Frau persönlich (sie war 2011 mit in Ausgburg), die hatte einen TN mit einem Ki67 von ....5%- eigentlich völlig unplausibel. Leider weiß ich nicht mehr, ob sie das Ergebnis hat überprüfen lassen 8|
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    welchen sinn macht die unterscheidung des ki67 denn bei g3?
    in münchen rechts der isar hat man mir gesagt, dass sie den ki67 gar nicht unbedingt bestimmen, wenn es ein g3 ist, weil er dann immer hoch ist. da macht der genaue wert keinen unterschied für die therapie.
    welche subtypen innerhalb tn werden denn durch den ki definiert?

    Jule66 schrieb:

    Hallo,

    nun habe ich bei mir auch noch mal nachgeschaut.

    Mein Test war bereits 2010 und da gab es ausschließlich den RACGAP1, dieser wurde mit der Überschrift "Zellteilungsaktivität" benannt.

    krebs-infozentrum.de/index.php…be9b5d54618fd12789beeed73 Hier ist meiner, der Ki67 auf molekuarbiologischer Ebene wurde wohl noch nicht bestimmt.

    Konventionell war mein Ki67 in mehreren verschiedenen Labors bei 25-30%; meiner Meinung nach entspricht das dem RACGAP1, der bei mir gemessen wurde- etwas höher als der Cut-Off.- ich hatte da nie Zweifel dran.

    Der Cut-off wird wohl bei ca. 17 liegen, also der Schwelle zwischen niedrig und hoch.


    Mein KI67 liegt genau auf dem Cut-off, laut Dr. Wirtz sind das 20%. Ich glaube die beiden Zellteilungsparameter haben denselben cut off oder?