Wolle2 on Air

    Hallo zusammen.

    Man sollte meinen, schlimmer geht nimmer. Nein, es ist alles noch zu toppen. Um 16:00 Uhr bat ich den Pfleger, mir das Essen warm zu machen. Zum ersten Mal in den zweieinhalb Jahren bekam ich es in einer Assiette serviert. Diese stand auf einem Kunststoffbrett und rutschte bei der geringsten Bewegung ab.
    Das Gericht war nicht einmal lauwarm und damit ungenießbar. So bat ich darum, das Ganze noch einmal nachzuwärmen. Außerdem würde ich als Unterlage ein Handtuch bevorzugen, welches auf meinem Oberschenkel mehr Halt findet. So konnte ich dann daran denken, zu essen, natürlich mit der nötigen Vorsicht. Auch ich lerne nie aus.

    Mit lieben Grüßen an alle Leser.
    Wolfgang.
    Willst/musst Du eigentlich zwingend dort vorort bleiben?

    Wir hatten damals in einem anderen Forum jemanden, der gemeinschaftlich aus seiner Situation geholt wurde und woanders menschenwürdig und erheblich besser versorgt wurde...

    Ist nur mal ne Frage.

    Traurige und entsetzte Grüße, Angie
    Liebe Angie.

    Ich lebe in meiner früheren Wohnung, die ich mir mal in dreißig Jahren aufgebaut habe.
    Ich hatte auch das Angebot, tagsüber in einer mir fremden Einrichtung versorgt zu werden, um dann Abends zum Schlafen in meine Wohnung zurückgebracht zu werden. Ist ja kein Problem, dort gibt es nette Menschen, die sich kümmern. Ich frage mich nur, wie ich denn zu diesen Menschen ein Verhältnis aufbauen sollte.
    Dieses Angebot habe ich abgelehnt. Noch kann ich mir weitestgehend selbst helfen und brauche im Wesentlichen als Leistung die Absaugerei. Alles andere kann ich ertragen. Neudeutsch ist mein Lebensmittelpunkt mein Sterbebett. Der Aktionsradius ist auf um einen Meter beschränkt. Begrenzt wird das Ganze durch die Länge des Beatmungsschlauchs zur Beatmungsmaschine und seit April zusätzlich durch die Länge des Schlauchs zum Pissbeutel. (Pfui, Wolle, das Ding heißt anders).
    Ich nehme an, Ihr könnt euch nicht vorstellen, bei noch halbwegs funktionierenden Gehirn auf diesen Bereich begrenzt zu "leben". Ich bin auch kein Hund, der mal eine halbe Stunde Gassi geführt werden muss. Das wäre für mich nicht zu ertragen.
    Nun erfolgt gerade die Kontrolle, ob ich denn noch lebe (lach). (Sauerstoffsättigung über Fingerclip, cuff - Druck). Man muss ja viele Zettel ausfüllen. Von meiner Seite her ist gerade Absaugen angesagt. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wenigstens werde ich hierzu nicht alle zwei Stunden geweckt. Wenn ich schlafe, dann lässt man mich schlafen.
    So, nun habe ich mich mal etwas "ausgekotzt". Das brauche ich auch manchmal.

    Liebe Grüße und einen guten Start in das Wochenende.
    Wolfgang.
    Lieber Wolfgang,
    Du kannst Dich gerne hier auskotzen. Schließlich musst Du den ganzen Schiet mal loswerden. Ich weiß nicht, ich glaube ich würde es auch vorziehen zu Hause zu bleiben, auch wenn die Umgebung durch die pflegenden Menschen "angepasst" wird. Ich denke, die Fahrerei wird auch anstrengend.
    Lieben Gruß und Riesen-Kraftpaket
    Bella
    Liebe @Bella69
    Mit den Tränen, die ich in den letzten Tagen vergossen habe, kannst Du inzwischen einen kleinen See füllen. Noch schaffe ich es, alles zu verstecken. Meine Schwester war jetzt in Köln, um ihre beiden Enkelkinder zu besuchen. Sie kommt heute Abend wieder zurück.
    Auch sie hat einen Teil mitbekommen, weil sie telefonisch "terrorisiert" wurde. Ich hätte ihr das gern erspart. Von mir hätte sie dazu keine Zeile zu lesen bekommen. Sie sollte wirklich die Zeit mit den Kindern unbeschwert genießen können.
    Nur hatte ich darauf keinen Einfluss. Aber auch die "gefährliche Pflege", durch meinen Pfleger, Kommentar der Schnellen Medizinischen Hilfe, habe ich überlebt. Eine Sättigung des Blutes mit Sauerstoff unter 70 Prozent bei Belastung sind kein Spaß mehr.
    Nach einiger Zeit hatte ich mich soweit erholt, das ich die Unterlage und die Decke aus dem Krankenhaus ablegen konnte.
    Ich wünsche Dir ein gutes Wochenende. Mein Dank geht an Alle dafür, das ich mit Eurer Hilfe etwas Stress abbauen durfte.
    Mit lieben Grüßen an alle.
    Euer Wolfgang.
    Weisste Wolle,
    selbst meinen Kindern habe ich anerzogen:

    Was SCHEIßE ist darf auch so heißen!

    Und für mein Gefühl muss man nicht mit Begrifflichkeiten rumeiern, wenn es klare, treffende Worte gibt.

    Ich reich Dir mal vorsorglich ein Bettlaken - falls der See überläuft...

    Es macht mich wütend, dass Menschen in solch einer Situation auch noch (außer über die Situation, die dazu führt, dass man in einer solchen ist) Tränen vergießen müssen, weil keiner da ist der WIRKLICH hilfreich ist :/

    Da möchte man denen den überfüllten Pinkelbeutel glatt um die Ohren hauen ...

    Ich stell Dir ne Dauertankstelle Kraft, Mut und Humor auf Deinen Quadratmeter Welt!

    Dicken Drücker!
    Den Pinkelbeutel um die Ohren hauen...
    Da musste ich schmunzeln. Wenn ich wütend war habe ich als Jugendliche gerne unseren Pferdestall ausgemistet und mir vorgestellt wem ich den so richtig schön durchnässten Mist aus der Ecke des Stalls ins Gesicht werfe. Da fallen mir auch heute noch Menschen ein...
    Ich habe gerade nachgedacht wie das bei mir wohl wäre, ob ich zu Hause bleiben würde. Ich musste schon mal drüber nachdenken als ich nach einer OP nichts sehen konnte.
    In einer WG wie meine Nichte sie betreut kann ich mir vorstellen zu leben. Sie ist Intensivschwester und betreut eine Wohnung in der bis zu 5 Menschen leben können die beatmet werden. Die Zustände der Patienten sind untetschiedlich. Von Koma bis noch teilweise mobil weil nicht dauerhaft beatmet. Es gibt einen Garten und Balkon. Meine Schwester war in einem sehr schönen Pflegeheim auf dem Land, meine Tante in einer kleinen Wohnung die einem Alten und Pflegeheim angeschlossen war. Das könnte ich mir auch vorstellen.
    Es ist echt schwer! Ich wünsche Dir Menschen die Lust haben ihren Job und den auch gut zu machen.
    LG
    Liebe Heike.

    HeikesFreundin schrieb:

    selbst meinen Kindern habe ich anerzogen:
    Was SCHEIßE ist darf auch so heißen!

    Ganz lieben Dank für Deine klaren Worte. Nur sind die Empfindungen unserer Foristen unterschiedlich, so dass ich mich weitgehend zurückhalte.

    HeikesFreundin schrieb:

    Ich stell Dir ne Dauertankstelle Kraft, Mut und Humor auf Deinen Quadratmeter Welt!

    Dafür danke ich Dir ganz herzlich. Die Tankstelle kann ich wirklich gut gebrauchen. P.S. Äuglein sind getrocknet, sie verdunsten bei der Wärme schnell. Sei Du auch von mir gedrückt.
    Liebe @RESI

    RESI schrieb:

    In einer WG wie meine Nichte sie betreut kann ich mir vorstellen zu leben. Sie ist Intensivschwester und betreut eine Wohnung in der bis zu 5 Menschen leben können die beatmet werden. Die Zustände der Patienten sind untetschiedlich. Von Koma bis noch teilweise mobil weil nicht dauerhaft beatmet. Es gibt einen Garten und Balkon.

    Ich habe eineinhalb Jahre in einem Pflegeheim zugebracht. Hier hatte ich ein Einzelzimmer und wurde dort versorgt. Zu meinen Bedürfnissen gehörten die morgendliche Grundpflege, die Absaugerei und die Bereitstellung der Mahlzeiten. Ansonsten war ich auf mich allein gestellt. Es gab einige besondere Situationen, Luftnot, Bewusstlosigkeit, die aber vom Personal beherrscht wurden. Einmal in der Woche schaute ein Arzt vorbei, es gab auch eine Physiotherapie und eine Logopädie.
    Das entsprach meiner Vorstellung von einer individuellen Lebensweise.
    Es war für mich übrigens unerträglich, auf dem Flur abgestellte Menschen zu sehen, die vor sich hindämmerten und denen Speichel aus dem Mund rann.
    Ein solches Schicksal möchte ich nicht erleiden. Ich hoffe, dann die Kraft zu haben, das Ganze vorher zu beenden.
    Ich hoffe, liebe Resi, ich habe Dich mit meinen Ansichten nicht zu sehr erschreckt. Fünf Tage auf dem Rücken liegend in einem Krankenhaus zuzubringen ist auch nicht erstrebenswert.

    Liebe Grüße.
    Wolfgang.
    Lieber Wolle,
    Nein - Du hast mich nicht erschreckt. Ich finde es ist Dein gutes Recht über Dich zu entscheiden. Ich mache mir ab und zu Gedanken was ich mir vorstellen kann - für mich. Die Gedanken wollte ich teilen. Auch über sein Lebensende selbst zu bestimmen halte ich für legitim. Ich bin Niederländerin, in meiner Familie habe ich die Situation schon mehrfach miterlebt dass jemand gesagt hat: es ist jetzt genug.
    Ich bewundere Dich wie viel Lebensmut Du noch hast. Ich habe keine Ahnung ob ich den noch hätte. Ich bin froh dass Du das was Du erlebst mit und teilst. Ich hoffe, dass auch ich Dir etwas gutes tun kann mit meiner Schreibselei.
    LG
    Liebe @RESI

    RESI schrieb:

    Ich hoffe, dass auch ich Dir etwas gutes tun kann mit meiner Schreibselei. LG

    Natürlich tust Du mir mit deinem Schreiben Gutes. Einen ganzen Teil meiner Gedanken teile ich ohnehin mit Dir und mit allen Foristen, die mir schreiben.
    Neben meiner Schwester und meiner Nichte habe ich keine weiteren Angehörige. Die beiden Kinder meiner Nichte bereiten mir viel Freude. Der Junge ist inzwischen zwei Jahre, die Kleine ist sieben Monate alt.
    Meine Nichte schickt mir ständig Bilder von den Kleinen. Ich bekomme zwar nur die Sonnenseiten zu sehen, aber mir ist noch gut in Erinnerung, wie viel Zuwendung so ein kleines Wesen braucht.
    In der Hinsicht bewundere ich meine Nichte. Die beiden Kinder versorgen und dabei noch ein Aufbaustudium absolvieren erfordert viel Kraft.
    Ich hatte einige Mühe, mich in die Inhalte des Studiums hinein zu lesen. Allerdings kam ich aus einem technischen Bereich.
    Soweit einiges von mir.
    Ich wünsche Dir noch viel Kraft für die nächste Zeit.
    Mit lieben Grüßen.
    Wolfgang.
    Lieber @Wolle2

    "klopf klopf", darf ich hier in Dein "on Air" mal unangekündigt eintreten und einen kleinen Gruß dalassen? Eigentlich bin ich nämlich schon lange drin und lese still mit und denk mir so oft "die kennen sich in dieser Ecke vom KIZ alle schon so lange, da kann ich doch nicht einfach so reinplatzen..."
    Aber ein bisschen mehr Besuch hier ist ja gelegentlich vielleicht doch willkommen?

    Wenn ich von Deinen Pflegekräften lese, denke ich mir oft, die müsste man mal 4 Wochen in Deine Situation bringen. Viele der unachtsamen Kleinigkeiten (und den Sauerstoff meine ich damit sicher nicht!) sind sicher nicht böswillig, aber sowas wie Servieren im Plastiknapf, da weiß ich gar nicht wie lang ich die Augen rollen würde. Aber die Jugend von heute findet das ja vielleicht auch ganz normal und der Pfleger isst zuhause auch immer so, damit er nicht spülen muß :P . Ein bißchen Denken würde echt nicht schaden, aber um mein Lieblingszitat von Dir (aus dem Anfang Deines Threads hier) mal nach vorne zu holen:

    Wolle2 schrieb:

    Nun gut, zum Denken braucht man ein Werkzeug und nicht jeder hat es zur Verfügung.


    Wo kommt Dein Essen denn für gewöhnlich her? Kannst Du Dir auch mal was Besonderes wünschen?

    Dass Deine Nichte Dir ständig Bilder von den Kleinen schickt, finde ich große Klasse. Während meiner Chemo war mein Lebensraum auch viel kleiner und ich konnte nicht einfach irgendwo hin zu Besuch und habe mich dann so sehr über alles gefreut, was per WhatsApp bei mir ankam von meinen Patenkindern - es ist ein Stückchen "Dabeisein", was die moderne Technik einem erlaubt und das ist ein echtes Geschenk. Früher hätte man monatelang auf einen Fotoabzug per Post gewartet...

    Apropos Fotos: da liegen noch Alben und Bilder in Kartons im Gästezimmer rum, die in Kisten verpackt werden müssen und mich vorwurfsvoll ansehen... Wir ziehen in den nächsten Wochen um und diese Wohnung hier sieht bereits zum Davonlaufen aus. Heute habe ich die Vorhänge abgehängt zum Waschen - das war eine bescheuerte Idee: der letzte Rest Gemütlichkeit ist damit hinüber.

    Herzliche Grüße, Mohnblume
    Liebe @mohnblume79

    mohnblume79 schrieb:

    "klopf klopf", darf ich hier in Dein "on Air" mal unangekündigt eintreten und einen kleinen Gruß dalassen?

    Ich freue mich riesig über Deinen Besuch. Hier ist jeder jederzeit willkommen.

    mohnblume79 schrieb:

    Aber ein bisschen mehr Besuch hier ist ja gelegentlich vielleicht doch willkommen?

    Du konntest ja lesen, wie es mir in den letzten Tagen ergangen ist. Ich habe noch immer mit den Folgen der "Pflege" zu tun. Heute hatte ich Besuch von meiner Schwester, über den ich mich riesig gefreut habe.
    Ansonsten versuche ich, mit dem Ganzen bestmöglich klar zu kommen.
    Wäre ein Pfleger in meiner Lage, so würde er vermutlich nach einem Tag wegrennen.
    Übrigens, der Pfleger, der mir das Mittag in einer Assiette gereicht hat, ist bereits um fünfzig Jahre.
    Mein Essen kommt von einem Lieferdienst und wird von mir zwei bis drei Wochen im voraus bestellt. Es stehen sechs Gerichte zur Auswahl. Zusätzlich versorgt mich meine Schwester mit Essen, welches ich Abends esse.
    Ich wünsche Dir möglichst wenig Stress bei dem bevorstehenden Umzug und danke dir für deine lieben Zeilen.

    Mit ganz lieben Grüßen.
    Wolfgang.
    "vier Jahre und fünf Monate"... lieber Wolle, das kann ich mir echt kaum vorstellen. Ich habe noch meine Oma im Ohr, die mir einmal sagte "Ach Kind, ich weiß doch, wie die Welt bei Euch da draußen rast, aber bei mir ist jeder Tag so lang."
    Ich freue mich trotz, dass ich um Deine Lage weiß, jedes Mal von Neuem, im Forum von Dir zu lesen, ein ganzes Blog von Dir wäre auch ein Genuß. Teilschlafvertrag - solche Wörter kann nicht jeder, es gibt nicht Viele, die gut mit Sprache spielen können.

    Sag mal, das mit dem begreiflich machen mit den Pflegern... Wenn ich das richtig verstehe, dann kannst Du nicht mehr sprechen? Aber Du kommunizierst doch mit uns hier allen so klar und eindeutig - lesen die denn nicht, was Du schreibst oder verständigst Du Dich mit ihnen nicht über schreiben? Oder bist Du's einfach satt, ein und das selbe 100 x zu erklären?
    Sorry wenn ich da so neugierig bin, das mußt Du auch nicht erzählen. Aber ich habe früher im Bereich geistig und körperlich behinderte Menschen gepflegt und da war natürlich das Problem, dass selten sprachliche oder intellektuelle Kommunikation in egal welcher Form möglich war. Ich dachte immer, es müsste einfacher sein, wenn mir jemand klar sagen kann, was er wünscht.

    Wir haben heute die Schlüssel für unsere gerade gekaufte Eigentumswohnung erhalten. Ein ganz merkwürdiges Gefühl. Jetzt sitze ich in der Mietwohnung und betrachte den lieb gewonnenen Himmel aus dem Fenster und werde diese Aussicht vermissen - ich lasse mich nicht allzugerne umtopfen. Aber die Mietwohnung war nicht verkäuflich, wir haben gefragt. Bald müssen wir jetzt ans Renovieren und ich hoffe ich komme nicht gleich wieder auf den ersten Metern an meine körperlichen Grenzen - das hat sich nach Chemo leider nie normalisiert, der Leistungsakku ist grundsätzlich eher aufgebraucht, als die zu erledigende Aufgabe.
    Liebe @mohnblume79

    Ganz lieben Dank für Deine Zeilen. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich habe eigentlich schon seit einiger Zeit vor, hier weiter zu schreiben. Nur ist das alles zu grausam. Ich möchte keinen antun, das zu lesen.
    Am fünfzehnten Januar 2014 verlor ich das Bewusstsein, wurde im Krankenhaus in ein künstliches Koma gelegt und musste reanimiert werden. Ursache war eine verschleppte Lungenentzündung.
    Ich hatte lange Zeit die Hoffnung, in mein normales Leben zurück zu finden. Es kam aber zu einem kontinuierlichen Abbau meiner Kräfte, ganz abgesehen von einigen Zwischenfällen, die ich knapp überlebt habe.
    Ich werde dauerhaft beatmet. Durch die Trachealkanüle ist ein Sprechen nicht möglich. Das ist nur bei Spontanatmung möglich. Spontan atmen konnte ich mal bis zu zehn Stunden. Inzwischen fehlt mir die Kraft und inzwischen auch der Willen dazu. Was soll ich mich unnötig quälen, soll ich Selbstgespräche führen? Wozu das alles. Auf gut Deutsch, mein Lebenswillen geht immer mehr in den Keller.
    Ich habe seit der Rückkehr in meine ehemalige Wohnung mit etwa sechzig Pflegern zu tun gehabt. Hinzu kommen noch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Zähle ich die Kräfte aus den Krankenhäusern hinzu, so komme ich auf über 400. Ich muss mich immer wieder auf deren Eigenheiten einstellen.
    Die Verständigung mache ich schriftlich über den Laptop oder mittels Zettel. Erschwerend ist nur, das ich seit 2014 an einer Mehrfachsicht leide. Nur mit einer starken Brille kann ich das kaschieren.
    Ich freue mich darüber, das Du die Schlüssel für Deine Eigentumswohnung erhalten hast. Der Abschied von der Mietwohnung fällt schwer, zu viele Erinnerungen hängen daran. Ich bin und war auch ein standorttreues Pflänzchen. Für die anstehende Renovierung der Wohnung wünsche ich Dir die nötige Kraft. Übernimm Dich aber dabei nicht, auch wenn noch einiges an Arbeit ansteht.
    Ich habe übrigens auch noch eine schöne Zeit vor mir. Da der jetzigen Einrichtung die Pflegekräfte ausgegangen sind, werde ich in eine WG gekarrt. Ist doch nicht so schlimm, dort gibt es nette Kräfte.
    Weiter möchte ich das erst einmal nicht vertiefen. Es kotzt mich nur an, zumal ich mit Durchfall zu tun habe. Das dann in einer fremden Umgebung mit fremden Menschen.
    Soviel erst einmal von mir. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und würde mich darüber freuen, von Dir zu lesen.

    Mit lieben Grüßen.
    Wolfgang.

    HeikesFreundin schrieb:

    Ich wünsche euch (jenseits des Toilettenstuhles) eine ruhige und erholsame Nacht.


    Liebe Angie.
    Ich bin nach neunzehn Uhr in einen Tiefschlaf gefallen und erst wieder um 22:45 Uhr aufgewacht. Was den Toilettenstuhl betrifft, so darf ich den mindestens täglich zweimal benutzen. Ich kann nur hoffen, das meine Wäsche nicht eingesaut ist.
    Am Besten einen Schlauch in den Hintern, um das Wasser abzuleiten. Aller guten Dinge sind drei, ein Schlauch fehlt mir noch für ein erfülltes Dasein.

    Ich wünsche Dir ein Mützchen Schlaf. Ganz liebe Grüße.
    Wolle2.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Anhe“ () aus folgendem Grund: Zitat von Angie eingefügt und in Wolle on Air-Thread verschoben!

    Moin Moin

    RudiHH schrieb:

    Waschmaschinen leben länger mit Calgon"

    Wenn sie wöchentlich vier Wolldecken, zwei Laken, Leibwäsche und vollgeschissene Unterhosen waschen dürfen, sind sie glücklich. Ich frage mich nur, was ist zählebiger, meine Waschmaschine, oder ich. (Ironie aus).

    RudiHH schrieb:

    Kann mir mal einer das Licht aushauen hier?

    Ich würde Dir gern helfen, nur finde ich den Schalter nicht.

    Ich wünsche Dir einen guten Tag. Mit lieben Grüßen.
    Wolle2.

    Neu

    Hallo zusammen.

    Nun ist es klar, um siebzehn Uhr werde ich in eine mir unbekannte Einrichtung, sprich WG, gekarrt. Was mich dort erwartet, weiß ich nicht. Es interessiert mich auch nicht mehr. Sollte das endlich die Endstation sein, dann ist es so. Angst habe ich keine davor.

    Ein Gruß.
    Wolfgang.

    Neu

    Hallo Wolfgang, um 17.00 Uhr wird bei mir eine Kerze für dich brenne...sie soll dir virtuell leuchten....Hoffe sooo sehr für dich das dort Menschen sind die dich von Herzen willkommen heissen..Wer weiss vielleicht ist es doch so ganz andres als deine Traurigkeit grad ahnen lässt,sanne die dir alles wünscht was okay ist für dich!!!

    Neu

    Hallo Wolle gute Reise!
    Ich bin Traurig,
    Was soll ich sagen?

    Mist!!!!!
    Das ist es was mir einfällt.
    Mist das es nicht anders geht, besser. kannst du da auch im Internet sein?
    Ich würde mich freuen.
    Alles gute und danke für deine Hilfe!!!!!!!
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

    Neu

    Lieber @Wolle2,
    Ich drücke dir die Daumen, dass alles halbwegs stressfrei über die Bühne geht. Hoffentlich hast du dort eine bessere Betreuung. Und auch ich würde mich natürlich freuen, weiterhin etwas von dir lesen zu können.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)

    Neu

    Lieber Wolfgang,
    ich war ein paar Tage offline- der Blitz hat eingeschlagen. Ich warte immer noch auf das Austauschgerät , aber wenigstens geht das Mobilnetz wieder.
    Ich habe oft an Dich gedacht und war überrascht von deinem „Umzug“ zu lesen. Inzwischen müsstest Du dort angekommen sein. Ich wünsche mir dass es für dich ein „Besseres“ ist, wie auch immer das aussieht.
    Dicken Drücker
    Bella

    Neu

    Lieber @Wolle2 - ich wünsche Dir dass es gut erträglich ist wo Du bist und dass Du dort einen WLAN Anschluss hast damit Du Zugang zu allen gewohnten Menschen und Seiten hast.
    Dass Du wenig Kraft hast was Neues zu erleben kann ich nachvollziehen aber ich habe die Hoffnung dass es vielleicht sogar mal angenehmer für Dich wird!
    Alles Liebe und Gute

    Neu

    Lieber Wolle,

    ich verstehe Dich gut - Du möchtest in Deinem Zuhause bleiben, es sind Deine 4 Wände, in die Du all Deine Mühe, Liebe und Kraft gesteckt hast - und es ist wohl alles, was wirklich DEINS ist.

    Aber: Du bist dort schlecht versorgt worden, so schlecht, dass einem beim Lesen schon das Herz blutet. Und das DARF nicht sein!

    So wie Dein Post klingt (Du wirst da hin gekarrt) wurdest Du wieder nicht gefragt. Wenn es so ist, dann ist das ein unmögliches Verhalten der Verantwortlichen (Betreuer oder wer auch immer das veranlasst hat) ... Man hätte Dich fragen sollen, finde ich.

    Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es dort gut für Dich wird und dass Du nicht mehr so schrecklich um Selbstverständlichkeiten betteln musst. So was macht nämlich die stärkste Seele kaputt!

    Ich bete für Dich, dass Du es schaffst noch einmal Vertrauen aufzubauen und Dir selbst eine große Chance auf Besserung zuzugestehen - denn es kann auch GUT werden für Dich.

    Ganz fest drücke ich Dich virtuell und schicke Dir Kraft und Zuversicht!

    Und ich warte hier auf Dich!

    Neu

    Hallo Ihr Lieben.
    Vielen Dank für Eure lieben Zeilen. Seit heute habe ich Fernsehen und auch wieder Internet, nachdem ich die Zugangs - PN erfahren habe. Hier ist alles auf Improvisation ausgerichtet. Bemerkbar machen kann ich mich mit einer Hupe. Bisher hat es geklappt, das ich in absehbarer Zeit Hilfe bekam. Ich brauchte nur unbedingt Hilfe zum Inhalieren, weil meine Luftröhre mit zähem Schleim teilweise zugesetzt war und danach mehrfaches Absaugen.
    Nach dem Schichtwechsel setzte meine Pflegekraft den TV in Betrieb und besorgte mir die PN.
    Wie schon gesagt, ist hier vieles Improvisation. Gefährliche Stolperfallen habe ich mit Hilfe selbst noch entschärft. Wie ich mit den verbleibenden Einschränkungen zurechkomme, muss ich sehen. Im Moment bekomme ich ausreichend Luft, weil der Sauerstoff seit gestern Abend erhöht wurde.

    Mehr möchte ich Euch nicht antun, es wäre noch viel zu schreiben. Am nächsten Montag soll das hier beendet sein. Ich lasse mich überraschen. Ich bedanke mich ganz herzlich für Euren Zuspruch.
    Euer Wolfgang.

    Neu

    Danke dir Wolfgang das du dann bei allem auch noch die Zeit nutzt um uns zu schreiben...Bitte setz für dich das durch was dir annähernd zum "gut dich den Tag kommen"wichtig ist, versprochen!!!
    Improvisiert weshalb wenn ich fragen darf??Das ist doch eine Höllenanstrenung bis Montag dort und dann wieder heim bzw in so doch kurzer Zeit hin u her...ohje kann mir garnicht vorstellen..Wünsch dir jetzt die Pflegekräfte die nicht ihren Dienst "nur"abarbeiten, sondern sich freuen mit dir zusammen im Raum zu wohnen...zu leben,sanne

    Neu

    Hallo Wolle,
    das du bis jetzt überhaupt noch die Kraft hattest deinen Alltag zu bewältigen ist unglaublich und jetzt der Umzug in eine WG ? ich lese ja nicht jeden Tag hier, habe ich etwas verpasst ? Warum jetzt in eine WG.
    Hauptsache da sind sie jetzt nett zu Dir und helfen dir kompetent.
    Ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen, das es für dich in deinem Sinne weiter geht.
    Liebe Grüße Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , aber , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )

    Neu

    Bin froh von Dir zu lesen, allerdings entgeistert, dass Du jetzt für gerade mal 1 Woche die Strapazen auf Dich nehmen mußtest. Da hat man sich doch gerade mal erholt und dann alles wieder rückwärts.
    Immerhin die Technik ist installiert und Du kannst Dich melden, schön dass Du an uns gedacht hast!

    Neu

    Liebe @glaube39 , liebe @mohnblume79
    Der Umzug in eine WG ist darauf zurückzuführen, das die GIP kein Personal mehr hat. Die Verhältnisse in der WG kann ich nur anreißen. Am Tag macht eine Pflegekraft aus meiner Einrichtung Dienst, Nachts ist eine Pflegekraft aus der WG zuständig. Hier werden Kräfte eingesetzt, die monatlich nur drei Tage arbeiten.
    Die erste Nacht konnte ich mir noch selbst helfen. Ich hatte unter anderem mit heftigen Wadenkrämpfen tz tun. Erst am Morgen war meine Luftröhre zugesetzt, so das ich inhalieren musste.
    Ab 07:00 Uhr übernahm eine Pflegerin aus der Einrichtung meine Versorgung. Dadurch bekam ich auch Zugang zu einem Fernsehgerät und zum Passwort. Zur Nacht habe ich eine Kraft, die aus Spanien kommt. Sie spricht sehr gut deutsch, so das eine Verständigung problemlos möglich ist. Diesmal brauchte ich zur Nacht etwas mehr. Neben der Inhalation und dem Wechsel der Kompresse brauchte ich den Toilettenstuhl. Glücklicherweise hat meine Wäsche überlebt. Jetzt bin ich dabei, mein Abendbrot, eine Nudelsuppe, zu essen. Zwischendurch immer wieder absaugen von teilweise zähflüssigen Schleim.

    So, nun habe ich Euch genug mit meinen Problemen genervt. Belastend ist, wenn die Atmung soweit blockiert ist, das Ersticken droht und keine Hilfe kommt. Das habe ich inzwischen einmal durch.

    Liebe Grüße an alle Leser.
    Euer Wolfgang.

    Neu

    Lieber Wolfgang,
    Du nervst keinesfalls! Ich bin immer wieder aufs Neue erschüttert wenn ich von deinen Erlebnissen lese.it fehlen die Worte, um zu beschreiben was ich denke. Aber das tun? Ich wünsche mir, dass ich Dir irgendwie praktisch helfen kann, aber das geht ja nicht. Ich drück Dich mal feste und schicke wieder ein großes Kraftpaket an Dich.
    Liebe Grüße Bella

    Neu

    So Ihr Lieben.

    Nun ist endlich die Nacht vorbei. Neben mehrfachen Absaugen musste ich zum zweiten Mal in dieser Nacht den Toilettenstuhl benutzen. Diesmal ging es nicht so glimpflich ab. Neben der Vorlage und der Unterhose war auch die Unterlage verschmutzt und musste gewechselt werden.
    Zurzeit kämpfe ich damit, die Atmung zu erleichtern. Neben zähem Schleim beeinträchtigt Nebenluft in der Kanüle die Atmung.

    Soviel in Kürze von mir.
    Euer Wolfgang.

    Neu

    Hallo Wofgang
    Was soll ich sagen?
    Halte durch? Du schaffst das? Alles wird besser?
    Gelogen.
    Mir ist nicht klar wie du das durchhältst, wie du in dir drinnen wirklich damit klar kommst.
    Ich kann mir das nicht mal ansatzweise vorstellen, also Mund halten lieber nichts sagen?
    Machen das nicht schon zu viele?

    Ich möchte dir sagen das ich immer mitlese, selten einen hilfreichen Kommentar Posten kann, denn siehe oben.
    Aber solange du Kämpfst will ich dich unterstützen, ich Bete für dich für das was dir gut tut.
    Du bist für mich ein Beispiel von Mut und Durchhaltewillen, aber auch eine Mahnung nicht so zu jammern über mein Schicksal.
    Ich hoffe das du diese Ehrlichen Worte nicht als Böse auffasst, denn sie sind mit großen Respekt für deine Person gemeint.
    Hut ab und alles wirklich alles gute zu dir.
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

    Neu

    Hallo Rüdiger.

    Ich danke Dir vielmals für Deine lieben Worte. Warum sollte ich deswegen böse sein?
    Ich verfolge und bewundere Deinen Kampf um deine Liebe mit allen Höhen und Tiefen.
    Vielfach sind nur meine Daumen gedrückt, das Ihr weiterhin allem die Stirn bieten könnt.

    RudiHH schrieb:

    Halte durch? Du schaffst das? Alles wird besser?

    Ich danke Dir auch dafür, das Du von diesen Worthülsen keinen Gebrauch machst.
    Die liebe ich genauso wie die Phrase "Nu alles gutt" Hier kommt mir glatt das Essen hoch.
    Heute habe ich noch einen Wechsel der Trachealkanüle vor mir. Meine Brust ist mit Schleim durchtränkt, also alles normal (oder alles gutt, lach).

    Ich wünsche Deiner Lieben und dir einen guten Tag.
    Mit lieben Grüßen.
    Wolfgang.

    Neu

    Hallo Wolle,
    man so viel Mist auf einem Haufen.... dir gehört davon alles..... sorry aber so ist es doch....
    Ich kann mir eine WG in deiner Situation garnicht vorstellen, muss ich mir das wie ein kleines Pflegeheim vorstellen mit nur wenigen Pflegebedürftigen oder wie ein Hospiz das ist ja auch so oder ähnlich wie eine WG aufgebaut . Vor zwei Jahren hatte ich einen lieben Freund von Werner und mir im Hospiz mehrmals besucht, dort wohnten 6 Bewohner in Einzelzimmern. Was ich dort mit erlebt habe war sehr menschlich und Professionell. Unser Freund hatte 4 Jahre eine Autioimmunerkrankung die sich gegen seine Lunge gerichtet hatte, in seinem letzten Lebensjahr kam noch Lungenkrebs dazu. Kannst dir ja vorstellen wie beschixxxen es auch ihm ging. Er war wie du, hat trotz allem versucht seinen Humor zu behalten und seine Späße zu machen..... er sagte immer , so geht es mir besser als wenn ich zu meinem Mist auch noch schlechte Laune habe und verbreite.
    Deine Situation wird nicht besser, man kann nur dafür sorgen das du sie besser ertragen kannst, in dem man dich menschlich und vernünftig unterstützt.
    Lieber Wolfgang ich drücke dich und meine Daumen für dich .
    Liebe Grüße Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , aber , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )

    Neu

    Hallo Heike.

    Die WG, in der ich bin, hat ein Einzelzimmer. Tagsüber werde ich von Pflegekräften aus meiner Einrichtung versorgt, nachts von einer Pflegekraft, die bis zu vier Patienten versorgt. Ich kann mich nur mit einer Tröte bemerkbar machen, mit oder ohne Erfolg. Was bei Erfolglosigkeit passieren kann, möchte ich nicht vertiefen. Du kannst meine Lage mit der eines Wellensittichs vergleichen. Das Tierchen wird geboren, in einen Käfig gesperrt und gefüttert. Eines Tages fällt es von seiner Stange und liegt tot am Boden.
    Mit dem Unterschied, das ich früher anderes erlebt habe.
    Übrigens lassen mein Erinnerungsvermögen und meine Gedächtnisleistungen immer mehr nach. Möglicherweise ist das die Folge der zahlreichen Reanimationsversuche, die ich hinter mir habe.

    glaube39 schrieb:

    Deine Situation wird nicht besser, man kann nur dafür sorgen das du sie besser ertragen kannst, in dem man dich menschlich und vernünftig unterstützt.

    Tut mir Leid, aber das kannst Du getrost vergessen. Ich bin nur ein Stück Fleisch, das nach vorgeschriebenen Ritualen behandelt wird. Meinen Durchfall und meine Kratzer als Folge eines unerträglichen Juckreizes nimmt man bestenfalls zur Kenntnis. Ebenso, wie die Tatsache, das mein jetziges Pflegebett Durchliegewunden zur Folge hat.

    So, Wolfgang, jetzt hast Du genug gejammert. Fröhlich sein ist angesagt.
    Mit lieben Grüßen.
    Wolfgang.

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    Liebe Monika.

    Ich habe gerade eine Stunde Tiefschlaf hinter mir. Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen, einfach herrlich.
    Ich drücke die Daumen, das Du deine Zahnarztbehandlungen schnell und möglichst schmerzarm überstehst.
    Mehr kann ich leider nicht für Dich tun.

    Mit lieben Grüßen.
    Wolfgang.

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    Oh ne Wolle,
    wie schon zig mal erwähnt ..... wie schaffst du das nur...so weiter zu leben..... . es darf doch einfach nicht sein das ein Mensch sich fühlt so wie du es beschreibst. Du bist doch ein Mensch mit Gehirn und Gefühl.
    Du gibst bestimmt vielen hier ganz viel Kraft, weiter zu leben , zu kämpfen, positive zu denken.... denn was du mitmachen musst ist unbeschreiblich und in meinen Augen sehr traurig. Trotzdem schaffst du es anderen Mut zu machen und Hoffnung zu geben.
    Ich würde dir so gerne helfen , etwas gutes tun , aber was und wie.... auf die große Entfernung.
    Liebe Grüße Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , aber , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )

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    Wolfgangsee sind alle Worte fehl am Platz die dir sagen könnten was uns alle sprachlos macht....Wahnsinn ,verrückt,menschenunwürdig alles Zusammen und doch noch zu wenig für deinen ganzen sch......drum eine vorsichtige Umarmung vomier für dich...ein Eis mit Sahne und schwarzen Kaffe so viel du magst..bin sprachlos grad..und wie bitte schaffst du es auch hier immer wieder aufmunternde Worte zu schreiben....drück dich.....jetzt mal fester....sanne

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    Liebe Sanne.

    Vielleicht treffen wir uns mal am Wolfgangsee. Es ist eine reizvolle Gegend mit viel Tourismus.
    Gegebenenfalls kann man mich dort ersäufen, falls ich einigen auf den Keks gehen sollte (Ironie aus, Wolle, das darfst Du nicht einmal denken).
    Ich hatte heute Nachmittag Besuch von meiner Schwester, die ich abgöttisch liebe.
    Trotzdem kam es zu einigen Verstimmungen. Ich lasse mich ungern bevormunden.
    Wenn man dann noch zwei Hausbesuche mit Folgen (vollgeschissene Wäsche) hinter sich hat, ist man nicht mehr fröhlich. Zumal die Angelegenheit auch schmerzhaft ist.

    So, nun denken wir an Sommer, Sonne und Urlaub am Wolfgangsee.
    Mit extra lieben Grüßen.
    Wolfgang.

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    Guten Morgen,na wenn ich das damit ausgelöst hab das du vom Urlaub träumst und dich in gute Gedanken verlierst dann wars ein "guter"Versprecher...Guten Morgen nach eine rNacht die wie für dich war???
    Heut soll es abkühlen und da hoffe ich mal das es in deinem Zimmer auch jemanden gibt der zügig das Fenster schliesst und dir nicht erst nach 10x "hupen"zur Seite steht...Wünsche dir heut einen ,nein zwei drei Menschen an deiner Seite die sich freuen mit dir zusammen sein zu können...wirklich sehbar freuen und bin gespannt was du schreibst ,,,,glg sanne die die Tochter nun als Taxi Mama fahren muss...oder darf oder soll ,--))

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    Guten Morgen Wolfgang,
    ist doch normal das man mit dem, den man lieb hat auch mal aneinander gerät, eine andere Auffassung von etwas hat. Ich bin mir sicher das deine Schwester es immer nur gut meint. So wie ich es bei meinem Mann auch immer nur gut gemeint hatte, was ihm aber manchmal zuviel war.
    Auf jeden Fall freue ich mich mit Dir, das Du heute lieben Besuch bekommst.

    Als Ich bei Dir heute Morgen gelesen habe was @sanne geschrieben hatte musste ich doch Schmuzzeln, wenn unser Schreibprogramm selbstständig Worte einführt, kann es amüsant oder peinlich werden .... Sannes war niedlich Amüsant..... Wolfgangsee.... ich verbinde den Wolfgangsee auch mit vielem was schön ist.
    Liebe Grüße Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , aber , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )

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    Jetzt habt Ihr mich und meine mangelnden Geographiekenntnisse entlarvt, ich musste doch tatsächlich gucken, wo der Wolfgangsee liegt.

    Lieber Wolle, dann treffen wir uns wenigstens auf einen mentalen Urlaub dort. Zuviel Sonne mag ich aber gar nicht, sobald ein Buch alle ist, ist mir langweilig, ausserdem habe ich Sommersprossen und die Haut dahinter kennt nur Hellweiß, Dunkelweiß und Rot...

    Wir saufen gerade in Arbeit ab. Mein Mann hat eine neue Arbeit, der Umzug lauert, ich wechsle die Arbeit und ja klar, genau jetzt ziehen unsere besten Freunde auch noch um und brauchen uns zwingend, weil das zweite Kind in 2 Wochen ins Haus steht. Ich brauche einen 28 Stunden Tag und weniger Schlafbedürfnis.

    Heute ist es so super abgekühlt, ich bin total erleichtert, die 30°, die hier im Rhein-Main-Gebiet so vor sich hinstehen, fand ich mal wieder schwer erträglich.

    Neu

    Liebe Mohnblume.
    Man kann nicht alles kennen und wissen. Es ist nur wichtig zu wissen, wo man etwas finden kann.
    Außerdem sind Bildungslücken die Poren, durch die der Mensch geistig atmet.
    Diese Nacht war einfach herrlich. Ich brauchte den Toilettenstuhl, bin in Schleim fast ertrunken und konnte gar nicht so schnell zittern, wie ich gefroren habe.

    Die Standardfarbe meiner Haut ist leichenblass. Das ist aber wohl normal nach viereinhalb Jahren ohne Sonne.
    Die dreißig Grad waren auch mir zu viel. Zumal ich eine Zusatzheizung habe, die rund um die Uhr etwa 350 Watt verlangt und mich mit Wärme und Sauerstoff versorgt.

    Ich wünsche Dir und deinem Mann, das mit der neuen Arbeit alles wunschgemäß klappt und das der anstehende Umzug komplikationslos vonstatten geht. Mit einem 28 - Stundentag kann ich nicht dienen.
    Dein Schlafbedürfnis ist notwendig. Irgendwann holt sich der Körper sein Recht.

    Ich hatte fast ein viertel Jahr mit erhöhten Schlafbedarf zu tun. Der Grund war ein schlecht arbeitender Sauerstoffkonzentrator. Nach einem Austausch des Gerätes ging es mir wieder sichtlich besser und ich war wieder leistungsfähiger.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße.
    Wolfgang.

    Neu

    Wolle2 schrieb:

    Außerdem sind Bildungslücken die Poren, durch die der Mensch geistig atmet.


    Lieber Wolle was für ein wunderbarer Satz! Was hast Du denn eigentlich "vor allem" gemacht? Germanist? Lehrer? Uniprofessor? Du gehst so besonders mit Sprache um, dass mir ein ganzes Kopfkino von möglichen Berufen herumspukt.
    Heute bist Du dann eben Forenschriftsteller. Möchtest Du eine Visitenkarte mit der Bezeichnung?

    Nach der von Dir beschriebenen Nacht braucht es mehr als einen Kaffee, um die Nacht hinter sich zu lassen, möge sich das nicht zu oft wiederholen...

    Wir waren gestern im English Theatre in Frankfurt: Sherlock Holmes Hound of Baskerville. Manchmal sind die Klassiker das Beste!

    Unser Freund im Rollstuhl war dabei und im Theater waren sie große Klasse. Sehr zuvorkommend, nach der Vorstellung war sofort jemand da, der wieder den Aufzug aktiviert und uns begleitet hat. Nicht so in der Regionalbahn nach Frankfurt. Wider Erwarten wurde auf der Strecke ein nicht ebenerdiger Zug eingesetzt. Zugbegleiter (laut!): "So geht das nicht, Sie haben keine Voranmeldung, ich schwöre, wenn das nochmal passiert, lasse ich Sie genau hier stehen."
    Und alles, weil er eine elektrische Rampe mit Knopfdruck aus dem Fahrradabteil aus- und wieder einfahren mußte. Schlimmer finde ich, dass dann 15 Leute im Fahrradabteil Löcher in die Deckenplatten starren und so tun als kriegen sie sowas nicht mit. Kann da nicht mal jemand was sagen?!??
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