Metastasen / Rezidiv unter Antihormontherapie

    Metastasen / Rezidiv unter Antihormontherapie

    Ihr Lieben,

    weiß da eine was Zuverlässiges? Gibt es dazu belastbare Studien? @Jule66, vielleicht?

    Und zwar, ich hatte im After-Chemo-Thread ja geschrieben, dass bei einer Bekannten Fernmetastasen in einem Lymphknoten im Hals gefunden wurden. Sie war vor drei Jahren erkrankt, hormonpositiver Tumor. Chemo, Bestrahlung und seitdem Antihormontherapie.

    Sie sagte jetzt in einem Nebensatz, ihr sei immer bewusst gewesen, dass bei damals befallenen Lymphknoten das Risiko erhöht ist, trotz AHT neu zu erkranken oder Metastasen zu bekommen.

    Ist das so? Gibt es da einen Zusammenhang zu der Anzahl der befallenen Lymphknoten? Ich hatte ja auch einige, mir hat aber keiner der Ärzte jemals etwas derartiges gesagt. Jetzt mache ich mir natürlich Gedanken dazu...

    Wie wahrscheinlich ist es, trotz bzw während der AHT zu erkranken?
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe Belle,

    ja, natürlich kann auch unter AHT es zu einem Rezidiv, Metastasen oder einer Neuerkrankung kommen. Nur eben deutlich seltener als ohne AHT. Wie hoch das Risiko ist, hängt für eine Neuerkrankung davon ab, ob eine erbliche Genmutation vorliegt oder nicht. Das Risiko für ein Rezidiv und Metastasen ist abhängig von den Tumoreigenschaften und der Anzahl der befallenen Lymphknoten. AHT wirkt aber sowohl einer Neuerkrankung als auch Rezidiv und Metastasen entgegen, kann aber doch keineswegs komplett davor schützen. Wie hoch das Risiko ist, kann man berechnen. Den Link suche ich dir heute Abend heraus, wenn ich zu Hause bin.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Ich lese in einigen US Foren mit, dort verwenden viele Ärzte den Tool "Cancermath", allerdings ist das nix für HER2 neu positive Tumore, da die Therapieoption mit Herzeptin nicht berücksichtigt wird.
    Folgender Link kommt aus England: predict.nhs.uk/
    Weicht aber bei her2nei negativ nicht sehr von cancermath ab.
    Du musst dir nur gut überlegen, ob du das wissen willst. Ich habe ein Jahr gebraucht, um mir diese Tools anzusehen, immerhin muss man mit dem ergebnis umgehen können..
    Liebe Belle,

    ich habe doch schon einen Moment Zeit noch gefunden, um den Link herauszusuchen: predict.nhs.uk/predict_v2.0.html Wenn du dort deine Tumordaten und die Art der Behandlung eingibst, zeigt er dir dir die statistische Wahrscheinlichkeit für das Überleben an - einschließlich des Unterschiedes, ob man eine AHT macht oder nicht.
    ABER:
    1. Es sind nur Statistiken und ob man Glück hat oder nicht, steht da nicht.
    2. Der Test berücksichtigt nicht die Genetik des Tumors, die ja in letzter Zeit häufiger auch herangezogen wird, wenn es um das individuelle Risiko geht (z. B. Oncotype-Test usw.).

    Was aber deutlich wird: Mit konsequenter AHT kann man bei ER+-positiven Tumoren etwas tun, um die Chance zu verbessern zu überleben.

    Liebe Grüße
    Finja


    P.S.: Jetzt kam der Link während ich schriieb schon von Desir. Lasse meinen Beitrag jetzt trotzdem stehen. Mir wurde der Link einmal von einer Ärztin empfohlen.
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo,

    als " ungünstiger" Faktor für ein Rezidiv wird zum einen die Größe des Tumors, zum anderen die Rezeptoreigenschaften und die Anzahl befallener LK angegeben.
    Das sind Erfahrungswerte, sagen aber -wie immer- nichts über den Einzelnen aus.

    Auch ich strafe die Statistik lügen, mein Tumor war zwar eher klein (1,9) , hatte aber 4 LK befallen und war Rezeptorlos.
    Schlechte Voraussetzungen...

    Auch kenne ich eine Frau, sie ist auch hier im Forum (Felix67) , die hatte TN und 17 befallene LK. Der gehts seit Jahren gut- da sie die OP vor der Chemo hatte, weiß sie nicht mal, wie diese gewirkt hat, aber anscheindend gut.
    Ach ja, gegen die schlaf. Tumorzellen nahm sie anschließend OSTAC ein, ein orales Bisphosphonat.

    Letztendlich gehört immer auch Glück dazu und wie die Therapien jeweils wirken.

    Wirkt die Chemo sehr gut, werden Faktoren wie befallene LK anscheindend außer Kraft gesetzt.
    Ähnlich wird sich das auch mit der AHT verhalten.

    Die Links schaue ich mir später an.

    @die Belle

    Bei Dir würde man vermutlich von "Hochrisikogruppe" sprechen, der eine eher 10 jährige AHT empfohlen wird.
    Denn es gibt tatsächlich nach 5 Jahren bei dem Tumortyp noch mal einen Anstieg der Rezidive, vermutlich weil dann in der Regel die AHT wegfällt.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Ihr Lieben,

    Danke für Eure Links - die ich aber glaub ich nicht anklicken werde. @Finja, mir ist schon klar, dass man auch unter AHT neu erkranken kann. Die Korrelation zu den Lymphknoten war mir indes nicht klar und hatte mir so auch niemand gesagt.


    @Jule66, ja, ich bekomme 10 Jahre Tam. Das erste Jahr ist rum. Und ich hatte ja auch Herceptin für ein Jahr. Ich hoffe einfach mal, dass ich zu diesem medizinischen Zeitpunkt bestmöglich geschützt bin/war.
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe @die Belle,

    ja, auch die Anzahl der befallenen Lymphknoten spielt leider mit eine Rolle für das Metastasenrisiko. Doch es ist EIN Kriterium von mehreren. Und die Beispiele, von denen @Jule66 schrieb, zeigen sehr schön, dass es auch damit gut sein kann, alt zu werden.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Als ich operiert wurde und man den Wächterlymphknoten suchte um zu schauen ob er befallen ist um dann während der OP zu reagieren wurde ich gefragt, ob ich mir dann die Lymphknoten entfernenlassen würde. Ich habe damals mit inbrünstiger Überzeugung Nein gesagt und sehr für Verwunderung gesorgt. Zum Glück war das nicht nötig. Aber dadurch hatte ich Gespräche abgestossen. Ich hatte damals viel gelesen und Hinweise darauf gefunden, dass man den Lymphknoten nicht mehr so viel Bedeutung beimisst und teilweise von einer Entfernung absieht, weil das nicht die gewünschten Erfolge gebracht hat. Der Onkologe bei dem ich die Chemo gemacht habe und der 2. den ich mir angeschaut hatte, sprachen auch mit mir darüber, weil dies wohl gerade Thema eines Kongresses in den USA gewesen war. Das war etwa im Januar 2015 - also schon wieder eine Weile her. Seitdem habe ich mich darum nicht mehr gekümmert. Ich habe nach der OPERATION einen Endopredicttest gemacht, weil ich eigentlich keine Chemo wollte. Dieser hatte ein hohes Rückfallrisiko vorausgesagt. Deshalb hatte ich mich dann doch für die Chemo ebtschieden. Damit stieg statistisch der Wert dass ich gesund bleibe auf 94%. Leider sagt mir die Statistik nicht, ob ich zu den 94 von 100 Frauen gehöre die gesund sind oder zu den 6 von 100 Frauen, die erneut erkranken. Ich habe über den Test bis gerade nicht mehr nachgedacht. Letztendlich ist es für mich nicht relevant. Ich tue das was ich kann um gesund zu bleiben. Mehr habe ich nicht in der Hand. Die Statistik hat z.B. auch meine 76 und 80 Jahre alten Tanten - die jeweils in diesem Alter erkrankten bzw. wieder erkrankten erfasst. Wenn ich so alt werde - na wunderbar! Aber diese beiden Frauen sind eben auch mit drin. Ich kann mir die Statistik schön reden oder mir Angst machen lassen. Helfen tut mir beides nicht. Deshalb halte ich es wie Du und schaue mir die Links nicht an. Was die Lymphknoten betrifft und die Auswirkung befallener Lymphknoten scheint die Wissenschaft sich nicht einig zu sein. Krebs ist nicht in den Griff zu bekommen. Man tut alles was möglich ist, aber Sicherheit gibt es nie. Meine Angst ist da, und sie ist sicher grösser als die Angst von jemandem der noch nicht erkrankt ist. Manchmal wird sie übermächtig, manchmal vergesse ich dass ich mal so schwer krank war.
    Liebe Belle - ich wünsche mir, dass Dich die Info über die Auswirkung befallener Lymphknoten nicht zu sehr beunruhigt und Dir Zeit und Lebensfreude stiehlt. Du tust und hast alles Dir mögliche getan um gesund zu bleiben. Jetzt kannst Du nur vertrauen, dass es gut bleibt.
    Alles Liebe und gute
    Resi
    Hier kommt dann mal ein Negativbeispiel. Wer es nicht wissen möchte, dann besser nicht lesen.

    ED 11/2011 mit 41 Jahre. Pt1c , M 0, L0 , hormonpositiv 12/12.
    also kleiner Tumor, keine lymphknoten befallen. Laut Ärzte höre ich davon nie wieder was. Chance gesund zu bleiben mit AHT lagen bei 96%
    Leider bekam ich 2014 trotz Tamoxifen Knochenmetastasen.
    Die ganze Statistik nutzt also im Einzelfall gar nichts. Ihr müsst es auf euch zu kommen lassen. Manchmal funktioniert es eben nicht. Egal was man tut. Es ist müßig darüber eine Erklärung zu suchen. Man findet immer Beispiele wie mich und auch 96 andere.
    Auch ich bin leider ein Negativbeispiel.

    ED wie Freundchen 11/2011, G3 Tumor, 1LK sentinel befallen, Ablatio. Ich wurde zuerst operiert. Danach war ich für die Ärzte bereits geheilt, aber aufgrund des Alters und des einen LK empfehlen sie eine Chemo. Also habe ich die Chemo gemacht. Keine Bestrahlung. Danach Tamoxifen. Letztes Jahr im November dann die Metastasen. Ärztin: die brauchen dann Tam nicht mehr nehmen. Es wirkt ja bei ihnen nicht.
    LG Tipi
    Das Leben ist schön!
    @Freundchen70 und @Tipi, ich lese manchmal in Eurem Strang und es tut mir sehr leid, dass sich der Krebs einen Weg zurück gesucht hat. Wenn ich aber nichts durcheinander bringe, dann seid ihr beide gut eingestellt und die Metastasen in Schach gehalten, oder? Zumindest wünsche ich Euch das.

    Der einzige Vorteil dieser Krankheit ist, dass sehr viele betroffen sind und für die Pharmaindustrie hier Geld zu machen ist. Es passiert so viel in dem Feld der Therapien. Das macht durchaus immer wieder Mut und Hoffnung.

    Liebe @RESI und auch liebe @Finja, nein, keine Sorge, ich mach mich nicht verrückt. Aber dieses mulmige Gefühl bleibt. Vielleicht liegt es aktuell auch gerade an den zwei Fällen in meinem Freundes-/Bekanntenkreis und dass bei mir Mitte Juni die nächste Nachsorgerunde ist.

    Im Großen und Ganzen haben wir es einfach nicht in der Hand. Und in eine Statistik hab ich vor der Erkrankung schon nicht gepasst. Ich hab alles getan, was ich tun konnte und unterstütze mein Immunsystem jetzt so gut es geht. Mehr geht dann einfach nicht. Grundsätzlich hab ich schon vor, alt zu werden!

    Aber wahrscheinlich werde ich jetzt doch nochmal, auch angeregt durch Deinen Thread, Finja, die Wirksamkeit von Tamoxifen bei mir messen lassen. Dann hab ich zumindest Gewissheit, dass die Tabletten zumindest ihren Dienst tun.
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe @die Belle ,

    Ich nehme jetzt Letrozol, nachdem beim Test heraus kam, dass ich postmenopausal bin - mit 45, nett. Aber ich habe auch seit 2012 keine Menstruation mehr. Zusätzlich nehme ich Ibrance. Oh, und danke für die lieben Wünsche. Dir drücke ich natürlich für alles ganz feste die Daumen.

    LG Tipi
    Das Leben ist schön!
    Liebe Freundchen, liebe Tipi,

    ja, Statistiken können nicht voraussagen, wo man indicividuell steht und trotzdem ist mir wichtig, sie zu kennen. Und auch wenn man sich informiert und um die beste Behandlung bemüht und man dadurch das Risiko weiter senken kann, bleibt ein Anteil, den leider bisher noch niemand beeinflussen kann und wo man nur auf sich zukommen lassen kann, was dies für den eigenen Erkrankungsverlauf bedeuten wird.

    Freundchen, dir wünsche ich, dass du in Frankfurt gute Unterstützung erfährst und sie die neuen Metas wegoperieren können und diese auch weg bleiben.
    Tipi, schön, dass es dir gut geht und ich wünsche dir, dass das ganz lange so bleibt.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo zusammen,

    Auch ich bin leider ein Negativbeispiel.

    ED war 1/2010, Tumor ca. 4 cm, hormonpositive Rezeptoren, keine Metastasen.
    Da ich zu dem Zeitpunkt erst 35 war, bekam ich Tamoxifen und alle 3 Monate GnRH-Analoga.

    Dann trotz AHT Lokalrezidiv 3/2013, wieder keine Metastasen und Gentest negativ.
    Vorsorglich habe ich mir dann auch die Eierstöcke entfernen lassen.
    Danach Exemestan bis 3/2017 mit wahnsinnigen Nebenwirkungen unter denen ich sehr gelitten habe.

    Und dann trotz jahrelanger AHT dieses Jahr ein neuer grosser Tumor an der Brustwand/Rippe, diesmal mit grossflächiger Metastasierung der Lymphknoten in Schultern und Hals.

    Dementsprechend gebe ich überhaupt nichts auf Statistiken und Prozente, da ich sowieso überall rausgefallen bin.
    Deswegen immer nach vorne sehen und versuchen, sich nicht von Zahlen und Statistiken bekloppt machen zu lassen.

    Und ich bin wirklich unglaublich froh, dass ich euch in diesem Forum gefunden habe und merke, dass ich nicht allein bin!!!
    DANKE!!!

    Liebe Grüsse, Steffi
    Liebe Hundertreich,
    das ist ja eine ganz schön lange Geschichte mit dem Krebs, das tut mir sehr leid.
    Du hattest bei deiner ED neoadjuvante Chemo, darf ich fragen ob du eine pathologische Komplettremission hattest?
    Viele Grüße und alles erdenklich Gute!
    Liebe Desir77,

    ja, nach der neoadjuvanten FEC-Chemo 2010 hatte ich eine pathologische Komplettremission.

    Trotzdem noch eine brusterhaltende OP und vorsichtshalber noch 28 Bestrahlungen.

    Auch nach dem Lokalrezidiv 2013 gab es nach der Ablatio und anschliessender Chemo mit TC eine Komplettremission.

    Die Chance hab ich jetzt leider nicht mehr. Ich hin aber trotz allem guter Hoffnung, dass ich ich so schnell nicht geschlagen gebe .

    Liebe Grüße und eine gute Nacht!
    Steffi
    Hallo Hundertreich,

    zunächst wollte ich dir alles erdenklich Gute wünschen und hoffe, dass die neue Therapie dem Krebs ordentlich einen mitgibt...
    Dennoch würde mich interessieren, wie eine Komplettremission festgestellt werden konnte, wenn du bei deiner zweiten Behandlung zuerst eine Op und dann erst eine Chemo hattest.
    Es erschreckt mich zu lesen, dass du trotz eines so guten Ansprechens auf die Chemo nun mit so einem Mist kämpfen musst. Dennoch finde ich deinen Kampfesgeist beeindruckend und ich wünsche dir für die Zukunft das Allerbeste.
    LG
    Hallo,

    ich möchte an dieser Stelle mal die triple negativen beruhigen:
    Eine PCR hat bei hormonpositiven Tumoren nicht den gleichen Stellenwert wie bei den TN oder Her2 positive ohne Hormonrezeptoren !

    Zum einen überrascht es mich, dass bei einem hormonpositiven Tumor 2010 eine neoadjuvante Chemo gemacht wurde- 2010 steckte vieles von dem, was heute selbstverständlich ist, noch in den Kinderschuhen.
    Auch ich habe 2009 als TN die Chemo nur deshalb neoadjuvant bekommen, weil der Tumor sehr nah an der BW saß- man wollte ihn (1,9cm) so verkleinern, dass man gut BE operieren konnte. Aber- ich wollte die Mastektomie.

    Man könnte bei Steffi vermuten, dass der Tumor recht groß war und man ihn verkleinern wollte, um BE operieren zu können.
    Eine PCR ist bei hormonpositiven Tumoren eher selten, aber nicht unmöglich.
    Nur hat sie eben nicht eine excellente Prognose daraufhin, denn diese Tumore werden hormonell "getriggert", was bei den TN nicht der Fall ist.

    Es tut mir sehr leid @Hundertreich, dass Du wieder mit diesem Mist zu kämpfen hast und ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo zusammen,

    erst einmal ganz lieben Dank für Euren Zuspruch, das tut wirklich gut!

    Bei mir war es 2010 genau wie bei Dir, Jule - der Tumor war recht gross und sass direkt unter der Brustwand. Ohne die neoadjuvante Chemo wäre die Brust nicht zu retten gewesen.

    Damals war ich froh über die Möglichkeit die Brust behalten zu können, zumal ich keinerlei Metastasen hatte, Sentinel etc. war frei.

    Jetzt im Nachhinein wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, die Brust direkt abzunehmen, aber da die Chemo ja so gut funktioniert hat, war das 2010 kein Thema.

    Und in allen CT's mit Kontrastmitteln war nichts mehr zu sehen. Auch 2013 nach der Ablatio mit anschließender Chemo nicht.

    Na ja, hinterher ist man immer schlauer. Trotzdem war es für mich der richtige Weg, es hat sich richtig angefühlt und war irgendwie auch plausibel.
    Nun kann ich sowieso nichts mehr ändern und ich habe mir abgewöhnt mit der Vergangenheit zu hadern. Wenn und was wäre gewesen bringt mich auch nicht mehr weiter und zieht mich nur runter. Immer nach vorne schauen ist mein Mantra .

    Liebe Grüße, steffi
    Liebe Steffi,

    es tut mir sehr leid, dass Dich der Mist immer wieder getroffen hat, aktuell machst Du mir aber auch Mut, da Ironie des Schicksals (?), ich gerade von meinem eigenen Thread eingeholt werde.

    Man hat Knochenmetastasen bei mir gefunden. Nicht nur das ganze Rest, sondern auch das Tamoxifen scheinen bei mir also nicht zu wirken.
    Liebe Grüße, Belle
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    Beitrag von „enib“ ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    Jetzt getraue ich mich als Forumsneuling bei Euch zu schreiben.

    Tamoxifen wirkt bei mir auch nicht, ich nehme es jetzt 1 1/2 Jahre und es sind wieder LK - Metastasen in der Achsel und am Hals da. (2009 hormonpositiv, Ablatio, 2017 LK und eine 2 cm große Metastase in der Achsel, jetzt wieder Achsel und Hals)

    Durch Tamoxifen ging mein Östrogenspiegel in utopische Höhen (950 pg/ml), für mein Alter(50) nun wird vermutet, dass Tamoxifen der Übeltäter ist, außerdem habe ich seit Okt. eine Frozen Shoulder, und auch da könnte Tamoxifen der Auslöser sein, meinte der Oberarzt von Großhadern. Seit gut einer Woche nehme ich kein Tamoxifen mehr, habe auf einmal Hitzewallungen hin und wieder und meine rechte Schulter ist wieder beweglicher und ich habe wesentlich weniger Schmerzen, ich brauche im Moment keine Opiate mehr. Gut, das wird sich wieder ändern, am Dienstag liege ich wieder auf dem OP und dann sehen wir weiter was da als AHT kommt.

    Liebe Grüße
    Christine
    Hallo Pastorale
    Herzlich Willkommen hier im Forum.
    Ich lese auch viel hier mit und bin froh um jeden Tipp und Ratschlag.
    Hast schon einiges durchgemacht und ich wünsche dir dass die neue Antihormontherapie besser wirkt. Hattest du bei deiner Erstdiagnose auch Tamoxifen ?
    Ich wohne auch bei Friedberg .
    Liebe Grüsse
    Moni
    Hallo Moni,
    Friedberg in Bayern oder Hessen?
    Nein, 2009 habe ich kein Tam genommen, ich habe einen anderen Weg versucht. Allerdings hatte ich kurz nach der OP einen vergrößerten LK, der im Laufe der Jahre immer größer wurde, ich habe um eine Biopsie gebettelt, jedoch wurde ich nicht erhört, erst 2016 als schon Nerven mit der Metastase verwachsen waren. Jetzt ist da ein Loch in meiner Achsel und ich habe sehr mit Nervenschmerzen zu kämpfen. Diesmal werden die Nerven in Ruhe gelassen, damit der Arm nicht noch mehr darunter leidet. Die Bestrahlung darf diesmal den Rest zusammenbrutzeln. Am Hals, Schlüsselbein werden wir sehen.
    Liebe Grüße
    Christine
    Hallo @Pastorale,

    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Runde.
    Es tut mir leid, dass du mit starken Nervenschäden zu kämpfen hast.
    Ich habe auch ein Rezidiv in der Achsel, nach 11 Jahren, in denen ich glaubte geheilt zu sein.
    Bei der durchgeführten OP wurde der Tumor leider nicht aufgefunden und befindet sich immer noch dort. Schmerzen habe ich keine jedoch hat sich ein starkes Lymphödem entwickelt.
    Leider wurden beim Staging Metastasen in der Leber und Knochen festgestellt, sodass der Tumor nicht mehr entfernt. wird.
    Ich wünsche dir einen regen Austausch und viele Infos, die dich unterstützen.

    LG Johanna.
    Ganz lieben Dank für die Begrüßungen ihr Leidensgenossinnen, lt. Pet -CT habe ich nichts in den Organen und Knochen, aber die verdächtigen Knoten am Hals und Schlüsselbein wurden auf mein rumbohren im Ultraschall als sehr auffällig beurteilt. Ich lasse nicht mehr locker, nochmals passiert mir das nicht mehr, nachdem ich 5 Jahre gewartet habe.
    Durch die Schulterproblematik habe ich auch sehr starke Rückschmerzen, mal sehen was da noch kommt.

    Ich fühle mich in Großhadern sehr gut aufgehoben, die wissen eigentlich gleich was Sache ist, ganz im Gegensatz zu Augsburg.

    @Moni vielleicht treffen wir uns mal, wenn Du gleich um die Ecke wohnst.

    Freu mich auf Euren Austausch, wenn meine Therapie steht.
    Alles Liebe
    Christine
    Nun habe ich meine OP hinter mir, war nicht so dramatisch und es geht mir gut, jedoch ist wurden nur 2 oder 3 Lymphknoten in der Achsel mit einem Nerven- und Blutgefäßewulst entfernt. Das ging nur weil ich sehr schmal bin. Klar tut es weh, aber die Nervenschmerzen sind schlimmer.Es wurde über die Achsel zum Schlüsselbein und Brustbein geöffnet und es ist alles voll mit verdächtigen Lymphknoten. Tja, das Zeugs wächst und wächst. Operieren ist da nicht mehr drin. Das histolog. Ergebnis habe ich noch nicht, erst nächsten Freitag.
    Jetzt werde ich ohne Chemo nicht rumkommen, Bestrahlung alleine und AHT werden das nicht mehr ausrichten können,
    Gibt es denn Untersuchungen, welche AHT auf den Tumor ansprechen?
    Ich versteh auch nicht, warum im PET so wenig angezeigt wurde, die LK sind teilweise schon über 1 cm groß.
    Meine Kinder nehmen die neue Diagnose ganz gut auf, wir sind ein gutes Team, mein Mann ist noch recht überfordert.
    Meine Gedanken drehen sich auch um meine Tiere, was mach ich mit denen wenn es mir recht schlecht geht und ich das alles nicht mehr schaffe. Die üblichen Gedanken halt. Ich bin total fit, ich versteh das ganze irgendwie nicht.
    Liebe Grüße an alle
    Christine
    Hallo @Pastorale,

    kann dich gut verstehen! War bei mir auch so. Es wurde auch viel zu spät erkannt, trotz das ich damit rechtzeitig beim Arzt war. Bei mir war im Knochenzinti auch nix zu sehen. Später im CT dann doch! Ich bekomme jetzt alle 6 Monate ein CT.

    Kann dich ich hoffentlich etwas beruhigen, denn es gibt schon viele gute Therapieansätze! Ich mache mir auch ständig Sorgen, was ist wenn die Medis nicht mehr wirken!

    LG pätzi
    Ich danke Euch fürs Mutmachen.
    @Siena was machst Du für eine Chemo, wenn ich fragen darf.

    Da ich noch nie eine Chemo hatte, war der Vorabplan von Dr. Kahlert eine EC, da sie am wenigsten Organschädigend ist um die Spitzen zu kappen und sich alle Wege offen zu halten, dann Bestrahlung, dann AHT und GnRA Analog, dann in ca. 1em Jahr Eierstöcke raus um die NW zu reduzieren.

    Hat noch einer so einen Behandlungsplan?

    Natürlich fällt die Entscheidung erst, wenn die Histo steht.

    Meine Tochter und ich haben mal schon 2 schicke Tücher, Mützen in Großhadern gekauft und lustige, schicke Selfies im Park gemacht. Bei sehen die Tücher viel schicker aus und nach der Chemo zwackt sie mir die bestimmt ab.

    Alles Liebe
    Christine

    Pastorale schrieb:

    Da ich noch nie eine Chemo hatte, war der Vorabplan von Dr. Kahlert eine EC, da sie am wenigsten Organschädigend ist um die Spitzen zu kappen und sich alle Wege offen zu halten, dann Bestrahlung, dann AHT und GnRA Analog, dann in ca. 1em Jahr Eierstöcke raus um die NW zu reduzieren.


    Liebe @Pastorale,
    puh, von so einem Plan habe ich noch nie gehört und finde ihn auch etwas seltsam.
    Gerade EC gilt als herzschädigend, so dass man dieses Medikament nur bis zu einer Gesamtdosis geben darf- wer es also bei Erstdiagnose bekam, bekommt es danach nicht mehr, wenn sich unglücklicherweise Metastasen gebildet haben.
    Dazu kommt folgendes: diese Einmalgabe hat nur zur Folge, dass einige Tumorzellen zerstört werden- die übrigen (und da bleiben ja viele übrig) werden sich munter weiter teilen und unter Umständen viel resistenter daraus hervorgehen.
    Das würde ich unbedingt in einer Zweitmeinung diskutieren wollen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule,
    ganz herzlichen Danke der Nachfrage das ist ganz lieb und tröstlich. Irgendwie war das gestern ein saublöder Termin.
    Tumorboard hatte ich nur mündlich. Die empfahlen nur Bestrahlung und AHT und Analog... und dann halt wenns nicht anschlägt Langzeitchemo.
    Der Arzt meinte unbedingt Chemo EC, Bestrahlung und dann Taxane …, dann AHT mit Lezetol und Anlog ..
    (Sorry, bin noch nicht so bewandert mit den Namen)
    Befund:
    5 von 6 Lymphknoten (max. 1,1 cm) in der Achsel, ausgedehnte Infiltrate einer epithelialen Neoplasie. In 10 Gesichtsfelder von 25 Nachweis von 32 Mitosen.

    Subcliviculär:
    3 kleine 0,3 cm Lymphknotenmetasen

    Immunhistologisch:
    kräftige zytoplamatische Positität für CK 7 und durchgehende kräftige nukleare Positivität für GATA3, schwache Kompression von CK20.
    ER 80%
    PR 80%
    Her-2 5%
    das sehe ich mal positiv.

    Lymphknotenmetastasen durch ein wenig differenziertes solide wachsendes Karzinom, mit zum Teil ausgedehntem kapselüberschreitendem Wachstum.

    Luminal Typ und KI67 wurden nicht mitbestimmt - warum verstehe ich nicht ganz, hatte deswegen auch eine Diskussion mit dem Arzt.

    So, das ist die Kurzfassung.

    Alles Liebe und gaanz lieben Dank
    Christine

    PS: Ich habe mich gar nicht getraut des Zeugs zu schreiben, es muss sich bei mir auch gerade setzen.
    Mein Onkologe rät auch zu diesem Chemoschema, und er zieht noch eine Hämatologen, Onkologen dazu.
    @Pastorale, sehe ich das richtig, dass das Dein 2. Rezidiv ist und Du bisher keine Chemo hattest? Das vorherige Rezidiv hatte immerhin einen Ki67 von 40%!!!

    Auch jetzt finden sich viele Mitosen pro Gesichtsfeld, das spricht für einen hohen Ki67 (alles über 25-30% gilt als "hoch")

    Da müsste jetzt mal eine "richtige" Chemo her, die bei einem hohen Ki67 auch gut wirken könnte. Bei einem so hohen Ki67 sieht es nach lumB aus- den Ki67 würde ich aber bestimmt haben wollen.

    Die zur Zeit gängige Chemo lautet: 4 mal EC (bei einem hohen Ki67 mit 2 wöchigem Abstand) gefolgt von 12 mal Paclitaxel. Evtl. kann man Carboplatin dazu nehmen.

    Bist Du eigentlich in einem zertifizierten Brustzentrum? Aus welcher Gegend kommst Du? Irgendwie habe ich das Gefühl, Du müsstest eine Zweitmeinung einholen!

    Es gibt doch eine Studie, in der Ibrance neben der Chemo läuft- das scheint mir sehr passend für dich- ich guck mal nach, wie die heisst.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Jule,
    tausend Dank.
    Ja, ich bin immer in einem zertifiziertem Brustzentrum. 2 x Klinikum Augsburg und nun München Großhadern.
    Beim Rezidiv 2017 gab es keine Tumorkonferenz, (da ich wegen meinen Tieren über Weihnachten im KH war)
    Jetzt saß Prof. Harbeck in der Tumorkonferenz mit dabei.
    Alles Liebe
    Christine
    Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, denn die haben eine sehr große "Rangordnungshackerei" in dem Team.

    Vielleicht solltest Du noch wissen, dass diesmal viele Metastasen nicht mehr operiert werden konnten, da sie zu nahe an Blutgefäßen und Nerven sitzen, ebenso dass sie schon am Brustbein entlang wachsen.