Schlafstörungen

    Schlafstörungen

    Hallo zusammen,

    seit ich vor einem knappen Jahr meine Diagnose bekommen habe, leide ich, wie ja viele von euch, an mehr oder minder heftigen Schlafstörungen. Anfangs bedingt durch das unausbleibliche Grübeln und später vermutlich durch Tamoxifen bzw. die dadurch eingeleiteten Wechseljahre. Inzwischen ist es so heftig, dass ich zum Teil im Stundenrhytmus munter werde, mich herumdrehe und mehr oder minder schnell wieder einschlafe, aber ohne, dass ich großartig über irgendetwas nachdenke oder so.. Also, ich schlafe zwar schnell ein, habe aber Durchschlafprobleme. War heute bei meiner Hausärztin, um mir ein schulmedizinisches Mittelchen verschreiben zu lassen, das es mir zumindest einmal in der Woche (mehr will ich die Tabletten eigentlich nicht wirklich nehmen) erlaubt, etwas mehr als meine 1 - 3 Stunden am Stück zu schlafen. Lange Rede - lurzer Sinn: Habt ihr Mittel und Wege gefunden, solche Störungen einzugrenzen oder sogar in den Griff zu bekommen? Pflanzlich, homöopathisch, innerlich, äußerlich.... ich bin für jeden hilfreichen Gedanken offen.

    Vielen lieben Dank schon mal für eure Antworten sagt das
    Bäumchen
    Hallo Bäumchen,

    Schlafen ist gleich dreifach wichig: Allgemein zur Regeneration. Weil Schlafmangel sich ungünstig auswirken kann bei Krebserkrankungen. Und weil Tamoxifen nur wirken kann, wenn ausreichend Melatonin gebildet wird, wofür es richtig dunkel sein muss. Daher ist schon gut, dass du auf der Suche bist, was dir helfen kann wieder ausreichend zu schlafen.

    Hast du schon ausprobiert abend eine kleine Runde spazieren zu gehen? Oder einen angenehmen Tee, vielleicht einen, der beruhigend wirkt (z. B einen, der auch Lavendel enthält wie der Tee "Eine Mütze voll Schlaf" von Sonnentor)? Frischer Koriander, z. B. an einer leichten Gemüsesuppe abends, macht ebenfalls müde. Oder probiere einmal, abends etwas Magnesium zu nehmen. Etwas, was mir gut hilft, aber erst erlernt werden muss und damit mittelfristig Wirkung zeigen könnte, ist Autogenes Training. Das nutze ich für sehr vieles sehr gern. Das sind so die Dinge, die mir helfen. Schlaftabletten möchte ich nicht.

    Ich wünsche dir, dass du etwas für dich findest, was dir gut tut.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

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    Ich kenne das leider auch...
    Morgens, wenn ich aufstehen muss bin ich ausreichend müde. Rituale helfen. Eine bestimmte Musik. Ich habe auch schon mal versucht lange wach zu bleiben - förmlich bis ich umfalle. Oder ganz früh wenn ich wach werde auf zu stehen und auf zu bleiben. Ich überlege ein Schlaflabor anzusprechen. Ich schnarche auch seit der Chemo und die Schleimhöute sind sehr trocken. Dadurch werde ich auch oft wach. Meditation, autogenes Training soll ebenfalls helfen - ich kann es nur nicht mehr.
    Schreib doch bitte von Deinen Versuchen und Erfolgen!
    Medikamente (ein Schlafmittel - Zolpidem und ein Psychopharmakum, das ich 'auf der Bettkante" nehmen sollte (Valdoxan)) möchte ich nicht nehmen.
    LG
    Resi
    Vielen lieben Dank ihr beiden. Das ist es ja, ich will die Tabletten eben auch nur im Notfall nehmen, damit ich wenigstens einmal in der Woche schlafen kann.

    @Finja - das wusste ich nicht, dass Tam viel Melatonin braucht. Danke für den wertvollen Hinweis. Spaziergänge lege ich immer wieder ein, nur nicht direkt vorm Schlafen gehen. In der Zeit, in der ich richtig lange munter gelegen habe, habe ich mich mit Schlafmeditation "gerettet". Das hat nach ner Weile gut funktioniert, weil ich dadurch vom Grübeln abgehalten wurde. Aber jetzt sind es ja eher kurze Unterbrechnungen im Vergleich zu vorher. Ehe ich da den MP3-Player gezückt und die richtige Meditation gefunden habe, schlafe ich dann vermutlich schon wieder. Autogenes Training steht bei mir unabhängig vom Schlafen auf dem Plan, dass ich mir das aneigenen möchte.

    @RESI - ich hatte zwar keine Chemo, aber mein Schnarchen hat sich, laut meinem Mann, auch extrem verstärkt. Keine Ahnung, warum... Ist aber bestimmt auch ein Hinderungsgrund mit, für´s Durchschlafen.

    LG Bäumchen
    Liebes Bäumchen,

    schnarchst du "nur" oder hast du beim Schnarchen auch Atemaussetzer? Dann hättest du eine Schlafapnoe. Das könnte auch ein Grund sein, warum du oft aufwachst und dann wäre ein Schlaflabor angebracht, um ein Atemgerät für die Nacht anzupassen. Ein paar Mal wach werden pro Nacht ist übrigens normal, solange man gleich wieder einschläft.

    Zum Zusammenhang Tamoxifen - Melatonin: senolog.de/vermindert-nachtlicht-die-wirkung-von-tamoxifen/ und pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=53383

    Schön, dass du Autogenes Training erlernen willst. Ich nutze es seit meiner Jugend und habe selbst auch den Kursleiterschein dafür. Es kann so hilfreich sein!

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Liebe Finja,

    ich denke mal, Aussetzer habe ich keine, das hätte mein Mann mir sicher gesagt.
    Ein paar Mal wach werden ist normal, da hast du schon recht. Aber wenn es im zwischen Ein- bis max. Dreistundentakt ist, dann fällt´s nicht mehr unter normal...
    danke dir für die Links, die muss ich mir morgen, hoffentlich ausgeruht, mal durchlesen.

    Ich sag dann mal gute Nacht!
    Liebe Grüße
    Bäumchen
    Liebes Bäumchen,

    wie so vielen anderen geht es auch mir so, dass Schlafen schwieriger geworden ist. Inzwischen geht es mir ungefähr so wie dir jetzt, was allerdings ein großer Fortschritt für mich ist. Zuvor habe ich manche Nacht 3-4 Stunden gebraucht, um überhaupt einzuschlafen und bin dann nur auf 3-4 Stunden Schlaf (mit Unterbrechungen) gekommen. Meine Hausärztin hatte mir mal Melatonin als Mittelchen vorgeschlagen. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil ich keine weiteren Sachen von außen zuführen möchte.

    Auf der AHB habe ich ausführlich mit einer Psychoonkologin gesprochen und mit ihr gemeinsam bin ich dahin gekommen, mich zu entspannen. Ich MUSS nicht mehr viel schlafen, durchschlafen, schnell einschlafen... Ich lasse es inzwischen kommen, wie es kommt. Nach kurzer Zeit besserte sich die Situation dann merklich. Ich wache oft auf und habe häufig kurz nach dem Aufwachen eine der berühmten Hitzeattacken mit beschleunigtem Herzschlag. Ich drehe mich dann genüsslich um, kuschele mich schön ein und genieße, in meinem Bett zu liegen. Und relativ bald schlafe ich dann wieder. Und insgesamt erhole ich mich auch mit dem unterbrochenen Schlaf recht gut. Also habe ich meinen Frieden geschlossen mit meinem unterbrochenen Schlafen.
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe @Bella69, liebe @c.onny,
    vielen lieben Dank für eure Anregungen. Lavendelkapseln habe ich seit heute auch im Haus, die werde ich heute Abend versuchen nach einem hoffentlich entspannenden Lavendel-Bad.
    Ob ich meinen Frieden mit der aktuellen Schlafsituation schließen könnte, wage ich zu bezweifeln. Freitag früh saß ich an meinem Schreibtisch und hatte Mühe, mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren (waren nicht mal meine, hab grad Vertretung - vollkommen anderes Arbeitsgebiet...). So zeitlupenmäßig habe ich vermutlich noch nie gearbeitet, nur damit ich keine Fehler mache. Dazu gesellten sich dann noch rasende Kopfschmerzen, die gegen alles resistent schienen und bis Sonntag anhielten. Das war im Umkehrschluss dem Schlaf dann auch nicht mehr dienlich...
    Melatonin käme für mich durch hormonrezeptorpositiv von vornherein vermutlich nicht in Frage, aber ich will auch vorranging versuchen, das Problem natürlich in den Griff zu bekommen, die verschriebenen Tabletten sind nur der absolute Notnagel.
    Liebe Grüße vom Bäumchen
    Ob man durch das Schnarchen Aussetzer hat, könnte vorab durch eine mobile Polygraphie heidelberger-schlaflabor.de/di…ik/ambulante-polygraphie/ geklärt werden. Lungenärzte zum Beispiel machen das, ehe sie eine ÜW ins Schlaflabor ausstellen. (Ich hatte, und mein Mann hat davon nichts bemerkt.)

    Nach beinahe jedem stationären Aufenthalt, der länger als eine Woche dauerte, hatte ich massive Schlafstörungen, vor allem, wenn nachts Infusionen weiter liefen. Ich habe dann verschiedene Dinge ausprobiert, zum Beispiel
    - tagsüber ja kein Nickerchen, lieber
    - abends auch schon mal um 9 ins Bett und sofort in einen Vollnarkose-ähnlichen Schlaf fallen
    - beim nächtlichen Toilettengang gerade so viel Licht machen, dass man sich nichts bricht; halbschlafähnlichen Zustand beibehalten
    - so lange schlafen, wie es eben geht und darauf hoffen, dass es anderntags ein wenig länger geht
    - sich bis auf diese Maßnahmen nicht intensiv mit der Problematik befassen, vor allem nachts nicht grübeln.

    Das hat ganz gut geklappt und war, bevor ich eine CPAP - Maske bekam.
    Liebe @Cecil,

    danke für den Tip, muss ich mich ggf. mal schlau machen bei mir in der Gegend.

    Nickerchen tagsüber habe ich mir im letzten Jahr abgewöhnt (hab´s am WE eigentlich immer mal genossen) und wenn ich nachts mal raus muss bin ich generell im Finsteren unterwegs. Das war schon immer Selbstschutz ;)

    Darf ich mal fragen, ob und was dir die Maske bringt? Schnarchst du dadurch weniger?

    Liebe Grüße
    Bäumchen
    Ich bin manchmal tagsüber so müde dass ich sogar beim Autofahren ganz schnell anhalten muss. Dann mache uch die Augen zu und bin kurz weg. Mittagschlaf finde ich gut. Ich werde mir eine Matte mit ins Büro nehmen und wenn ich nicht mehr kann die Türe von innen abschliessen und mich ein paar Minuten hin legen. @Conny (schön von Dir zu hören!!!) Ja, Du hast recht: am besten man nimmt es hin wie es ist. Irgendwann wird es sich so einpendeln dass man genug Schlaf bekommt. Mein Partner ist auch oft wach. Ohne Krebs und Medikamente und Fatigue. Scheinbar ist das weit verbreitet. Ich muss nachts oft aufs Klo. Immer noch gegen 1h und gegen 4h - den Stillzeiten meiner Tochter - vor 23 Jahren!!! In der REHA habe ich wieder mit Beckenbodentraining begonnen. Dort wurde gesagt, dass es durchaus 1 Jahr dauern kann bis sich Erfolge zeigen. Aber ich hatte letzte Woche schon eine Nacht ohne Aufstehen. Ich habe den Harndrang unterdrückt durch eine Übung und er war weg, ich bin wieder eingeschlafen und gut war's.
    Diese Übungen mache ich auch manchmal nachts wenn ich wach liege. Und schlafe wieder ein.
    Zu der Maske wüsste ich auch gerne mehr und bitte um Erfahrensberichte.
    Resi

    Bäumchen2409 schrieb:

    ...
    Darf ich mal fragen, ob und was dir die Maske bringt? Schnarchst du dadurch weniger? ...


    Mit Maske gar nicht mehr, weil das praktisch unmöglich ist. Die Maske umschließt die Nase; wenn man die Lippen nicht geschlossen hielte, würde man sich verschlucken und müsste massiv husten. Das tut man automatisch nicht; das merke ich in dem Moment, wenn ich aufwache.
    Das Gerät selbst läuft leise. Ich störe so niemanden mehr.

    Durch den kontinuierlichen Überdruck (continuous positive airway pressure) wird der Rachenraum offengehalten, aber das wird hier besser erklärt: de.wikipedia.org/wiki/CPAP-Bea…ehandlung_der_Schlafapnoe

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Cecil“ ()

    Hallo zusammen,

    meine Mutter hatte eine solche Maske über mehrere Jahre hinweg. Durch die Schlafapnoe war sie immer sehr müde tagsüber, nickte einfach ein, weil sie nachts trotz ausreichender Schlafzeit aber nicht genügend auftanken konnte - es fehlte einfach der dafür nötige Sauerstoff, weil ihre Atmung immer wieder aussetzte kurzzeitig. Nachdem sie eine Maske bekommen hatte und damit so atmen konnte, dass sie keine Aussetzer mehr hatte, war sie morgens erholt und tagsüber nicht mehr müde. Wichtig ist, dass der Luftdruck individuell angepasst wird (und auch jährlich oder bei Bedarf überprüft wird, ob er noch passt). Zum Funktionsprinzip der Maske hat Cecil schon etwas verlinkt.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Vielen lieben Dank euch allen für eure bisherigen Tipps. Die Sache mit dem Schnarchen werde ich im Hinterkopf behgalten, hoffe aber, dass ich meine Schlafprobleme doch irgendwie anders gelöst bekomme. Ich halte euch auf dem Laufenden und bin weiter für Ideen offen.
    @RESI, die Sache mit der Matte im Büro klingt nicht schlecht, würde sich auch für ne Meditation zwischendurch gut machen. Voraussetzung ist ein eigenes Büro. Bei mir würden sich meine beiden Mädels im Zimmer im Zweifel bissl wundern, wenn ich anfangen würde, mich häuslich einzurichten. Und auf dem Gang hätten sie gleich noch mit was zum Staunen :D Aber ne feine Sache wär´s...
    Liebe Grüße und ein schönes WE!

    Zoraide schrieb:

    Hat jemand Selbsthypnose ausprobiert?
    Ja, Zoraide, Autogenes Training ist Autosuggestion bzw. Selbsthypnose und das mache ich schon seit ca. 20 Jahren und habe auch die Kursleiter-Ausbildung dafür.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    @Finja "Selbsthypnose" hörte sich so ... wirkungsvoll an. Als autogenes Training oder Autosuggestion ist das Verfahren für mich weit weniger mystisch.
    Könntest Du die Grenze benennen, wo "Selbstbeeinflussung" an Grenzen stößt? Entspannung herbeiführen kann ich mir gut vorstellen für mich - aber das Einschlafen? Das englische "fall asleep" trifft für mich den Prozeß gut, weil es das "Fallen" beinhaltet - das in den Schlaf fallen. Das ist nach meinem Erleben ein sehr komplexer Prozeß, der anders als "Entspannung" für mich ist. Ich kann zwar "günstige Umstände" fördern, aber den Schlaf herbeisuggerieren ist mir nicht gelungen. Hättest Du da tiefere Einsichten?
    Liebe Zoraide,

    Selbsthypnose hat auf jeden Fall da Grenzen, wo Strukturen schon zerstört sind (zum Beispiel lässt sich damit keine Arthrose heilen), aber es hat zum Beispiel auch individuelle Grenzen. Nicht jedes Entspannungsverfahren ist für jede*n gleichermaßen geeignet. Bei Progressiver Muskelrelaxation oder Qi Gong werde ich höchstens völlig nervös, aber garantiert nicht entspannt, obwohl ich Qi Gong einmal unbedingt lernen wollte. Wichtig ist also, vor allem erst einmal die Entspannungstechnik zu finden, die am besten zu einem selbst passt.
    Das Einschlafen lässt sich grundsätzlich schon mit Autogenem Training erleichtern. Hierbei wendet man das Autogene Training an, direkt bevor man einschlafen möchte und lässt dabei das Anspannen weg. Wenn dank Autogenem Training die Muskelspannung sinkt, die Atmung ruhiger wird, man selbst ruhiger wird usw., dann sind das günstige Bedingungen, um einschlafen zu können. Ich selbst habe gute Erfahrungen gemacht damit, mir zu jeder Übung eine Situation, wie ich mir Einschlafen vorstelle, zu überlegen. Dazu darf man sich in der Fantasie auch gern an einen anderen Ort beamen, wenn man sich dort ruhig fühlt. Damit klappt es besonders gut.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo ihr Lieben,

    nach ner gefühlten Ewigkeit möchte ich mich doch mal wieder melden und ein Zwischen-Feedback geben. Das aktuelle Mittel meiner Wahl ist Lavendel in allen Variationen. Dh ich nehme abends eine Lasea-Kapsel vor dem Schlafengehen, gönne mir (nicht jeden Abend) einen Tee, der Lavendel enthält, nehme Lavendel-Bäder und habe ein Lavendelkissen neben dem Bett. Der Effekt ist, dass ich zumindest in den meisten Nächten nur noch einmal munter werde und auch ziemlich schnell wieder einschlafe. Ist zumindest ein Fortschritt. :) Und wenn ich nicht gleich wieder einschlafe, dann kommt mein MP3-Player mit diversen Entspannungsmusiken zum Einsatz....

    Dafür habe ich jetzt ein neues Problem - Stimmungsschwankungen. Ich raste wegen Klitzekleinigkeiten aus und mache meinen armen Mann rund. Als ob der was dafür könnte... Es ist manchmal nur die Betonung in einem Satz, die mich den kompletten Inhalt des Gesagten "missverstehen" lässt und ich ne Macke bekomme. Hinterher bin ich nur am Heulen und kann mich gar nicht beruhigen, nicht mal, wenn mein grad noch angebrüllter Mann mich in den Arm nimmt und mich versucht zu beruhigen. Noch halten sich die Austicker in Grenzen, aber ich bin hinterher jedes Mal fix und fertig und hab Angst, dass ich unsere Beziehung damit zwar nicht kaputt mache, ihr aber doch schade. Ich bin seit 01.01. auf Tamoxifen und denke ja mal, dass das damit zusammenhängt. Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich diese Stimmungsschwankungen in den Griff bekommen kann????

    Verzweifelte Grüße vom Bäumchen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bäumchen2409“ ()

    Hallo Bäumchen,
    ich hatte 2 Jahre lang (seit Chemo) massive Schlafstörungen aufgrund der künstlichen Wechseljahre (stündliche Hitzeanfälle nachts), was die Lebensqualität stark beeinträchtigt hat. Habe alles ausprobiert: Homöopathie, TCM, pflanzliche Mittel, Melatonin - nichts hat geholfen. Nun nehme ich seit ca. 3 Monaten bioidentes Progesteron ein und ein niedrig dosiertes Östrogen-Gel und spüre seit kurzem endlich eine Verbesserung! Die Hitzeanfälle werden immer milder und ich werde nicht mehr so oft wach. Die Weinerlichkeit und Traurigkeit, die ich an manchen Tagen hatte, sind verschwunden. Mein Tumor war hormonnegativ, aber es gibt Ärzte, die die Meinung vertreten, dass das bioidente Progesteron auch bei hormonpositivem Tumor genommen werden darf - zusätzlich zum Tamoxifen -, weil es vor Brustkrebs schützt.
    Vielleicht ist es auch für dich ein möglicher Weg?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Felicitas“ ()

    Hallo Bäumchen,

    auch ich hatte furchtbare Schlafstörungen nach der Chemo und bei der Einnahme Tam. Erst mit der Umstellung auf Letrozol einem Aromatasehemmer
    geht es besser. Hitzewallungen sind zurückgegangen und der Schlaf ist auch besser. Und was östrogenhaltige Medis und Gels betrifft würde ich beim Onko
    nachfragen. Besonders wenn man ein Hormoni ist.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    @Felicitas und @allgaeu65,

    vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich habe zwar keinen Onkologen (meine Gyn meinte, den bräuchte ich nur, wenn wir hätten ne Chemo machen müssen oder wenn jetzt Metastasen kommen, ... -.keine Ahnung, ob ich mir totzdem einen suchen sollte :?: , die Frage stelle ich mir insgeheim schon ne Weile), aber in der AHB hatte man uns "Hormonis" (musste über den Begriff lachen, aber er beschreibt´s auf den Punkt genau) dringend abgeraten, auf irgendwelche Dinge zurückzugreifen, die nur im entferntesten was mit Hormonen zu tun haben, auch Phytoöstrogene sind nicht empfehlenswert. Von daher habe ich das von vornherein ausgeschlossen... Umstieg auf Aromatasehemmer ist bei mir noch keine Option, war bei der Diagnose noch meilenweit von den Wechseljahren entfernt....

    LG vom Bäumchen