Diagnose: Adenokarzinom T4NXM1

    Diagnose: Adenokarzinom T4NXM1

    Mein Mann hatte im Juli plötzlich Rückenschmerzen. Der Arzt diagnostizierte Hexenschuss und meinem Mann sollte es nach ein paar Tagen besser gehen. Es wurde nicht besser, die Schmerzen im Lendenwirbel wurden schlimmer. Er musste zum Röntgen und man sah etwas am Lendenwirbel. Daraufhin wurde er in ein CT gesteckt und man hat herausgefunden woher die starken Schmerzen kamen. Osteolyse am 6. und 5. Lendenwirbel. Wir wurden sofort zum Onkologen überwiesen. Der Onkologe hat sofort ein neues CT für den ganzen Körper veranlasst. Das CT wurde am 22.08.2017 durchgeführt. Die Onkologin rief uns den Abend noch an und sagte mir, sie habe schlechte Nachrichten und wir sollten sofort in ihre Praxis kommen.
    -5 und 6.LWK Metastasen/Osteolysen
    -6 HWS Osteolyse/Metastasen
    -Brustwirbelkörper und Oberschenkel ebenfalls befallen
    -Leber- und Nierenmetastasierung
    -Lymphknotenmetastasierung
    Eine Welt ist für uns zusammengebrochen. Wir waren im Schockzustand und konnten es nicht fassen. Mein Mann war nie krank, kein Husten, nicht mal Schnupfen. Blutwerte waren alle in Ordnung. Er hatte in den letzten Jahren zugenommen, da er seit zwei Jahren nicht mehr raucht. Allgemeinzustand war super, abgesehen vom "Hexenschuss". Wir wollten es einfach nicht glauben.
    Wir bekamen sofort für den nächsten Tag eine Einweisung ins Krankenhaus in die hiesige Onkologie. Dort bekam mein Mann am darauffolgenden Tag ein Kopf MRT. Die Hiobsbotschaften gingen weiter "33 METASTASEN IM KOPF"
    Die Prognose vom Professor lautete 9 Monate Lebenserwartung, aber wir könnten jeden Tag mit rechnen".Er hätte für uns noch einen Hoffnungsschimmer "Vielleicht haben sie eine Mutation und ihre Lebenserwartungen würden sich dann etwas verlängern."
    Es folgte Strahlentherapie, Schmerztherapie... Wir sind in der "glücklichen Lage" einer Mutation und mein Mann bekommt seit 30 Tagen Giotrif 40 und alle vier Wochen Xgeva120
    Seit 26.08.sind wir wieder zu Hause (Ich durfte die meisten Wochen im Krankenhaus mit im Zimmer nächtigen)
    Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen. Das erste Röntgenbild wurde nach 10 Tagen Giotrifeinnahmen gemacht und der Tumor ist schon geschrumpft.
    Die Schmerzen sind fast weg, aber mein Mann darf sich körperlich auch nicht belasten.

    Das war meine kurze Einführung.Ich habe mir hier im Forum schon viele Tipps geholt. Leider habe ich erschrocken festgestellt das Oliver Pohl nicht mehr schreibt. Ich habe mehrmals intensiv sein Blog gelesen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Giti“ ()

    Liebe Giti,

    ich kann es Dir nachfühlen, es ist schrecklich und es reisst einem den Boden unter den Füssen weg. Braucht man nicht, will man nicht und doch ist es da. Aber immerhin seid ihr schonmal so weit, dass ihr eine Therapie habt, die offenbar anschlägt und die nebenwirkungsarm ist. Das ist doch ein echter Hoffnungsschimmer! Und wenn Du hier schon mitgelesen hast, dann hast Du bestimmt auch gelesen, dass hier einige User oder deren Partner/-innen den prognostizierten Lebenserwartungen und auch den Statistiken schön davonrennen und dem fiesen Untermieter fleissig den Stinkfinger zeigen. :) Ich hoffe sehr, Dein und auch mein Mann werden das schaffen.
    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier!

    Viele liebe Grüsse,
    Annie
    Hallo @Giti,

    ich komm zwar eigentlich aus der Brustkrebs-Sparte, bin aber durch Zufall über deinen Post gestolpert. Mensch, was für ein Sche*ß. Mehr kann man dazu kaum sagen. Fühl dich mal mächtig gedrückt von mir.

    Ich hoffe, dass die Medis deines Mannes weiterhin gut wirken. Seid für einander weiterhin da, bleibt tapfer und versucht schöne Momente zu erleben, wo es nur geht. Das klingt zwar immer blöd, aber mir selber hilft es enorm, Dinge zu tun, die mich glücklich machen. Es entspannt, macht den Kopf frei, lässt die Sorgen und Ängste für kurze Zeit in den Hintergrund rücken. Und Lachen soll ja ohnehin die beste Medizin sein, nicht wahr?

    Ich wünsche euch beiden von Herzen alles Gute und hoffe, du findest hier einen Platz, um dich mit anderen Betroffenen und Angehörigen gut austauschen zu können.
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    Liebe @Anni,
    Lieben Dank für deine Zeilen. Mein Mann und ich sind Gott dankbar, dass die Therapie anschlägt. Er verträgt Giotrif und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Wir hoffen, dass Giotrif noch sehr sehr lange wirkt.
    Unsere Männer werden es schaffen, denn sie haben uns .

    LG Giti
    Liebe @Käthe,
    lachen ist wirklich die beste Medizin;)
    Ich hoffe dir geht es gut und deine Therapien schlagen an. Es bewegt mich wie jung du noch bist, deinen eigenen schweren Rucksack zu tragen hast und du noch aufmunternde, mitfühlende Worte für andere Betroffene übrig hast. Ich wünsche dir alles Gute, ganz viel Kraft und das der Krebs für immer aus deinem Körper verschwindet.

    LG Giti
    Hallo @Giti,
    auch ich kann sehr gut mitfühlen wie es Dir momentan geht. Schlagartig ist nichts mehr so wie es mal war.
    Als bei meinem Mann 2016 die Diagnose gestellt wurde waren auch wir fix und fertig. Du kannst unsere Geschichte in meinem Thread NSCLC/Giotrif gerne nachlesen.
    Es ist wirklich sehr, sehr positiv auch diagnostisch ,wenn man eine EGFR Mutation hat und mit Giotrif behandelt werden kann. Meinem Mann geht es unter der Therapie sehr gut und auch die NW sind sehr gut händelbar.
    Hoffen wir mal, dass das Medikament bei unsren Männern recht lange wirkt.

    Liebe Grüße
    Samtpfötchen
    @Giti
    Danke für deine lieben Worte.I ch geb mir Mühe, den Mistkrebs so schnell wie nur möglich wieder los zu werden. Und auch wenn die Chemo schlaucht, versuch ich positiv zu bleiben. Denn sie wirkt, die Ärzte sind sehr zufrieden. Und was ist schon ein besch*ssenes Jahr, wenn man dafür vielleicht 50 oder 60 gute Jahre geschenkt bekommt? Den Deal gehe ich gerne ein, wenngleich es mir natürlich lieber gewesen wäre, vom blöden Mistkrebs verschont zu bleiben. Aber das kann sich hier ja leider keiner aussuchen... Aber weisst du, ich hab da so ein Motto, an dem ich versuche, mich zu orientieren: Ich kann mir nicht aussuchen, dass ich Krebs habe. Aber ich kann mir aussuchen, wie ich damit umgehe. Und bisher verfahre ich ganz gut damit, einfach weiterhin optimistisch und so fröhlich wie nur möglich durch die Welt zu gehen.

    Also dann, Köpfchen hoch und tapfer bleiben. Du siehst, ihr beide seid nicht alleine. Hier gibt es ganz viele kompetente Mituser, die euch affangen und unterstützen werden, so gut es nur geht. Euch beiden von herzen alles erdenklich Gute!
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3