Sofortaufbau vor Bestrahlung?

    Sofortaufbau vor Bestrahlung?

    Hallo ihr Lieben,
    da ich hier im Forum nicht wirklich was zu dem Thema finde, habe ich mal diesen Thread erstellt in der Hoffnung, Antworten auf meine Fragen zu bekommen.

    Mit meinen Ärzten kann ich leider nicht drüber reden. Die winken das Thema stets ab (drei Monate vor Chemoende wäre es noch zu früh für Gedanken diesbezüglich) und möchten sowieso lieber eine brusterhaltende OP durchführen.

    Also, zu meinem Anliegen:
    In Anbetracht meines Alters möchte ich mir beidseitig die Brustdrüse entfernen lassen. Am liebsten subkutan und dann mit einem Implantat oder -viel lieber- mit Eigenfett auffüllen lassen.

    Ich habe keine momentan nachweisbare Genmutation, weswegen die Ärzte nur brusterhaltend operieren wollen. Eine Mastektomie oder dergleichen würde mir keinen Überlebnsvorteil verschaffen, sagen sie, und auch nur begrenzt vor einem Rezidiv schützen.
    Beide Aspekte sind mir bewusst. Ich erhoffe mir lediglich, dadurch einer Neuerkrankung vorzubeugen. Ich vermute hinter meinem BK einfach eine Genmutation, die heute noch nicht erkannt werden kann, aber ggf in ein paar Jahren wissenschaftlich nachweisbar ist. Diese Möglichkeit ist auch in meinem genetischen Testergebnis vermerkt.
    Sollte ich also das Glück haben und den Krebs besiegen, habe ich vielleicht noch 60 Jahre vor mir. Und mit zunehmendem Alter steigt mein Brustkrebsrisiko nur weiter, es wird ja leider nicht besser, was das angeht.
    Zudem ist mein Tumor recht groß. Bei meinem C-Körbchen 6 cm heraustrennen, wird am Ende optisch einfach unmöglich aussehen. Ich weiss, dass ist erstmal gar nicht wichtig. Aber ich gebe zu, dass ich meine Brüste sehr liebe. Sie sind eines der wenigen Körperteile, mit denen ich nie gehadert habe. Für die ich auch mal ein Kompliment bekommen habe - von Jungs und Mädels gleichermaßen. Es wäre mir eine Herzensangelegenheit, ein optisch schönes Ergebnis zu erhalten.


    Ich würde von euch gerne wissen, ob ihr gute und sinnvolle Wege kennt für eine Sofortrekonstruktion, wenn danach noch bestrahlt wird. Sollte es bei einem befallen Achsellymphknoten bleiben steht mir die Beatrahlung zwar frei, aber als tn-Betroffene möchte ich einfach diese Möglichkeit mitnehmen. Es gibt ja leider sonst nicht viele andere.


    Dass es bei Implantaten sehr häufig durch die Bestrahlung zu Kapselfibrosen kommen kann, weiss ich bereits. Wie das mit Eigenfett aussieht, ist mir unbekannt. Kann man vor einer Bestrahlung überhaupt direkt aufbauen? Oder sollte man besser bis nach der Bestrahlung warten? Und wie ginge das dann, bei einer subkutanen Mastektomie? Bekommt man einfach einen Platzhalter eingesetzt, bleibt di Hauthülle leer oder bekommt man erst eine brusterhaltende OP und nach der Bestrahlung dann die große Operation?

    Fragen über Fragen, die mich beschäftigen. Aber ich möchte mich frühzeitig informieren, da ich noch die passende Klinik für die OP suchen muss. Mein Brustzentrum ist mie einfach nicht groß genug dafür (wenig aufwändige OPs) und nach der katastrophalen Port-Implantierung möchte ich in der Klinik hier nicht unters Messer.

    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und dankbar für eure Antworten :)
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    Guten Morgen,

    ich kann dir nur von mir berichten:
    Bei mir stand eine Mastektomie vor der OP fest. Ich hatte vor 5 Jahren die Möglichkeit platt zu bleiben, Bauchfett, Implantat, Rückenmuskel oder Expander für später. Ich entschied mich für die seltene Art des LDF, Latissimusaufbau, also Rückenmuskel. Macht man aber heute wegen der eventuell auftretenden Rückenschmerzen nicht mehr. Ich habe nach 5 Jahren keine Probleme. Man konnte die volle Menge bestrahlen. Alles okay. Nur ist diese Brust geschrumpft weil der Muskel nicht mehr gebraucht wurde. Aber ich habe eine Prothese für den BH. Man hätte sich ein kleines Implantat zum Muskel reinlegen können aber...Kapselfibrosengefahr!
    Es sieht gut aus, Narben weich. Nur ist die Brust nicht so weich, wie mit Bauchfett. Ich habe mich dafür entschieden, weil meine Schwägerin auch gute Erfahrung Jahre zuvor gemacht hat und alles in einem Aufwasch ging.
    alles Gute, Martina
    Hallo Käthe,

    ich hatte eine subkutane Mastektomie mit anschließender Bestrahlung. Diese ist nun 1,5 Jahre her und keine Spur von einer Kapselfibrose. Es kann also auch gut gehen. Allerdings wird es wohl langfristig durch einen DiepFlap ausgetauscht, da ich mit einer natürlichen und einer aufgebauten Seite nicht zurecht komme. Falls du fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.
    VG
    Hallo Käthe,
    ich kann voll verstehen, dass du die Mastektomie willst.
    Mein Plan wäre folgender: Subkutane Mastektomie nach Chemo (ich wurde 7 Wochen nach Chemo mastektomiert), Expandereinlage, Bestrahlung und dann Aufbau wenn Du Dich fit fühlst. Ich hatte den Expander 1 Jahr drinnen, weil ich so lange mit der TK gekämpft habe. Ich hatte eine Kapselfibrose auch ohne Bestrahlung, die war aber nicht schmerzhaft und hat mich auch nicht beeinträchtigt, sie war mir einfach egal.Vor 8 Wochen habe ich die Expander gegen Implantat getauscht. ich wollte Silikon, weil ich sehr schlank bin und keine lange OP wollte (ich vertrage Narkosen nicht).
    Hallo @Käthe,

    auch ich hatte subcutane Mastektomie mit Expandereinlage, auf den ich bestrahlt wurde.
    Einige Monate später wurde der Expander gegen Eigengewebe ausgetauscht.

    Vor der Bestrahlung würde ich nichts aufbauen.
    Ich habe mir den bestrahlten Expander geben lassen- er war hart und porös geworden.
    Ganz nebenbei, mir hätte keiner vor der Bestrahlung Silikon eingesetzt! Auch hinterher nicht. Für mich blieb nur der Aufbau mit Eigengewebe übrig.
    Allerdings war das 2009 (kölner Raum), ob man da heute anders drüber denkt?

    Wenn Dein Tumor groß war, würde ich an Deiner Stelle auch eine Bestrahlung anstreben. Ich bekam die "große", inklusive der Lymphabflußwege. (meiner war mit 1,9 nicht groß, aber 4 LK befallen)
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer

    Käthe schrieb:

    Wie das mit Eigenfett aussieht, ist mir unbekannt. Kann man vor einer Bestrahlung überhaupt direkt aufbauen? Oder sollte man besser bis nach der Bestrahlung warten?


    Hallo Käthe,

    meinst du Eigenfett oder Eigengewebe?

    Eigenfett wird ja eh nicht in einem Eingriff gemacht, sondern erfordert mehrere OPs im Abstand von mindestens drei Monaten - so lange wirst du die Bestrahlung nicht nach hinten schieben können.

    So oder so...ich halte es für nicht sinnvoll, vor der Bestrahlung aufzubauen - und auch nach der Bestrahlung wirst du vermutlich mindestens ein halbes Jahr warten müssen, bis deine Haut sich erholt hat und ein Aufbau möglich ist.

    Warum soll denn überhaupt bestrahlt werden? Wenn du mastektomiert wirst, ist das doch nur unter gewissen Umständen nötig?
    Hallo ihr Lieben, Danke für eure Antworten.
    Die Ärzte hatten gesagt, man kömne mit Silikon direkt aufbauen (vor Bestrahlung). Da würde das Risiko für eine Kapselfibrose aber bei mind. 40% liegen. Aber das wäre ja gaaar kein Thema, so ein Implantat könne man ja austauschen. Das wird dann immer so freundlich und nett erzählt, als wäre das mal eben gemacht und gut. Ähm, ich glaube es ist gar nicht schön, wenn man riesen Theater mit den Implantaten hat. Weder physisch noch psychisch.

    @Sandra1203
    Ich hab eine gesicherter Lymphknotenmetastase in der Achsel. Mein Brustzentrum wollte erst bei der OP weiterschauen, ob da noch mehr sind (haben vorher nur mit der Nadel biopsiert).
    In Essen sagte man mir, mir stünde damit die Bestrahlung frei.
    Ich möchte es gerne machen -sowohl in der Achsel als auch in der mastektomierten Brust. Einfach, weil ich alles mitnehmen möchte, was geht. Nach der Bestrahlung kommt wegen TN ja leider nix mehr bei mir (höchstens ne postneoadjuvante Tablettenchemo oder sowas).

    Ich hatte mir halt gewünscht, den Bauchspeck für die Brust zu nehmen. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich wirklich dankbar für den Rettungsring. Er ist nicht riesig, aber man kann odentlich reinkneifen :)
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    @Jule66
    Danke dir, ich hab mir sowas schon fast gedacht. Und das sind ja sogar nur die Ergebnisse mit pCR, also der top-Ausgangslage. Für mich führt an der Bestrahlung (Brust+LK) kein Weg vorbei, da hadere ich auch nicht mit mir. Aber wenn ich es nicht mach und hab hinterher einen Rückfall, würd ich mich schwer über mich selber ärgern. Das weiss ich jetzt schon.
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    Hallo Käthe,

    bei mir wurde nur 5 mal bestrahlt. Habe dann nach positiver BRCA 1 Testung vor fast 6 Jahren eine beidseitige Mastektomie mit Silokonprothesen durchführen lassen. Eigengewebe war keine Option mangels Masse. Die Kapselfibrosen entwickelten sich dann auf beiden Seiten schleichend. Habe dann Anfang des Jahres bei der KK den Austausch wegen Beschwerden und Schmerzen beantragt. Zuerst wurde nur für die rechte (erkrankte) Seite eine Kostenübernahme zugesagt.
    Nach einigen Monaten Kampf und Beibringung erneuter Gutachten, nun die Zusage auch für links. Ende Februar wird dann die Op stattfinden. Hoffe alles läuft glatt, denn wie du schon geschrieben hast, geht dass alles nicht so spurlos an einem vorbei.
    Kann mich nicht damit anfreunden ganz ohne Aufbau zu bleiben, obwohl ich ja nicht mehr ganz "taufrisch" bin.
    Liebe Grüße an diesem bei uns sehr regenreichen Sonntag,
    sendet cosiema





    sendet Cosiema
    @cosiema
    Ich kann deinrn Wunsch nach einer schönen Oberweite gut verstehen. Unabhängig vom Alter. Es mag Frauen geben, denen das nicht so wichtig ist. Das finde ich sehr sehr mutig und völlig okay. Und es gibt eben uns, die gerne Brüste haben möchten. Auch okay, schließlich gehören diese ja naturgemäß auch zu uns.

    Ich drück die Daumen, dass die OP so läuft, wie du es dir wünschst und die Kasse nicht rumzickt. Sowas kann man einfach gar nicht gebrauchen.
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    @Käthe Ich kann deine Beweggründe gut verstehen. Bei mir steht der Gentest noch aus, aber am liebsten hätte ich auch eine beidseitige Mastektomie. Mit einer Prothese könnte ich mich nicht anfreunden, und Silikon kommt für mich auch nicht in Frage.

    Was mir bei Dir noch einfällt... Du willst doch noch Kinder haben. Ich persönlich würde die gesunde Brust so lange behalten bis das mit den Kindern durch ist, und solange lieber häufiger Vorsorgeuntersuchungen machen lassen. Stillen halte ich für so extrem wichtig das es für mich nicht in Frage käme es meinen Kindern vorzuenthalten. Es wären ja nur ein paar Jahre. Auch wenn ich Deine Ängste gut verstehe, Du könntest auch übermorgen bei einem Unfall ums Leben kommen oder (für Dich schlimmer) im Rollstuhl landen mit schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen als Pflegefall die nächsten 60 Jahre dahinsiechen. Es gibt keine Garantie für ein gesundes langes Leben.
    Aber für Deine Kinder wäre es ein durchaus relevanter Vorteil für ein gesundes Leben wenn Du sie stillen könntest. Vielleicht magst Du diese Überlegung in Deine Entscheidung mit aufnehmen.

    Nochmal zum Thema selbst: alles ist bei mir noch offen was OP angeht, aber bei einer brusterhaltenden OP würde bei mir auch relativ viel weg müssen weil ich so viel Kalk in der Brust habe. Die Ärztin meinte dann würde die gesunde Brust auch verkleinert um ein optisch gutes Ergebnis zu bekommen.
    Danke für deine Anregung, @Sabrina.
    Weisst du, darüber habe ich mir auch bereits Gedanken gemacht und es ist tatsächlich der einzige Punkt auf einer langen langen Liste, der für den Erhalt wenigstens einer Brust spricht.

    Ich finde es selbst sehr schade, dass Stillen nicht geht, sollte ich mich wirklich für die beidseitige Mastektomie entscheiden. Man hört immer viel positives darüber und auch der emotionale Bonus ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

    Aber bis dahin gibt es leider auch sehr, sehr viele Fragezeichen. Mal ganz abgesehen vom Krebs, den ich grade aktuell habe, sind es folgende:
    Ob ich jemals überhaupt eigene Kinder in die Welt setzen kann, steht in den Sternen. Alleine meine kaputte Schilddrüse macht das alles schon etwas komplizierter, wie man mir mitgeteilt hat.
    Hinzu kommt, dass meine Eizellen grade 6 Monate Chemo mitmachen. Wir geben das Beste für medikamentösen Schutz der Eierstöcke. Aber wer weiss, ob das klappt.
    Die Eizellen, die auf Eis liegen, sind auch kein Garant für eine Schwangerschaft.

    Hinzu kommt einfach die Tatsache, dass auch mein Partner gesundheitlich nicht fit ist. Mit seiner MS haben wir halt einfach eine unheilbare Krankheit am Bein, die sich jeder Zeit drastisch verschlechtern kann. Sollte das vor der abgeschlossenen Familienplanung der Fall sein, wird es für uns definitiv keine Kinder geben.


    Niemand weiss also, ob ich jemals eigene Kinder haben werde. Nicht, weil wir keine Kinder wollen, sondern einfach aufgrund ziemlich mieser Rahmenbedingungen. Es ist einfach so: unter allen jungen Leuten in meinem Umfeld, sind wir die mit der besch*ssensten Ausgangslage.

    Weisst du, ich wurde nicht gestillt, weil ich viel zu früh gekommen bin und wochenlang im Brutkasten lag. Mein Bruder wurde nicht gestillt, weil Mama einfach keine Milch hatte.
    Ich behaupte mal, aus uns beiden ist trotzdem was geworden.
    Mein Freund wurde gestillt.
    Und trotzdem hat er Heuschnupfen, MS, usw.
    Ein Garant für gesunsheitliches Wohlbefinden ist es also leider auch nicht.

    Es gilt also abzuwägen, ob man bereit ist, das Stillen zu opfern in der Hoffnung, dem Krebs damit ein Schnippchen zu schlagen.
    Ob es fair ist seinen noch ungeplanten und ungeborenen Kindern dieses Recht vorzuenthalten, aus reiner Selbstliebe?
    Ich glaube, dass ist sehr schwierig, wenn man keine Kinder hat bisher. Ich kann nur vermuten, was du fühlst und weswegen du dich berechtigter Weise für eine Brust entscheiden würdest. Mir fehlt da einfach die Bindung zu einem Lebewesen, dass einem wichtiger ist, als alles andere. Wichtiger, als man selbst.
    Momentdan ist für mich der wichtigste Mensch einfach mein Partner. Und der sagt, er würde jede Brust auf der Welt dafür opfern, wenn der Mistkrebs uns dafür in Ruhe lässt.

    Ich finde es schlimm und traurig, dass man sich überhaupt solche Gedanken machen muss, während andere eunfach ihr Leben leben können. Krebs zu haben ist so viel mehr als Chemo und OP, hat so verdammt viele Auswirkungen, Folgen und Konsequenzen.

    Ich muss mir heute Gedanken über Dinge machen, die in 5, 10 oder 15 Jahren auf mich warten. Ohne zu wissen, ob ich so lange überhaupt noch Lebe. Das ist furchtbar anstrengend, finde ich. Und manche Dinge kann man einfach nicht richtig entscheiden. Zumindest hab ich das Gefühl, dass es eh falsch ist, egal, wie ich wähle. Wenn es schlecht läuft, hadert man immer mit seiner Wahl.
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    @Käthe,

    Du fragtest irgendwo, wie viele Bestrahlungen Du voraussichtlich bekommen würdest.
    Bei einem Expander werden es in der Tat eher 30 Stück sein, denn man wählt die Einzeldosis immer etwas niedriger als ohne Expander. Ich hatte also 30 mal 1,5 gray- es kommt auf die Gesamtstrahlendosis an.
    Liebe Grüße, Jule

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    Hallo Ihr Lieben, gestern nun war der Tag ,an welchen ich den ersten Teil meines Behandlungsprogrammes erhalten habe. In dieser Woche wenn es vom Zeitfenster noch passet werden mir beide Brüste entfernt, da ich mit Körbchengröße D/E doch recht viel habe. Sie würden mir auch die andere Seite kleiner machen oder Silikon einpflanzen aber all das möchte ich nicht.

    Wie lange dauert eine solche Op und wie verhält es sich danach mit der Heilung.?



    Lg Snutje

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Snutje“ ()

    @Käthe Du musst Dich für Deine Entscheidung -egal wie sie ausfällt- nicht rechtfertigen. Ich habe selber gar keine Kinder, das war eine bewusste, schwere Entscheidung weil ich einen Gendefekt habe und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist das meine Kinder ein Leben lang auf Medikamente angewiesen wären. Und so einfach schwanger werden war auch nicht.

    Ich wünsche dir das du für dich / euch eine Lösung findest und die Ärzte dich dabei unterstützen!
    @Sabrina
    Das tut mir sehr leid. Ich kann mir vorstellen, dass das eine sehr schwierige Entscheidung gewesen ist.

    Am Ende ist es wahrscheinlich einfach wie bei allen Dingen: man muss das Wählen, mit dem man glaubt am besten Leben zu können. Wenn es um den Krebs geht, dann sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich glaube ohne Brustgewebe sind da meine Chancen höher.
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    Also ich bringe auch noch meine Erfahrungen ein:
    Habe meinen Lukas gestillt und eigentlich von Anfang an an rechter Brust Stillprobleme, Brustentzündung
    an genau der Stelle an der nach 18 Monaten Brustkrebs festgestellt wurde.

    Also ich hatte 2007 mit 34 Jahren nach neoadjuvanter Chemo bei multizentrischen BK eine Mastektomie mit Expandereinlage 2 befallene Lymphknoten , Bestrahlung BW Lymphabflusswege und Mediastinum (Tumor lag sehr nah am Sternum) im Laufe der Jahre entwickelte sich Kapselfibrose.
    Expander war immer störend.
    2011 sollte Expander entfernt werden und dann entschied ich mich für einen Aufbau mit Bauchspeck.
    Es war eine schwierige Operation aber Ergebnis ist super. Wurde alles in Erlangen durchgeführt.

    Freundin hatte vor drei Jahren Mastektomie mit Sofortaufbau durch Bauchfett. München rechts der Isar. Anschließend Bestrahlung.
    Gewebe verschiebt sich und ist total verhärtet, braucht jetzt Korrektur Operation.

    Alles hat Vorteile und Nachteile, und bei niemandem gelingt alles gleich gut.
    Gruß Marion
    Ich hab jetzt am Freitag mal einen Termin mit dem plastischen Chirurgen hier im BZ. OIh werde mich zwar nicht dort operieren lassen (so klein wie das ist machen die mir einfach nicht genug Eingriffe) aber erhoffe mir mal einen Überblick über die ganzen Möglichkeiten zu bekommen und eine Vorstellung des zeitlichen Rahmens (wann frühestens Aufbau nach Bestrahling, Heildauer usw usw) zu kriegen. Und damit such ich mir dann eine hoffentlich gute Klinik, wo ich das alles machen lasse
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    Hallo Mädels, ich komme von meinem ersten Termin bei einem plastischen Chirurgen (der von meinem Brustzentrum). Ich möchte mich noch in mind. einer weiteren Klinik beraten lassen, da die Port-OP hier in Lev alles andere als gut lief und ich mit dem ganzen OP-Ablauf eher unzufrieden war.

    Also, mein Eindruck von heute und die Infos, die man mir gab:

    - Chirurg nett, auskunftsfreudig (hat gequatscht wie ein Wasserfall ) und es klang so, als hätte er Ahnung (hat mir auch Bilder gezeigt, alle Fragen beantwortet usw).

    Seine Empfehlung:
    Prophyl. subkutane Mastektomie beidseitig (das mit der Kostenübernahme durch PKV und Beihilfe würden die Ärzte vom BZ/Onkologen wohl regeln für mich).
    Dann jeweils direkt Einlage einer Matrix (aus Menschenhaut) und eines bestrahlbaren Expanders.
    Frühestens 3 bis 4 Monate nach Bestrahlungsende käme der Expander raus und die richtigen Implantate (unterm Brustmuskel) in Kombination mit etwas Eigenfett kämen dafür rein. Der Expander könnte auch mehrere Jahre drin bleiben, wenn er keine Probleme macht und mir das zu viele OPs werden so kurz hintereinander weg.
    Nachteil: höhere Kapselfibrosegefahr wegen des Fremdmaterials (die Matrix senkt das Risiko wohl, aber es ist trotzdem da). Und die Implantate müssen irgenwann wieder raus und gewechselt werden. Ich bin jetzt Mitze 20. 50 Jahre überleben die Dinger wohl kaum...

    Sollte mir das Ergebnis nicht zusagen/nach einer Zeit lang stören, könnte man immern och über Diep-Flap o.ä. nachdenken.



    Wahlweise steht ein Diep-Flap (ohne Haut) Wiederaufbau direkt nach Bestrahlung zur Debatte. Ginge auch als Sofortaufbau VOR der Bestrahlung, aber Form und Größe könnten hier durch die Strahlen negativ beeinflusst werden.
    Vorteil: Eigengewebe ist besser verträglich für den Körper.
    Nachteil: Schwierige, aufwändige OP (weil da ja irgendwelche Nerven und Gefäße mit verpflanzt werden). Narben am Unterbauch (die ggf auch sichtbar sein kann oberhalb des Höschens, je nachdem, wie das Gewebe sich zieht beim zusammenwachsen).
    Und mein persönlicher Knackpunkt: ich hab zu wenig Bauchspeck. Meine ordentlichen Rettungsringe reichen nicht für zwei C-Körbchen. Ich hab jetzt ein großes C, kleines D. Ich mag meine Oberweite sehr. Ich bin rundum kurvig, es passt zu mir. Eine Verkleinerung kann ich mir nur sehr sehr schwierig vorstellen irgendwie...

    Alle anderen lustigen Verfahren, bei denen noch irgendwelche Muskeln verlegt, entfernt und wieder neu verpflanzt werden müssen, sind für mich nichts. Meine Muskeln sitzen super, wo sie hingehoren. Und mögen dort doch bitte auch bleiben.



    Ansonsten ist der gute Mann fast vor Schreck ungefallen, als ich ihm meine Portnarbe gezeigt habe. Ich WUSSTE es direkt, dass der Arzt im Juli bei der OP verk*ckt hat. Fast 1,5 Stunden hat die OP gedauert damals. Auf Nachfrage kam die Antwort "wir wollten ja nur, dass auch alles schön aussieht". Nee, schon klar.
    Die Portnarbe ist fast 1cm breit, nicht glatt (weder von den Kanten,noch von der Oberfläche) und an den Rändern haben sich mehrere Dehnubgsstreifen gebildet, die ins gesunde Gewebe ausufern.
    Kommentar Chirurg "Ohje, zu fest genäht, Haut gerissen wegen zu großer Spannung"
    Ich hatte keine Entzündung und nichts damals. Der ach so gute Gefäßchirurg hat es scheinbar nicht hinbekommen. Deswegen war die OP so lange...
    Jedenfalls meinte der Schönheits-Chirurg, er würde bei der OP gerne den Port mit rausnehmen lassen und dann mit Mikroneedling usw die Portnarbe verschönern. Es sieht echt nicht toll aus und er finet, mit Mitte 20 müsse ich nicht für den Rest meines Lebens so rumlaufen.




    So, das meine Erfahrungen von heute.
    Ich bin froh, einen ersten Überblick zu haben, aber von einet Entscheidung noch weit weit entfernt.
    Alle Methoden haben Vor- aber auch Nachteile, die jeweils einleuchten. Daher meine Frage an alle Mädels.mkt Rekonstruktion:

    Wie ist es für euch mit neuen Brüsten so? Wie fühlen sich die Möbbis an, seid ihr optisch zufrieden?
    Ich kann mir einfach noch gar nicht so vorstellen, wie das alles werden wird...
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    Hallo zusammen,
    ich hatte heute einen weiteren Termin hinsichtlich der OP-Planung. Diesmal in einem anderen Brustzentrum, da ich mit meinem ja nicht sooo zufrieden bin.

    Brust-OP
    Tatsächlich riet mir der Arzt dort (wie z.B. auch mein Gyn) von einer "großen" OP sprich Mastektomie mit Wiederaufbau durch Implantate/Eigengewebe komplett ab. Er meinte er könne den Wunsch zwar nachvollziehen, weil viele Frauen diesen aus akuter Panik erstmal hätten, tatsächlich wäre er bei mir aufgrund des negativen Gentest, der "guten" Position des Tumors, der fehlenden Multizentrität usw. quasi eine Nummer übers Ziel hinaus geschossen.
    Das Gespräch hat 1,5 Stunden gedauert und der Arzt wurde nicht lahm immer wieder zu wiederholen, dass es bei mir ohne genetische Veranlagung statistisch keinen Unterschied in der Rezidiv-/Rückfallwahrscheinlichkeit zwischen BET+Bestrahlung und Mastektomie gäbe. Er hat sehr oft betont, dass wenn ich seine Tochter/Frau wäre, er mir dringend von der großen Operation mit Wiederaufbau erstmal abraten würde, weil man sich dadurch mehrere "Baustellen" ins Haus holen würde, die u.U. Jahre dauern könnten.
    Besonders dann, wenn ich neben der Mastektomie auch noch die Achsel/Thoraxwand bestrahlt haben möchte oder gar muss.
    Er meinte, damit läge das Risiko, dass z.B. eine Rekonstruktion mit Implantaten aufgrund von Komplikationen (z.B: Fibrose) weitere OPs nach sich zieht, bei fast 70%.
    Man würde zudem überlegen, von den Leitlinien abzuweichen und die Bestrahlung VOR der OP machen, wenn ich mich für die große Variante entscheide. So würde man sich den Zwischenschritt mittels Expander sparen, hätte eine OP weniger und dergleichen. Es gäbe da wohl neue Erkenntnisse zu, dass man das tatsächlich so machen kann und das nicht besser oder schlechter wird, als wenn man Mastektomie-Bestrahlung-Wiederaufbau wählen würde.

    Insgesamt war der Arzt was die Rekonstruktion angeht ohnehin eher für den Aufbau mit Eigengewebe. Ob in dem betreffenden Zeitpunkt dann genug Material vorhanden wäre, würde und müsste man dann klären, wenn ich mich dafür entschieden hätte und der Zeitpunkt kurz bevor stünde. Es würde jetzt nix nützen, zu schauen ob JETZT genug Bauchspeck da ist, wenn der Wiederaufbau erst in 1, 2 oder 3 Jahren wäre. Klingt natürlich auch logisch. Man würde aber, wenn ich möchte, nochmal einen Termin machen und gerne einen plastischen Chirurgen hinzu ziehen.

    Hinzu kommt dass man mir ganz klar gesagt hat, dass ich wohl die "gesunde" Seite werde selber zahlen müssen. Es wäre mit den Jahren immer schwieriger geworden, die Kassen dazu zu bekommen, die Kosten zu übernehmen. Und da ich nicht nur einen negativen Gentest habe, sondern auch NIEMAND sonst in meiner Familie Krebs hat, könne man quasi mit nichts argumentieren, um die Kostenübernahme irgendwie zu erwirken. Man könne es höchstens auf die psychische Schiene versuchen, aber das wäre wohl auch nicht so easy und könne sich wenn man Pech hat extrem lange hinziehen

    Abschließend meinte er lediglich noch, dass ich bedenken solle, dass man die Mastektomie samt Aufbau jeder Zeit machen könne, sollte man sich nach der BET doch unwohl fühlen oder es tatsächlich zu einem Rezidiv kommen. Das wäre kein Problem, auch von der Kasse her.

    Lymphknoten-OP
    In jedem Fall würde man sich auch die Achsel-Lymphknoten während meiner OP ansehen, da ja mind. einer lt. Nadelbiopsie befallen war. Allerdings möchte man nicht einfach alle ausräumen, sondern sich den Wächter-LK ansehen (Schnelltest), dann einmal mit Kontrastmittel gucken, Tasten und was weiß ich nicht schauen, was raus muss und was nicht. Sollte man im Wächter noch was finden, so würde man wohl max. 7 mit raus nehmen um zu schauen, was da los ist.

    Bestrahlung
    Ich hab natürlich auch nachgefragt, wie das mit Bestrahlung aussieht. Von einer intraoperativen Bestrahlung hat man mir abgeraten, wenn notwendig bzw. gewünscht würde man wohl ganz normal 4 bis 6 Wochen seine täglichen Einheiten bekommen.

    Ich finde das wirklich schwierig. Jeder Arzt rät mir von einer großen OP quasi ab und möchte, dass man beide Brüste behält. Das hab ich jetzt schon soooo häufig gehört, ich denke mal, die werden mir ja nicht alle einen vom Pferd erzählen. Aber die Angst sitzt einem echt schwer im Nacken. Ich hab einfach das Gefühl "viel hilft viel", weil es für mich so logisch klingt. In meinem Kopf ist einfach die Idee, dass wenn man das ganze Brustgewebe wegschneidet, doch auch die Rückfallwahrscheinlichkeit viel viel niedriger sein MUSS. Es ist so schwierig, ich wünschte mir, ich hätte gar keine Auswahlmöglichkeiten :/
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    @Käthe Ich kann dich so gut verstehen. Eigentlich dachte ich die subkutane Mastektomie wäre für mich gut, jetzt habe ich aber auch gelesen das bei duktalen Karzinomen die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv in der Brustwarze gegeben ist. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher ob ich die Brustwarze behlten möchte oder doch lieber weg damit. Morgen habe ich aber schon die vorstationäre Aufnahme für die OP...
    Mir hat man auch ermutigt den Aufbau mit Eigengewebe machen zu lassen, aber halt nicht sofort.

    BET + Bestrahlung wären bei mir möglich gewesen, allerdings konnte niemand ausschliessen das mein Kalk auch noch Reste von Vorstufen (DCIS) enthält. Dann müsste man nachoperierten. Also lieber gleich alles raus, und ich spare mir die Bestrahlung.

    Und ich dachte auch das die "gesunde" Seite bleiben muss (wenn ich die OP nicht selber zahle), weil ich wie du einen negativen Gentest habe und die erste in der Familie bin die an Krebs erkrankt ist. Die Ärztin im Brustzentrum meinte aber das ich mit einem BIRADS III-Befund durchaus die Möglichkeit hätte die Brustdrüse hier ebenfalls zu entfernen. Dabei wurde die verdächtige Stelle doch schon rausgeschnitten (und erwies sich als harmlos).

    Jetzt schwirrt mir das alles im Kopf, und ich habe keine Ahnung ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Aber wer weiss das schon... ?(
    Ich möchte nur kurz einhaken: Nach erfolgter BET ist es eben nicht möglich, eine spätere Mastektomie der erkrankten Seite von der Kasse bezahlt zu bekommen. Wenn du bereits die BET hattest, steht dir die Bestrahlung zu, eine Kostenübernahme einer Mastektomie wird von der Kasse in der Regel nicht bewilligt.
    Ich bin dazu das beste Beispiel. Ich hatte BET und später erst das Ergebnis meiner palb2 Mutation. Daraufhin wollte ich die Mastektomie auch der erkrankten Seite - Fehlanzeige, obwohl ich mir damit die Bestrahlung gespart habe.
    Da musst du wohl erst aufs Rezidiv warten...
    @Sabrina
    Jetzt hab ich eben noch geschrieben dass ich hoffe, dass du dich gut aufgehoben und beraten fühlst mit deiner OP und lese jetzt erst hier, dass du doch noch etwas unsicher bist :(

    Ich befürchte, man hat tatsächlich zu viel Auswahl und ist schlussendlich einfach damit überfordert. Jede Variante scheint Vor- und Nachteile zu haben und in schlechten Momenten denkt man, man greift ohnehin ins Klo und trifft zwangsläufig die falsche Entscheidung.
    Wir sind grad einfach in einer Situation wo man gefühlt ALLES machen würde, um den Mist los zu werden. Wirklich alles. Aus Angst. Aber Angst ist ja eigebtlich auch eher selten ein guter Begleiter...

    Meine "gesunde" Seite ist halt scheinbar so unauffällig, dass sich da nix machen ließe. Kein Kalk, kein nichts, kein gar nix (außer ein Lymphknoten, der am Anfang ein zweites MRT gefordert hat).

    Ich fürchte es ist egal was man macht, wenn man wirklich riesen Pech hat, dann ist man irgendwann wieder dabei, selbst wenn man sich alles hat wegschneiden und bestrahlen lassen. Das Leben kann halt manchmal einfach doof sein.


    @Desir77
    Ernsthaft????
    Ich meine die Sache mit der Genmutation wurde doch sogar erst im Nachgang bekannt bei dir. Dass sich das auf den bereits operierten und bedtrahlten Tumor nicht weiter auswirkt - okay, der ist ja schon in Behandlung gewesen. Aber da gehts doch auch um Prophylaxe und zukünftige Geschichten. Ich bin schockiert...

    Mir hat man das eben echt anders erklärt. Ich hab auch ganz bewusst nachgefragt, es kann sich also nicht um ein Missverständnis oder so handeln. Und da sagte man mir, ich solle erst die kleine OP machen und könne jeder Zeit wenn ich feststellen sollte, dass ich das vom Kopf her doch nocht so kann, die große OP nachholen. Da hätte man durch die Krebserkrankung mehr oder weniger lebenslangen Anspruch drauf und die Kasse müsse das zahlen, ob sie will oder nicht.
    Das hat man mir/uns eben wortwörtlich so gesagt...



    Oh man, wieso ist das nur so furchtbar kompliziert? :(
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    Hallo @Käthe,

    ich schalte mich mal ein.
    Ich hatte eine BET, Mastektomie mit Silikon-Sofortaufbau und einen späteren Aufbau mit Eigengewebe; allerdings keine Bestrahlung an der Brust. Mein Tumor (linke Brust) wurde zuerst per BET entfernt. Da aber an allen Quadranten kein gesundes Gewebe festgestellt wurde, entschieden sich Arzt und ich schnell zur Mastektomie. Ich hatte die Klinik bzw. den Arzt absichtlich gewählt, weil ich wusste, dass er so etwas macht, falls es halt bei mir notwendig wird.
    Damals hatten sie mir nur nicht gesagt, dass das Silikon unter den Brustmuskel passen muss, also die Größe des Kissens entsprechend gewählt wird. Von erweiternden Netzen wurde gar nicht gesprochen. Meine Zimmernachbarin hat dies bekommen, musste das Netz aber auch selbst bezahlen. Nach der Heilung sah ich dann, dass die linke Brust viel kleiner war als die rechte, halt wegen des Muskels. Ich musste trotzdem die Seite aufpolstern, brauchte trotzdem Spezial-BHs, um die ich ganz schön kämpfen musste mit der KK, und konnte das Implantat insgesamt nicht akzeptieren. Deshalb habe ich mich zum Aufbau der Brust mit Eigengewebe entschlossen. Es wurde also das Implantat wieder entfernt. Dort hatte sich bereits eine leichte Kapselfibrose entwickelt. Die Brust wurde in 2 OPs plus Mikropigmentierung für die Brustwarze per Bauchfett aufgebaut. Diese neue 1. OP hatte die KK erst abgeleht, nach 2 oder 3 Widersprüchen und 2 Gutachten vom Arzt nebst Fotos von meinen asymmetrischen Brüsten, wurde aber eine Kostenzusage erteilt. Ich bin sehr sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
    Mein Arzt hatte damals angemerkt, dass man eigentlich nicht einseitig mit Silikon aufbaut, da das Silikon einen gewissen Alterungsprozess hat, das eigene Gewebe einen anderen, so dass immer ein kosmetisch asymmetrisches Ergebnis im Laufe der Zeit auftreten kann, was zu Unzufriedenheit führt.

    LG Tipi

    So sah die Brust nach dem ersten Teil des Brustaufbaus mit Eigengewebe aus. Leider habe ich keine Bilder mehr von den asymmetrischen Brüsten.
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    Ich war ja noch nicht bestrahlt Käthe. Das Genergebnis kam direkt nach Chemoende und vor Bestrahlungsbeginn. Ich habe mich dannfür die Mastektomie entschieden und gegen Bestrahlung (kleiner Tumor, freie Lymphen) und bin davon ausgegangen, dass dass so für die Kasse passt. Von wegen.
    Das Risiko für eine Neuerkrankung in der bereits erkrankten und behandelten Brust ist wohl auch mit genetischer Belastung eher gering. So hat man es mir in München gesagt. Ich hab die OPs dann aus meiner Tasche bezahlt zunächst und mich hinterher mit der Kasse gestritten. Aber so war zumindest der Druck und die Angst ausgeschaltet.

    Und ich wäre bei einem aggressiven TN auch aggressiv in der Behandlung. Mastektomie und Bestrahlung. Ich habe dein Eindruck wenn ich so lese, auch in internationalen Foren, dass BET bei TN ein Risiko ist. Aber das kann auch nur mein Empfinden sein..
    @Tipi
    Da hast du wirklich einiges hinter dir und ich freue mich sehr, dass du am Ende mit deiner Wahl hinsichtlich des Eigengewebes glücklich und zufrieden bist.
    Der Hinweis deines Arztes hinsichtlich des einseitigen Silikons und der optischen Unterschiede u.a. auch beim Altern kam gestern auch. Ist ja auch irgendwie plausibel. Ich hätte wenn dann ohnehin eigentlich gerne beide Seiten gemacht, auch wenn nur eine erkrankt ist. Aber das müsste ich dann halt tatsächlich wohl selber zahlen, wie man mir gestern mitgeteilt hat...

    @Desir77
    Man hat ja auch sonst nix zu tun, als sich auch noch mit den Kassen ums Geld zu zanken. Wirklich unglaublich, dass sowas echt notwendig ist. Ich kann mir vorstellen, dass das echt nicht schön für dich gewesen sein muss =/.

    Was das andere angeht: ja, so habe ich auch gedacht. 6 Monate lang. Ich war mir soooo sicher was ich möchte: Mastektomie beidseits UND Bestrahlung. Ganz nach dem Motto: viel hilft viel.
    Jetzt hat man mir schon den Zahn gezogen, dass die Kasse das für die gesunde Seite mitmachen wird. Eine einseitige Mastektomie macht für mich aber hinsichtlich meines leitenden Gedankens: NIE WIEDER Brustkrebs nur wenig Sinn. Die gesunde Seite kann ja trotzdem jeder Zeit wieder dran sein...

    Was mich veunsichert ist einfach die Tatsache, dass mir JEDER Arzt von der großen OP abrät. Schon bei Diagnosestellung ging das mit dem Prof im Brustzentrum los. Dann der behandelnde Arzt im Brustzentrum, der den negativen Gentest gefeiert hat, weil man sich so die Mastektomie sparen kann. Mein Gyn, der mir ungefähr 50 Mal erzählt hat, dass mir die Mastektomie nichts bringt, während die Chemo lief. Und dann der Arzt gestern, wo ich doch extra nur in der Klinik war um mich über die Mastektomie und Rekonstruktionsmöglichkeiten zu informieren.

    Ich meine, die alle wissen doch um meinen aggressiven Tumor, ich bin ja auch nicht die erste Frau damit. Können die wirklich alle irren?
    Wenn es irgendwo Erkenntnisse dazu gäbe, dass die BET bei tn die schlechter Wahl ist, wüssten die Ärzte da nicht was von? Können so viele Ärzte unabhängig von einander einen falsch beraten?


    Es ist zum Mäusemelken. Wirklich. Ich war mir so sicher und wollte nur das Beste für den Aufbau ermöglichen, in dem ich mich allumfassend informiere.
    Jetzt hab ich gar keine Ahnung mehr, was denn das Richtige ist und wünschte einfach, dass ich nicht entscheiden müsste. Wie ich es mache ist es doch gefühlt am Ende eh falsch :(
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    Liebe @Käthe,
    ich versteh Dein großes Gedankenkarussell, aber Dein Arztgespräch gestern finde ich in der Zusammenfassung sehr vernünftig. Wahrscheinlich ist die wirkliche Baustelle dazu auch nicht an Deinem Körper, sondern in Deinem Kopf. Natürlich haben wir alle Angst in unterschiedlicher Ausprägung, aber gerade Dein Gedanke "viel hilft viel" ist leider nicht richtig. Auch bei oder trotz einer Mastektomie kann es zu einem Rezidiv kommen bzw an der Thoraxwand. Sicherheit gibt es in dem Sinne nicht.

    An Deiner Stelle würde ich mich wohl für eine BET entscheiden. Schau mal, Du hast wenigstens noch eine Wahl. Bei mir ging nur eine Ablatio und von Wiederaufbau sprach niemand in der damaligen Situation (bei mir stand die OP an erster Stelle aller Behandlung). Für mich war das von Anfang an okay, auch wenn ich natürlich auch gern zwei Brüste hätte. Ich hab eine Prothese, mit der ich gut zurecht komme, aber ich laufe auch ganz viel einbrüstig. Ich hab mich im Kopf lieber für schnelle Akzeptanz entschieden und dafür, dass meine Weiblichkeit sich nicht über zwei Brüste definiert. Auch, weil ich immer wieder erlebt habe, wie andere Frauen darunter leiden, dass ihnen eine Brust genommen wurde.

    Bis wann musst Du Dich denn entscheiden? Und hast Du schon mal konkret mit der Krankenkasse gesprochen, welche OPs sie bei Dir übernehmen würden und welche nicht? Vielleicht hilft ja auch das.
    Liebe Grüße, Belle
    @Käthe
    ​mir haben auch alle Ärzte zu einer BET + Bestrahlung geraten, ich hatte ja TN, ohne Lymphknotenbefall, T1 und keine bekannte Genetik (beinhaltet ja sowieso nur 50 % Sicherheit bzgl. noch nicht erkannter Mutationen). Ich hab nur meinen und Desirees Chirurgen hier in München gefunden, der für Mastektomie ohne Bestrahlung war. Und ich bin so froh, dass ich meinen Kopf durchgesetzt habe. Pathologisch war nämlich plötzlich auch noch ein bisher unbekannter DCIS da (hatte man weder auf Mammographie noch US gesehen). Jetzt hab ich natürlich Bedenken, ob ich nicht auf der anderen Seite auch noch DCIS habe (ich hatte auch eine beidseitige Mastektomie in Betracht gezogen). Für mich war bzgl. Mastektomie allerdings auch entscheidend, dass ich dadurch um die Bestrahlung herum komme....
    Ich bin gerade zurück von der OP-Vorbereitung. Habe nochmal gefragt ob denn die Krankenkasse den Aufbau mit Eigengewebe übernimmt wenn ich schon ein Implantat habe. Die Ärztin meinte das liesse sich eigentlich immer begründen und die Krankenkasse müsste dann zahlen. Sie befürwortet den Aufbau mit Eigengewebe, meinte aber auch ich solle jetzt nichts überstürzen und erstmal abwarten wie ich mit dem Implantat klar komme.
    Ach ihr seid so lieb, danke für eure Anregungen und Aufmunterungen.

    @die Belle
    Ich bewundere Frauen wie dich, die sogar einen Weg gefunden haben, ohne ihre Brust/Brüste auszukommen. Sicher ist das völlig undividuell und typabhängig, aber ich glaube da gehört neben viel Selbstvertrauen auch ein sehr gutes Körpergefühl und eine positive Beziehung zu sich selbst zu. Sicher, man lernt mit der Zeit bestimmt auch, damit umzugehen/ umgehen zu müssen. Denn nicht bei jeder Frau ist das mit dem Wiederaufbau wohl überhaupt machbar aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber trotzdem ziehe ich wirklich meinen Hut davor, wenn ich von solchen Geschichten höre.

    Was die Sache mit dem Kopf angeht, stimme ich dir voll zu. Da ist gaaanz viel Angst und Panik und man neigt sicherlich dazu ggf radikalere Schritte zu wählen, als notwendig. Das ist mir sehr bewusst. Und trotzdem ist es sooo schwierig, das abzustellen.
    Wenn mir jetzt jemand sagen würde, es hilft ggf sich den kleinen Zeh abschnibbeln zu lassen, wäre ich wohl sofort dabei. Und zur Sicherheit dann direkt beide Seiten, man kann ja nie wissen, ob das nicht noch was hilft... ;)

    Ähm, meine Chemo endet wahrscheinlich nächste Woche. Ich soll mich dann direkt melden, weil 3 Wochen danach quasi OP-Termin wäre...
    Mit der Kasse und der Beihilfe ist das leider nicht so easy. Die möchten halt konkret wissen, was gemacht werden soll um dan sagen zu können "ja ok" oder "nee machen wir nicht". Das kann ich denen aber gar nicht liefern grade, weil genau das ja noch nicht feststeht. Aber das verstehen die netten Mitarbeiter von der Hotline irgendwie nicht.


    @Chippendale
    Das was du schilderst ist z.B. einer der Gründe, weswegen ich so für die Mastektomie war. 9 Monate hat man den dämlichen Tumor im US nicht gesehen. Wer weiss, was man da noch alles nicht gesehen hat?
    Gut, ich hatte mittlerweile neben unzähligen Sonos 2 x Mammo (beidseitig), 2 x MRT (beidseitig). Normalerweise sollte man da mal so langsam alles finden. Aber vertrauen tu ich da eigentlich nicht wirklich drauf. Ich hab monatelang geglaubt, dass das alles so gut ist und reicht. Was ich davon hab sieht man ja jetzt...

    Das mit der Bestrahlung ist dann auch gleich die nächste Baustelle. Beim Staging hat man im US einen auffälligen LK gefunden, den mit der Nadel biopsiert und das wars. Ob da jetzt 1 LK oder 15 befallen sind/waren weiss ich also nicht. Hat keinen interessiert, man würde da erst bei der OP nach der Chemo nach gucken.
    Alle Ärzte sagen mir, dass bei einem befallenen LK ich selber wissen muss, ob ich eine Bestrahlung möchte oder nicht. Dazu gäbe es keine eindeutigen Empfehlungen. Wenn die jetzt keinen oder nur den einen beroffenen LK finden, bleibt also auch diese Entscheidung an mir hängen. Ich weiss ja nicht, wie das vorher war, hinterher waren da mal lustige 15 LK befallen und es ist nur nie aifgefallen. Also würde ich die Bestrahlung gerne mitnehmen - unabhängig von BET oder Mastektomie. Und da haben wir dann den Salat beim Wiederaufbau nach der Mastektomie, weil dann alles selbst "nur" durch die Achselbestrahlung wohl ungleich komplizierter wird.

    Achso, auch die Sache mit dem Gentest und noch unbekannten Risikogenen hab ich natürlich angesprochen. Aber da war der O-Ton, dass eine Entscheidung ja dann reicht, wenn es soweit wäre. Wenn man mir in 15 Jahren sagt "ups, du hast Mutation XY, das konnten wir vorher nicht erkennen", könne man ja immernoch prophylaktisch eingriefen. Klingt logisch. Aber was ist denn, wenn der Mist schon vorher wieder kommt, bevor man das weiss? Das halten die Ärzte immer für so unwahrscheinlich und werfen mit Prozentzahlen um sich, die mich irgendwie kaum beruhigen können. Wie soll einen eine geringe Wiedererkrankungsrate von 5% beruhigen, wenn man bei einer 0,1% Wahrscheinlichkeit mit 26 ohne familiäre Häufung an BK zu erkranken genau der "Trottel" war, der ins Klo gegriffen hat? Sehr witzig...


    @Desir77
    Dein Argument mit der pCR war genau das, was in meinen Öhrchen klingelte, als der Doc gestern sagte "Machen Sie erst die kleine OP, die große können Sie jeder Zeit nachholen, das muss die Kasse zahlen". Das wäre für mein Gewissen sicherlich perfekt. Sollte da noch was sein, können die direkt den nöchsten OP-Termin festmachen und die Tage der Brust sind gezählt.
    Wenn die Kasse/Beihilfe dann aber wie bei dir anfängt rumzumoppern und dann kommt "du hast jetzt BET anhefangen, wir zahlen die Bestrahlung und nix weiter", dann hab ich echt ein Problem :(


    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass weder Chemo noch Haarausfall oder sonst etwas mich so gestresst hat, wie dieses Thema. Es gibt für beide Ansätze sooo viel, was jeweils dafür oder dagegen spricht. Da wird man echt gaga bei, muss ich gestehen...


    @Sabrina
    Das klingt doch sehr gut, oder? So kannst du dir in Ruhe ansehen, wie es mit dem Implantat läuft. Und wenn es sich früher oder später doch als die falsche Entscheidung rausstellt, hast du noch was in der Hinterhand. Find ich gut.
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    Meine Beobachtung hinsichtlich BET oder Mastektomie bei TN: bei einer PCR und vorher kleinen Tumor ohne LK-Befall kann man sich eine BET "erlauben"

    Bei keiner PCR und großem Tumor mit/ ohne LK-Befall: da ist man sicherlich mit Mastektomie besser beraten.

    Ich war jetzt gestern in Düsseldorf zur Post-OP-Kontrolle. Hätte man mich vorher gefragt, ob ich einschätzen kann, ob alles in Ordnung ist, ich hätte passen müssen. Dies liegt sicherlich an dem "komischen", tendenziell schmerzhaften Gefühl, welches diese Seite bei mir verursacht. Mal zwickt es hier, dann spannt es dort, den Arm richtig hoch heben geht noch nicht, mal komische Stiche in der Brust etc.
    Aber es war alles in Ordnung, dann glaube ich das mal.
    Was ich damit sagen will: Silikonaufbau wird leider meistens "schön und harmlos" geredet.
    Jetzt, viele Wochen nach der OP, bleibe ich dabei, dass der Diep Flap für mich deutlich leichter zu ertragen war.
    Das "Tragegefühl" ist schon sehr speziell.
    Das fällt mir besonders auf- wie die Ärztinnen gestern zugeben mußten- da ich eine Seite so und eine so habe, also beides im direkten Vergleich.


    @Käthe: ich könnte mir vorstellen, dass man Dich von der BET auch deshalb überzeugen möchte, da es eigentlich kein Verfahren gibt, was "große" Brüste zaubern kann.
    Du schriebst ja, sie müßten zum Körper passen etc. und damit eine gewisse Größe haben. Kann ich absolut verstehen- aber es geht nicht.

    Wenn man nicht gerade einen Riesenbauch hat, wird ein Diep Flap das nicht hergeben.
    Aber Silikon kann das auch nicht richten. Man kann nicht unbegrenzt große Kissen einsetzen- entweder wird der Muskel damit extrem geschädigt oder es wird über den Muskel gesetzt, da kann die Narbe das Gewicht aber nicht halten.
    Übrigens: meine Silikonbrust ist deutlich schwerer als die Diep-Brust, bei gleichem Volumen- da haben die in Düsseldorf perfekt hinbekommen.

    Lange Rede kurzer Sinn: da die BET in Studien ähnlich abgeschnitten hat wie die Mastektomie und bei einer Rekonstruktion eben nicht alles machbar ist, schlägt man Dir die BET vor.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo Käthe, ich hatte vor 6 Jahren wie schon erwähnt Brustkrebs und nun wieder diesmal war er 11 mm und platt wie ein Stück Papier hing an der Narbe dran ein Disc war dabei sich zu bilden aber dies war noch völlig in Ordnung. Es gibt von den Schweden eine Langzeitstudie darüber über wie Sinnvoll es ist bei Frauen vor dem 45 Geburtstag die Brust zu entfernen. Hätte das Ergebnis dieser Studie 2011 schon im Raum gestanden hätte ich damals darauf bestanden das ich die Brust abgenommen bekomme.
    Eine Entscheidung aber musst Du ganz alleine für Dich treffen. Ich selber möchte keinen Aufbau und werde die nächste Seite wohl auch wenn ich fit bin entfernen lassen aber dabei bin ich mir nicht sicher. Da wird das Gefühl mir den Weg zeigen. Probleme damit das ich eine Prothese habe habe ich nicht und zu Hause benutze ich sie nicht okay mein Physiotherapeut schimpft deswegen da es hier um den Gewichtsausgleich geht. Meine Brust hatte ein Gewicht von 1200 gr.und die noch vorhandene Seite wird nicht leichter sein

    Lg Snutje
    @Jule66
    Freut mich zu hören dass dein Termin in Düsseldorf scheinbar erfolgreich war :)
    Wir waren insgesamt 3 Stunden in der Klinik, danach waren wir echt komplett platt.

    Was du hinsichtlich des "Tragegefühls" von Silikon beschreibst, hatte ich irgendwie auch so im Gefühl, wenn man mal so ein Impli in den Fingern hält. Fühlt sich bei gleicher Größe wie die normale Brust irgendwie deutlich schwerer an.
    Das ist z.B. einer der Gründe, weswegen ich eigentlich beide Seiten "bearbeitet" hätte haben wollen - entweder jeweils mit Implantat oder Eigengewebe. Damit man auf beiden Seiten halt das gleiche Füllmaterial und so auch ein ähnliches Gefühl hat.
    Aber da hat man mir ja gesagt, dass ich das vergessen kann...

    Ähm, was die Größenwünsche angeht und dergleichen, kann das natürlich sein, dass das einigen Docs im Hinterkopf schwebt (wobei sie ja auch einfach konkret was dazu sagen könnten). Der Arzt aus Ddorf gestern konnte das aber nicht wissen - das ist nämlich alles gar nicht zur Sprache gekommen. Das komplette Gespräch diente mehr oder weniger dazu, mir die BET ans Herz zu legen. Ich hab zwar das Thema mehrfach auf Mastektomie/Implantate/DIEP gelenkt (deswegen war ich ja auch eigentlich dort) und mir wurden ein paar Fragen dazu beantwortet, aber immer wieder kam de Arzt zurück zur BET und dem Punkt, dass er von allem anderen abrät.
    Ich weiss z.B. noch immer nicht, ob mein Bauchspeck überhaupt ausreicht. Ich hab gefragt wie sich das verhält, weil ich keine Ahnung hab, ob ich z.B. 3 Kilo abnehmen kann oder damit alles gefährde usw. Da war dann die Antwort, dass ich einfach mein Leben leben soll und wenn es denn so wäre, dass dann später (der Aufbau wäre frühestens 1 Jahr nach Bestrahlung) nicht genug da wäre, man das schon irgendwie hinbekommen würde. Da solle ich mich aber dich bitte JETZT nicht drum sorgen...Aha.
    Für alle weiteren Infos zu DIEP & co solle ich, sofern ich mich definitv für ein Mastektomie entschieden habe, nochmal einen Termin machen und dann wäre auch einer von der Rekonstruktions-Abteilung dabei und dergleichen.

    Mir wurde sogar erzählt dass jetzt im Ausland (ich hab leider das Land vergessen bei dem endlos langen Gespräch) wohl Studien laufen (sollen?), wo komplett auf die OP verzichtet wird und erstmal nur noch Chemo+Bestrahlung gemacht wird. Die OP käme da ganz zum Schluss. Und wenn man dann bildgebend nix mehr findet, wird auch nix mehr operiert...

    Glaub mir, es war so verwirrend. So viel Ablehnung gegen Mastektomie und Wiederaufbau (womit die Klinik ja nunmal ihr Tagesgeschäft verbringt) hab ich absolut nicht erwartet. Kann mir gut vorstellen, dass das für ordentlich Probleme sorgen kann hinsichtlich des Rückens, wenn da eine Seite abgenommen worden ist.


    P.S.: Die Studie macht mir wirklich Angst. Alle erzählen, man solle nicht zu viel machen und blabliblubb. Ubd die sagen genau das Gegenteil. Achje :(


    @Snutje
    Oh, da hast du ja wirklich ordentlich Holz vor der Hüttn. So viel hab ich jetzt nicht zu bieten. Ist nur ein großes C/kleinea D-Körbchen.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Käthe“ ()

    Ja Jule das meine ich , ich bin nun seit September 2017 wieder im Rennen mit diesem Mist, das ich dabei auf soviele Frauen treffe welche vor mehr als fünf Jahren Krebs hatten und nun ein Rezidiv haben ,hat mich sehr erschreckt ich finde es sehr viel.


    Lg Snutje

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Snutje“ ()

    Ich hab mir das Studienergebnis durchgelesen und wirklich Angst bekommen. Das war jetzt die zweite Nacht, in der ich um 3 noch immer wach lag wegen der OP =/...


    Was mich an den Studien-Ergebnissen beschäftigt sind mehrere Sachen.

    1.) Die Patientinnen hatten vor 20 bis 29 Jahren BK. Das ist gefühlt ewig her. Ich weiss nicht, ob sich in der Bestrahlung seitdem was verbessert hat. Das Netz sagt ja, ich hab aber nix verständliches gefunden was mir sagt "ahhh, die Strahlentherapie ist heute also aus diesen und jenen Gründen viel besser als damals, daher das Ergebnis".

    2)Die Rede ist von einer um 13% erhöhten Rückfallquote bei BET+Bestrahlung. Und da frag ich mich ob die das so meinen, wie sie es sagen. Ich dachte erst "Ach du schei...". Aber dann hab ich mal meine Mathekenntnisse aus der 5. Klasse ausgebuddelt (da musste ich gabz schön tief graben^^).
    Angenommen die Rezidivrate liegt bei der Mastektomie bei ca. 10%. 10 von 100 Frauen haben also leider ein Rezidiv bekommen. Da an der Studie unhefähr 1000 Frauen teilnahmen, wären das also insgesamt 100.
    Bei BET+Bestrahlung waren es 13% mehr Laut Text. Das wären also 11,3 Damen auf 100 Frauen, 113 insgesamt. Zusätzlich 13 brusterhaltend operierte Frauen mehr hatten also -aus welche Gründen auch immer- ein Rezidiv.
    Richtig?

    Oder meinen die ProzentPUNKTE? Das ist ja ein himmelweiter Unterschied, ob das Rezidivrisiko von 10% auf 11,3% oder auf insgesamt 23% ansteigt. Davon bin ich nämlich am Anfang ausgegangen und hab ne halben Herzkasper hier bekommen...
    Dann hätten wir bei 1000 Ffauen nämlich 230(!) Rezidive BET und 100 bei der Mastektomie.

    Allerdings hätzen sie dann auch einfach den Text gänzlich falsch formuliert...

    3) Wenn die Teilnehmerinnen bis 1998 zur Studie aufgenommen wurden und 20 Jahre verfolgt wurden, wie kann das Ergebnis dann schon 2016 festgestanden haben? Das sind ja nunmal einfach keine 20 Jahre. Will jetzt nicht rummoppern, aber sauber gearbeitet klingt das nicht unbedingt ;)

    Ach Kinners, ich hab so Schiss mich falsch zu entscheiden. Am liebsten würd ich nochmal 16 Chemos dranhängen und so den ganzen Mist umschippern...
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    Hallo,

    ich habe es so verstanden, dass , wenn wir mal von den 10% Rezidivfällen der Mastektomierten ausgehen, die BET ein um noch 13% höheres Risiko für ein Rezidiv hatten, dann nämlich ein 23%iges."... hatten ein um 13% höheres Risiko, ein lokales Rezidiv zu entwickeln als gleichaltrige Frauen mit Mastektomie ohne Bestrahlung,"

    Ich denke mal, wenn wirlich 10% bei den Mestektomierten und 13% bei den BET´lern gemeint wäre, wäre das "statistisch nicht signifikant", um in der Fachsprache zu bleiben.

    Auffällig scheint mir, dass ausschließlich Frauen mit eher "freundlichen" Tumoren eingeschlossen waren- also ist das für uns TN´ler ohne Belang.?
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Das und auch der Einwand von @Desir77 sind wirklich gute Einwände. Zudem wird auch nicht zwischen Genträgerinnen und spontan Erkrankten unterschieden. Und mich wundert es wenig dass innerhalb von 20 Jahren bei "nur" BET ggf der eine oder andere Rückfall (oder eher Wiedererkrannung" auftreten kann, wenn man erblich vorbelastet ist...

    Ich hab in der englischen Fassung mal nachgesehen: da geht es auch um 13% und nicht um Prozentpunkte...

    Dafür nennen sie mal konkrete Zahlen: mit BET hatten 18% einen Rückfall, mit Mastektomie 6,7%. Das wäre ein Unterschied von 11,3 Prozentpunkten. Keine Ahnung also, wo diese "13%" her kommen...


    Der englische Beitrag ist etwas länger, für alle die Lust drauf haben hier der Link:

    healio.com/hematology-oncology…nce-risk-in-younger-women

    Interessant ist im Text die Info, dass ungefähr 305 Damen unter 41 waren. Wie alt die anderen waren steht da gar nicht bei. Alle zwischen 42 und 45? Aber das macht irgenwie auch keinen Sinn, das dann extra in zwei Gruppen aufzuspalten. Die Zahl 41 kommt in der Auswertung am Ende allerdings nie wieder vor...


    Irgendwie ist diese Studienauswertung komisch gelaufen. Ich zumindest kann leider nicht so ganz nachvollziehen, was mir das konkret sagen soll.
    Und ich versteh auch nicht weshalb das nie wieder Thema anderer Studien war, wenn es doch da so gravierende Unterschiede gibt.
    Das wäre doch ein hoch interessantes Thema eigentlich...


    Oh man, morhen muss ich dringend mal mit meinem Gyn über all das sprechen. Ggf kann er mir ja bei meiner Entscheidung helfen
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    Ein herzliches Hallo an euch !

    Seit längerem lese ich über Google im Stillen hier mit, was mir gerade in der schwierigen Zeit kurz nach der Diagnose sehr geholfen hat und mich mit wertvollen fachlichen und auch sehr mutmachenden Infos versorgt hat :) .

    Wie ihr in meinem Profil sehen könnt, wurde bei mir am 26.09.2017 triple-negativer Brustkrebs diagnostiziert.

    Ich habe den Knoten selbst getastet, nachdem meine Tochter zu dieser Zeit nur noch vor dem Schlafengehen gestillt wurde und die Brust leerer und leerer wurde, aber eine Stelle hart blieb.

    Trotzdem war es eher zufällig und da der Knoten so weit oben in der Brust war, hätte ich ihn beim Abtasten vielleicht gar nicht bewusst bemerkt (dachte irgendwie immer, dass Brustkrebs eher im Zentrum der Brust entsteht :huh: ).

    Obwohl sowohl Frauenärztin als auch der Oberarzt vom Brustzentrum auf Zyste getippt hatten, lautete das Biopsieergebnis doch anders..es soll ja aberwohl auch typisch für den medullären Typ sein, dass er leicht mit gutartigen Tumoren verwechselt wird.

    Wie wahrscheinlich alle hier mit TN hoffe auch ich auf pathologische Komplettremission. Der letzte Ultraschall war am 20.12. und vom ehemals tiefschwarzen Tumor war um den Clip herum, war nur noch ein leichter Schatten um den Clip herum zu sehen, von dem man nicht sagen kann, ob es noch Tumorgewebe ist oder das Tumorbett bzw. die Tumorhöhle, wo der der Tumor gewesen ist..

    Die Chemo hätte auf jeden Fall gut angeschlagen..

    Ich persönlich hätte es wieder mal gerne eindeutiger gehabt (am liebsten schon zu diesem Zeitpunkt eine klinische Komplettremission), aber mittlerweile versuch ich mich in Geduld zu üben, dass es die endgültige Sicherheit über den Remissionsgrad eben erst nach der Op gibt und halte mich an der Tatsache fest, dass der Tumor seine Farbe eindeutig verändert hat und ich ihn schon nach der zweiten EC nicht mehrertasten konnte...

    Heute habe ich die 6. von den 12 Pacli-Zyklen erhalten und bin froh, dass ich die Chemo bislang so gut wegstecke und 3/4 geschafft sind .

    Momentan befinde ich mich in der ähnlichen Situatuon wie du Käthe.., mein erstes Bauchgefühl ging in Richtung Mastektomie und wenn das Gentest-Ergebnis positiv ausgefallen wäre, hätte ich mich auf jeden Fall für die beidseitige Mastektomie entschieden..

    Meine Gründe weshalb ich am liebsten das Drüsengewebe beider Brüste abgeben würde sind mein Bedürfnis nach größtmöglicher Sicherheit, was eine Neuerkrankung angeht. Dass immer noch ein Rezidivrisiko der bereits erkrankten Brust besteht, ist mir bewusst.

    Ich habe sehr dichtes Drüsengewebe und Befund von bislang benigne, also gutartig erscheinenden Mikrokalk in beiden Brüsten..

    Sowohl meine Schwester als auch meine Mom haben seit Jahren Fibroadenome in der Brust, die regelmäßig kontrolliert werden und selbst meiner Oma wurde mit 74 noch auffälliger Mikrokalk rausoperiert.

    Mir macht die Vorstellung jetzt schon zu schaffen, unabhängig von der sowieso bestehenden Rezidiv- und Metastasenangst mit der wir wohl alle kämpfen, immer wieder mit solchen Verdachtsmomenten konfrontiert zu werden..

    Da ich den Tumor in der Stillzeit ertastet habe werde ich auch das Gefühl nicht los, dass der Krebs durch die Veränderung des Drüsengewebes in Schwangerschaft oder Stillzeit zum Ausbruch gekommen ist und ich habe bereits zwei Frauen kennengelernt, bei denen trotz Hormonunabhängigkeit der Tumor in dieser Zeit diagnostiziert wurde, was mich da irgendwie einen Zusammenhang vermuten lässt.. auch wenn dieser wahrscheinlich nicht belegbar ist, zumindest habe ich dazu nichts gefunden...

    Ist euch diesbezüglich irgendwas bekannt?

    Von daher würde ich -selbst wenn ich die nächsten Jahre rückfallsfrei und metastasenfrei bleiben und es irgendwann vielleicht mit einem zweiten Kind klappen sollte- nicht mehr stillen. Ich persönlich verbinde damit einfach meinen Krebs, auch wenn ich soo gern gestillt habe :( ...

    Da sich ja bereits in der Schwangerschaft das Drüsengewebe auf die Milchproduktion einstellt, wäre es mir persönlich am sichersten das Drüsengewebe der gesunden Brust auch zu entfernen - für den Fall der Fälle..

    Natürlich bin ich im Moment einfach nur dankbar, eine gesunde Tochter zu haben und das Thema Kinderwunsch ist erstmal in den Hintergrund gerückt..

    Ich tendiere momentan zur beidseitigen Mastektomie mit Erhalt der Brustwarze und werde die Op-Optionen demnächst mit dem Professor, unter dem ich ich Behandlung bin, besprechen..
    Mir raucht nämlich auch der Kopf..

    Ich rechne aber auch damit, dass man mir zur brusterhaltenden Op rät und von der Entfernung der gesunden Brust abrät.

    Zudem stelle ich mir die Frage, ob die Mastektomie der gesunden Brust mit Wiederaufbau von der Krankenkasse bzw. von der Beihilfestelle übernommen wird- bin Beamtin.
    Ich glaube da wird es schwierig, gerade was die Beihilfe angeht...

    Da ich insbesondere nach dem Abstillen eher ein A-Körbchen habe, tendiere ich zu Aufbau mit Diep-Flap. Bauchspeck ist von der Schwangerschaft nach meinem Gefühl noch genügend vorhanden :D .

    Noch eine Frage an euch: Habt ihr Erfahrungen mit der intraoperativen Bestrahlung bei brusterhaltender Op gemacht?

    Ich lese immer nur, dass dies eher bei älteren Frauen gemacht wird, will dies aber auch ansprechen, für den Fall dass ich mich doch noch mit der brusterhaltenden Op anfreunde...


    Wünsche euch allen noch einen schönen Abend!!

    P.S.: Ich hoffe es ist ok, dass ich unter diesem Thema schreibe. Es hat einfach gerade zu gut auf meine Situation gepasst.
    Ansonsten kann mein Beitrag natürlich verschoben werden ;) .
    Hallo @Jen86, tut mir leid, dass es dich auch getroffen hat :(

    Mensch, wir habe ja einiges gemeinsam. Jung, triple negativ, negativer Gentest. Und wir sind beide Beamtin, sodass auch ich vor den Problemen mkt PKV/Beihilfe stehe.

    Ich kann dir nur sagen, was der Arzt in der Klinik meinte: mit negativem Gentest und nichtmal familiärer Häufung wäre es nahezu aussichtslos, die Kostenübernahme für die "gesunde" Seite zu erhalten. Es gibt zwar Urteile für genetisch belastete Patientinnen, nach denen die Beihilfe auch die prophylaktische OP der gesunden Seite zahlen muss (Grund dafür: die Genmutation wird als Erkrankung angesehen). Für "nicht mutierte" (sorry, irgendwie gibt es kein schönes Wort dafür) findet sich aber keine Regelung im Netz.

    Denn auch ich war ursprünglich dafür auf beiden Seiten kurzen Prozess zu machen. Aus Angst vor einer späteren Zweiterkrankung. Weil mir jetzt schon vor den Nachsorgeuntersuchungen graut, bei denen ggf falscher Alarm für Panik sorgt. Und weil ich eigentlich gerne zwei gleiche Brüste hätte. Klingt vielleicht doof, aber mir käme die erkrankte Seite weniger "behindert" vor, wenn sie sich nicht von der anderen unterscheiden würde. Und zu guter Letzt: seit dem Tag meiner Duagnose hlre ich permanent, wie schlimm mein tn Tumor ist. Da fallen ständig irgendwo Bemerkungen wie "sehr aggressiv", "hohes Rückfallrisiko", "schlechtere Prognose". Wieso dann die milde OP-Variante, die selbst die "freubdlichsten" Tumore bekommen, für mich genau so wirksam sein soll, kann ich kaum nachvollziehen.

    Dass jetzt alle Ärzte davon abraten, verwirrt mich nach wie vor sehr :(
    Und ich muss schon sagen, dass Ablatio+Rekonstruktion wirklich kein Zuckerlecken ist. Das war mir nie so bewusst vor dem Gespräch. Aber wenn man sieht und hört, was die Mädels hier zum Teil dazu berichten, ist das schon sehr aufwändig und auch nicht immer einfach.

    Auch wegen der intraoperativen Beazrahlung bei BET habe ich nachgefragt. Davon riet man mir auch ab. Man sagte mir, das wäre eher was für die Fälle, die nur Bestrahlung und keine Chemo bekämen. Mam könne damit zwar die Anzahl der Einheiten und somit die Bestrahlungszeit verkürzen, aber das ginge wohl etwas zu Lasten der Nebenwirkungen. Wenn man nur normam bestrahlt dauert das etwas länger, ist aber angeblich schonender und hat die gleiche Wirkung.




    @alle wo ich es hier grade aktuell Lese mal eine Frage, die mich schon ewig beschäftigt:

    Woher weiss man eigentlich seinen Tumor-Subtyp? Also duktal, medüllär, lobulär usw?
    Ich bin mehrfach alle meine Unterlagen durchgegangen - das wurde bei mir nie bestimmt. Es steht immer nur "Invasives MammaCA (NST)" in allen Berichten. Und das "no special type" meibt laut Netz ja nur, kein Paget-Syndrom, Inflammatorisches BK usw, oder?
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    Liebe @Käthe,

    ich möchte Dich ermuntern, ein stückweit von Statistiken und Studien wegzukommen. Beides sind Anhaltspunkte, aber keine Garantien. Es bleibt immer offen, wer da eigentlich mit wem und welchem Ziel eine Studie gemacht hat und ja, ich weiß sehr wohl, wie prozentuale Wahrscheinlichkeiten einen in den Wahnsinn treiben können. Aber, sie sagen nichts, rein gar nichts über Dich und Deine Situation aus. Das bleibt einfach der unberechenbare Faktor bei Krebs oder auch der Punkt, warum identische Therapien bei gleicher Tumorformel unterschiedlich erfolgreich sind.

    Zu Deiner Anmerkung zur Ablatio gestern. Nein, ich denke nicht, dass ich über ein ausgeprägtes körperliches Bewusstsein verfüge. Aber, ich hab mich bsw nie in diesen Diätenwahnsinn begeben, um Bildern zu entsprechen. Ich war aber auch immer schlank und hab mich bewusst ernährt. Mit den Kindern änderte sich der Körper und da ist es auch analog zum Krebs: Wer vieles eher akzeptiert, lebt zumindest entspannter. Ich hab nur ein A/kleines B-Körbchen - entgegen vieler anderer Frauen damit war aber auch nie mein Wunsch, einen großen Busen zu haben und den operativ aufstocken lassen zu müssen o.ä.. Meine Brust passte insgesamt gut zu mir. Und ja, ich hätte sie natürlich gern behalten. Allerdings, ist es ehrlich gesagt auch etwas, worauf ich zumindest am leichtesten verzichten konnte. Ein Arm oder ein Bein wären fataler gewesen.

    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung! Leicht ist es sicher nicht. Ich würde aber die Bestrahlung mitnehmen. Selber bin ich zwar nicht TN, aber ich habe hier immer wieder gelernt, dass die Chemo und Bestrahlung im Grunde die einzigen Angriffsflächen sind. Sicherlich ist wie alles die Bestrahlung nicht harmlos. Aber da muss man von möglichen langfristigen Auswirkungen im Körper ausgehen. Das kann heute ja niemand zuverlässlich sagen. Sie berechnen schon sehr genau, wo die Strahlen wirken sollen.
    Liebe Grüße, Belle
    @Käthe (irgendwie funktioniert das bei mir mit der @user-Eingabe nicht?! Oder ich bin gerade zu doof dafür ;)):
    Bei mir gibt es noch einen Befundbericht zur immunhistochemischen Untersuchung, die erfolgt ist zur Abgrenzung vom invasiv duktalem zum medullären Karzinom.

    Dort steht geschrieben :
    "Es wurde eine weitere immunhistochemische Untersuchung durchgeführt. Hierbei zeigt sich, dass die Tumorzellproliferate in deutlicher Form Zytokeratin-5/6- positiv reagieren (was auch immer das bedeutet).
    Das vorliegende immunhistochemische Markerprofil unter Einbeziehung der Morphologie ordnet die Entität nunmehr einem medullären Mammakarzinom zu.

    Wie war dein Termin bei der Gyn?
    Ich werde mit meiner auch nochmal darüber sprechen. Da sie selbst schonmal an Brustkrebs erkrankt war, weiß sie wovon sie redet und kann wahrscheinlich meine Überlegungen zumindest nachvollziehen...

    Das was du zur IORT schreibst hab ich schon vermutet..