Sofortaufbau vor Bestrahlung?

    Dankeschön @Käthe .., ich kann es mir vorstellen. Glaube du hattest ja wie ich keine größeren Nebenwirkungen bei der Chemo. Ich drück dir einfach die Daumen, dass du auch das Xeloda gut wegsteckst und die Zeit ganz schnell rum geht und du den Sommer dann noch in vollen Zügen genießen kannst!

    Mmh..kann die Markierung nicht zwischendurch mal erneuert werden? Irgendwann hält ja auch die wasserfesteste Farbe nicht mehr oder wie wird das genau markiert ?( ?
    Schön, dass du keine Nebenwirkungen hast bisher. Meine Gyn hat gemeint, dass man danach ziemlich müde sein könnte..Jeden Tag so müde sein hab ich mir schon recht anstrengend vorgestellt ;) .

    Ich sehne mir gerade meinen Zyklus herbei..die Hitzewallungen (mittlerweile hab ich sie auch tagsüber) erinnern mich ständig an Mr. K. Gerade abends und nachts so nervig..Dann bin ich nur am Mütze auf- und wieder abziehen..
    Ein schöner Vorgeschmack auf die Wechseljahre :S ..


    Danke liebe @Gitta :)

    Habt ein schönes Osterfest!
    @Jen86 ich werd verrückt! pCR wie gigantisch! Ich freu mich wahnsinnig für dich! Gratuliere!
    Das mit deinen Großeltern tut mir sehr leid, sowas muss so kurz hintereinander nicht sein.

    Ja, erkundige du dich mal wegen Reha ;0) ich schließe mich dann an. Ich möchte auch unbedingt Richtung Süden (Bayern). Ich wohne ja im Schwarzwald. Da habe ich übrigens die Winkelwaldklinik Nordrach entdeckt.
    Wobei ich mich schon sehr in Scheidegg verliebt habe.
    Ohne Kind soll ja die Marillac Klink ein Traum sein.


    @Käthe dass du keine Bestrahlungsnebenwirkungen hast klingt toll. Ich habe auch schon gehört, dass man wohl müde sein soll. Aber deine Erfahrung lässt mich ja hoffen.
    Bis wann musst du dich denn wegen der Chemo entscheiden? Sollte man da nicht langsam anfangen?

    Meine Nebenwirkungen sind dieses Mal -ok-
    Habe einfach sofort Ibu und MCP genommen.
    Aber ich bin einfach extrem schlapp. Noch 2x muss ich ran. Für Außenstehende sind es „nur“ 2x, für mich wurd es jedes Mal härter.
    Ich bin ein Jammerlappen ;0(

    Ich wünsche euch wunderschöne Ostertage
    (bei uns regnet es) mit viel Sonnenschein

    Jen86 schrieb:

    Mittwochmorgen bin ich von meinem Mann aus dem Bett geholt worden, er hatte das Klinikum am Telefon, das mir zur pcR gratuliert hat . Ich war noch total benommen, aber soo erleichtert!


    Herzlichen Glückwunsch! :thumbsup: Das ist doch mal ein tolles Ostergeschenk!3cc5323ad4c0f0530ffa64ef7388d9fe.gif
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Euch auch ein schönes Oster-Wochenende ♡

    @Jen86
    Ich hatte ja erst 2x Bestrahlung. Ich befürchte, das ist hinsichtluch der Nebenwirkungen nicht wirklich aussagekräftig :D

    Die Farbe ist einfach nur ein bunter Edding (letzzes mal war er grpn, jetzt blau). Man bekommt riesige Striche sufgenalt und die Eckpunkte werden mit nem durchsichtigen Pflaster überklebt. Von den Teilen hab ich 5. 2 rect ubs links auf der Brust, 1 seitlich links unter der Achsel, 2 auf dem Bauch unter den Brüsten. Da hält die Farbe länger drunter. Allerdings ist es nicht so cool, dass das dauerhaft abgeklebt ist. Meine Haut mag Pflaster eh nicht. Und wenn die so lange drauf sind, dann verklebt das so richtig schön und geht kaum noch ab...

    @Jule131279
    Ich werde mit der Chemi auch bald starten. Aber da mein Onkodoc ja im Urlaub gewesen ist, weiss er noch gar nix von der Bestrahlung. Das würde ich gerne mit ihm abklären. Zumal ich noch was im Netz gefunden habe, wonach ich ihn fragen möchte...

    Du bist kein Jammerlappen. Wer das denkt, darf gerne mit dir tauschen. Dir lange Zeit det Chemo geht am Körper nunmal nicht spurlos vorbei.
    Ich wünsche dir, dass die letzten beiden Runden schnell, unkompliziert und ohne Nebenwirkungen verlaufen.



    Im Übrigen hab ich ganz vergessen euch von meinem neuesten Zwischenfall zu berichten.
    Ich hab Donnerstag in der Molekularpsthologie angerufen, weil ich nach 3 Wochen noch nix gehört hatte und mir das komisch vorkam.
    Tja, welch Glück.
    Die haben nämlich noch mit gar nix angefangen, weil die noch was von mir brauchten, man aber vergessen hat, mir das mitzuteilen :(
    So ärgerlich, 3 Wochen umsonst verstrichen. Ich hätte das Ergebnis gerne VOR Beginn der Tablettenchemo gehabt. Jetzt ist noch nichtmal das Material angefordert und ich seh schon kommen, dass das alles jetzt ewig dauern wird. Wieso kann nicht einmal was glatt laufen? Grrrr...
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

    Käthe schrieb:

    etzt ist noch nichtmal das Material angefordert und ich seh schon kommen, dass das alles jetzt ewig dauern wird.


    Ein Tipp von mir, hol das Material persönlich ab und bring es zur Post per Einschreiben oder direkt nach Köln.
    Das geht am allerschnellsten.
    Ich kenne einige, die haben das genau so gemacht!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Das würde ich, aber der ursprüngliche Tumor liegt scheinbar irgendwo in Trier. Zumindest stammen von dort die pathologischen Befunde. Das sind hin und zurück insgesamt 400km. Das bekomm ich mit der täglichen Bestrahlung zeitlich nicht hin :(
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    Ach Mensch @Käthe..man muss anscheinend wirklich alles nochmal kontrollieren.:-(

    Ich hatte während der Chemo immer so ein Chaos mit der Übermittlung der Blutwerte, dass ich danach auch ziemlich alles hinterfragt habe.

    Sag mal hätten die bei dir die hyperfraktionierte Bestrahlung gemacht, wenn vor Chemo kein Lymphknoten befallen gewesen wäre? Hab beim KID gelesen, dass die bei sonstigen Risikofaktoren wie hohes Grading und negativen Rezeptoren (was wir mit TN ja haben) eher nicht angewendet wird.
    Hab meinen Termin wegen Bestrahlung erst am 17.4..

    Und es stimmt natürlich, nach zwei Sitzungen kannst du ja wirklich nicht viel sagen. Manchmal hab ich das Gefühl durch die lange Krankschreibung mein Gefühl für Zeit und Wochentage verloren zu haben ;-).

    @Jule66: Danke dir :)!
    Huhu,
    da bei mir die Lymphabflusswege am Schlüsselbein mitbestrahlt werden geht das wohl nicht. Da darf man wohl nicht so eine hohe Tagesdosis hingeben.
    War bei den Ärzten jedenfalls nie ein Thema. Schon beim Erstgespräch sagte man mir, dss es wogl 28+8 Termine werden. Oft ändert sich das wohl noch nach dem CT, wenn die Physiker und Ärzte nochml einen Blick drauf geworfen haben. Aber bei mir ist es genau so geblieben.

    Frag bei deinem Termin einfach mal nach, was alles möglich ist :)
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    Huhu,
    mit Misteltherapie kenn ich mich leider nicht aus :(

    Bei mir läuft seit gestern die Tablettenchemo. Bisher ohne Nebenwirkungen :)

    Ich hoffe, du wirst den Husten schnell wieder los. Mein Freund seit Chemobeginn: Handdesinfwktionsmittel. Das hab ich in jeder Tasche als kleines Fläschchen und benutze es fleißig. So oft wie man beim Arzt rumhängt ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis man sich die Bazillen ins Haus holt ;)
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    Hallo Käthe,
    sehe das mit dem Händedesinfektionsmittel genau so.
    Mir ist das in Fleisch u.Blut übergangen,seit der ED 2009,nach dem Metastasenfund u.Pleurodese 2017
    war das wie Fahhradfahren. Regelmässig Hände waschen und im Auto,Handtasche u Auto das kl.Fläschen
    Desinfektionsmittel benutzen.

    Man fast soviel Griffe,Klinken und Zeitungen usw an,Arztpraxen sind ein Pool mit Keimen.
    Das verhindert viele Infekte
    Tue alles was dir gut tut und glücklich macht !

    Käthe schrieb:

    Mein Freund seit Chemobeginn: Handdesinfwktionsmittel. Das hab ich in jeder Tasche als kleines Fläschchen und benutze es fleißig. So oft wie man beim Arzt rumhängt ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis man sich die Bazillen ins Haus holt


    Fluppy schrieb:

    sehe das mit dem Händedesinfektionsmittel genau so


    Hm, ich habe 25 Jahre in der Mikrobiologie gearbeitet und nehme privat nie Händedesinfektionsmittel. :D
    Ich will Euch das nicht ausreden, aber ich glaube, die Gefahr wird überbewertet.
    Ich habe mir noch nie "was weggeholt" 8o
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Jule, früher hab ich das auch nie benutzt. Mein Freund hat das dann hier angeschleppt, für am Flughafen, weil wir ja unter der Chemo im Urlaub waren. Und seitdem nutzen wir das irgendwie immer. Wir sind auch immer gefühlt die einzigen, die diese Desinfektionsspender in Kliniken aufsuchen :P
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    Ich habe das Zeug auch nie benutzt, während meiner Chemozeit habe ich mir reichlich und oft die Hände gewaschen. Mitunter einmal mehr geputzt, da wir damals noch zu viert waren.

    Wenn in öffentlichen Räumen diese Sprays zur Verfügung stehen, nutze ich sie bei Betreten von Restaurants, wenn viele Menschen zusammen kommen.

    Währende der Chemo hatte ich keinen Infekt, obwohl ich mit ÖPNV gefahren bin und auch im Theater war.

    Ich denke, dass die Mittel, die es so zu kaufen gibt, ein gutes Gewissen und die Haut kaputt machen.

    Es gibt im Haushalt viel mehr Orte, wo Hygiene notwendig ist und dies Wissen wird nicht weiter gegeben.
    Hallo Mädels,
    alles gut bei euch?
    ich melde mich, weil ich grade etwas am Grübeln bin.
    Wie ihr wisst gab es für mich statt der eigentlich angedachten Mastektomie am Ende doch "nur" eine BET samt Bestrahlung, hatte man mir doch eine schlusendlich verpasste pCR prophezeit.
    Ich bin mit dem optischen BET-Ergebnis super zufrieden. Gefühlsmäßig ist es nicht so pralle. Achsel taub, Brusthaut taub, aber das wäre wohl bei einer anderen Operationsart kaum anders gewesen.

    Wir ihr wisst, habe ich am Ende 11mm von 51 mm Tumor übrigbehalten. Wobei die Docs aus der Molekularpathologie das schlechte Ergebnis etwas relativieren konnten. Mehr als 70% TILs im Ursprungstumor, ein um 50% reduzierter Ki67-Wert im Residualtumor und ein dickes krebsfreies Loch im Residualtumor machen mir sehr viel Mut. Wenn ich ganz tief in mich hinein höre dann hab ich das Gefühl, dass ich das schaffen kann. So richtig aus dem Herzen heraus. Wenn ich mich nicht intensiver mit dme ganzen Drama beschäftige und einfach nur in mich hinein horche sagt mir mein Bauch ganz klar: der Krebs kommt nicht wieder.
    So ähnlich, wie irgendwas in mir wusste, dass ich keine pCR haben werde (weswegen ich ja z.B. unbedingt den Port behalten wollte) fühlt es sich an, wenn ich ganz in Ruhe und entspannt über den Krebs nachdenke.
    Manchmal reicht dann aber eine der leider viel zu vielen traurigen Geschichten im Internet und das ganze schlägt in Panik um.

    Ich bin nach wie vor zu 1000% der Überzeugung, dass die BET vor 3 Monaten tatsächlich die richtige Wahl war. Keine riesigen Schmerzen, keine Wundheilungsstörung und keine lange und für den Körper belastende OP haben mir ermöglicht, innerhalb von wenigen Wochen mit der Bestrahlung und der Tablettenchemo zu beginnen. Beides ganz ganz wichtige Punkte, die ich in meinem Therapieplan nicht missen möchte.

    Ich frage mich allerdings, ob die BET auf lange Sicht eine gute Entscheidung ist.
    Ich liebe meine Brust und es ist jetzt nicht so, dass ich mich gerne davon trennen möchte. Aber nach wie vorhab ich manchmal das Gefühl, zu wenig getan zu haben. Ich weiss, dass meine Ärzte absolut von der BET überzeugt sind. Im Netz findet man leider sehr sehr unterschiedliche Statistiken. Mal siegt die BET, mal die Mastektomie hinsichtlich Rezidivfreiheit und Langzeitüberleben. Und wenn ich mich durch so manches schweres Krebsschicksal klicke (wieso mache ich so einen Mist überhaupt?), dann finde ich dort leider Mädels mit allen Operationsarten.


    Insbesondere der Gedanke: ich möchte auch in den nächsten 50,60, 70 Jahren niewieder etwas mit Brustkrebs am Hut haben, lässt in mir manchmal den Wunsch aufkeimen, die Brust doch noch entfernen zu lssen. Am liebsten beide, auch ohne Gendefekt. Das Risiko für die zweite Seite ist nunmal duch die erste Krebserkrankung erhöht.
    Andererseits denke ich mir dann wieder: mhm, wenn du das hier überlebst und in 30 Jahren ist nochmal was, wer weiss, ob man das dannnicht ggf schon heilen kann, bei all dem Fortschritt?

    Zudem ist es enfach so, dass ich mir nicht vorstellen kann, nur eine Seite machen zu lassen. Ich hab mir ja schonmal Implantate beim Doc vorführen lassen. Die waren so viel schwerer als normales Brustgewebe. Das fühlt sich doch sicherlich ganz anders an so vom Gewicht und "Tragegefühl"? Und sieht, wenn man Pech hat, auch am Ende anders aus.

    Der Aufbau mit Eigengewebe wäre sicherlich auf Dauer für den Körper am aller besten. Aber auch da hab ich mir schon viele Bilder angesehen. Ich gehör zu den Mädels, die neben Bauchspeck auch Hüftspeck zu bieten haben. Bei der OP wird nur der Bauchspeck entfernt. Das auf vielen Bildern wirklich sehr seltsam und alles andere als hübsch aus, wenn ich das sagen darf. Ein super flacher, straffer Bauch mit links und rechts ordentlich Hüftspeck sieht in meinen Augen einfach sehr unnatürlich aus. Klar, kann man bei Krebs auf reine Kosmetik nur bedingt Rücksicht nehmen. Aber mir persönlich liegt schon etwas daran, mich auch die nächsten Jahrzente in meinem Körper wohl zu fühlen.
    Ausserdem reicht der Speck nur für die erkrankte Brust. Die gesunde Brust müsste also so bleiben, wie sie ist. Oder, wenn Beihilfe und Kasse gnädig sind, via Implantat rekonstruiert werden. Und da wären wir wieder beim Thema "2 verschiedene Möppis"...

    Ausserdem hab ich keine Ahnung, wann ich das ganze zeitlich unterbringen sollte.
    Ende des Jahres bin ich definitv 3 Wochen im Urlaub - komme was wolle. Das brauche ich, das hab ich mir "verdient".
    Im Juni/Juli ist Reha/AB, ab August würde ich eigentlich gerne wieder arbeiten.
    2019 würden wir gerne nach fast 13 gemeinsamen Jahren im März/April heiraten.
    Mir bliebe also zeitlich nur von Januar bis Mitte März, um die OP durchzuführen.


    Ich frage mich, ob sich der "Aufand" für mich überhaupt lohnt. Der Tumor wurde großräumig entfernt, mit bis zu 1,5 cm Randabtand. Nur zur Thoraxwandist der Abstand mit mind 1.mm abgegeben. Mein Doc meinte damals, dass er schon bis auf den Brustmuskel geschnitten hat. Da wäre nix mehr gewesen, was man sonst hätte entfernen können.
    Wenn ich wüsste, dass mir die große OP echt einen weiteren Vortel verschaffen könnte, würde ich es machen. Aber ich fnde das Thema noch immer recht schwierig. Blöder Krebs,blödes Kopfkino, blödes Gedankenkarussel.

    Euch einen guten Wochenstart
    You haven't seen the best of me,
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    Liebe Käthe,

    ich kann total verstehen, dass du dir Sorgen machst, auch dass du gelegentlich im Netz nachliest und dann schon mal Panik aufkommt.
    Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
    Ich würde es wahrscheinlich dabei belassen und darauf vertrauen, dass BET zusammen mit Bestrahlung genauso gut ist wie Mastektomie. Das haben mir meine Ärzte so bestätigt.
    Wie gesagt, entscheiden musst du selber.

    Wovon ich dir aber dringend abraten möchte, wäre dann ein evtl. OP Termin nur wenige Monate vor der baldigen Hochzeit! Selbst wenn es so glatt läuft wie nur irgend möglich, also ohne Wundheilungsstörung usw., wäre mir der Zeitraum zum Event zu knapp!
    Ich hab 3 BETs hinter mir, davon 1 beidseitige Reduktion u. Straffung. Das ist schon ziemlich heftig gewesen. Ich möchte mal behaupten, dass ich das recht 'gut' weggesteckt habe und recht schnell wieder fitter war, aber noch 4 Monate später hätte ich keine Hochzeit 'durchführen' wollen. Gut, jetzt lag in der Zeit natürlich noch die Grillerei, aber ich denke, auch ohne hätte ich nach kürzerer Zeit noch keine Lust u. Kraft für eine Hochzeit gehabt. Lass dir das nicht vermiesen (schon wieder) und leg die OP auf noch später (sofern es dazu kommen sollte).

    Sonnige Grüße vom Bienchen
    Danke für deine Einschätzung, liebes Bienchen :)
    Es ist einfach furchtbar schwierig und wie man es macht, macht man es am Ende ggf trotzdem falsch.
    Das mit der Hochzeit ist halt so ein Thema. Wir könnten sie (mal wieder) nach hinten raus schieben, aber irgendwie hat man darauf nicht mehr so wirklich Lust. Wir planen zwar nix weltbewegends (keine riesne Party), aber ich würde gerne danach in die Flitterwochen. Mit noch nicht verheilten Möppis wäre das ziemlich schlecht.
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    Liebe @Käthe,

    Ich kann dich sehr gut verstehen und so ungefähr nachempfinden, wie du dich fühlst.

    War ich selbst 1996 mit 26 Jahren das erste Mal an BK erkrankt, rechte Seite. Chemo, BET LAT OP, Bestrahlungen. Da hatte ich eine Pcr erreicht.

    2005 dann mit 35 Jahren ein weiteres Mal, linke Seite. Chemo, BET LAT OP, Bestrahlungen. Da hatte ich keine Pcr.

    Nach der Zweiterkrankung riet man mir mich humangenetisch beraten zu lassen. Das tat ich in Köln.
    2006 erfuhr ich, dass ich BRCA 1 Trägerin bin.
    Die Konsequenzen daraus waren klinisch, Gebärmutter und Eierstocksentfernung 2007 und psychisch, Angst, Unsicherheit und Leere.

    Ich informierte mich, las viel im www usw. Ich wurde rast und ruhelos.

    Ich stellte mir die Frage, ob die BET OP überhaupt genug war. All das ließ mich mit meinen Ärzten aufklärende Gespräche führen. Ich wollte das „Beste“ aus Allem herausholen.

    In der Uni Köln ließ ich mich von Prof. Dr. Schmutzler beraten und in Gerresheim für eine Mastektomie. Eigengewebe vom Bauch für eine Seite hätte ich mir anfuttern können, die andere Seite würde man versuchen eine weiter Lösung zu finden. Aber alle Ärzte kamen zu dem Entschluss, dass meine Therapie Chemo + OP + Bestrahlung gleichzusetzen wäre, wie die Mastektomie.
    Jeder meiner Ärzte wäre den einen oder anderen Weg mit mir gegangen. Nun lag es in meiner Hand mich zu entscheiden.

    Ich hatte fast ein Jahr dafür gebraucht.
    Fragen wie, schaffst du weitere OP mit evtl Wundheilungsstörungen, optisch nicht passende Ergebnisse, körperlich wieder fit zu werden…

    Ich war so hibbelig und es machte mir noch mehr Unsicherheit und Angst.
    Irgendwann kam dann mein Wendepunkt. Ich hatte in mich hineingehorcht, was das wohl wäre, was mich so umtrieb…

    Ich hatte es kapiert. Ich wollte nie nie wieder an BK erkranken, an anderen Krebs hätte ich nicht gedacht.
    Ich wollte die Unbeschwertheit, Sicherheit wie vor der Erkrankung wieder. Ich wollte kein Ängste mehr.

    Ein Arzt hatte dazu gesagt…Frau…und jetzt leben Sie wieder und versuchen Sie, den Krebs aus den Kopf zu bekommen. Genau das war es.

    Die Sicherheit/Unbeschwertheit ist verloren gegangen und die Mastektomie hätte mir das auch nicht wieder geben können. Für mich persönlich. Da wusste ich, welchen Weg ich gehen wollte.

    Ich entschied mich wieder auf mein Bauchgefühl zu hören, mich auf mich selbst zu verlassen, mir selbst zu vertrauen.
    Ich habe mir ganz klar gesagt, dass ich dem BK ein gedankliches Ende setze und das BESTE schon alles gemacht habe.

    Ein Argument das ich hinter meine Entscheidung stehe, weil ich durch die halbjährliche Nachsorge in der Uni Köln für mich Sicherheit habe, ist es, dass mir gesagt wurde, wenn ich eine Mastektomie möchte, würde ich aus dem Nachsorge Programm der Uni entlassen.

    Das ging für mich gedanklich gar nicht. Ich bin nun mit 48 Jahren, dem BK auf der rechten Seite 22 Jahre davon „gelaufen“ und der linken Seite 13 Jahre. Das zaubert mir ein Lächeln auf den Lippen.

    Das ich 2016 am Bronchialkarzinoms rechter Lungenflügel erkrankt bin, sehe ich unabhängig vom Mamma Ca. Das ist auch eine andere Geschichte und gehört hier nicht hin.

    Liebe Käthe, ich habe bis heute meine Entscheidung/ Weg nicht bereut. Es war ein Lernprozess. Ein schwerer und weiter Weg.

    Die Nachsorge mache ich auch immer mit zitternden Knien. Allerdings sind die Ängste und Sorgen dazwischen weniger und ich lebe auch ohne den Gedanken Krebs.

    Das Vertrauen in den eigenen Körper, das wieder „fühlen „ hat die Oberhand, das Kopfkino ist weniger geworden und manchmal gar nicht mehr vorhanden.

    Ich hatte den inneren Kampf mit mir auch einfach satt gehabt. Ich habe mir selbst Zeit geraubt.
    Ich wünsche dir ganz liebe Menschen, die deinen Weg mit dir gehen und Ärzte, die dich unterstützen, denn es ist DEIN Weg.

    Liebe Grüße
    Hallo zusammen, hallo liebe @Käthe
    dein Bericht über deine Ängste könnte von mir sein. Mich machen diese ganzen Überlegungen auch ziemlich zu schaffen. Ich möchte unbedingt auch alles gegen eine erneute Erkrankung tun.
    Ich bin zwar noch nicht soweit wie du, morgen ist erst die letzte Chemo und dann kommt die OP und Bestrahlung. Ich weiß momentan ja noch nicht mal wie viel vom Tumor überhaupt noch da ist. Ich weiß auch noch nicht WIE operiert wird. Seit Sonntag weiß ich nur, dass der Tumor nicht genetisch ist. Das hat mich unheimlich glücklich gemacht und mir nochmal einen Hoffnungsschub gegeben. Das kann natürlich in ein paar Jahren, wenn nochmer Chromosomen untersucht werden könnnen, wieder anders aussehen. Aber für den jetzigen Moment bin ich einfach nur glücklich.
    Mein nächstes Ziel ist jetzt eine pcr. Ich hoffe das schaff ich. Und am Anfang der Erkrankung habe ich immer gesagt, dass ich unbedingt beide Brüste weghaben will. Jetzt sieht das wieder anders aus. Ich habe die letzten Monate meine Brüste plötzlich lieb gewonnen und möchte sie nun doch behalten. Sie gehören einfach zu mir und mir graut es vor einem Aufbau. Ich bin sehr gespannt, wie die Ärzte mich nun hinsichtlich OP beraten.
    Wenn nur diese Ängste wieder verschwinden würden.
    Euch allen drücke ich weiterhin die Daumen!
    Herzliche Grüße
    Jule
    Freut mich, dass du mit deinem Gentest-Ergebnis zufrieden bist ♡
    Dass du deine Möppis nicht (mehr) hergeben möchtest, kann ich verstehen. Auch mein Blick hat sich verändert.
    Vor ein paar Monaten war der Gedanke ungefähr so "Oh mein Gott, ab damit. Hauptsache weg und der Mist kommt nie niiie wieder!"

    Heute denke ich anders. Nach wie vor ist da dieser "Keine-Möbbis=Kein-Krebs-Gedanke". Aber mir ist bewusster geworden, was das bedeutet. Ich mochte meine Brüste schon immer sehr. Ich bin der erkrankten Seite auch nicht böse oder so. Die arme Maus hat sich das ja auch nicht ausgesucht. Vielmehr hab ich Mitleid mit ihr, dass der Teufel sich eingenistet hat und sie jetzt so viel K*cke mitmachen muss.
    Mein Herzchen schreit dann ganz laut "Abschneiden, bist du wahnsinnig? Du kannst die zwei doch nicht einfach so auf Verdacht hergeben." Aber dann kommt der Verstand um die Ecke der irgendwo mal gelesen hat, dass Bestrahlung + Mastektomie = ca. 88% Langzeitüberleben heissen kann, während man BET + Bestrahlung 84% beimisst. 4%, die mir eventuell den Hintern retten könnten. Oder 4%, die mich umsonst meine Möpse kosten werden. Weil der Krebs auch ohne nie nie wieder kommt. Das sind alles nur doofe Zahlen und Statistiken, die nichtmal für mich gelten müssen. Wie auch, bei TN mit Residualtumor liegt meine Prognose eh "nur" irgendwo zwischen 50 und 70% für die nächsten 5 Jahre. Aber im Zweifelsfall hängt von dieser dämliche OP ab, ob ich meine 5-Jahresstatistik auf 100% erhöhe oder auf 0% senke. Und das sind schon wieder ganz andere Hausnummern...

    Ich bin nicht glücklich damit, die Wahl zu haben. Mir wäre es fast lieber, sie hätten einfach aus medizinischer Sicht weg gemusst...
    You haven't seen the best of me,
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    Neu

    So, jetzt aber endlich..

    Alles was du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen @Käthe...

    Ich muss für mich sagen, dass mir erst nach der BET bewusst geworden ist, was es doch für ein großer Eingriff mit Folgen für mein Körpergefühl gewesen wäre, hätte ich mich für die Mastektomie entschieden.


    Für meine Psyche war es irgendwie trotz pcR extrem wichtig, dass da was rausgeschnippelt würde.
    Auch wenn es ja irgendwann mal drauf hinauslaufen soll, dass bei durch Biopsie gesicherte pcR gar nicht mehr operiert wird, bin ich froh dass ich noch nicht dazu gehört habe..

    Ich bin dabei mich mit meiner Brust wieder anzufreunden ;-).

    Gleichwohl hab ich auch diese Gedanken.. zum Beispiel macht es mir Angst, dass bei Rezidiv oder Neuerkrankung kein EC mehr gegeben werden kann, was bei mir den Tumor platt gemacht hat. Ob Pacli und Carboplatin so effektiv waren weiß ich eben nicht so wirklich..
    Dann versuche ich mich auch mit dem Fortschritt der Wissenschaft, Anwendung neuer Chemos etc..zu beruhigen.

    Es ist eine wirklich schwierige Entscheidung, vor allem wenn man sie selbst treffen muss und es -wie du auch schreibst- keine Indikation der Ärzte gibt.

    Hätte mir jemand gesagt "Mikrokalk-besser Brust ab"- ich hätte es gemacht.

    So hoffe ich auch, dass daraus nie mehr ein Tumor entsteht, sonst würde ich glaube ich sehr mit meiner Entscheidung hadern :-/

    Bist du denn etwas weiter gekommen mit deinen Überlegungen?

    Ich denke die Hochzeit bedeutet dir bzw. euch nach all den schwierigen Monaten sehr viel und du solltest sie nicht "auf die lange Bank schieben" ;-).

    Neben der eigentlichen Feier habe ich auch die Vorbereitungsphase sowie die Zeit direkt nach der Hochzeit als etwas sehr Besonderes erlebt, die auch dir sehr viel Kraft geben könnte, solltest du die Mastektomie danach in Angriff nehmen wollen..