Lungen OP in Coswig Sachsen

    Lungen OP in Coswig Sachsen

    Guten Tag in die Runde,
    ich männlich 72 Jahre, bei mir wurde im Juli 2015 ein Plattenephitelkarzinom im linken Oberlappen festgestellt.
    Der Rat war eine OP durchzuführen mit der Entfernung des Linken oberen Lungenlappen ich bat mir noch eine Bedenkzeit aus.
    Im September 2015 war es dann soweit. Die Op konnte beginnen, diese verlief ohne gößere Probleme. Das OP Team unter Prof. R.
    sagte mir man hätte alles bereinigt ich sei praktisch Tumorfrei und kann als geheilt entlassen werden. SUPER dachte ich.
    Am nächsten Tag standen die Onkologen am Bett mit der Empfehlung Chemo und im Nachgang Bestrahlung. Da hatte ich den Salat.

    Die Chemo konnte ich der Onkologin ausreden ohne größere Einwände, sie würde aber die Bestrahlung empfehlen.In meinen jugendlichen Leichtsinn
    stimmte ich zu. Es waren 32 Bestrahlungen geplant mit je 2,5 Gy. Nach der 6. Dosis begann das Drama, husten bis zum Erbrechen, stundenlang.
    Mein allgemein Zustand verschlechterte sich täglich. Nach der 11. Bestrahlung begann ich gegen die Inkontinenz zu kämpfen. Das war dann für mich das Ende der Fahnenstange,
    ich habe die Bestrahlung abgebrochen, nach drei Wochen war alles in Ordnung. Ob das nun die richtige Entscheidung war??

    Jetzt habe ich schon die 9. Nachsorge und alles ist in Ordnung.
    Hallo @hanjo1945,

    ​als Moderatorin des Lungenkrebsbereiches heiße ich dich herzlich willkommen bei uns im Krebs-Infozentrum. Auf ein gutes Miteinander!

    ​Ich wünsche dir, dass du mit deiner Entscheidung, auf eine Chemotherapie zu verzichten, auf Dauer richtig liegst - und drücke dir die Daumen dafür! Welche Tumorformel hattest du?
    Es grüßt die Hexe.
    Begonnen hatte alles im Juni 2015 mit einen leichten Husten. Dann waren plötzlich kleine Blutfäden im
    Sputum, nicht immer, aber sie waren da. Ab zum Hausarzt.
    Röntgen, scheint in Ordnung zu sein, zur Sicherheit noch ein CT, das brachte dann die Gewissheit, da ist etwas.
    Bronchoskopie in Coswig, hatte ich mir schlimmer vorgestellt, der Befund, Plattenephitelcarzinom, mit anderen Worten,
    KREBS!!
    Ein brutales Wort, mit bösen Erinerrungen an den Tod, Tod von Familienangehörigen und Freunden. Selber Schuld, warum hast du geraucht?
    Die gute Nachricht, man kann operieren. Das Pet CT sollte Gewissheit bringen, man war zufrieden und wollte so schnell wie möglich mit der
    OP beginnen. Ich wollte noch Bedenkzeit und habe die OP eine Woche verschoben. Bis dahin weiter geraucht und mir eine E-Zigarette gekauft für die
    Zeit danach, was sll ich sagen, nach der OP war das Thema Zigarette für mich erledigt. Bis heute, ich weiß nicht wie, aber ich habe es ohne Schwierigkeiten
    geschafft.
    Nun stand die OP an, Lobektomie des linken Oberlappen mit Entfernung der im Pet CT geleuchteten Lymphknoten.
    Nach vier Tage Intensivstation und weiteren acht Tagen auf der Normalstation konnte ich Coswig verlassen.
    Nun stand die Chemo auf das Programm Cisplatin 12 Zyklen danach 32 Bestrahlungen. Im freundlichen Gespräch, die Chemo gekänzelt, nun stand noch die Bestrahlung an, siehe oben.
    Ich glaube wenn ich das Programm durch gezogen hätte würde ich heute nicht mehr schreiben!
    Es geht mir gut, die Nachsorge war bis jetzt in Ordnung, ich hoffe es bleibt so.Vielleich sollte man öfter auf seine "Innere Stimme" hören.
    Was die Zukunft bringt weiß ich nicht, aber wer weiß das hier?

    Hanjo1945
    Hallo @hanjo1945 !

    Habe im Mai 2013 meinen li Oberlappen verloren, hatte jedoch keinen Lymphknotenbefall.
    Dennoch wurde mir eine Chemo nahegelegt, welche ich ablehnte.

    Nach alledem, was ich hier im Forum über die Nebenwirkungen einer Chemo lese
    ( und was ich vorher schon wusste ) bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung und dies war eben auch meine innere Stimme.
    Diese hätte mir - statistisch betrachtet - auch nur ganz wenige Prozente mehr an Überlebenschancen gebracht.
    Nun werde ich bald, so alles gut geht, 5 Jahre nach OP hinter mich bringen.

    Gut, das Du mit dem Rauchen aufgehört hast!
    Ich habe es auch 14 Tage vor der OP komplett beendet.
    Mir sagte eine OÄ, dass die meisten Patienten nach ca. 3 Jahren wieder in die Klinik kommen ( mit Metastasen ) , wenn sie sie weiterrauchen.
    Da wurde ich wirklich gut beraten.
    Und wenn wieder was kommt, kann ich dann immer noch in eine Chemo einsteigen.

    Nach anfänglicher Atemnot kann ich inzwischen beim regelmässigen Nordic Walking echt gut mithalten in einer NW - Gruppe.

    Dir wünsche ich viel Glück und noch ganz viel Zukunft!!

    Liebe Grüße, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, NU`s bis 08/2018 unauffällig

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kradabeg14“ ()

    Guten Morgen Renate,
    vielen Dank für Deine Antwort die Mut macht. Einige Ärzte haben mir gesagt, die Entscheidung war richtig.
    Das blöde bei mir ist der Lymphknotenbefall. Prof. R. meinte: das ist in Ordnung, wir haben alle verdächtigen entfernt.
    Da ist Ruhe. Trotzdem die Unsicherheit bleibt.
    Danke für Deinen Mutmacher.

    hanjo

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hanjo1945“ ()

    Hallo Hanjo1945,

    auch ich möchte dich herzlich hier begrüßen. Du wirst dich hier bestimmt wohl fühlen.

    Es ist ja prima, dass du operiert werden konntest und dein Zustand so stabil ist. Klar verstehe ich deine Angst, die hat bestimmt jeder auch wenn die Diagnose Jahre her ist.
    Ich kann dir nur sagen, bei Prof R. warst du gut aufgehoben. Der gilt als Kapazität unter den Operateuren. Ich kenne ihn auch. Er hätte mich nach meinem Rezidiv auch operiert, doch die Voraussetzungen waren bei mir nicht so optimal.
    Ich bin auch jahrelang in Coswig behandelt worden.
    Dir wünsche ich weiterhin , dass du kein Rezidiv bekommst.

    LG Mona
    Hallo hanjo1945,
    meine Diagnose bekam ich 10/2007, vor 10 Jahren. Ich hatte das große Glück, daß ich operiert werden konnte. Es wurde zunächst eine Mediastinoskopie durchgeführt, einen Monat später eine minimal-invasive Op bei Verdacht auf Rundherd rechts und dann 1/2008 Pneumonektomie rechts.
    (Mein thread: Ich lebe mit einem Lungenflügel, Pneumonektomie im Stadium T2/N1/M0)
    4 Zyklen einer leichten Chemotherapie bekam ich anschließend. Bei mir war ein Lymphknoten befallen, dieser saß direkt am Tumor.
    Seit 10 Jahren bin ich auch Nichtraucher, hatte sofort damit aufgehört.
    Mache leichtes Krafttraining, gehe oft spazieren , mache mein Atemtraining.
    Wegen deiner 2 Lymphknoten würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, wurden die auch entfernt?
    Die jährlichen Kontrollen darf ich weiter in der Lungenklinik durchführen lassen.
    Dir wünsche ich weiter alles Gute.
    Liebe Grüße
    Heidrun
    Guten Morgen Heidrun,
    danke für deine Antwort, ja die Lymphknoten wurden entfernt, trotzdem, es bleibt ein mulmiges Gefühl.
    Dein Beitrag macht Mut und gibt Hoffnung, ich gehe täglich mehrmals mit meinem "Rasko" spazieren da kommt einiges zusammen,
    im Durchschnitt 8-10 km.
    Ich wünsche allen Betroffenen Erfolg im Kampf gegen den Feind in unserem Körper.

    LG hanjo
    Hallo zusammen,

    nur zur Klarstellung:

    harti269 schrieb:

    Wegen deiner 2 Lymphknoten würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, wurden die auch entfernt?

    ​"N2" heißt nicht, dass zwei Lymphknoten befallen sind, sondern dass Lymphknoten im Mediastinum befallen sind, das heißt im Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, oder unterhalb des Hauptbronchienabzweigs Richtung Zwerchfell (aber auf der gleichen Seite wie der befallene Lungenflügel).
    Es grüßt die Hexe.
    Hm ... ich dachte eigentlich, dass ich das oben verständlich erklärt hätte. Vielleicht zum Vergleich: "N1" hätte bedeutet, dass nur tumornahe Lymphknoten in der gleichen Lungenhälfte befallen gewesen wären. "N3" hätte bedeutet, dass auch Lymphknoten auf der anderen Körperseite und/oder oberhalb des Schlüsselbeines befallen gewesen wären. "N2" heißt letzlich, dass nicht nur Lymphknoten in der Lunge (auf der gleichen Seite wie der Tumor), sondern auch schon welche außerhalb befallen sind.

    ​(Lymphknotenbefall ganz außerhalb des Brustraumes, z. B. im Bauchraum, würde man nicht mehr mit "N" erfassen, sondern als Fernmetastasen unter "M".)

    Hier gibt es ein Bild dazu:
    apotheken-umschau.de/Lungenkrebs#Stadien-Einteilung

    ​Du befindest dich im Stadium III - dazu den Pfeil rechts neben dem Bild anklicken, bis das Stadium III erscheint. Dort sind die befallenen Lymphknoten bei N2 eingezeichnet.
    Es grüßt die Hexe.
    Lieber Hanjo,

    Weihnachtszeit ...
    in stiller Bedacht erinnern wir uns, an was der Herr uns gebracht.
    Er schenkte uns Freude und zeigte uns Mut,
    gab uns vollkommene Liebe – unser höchstes Gut.

    Frohe Weihnachten Hanjo :saint:

    14.jpg

    Liebe Grüße
    Angi


    Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
    Schau nach vorn und nicht zurück!
    Tu was du willst, und steh dazu, denn Dein Leben lebst nur Du!

    <3 <3 <3