Ebenfalls BSDK bei meinem Vater (Sept. 2017)

    Hey Kate,
    deine Mama hatte doch auch ein Gefühl als hätte sie was an den Füßen unten dran. Habt ihr Pregabalin erst später bekommen, oder auch schon wegen "kalter Füße bzw Zehen"?

    Hallo Kathi,
    Kapdolensalbe hab ich auch schon öfter gehört. Sollte man vll zuerst so eine Salbe testen?
    Papa soll gesamt 150 mg erhalten pro Tag zu je 50 mg.
    Weiß nicht was ich davon halten soll. Gegen kalte , nadelnde Füße hab ich Papa die letzte Woche immer mal wieder massiert. Da wird es auch schon besser..

    Hatten heute einen Termin beim Neurologen. Dabei wurde festgestellt, dass in beiden Beinen eine PNP besteht - was ja klar war. Dass aber im rechten Fuß irgend ein Nerv wohl nicht so funktioniert wie er soll, welcher wohl im Lendenwirbelbereich beginnt bzw endet. Das haben sie auch beim messen der
    NLG festgestellt. Jetzt soll Papa zur
    Lendenwirbeluntersuchung ins MRT.
    Ist das nicht schwachsinnig, wenn man im CT die Metastasen sieht??
    Papa hat momentan zum Teil starke Schmerzen, rechte Seite, Ischiasnerv. Kann eine Metastase im LWK solche Schmerzen verursachen oder ist das wohl eher ein blöder Zufall. Wenn Papa den Nerv allerdings entlastet wie man es auch bei normalen Entzündungen des Ischias macht bringt es Erleichterung.. Was würdet denn ihr machen??

    Grüße und danke für eure Hilfe :)
    PHallo!
    Mein Papa hatte auch Probleme auf der rechten Seite, er hatte den Ischiasnerv eingeklemmt und eine Metastase die die Nerven blockiert hatte. Ich hab ihn zum Osteopathen geschleppt, anfangs wussten wir von den Knochenmetas ja noch gar nichts.Der Knochenmann konnte die Blockade lösen und danach ging es Papa viel besser. Die schmerzen gingen zwar nie ganz weg, irgendwann wurde auch endlich die richtige Diagnose gestellt, aber nach den Therapiesitzungen ging es ihm deutlich besser. Für längere Zeit. Mir fiel gerade ein, dass der Therapeut auch mit Akupunktur gearbeitet hat - ist bei Pnp vllt auch eine Option.
    Blöd, dass man diese Behandlung selbst zahlen muss.
    Alles Gute für Euch
    Bella
    Obwohl wir bereits wissen, dass Metastasen da sind?? Ich versteh das nicht. Was bringt das? Das letzte CT ist nicht mal zwei Wochen her vom Abdomen und Thorax.
    Ich glaub ich steh auf dem Schlauch, sorry

    Er hatte ja nur 75 %. Außerdem bekommt Papa nur am ersten Tag Emend. Gestern Abend war ihm trotz allem schlecht und heute ist er müde.. Er hat aber fast die ganze Nacht nicht geschlafen, wegen Ischias..
    Außerdem hat Papa im Rücken ziemlich oft Schmerzen und Hunger hat er auch wieder nicht mehr. Ich werd noch bekloppt.. Papa ist wieder etwas am Boden :( gestern sagte er wohl zu Mama, dass er nicht glaubt, dass das alles wieder wird.. es ist zum Haare raufen ;(
    Grüße
    Ach Mensch, das klingt alles so mistig. Und man steht daneben und kann nichts machen...
    Sorry, dass ich noch mal nachfrage: wird die Knochenmetastase noch mal gesondert therapiert? Papas Bettnachbar bekam damals Chemotherapie und Bestrahlung.
    Wenn es eine Blockade ist, kann man vllt mit manueller Therapie was machen. Nur so ne Idee, ich will da nicht reinquatschen
    Liebe Grüße Bella
    Nein, außerdem wird davon ausgegangen, dass es sich um Skelettmetastierung handelt, das wird aber schon seit Januar vermutet.
    Es sind ja mehr Wirbel.. Welcher nun Probleme macht weiß ich nicht.
    Außerdem hat Papa jemand erzählt, dass er von der Bestrahlung komplett verbrennt wurde und das will er nicht.

    Er meinte gestern, dass er Angst hat, weil er befürchtet nicht mehr lange Zuhause bleiben zu können..

    Habe heute leider auch nicht allzu positives zu berichten. Zumindest noch nicht. Heute war ich bis zwei Uhr nachts bei meinen Eltern, da er recht starke Schmerzen im kompletten Rücken hatte. Bauch kam dann wohl auch noch dazu. :(
    Ich bete, dass es ihm nun besser geht.
    Grüße
    Liebe @Silland,
    ihr kommt ja wirklich nicht mehr zur Ruhe. Soweit ich informiert bin, kann die Bestrahlung der Knochenmetastasen die Schmerzen lindern. Dabei ist die Dosis entscheidend, ob es tatsächlich Verbrennungen gibt. Das muss ja nicht sein.
    Mich wundert, dass dein Papa das Emend nur an einem Tag bekommt. Es ist extra eine 3-Tages-Packung und ich nahm Dexamethason dazu. Es half gut, auch wenn es Nebenwirkungen hatte. Für mich war die Übelkeit das Schlimmste.
    Gegen die PNP habe ich mir einen Kissenbezug mit verschiedenen Hülsenfrüchten gefüllt und den immer wieder mit den Füßen durchgeknetet. Auch kleine Noppenrollen taten gut. Für die Hände habe ich viel gestrickt.
    Ich hoffe, dass man euch zügig helfen kann. Es ist so eine beschxxxxx Krankheit.
    Liebe Grüße
    Luise
    Hallo Luise,
    auch dir danke ich für die Tipps ;)

    Bzgl der Bestrahlung hast du voll und ganz recht nur Papa wurde wieder so ein Mist erzählt.. Eben da es dosisabhängig ist!
    Ach Mensch, wenn die Leute mal weniger von ihrem "ich habe gehört, dass xxx gehört hat, dass.." -.-
    Heute ist es leider auch nicht besser.
    Papa hat Schmerzen, dadurch keinen Hunger und ist mit den Nerven am Boden. Zu Mama meinte er wohl, dass wir schon sehen werden, dass er sterben muss :(

    Abgesehen vom Schmerz gehts ihm nicht schlecht. Ich weiß das hört sich dumm an.. Denn der ist ja momentan das Große Problem.

    Zu Emend.. Da muss ich mit Doc nochmal reden heute. Papa musste heute Nacht um drei Dexamethason und Granisetron nehmen, da ihm übel war.
    Grüße
    Hey Silland,
    Wie sieht's aus bei euch?
    Was sagt der Doc zu Emend?

    Mamas Schmerzen sind inzwischen morgens so gut wie weg... klar, da ist der Darm ja leer. Gegen Abend ist es wohl am extremsten.
    Sie soll mal am Montag nachhören wegen Darmsanierung oder so, ob die nix begleitendes was zur Chemo passt haben.

    Hoffe die Psyche deines Vaters wird bald wieder besser, ach man.

    Liebe Grüße!
    Ninjetta
    Hey Ninjetta,
    lieb dass du fragst ;)

    Die letzten beiden Nächte waren nicht so gut. Heftige Schmerzen, aber dieses mal eben wieder im Rücken. Also hab auch ich eine Nachtschicht eingelegt. Hab mit Mama ausgemacht, dass sie mir schreibt, wenn es ihm nicht so gut geht. Sonst bin ich immer so auf Lauerstellung und kann sonst erst recht nicht schlafen.
    Von der Chemo hat er sich an sich gut erholt. Übelkeit ist weg. Er hatte nur Verstopfung. Dank Abführmittel klappt das aber wieder..
    Dolantintropfen hat er seit gestern.
    Da wirken aber zum Glück dieses mal schon 25 mg. Schmerzen gehen zwar nicht weg, aber sind erträglich.

    Ich hoffe es geht wieder aufwärts.

    Der HA meinte mal, dass er lieber wg Darmsanierung unter Chemo nichts gibt. Ist aber schon einige Zeit her, hat also mit aktueller Verstopfung nichts zu tun.
    Er meinte aber, dass wohl Naturjoghurt, also wirklich unbehandelte Joghurts der Darmflora auf natürliche weise helfen sollen. Wir haben es zwar nicht ausprobiert, aber vll sprecht ihr mal mit HA oder Onkologen ob das ein Versuch wert ist.
    Alles Gute zu euch allen
    Liebe Alle,
    bzgl. Joghurt machen wir das immer selbst, da sind dann am meisten lebendige gute Bakterien drin. Es ist wirklich sehr einfach.
    Damit keine "falschen" Bakterien reinkommen, arbeiten wir immer mit ultrahocherhitzter Milch und mit neuen und verschiedenen Joghurtkulturen (da gibt es viele Sorten im Internet). Ob es hilft? Tja...mein Papa mochte es zumindest gerne und bei meinem Mann (Autoimmunerkrankung) scheint es zu helfen....

    Man hat dann noch den Vorteil, dass man sich Zucker / Obst / Pulver zur Nahrungsergänzung ganz nach Geschmack reintun kann.

    LG, Kathi
    Guten Morgen,
    ich find das einfach alles so besch... .
    Papa hatte gestern Abend solche Schmerzen, dass er nicht mehr gerade gehen konnte :(
    heute Nacht war auch nicht so berauschend und jetzt ist Schmerz schon wieder da :( zum Glück nicht ganz so akut, aber trotzdem.
    Seit gestern immer Links unter der Rippe. Evtl drückt Metastase an Leberhülle. Kann man dagegen irgendwas machen??
    Ich hoffe und bete, dass die Chemo anschlägt.
    Grüße
    Ach man Silland....
    Ich kann dir nur sagen, dass meine Mutter durch die Zyste an der Leber ja diese unbändigen Schmerzen hatte, denke in der Form wie dein Papa jetzt.
    Da hat das punktieren geholfen...geht natürlich nicht, falls es eine Metastase sein sollte, die daran schuld ist.
    Kann man die Lebermetastasen bestrahlen, um sie zu verkleinern?

    Ob er sich vielleicht lieber noch mal stationär aufnehmen lassen soll, um die Schmerzen effektiver behandeln zu können? Er ist doch momentan zu Hause, richtig?
    Ach Silland, das ist Mist! Heute ist Samstag, aber vielleicht könnt Ihr den Onkologen oder Schmerztherapeuten erreichen?
    Ansonsten weiß ich leider auch nichts. Als mein Papa solche Schmerzen hatte, stand ich auch oft hilflos daneben. Ich war teilweise echt verzweifelt und alles versucht. Ich hatte ja geschrieben, dass er auch zum Osteopathen ging. Der hat mir mal gezeigt, welche Punkte man an den Füßen zur Schmerzlinderung drücken kann, weil wohl alle Organe auch auf den Fußsohlen abgebildet sind. Ich konnte mir das nicht merken, hab das aber gegoogelt und was gefunden. Es hat ihm zumindest eine Zeit lang Erleichterung verschafft, und ich glaube, die Zuwendung hat ihm auch gut getan.
    Ich drück Dich
    Bella
    Hallo Ninjetta und Bella,
    Papa will auf keinen Fall stationär ins KH, da er sowieso Angst hat, dass es nur noch bergab geht. Ambulant für Infusion ja, stationär keine Chance. Ich kanns auch irgendwie verstehen.

    Er hat jetzt nochmal Dolantin genommen, eine höhere Dosis. Die wirkte jetzt zum Glück.
    Er hat zwar Schmerzen, aber es ist erträglich sagt er und will auch gleich wieder was draußen machen. Zuerst fährt er mit Mama zum einkaufen, das will er sich nicht nehmen lassen. Wenn der Schmerz so bleibt wie er jetzt ist wäre er schon glücklich, meinte er eben..

    Einen Schmerztherapeuten haben wir nicht, aber der Onkologe ist sieben Tage die Woche im KH.
    Jetzt will er nicht mehr ins KH, da Schmerz nachließ. Ist ja auch logisch ;)
    Puh, bin ich erleichtert.

    Es war wirklich schrecklich daneben zu stehen und nichts machen zu können..

    Sorry für den Text, aber ich hätte noch zwei Fragen.
    Es wird wohl mit ziemlicher Sicherheit die Leberkapsel durch Metastasen gereizt. Wie kann es aber sein, dass der Schmerz nach zwei, drei Tagen weg ist und e rstnach einiger Zeit wieder an der Stelle kommt? Die Metastasen sind doch immer da?! Der Schmerz ist seit gestern wieder dort wo er zuletzt vor ca 4 Wochen war. Da meinte Doc schon, dass es komisch sei, dass der Schmerz wieder wegging.

    Letzte Frage.
    Ich weiß, sollte die Chemo hoffentlich wirken werden die Metas nicht gleich verschwinden von der Leberkapsel, aber bis wann würde sich da ungefähr Besserung bemerkbar machen??
    Papa hat gestern morgen wieder häufiger ein Hungergefühl, das hatte er schon Wochen nicht mehr.
    Wobei das wahrscheinlich nicht durch Chemo kommt, so schnell würde das doch nicht gehen, oder?
    Und danke für eure Hilfe
    Liebe Grüße und wie gesagt sorry
    für die Länge
    Hey Bella,
    am Nachmittag und vor einer Stunde hat Papa nochmal Dolantin genommen. Es sagte es ist jetzt ein erträglicher Schmerz. Muss sowieso mal mit Doc reden, da das Medikament nicht zur Langzeiteinnahme gedacht ist.

    Trotzdem danke ich dir :)

    Grüße
    Hi Silland,
    immerhin geht es Deinem Papa nun etwas besser. Dass er nicht stationär will, kann ich gut verstehen. Dieses hin und her bei den Schmerzen ist in der Tat schwer erklärbar. Aber als FOLFIRINOX bei meinem Papa gut angeschlagen hat, war auch schon nach dem ersten Mal eine leichte Besserung und nach der zweiten Runde eine deutliche Besserung mit Sichtbarkeit im CT zu sehen.

    Mein Mann hat Sarkoidose, dass ist hauptsächlich der Angriff des eigenen Immunsystems auf die Lunge (bei ihm noch Haut, Narben und Auge). Das haben wir glücklicherweise inzwischen gut im Griff, am Anfang wollte ihn der Prof mal auf die Urgent Transplant Liste für Lungen setzen, da sah es ziemlich schlimm aus.

    Liebe Grüße und weiter alles Gute
    Kathi
    Hallo Kathi,
    ohja, verstehen tut man das nicht. Aber es soll einfach besser werden, nachdem wieso, weshalb frag ich dann mal nicht..

    Oh, das ist aber auch ein Jackpot so eine Krankheit zu haben :( Darf ich fragen in welchem Alter es bei deinem Mann auftrat und habt ihr noch mehr im Familienkreis mit dieser Erkrankung? Hatte mal gehört, dass es vll auch erblich bedingt sein kann oder ich verwechsel wieder was?!
    Und wie kann es sein, dass die "guten Bakterien" so eine Krankheit positiv beeinflussen kann? Oder meinst du die Nebenwirkungen von den Medikamenten in Schach halten?
    Entschuldige die vielen Fragen, ich find das einfach interessant. Du musst natürlich nicht darauf antworten ;)

    Trotzdem danke für den Hinweis, dann hoffe ich, dass es am folfirinox liegt ;)
    Grüße
    Hallo Silland,
    kein Problem mit den Fragen. Mein Mann bekam die Sarkoidose mit knapp 50, diagnostiziert wurde sie als er 51 Jahre alt war. In der Familie haben wir sonst niemanden mit sowas. Es gibt allerdings Gene, die damit in Verbindung gebracht werden - nur ob und wann diese dann zu einem Ausbruch der Krankheit führen ist unklar. Bei meinem Mann war es wahrscheinlich der Punkt, dass er 2007 mit dem Rauchen aufgehört hat. Nikotin unterdrückt (ähnlich wie Kortison) das Immunsystem und das ist dann überaktiviert worden. Es gab sogar mal eine Studie mit Nikotinplaster zur Therapie.
    Die guten Bakterien / Mikroben im Darm haben einen enorm großen Einfluss auf unser Immunsystem, das hat die Forschung der vergangenen Jahr deutlich gezeigt. Wie man das therapeutisch ausnutzen kann, ist nur sehr komplex in so einer "Wohngemeinschaft". Es gibt auch Untersuchungen, die einen Einfluß dieses "Mikrobioms" (= Gesamtheit der Mikroben in und auf einem Organismus) auf Chemotherapie. postulieren. Oncobiotics ist hier das Stichwort. Ist aber alles noch extrem früh und es gibt keine Richtlinien...also auch eigentlich nichts, was wir direkt tun können. aerzteblatt.de/archiv/194466/O…-das-kuenftige-Triumvirat

    Liebe Grüße, Kathi
    Hallo Silland
    Ich habe das mit den schmerzen gelesen.
    Bei uns war es auch so das sie erst einmal immer mal wieder kamen sie wurden ja mit sehr starken Opioiden unterdrückt.
    Woher sie letztlich kamen kann niemand sagen, aber meine Liebe war nur noch im KH in der Zimmerecke und hat sich gekrümmt.
    Was letztlich geholfen hat war ein ansprechen der Chemo als die Metastasen Kleiner wurden der Haupttumor sein Wachstum einstellte gingen langsam die schmerzen.
    Zur Umkehr und zur Besserung kam es erst nach einigen Scheiß NW wobei eine 6 Blutkonserven erforderte.
    Aber mindestens einer der Spender muss gutes Blut gehabt haben!
    Wichtig war essen, nicht nur Künstliche Ernährung, als das wieder gemacht wurde ging es bergan, dauerte aber fast 1 Jahr.

    Was wir von dem Paliativdienst und dessen Arzt gelernt haben war das man bei solchen schmerzen lieber mit der Höheren Dosis an Schmerzmittel beginnen soll.
    Hört sich komisch an wir waren auch skeptisch aber letztendlich hatte er recht.
    Bitte aber erst mit dem Arzt besprechen!!
    Jeder Fall ist anders.
    Ich wünsche euch von Herzen alles erdenklich gute auf euren Weg.
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!
    Hey Kathi,
    ich danke dir für die ausführliche Antwort und auch danke für den Link ;)
    Ich wünsche deinem Mann dann weiterhin alles Gute :)

    Auch dir ein Hallo Rudi,
    in der Zimmerecke saß er zwar nicht, aber gerade stehen oder gehen konnte mein Papa letzte Woche auch nicht mehr vor lauter Schmerz. Es ist doch so schrecklich die Lieben so leiden zu sehen und man selbst steht nur dumm rum und kann nichts machen außer gut zu reden, trösten und Medikamente zu geben. Man ist so hilflos.
    Danke für den Tipp. Ich bin da auch skeptisch, lasse mich aber gern belehren. Hab nur Angst wegen Papas Leber und allgemein der Organe..

    Dachte gestern, dass es vll etwas besser wird. Bauchschmerzen sind zum Glück die meiste Zeit nicht mehr so schlimm. Hatte gestern nur einmal Dolantin. Dafür tut ihm jetzt der gesamte Rücken inkl. der rechten Hüfte bis unters Knie weh. Die Hüft-und Beinschmerzen (Ischias) hatte er ja bereits letzte Woche recht stark.
    Mit Hunger ist natürlich durch die Schmerzen auch nicht mehr viel wodurch er wieder abnimmt :( bis jetzt hatte er heute nur Pudding.
    Ich hoffe das wird mit Dolantin besser.

    Was meint ihr, dürfte er evtl wenn es durch Dolantin besser wird draußen was machen, wenn er dann wieder wach ist?
    Ich meine, sollte es von Metastasen ausgehen die wo drauf drücken, dann
    würde durch Bewegung die Reibung noch verstärkt werden, nur man merkt es in dem Moment durch Opioide nicht.
    Kann es nicht besser erklären, vll versteht ihr was ich mein..

    Liebe Grüße
    Hallo
    Also was schönes machen ist immer angesagt. Da verschlimmert sich nichts.
    Metastasen aufreiben? Habe ich noch nie gehört.
    Die Zeit genießen hilft mehr als alles andere.

    Worauf wartet ihr? Wenn es geht... Machen...
    Zeit ist kostbar.

    Lieben Gruß Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!
    Hey Rudi,
    hab jetzt nicht die Metastase an sich gemeint, aber eben die Bindegewebsschicht die dadurch noch stärker gereizt werden könnte. So zumindest mein Gedanke :S
    Aber danke für die klare Sicht.

    Hat sich aber alles erledigt.
    Papa ist jetzt stationär im KH, da Schmerzen wieder sehr schlimm waren.
    Jetzt warten wir auf Doc wegen morgigen Termin zum MRT der Wirbelsäule und dann darf Papa zum Glück wieder nach Hause.
    Drückt uns bitte die Daumen, dass nichts schlimmes rauskommt..
    Grüße
    Meine Daumen sind auch gedrückt.
    Alles Gute zu euch.
    Lieben Gruß Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!
    Guten Abend euch allen,
    danke fürs Daumen drücken. Irgendwie hab ich dadurch ein besseres Gefühl, ist komisch, oder?!

    Ich hoffe auch sehr, dass es ein harmloser Grund ist. Obwohl ich es eher nicht denke..
    Chemo vertrug er bis auf Übelkeit gut. Da muss er nächstes mal 125 mg Emend bekommen. Dieses mal waren es nur 80 mg. Und evtl auch für die weiteren Chemotage.
    Die anderen Schmerzen bereiteten viel mehr Schwierigkeiten.

    Bin gerade ausm KH raus. Papa wollte nochmal Novalgin und Dolantin, jetzt schläft er.

    Oma ist mit den Nerven fertig, da sie die Hintergründe nicht ganz versteht, weshalb Papa im KH ist.
    Mama macht die Gesamtsituation mit Papa und Oma sehr zu schaffen. Dann hat sie wohl wieder eine Divertikulitis, da sie heute erneut Schmerzen hatte -.-

    Ja und da ich zwar eigentlich auch bratfertig bin aber sowieso nicht schlafen kann mach ich mich mal wieder ans Latein lernen..

    Euch alles Gute

    Neu

    Hey,
    heute war ein langer Tag. War seit heut Morgen im KH. Jetzt ist Papa endlich wieder Zuhause :)
    Hab mir noch die Blutwerte geben lassen, da sie gestern noch nicht fertig waren.
    Meiner Meinung nach nicht so berauschend. AP, CRP, und GGT weiter angestiegen.
    Allerdings können auch die genommenen Medikamente dafür verantwortlich sein. Zumindest für Leberwerte..
    GFR mittlerweile leicht unter der Norm, zwar noch im Rahmen einer leichten Insuffizienz, aber trotzdem. Und Lipase ging auch nochmal weiter runter. Zwar auch nur leicht, aber trotzdem find ich das beschissen.
    Papa wurde jetzt auf Hydromorphon umgestellt. Und Dolantin bei Durchbruchschmerzen weiterhin.

    Das gerade Liegen im MRT war übrigens furchtbar, jetzt lies ihm zum Teil der Fuß nach.
    Die Infusion mit Dolantin wurde auf dem Weg zum MRT abgemacht. In der Radiologie funktionierte dann die Infusion nicht mehr.
    Da musste zuerst der Radiologe kommen und neuen Zugang legen für Schmerzinfusion.
    Auf dem Rückweg wurde übrigens wieder abgedreht und im KH ging die Infusion fast wieder nicht mehr.
    Ja, das wars..
    Alles Gute für euch

    Neu

    Hallo Silland.
    Ich möchte euch einfach nur Kraft und Hoffnung da lassen, es erinnert mich an vieles was auch meine Liebe durch hat.
    Ich drücke euch mal ganz doll!
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

    Neu

    Oh Silland.... ich kenne das Gefühl so gut.
    Manchmal will man am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. Nix sehen, nix hören....weil wenn man nichts weiß kann man sich für eine Weile vorgaukeln, alles sei gut.
    Du steckst seit so vielen Monaten mit Leib und Seele in dieser Sache, da muss der Punkt irgendwann ja mal kommen....

    Fühl dich gedrückt!
    Ninjetta

    Neu

    Hallo
    Ja man möchte eigentlich nichts mehr hören von dem ganzen, ich bin auch gerade auf diesen """Trip"""
    Endlich soll mal alles gut sein alles in Ordnung.
    Nur war es das jemals vorher?
    Vielleicht als Kind noch ,aber später war immer irgendetwas, was einem vielleicht heute klein und unbedeutend vorkommt im angesichts dieser Erkrankung.
    Nur war es das nicht, es war zu seiner Zeit bedeutungsvoll.
    Genauso wie jetzt die Ergebnisse vom Letzten Jahr sind Vergangenheit, was vor uns liegt ist wichtig, aber wir wissen noch nichts darüber.
    Eigentlich hat sich auch darin nicht geändert, nur die unwissende Gedankenlosigkeit ist etwas zurechtgestutzt worden.

    Krebs zeigt einem die eigen Sterblichkeit und die Kostbarkeit der Zeit.
    Mit einmal ist da eine Grenze in dem vermeintlich grenzenlosen erleben des Lebens.
    Aber auch die war immer da nur verdeckt, ich sage es mir immer so der Vorhang ist jetzt zur Seite gezogen die Realität kommt zum Vorschein.

    Las uns die Zeit mit unseren Lieben genießen.
    alles alles gute zu euch.
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

    Neu

    Hallo @RudiHH
    Ja, ja, ja, es soll alles gut sein bei allen und jeden!
    Deine Zeilen haben mich zum nachdenken gebracht und ich muss sagen du hast vollkommen recht.
    Nur wisst ihr, mir tut es so Leid dieses Leid der Betroffenen. Für mich ist es schon so schlimm, aber ich bin doch "nur" Angehöriger. Wie muss es da nur den Betroffenen selbst gehen.Wenn ich darüber nachdenke könnte ich wahnsinnig werden..
    Und du hast auch recht, dass wir die Zeit genießen müssen :)
    Nur leider fällt es mir momentan einfach schwer. Wenn ich schon allein an die Blutwerte denke. Sie könnten zB auf eine beginnende Cholestase hinweisen. Steigender GGT in Kombi mit gestiegene AP.. Oder AP wegen erhöhterKnochenmetasaktivität..
    Hilfe!!

    Papa ging es heute Nachmittag besser, dank Palladon wohlgemerkt. Ja, es geht ihm gefühlt besser, aber die Schmerzen werden doch nur total unterdrückt. Und Mama hat heute selbst wieder recht starke Schmerzen durch Divertikulitis und Bandscheibe.
    DAS waren früher Probleme. Nur das blöde, diese Probleme sind aufgrund des großen Problems nicht weg. Sie sind trotzdem noch da und als Tochter beide Elternteile so zu sehen ist nicht so schön. Und Oma gehts aufgrund MRT und KH von Papa nicht besser. Es hakt irgendwie.
    Ich weiß, bei Mama ist es kein Vergleich. Trotzdem tut es weh sie so zu sehen.
    Solange es irgendwie wieder wird nehme ich es gerne hin..
    Hmm, es tat mal gut nicht über Befunde o.ä. zu berichten..

    Euch auch alles erdenklich Gute und liebe Grüße

    Neu

    Hallo Silland

    Silland schrieb:

    Für mich ist es schon so schlimm, aber ich bin doch "nur" Angehöriger.


    Ha da sagst du was.... Das war auch immer mein Satz bis mir sogar meine Liebe sagte das es für sie viel schlimmer wäre wenn ich der betroffene wäre.
    Ich würde sagen beide Seiten sind schlimm betroffen jeder auf seine weise.

    Seit dem ich aufgehört habe auf jede """""kleinikeit""""" zu schauen geht es mir und auch ihr besser.
    Wobei ""Kleinigkeit"" ja auch lebensbedrohlich sein kann, aber was soll die Sorge? Damit verbessert man nichts.
    Irgendwann habe ich das was mich beschäftigt aufgeschrieben und beim Arzt besuch war dann die frage da vorher war sie auf dem Zettel.

    Silland schrieb:

    DAS waren früher Probleme. Nur das blöde, diese Probleme sind aufgrund des großen Problems nicht weg


    Das mit deiner Mama sind ja auch große Probleme die meinte ich nicht es ging darum was man im Urlaub macht oder das man keine Torte bekommen hat für die Feier oder sogar das bei der Hochzeit kein Brautstraß da war sowas normal banales .
    Das Nivelliert sich mit solchen Krankheiten, schnell auf ein äußerst kleinen Stellenwert ein.
    Ja die Krankheit besteht nicht nur aus dem Krebs und den Befunden auch das seelische ist eine sehr wichtige Komponente.
    Wir haben das erlebt, Menschen die zuversichtlich waren oder wurden, hatten es viel leichter und haben zur Heilung dadurch extrem beigetragen.

    Ich hoffe du verstehst wie ich es meine?

    Alles gute zu euch.
    Rüdiger
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

    Neu

    Hallo,
    sowas sagte mein Papa auch schon mal. Er würde Mama zB auch gerne die Schmerzen abnehmen, sagte er.
    Du hast wohl recht, dass es für beide Seiten no nicht einfach ist. Er hat zB ein schlechtes Gewissen, dass es uns dadurch auch nicht so rosig geht, dabei soll er sich doch um sich selbst kümmern..

    Im Vergleich zu den Krankheiten hier im Forum empfinde ich es eher als kleineres Problem, wenn Mama zB wieder Divertikulitis hat.. Natürlich ist es nicht gut und es belastet irgendwie zusätzlich, aber ein großes Problem im Hinblick auf Krebs ist es ja nicht.
    Mama hat im Umkehrschluss wieder ein schlechtes Gewissen, wenn ihr mal ein Schmerzlaut entweicht, weil Papa viel schlimmere Schmerzen hat. wieso schreib ich das jetzt eigentlich?
    Ich hab keine Ahnung. Irgendwie will einfach jeder den anderen schützen..

    Auf alle Fälle geht es den Menschen mit positiver Grundeinstellung sicher besser, da es viel einfacher ist.
    In der aktuellen Situation fehlt mir diese als Angehörige allerdings etwas, wenn ich sehe welche Schmerzen er die letzte Zeit hatte. Ich bleibe auf alle Fälle dran um die nächste Abzweigung zur positiveren Grundeinstellung nicht erneut zu versäumen ;)
    Ich hoffe auf die Wirkung der Chemo :)
    Grüße

    Neu

    Hey,
    Papa hatte Chemo zu 80 %.
    Also 5 % mehr als letztes mal.
    Ihm gehts so naja. Ihm ist übel und er ist etwas hmm.. müde?? er sagt er kann nicht klar denken..
    Marker stieg um knapp 900 innerhalb 14 Tage. Vor Umstellung stieg er um über 2300 innerhalb einer Woche.
    Ob das auf ein Ansprechen hindeutet? Ich weiß es nicht. Marker fiel doch auch mal um 400 oder so unter der alten Chemo, wo Marker zuvor schon mehrmals anstieg..
    Melde mich vll später ausführlich.
    Grüße

    Neu

    Also heute war ich keine Sekunde in der Arbeit und trotzdem volles Programm.
    Heute morgen um halb 8 rief Papa schon hoch, dass sie gleich ins KH fahren, da Mama starke Schmerzen hatte.
    Um 8 war ich dann auch im KH.
    Mum wurde mit Schmerzmittel und Antibiotika versorgt. Papa mit Zoledronat und anschließend mit
    Chemo. Bis das alles durch war inkl der Untersuchung von Mum war es schon kurz vor 2. Dann hatte ich einen Termin. Auf dem Rückweg rief Mama schon an, dass Papa extremen Schüttelfrost hat - sowas hab ich noch nie gesehen. Dadurch natürlich sehr hoher Blutdruck und Puls. Dann gleich Prof. angerufen.
    Papa mit wärmflasche, Heizkissen, zick Decken (und mit mir versorgt als zusätzliche Wärmequelle unter der Decke ;) ).
    dann kam Fieber bis 38,5. Husten und Hitze. Er schwitzte dann, dass ihm wirklich alles runterlief. Das gewechselte Oberteil hielt genau für 5 Minuten. Um 7 dann mit ihm ins KH, da durch die Nässe die Portnadel nicht richtig hielt. Unsere Pflaster brachten auch nichts. Es war ja als wenn er geduscht hätte. Im KH dann zwei Infusionen Dolantin.

    Neu

    Inkl großes Blutbild, Enzyme, Substrate etc. Da kam heraus, dass eine Linksverschiebung vorliegt.
    Heute morgen wurde zwar kleines Blutbild gemacht und da waren die Leukos schon erhöht, aber das war bereits seit paar Wochen so. Außerdem sanken sie wieder etwas. Jetzt gab da niemand was drauf.
    Heute Abend hab ich auf großes Blutbild bestanden, da ich eher Angst vor einer febrilen Neutropenie hatte. Da kam eben die Linksverschiebung raus.
    Im Ultraschall sah sie einen leichten Pleuraerguss :(
    Daher ab zum Röntgen. Eine Lungenentzündung konnte dann aber ausgeschlossen werden. Metastasen waren im Röntgen nicht ersichtlich..
    Wo also der Erguss herkommt. Ich hab keine Ahnung.
    Und seit 10 nun endlich Zuhause.
    Ich werd noch wahnsinnig. Und Mama hat immer noch bzw schon wieder starke Schmerzen. Und sie ist mit den Nerven am Boden..
    Grüße