Rund um Hormone und Antihormontherapie

    Rund um Hormone und Antihormontherapie

    Hallo zusammen!

    Etliche Frauen mit Brustkrebs haben einen hormonabhängigen Tumor und bekommen eine Antihormontherapie. Ich würde mich freuen, wenn wir uns hier in diesem Thread über alles rund um die Antihormontherapie und anderes, was mit der Hormonabhängigkeit der Brustkrebserkrankung zu tun hat, austauschen können.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo ihr,

    bei mir waren sowohl der Tumor links (2015) als auch der Tumor rechts (2017) stark hormonabhängig. Zunächst bekam ich, da prämenopausal, von April 2016 bis Oktober 2017 Tamoxifen. Darunter hatte ich zunehmend Muskel- und Knochenschmerzen, aber es war erträglich. Ich hatte Anlaufschwierigkeiten, wenn ich eine Weile gesessen hatte, aber sonst ging es und sobald Tamoxifen abgesetzt war, war diese Anlaufsteifigkeit auch wieder verschwunden. Aber leider hat Tamoxifen bei mir offensichtlich nicht oder nicht ausreichend gewirkt.

    Ende Oktober wurde daher umgestellt: Ich bekam die erste Trenantone-Spritze, mit der die Eierstocksfunktion über die Hypophyse ausgeschaltet werden soll. Diese Spritze bekomme ich alle 3 Monate nun. So konnte ich nun mit Letrozol beginnen. Ich möchte dieses auf jeden Fall nehmen. Problem: Ich habe davon nicht nur Übelkeit und Durchfall sowie Urtikaria, sondern bin furchtbar depressiv geworden. Das sind nicht die Ängste, mit denen ich mich sonst wegen der Krebserkrankung befasse, sondern auch die, die mich kennen, vermuten, dass da eher das Letrozol dahinter steckt. Was tun? Ich will Letrozol weiternehmen. Ein Antidepressivum kommt für mich aus mehreren Gründen (u. a. schlechte Leberwerte, Risiko einer erneuten Gewichtszunahme als Nebenwirkung und dass ich dieses einfach nicht nehmen will (dies bitte respektieren)) nicht in Frage. Habt ihr Erfahrungen, ob das mit der Zeit von allein wieder nachlässt oder bleibt es oder wird gar schlimmer? Habt ihr Erfahrungen, was außer einem Antidepressivum noch helfen kann?

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Morgen liebe Finja,

    ich nehme seit 2 1/2 jahren Letrozol und habe "nur" Knochenschmerzen und Haarausfall. Beides bekämpfe ich mit Equizym MCA und Regain
    Frauenschaum. Damit lässt sich das so einigermaßen regeln. Das Schwitzen welches ich bei TAM hatte ist weg. Stimmungsschwankungen habe
    ich GsD nicht. Dafür trockenen Schleimhäute, aber dafür hat Amorelie ja was ;)
    Dazu nehme ich Calcium mit Vitamin D. Vielleicht hilft Dir Vitamin D ? Soll die Stimmung ja aufhellen.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Liebe @Finja,

    das tut mir leid, dass Du unter der Umstellung jetzt mit Depressionen zu kämpfen hast. Das sollte natürlich nicht sein. In ausgeprägten Fällen wird sicherlich dann doch nur ein Antidepressivum helfen, nehme ich an. Sport und Bewegung standen ja schon auf Deinem Lebensplan, wenn ich das gerade richtig erinnere und auch Vitamin D war doch immer schon Thema. Ist da die Dosierung noch richtig?

    Es kommt jetzt natürlich darauf an, wie ausgeprägt das ist und ob Du warten könntest, wie sich alles reguliert? Du nimmst es ja noch sehr frisch, dazu die Unterdrückung der Eierstockfunktion, da kommt hormonell einiges im Körper zusammen.

    Was sagen die Ärzte? Gäbe es eine Alternative zum jetzigen Aromatasehemmer?

    _____

    Ich selber habe von April 2016 bis August 2017 Tamoxifen genommen - mit leichten Knochen- und Gelenkschmerzen beim Aufstehen. Durch Bewegung war das dann schnell besser. Ansonsten keine spürbaren Nebenwirkungen und leider erwiesenermaßen auch nicht die gewünschte Wirkung. Resultat Knochenmetastasen im Becken/Kreuzbein.

    Aktuell läuft noch keine neue AHT. Die Onkologen wollen das ungern parallel mit dem Kadzyla geben. Ich werde da aber nochmals nachbohren, ich will ja keine gute Chance vergeben, auf die Metastasen einzuwirken. Zumindest steht in allen Leitlinien bei Knochenmetastasen Antikörper, Bisphosphonate und Antihormontherapie. Wobei aber nicht zwangsläufig alles zusammen gegeben wird. Aktuell heißt es, solange es greift, machen wir die Kadzyla-Therapie.
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe @Finja,
    ich nehme seit 01.01.2017 Tamoxifen. Bisher halten sich meine NW zum Glück halbwegs in Grenzen. Hitzewallungen ja, aber erträglich. Muskelschmerzen hab ich auch seit 4 Wochen im rechten Arm - also sehr lokal -, bin mir aber nicht sicher, ob die jetzt tatsächlich vom Tam kommen oder nicht. Knochenschmerzen hab ich dabei aber nicht... War ketzte Woche beim Orthopäden, der eine Muskelentzündung feststellte - als Folge der Bestrahlung, meinte er. Wie haben sich die Muskelschmerzen bei dir geäußert? Auch "nur" lokal oder schön verteilt über den ganzen Körper?
    LG vom Bäumchen
    Hallo zusammen!

    Liebe Bäumchen, unter Tamoxifen hatte ich am ganzen Körper diffuse Schmerzen in den letzten Monaten, die aber nur gering waren. Auffällig war nur, dass ich nachdem ich länger gesessen hatte, erst einmal am ganzen Körper wie "eingerostet" war und ein paar Minuten brauchte, bis ich mich wieder locker bewegen konnte. Das war mir immer peinlich, wenn wir uns nach Teambesprechungen erhoben. Aber sobald das Tamoxifen weggelassen wurde, war das auch nicht mehr.
    Was die Muskelentzündung nach Bestrahlung betrifft: Kann das ein Lymphödem auch sein? Das macht ja nicht nur Schwellungen, sondern manchmal können da auch schmerzhafte Verhärtungen im Vordergrund stehen.

    Liebe Claudia und liebe Belle, Vitamin D nehme ich seit mehreren Jahren 50.000 I.E. pro Woche, weil ich früher einmal in einem extremen Vitamin-D-Mangel war. Also von der Seite her ist alles bestens, habe auch einen richtig guten Wert.

    Liebe Claudia, die Idee mit dem Equizym MCA werde ich einmal aufgreifen. Das habe ich damals während der Chemotherapie nehmen sollen, habe es aber weggelassen nach einer Weile, weil ich damals keine Wirkung verspürte und es mir dafür zu teuer war. Aber vielleicht hilft es ja bei mir gegen die Nebenwirkungen von Letrozol. Ich habe das eben zum Anlass genommen, einmal zu suchen, ob ich etwas über Equizym MCA bei Nebenwirkungen der AHT finde - und siehe da, sogar der bekannte Herr Prof. Beuth hat dazu und nicht nur zur Linderung der Chemo-Nebenwirkungen etwas gesagt: mammamia-online.de/studien/antihormontherapie/ Er geht dort zwar nicht auf Depressionen ein, aber vielleicht wirkt es dagegen auch, da sie ja auch AHT-Nebenwirkung sind. Ich werde einmal Kontakt zu ihm aufnehmen, vielleicht hat er auch noch einen anderen Tipp.

    Liebe Belle, oha, da würde ich an deiner Stelle aber auch nachhaken, warum du jetzt noch keine AHT bekommst wieder. Kannst du dir dazu eine Zweitmeinung auch einholen?
    Bei meinem Onkologen habe ich erst am 6. Dezember einen Termin und überlege, ob ich ihm das überhaupt sage, denn ich will die Behandlung unbedingt fortsetzen. Eine Alternative wäre höchstens ein anderer Aromatasehemmer, aber die Nebenwirkungen nehmen sich ja eher nichs. In der nächsten Woche bin ich schon bei meiner Endokrinologin und da werde ich es ansprechen, zumal sie auch in einer onkologischen Schwerpunktpraxis arbeitet. Es hat mich jetzt schon arg umgehauen seelisch. Ich kenne das auch von früher, dass es da eine Zeit hatte, in der ging es mir seelisch vor der Mens immer so schlecht, dass das wirklich bedenklich war. Eine Weile warten geht schon, wobei ich auch bald wieder arbeiten gehen werde und da gern auch seelisch stabil wäre. Vielleicht wird es ja wirklich noch besser. Ja, Sport steht auf dem Programm, sobald ich wieder darf. Zur Zeit soll ich noch nicht ins Schwitzen kommen, um die Narbe nicht zu reizen und zum Schwimmen darf ich auch noch nicht. Aber bis ich Beides wieder darf, wird es sicherlich nicht mehr lange dauern. Sport wirkt sich ja positiv auf die Seele aus und überhaupt auch gegen Nebenwirkungen der Antihormontherapie - vielleicht reicht das dann schon.
    Ein Antidepressivum will ich nicht - wegen der Nebenwirkungen, weil meine Leber schon zu tun hat mit den ganzen Medikamenten und weil ich bisher auch schlimme Schicksalsschläge ohne dieses bewältigt habe, da werde ich das ja bei der AHT auch schaffen hoffentlich.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Liebe @Finja,
    vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich muss gestehen, dass ich über ein Lymphödem im Zusammenhang mit den Schmerzen nicht nachgedacht habe. Beim Orthopäden wurden mittels Ultraschall zwei massive Entzündungsherde festgestellt. Und da ich jetzt auch schon ne Weile mit nem eingeklemmten Nerv am Rücken herumlaboriere (hab ich aber dank Manueller Therapie inzwischen im Griff), habe ich eher da den Zusammenhang gesehen. Naja, ich nehme jetzt erstmal die Elektrotherapie mit und Anfang Dezember bin ich bei meiner Gyn, da werde ich das Problem mit zur Sprache bringen.
    Schönen Sonntag!
    LG vom Bäumchen
    Liebe Bäumchen,

    dass dein Arzt die Entzündung per Ultraschall gesehen hat, wusste ich ja nicht. Dann wird das sicherlich die Ursache sein.
    Drücke die Daumen, dass die Behandlung gut hilft und die Schmerzen bald weg sind!

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Liebe Finja,

    danke für den Link. Das war sehr interessant. Ich hatte mal eine Zeitlang geschludert und die Tabletten (1-0-1) nicht genommen und zack,
    da waren sie wieder meine Gelenkschmerzen. Ich schwöre auf das Zeug, und nach diesem Artikel ein klein wenig mehr.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Hallo zusammen!

    Kann man bei Letrozol "nur" schmerzende Gelenke haben oder kann dies auch mit Schwellung der Gelenke verbunden sein? Bei mir sind die Fingergelenke etwas geschwollen zusätzlich dazu, dass sie schmerzen. Meine Hoffnung ist, dass auch bei Schwellung es vom Letrozol kommen kann - und nicht meine Rheumatoidarthritis, die einige Jahre Ruhe gegeben hat - zurück ist. X/

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Interview mit Prof. Dr. Hadji zum Aromatasehemmer Anastrozol:
    - 10 Jahre bringen gegenüber 7 Jahren keinen Vorteil bei Brustkrebs, aber stattdessen mehr Nebenwirkungen
    - Switch von Tamoxifen auf Aromatasehemmer sinnvoll
    Interview im Video sehen: oncoletter.ch/id-40th-sabcs-20…eymann-hadji-ABCSG16.html
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Bei Tam hatte ich Knochenschmerzen und extreme Schwitzattacken nachts. Dadurch kaum durchgehenden Schlaf. Jetzt
    bei Letrozol "nur" Knochenschmerzen, heftiger als bei Tam jedoch mit Equizym MCA gut auszuhalten. Kaum Schwitzattacken,
    dadurch besseren Schlaf. Eigentlich auszuhalten.

    Das Gelenke geschwollen sind hatte ich noch nie gehört. Würde eher zu Deiner Arthritis passen :/
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Hallo zusammen!

    Im Brustzentrum hatte ich noch einmal ein Gespräch mit der Ärztin. Sie rät mir zu einer prophylaktischen Entfernung der Eierstöcke. Bei einer CHEK2-Genmutation gibt es bisher keine offizielle Empfehlung dazu und keine Erkenntnisse, dass das Risiko erhöht sein könnte. Aber bei CHEK2 weiß man noch nicht soooooo viel und außerdem habe ich ja noch eine weitere, unbekannte Genmutation, von der man noch gar nicht weiß, was sie macht. Und für Eierstockkrebs gibt es ja keine Vorsorge, mit der man es im Frühstadium erkennen könnte, wenn etwas entarten sollte.

    Mein Onkologe rät mir von der Operation ab, da er denkt, das Risiko sei nicht erhöht und dass ich nach Ende der Antihormontherapie mit Trenantone und Letrozol durch das Wieder-Funktionieren der Eierstöcke noch einige Jahre schützende Wirkung vor Schlaganfall und Herzinfarkt mitnehmen könne. Aber ob das so klappt wie er sich denkt, noch dazu, wo ich vor der Krebserkrankung auch schon immer hormonelle Probleme hatte, ist die große Frage.

    Daher tendiere ich mehr dazu, in einigen Monaten nochmals zur Operation in die Klinik zu gehen, dann zur Entfernung der Eierstöcke. Auch, wenn die Aussicht, erneut etwas vor mir zu haben, alles andere als schön ist.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo zusammen!
    Schon seit einigen Monaten lese ich hier eifrig mit, kürzlich habe ich mich dann auch mal registriert. :)
    Ich hänge mich mal an diesen Thread dran mit folgender Frage:
    Hat eine von euch auch Verdauungsprobleme (Durchfall, mehrmals täglich) durch TAMOXIFEN bekommen und wie habt ihr es evtl behandelt? Egal, was ich esse, es bessert sich nicht, auch Loperamid hilft nicht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es vielleicht an der Kombi Bestrahlung und TAM liegt und mit Bestrahlungsende besser wird?! Bis Dienstag läuft noch meine Bestrahlung.

    Viele Grüße
    Bienchen
    Hallo Bienchen,

    willkommen hier im Forum und gut, dass du die Behandlungen bald durchgestanden hast!

    Du hast aber Brustkrebs und nicht Krebs im Unterleib? Bei Bestrahlungen, die den Unterleib betreffen, kann es (u. a.) zu Durchfällen kommen. Dass Bestrahlung der Brust dies verursachen könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Tamoxifen selbst kann aber unabhängig von Bestrahlung zu Durchfällen führen. Das wäre natürlich bescheiden, wenn dies bei dir Durchfälle macht. Kannst du einmal das Präparat wechseln und schauen, ob es vielleicht nur an einem der Zusatzstoffe des Herstellers lag und nicht am Wirkstoff?

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntagnachmittag
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo Finja,

    lieben Dank für deine Antwort.
    Ja, es ist Brustkrebs (gewesen ;) ). Die MTRAs von der Strahlenklinik meinten auch schon, dass das normalerweise nicht sein könnte und daher wohl eher von den Tabletten kommt.
    Ein Herstellerwechsel kommt für mich auch infrage, das möchte ich aber zunächst auf die Zeit nach der AHB schieben. Hab ein bisschen Sorgen, dass es mit einer anderen Sorte zu schlimmeren anderen NW kommt. Klar, das kann man vorher nie sagen.
    Im Grunde bin ich nämlich sehr zufrieden mit 'meinen NW' vom TAM. Hitzewellen hab ich gelegentlich, Anlaufschwierigkeiten immer, aber nur kurz, Schleimhauttrockenheit, äh ... und Ausfluss. Mehr hab ich noch nicht festgestellt.
    Hallo @Bienchen ,

    herzlich willkommen hier bei den Brustkrebs-Frauen im Krebs-Infozentrum. Finja hat Dir ja schon geantwortet und ich bin mir sicher, daß Du auch zukünftig auf Deine Fragen kompetente Antworten hier erhälst. Fühl Dich einfach wohl in unserer Gemeinschaft und hab einen hilfreichen Austausch.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo zusammen!

    Nach einem Gespräch im Brustzentrum vor Weihnachten war ich schon fast sicher, mir die Eierstöcke herausnehmen zu lassen, obwohl mein Onkologe mir abriet. Die Ärztin hier in der Rehaklinik bestärkte mich in meiner Entscheidung. Grund für die Operation ist die CHEK2-Genmutation, die ich habe. Bei dieser ist wohl das Risiko für Eierstockkrebs nicht erhöht, aber die Ärztin meinte, man weiß eigentlich zu wenig über CHEK2 und außerdem habe ich noch eine weitere, unbekannte Genmutation. Da es ja für Eierstockkrebs gar keine geeignete Vorsorgeuntersuchung gibt, wollte ich mir daher beide Eierstocke prophylaktisch entfernen lassen.

    Tja und nun ist klar, dass bei mir die Trenantone nicht ausreichend wirkt, die Voraussetzung für die Wirkung von Letrozol bei mir ist, da ich noch prämenopausal bin. Doch ich habe nun unter der Trenantone trotzdem meine Regel bekommen. Daher werde ich die Entfernung der Eierstöcke nun so schnell wie möglich angehen und nicht erst im Herbst wie ich mir vorgenommen hatte, denn ich möchte ja eine Antihormontherapie, die wirken kann. Damit verschiebt sich nun der Grund für die Operation. Dass nun auch die Trenantone versagt, nachdem Tamoxifen nicht gewirkt hat, macht mir angst. Ich wünsche mir, mal zur Ruhe zu kommen etwas und nun geht es gleich wieder weiter. <X

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)