Meine Mama hat ein Adenokarzinom

    Liebe Sassi!
    Ich kann Deine Mama verstehen, als die mir sagten nicht heilbar war es auch mir ein Beduerfniss alles zu regeln. Mein Mann wollte davon nix hoeren, aber ich habs gemacht. Hat mich irgendwie beruhigt und ich wusste alles ist geregelt wenns mal soweit ist.
    Vor allem auch die Patientenverfuegung.
    Ich denke fuer Angehoerige ist es viel schwieriger als fuer die meisten Patienten, weil wir haben ja keine Wahl.
    Hoffe fuer Deine Mama das die keine Metastasen finden.
    Liebe Gruesse Petra
    Hallo ihr Lieben!
    Meine Mama kann wieder essen und sie hat Hunger. Und ihr ist danach auch nicht schlecht geworden oder so. Juchu!!!

    Dann gab es ein Problem mit dem Port. Hatte tierisch geblutet und sie sollte damit zum Chirurgen. Hat sich aber auch nicht bestätigt wie erwartet. Port ist in Ordnung und es war wohl nur der Bluterguss der sich entleert hat. Also nochmal Juchu!!

    Haare sind ab. Auf sportliche 12mm. Sieht süß aus. Also auch kein Problem!

    Heute war sie auch viel unterwegs. Zu Fuss und auch mal mit Rollstuhl. Und sie meinte sogar dass sie damit doch auch mal zum Weihnachtsmarkt könnte. Wieder Juchu!!!

    Einzige Manko im Moment ist dass sie einen Knubbel am Oberschenkel hat der ihr auch weh tut. Ultraschall gemacht, ist keine Thrombose. Ist gut aber war klar. Hat sie auch schon länger aber macht jetzt immer mehr Probleme. Bis jetzt hieß es immer wäre nur Fettgeschwulst... hoffen wir mal das beste.

    Alles in allem: mega super Tag!
    Liebe Sassi,

    gerade eben erst gelesen ... aber es ist toll - dass es Deiner mama besser geht und sie einen solchen Aufschwung hat :thumbup:

    Ich drück die Daumen, dass das alte Jahr so gut zuende geht und es nur noch aufwärts geht :thumbsup:

    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Angi


    Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
    Schau nach vorn und nicht zurück!
    Tu was du willst, und steh dazu, denn Dein Leben lebst nur Du!

    <3 <3 <3
    Hallo, nicht so richtig gut. Gestern ist sie wieder ins Krankenhaus gekommen und ich habe sie gestern Abend noch auf die Intensivstation verlegen lassen weil die Onkologie so unterbesetzt war dass ich Angst hatte zu gehen.
    Im Moment hat sie einen Abzess an der Leber und eine Lungenentzündung. Fast 40 Fieber.
    Ist alles auch vorher schon ein ständiges auf und ab
    Inzwischen sind 2 Wochen vergangen nach der Einlieferung auf der Intensivstation. Die Lage spitzt sich leider allmählich zu.
    Es wurde vor zwei Wochen eine Drainage gelegt wegen dem Leberabszess. Es lief auch viel Flüssigkeit ab. Eine Woche später wurde kontrolliert und festgestellt dass nun ein weiterer Herd voller Eiter in der Leber entstanden ist. Die Infektion war also noch immer nicht fort und die Chemo konnte daher noch immer nicht fortgesetzt werden. Vor 3 Wochen hätte die nächste schon starten müssen bzw sollen. Dieses führt dazu dass der Krebs rasant weiter wächst. Manche Stellen waren kleiner geworden andere sind nun aber dazu gekommen. Der Krebs schwächt meine Mama immer mehr. Gestern hatte ich ein Gespräch mit dem Arzt. Er sagte mir dass meine Mama wahrscheinlich nicht mehr lebend aus dem Krankenhaus kommen wird. Die Zeit um die Leber mit Antibiotika und Drainage in den Griff zu bekommen sei wahrscheinlich zu lang.. Eine OP wollte der Chirurg nicht machen. Das Risiko sei zu groß. Und ohne baldige Chemo gibt es ohnehin keine Chance mehr...Ich solle mich darauf einstellen dass sie immer weiter abbauen und demnächst in einen Dämnerzustand fallen würde aus dem Mama dann nicht mehr aufwachen wird. Meine Welt ist zusammen gebrochen.

    Aber 2 Stunden später hat sich das Blatt dann doch nochmal - minimal- gewendet. Der Arzt rief mich noch einmal an. Es soll doch operiert werden. Und wenn sie die Op wirklich schafft dann soll danach zeitnah die nächste Chemo laufen. In der Hoffnung dass sie diese schafft und es vielleicht doch nochmal ein kleines Stück Hoffnung auf ein bisschen Zeit gibt...
    Heute war der Tag der OP. Meine Mama hat sie geschafft. Teilresektion der Leber. Sie ist auf der Intensivstation aber sie ist stabil. Sie atmet auch schon selbst. Diverse Schläuche würden schon entfernt. Schlimme Schmerzen aber sie ist stabil im Moment. Die op verlief gut. Keine Komplikationen.Die erste Hürde ist also doch genommen. Es soll auch nicht die Wundheilung abgewartet werden sondern zum Beginn der Woche- wenn der Zustand es irgendwie zulässt- die nächste Chemo laufen.
    Darf ich doch ein bisschen hoffen? Ein ganz kleines bisschen dass es doch noch einmal bergauf gehen könnte und ich meine Mama noch nicht hergeben muss? Mein Herz tut mir so weh...Ich habe solche Angst. Ich traue mich nicht positiv zu denken.. Aber ich wünsche es mir so sehr. Ich wusste die ganze Zeit dass meine Mama sterben wird. Aber so schnell? Nach 4 Monaten?
    Liebe @Sassi,
    es ist schwer, auf Deine Fragen zu antworten. Vieles erinnert mich an das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe. Bei Mama waren es nur zwei Monate von Diagnose BSDK bis zum Ende, so schnell, dass man kaum alles verarbeiten konnte. Es war ein Leben zwischen Hoffen und Bangen, auf eine negative folgten klitzekleine positive Nachrichten. Rückblickend waren das eher kleine Schritte, die das restliche Leben erleichterten, aber so etwas weiß man nie vorher. Wir haben zwar immer von der Möglichkeit gesprochen, dass sie von uns gehen wird, aber eigentlich bis zwei Tage vorher noch fest daran geglaubt, dass sie es schaffen wird. Das gab uns die Kraft, alles durchzustehen und ihr auch positive Energie mitzugeben. Ich denke, das hat ihr geholfen, sie hat eigentlich nie aufgegeben. Und doch kam alles anders.

    Bei Papa war es etwas anders. Noch im Dezember war das CT und MRT bei der Nachkontrolle ohne BEfund, im Januar hatte er starke Schmerzen, die trotz Therapien nicht weggingen bzw. nur gering eingedämmt werden konnten. Nach dem MRT die Diagnose Knochenmetastasen. Rasant wachsend, man konnte quasi zuschauen, nach neun Wochen mussten wir auch ihn gehen lassen. Nach zwei im Nachhinein unnötigen OPs (weiß man vorher aber nicht...) mussten wir alle der bitteren Wahrheit ins Auge blicken. Uns blieb nur, ihm die letzten Tage schmerzfrei zu gestalten. Das war ein ganz anderer Umgang, dieses Wissen, dass man schon auf der Zielgeraden ist. Er selbst wusste es auch und hat festgelegt, dass außer einer Schmerzmedikation nichts mehr gemacht werden soll. Für mich war es schlimm, mitzuerleben, wie stark Schmerzen sein können und ich war dankbar, dass es möglich ist, sie weitestgehend zu nehmen .
    Ich bin kein Arzt, aber ich habe das Gefühl, dass es bei Deiner Mama noch nicht hoffnungslos ist, auch wenn es zunächst so aussah. Daher würde ich die Hoffnung nicht aufgeben, auch wenn der Gedanke immer mal wieder mitschwingt. Ich glaube, es ist wichtig, positive Gedanken zu haben, denn diese werden bewusst oder unbewusst von den Menschen wahrgenommen. Daher versuche für Deine Mama positiv zu denken. So würde ich es machen.
    Ganz viel Kraft und liebe Grüße
    Bella
    Liebe @Sassi

    Ich kann deine Angst sehr gut verstehen und auch nachvollziehen. Meine Mama starb 4,5 Monate nach der Diagnose BSDK.

    Was mich sehr verwundert ist, das man bei deiner Mama die Wundheilung nicht abwarten will. In meinen laienhaften Augen sehr gefährlich. Zudem sie ohnehin sehr geschwächt ist.

    Natürlich wünsche ich deiner Mama und dir das es aufwärts geht und ihr noch Zeit miteinander verbringen könnt.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe @mausi69
    Liebe @Bella69,

    Vielen Dank für eure Worte.

    Es stimmt dass es riskant ist die Wundheilung nicht abzuwarten aber die Alternative ist dass sie bald definitiv sterben würde da der Krebs so schnell wächst. Es ist die einzige Option die noch bleibt.

    Heute ist sie von der Intensivstation auf die Onkologie zurück verlegt worden. Sie hat natürlich starke Schmerzen und bekommt starke Mittel so dass sie viel schläft und sehr bekommen ist. Habe heute leider den Arzt nicht mehr sprechen können um zu hören ob er die Chemo wirklich zeitnah starten will. Werde das morgen in Erfahrung bringen.

    Alles wieder ganz schön viel im Moment. Ich vermisse meine Mama so sehr im "normalen Leben". Das hört sich so blöd an aber ist im Grunde genommen echt so. Sie fehlt mir überall... Ich hoffe so sehr dass es nochmal bergauf geht. Und doch habe ich so Angst dass es eben nicht so ist und ich mir zu viele Hoffnungen mache.

    Der Arzt sagte mir dass wenn der Krebs weiter wächst und sie dadurch ja weiter schwächt sie dann in einen Dämnerzustand fallen würde aus dem sie dann nicht mehr erwacht. War das bei euren Lieben auch so? Hattet ihr die Chance nochmal miteinander zu sprechen ? Oder euch richtig zu verabschieden? Ich weiss gar nicht so richtig wie ich diese Fragen am besten stelle. Ich habe einfach so eine Angst vor dem was da jetzt so kommen mag...
    Liebe @Sassi

    Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten.

    Sassi schrieb:

    Der Arzt sagte mir dass wenn der Krebs weiter wächst und sie dadurch ja weiter schwächt sie dann in einen Dämnerzustand fallen würde aus dem sie dann nicht mehr erwacht. War das bei euren Lieben auch so?


    Meine Mama wurde von Tag zu tag schwächer, der Tumor ist rasant gewachsen. Sie war zeitweise wie ein kleines Kind und sprach auch so. Auch hat sie sehr sehr viel geschlafen, zwischendurch hatte sie aber auch ganz wache Momente.

    Sassi schrieb:

    Hattet ihr die Chance nochmal miteinander zu sprechen ?


    Ich habe meiner Mama vom Tag der Diagnose jeden Tag gesagt das ich sie lieb habe. Wir haben sehr viel geredet. Ich hatte auch die Möglichkeit ihr zu sagen wie dankbar ich ihr für alles war und das sie die beste Mama der Welt ist.

    Sassi schrieb:

    Oder euch richtig zu verabschieden?


    Sassi wir haben jeden Tag Abschied genommen, denn niemand wusste ob sie den nächsten Tag noch da ist.

    Die letzten vier Tage war sie nicht mehr ansprechbar und dennoch habe ich mit ihr geredet. Man sagte mir damals der hörsinn bleibt bis zum Schluß.

    Ich kann dir nur raten sag deiner Mama alles was du ihr noch sagen möchtest.

    Fühle dich mal umarmt.

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    Sassi schrieb:

    Der Arzt sagte mir dass wenn der Krebs weiter wächst und sie dadurch ja weiter schwächt sie dann in einen Dämnerzustand fallen würde aus dem sie dann nicht mehr erwacht. War das bei euren Lieben auch so? Hattet ihr die Chance nochmal miteinander zu sprechen ?


    Liebe Sassi,

    nein leider hatte ich die Chance nicht mehr, weder bei Papa noch bei Mama, der Dämmerzustand setzte bei beiden ca. 5 Tage vor ihrem Tod ein, trotzdem war das Schmerzempfinden insbesondere bei meinem Papa noch bis zuletzt vorhanden.
    Es tat unwahrscheinlich weh, am Bett zu sitzen und nicht mehr mit ihnen reden zu können.....natürlich habe ich ihnen zugeredet, doch mangels Rückmeldung weiß ich nicht, was ankam.

    Liebe Grüße
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Sassi,
    Meine Mama ist einfach eingeschlafen. So friedlich...
    Näheres habe ich in meinem Thread beschrieben, falls Du die Kraft hat, das zu lesen. Wie ich erst kürzlich erfahren habe, hat sie sich in der Nacht bevor sie starb, noch von meinem Vater verabschiedet. Mit mir hat er darüber nicht gesprochen, sondern nur mit meinem Onkel zu dem er großes Vertrauen hatte.

    Mein Vater war knapp zehn Tage lang in einer Art Dämmerzustand. Ich habe ihm viel erzählt und hatte das Gefühl dass er alles mitbekommen hat. Manchmal zeigte er eine kleine Reaktion. Wie schon mal gesagt hat er sich ganz bewusst von allen verabschiedet.

    Ich kann mir vorstellen wie sehr Du deine Mama im Alltag vermisst. Ich vermisse meine auch sehr, versuche aber mich nicht von diesem Gefühl bestimmen zu lassen (sorry, kann das nicht besser ausdrücken)
    Sie hat immer gesagt, dass man sich nicht hängen lassen darf und dass die Lieben immer in unserem Herzen und damit bei uns sind.
    Und noch ist deine Mama da! Sie braucht Dich - jetzt eben etwas anders als früher.
    Ich drücke Dich mal feste
    Liebe Grüße Bella
    Hallo ihr Lieben,
    Meiner Mama geht es nach wie vor gut. Sie übt täglich mit dem Physiotherapeuten und läuft einige Schritte mit ihm. Sie isst zwischendurch auch mal eine Kleinigkeit. Einfach weil sie Appetit hat. Ihr Zustand hat sich scheinbar insgesamt wirklich etwas verbessert bzw sie scheint sie von der Op und dem Leberabzess erholt zu haben... heute war der 4. Tag in Folge an dem es ihr gut ging. Wir haben alles mit grosser Angst innerlich verfolgt weil wir alle grosse Angst haben bzw hatten dass das alles mehr ein letztes "Aufleben" vor dem Ende ist... Aber wie gesagt. Es war nun schon der 4. Tag.... Vielleicht bekommen wir doch noch ein bisschen Zeit? Ich wünsche mir es so sehr.

    Was Mama im Moment allerdings zusetzt sind Halluzinationen. Das Kopf CT von vor 2.5 Wochen war nachwievor Clean.es scheint also eher vom Morphium zu kommen. Und: sie weiss dass sie Halluzinationen hat und sagt " ich sehe Dinge von denen ich weiss dass sie nicht da sind
    Hat jemand Erfahrung damit? Verschwinden Halluzinationen wieder wenn das Schmerzmittel reduziert oder umgestellt wird? Mama traut sich jetzt gar nicht mehr ihre Tabletten zu nehmen und bekommt einem Teil daher jetzt s.c.
    Liebe Grüße
    Sassi
    Liebe@Sassi,
    es ist sehr erfreulich, dass es Deiner Mutti wieder besser geht, ganz natürlich ist auch Deine Angst um sie, denn Du hast ja selbst erlebt, wie schnell eine Situation bedrohlich werden kann.
    Du erwähnst, dass Deine Mama Halluzinationen hat, diese Erscheinungen aber noch selbst, als nicht vorhanden einstufen kann. Es kann sein, dass dies eine Folge der Operation ist. Operation und Narkose stellen enorme Belastungen für den Organismus dar, daher kann es anschließend zu einer Art Delir kommen. Die Symptome sind unterschiedlich, von absoluter Verwirrtheit, wo der Patient nicht mehr orientiert ist und zu einer Gefahr für sich selbst wird. Manchmal gibt es auch leichte Störungen, wie ebend die Halluzinationen.
    Es gab in der vergangenen Zeit verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zum postoperativen Delir, man wollte herausfinden, welche Patienten besonders gefährdet sind, um gezielt etwas dagegen zu tun.
    Normalerweise verschwinden die Symptome von allein wieder. Man muss schauen, wie sich die Symptome entwickeln, wichtig ist mit den behandelnden Ärzten darüber zu sprechen.

    Liebe Grüße an Euch alle, verbunden mit einem großen Kraftpaket,
    Grummelprinzessin
    Hallo Sassi,
    bei meinem Mitpatienten und mir verschwanden die meist weissen Zusatzbilder nach absetzen der Morphin-haltigen Schmerzmittel, als die Brandwunden von der Bestrahlung bei uns verheilten, wegen denen wir sie bekamen.
    Diese nachhaltige Müdigkeit liess dann auch endlich wieder nach, nach dem Absetzen.
    Also, das kann durchaus eine Medikamenten-Nebenwirkung sein.
    Alles Gute weiterhin!
    Bruni
    Hallo zusammen,
    Meine Mama hat tatsächlich das Morphium abgesetzt. Sie hat einfach ihre Tabletten nicht mehr genommen. Im Krankenhaus wurde das so akzeptiert. Das Ergebnis war dass mein Mann und ich die Nacht im Krankenhaus verbracht haben weil meine Mutter ganz schrecklichen Verfolgungswahn bekommen hat. Sie war bzw ist komplett in ihrem eigenen Film gefangen und wollte uns überzeugen dass wir sie sofort mitnehmen müssen. Richtige Horrordramen haben sich abgespielt. Davor hat sie nur unwesentlich ruhiger gemacht. Ich bin um halb vier nach Hause gefahren und mein Mann ist geblieben bis mein Onkel heute morgen um 10h kam. Kopf CT ohne Befund. Es scheint wirklich der kalte Entzug zu sein. Morphium hat sie nun wieder bekommen. Ich kann absolut nicht verstehen was da vor sich geht um Krankenhaus. Wie können die sich denn anschauen dass gar keine Medikamente mehr genommen werden. Ohne auch mal aufzuklären was passieren kann. So eine Nacht ertrage ich nicht nochmal. Ist jemanden so etwas schon mal passiert?
    Gleiche fahre ich wieder hin. Ich habe richtig Horror vor dem was mich erwartet. Wie schlimm muss der Zustand dann für meine Mutter sein?
    Liebe Sassi,
    Ich selbst bin auch Krankenschwester. Ich kann mir gut vorstellen wie schrecklich dieser Zustand für dich ist.
    Aber was ich immer den Angehörigen von Delir Patienten Rate Ist:
    Als Angehöriger und vertrauensperson dazu sein, denn das ist was hilft.
    Achte darauf dass deine Mama heute Nacht gut schlafen kann . Das ist wichtig und umso schneller wird sie wieder klar denken können.
    Toll , dass ihr so present seid. Auch ich weiss wie schwierig das ist vor allem auch als Krankenschwester Angehörige in der Klinik zu versorgen.
    Alles Gute.

    Sassi schrieb:

    ch kann absolut nicht verstehen was da vor sich geht um Krankenhaus. Wie können die sich denn anschauen dass gar keine Medikamente mehr genommen werden. Ohne auch mal aufzuklären was passieren kann. So eine Nacht ertrage ich nicht nochmal. Ist jemanden so etwas schon mal passiert?

    Liebe @Sassi, ich habe Patienten in Entzugssituationen erlebt und dies ist nicht einfach zu ertragen, da die betroffenen sich völlig in einer anderen Welt befinden. Ich stimme Dir zu, in einem Krankenhaus darf es nicht passieren, dass ein Patient seine Medikamente nicht mehr einnimmt und dies keinen interessiert. Man kann das Morphium reduzieren, dies muss in kleinen Schritten geschehen.
    Es ist gut, dass das CT vom Schädel keine Auffälligkeiten hatte. Meine Daumen sind gedrückt, dass Deine Mutti heute abend zur Ruhe kommt und ihre Schmerzmittel besser verträgt.

    Ganz liebe Grüße,
    Grummelprinzessin
    Mama geht es langsam besser. Ein Rest Angst ist geblieben aber die Wahnvorstellungen sind weitestgehend weg. Sie möchte nach Hause. Ich werde versuchen ihr das ganz bald zu ermöglichen. Hat jemand Erfahrung mit 24 Stunden Pflege zu Hause? Ich glaube das ist unsere einzige Option. Zu uns würde ich sie gerne holen. Hätte sie aber bei 3 Kindern keine Ruhe. Zumal sie dann ja trotzdem viel alleine wäre. Ein fremder Pflegedienst bei ihr zu Hause reicht mir nicht. Von den eigenen Mitarbeitern versorgt werden kommt nicht in Frage. Wäre sie ausserdem noch immer zu viel alleine. Hospiz auch nicht. Sie möchte nicht in eine andere fremde Umgebung. Zumal ich ihr auch nicht den Mut nehmen möchte dass es vielleicht doch noch ein bisschen besser werden kann. Bleibt nur noch die 24 Stunden Pflege. Hat das schon jemand von euch probiert und kann mir etwas berichten? Morgen werde ich versuchen alles anzuleiern. Pflegebett etc. Zum Glück haben wir da ja gute Verbindungen. Unser Pflegedienst ist Fluch und Segen zugleich im Moment...
    Hallo @Sassi
    Meine Großtante hatte 24 h Betreuung. Eine ungarische Pflegerin wohnte bei ihr, nach 6 Monaten kam eine andere. Nach weiteren 6 Monaten wieder die erste usw leider weiß ich nicht wer das organisiert hatte. Sprachprobleme gab es kaum.
    Freizeit wird mit der Familie abgesprochen.
    Mehr weiß ich dazu leider Nicht.
    Liebe Grüße Bella
    Habe alles organisiert. Die 24-Stunden Kraft kommt übermorgen. Pflegebett etc wird morgen geliefert. Antrag auf Einstufung ist gestellt. Morgen früh wird alles zu Hause vorbereitet und das Zimmer für Krystyn - so heisst die 24-Stunden Kraft- vorbereitet. Und wenn jetzt nur noch morgen das Rötgenbild ok ist - Entündungswerte sind etwas erhöht und es wird vorsichtshalber nochmal geschaut ob es auch keine Lungenentzündung ist - dann kommt Mama morgen per Krankentransport nach Hause. Hausnotruf ist auch organisiert.
    Meine Schwiegermutter ist heute angereist für eine Woche um uns mit den Kindern zu helfen.
    Uff das war echt viel heute. Bin total ko.morgen wird es nochmal richtig anstrengend und dann kehrt hoffentlich ein bisschen Ruhe ein. Könnte das echt gebrauchen. Ich gehe komplett auf dem Zahnfleisch.

    Bitte bitte bitte morgen keine blöden Ergebnisse damit Mama nach Hause kann.

    Allen einen schönen Abend.
    LG Sassi
    Liebe @Sassi
    meine Daumen sind ganz toll gedrückt, dass Deine Mama morgen (also eigentlich schon heute) nach Hause kann, alle anderen Pläne und Besorgungen die Du noch erledigen musst, wie geplant funktionieren und Ihr Euch gut mit Krystyn versteht.
    Für Dich möchte ich ein großes Kraftpaket auf die Reise schicken.

    Herzliche Grüße,
    Grummelprinzessin
    Erst war alles toll. Viele kleine Fortschritte....

    Dann könnte sie am Mittwoch den Arm nicht mehr bewegen. Mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht. Kleiner Schlaganfall. Dann würde festgestellt es sind mehrere kleine Schlaganfälle. Es sollte der Grund dafür geklärt werden. Doch zu dieser Untersuchung kam es nicht weil Mama Blut spuckte. Die Ursache dafür könnte nicht geklärt werden. Keine weitere Narkose möglich. Dazu schlechter HB und viel zu hohe Leberwerte....
    Ich habe Mama mit nach Hause genommen... seit gestern Abend darf sie in ihrem eigenen Bett liegen.
    Liebe @Sassi

    Ich habe es eben erst gelesen, es tut mir sehr sehr leid. Fühle dich umarmt.

    Du hast die richtige Entscheidung getroffen und sie mit heim genommen.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe @Sassi,

    Hut ab und ganz toll dass Du Deine Mama nach Hause geholt hast.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles liebe ....

    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Angi


    Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
    Schau nach vorn und nicht zurück!
    Tu was du willst, und steh dazu, denn Dein Leben lebst nur Du!

    <3 <3 <3
    Liebe Sassi,

    ich kenne die Situation, in der du dich befindest, nur zu gut: meine Mama hatte sich auch so gut vom Krebs erholt und bekam dann einen schweren Schlaganfall mitten in der Chemopause, während eines wunderschönen Urlaubs in Teneriffa . Sie konnte sich nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen, war gefangen in ihrem eigenen Körper, wurde nach Deutschland ausgeflogen und starb 6 Tage danach.

    Nicht mehr mit ihr reden zu können, empfand ich als das Schlimmste. Kannst du dich denn wenigstens mit deiner Mama verständigen?

    Ich wünsche dir viel Kraft in dieser Situation
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hallo,
    Also Mama ist jetzt seit einer Woche zu Hause und die Lage ist mach wie vor stabil. Ich habe sogar eher den Eindruck dass sich ihr Körper etwas erholt dadurch dass die Medikamente auf Clexane, Morphium und Pantropazol reduziert sind.

    Nach aktutem Leberversagen sieht hier nichts aus... Und nach inneren Blutungen auch nicht. Sie hatte bis heute morgen grosse Probleme mit dem abhusten aber mein Mann hat von unserem Pflegedienst das Absauggerät mitgenommen und jetzt hat sie Ruhe. Schläft die meiste Zeit aber seit ein paar Tagen antwortet sie auch wieder wenn sie wach ist. Das war die ersten Tage nicht der Fall.

    Sehen kann sie allerdings nicht mehr. Kennt jemand dieses Phänomen? Vielleicht durch den Schlaganfall? Ich habe das Gefühl dass unmittelbar im Krankenhaus nach dem Gespräch mit dem Arzt noch etwas passiert ist. Vielleicht ein grösserer Schlaganfall da Clexane ja einfach abgesetzt wurde weil Blutungen vermutet wurden im Körper. Ganz im Ernst. Scheinbar hatte dich niemand die Mühe gemacht mal in den Mund zu schauen. Wir hatten einen Tag später zu Hause eine Verletzung auf der Zunge festgestellt... jedenfalls hatte ich dann veranlasst dass Clexane wieder sofort gegeben wird.
    Bleibt die Lage bis Montag so stabil nehmen wir Blut ab um zu schauen wie die Lage nun wirklich ist.
    Hallo Sassi,
    Vielen Liebe Dank für das Update. Ich habe mitgeliefert und mich gefragt wie es Euch so geht.
    Dass deine Mama nicht sehen kann, kann tatsächlich mit dem Schlaganfall zusammenhängen. Mein Onkel war seinerzeit zwar nicht vollständig blind, hatte aber Ausfälle beim Gesichtsfeld.
    Ich drück Dich mal!
    Alles Liebe für Euch
    Bella
    Mein allerherzlichstes Beileid ... nun muss Deine Mama nicht mehr leiden und es geht ihr da wo sie ist bestimmt besser <3 und Du hast alles richtig gemacht - deine Mama durfte die letzte Zeit bei Euch zuhause verbringen.

    Viel Kraft und Energie für die kommende schwere Zeit :ka