Meine Mama hat ein Adenokarzinom

    Meine Mama hat ein Adenokarzinom

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder (1/6/8) und bei meiner Mutter (54) wurde per Zufallsbefund ein Adenokarzinom (2,5cm) festgestellt. Ursprünglich begab sie sich in Behandlung weil sie nichts mehr Essen konnte, stark abgenommen hatte und starke Schulterschmerzen hat. Das Ende vom Lied war eine sehr schlimm entzündete Gallenblase mit Gallensteinen (Not OP da drohende Perforation) sowie ein Tumor in der Lunge aber letzten Endes noch keine Antworten bezüglich der Schulter. Im Zuge der diversen CT und MRT Untersuchungen wurden Veränderungen an der Niere und der Leber festgestellt. Verdacht laut Bericht "Metastasierendes Turmorgeschehen in den Bronchien". Im Zuge der Gallenblasen-Op konnte aber an der Leber keine sichtbare Veränderung mehr gesehen werden und die Veränderungen an der Niere stellten sich als Gallensteine in den Gallengängen heraus. Bleibt derzeit also noch der Tumor in der Lunge. Ergebnis nach der Bronchoskopie lautet Adenokarzinom. Heute haben wir das erste Gespräch mit dem Onkologen. Der Pneumologe sagte uns aber schon dass auf jeden Fall noch das Schädel CT gemacht werden muss um zu schauen ob es dort schon Veränderungen gibt. Dieser ganze Prozess vom ersten Verdacht an zieht sich nun schon seit ca 5 Wochen. Es dauert alles so verdammt lange. Wir wissen noch immer nicht inwieweit es nun Metastasen gibt oder wie auch der Stand bei den Lympfknoten ist. Und meine Mama hat so verdammt starke Schulterschmerzen. Tablettenmäßig hat sie dieverse Präparate schon durch. Ibu ist zu schwach, Tilidin verträgt sie nicht, Morphium hilt auch nicht gut, benebelt sie zu stark. Jetzt bekommt sie eine Kombispritze aus Kortison und Diclo, da hilft ein wenig aber verursacht wieder Magenschmerzen. Seit 2 Wochen ist einfach alles nur noch sch... Wochenlang wurde schon an ihr rumuntersucht. Auch dass da was mit der Gallenblase nicht in Ordnung war wurde so lange nicht festgestellt bis ich sie notfallmäßig am 12.11. mit dem RTW ins KH brachte. Trotz diverser Blutuntersuchungen, CT, MRT und Magenspiegelung. Meine Mutter hat geschrien vor Schmerzen, es hat mir das Herz zerissen das zu sehen. Und selbst im KH hat es noch 24 Sunden gedauert bis sie operiert wurde. Im Nachhinein sagte der Arzt dass meine Mutter weitere 24 Stunden nicht überlebt hätte.

    Die OP ist nun 8 Tage her. Meine Mama war immer eine richtig starke Frau. Sie ist selbstständig, hat seit 21 Jahren einen Pflegedienst. Vor einem Jahr bin ich dort mit eingestiegen als ihre Vertretung und mit dem Hintergrund dass ich den Pflegedienst irgendwann einmal mit meinem Mann übernehmen soll. Von jetzt auf gleich ist meine Mama eine schwerkranke Frau. Das ist so schwer das zu akzeptieren. Für sie, für uns, für alle.

    Ich habe solche Angst. Und ich bin mit der bisherigen ärztlichen Versorgung auch null zufrieden. Abgesehen vom Chirurgen der letzten Endes die Gallenblase entfernt hst.

    Es fehlen so viele Antworten. Ich habe solche Angst vor dem was jetzt alles auf uns zukommen wird. Ich weiß jetzt schon nicht mehr wie ich das alles schaffen werde. Meine Mama unterstützen, den Pflegedienst am laufen halten und mich um meine Kinder zu kümmern. Die letzten 2 Wochen waren schon so anstrengend. Ich möchte für meine Mama wirklich alles tun was ihr hilft und sie unterstützen. Aber es ist so viel was da parallel weiter laufen muss.

    Heute Mittag erfahren wir dann erstmal mehr wie es weiter geht. Der Arzt vorher sprach immer nur von Bestrahlung oder Chemo. Ist nicht eigentlich die erste Option immer eine OP wenn eine Tumor (vielleicht) noch nicht gestreut hat? Das wurde bisher nie erwähnt. Der Termin ist heute ürigens in der onkologischen Ambulanz des Johanniter KRankenhaus in Duisburg. Meine erste Wahl wäre ja das BEthanien weil ich gelesen habe dass diese ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum sind. Meine Mama sagt aber immer "ja wir hören uns das jetzt erstmal an". Ich habe Angst dass wir die besten Optionen verpassen...

    Habe jetzt nocheinmal gelesen was ich so geschrieben habe. Ich hoffe es ist nicht zu viel durcheinander. Es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf, ist noch alles so neu und verwirrend und beängstigend. Bitte entschuldigt daher das Durcheinander...

    LG
    Hallo @Sassi,

    herzlich willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum.

    ​Dass du ziemlich durch den Wind bist, können alle hier gut verstehen. Ich hoffe, dass du mit unserer Hilfe deine Fragen und Gedanken ein wenig sortieren kannst - du wirst sicher Unterstützung von anderen Usern hier erhalten. Auf ein gutes Miteinander!

    ​Deine Mutter sollte auf jeden Fall in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum behandelt werden. Wenn du mit Bethanien das in Moers meinst: das ist in der Tat zertifiziert.
    Es grüßt die Hexe.
    Liebe @Sassi

    Ich möchte dich hier bei uns im Kiz herzlich willkommen heißen auch wenn der Grund für dein hiersein traurig ist.


    Leider kann ich zur Erkrankung deiner Mama gar nichts hilfreiches schreiben, aber du sollst einfach wissen das du nicht allein bist mit deiner Angst um deine Mama.

    Ich wünsche dir hier einen hilfreichen Austausch.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    Sassi schrieb:

    Jetzt bekommt sie eine Kombispritze aus Kortison und Diclo, da hilft ein wenig aber verursacht wieder Magenschmerzen.

    Liebe Sassi, von mir ebenfalls ein herzliches Willkommen im Forum, auch wenn du dich aus einem traurigen Anlass angemeldet hast.
    Wichtig wäre bei der Medikamentenkombination einen sog. Magenschoner zu geben, gerade wenn Kortison verabreicht wird.
    Es gibt bestimmte Untersuchungen,die zum Staging bei der Diagnostik eines Tumors gehören, die Leitlinien legen es so fest und daran halten sich die meisten Ärzte. Um der Ursache der Schulterschmerzen auf die Spur zu kommen, wäre sicherlich auch eine Knochenszintigraphie hilfreich.
    Sollte bei Deiner Mutti eine Chemotherapie notwendig sein, dann muss die Operationswunde von der Notoperation abgeheilt sein, außerdem muss sich der Patient von den Strapazen des Eingriffs erholt haben.

    Sassi schrieb:

    Meine erste Wahl wäre ja das BEthanien weil ich gelesen habe dass diese ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum sind. Meine Mama sagt aber immer "ja wir hören uns das jetzt erstmal an". Ich habe Angst dass wir die besten Optionen verpassen...

    Es ist gut, sich ersteinmal den Therapievorschlag anzuhören und zu hinterfragen. Das Einholen einer zweiten oder weiteren Meinungen ist immer empfehlenswert.

    Herzliche Grüße, verbunden mit einem großen Kraftpaket,
    Grummelprinzessin
    Ganz lieben Dank für eure Antworten.
    Der Onko scheint wirklich toll zu sein. Er war nett und einfühlsam und hatte sehr viel Zeit für uns und unsere Fragen. Die nächsten Schritte sind jetzt Termin beim Gyn weil meine Mutter einen Knoten in der Brust hat, ein Schädel MRT und in der nächsten Woche PET in Essen in der Uni Klinik. Jetziger Stand ist laut der diversen Unterlagen T4N3. Der Rest wird noch geklärt. Der Onko sagte dass er das eigentlich nicht glaube. Wie kann denn aus einem Tumor von 2.5 cm eine T4 Einschätzung werden? Das verstehe ich noch immer nicht so richtig.. Aber wie gesagt meinte der Onko dass er das nicht so richtig glaubt und hat uns gebeten nochmal alle bisherigen Aufnahmen die es schon gibt morgen vorbei zu bringen damit er sie selbst anschauen kann. Haben wir auch schon arrangiert. Und der PET Scan würde dann auch nochmal zeigen ob es wirklich n3 ist. Also im schlimmsten Fall haben wir T4N3M1 aber es gibt noch Hoffnung dass es dich deutlich besser ausfällt. Mal schauen.
    Zum Unfallchirurgen waren wir auch schon wegen der Schulter. Es handelt sich wohl um eine Entzündung am Gelenk des Schlüsselbeins und soll mit dem Krebs nichts zu tun haben. Die Schmerzmedikation wurde auch nochmal angegangen und jetzt gibt es eine Kombination aus Ibu, Novalgin und Morphium. Kombiniert mit Magenschutz. Ich hoffe dass es meiner Mama damit schnell besser geht.

    Ich hoffe einfach erstmal weiter dass es nicht so verdammt sch... kommt wie es kommen könnte. Zumindest habe ich entgegen meiner Erwartung einen super Eindruck vom Onko Doc.
    Liebe @Sassi,
    Auch von mir ein herzliches Willkommen. Zum Krebs Deiner Mama kann ich nicht viel sagen, aber ich habe den Eindruck, dass die Schmerzmedikation nun sinnvoller ist. Der genaue Befund wird sich noch herausstellen; bis dahin ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, zermürbendes Warten angesagt. Dafür viel Geduld und Kraft. Euer Onkologe scheint sehr einfühlsam zu sein, das ist gut.
    Liebe Grüße
    Bella
    So, die Brustuntersuchung haben wir auch erledigt. Es wurden an 3 Stellen Knoten gefunden. Alle wurde biopsiert. Auf dem Ultraschall konnte man erkennen dass es keine Durchblutung in den Knoten gibt. Das ist ja schonmal fein soweit. Die Endergebnisse gehen direkt zum Onkodoc. Spätestens Montag hat er sie. Die Schmerzen in der Schulter scheinen noch immer nicht besser zu werden. Trotz 1000 Schmerztabletten. Ich verstehe es echt nicht mehr... Mal sehen ob es vielleicht morgen besser ist. Bis jetzt sind für morgen keine Untersuchungen geplant, also morgen einmal durchschnaufen und normal arbeiten gehen. Das ist auch mal schön. Ich bin so müde und kaputt...
    liebe @Sassi,

    auch von mir ein herzliches willkommen. ich drücke euch die daumen, dass die ergebnisse der biopsie gut ausfallen und keine metastasen vorliegen.
    Das T4 kann ich mir auch nicht wirklich erklären, wenn keine gesicherten metastasen vorhanden sind.
    allerdings ist dieser mist leider sehr tückisch, da man nicht unbedingt von der größe des primärtumors auf den schaden schliessen kann, den er anrichtet. mein primärtumor war unter 10 mm groß und hatte schon ordentlichen schaden angerichtet.
    gut, dass du morgen arbeiten gehst. jedes stückchen normalität gibt einem kraft.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Hallo @Sassi,
    herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass kein schöner ist.
    Dass bei Dir momentan das totale Chaos herrscht kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei meinem Mann wurde letztes Jahr im Sommer auch ein Adenokarzinom festgestellt, und auch ich war total durch den Wind. Ihr müsst jetzt erst mal das Staging abwarten damit man die genaue Tumorformel weiß. Das T4 versteh ich auch nicht,bei meinem Mann war der Tumor über sechs Zentimeter groß und er hat nur T3
    Ich denke es ist sehr wichtig ,dass Ihr Euch an ein zertifiziertes Lungenzentrum wendet.
    Jetzt drück ich mal die Daumen, für gute Ergebnisse und hoffe die Schulterschmerzen werden besser.

    Gruß
    Samtpfötchen
    Hallo, in den letzten Tagen hat sich nicht viel getan. Meine Mama hat noch immer Schmerzen trotz Morphium, Novalgin und Ibu. Es wird nicht besser. Sie schläft fast nur und als ich heute mit ihr gesprochen habe war sie auch nicht gut drauf. Schön eher depressiv. Was ich ja auch verstehen kann. Sie sagt wäre die Schulter nicht ginge es ihr gut. Aber so kann sie wirklich nichts machen außer sitzen oder liegen. Sitzen auch nur wenn sie den Arm auf einem Kissen ablegt. Laufen tut wahnsinnig weh. Auch mit Kissen da der Arm dann ja trotzdem in eine hängende Position kommt. Ein Termin zum MRT vom Kopf und au h zum Pet Scan liegt noch nicht vor und Ergebnisse von der Brustuntersuchung sind auch noch nicht da. Ich werde morgen den Onkologen anrufen und weiter nachfragen.
    Was mich fertig macht ist ausserdem die raucherei...
    Ganz sensibles Thema und wir können darüber nicht reden. Würde richtig Streit geben. Ich weiss im Moment gar nicht mehr wie ich ihr helfen kann. Ich glaube es deprimiert sie inzwischen enorm wenn ich frage wie es ihr geht und sie nie sagen kann dass es besser geworden ist.
    Bei der Geschäftspartnerin meiner Mutter wurde ein Plattenepithelkarzinom in der Speiseröhre heute festgestellt. Mal ganz davon abgesehen dass das wo Fach nur schrecklich ist bedeutet das dass sie somit auch in Kürze nicht mehr arbeiten wird und mein Mann und ich - mein Mann ist stellvertretende PDl und ich stellvertretende Geschäftsführerin im Pflegedienst- mit dem Pflegedienst alleine da stehen. Wir haben erst zu Beginn des Jahres angefangen in dieser 4er Konstellation zu arbeiten und jetzt müssen wir schon alleine ran. Wir arbeiten inzwischen so ziemlich rund um die Uhr. Auch am Wochenende. Und haben aber auch noch 3 Kinder und 2 Hunde. Und kümmern uns um meine Mama. Ich weiß nicht wie lange wir das so durchhalten. Alles kommt zu kurz und immer die Angst um meine Mutter und jetzt zusätzlich auch um Elli im Hinterkopf. Ich bin einfach nur noch fix und fertig und würde mich am liebsten ins Bett verkriechen und nur noch heulen.
    Liebe Sassi,
    ich schicke dir erstmal ein großes Paket Kraft. Bin selbst Kinderkrankenschwester und kann nachvollziehen, was du gerade stemmst. Und das alles mit der kranken Mutter... du bist nicht zu beneiden.
    Essen ist ja auch Lungenkrebszentrum. Selbst wenn ihr nicht dort bleibt, könntet ihr euch dort noch eine Zweiteilung einholen. Haben die noch nicht über eine Schmerzpumpe nachgedacht? Vielleicht müsste dazu die... hoffentlich nicht bestehende... Metastase gesichert sein.
    Vielleicht hilft ein Fentanylpflaster?
    Ich sende einen lieben Gruß in die Nachbarschaft!
    Du siehst die Sonne langsam untergehen und erschrickst doch, wenn es plötzlich dunkel ist.
    Meine Ma *17.9.1957 +19.2.2017
    Was ich jetzt schreibe glaubt mir wahrscheinlich niemand. Aber wir haben heute erfahren dass meine Mama nicht nur Lungenkrebs sondern auch Brustkrebs hat. Unabgängig voneinander. Nach Sichten der bisherigen Bilder sagt der Onkologe dass es ausserdem Metastasen gibt. Niere, Rücken etc. Morgen stationär. Bekommt einen Port gelegt und sobald neue CT Bilder etc gemacht wurden soll ca am Montag die 1. Chemo starten. Es ist aber wohl nicht heilbar. Was auch immer das in Bezug auf die Zeit bedeuten mag. Je nachdem wie die Therapie anschlägt und man dann weiter machen kann.
    Liebe @Sassi,

    Das tut mir sehr leid. Sind natürlich keine guten Neuigkeiten. Bzgl der Zeit, die euch bleibt, wird kein seriöser Arzt eine Aussage wagen. Jeder Patient ist anders. Als mir gesagt wurde, ich wäre im Stadium 4 nur noch Paliativ zu behandeln, hat mir dieses Wort den Hals zugeschnürt. Man sollte sich aber auch vor Augen halten, dass eine Diabetiker ebenfalls Paliativ behandelt wird.
    Es gibt auch Patienten, die bereits viele Jahre im Stadium 4 überleben. Also Kopf hoch, kämpfen, nicht aufgeben und jede sich bietende Chance nutzen.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

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    (Terry Pratchett)
    Liebe @Sassi,
    das tut mir leid - nun auch noch ein zweites Mistviech!
    Ich drücke die Daumen, dass die Chemo anschlägt. Und was palliativ angeht: das ist "nur" das Gegenteil von "Kurativ " (heilbar) und bedeutet noch lange nicht das Ende. @Laborratte hat ja das Wesentliche schon erwähnt und man kann mit einigen Dingen noch sehr lange leben. Ich finde es ausgesprochen seriös, dass der Onkologe keine Prognose macht - man weiß nie, auf welcher Seite der Statistik man steht.
    Alles Gute für Euch
    Bella
    Heute wurde meine Mama stationär aufgenommen. Heute wurde dann nochmal ein CT gemacht im Schulter bzw Schlüsselbeinbereich. 3x dürft ihr raten was nun festgestellt wurde was ja zig Male ausgeschlossen wurde...
    Und dann wurde auch der Magen nochmal angesehen weil sie ja auch wieder nicht mehr essen kann. Und ratet was auch da gefunden wurde... Ich fühle mich von den ganzen Ärzten von denen meine Mutter vor dem Onkologen untersucht wurde dermaßen verarscht. Das kann sich kein Mensch vorstellen. Meine Mutter hat seit über einem Jahr Probleme mit Schulter und Arm. Es wurden zig CTS MRTs Röntgenaufnahmen gemacht. Sie war beim Orthopäden, beim Hausarzt und beim Unfallchirurgen und keiner hat gesehen dass da was ist was dort nicht hingehört?! Genauso am Magen. Magenspiegelung, Ultraschall und CT haben nicht ausgereicht um auch dort zu sehen dass da was auf den Mageneingang drückt? Wie geht das?
    Ende vom Lied ist dass jetzt nur noch morgen das Kopf MRT gemacht wird und es dann doch Freitag losgeht mit Chemo. Ich bete wirklich dass wenigstens im Kopf zur Abwechslung mal nichts gefunden wird.

    Ist es realistisch dass das alles lange gut geht wenn es dermaßen viele Metastasen und 2 verschiedene Krebsarten gibt? Sollte ich mich vielleicht doch darauf einstellen dass meine Mama nicht mehr lange bei mir ist?
    Und neben dieser ganzen Angst und Wut und Verzweiflung macht mich eins zusätzlich noch echt fertig. Könnte sie nicht jetzt wenigstens versuchen das Rauchen zu lassen? Ich kann mit diesem Punkt echt verdammt schlecht umgehen und es macht mich rasend. Und ich kann nichts sagen weil i h nicht in dieser ganzen Scheisse noch mit ihr streiten will. Jetzt hat sie eine Zimmernachbarin die sie dazu ermutigt mit ihr am Fenster zu rauchen weil es zu anstrengend ist runter zu gehen.
    Hallo Sassi,
    Das hört sich alles so mistig an und ich kann mir ungefähr vorstellen, wie es dir im Moment geht. Bei meiner Mama kam die Wahrheit auch nur scheibchenweise ans Tageslicht. Man ist so ohnmächtig.
    Wir haben damals gehofft und ich habe die leise Stimme, die mir sagte, das kann eigentlich nicht gut gehen, lange ignoriert (meine Mama hatte BSDK). Trotzdem:
    Ich glaube, man kann sich nicht darauf einstellen, dass es einen Menschen nicht mehr lange gibt. Selbst wenn man versucht, das rational einzuordnen, trifft es einen mit voller Wucht. Vielleicht nicht ganz unvorbereitet, da nicht ganz so plötzlich, aber das ändert nichts.
    Ich drücke erst mal die Daumen für die Chemo - alles weitere wird man sehen. Planen kann man ohnehin nichts und wie schon mal gesagt - man weiß nie auf welcher Seite der Statistik man lebt
    Dicken Drücker zu Euch und ein großes Kraftpaket
    Bella
    Liebe Bella! Vielen lieben Dank für deine Worte. Ja das stimmt. Man kann sich nicht darauf einstellen oder vorbereiten. Ich habe nur so große Angst mir falsche Hoffnungen zu machen. Zumal im Moment jeden Tag eine neue schlechte Nachricht dazu kommt. Das muss doch jetzt mal aufhören. Ist doch echt genug.. Meine Mama sagt trotzdem sie schafft das schon. Und dann sollte ich doch auch daran glauben.. irgendwie.. oder?
    Hallo @Sassi!

    Da hat Deine Ma ja aktuell ganz tief in den ( Un - ) Glückstopf gegriffen!
    Und das mit dem Rauchen aufhören ist eine echte Überwindung / Kraftakt.
    Ich kann das so gut verstehen!
    Selbst habe ich es nach 40 sog. "packyears" ( 40 Jahre tägl. um die 20 Zig.) nur mit Mühe ca. 2 Wochen vor der OP geschafft.
    Das war am 14.04.2013.
    Und das Bedürfnis nach Nikotin war anschliessend noch ganz oft vorhanden, doch mein Wunsch nach einer komplikationsfreien OP war da grösser.
    Du kannst da als Tochter aber kaum was machen, denn Deine Mutter wird sich wehren!
    Mir hatte in der Klinik ein hartnäckiger Assistenzarzt ernst zugeredet und auch eine Oberärztin meinte, dass die meisten Rezidive bei weiterem Rauchen entstehen.
    Und dann habe ich den Schritt von einem auf den anderen Tag getan und nach OP zu Hause alles Rauchzeug verbannt.
    Meine Motivation war die aktuelle Notlage + Einsicht.

    Liebe Grüße und Kraft für die weitere Entwicklung wünschend, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae

    liebe @Sassi,
    ich lebe ja seit 2 jahren ganz gut mit stadium 4. klar weiß keiner wie lange es gut geht. bei manchen schlägt eine chemo auch voll an (da gibt es hier im forum ja sehr positive beispiele). aber es kann natürlich auch in die andere richtung gehen (leider gibt es hier auch solche beispiele). ich weiss nicht, wie ich das jetzt sagen soll, ohne dich vor den kopf zu stoßen ... ihr solltet schauen, dass für den fall der fälle alles (z.b. patientenverfügung, vollmachten usw) geregelt ist.
    als nichtraucher tue ich mir mit rauchenden lungenkrebslern auch schwer. hatte auch schon gesehen, dass sich jemand während der chemo abstöpseln läßt und dann zum rauchen geht. echt strange....

    LG
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Liebe @Sassi

    Es tut mir unwahrscheinlich leid das man einfach nicht erkannt hat was deiner Mama fehlt. Für mich komplett unverständlich.

    Deine Angst um sie, ich kann sie sehr gut verstehen.

    Zum Thema rauchen, auch meine Mama war zum Zeitpunkt der Diagnose Raucherin und sie hat auch nicht aufgehört es aber sehr sehr eingeschränkt. Ihr Onkologe sagte damals zu ihr sie solle nicht von heute auf morgen damit aufhören, es wäre eine zusätzliche Belastung für den ohnehin geschwächten Körper.

    Die letzten zwei Monate hat sie es geschafft und gar nicht mehr geraucht.

    Ich bin selbst Raucher und stelle es mir verdammt schwer vor aufzuhören. Es gibt da in der Apotheke einige unterstützende Sachen, meine Mama hatte sie zwar aber benötigte sie nie.

    Toll das wenigstens das Kopf mrt ok war. Alles Liebe zu dir.

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi!
    Ich habe auch lange und so wahnsinnig gerne geraucht. Für mich war es kein Thema mehr als ich nochmal schwanger werden wollte. Heute hat sie insgesamt 2, gestern nur eine geraucht. Da bin ich dann doch ziemlich stolz. Mal sehen wie es wird wenn sie ab Montag wahrscheinlich zu Hause ist.
    Morgen werden wir erstmal die erste Chemo "zelebrieren". Sozusagen als Startschuss in die Verbesserung. Ist uns beiden wichtig dass ich mit dabei bin.
    Man wird nicht glauben was heute im Krankenhaus los war.. als ich ins Zimmer kam war meine Mama ziemlich weggetreten. Da war ich schon irritiert. Dann teilte sie mir irgendwann mit dass die Schwester heute morgen wohl *ups* die Medikamente mit denen eines anderen Patienten vertauscht hat. Ein Diabetiker wie sie mir noch sagte. Wie sich dann wohl heraus stellte war es zum Glück "nur" Tilidin. Naja das verträgt sie aber halt nicht besonders. Und dann sagte sie schmunzelnd ich soll mich mal nicht aufregen. Die Schwester habe sich ganz doll entschuldigt. *nadann*

    Unfassbar...

    Sassi schrieb:

    Wie sich dann wohl heraus stellte war es zum Glück "nur" Tilidin.


    So etwas darf nicht passieren. Ehrlich gesagt hätte ich das nicht auf sich beruhen lassen, schon gar nicht bei Tilidin.
    Schlimm.

    Das deine Mama heute nur ein zwei geraucht hat, ist doch ganz toll. Da kannst du auch stolz auf sie sein.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Oh ja das bin. Ich wäre auch sooooooo gerne losgerannt und hätte der Schwester auch die eine oder andere Tilidin eingeworfen aber ich durfte nicht. ich war so mega sauer... Wäre der Onkologe nicht so toll wäre ich mit Mama längst woanders. Aber er ist halt Chef von der onkologischen Ambulanz und auch stationär auf der Onkologie. Das ist schon ziemlich prima. Die Ambulanz ist direkt neben dem Krankenhaus und so ist immer alles in seiner Hand. Heute war auch Tumorkonferenz und es soll in der nächsten Woche die Schulter zusätzlich bestrahlt werden damit es da schnell bergauf geht. Aber dann ambulant.
    Hallo Sassi,
    Dann drücke ich die Daumen - ich denke mal, es wird nicht zu weiteren Verwechslungen kommen, zumindest bei deiner Mama wird jetzt drei Mal gegengecheckt, das kann sich niemand erlauben. Ich hab gedacht, ich lese nicht recht....
    Aber über die wenigen Zigaretten freue ich mich sehr. Ich glaube, deine Mama wird stark sein und kämpfen.
    Liebe Grüße Bella
    Hallo @Sassi,

    Klar ist man da aufgeregt. Es ist ne OP.zwar "nur" ambulant mit örtlicher Betäubung, aber eben ne OP.
    Bekommt sie die Chemo gleich über den Port? Würde mich wundern, weil die Wunde erstmal ein paar Tage heilen sollte nach meinen Infos.

    VG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

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    (Terry Pratchett)
    Hallo @Sassi,

    Erstaunlich, wie unterschiedlich die Ansichten da offensichtlich sind. Bei war die erste Chemo einige Tage nach dem Eingriff geplant und das wurde vom Onkologe schon als sportlich angesehen. Hatte dann tatsächlich auch Probleme mit ner Infektion der Vene, sodass sogar darüber nachgedacht werden musste, den Port wieder auszubauen. Ob das Problem an der frühen Chemogabe lag, könnte/wollte mir niemand sagen ...

    VG DieRatte
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    (Terry Pratchett)
    So letzten Endes ist alles wieder Mist. Kein Chemo heute. Am Port hat sich ein Bluterguss gebildet. Tut höllisch weh. Heute kann nichts mehr gemacht werden. Meiner Mama geht es echt schlecht. Chemo erst morgen. Und wohl eher nicht durch den Port. Man alles Mist wieder. Hatte so doll gehofft es geht ab heute bergauf. Mama hat geweint vor Schmerzen.
    So die Chemo hat sie bis jetzt gut überstanden. Morgen darf sie erstmal nach Hause und dann läuft in 3 Wochen die nächste Runde. Wie lange kann es wohl dauern bis Nebenwirkungen auftreten? Die Haare fallen wohl auch erst nach ca 2 Wochen aus? Meine Mama wird nicht darauf warten und die Haare kommen jetzt im Laufe der Woche schon weg.Finde ich super dass sie da so mit um geht.
    Hallo Sassi,
    Das freut mich, daß ihr im Moment einigermaßen gut klar kommt :)
    3 Wochen Ausruhzeit ist doch fein.

    Vielleicht sollte Deine Mutter erst mal für die nächsten 2-3 Wochen auf einen praktischen Kurzhaarschnitt (2-3cm) wechseln? ... (dann ist nicht so viel aufzufegen und mit der Fusselbürste zu erjagen, wenn es dann losgeht)
    Bei mir dauerte es ca. 2,5 Wochen bis ein seltsames Gefühl auf der Kopfhaut kam, und ein paar Tage später begann es sich zu lösen, ... erst langsam, dann mehr, ... und dann hab ich bei der Friseurin (mein Partner traute sich nicht ran ;) ) alles auf 3-5 mm kürzen lassen.... dann war erstmal gut.
    Nicht auf Null runter, gibt nur Juckreiz und Pickelchen, das braucht man nicht zusätzlich ... ;)

    Alles Liebe!
    Bruni

    Neu

    Hallo ihr Lieben!
    Gestern gingen leichte Nebenwirkungen an in Form von Bauchzwicken. Heute totale Übelkeit und Erbrechen und völlige Erschöpfung und Hitzewallungen. Hoffe es geht ihr schnell besser. Wie lange bleiben solche Nebenwirkungen denn? Ein paar Tage oder eher länger?
    Liebe Grüße
    Sassi

    Neu

    Hallo @Sassi,
    Das ist schwer zu sagen. Bei meiner ersten Chemo (Carboplatin und Gemzar) waren immer 2-3 Tage etwas schwierig mit Kopfweh und Erschöpfung. Dann war okay. Ein einziges Mal 3 Tage nach der ersten gabe war mir einige Stunden so schwindelig, dass ich kotzen musste. Wunde Schleimhäute auch nur ein paar Tage ganz am Anfang. Klar, Haare sind nach einiger Zeit ausgefallen.

    Jetzt bei Taxotere und Vargatef hab ich hauptsächlich Erschöpfung, aber irgendwie immer... Mal mehr, Mal weniger. Und natürlich wieder die Haare.

    Grundsätzlich zwickt es immer Mal wieder irgendwo. Dann und wann Durchfall oder Verstopfung. Das wäre aber jammern auf hohem Niveau. Das nimmt man eben hin und arrangiert sich damit.

    Wahrscheinlich wird dir hier aber jeder ne andere Geschichte erzählen können.

    VG DieRatte
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    (Terry Pratchett)

    Neu

    Hallo @Laborratte ,
    Ich habe nun endlich verstanden dass man hier bei den Antworten das @ einsetzen soll

    Es ist einfach irgendwie so dass es meiner Mama bis auf wenige Tage ja immer irgendwie schlecht ging -Klar wir sind ja auch erst am Anfang. War ja erst die erste Chemo -
    Ich kann mir nur schon kaum vorstellen dass sie bald hoffentlich auch mal wieder "normale" Tage haben könnte. Normal vor die Tür gehen, keine permanenten Schmerzen oder völlige Erschöpfung mit ca 20 Stunden Schlaf, oder mal selbst Auto fahren, etwas einkaufen...alles unvorstellbar. Kommen diese Tage tatsöchlich? Ich bin heute irgendwie angeschlagen von der ganzen Situation. Ich möchte so gerne auch weiterhin alles tun damit es meiner Mama gut geht und sie unterstützen. Aber ich habe so Angst dass ich das alles nicht mehr unter einen Hut bekomme. Im Moment fahre ich täglich zu ihr nach Hause und schaue wie es ihr geht, spritze ihr Clexane, reibe ihr den Rücken ein.. aber ich bzw mein Mann und ich leiten im Moment ausserdem auch noch ihren Pflegedienst. Wir arbeiten jeden Tag bis 16/17h. Mit unserer 1-jährigen Tochter dabei. Unser Sohn kommt ebenfalls nach der Schule ins Büro ab ca 12h. Die Arbeit wird nicht weniger und den Kindern kann ich doch so auch nicht gerecht werden. Das läuft jetzt seit über einem Monat. An den Wochenenden arbeiten wir von zu Hause. Zwischendurch zu Mama oder halt zu ihr ins Krankenhaus... nebenbei eine Putzfrau organisieren, Möbellieferung bei meiner Mama, Arzttermine mit ihr. Und länger als ein paar Tage im Voraus planen lässt sich natürlich auch nichts mehr. Unsere Ehe leidet. Ich habe ja für nichts mehr den Kopf frei.

    Es tut mir leid dass ich so jammere. Dabei muss ich das alles nicht mal über mich ergehen lassen. Ich bin gesund. Meine Mama nicht.

    Meine Mama hat übrigens Paclitaxel und noch ein anderes Präparat bekommen dadurch dass sie ja 2 Krebsarten hat.

    Liebe Grüße
    Eine angeschlagene Sassi

    Neu

    Liebe @Sassi
    bitte setzt Euch morgen mit den behandelnden Ärzten in Verbindung und schildert denen,dass Deine Mutti unter Übelkeit und Erbrechen leidet. Man kann dagegen Medikamente geben. Der Arzt muss erst einmal schauen, wie Deine Mutti die Chemo verträgt. Es gibt Medikamente, wo die Nebenwirkungen erst nach 2 bis 3 Tagen einsetzen. Man muss auch bedenken, dass Deine Mutti bereits mit einer stark angeschlagenen gesundheitlichen Situation die Therapien begonnen hatte.

    Sassi schrieb:

    Es tut mir leid dass ich so jammere. Dabei muss ich das alles nicht mal über mich ergehen lassen. Ich bin gesund. Meine Mama nich


    Du jammerst keineswegs, bei Euch ist schon eine äußerst komplizierte Situation entstanden, als Geschäftsführerin eines Unternehmens hat man eine Menge Verantwortung, auch für viele Patienten und die Mitarbeiter.

    Ihr werdet Euch überlegen müssen, ob Ihr den Dienst in der jetzigen Größe weiterhin führen könnt. Bitte bedenkt, dass beide Inhaberinnen ernsthaft erkrankt sind und für längere Zeit ausfallen.

    Sassi schrieb:

    Mit unserer 1-jährigen Tochter dabei. Unser Sohn kommt ebenfalls nach der Schule ins Büro ab ca 12h. Die Arbeit wird nicht weniger und den Kindern kann ich doch so auch nicht gerecht werden.

    Gibt es eventuell die Möglichkeit, die beiden Kinder durch eine Kinderfrau oder auch im Hort ( bei uns gibt es diese Betreuung) betreuen zu lassen.

    Liebe Sassi, es tut mir leid,dass ich Dir nicht weiter helfen kann. Trotzdem möchte ich Dir und Deiner Mama einen lieben Gruss, verbunden mit einem riesigen Kraftpaket auf die Reise schicken.

    Herzliche Grüße,
    Grummelprinzessin

    Neu

    Liebe @Sassi,

    ich bin mir ganz sicher, Du bekommst das alles unter einen Hut und Du tust alles für Deine Mama und Deine Familie, was möglich ist. Man kann sich auf diese Krankheit einfach schlecht einstellen weil man sie auch gar nicht gut kennt, kann meistens überhaupt nicht absehen was kommt und reagiert immer einfach nur und selbst dazu hat man wenig Zeit. Das ist leider so und macht es so superschwierig, unplanbar und unberechenbar. Ich finde Du jammerst nicht, Du leistest gerade, wie auch alle anderen Angehörigen, Schwerstarbeit-zumindest in meinen Augen.

    Kopf hoch, hier denken ganz viele Menschen an Euch und schicken Euch Kraft. Und wenn Du kannst, dann hol dir alle Unterstützung, die Du bekommen kannst: Babysitter, Kindermädchen, Putzfrau, Einkaufshilfe, Bürohilfe....

    Ganz lieben Gruss,
    Annie

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    Liebe @Annie
    Liebe @Grummelprinzessin

    Danke für eure Worte. Tut echt gut.
    Heute morgen war ich bei meiner Mutter und mich traf der Schlag. Katastrophaler Allgemeinzustand. Habe sie ins Krankenhaus gebracht.
    Die Ärzte pumpen sie erstmal mit Flüssigkeit voll. Entweder ist es eine sehr krasse und späte Reaktion auf die Chemo oder ein Infekt oder eine Metastase die Ärger macht. Hoffen wir mal auf Option 1 oder 2...
    Meine Mama war so schwach. Ich habe sie angezogen. Hat sie nicht mehr alleine geschafft. Ich hoffe ganz doll morgen ist es besser und es gibt konkretere Antworten. Sie hat aber auch ganz arg gefroren und so hoffen wir mal auf einen Infekt.
    Mein Papa kam - meine Eltern sind getrennt - ganz schnell ins Büro und hat die Kinder abgeholt und so konnte wenigstens mein Mann arbeiten und ich bis zum Nachmittag bei meiner Mama bleiben.
    Die andere Inhaberin kommt Montag auf die gleiche Station. Erst Port dann Chemo und Bestrahlung und dann op. Wurde heute auf der Tumorkonferenz so besprochen. Vielleicht bekomme ich es hin dass beide wenigstens in ein Zimmer kommen können.

    Meine Güte was ein Albtraum.

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    Liebe @Sassi,
    Ich hatte das schon befürchtet, dass deine Mama nicht um Nebenwirkungen herumkommen wird. Irgendwann erwischt es jeden ... Mehr oder weniger . Ich drücke euch die Daumen, dass sie da mit Hilfe der Ärzte und den entsprechenden Medikamenten halbwegs aufrecht durchkommt. Habt ihr die Chance, sie während der Chemozeit etwas näher zu euch zu holen, dass sie für den Fall der Fälle unter eurer "Beobachtung" stehen kann?

    VG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)

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    Liebe @Laborratte!
    Klar ginge das. Würde ich auch sofort machen. Aber ich glaube meine Mutter ist da irgendwie noch nicht so weit...
    Ist noch immer nicht so richtig klar was im Moment los ist. Dienstag Magenspiegelung und dann mal sehen. Im Moment stehen noch Pilz in der Speiseröhre oder Metastase am Magen zur Auswahl.. ich würde ja auf ersteres hoffen aber dafür bin ich inzwischen irgendwie zu realistisch.. sie kann ja auch nicht essen und sagt es fühlt sich an als würde es stecken bleiben..

    Bitte lass es endlich bergauf gehen.

    Auch beginnt sie irgendwie ihre "Sachen regeln zu wollen". Mit dem Pflegedienst und so. Wie es da weiter geht. Ist ja auch richtig. Aber es fühlt sich so traurig an. Wie ein Abschied. Und davon sind wir doch noch weit weg oder? Da kommt doch nochmal eine Verbesserung oder? War doch gerade erst die 1.Runde Chemo... bin schon wieder so verdammt traurig.