Pleurodese ja oder nein

    Pleurodese ja oder nein

    Liebes Lungenkrebsforum,

    mich treibt gerade eine Frage um und ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

    Kurz zum Hintergrund:
    Bei mir wurde ein Adenokarzinom im Februar 2017 diagnostiziert, lauter kleine Tumore in beiden Lungenflügeln, Befall der Lympknoten drumherum (zervikal, mediastinal, Lymphangiosis carcinomatosa ...), sonst momentan keine weiteren Metas, reicht auch so schon. 6 Zyklen Cisplatin/Alimta, momentan Erhaltung auf Alimta. Und seit vier Wochen einen fibrinösen Pleuraerguss links, der auch noch verkammert ist. Ich hatte alle Symptome, konnte diese aber nicht zuordnen, und da der Erguss (der im Abschluss-CT sich schon schmal abgezeichnet) leider nicht per Ultraschall überwacht wurde, hat sich das Ganze jetzt auf 1,5 l ausgewachsen. Ich kann allerdings noch tief einatmen und laufen, gehe arbeiten, bin nicht eingeschränkt bzw. ja, etwas schon, es ist unangenehm, die Lunge kann sich links nicht voll ausdehnen, das merke ich schon, sie ist circa um 10 cm gequetscht, es fühlt sich an wie eine Blase am Fuß, und tut schon weh an den Rippen.

    Fragen:
    Man empfiehlt mir jetzt eine Pleurodese links und ich habe panische Angst davor. Ich bin 43 Jahre alt, gehe arbeiten, gehe wandern/walken über lange Strecken (10 km plus und das mit Lungenkrebs, aber natürlich langsam, der Erkrankung angepasst) und habe Angst, dass nach der Pleurodese nichts mehr ist wie vorher, dass sich Schwarten bilden durch die Entzündungsreaktion, ich nicht mehr tief einatmen kann, es sich furchtbar anfühlt, dass ich keinen Sport mehr machen kann etc.und gerade letzteres ist mir so wichtig, da ich mich unbedingt fit halten möchte (Sport als Medikament).

    Wer hat hier Erfahrung und kann mir berichten, wie es nach einer Pleurodese ist und mir vielleicht dadurch etwas von meiner Angst nehmen?

    Der Erguss war bislang nur einmal, und - im Rückblick weiß ich auch genau wann - und hat sich in der ersten Oktoberwoche recht schnell gebildet, der große Erguss.

    Soll ich das ganze minimal-invasiv erst mal "leerräumen" lassen und keine Pleurodese machen und abwarten?
    Soll der Erguss vor weiteren Maßnahmen erst mal untersucht werden? Da ich keine Herzinsuffizienz habe, keine TBC und Lungenentzündung und angesichts des Krebsbefalls wird es wohl schon ein maligner Pleuraerguss sein.
    Macht man eine Pleurodese erst, wenn es ein paar Mal nachgelaufen ist?
    Sehe ich das richtig, dass mit einem wiederholten Punktieren eines Ergusses auf lange Sicht hin auch nichts gewonnen ist, weil bei einem eiweißreichen Exsudat die Lunge irgendwann doch "verklebt", also von einer fibrinösen Hülle gefesselt ist und sich nicht mehr ausdehen kann irgendwann, trotz Punktion, und dann alles noch schwieriger wird?
    Dann lieber Augen zu und durch?
    Oder eine Katheter-Lösung?
    Mein OP-Termin ist nächsten Mittwoch. Rausholen lassen möchte ich diese Flüssigkeit auf jeden Fall.
    Wird die Chemotherapie nach einer Pleurodese schlimmer? Mehr Nebenwirkungen?

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen,
    danke und viele Grüße
    Solweig
    Hallo @Solweig,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Zum Glück habe ich mich bisher nicht mit einem Pleuraerguss herumschlagen müssen, insogfern kann ich keine Erfahrung weitergeben. Das Interet weiß ja aber ganz viel und ich fand den folgenden Beitrag sehr interessant, auch wenn das Grundthema eine Pleurakarzinose ist:

    aerzteblatt.de/archiv/137724/B…mit-malignem-Pleuraerguss

    Ganz einfach scheint die Frage nicht zu beantworten zu sein und hängt sicherlich auch mit der Erfahrung in deinem behandelnden Krankenhaus zusammen. Die Chemotherapie konnte den Erguss nicht wegbringen bzw. er ist unter der Erhaltungstherapie entstanden, klingt für mich als würde es wieder nachlaufen wenn man das punktiert. Vielleicht kann man ja erstmal eine Punktion probieren, ggf. mit einem permanenten Katheter und schwenkt bei "dauerhafter" Erfolglosigkeit auf eine Plaurodese um.

    Die hier zuständige Fachmoderatorin @The Witch lebt meines Wissens nach Lobektomie auch mit einer Pleurodese, sie kann dir sicherlich etwas über den Alltag mit einer verklebten Pleura erzählen.

    Leider kann ich nicht mehr dazu beitragen.

    Lieben Gruß und alles Gute,
    dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo @Solweig,

    Herzlich willkommen hier im Forum. Bei mir wurde Ende 2015 eine pleurodese rechts gemacht. Hatte aber n paar Liter mehr Wasser. Die pleurodese an sich war bei mir völlig problemlos und ich bemerke da auch nichts davon. Ich konnte/kann nach wie vor Sport machen.
    Von mir ein klares "Daumen hoch". Aber wie DGNW @dagehtnochwas schon schreibt: der Ablauf bei mir muss nicht für alle gelten.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Hallo @dagehtnochwas und hallo @Ratte,

    herzlichen Dank für eure schnellen Antworten. Danke auch für den Link! Alle Infos sind willkommen und ich freue mich zu hören, dass du den Eingriff ohne Komplikationen überstanden hast. Ich brauche dringend Leute, die mir aus der Praxis berichten, wie das "Danach" ist, das mildert etwas meine Angst. Das hört sich bei dir, Laborratte, ok an, also, dass man das gut überstehen kann, auch wenn ich mir dein Profilbild ansehe (ich nehme an, auch das nach der Pleurodese)? Ich finde die Vorstellung, dass etwas Irreversibles bei mir vorgenommen wird furchtbar ... aber wenn du noch nach wie vor tief einatmen kannst, macht mir das Mut.

    LG
    Solweig
    Liebe @Solweig,
    Bzgl des "danach" kann ich sagen, dass ich keinen Unterschied feststellen kann ausser einer gewissen Gefühllosigkeit in dem bereich rechts unterhalb der Brust. Aber da gehe ich davon aus, dass das von den 3 Schläuchen herrührt, die ich "in" der Lunge hatte. Die Ergebnisse der LuFus sind auch immer top.
    Das Profilpic wurde auf über 6000m Höhe aufgenommen und stammt aus meiner Vor-Krebs-Zeit. So etwas wäre jetzt leider nicht mehr zu schaffen.
    Aber laufen > 10km ist mit einem Schnitt von unter 7 Min/km problemlos möglich.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

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    (Terry Pratchett)
    Liebe Ratte,

    ok, danke. Dass die Stelle, wo sie mit den Schläuchen durchgehen, in Mitleidenschaft gezogen wird, damit rechne ich auch bzw. habe ich auch gelesen. Da laufen wohl viele Nerven, die einen abbekommen.
    Einen Marathon werde ich in diesem Leben auch nicht mehr laufen, was aber nicht schlimm ist, da das eh nie mein Ding war :) Trotzdem ein schönes Profilpic :) Aber mich bewegen können, walken, leichte Wanderungen ohne große Steigungen möchte ich weitermachen können, solange es eben geht.

    Danke und LG
    Solweig
    Lieber @dagehtnochwas,

    danke für die Infos - und sei froh, dass du dich damit noch nicht rumärgern musstest, ich drücke die Daumen, dass es so bleibt. Ist unangenehm ... Nein, punktieren fällt leider aus, weil der Erguss jetzt vier Wochen Zeit hatte, sich zu verkammern, es sind zu viele Septen, du müsstest 20 Mal reinpieken, um immer wieder ein paar Milliliter rauszuholen, das wurde leider verpasst und macht jetzt keinen Sinn mehr. Was mich tatsächlich sehr nervt, weil ich hätte es gerne erst einmal mit einer Punktion probiert ... ich trage gerade alle Infos zusammen und habe am Montag noch mal ein kurzes Gespräch mit meiner Onkologin und hoffe, dass ich bis Dienstagabend dann so schlau bin, dass ich ohne Angst und mit einem klaren Konzept im Krankenhaus am Mittwoch aufschlagen kann (zertifiziertes Lungenkrebszentrum Bogenhausen, bin aus München).

    Liebe Grüße
    Solweig
    Hallo @Solweig,

    auch hier noch einmal herzlich willkommen.

    ​Ich habe eine Pleurodese nach der OP bekommen - und danach war von der Lunge her alles gut. Die nachfolgende Chemotherapie hat das nicht beeinträchtigt. Deine Fitness wird durch die Ergüsse beeinträchtigt, nicht durch die Pleurodese. Durch die Pleurodese wird nicht die Ausdehnung der Lunge als solches beeinträchtigt (wie vom Erguss, der eben Platz einnimmt), sondern die Beweglichkeit bei der Ausdehnung. Und die kann man notfalls trainieren.

    Solweig schrieb:

    Dass die Stelle, wo sie mit den Schläuchen durchgehen, in Mitleidenschaft gezogen wird, damit rechne ich auch bzw. habe ich auch gelesen. Da laufen wohl viele Nerven, die einen abbekommen.

    ​Das Problem mit den Schmerzen durch die Drainageschläuche liegt daran, dass bei einer "richtigen" Operation die Schnitte sauber und kontrolliert verlaufen und das Ganze dann anschließend auch sauber und kontrolliert zusammengenäht wird. Bei Drainageschläuchen ist das nicht so, dass wächst nachher "wild" zusammen und kann daher auch mal ungünstig verlaufen. Ich habe im Bereich der Drainagen (die noch von der OP stammten) dauerhaft Probleme - nicht schlimm zwar, aber spürbar. Die eigentliche Operationsnarbe ist dagegen völlig normal verheilt.
    Es grüßt die Hexe.

    Solweig schrieb:

    ... ich trage gerade alle Infos zusammen und habe am Montag noch mal ein kurzes Gespräch mit meiner Onkologin und hoffe, dass ich bis Dienstagabend dann so schlau bin, dass ich ohne Angst und mit einem klaren Konzept im Krankenhaus am Mittwoch aufschlagen kann (zertifiziertes Lungenkrebszentrum Bogenhausen, bin aus München).



    Hallo @Solweig,

    herzlich willkommen im Forum!

    Ich bin auch aus München.
    Bzgl. der Pleurodese kann ich Dir leider nichts raten, denn das wurde bei mir nicht gemacht.

    Aber bzgl. des von Dir angesteuerten Krankenhauses kann ich Dir Mut zusprechen, denn dort bist Du sicherlich in besten Händen. Herr Prof. B. ist auch der Arzt meiner Wahl.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Heidi


    Hallo @Witch,

    vielen Dank für Infos, dann kann ich mir das besser vorstellen, was auf mich zukommt. Mit taubem Gefühl/Narbenschmerzen kann ich rechnen bzw. mich darauf einstellen, es ist und bleibt halt ein Eingriff und du hast das ja klar erklärt ... und, ja, genau vor dieser mangelnden Beweglichkeit der Lunge bei der Ausdehnung hatte ich eben Angst. Aber du kommst damit klar, ja? Man kann das handeln?

    Auch ein Gruß und ein Dankeschön an @Heidi - ja, ich werde, so wie es aussieht, auch bei Herrn B. sein. Freut mich, wenn du bereits gute Erfahrungen mit dem Klinikum gemacht hast, und ich hoffe, ich kann mich da anschließen :)

    OK. Darf ich das kurz zusammenfassen?
    - ich brauche keine Angst vor einer Pleurodese haben und
    - so wie ich das jetzt sehe, ist es Schmarrn, einen Thoraxeingriff nur zum Absaugen zu machen ohne Pleurodese, nur um dann im Januar wieder mit einem neuen Erguss dazustehen, um dann noch mal in die grade verheilte Wunde reinzugehen und die Pleurodese doch vorzunehmen?

    Meine Hoffnung war halt, dass es nur ein einmaliger Erguss war ... aber das kann ich knicken oder? Die malignen Pleuraergüsse haben die Angwohnheit, immer wieder nachzulaufen, sehe ich das richtig?

    Ich freue mich noch einmal auf ein Feedback, und dann schließe ich meine Fragerunde und werde dann berichten, wie es bei mir gelaufen ist.

    Herzliches Dankeschön und einen schönen Samstag
    Solweig

    Solweig schrieb:

    Aber du kommst damit klar, ja? Man kann das handeln?

    Ja, war zumindest bei mir gar kein Problem.

    Solweig schrieb:

    OK. Darf ich das kurz zusammenfassen?
    - ich brauche keine Angst vor einer Pleurodese haben und
    - so wie ich das jetzt sehe, ist es Schmarrn, einen Thoraxeingriff nur zum Absaugen zu machen ohne Pleurodese, nur um dann im Januar wieder mit einem neuen Erguss dazustehen, um dann noch mal in die grade verheilte Wunde reinzugehen und die Pleurodese doch vorzunehmen?

    Richtig. Wobei allerdings eins klar sein sollte: Es kann niemand garantieren, dass mit Pleurodese nie wieder was nachlaufen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr, sehr viel geringer.

    Solweig schrieb:

    Meine Hoffnung war halt, dass es nur ein einmaliger Erguss war ... aber das kann ich knicken oder? Die malignen Pleuraergüsse haben die Angwohnheit, immer wieder nachzulaufen, sehe ich das richtig?

    ​Ja, das haben sie leider. Auch wenn natürlich niemand vorhersagen kann, wie das bei dir aussehen würde.
    Es grüßt die Hexe.
    Liebe Solweig,

    Ein gemütliches Zuhause,
    ein Gläschen Wein,
    ein guter Braten bei Kerzenschein.
    Im Überfluss Zufriedenheitund ... eine frohe Weihnachtszeit!

    13.jpg

    Liebe Grüße
    Angi


    Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
    Schau nach vorn und nicht zurück!
    Tu was du willst, und steh dazu, denn Dein Leben lebst nur Du!

    <3 <3 <3
    Liebe Angi,

    herzlichen Dank, dass wünsche ich dir auch. Es stand auf meinem Zettel, mich heute hier noch zu melden. Ich habe zum einen auch extra etwas gewartet, um ein sicheres Feedback geben zu können, zum anderen auch etwas unfreiwillig, weil ich die Woche vor Weihnachten flach gelegen bin, aber das wird wieder und ich freue mich jetzt auf die Feiertage.

    So, zur Pleurodese, vor der ich so entsetzliche Angst hatte: Alles ist gut.

    Und hier meine Erfahrungen, falls ich noch mal jemand anders mit dem Thema herumschlagen muss:

    Es wurde eine partielle Pleurektomie vorgenommen, Dekortikation - die Lunge war massiv gefesselt, konnte aber von den ganzen Schwarten befreit werden und hat sich Gott sei Dank wieder ausgedehnt, und die Talkum-Poudrage.
    Die Narkose und die Schmerzmittel nach der OP haben mich mehr in Mitleidenschaft gezogen ebenso das Essen im Krankenhaus als die OP selber, ich hab direkt danach gemerkt, trotz der Schläuche, dass der Erguss weg ist und ich besser atmen kann. Das Kontroll-Röntgenbild am vierten Tag war auch ok und ich wurde nach fünf Tagen wieder entlassen, nachdem die Schläuche entfernt wurden. Ohne Schmerzmittel kam ich bereits am dritten Tag aus. Ich kann auch nicht über übermäßige Schermzen klagen, direkt nach der OP hatte ich einen Tag 38 Fieber, die bewusst durch das Talkum hervorgerufene Entzündungsreaktion, aber das war es auch schon, und ja, ich hab nach der OP (war um 8 Uhr früh) bis abends erst mal durchgeschlafen, konnte aber dann direkt schon aufstehen, ebenso die nächsten Tage.
    Insgesamt bekomme ich wieder so gut Luft wie vorher, es hat aber locker ein bzw. zwei Wochen gedauert, bis ich mich wieder normal bewegen konnte (linken Arm heben) oder mich wieder auf die linke Seite überhaupt legen konnte. Das Ganze war unangenehm, eine OP schlaucht, auch wenn es ein minimal-invasiver Eingriff ist, es ist kein Spaziergang, ja, aber ich habe es wirklich gut überstanden. Ich merke auch nichts davon, dass man jetzt wie gegen eine Betonwand anatmen müsste, das hatte mir die Sprechstundenhilfe in der Tagesklinik gesagt, was Patienten ihr gesagt hätten - kann ich nicht bestätigen, fühlt sich im Grunde an wie vorher. Vielleicht einen winzigen Ticken anders, aber die Wunde ist auch noch nicht ganz abgeheilt. Ich war im Lungenkrebszentrum in Bogenhausen, Thoraxchirurgie, und habe mich gut betreut gefühlt.

    Ich hoffe jetzt, das bleibt so gut, hoffe, dass alles gut "verklebt" ist und dass keine neue Flüssigkeit mehr nachläuft. Und das auf der rechten Seite nichts kommt. Aber falls doch, dann werde ich wieder da hingehen. Eine Pleurakarzinose wurde übrigens ausgeschlossen.

    Liebe Grüße
    Solweig
    Hallo @Solweig,

    Mensch, das ist ja ne super Sache, dass du die pleurodese genauso gut weggesteckt hast wie ich. Ich freue mich riesig mit dir, dass du keine pleurakarzinose hast.
    Wie wirst du denn mittlerweile behandelt?

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Hallo @Laborratte,

    vielen lieben Dank, ich habe an dich und auch an die Witch gedacht und gehofft, dass, wenn es bei euch geklappt hat, das bei mir hoffentlich auch hinhaut. Das mit der Pleurakarzinose war mir gar nicht so bewusst, deswegen habe ich das auch so am Schluss im letzten Satz reingepackt ... Grüße und Danke auch an @The Witch an dieser Stelle, ich kam noch nicht zum Antworten.

    Zu deiner Frage: Ich habe die Cisplatin/Pemetrexed-Erstlinie mit sechs Zyklen im August abgeschlossen mit Tumorregression (Start war März, nach ED im Februar 2017), alles a bisserl kleiner geworden, bei mir sind auch die punktförmigen Verschattungen weiter rückläufig, der 1 cm große Rundherd ist allerdings unverändert, insgesamt stabile Erkrankung, und bin dann gleich weiter im 3-Wochen-Zyklus in die Erhaltungschemo mit Pemetrexed. Die ich auch gut vertrage, ohne nennenswerte Nebenwirkungen (ok, etwas müde, aber, was soll ich sagen - bislang toi, toi, toi.). Wobei, manchmal ist das schon immer wie ein Überraschungsei, nur in nicht toll (letztes Mal war mir schlecht, immer nachts, Punkt vier, ab ins Bad, über vier Tage ... warum auch immer).
    Morgen habe ich den nächsten Zyklus.

    Ansonsten steht bei mir auch noch das Thema Next Generation Sequenzierungen (NGS) - Test an (Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs, kennt ihr sicher, ngm-cancer.com/molekularpathologie/diagnostik/. In München sind Gauting und Bogenhausen im Netzwerk). Ich war dran, hat nicht geklappt, wieder eine andere Geschichte (zu wenig Material, 2 Mal (!) und ich war am Überlegen, ob ich das mit dem jetzt aus der OP gewonnenen Material nachholen soll ... oder erst bei Progression, wegen genetischer Veränderungen? Ich hab halt Angst, dass es bei einer Progression dann recht schnell geht und ich vielleicht keine Zeit mehr habe ... ich will dem Krebs immer gerne einen Schritt voraus sein. Vielleicht ist das auch eine Kontrollillusion in dieser Situation, aber zumindest geht es mir damit besser. Zumal ich gelernt habe, das man nie die Füße hochlegen kann. Bei mir war bislang jeden Monat irgendetwas. Sehr dünnes Eis, das alles. Aber zurück: ROS, EGFR hab ich nicht, das ist gesichert, aber ALk war schwach positiv, die Zellen sind siegelringförimig, spräche laut Netzwerk für ALK, das Streuungsmuster (überall kleine Tumore) sprächen nach Zweitmeinung in Gauting auch dafür ... da stammte auch die Antwort auf meine Frage her, dass der Test genauer wäre und vielleicht doch ALK herauskommen könnte. Ich bin da seit April dran, warum das nicht geklappt hat ist eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Aber ich habe auch mal geraucht, somit ist diese Treibemutation wieder unwahrscheinlich. Allerdings: ich vertrage die jetzige Therapie gut und sie funktioniert. Ich denke, ich werde bis zur Progression abwarten und dann diesen Test machen. Um zu kucken, ob Immuntherapie oder vielleicht doch eine Studie. Wenn mir jemand in dieser Frage (Test jetzt oder später) eine Einschätzung geben kann, immer gerne.

    Viele Grüße
    Solweig
    Grüße dich Solweig,

    wieso willst du warten mit dem Test?? Es wäre doch für dich physisch und psychisch hilfreich, wenn du ihn gleich machen lassen würdest, denn das würde dir weitere Therapieoptionen eröffnen. Und bei deinem Stadium bezahlt das doch die Krankenkasse. Und du musst ab Biopsie mindestens (!) 10 Tage rechnen bis zu einem Ergebnis durch die Pathologie.
    Ich vermute, du bist einfach sehr frustriert durch die 2 vergeblichen Versuche, was ich SEHR gut verstehen kann.
    Aber FALLS sich etwas verschlechtern würde, wäre eine schnelle Handlungsmöglichkeit doch wichtig.
    Was sagen denn deine Ärzte zu deiner Frage??
    Alles Liebe
    Angelika
    17.8.2015 Ø 3,5 cm; Adeno linker unterer Lungenlappen , T2M0Nx, OP und schulmedizinische Vorgehensweise von mir abgelehnt; 9-2015 3,2 ; 1-2016 3,0 cm; 5-2016 3,0 ; 31.10.2016 3,1 ; 26.1.17 PET Tumor schwach leuchtend, 2-17 Lymphknotenbiopsie o.B.; 12-17 2,6 cm Radiologe gratulierte, 3/18 CT unverändert; 6-18 3. Jahr in Folge Hyperthermie Klinik für Naturheilweisen. München
    Sorry, habe eben nochmals nachgelesen, du hast das Material ja schon, nicht einmal eine Biopsie nötig.
    Was bringt es dir, wenn du abwartest?? Wieso ziehst du Abwarten für den Test überhaupt in Erwägung?
    Ich verstehe deine Gedankengänge hierzu nicht.
    Nix für ungut.
    Angelika
    17.8.2015 Ø 3,5 cm; Adeno linker unterer Lungenlappen , T2M0Nx, OP und schulmedizinische Vorgehensweise von mir abgelehnt; 9-2015 3,2 ; 1-2016 3,0 cm; 5-2016 3,0 ; 31.10.2016 3,1 ; 26.1.17 PET Tumor schwach leuchtend, 2-17 Lymphknotenbiopsie o.B.; 12-17 2,6 cm Radiologe gratulierte, 3/18 CT unverändert; 6-18 3. Jahr in Folge Hyperthermie Klinik für Naturheilweisen. München
    Liebe Angelika,

    danke für deine Antwort. Meine Onkologin war jetzt nicht dafür, weil sie sagte, dass das nur für Studien interessant wäre ... und ich bin ja in Therapie.
    Ich würde das aber gerne machen lassen und das Ganze eben noch mal angehen. Wahrscheinlich werde ich kein ALK haben, das wäre jetzt auch ein Witz nach der ganzen Zeit, aber nachdem eben zwei Mal zu wenig Material drin war, war ich eben misstrauisch (und aufgrund Streuung, siegelringzellen) und dachte, sicher ist sicher. Mich hat nur umgetrieben - und das waren meine Überlegungen -, ob es jetzt sinnvoll ist oder doch erst, wenn der Krebs wieder wächst, falls sich dann wieder was genetisch verändern sollte. Ich kümmer mich aber noch mal drum (auch, ob die Krankenkasse den Test zwei Mal zahlen würde, also jetzt und bei einer Progression noch mal) - ich denke, ich hab einfach grad einen Schubs gebraucht, um das Ganze noch mal anzugehen.

    LG
    Solweig