Triple Negativ Mamma Ca und BRCA1 Positiv

    Triple Negativ Mamma Ca und BRCA1 Positiv

    Hallo,

    ich habe mich bereits vor einigen Tagen , nachdem ich Jule66 Buch fertig gelesen hatte ,hier registriert.

    Ich kämpfe seid 27.7.17 gegen ein Tripple negatives Mamma ca in Neoadjuvanter Therapie .

    Da meine Tante an Eierstockkrebs verstorben ist ,und ich zu jung zu dieser Diagnose bin (44J.), wurde mir die Humangenetische Beratung nahe gelegt.

    Dies habe ich nun gemacht und heute das Ergebnis erhalten . ich hab fast damit gerechnet .....

    Morgen ist meine 13. von 16 Chemos und der Tumor ist leider nicht in komplettremission ..... er ist kleiner, aber er unterschreitet nicht die 1 cm Marke.

    Ich bin gespannt, was mein Brustzentrum zu diesem Ergebnis sagt , ausserdem habe ich in Heidelberg wegen eines Termins angefragt zur 2. Meinung.

    Op soll Mitte ende Januar stattfinden ......

    Ich will ja schon von Anfang an die befallene Brust weg haben ...... jetzt glaube ich das alles weg muss .... irgendwann will ich auch mal wieder ruhig schlafen können.

    die Vorstellung, dass meine Kinder ohne mich groß werden müssen ist für mich fast nicht auszuhalten....... und dann auch noch das BRCA 1 irgendwann später müssen wir mit ihnen darüber reden .

    Ich werde jetzt die Kinder meiner verstorbenen Tante informieren. Wir haben keinen Kontakt, aber ich muss das für mein Seelenheil machen. Was und ob sie etwas machen , das ist dann nicht mehr mein Problem.

    Ich Grüße euch herzlich

    Alexandra
    Hallo Alex 0406,

    vor über 7 jahren hatte ich auch die Diagnose Brustkrebs TN. Damals war es noch nicht Standard die Chemo neoadjuvant zu geben um den Tumor beobachten zu können. Ich hatte also erst die brusterhaltende OP und dann begann 5 Wochen später die Chemo. Damals noch 3 x FEC und 3xTaxotere im Abstand von 3 Wochen. Mir konnte man daher ja auch nicht sagen, ob und wie die Chemo gewirkt hat. Wurde dann auch positiv auf BRCA 1 getestet. Habe dann eine beidseitige Mastektomie mit Implantataufbau durchführen lassen. Bestrahlung habe ich daher nur 5 erhalten. Eierstöcke sind auch entfernt worden. Mir geht es gut, auch wenn es durch den genetischen Hintergrund der Erkrankung natürlich nicht einfach so geht einen Schlussstrich unter die Erkrankung zu ziehen.
    Ende Februar steht die nächste OP an, Wechsel der Implantate, die sich wegen einer Kapselfibrose verformt haben.
    Da ich zwei Kinder habe, sie sind allerdings bereits erwachsen, kreisen meine Gedanken natürlich auch oft um die Frage, haben sie die Mutation geerbt. Ich hoffe, sie lassen sich testen.
    Trotz allem hat sich mein Leben wieder gut normalisiert und ich versuche es zu genießen und mir um ungelegte Eier keinen Kopf zu machen. Zur Zeit schwelge ich in Vorfreude auf eine Karibikkreuzfahrt Anfang Februar mit zwei von meinen besten Freundinnen. Wir sparen jeden Monat Geld, so dass wir uns dann alle zwei Jahre so etwas Schönes gönnen.
    Du steckst ja noch mitten in der Behandlung und nach der positiven Testung gibt es jetzt natürlich auch jede Menge Fragen. Hier im Forum findest du gute fundierte Antworten. Das Wissen von Jule66 um die Erkrankung Therapien etc.ist unglaublich groß und fundiert.
    Liebe Jule, wie geht es dir eigentlich??
    Geht es dir nach deiner Op schon besser? Ich hoffe es sehr und vermisse dich hier im Forum.

    Liebe Grüße an Alle sendet
    cosiema
    Hallo @Alex0406 ,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung kein sehr schöner ist. Ich bin mir ganz sicher, daß Du hier einen hilfreichen und kompetenten Austausch findest. Fühle Dich einfach wohl in unserer Mitte.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo Alex,

    willkommen hier im Forum.
    Wie verträgst du die Chemo?
    Dass du lieber das bestmögliche Ergebnis bei der Chemo willst, ist völlig klar. Hast du mit deinem Onkologen schon einmal besprochen, ob Carboplatin für dich vor der OP noch eine Option wäre? Hier zum Beispiel findest du Infos über die Bedeutung von Carboplatin bei BRCA1/2-Genmutaitonen: konsortium-familiaerer-brustkr…g_familiaerer_tumoren.pdf

    Liebe Grüße
    Finja
    Guten Morgen ,
    danke für eure lieben Worte .

    Im grossen und ganzen vertrage ich die chemo gut . Ich bin von Anfang an zusätzlich bei einer komplementär Medizinerin in Behandlung . Sowohl die Infusionen, als auch die Gespräche sind für mich mittlerweile wichtiger Bestandteil der Therapie . Die Ärztin hat immer Zeit , wenn ich redebedarf habe , ob in der Praxis oder telefonisch oder auch mal kurz und knackig eine Frage über Whats App .... dafür bin ich sehr dankbar .

    Ich bekomme zusätzlich carbo zu jeder 3. chemositzung . Heute ist das wieder der Fall .
    Mein Blut zickt arg rum . Deshalb bekomme ich dann auch das Rezept für die neulasta Spritze . Da sind mittlerweile die knochenschmerzen danach heftig , meine Onkologin möchte mir deshalb heute andere schmerzmedikamente aufschreiben .

    Bluttransfusionen bekomme ich auch immer wieder .
    Meine Kurzatmigkeit hat teilweise ein beängstigendes Level erreicht .
    Zudem bin ich seid September dauererkältet , Schnupfen und immer wieder kehrender husten , sowie Flüssigkeit hinter den Trommelfellen , seid Freitag kommt noch Nasenbluten dazu . Die Hno Sache ist mein Schwachpunkt , meine Ohren und Stirnhöhlen sind vor einigen Jahren operiert worden , so das der Zustand bis zur chemo gut war . Wir waren in den Herbstferien eine Woche auf der Nordsee unterwegs , da war ich fast beschwerdefrei . Es war die schönste und erholsamste Woche in diesem Jahr , welches ein wirklich desaströses Jahr ist .
    Mein Ziel ist es deshalb , meine ahb an der See zu machen . Ich habe vom Sozialdienst ein paar tips bekommen , wie es funktionieren könnte , wenn ihr noch Ideen habt bzgl . Antragstellung oder evtl. sogar guter Klinik / Einrichtung , ich bin offen für jeden Tip und Ratschlag .

    Du polyneuropathie plagt mich in den Füßen . Nehme deshalb b Vitamine und zusätzlich tiogamma und medigamma Tabletten . Das tiogamma bekomme ich zusätzlich noch als Infusion ... seid ich das mache , sind die Beschwerden nicht wirklich besser , aber auch nicht schlimmer geworden , was erst mal positiv für mich ist .

    @cosiema dein Bericht macht mir Mut , das auch bei mir / uns mit der Zeit Ruhe und etwas entspanntheit rein kommt . Mein Mann ist eine sehr große Stütze und mein Fels in der Brandung ... meine Kinder sind wunderbar , unterstützen wo es geht und kommen mit meiner Krankheit dank psychologischer Unterstützung gut zurecht .

    Bei den Freunden trennt sich gerade die Spreu vom Weizen . Meine beste Freundin und Redepartnerin lebt leider in England . Zum Glück haben wir eine auslandsflat so glühen an manchen Tagen die Telefondrähte heiß .

    Liebe Grüße Alex
    Liebe Alex,

    okay, dann bekommst du schon Carboplatin. Das ist gut. Was erhältst du noch als Chemo?
    Dass du gut gegen die Nebenwirkungen behandelt wirst, ist viel wert. Es ist da ja doch einiges öglich, um besser durch die Chemozeit zu kommen.
    Gegen die Polyneuropathie kannst du ergänzend noch Fußgymnastik machen und z. B. auch die Füße über einen Igelball oder Massaeroller bewegen, falls du das nicht sowieso schon machst.

    Wegen der AHB an der See: Schreib doch in den Antrag als Nebendiagnose, welche HNO-Beschwerden du hast. Dann sollte es kein Problem sein, die Reha an der See zu machen, hoffe ich. Ich bin seit Jahren in Behandlung wegen Asthma, brauche drei Asthmasprays. Damit habe ich bisher die AHB und nun auch die Reha problemlos an der See bewilligt bekommen. Die AHB habe ich in der Klinik in Graal-Müritz gemacht und vieles dort gefiel mir gut. Lediglich bei dem einen Sporttherapeuten waren die Übungen nicht immer so passend, fand ich - zumindest nicht, wenn man ein Lymphödem hat. Die Seele steht dort nicht im Vordergrund. Das sollte man einfach wissen, aber sonst is es dort sehr gut und ich kann es empfehlen. Die Klinik ist sehr klein, was mir sehr wichtig war. Auch die Klinik, in die ich jetzt nach Wyk fahren werde, ist klein.

    Viele Grüße
    Finja

    cosiema schrieb:

    Liebe Jule, wie geht es dir eigentlich??
    Geht es dir nach deiner Op schon besser? Ich hoffe es sehr und vermisse dich hier im Forum.


    Danke, liebe @cosiema, der Nachfrage.

    Langsam wird es, obwohl ich immer noch nicht überzeugt davon bin, dass alles so richtig ist. Die Brust fühlt sich sehr hart und fest an, ich hatte mir das anders vorgestellt. Und wenn ich dann von Kapselfibrose höre, dann bilde ich mir fast ein, dass es bei mir auch so ist? Keine Ahnung, ich hatte mir das alles leichter vorgestellt. Es tut mir sehr leid, dass Du eine weitere OP wegen der Kapselfibrose hast.

    Auch ich mache eine Kreuzfahrt, Mitte Januar- ich freu mich sehr darauf, zumal ich Sonne und Erholung brauche. Ich habe jetzt einfach mal genug von Schmerzen.

    Liebe @Alex0406,

    auch von mir herzlich Willkommen im Krebs-Infozentrum.

    Dass der Tumor die 1cm Marke noch nicht unterschritten hat, muss nichts heißen- vielleicht ist es Narbengewebe, vielleicht geht da noch was. Normalerweise sind die BRCA-Tumore chemosensibel. Was hattest Du schon? EC, Pacli, Carboplatin? Wenn es zu keiner PCR käme, käme die OlympiA Studie für dich in Frage, die ist genau für solche Patientinnen, die BRCA- Tumore und keine PCR erreicht haben. Es wird mit dem Parp-Inhibitor Olaparib getestet. Aber warte mal ob, sicher tut sich da noch etwas. Für hinterher gäbe es auch noch die postneoadjuvante Chemo, aber das hat noch Zeit.
    Eine Zweitmeinung in Heidelberg ist gut, Heidelberg ist sehr gut informiert, auch bieten die hervorragende Studien an.
    Gut, dass mit Neulasta einem schlechten Blutbild entgegengewirkt wird, das Verschieben der Chemo ist auch nicht ohne und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
    Jetzt aber Schritt für Schritt!
    Alles gute!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo und herzlich willkommen liebe Alex.

    Du klingst ja gut betreut und beraten - das ist sehr gut :)
    Auch dass du das Carboplatin gut verträgst und man die Nebenwirkungen mit Zusatzmedis in Schach halten kann, ist sicherlich ne super Sache.

    Ich bin auch tn - allerdings mit negativem Gentest. Carboplatin gabs nur einmal - ich vertrags leider null. Das Zeug hat meine Leber an die Grenze der Belastbarkeit getrieben und musste dann leider weichen, damit es mit dem Pacli wieder weiter gehen konnte. Ich hoffe sehr, dass ich noch eine Ladung Carbo bekommen kann vor Chemoende...

    Was deinen Tumor angeht: von 5cm hab ich auch noch 1cm Resttumor. Seitdem schwindet meine pCR-Hoffnung auch stetig, muss ich gestehen. Aber naja, wir sehen es dann wohl auf dem OP-Tisch, fürchte ich...

    Ich wünsche dir, dass deine Nebenwirkungen schwinden und die Chemo ganz viel Erfolg zeigt bei dir :)


    @Jule66
    Ich hab heute noch an dich gedacht und wollte fragen, wie es dir mittlerweile geht. Du bist die einzige Frau die ich kenne, die den direkten Vergleich hat zwischen Diep und Implantat. Aber das hat sich ja jetzt quasi erübrigt. Du klingst (noch) nicht wirklich begeistert und auch @cosiemas Probleme mit der Kapselfibrose lassen etwas Sorge hinsichtlich meiner Zukunft mit Implantaten aufkeimen =/
    Ich wünsche dir, dass alles gut und ohne Kapselfibrose einheilt und du und das Implantat ggf doch noch "Busenfreunde" werdet. Und für cosiema hoffe ich, dass nach der neuen OP dann auch alles gut ist.
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3
    @Finja ich hatte 4 mal Epirubicin im 2 Wochen Takt und danach 12 mal Paclitaxel wöchentlich davon habe ich 9 bereits erhalten. Und zusätzlich 4 mal Carboplatin , da hatte ich gestern die 4.

    Ich habe das Gefühl das die Polyneuropathie nicht schlechter wird. Die gamma Medikamente scheinen zu wirken .

    Der Sozialdienst der Klinik hat gemeint, dass in der Regel nur Rehas im Umkreis von 200 km genehmigt werden .... Ich wohne im Süden von Deutschland ,da gibt es weit und breit kein Meer, Sie meinte ,wenn ich bereit wäre ,die Fahrtkosten zu übernehmen, dann wird so ein Antrag in der Regel nicht abgelehnt. sie legte mir auch nahe, gleich eine Wunscheinrichtung anzugeben .... Mein Hno hat mir schon versichert, dass er mir da eine Entsprechendes Schreiben hinzufügen wird .... Und wenn ich dann die Fahrtkosten bezahlen soll, so what, das ist zum Glück dann mein kleinstes Problem.

    Ich hab schon soviel Rehas für meinen Sohn durchgeboxt ..... Ich werde meine auch hinbekommen .... zuversichtlichbin .

    @Jule66

    Ich hatte gestern einen Ultraschall vor der Chemo ... 8mm hat er noch. Tschakka !!

    Ich musste 2 mal die Chemo verschieben , da ich nach der ersten Chemo die Neulasta Spritze nicht bekommen habe, und dann entsprechend schlechtes Blutbild hatte ... aber danach bekam ich sie immer rechtzeitig.
    einmal war ich stationär, da ich nur noch einen HB wert von 4 hatte .. und ich zu Hause umgekippt bin . Blut habe ich mittlerweile schon 6 mal bekommen , aber das nehme ich in Kauf, wenn es dann mit der Chemo weitergeht.

    @Käthe ja ich fühle mich gut versorgt. Ich habe zwischen den Hausarzt gewechselt und auch meine Frauenärztin hat sich als nicht gut herausgestellt, also habe ich da auch gewechselt . Und habe nun somit ein rundum gutes Ärztenetz , was mich sehr beruhig und auch entspannt .

    Ja diese blöde Hoffnung .. ehrlich gesagt , schwindet Sie bei mir auch etwas die PCr Hoffnung ..... aber nun gut .. Kopf hoch , weiter gehts !!! Warten wir ab ,was im Op rauskommt .


    Ich hatte gestern noch ein sehr gutes Gespräch mit meiner behandelnden Onkologin , bezüglich der Op .

    Ich möchte bei beiden Brüsten eine Ablatio mit einem Deep Lap Aufbau. Das befürwortet Sie und hat direkt ein Schreiben für die Kasse aufgesetzt. Eierstöcke und Eileiter sind eh klar, dass die rauskommen.

    Termin in Heidelberg habe ich am Montag.
    Den Deep Lap Aufbau macht meine Klinik hier in Karlsruhe nicht.
    Mir wurde unter anderem noch Ludwigshafen empfohlen, da muss ich den Namen nocheinmal erfragen und die Marienklinik in Stuttgart .
    Jetzt warte ich mal ab, was am montag in Heidelberg gesprochen wird.

    Meine Onkologin hat mir auch empfohlen ,dass ich die Nachsorge in Heidelberg mache , wenn möglich.
    auch damit gehen wir konform .

    Ich bin froh, den Weg hierher gefunden zu haben. Ich danke Euch allen , für euren Zuspruch und Euer herzliches Willkommen,
    Hallo liebe @Alex0406
    Auch von mir ein Herzliches Willkommen ❤
    Ich habe gerade gesehen das wir fast die gleiche Diagnose haben . Wünsche dir von Herzen ein PCr ✊ Vielleicht ist es ja nur noch narbengewebe und es ist sauber.
    Denke du gehst die Sache super an und es ist sehr wichtig das du gute Ärzte um dich hast und das ist ja zu Glück der Fall.
    Wünsche dir alles erdenklich Gute.
    Lieben Gruß Kerstin

    Käthe schrieb:

    @Jule66
    Ich hab heute noch an dich gedacht und wollte fragen, wie es dir mittlerweile geht. Du bist die einzige Frau die ich kenne, die den direkten Vergleich hat zwischen Diep und Implantat. Aber das hat sich ja jetzt quasi erübrigt. Du klingst (noch) nicht wirklich begeistert und auch @cosiemas Probleme mit der Kapselfibrose lassen etwas Sorge hinsichtlich meiner Zukunft mit Implantaten aufkeimen =/
    Ich wünsche dir, dass alles gut und ohne Kapselfibrose einheilt und du und das Implantat ggf doch noch "Busenfreunde" werdet. Und für cosiema hoffe ich, dass nach der neuen OP dann auch alles gut ist.


    @Käthe, also, dann will ich mal, obwohl Du Dir meine Antwort sicher denken kannst.

    Morgen ist meine oP 6 Wochen her und ich schildere mal den Ist-Zustand:

    Es ziept immer noch in der Brust. Den Arm kann ich nur sehr beschwerlich heben, nach innen kann ich ihn nicht strecken, denn da sind Schwellungen im Weg. Nach oben strecken geht nicht, dann zieht es fürchterlich an den Rippen (wahrscheinlich ist der Muskel irgendwie mit den Rippen verbunden)
    Ich wache jeden morgen viel zu früh auf, da mir der Rücken vom auf dem Rücken schlafen weh tut- auf der Seite liegen geht noch nicht.
    Die "Brust" selber ist hart wie ein Stein und völlig unbeweglich.
    Nein, so hatte ich mir das nicht vorgestellt, es sagt einem auch keiner etwas.

    Jetzt, wo ich drauf achte, finde ich kaum jemand, der begeistert ist, ich höre nur von Problemen.

    Die OP-Dauer war für die eine Brust 3 Stunden- in der Zeit bekommt man mittlerweile auch einen einseitigen Diep hin.

    Der Diep: da ist die Brust von Anfang an kein Problem gewesen, null! Der Bauch ist die Schwachstelle, welche weh tut und manchmal auch schlecht heilt.
    Die Brust war von Anfang an weich, warm und meine. Mittlerweile spüre ich sie gar nicht mehr. Sie bewegt sich ganz normal wie eine Brust es eben tut :D

    Also, wer genug Bauchspeck zu bieten hat, sollte sich mit dem Diep Flap schon näher befassen.

    Ganz nebenbei: viele , die sich zunächst für Silikon entscheiden, lassen dann später doch den Diep machen.

    Ich hoffe einfach, dass das Ding noch weicher wird und meine Armbeweglichkeit wieder kommt und die Rückenschmerzen aufhören.
    Denn leider habe ich keine Alternative mehr- da käme höchstens BEAULI in Frage. Aber ich habe sowas von genug von OPs- 8|
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Ohje, das klingt wirklich nicht zufriedenstellend. Ich wünsche dir sehr, dass es nochmal deutlich besser wird. Es muss einfach.

    Aber ggf ist das ja auch unabhängig vom BK bei Frauen mit Implantaten zur Brustvergrößerung so mit den Schmerzen am Anfang? Keine Ahnung, aber ich könnt mir vorstellen, dass die das nur anders wahrnehmen aus psychischen Gründen. Wenn du eine kosmetische OP machst, ist das ja sehr oft gänzlich freiwillig. Man freut sich drauf und nimmt gewisse Strapazen in Kauf. Eine proph. Mastektomie ist ja nur so semi-feiwillig. Man möchte ja gar nichts an der Brust verändern, sondern macht das nur, um seine Gesundheit irgendwie zu erhalten. Man bekommt also nix schönes, neues wo man ggf schon ewig drauf wartet und aich drüber freut, sondern einfach nur einen Ersatz für etwas, was einem weggenommen wurde. Da hält sich die Freude eher in Grenzen und man ist u.U. es irgendwann auch einfach nur noch satt, ständig Schmerzen ubd Ängste und Sorgen wegen dem Krebs haben zu müssen.

    Mal schauen, was die Klinik in Düsseldorf so sagt und ob die bei mir genug Speck für beide Seiten finden. Ansonsten gibt es erstmal Silikon und für den Notfall zwei kleinere Diep-Möppis im Anschluss...
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    Im Großen und Ganzen hast Du Recht, aber es gibt einen Unterschied zwischen der Brustvergrößerung und der Mastektomie mit Wiederaufbau Silikon:
    es fehlt einfach das weiche Drüsengewebe unter der Haut.
    Der Unterschied ist es, dass sich das Ganze hart, steif und unbeweglich anfühlen läßt. Jede externe Prothese ist da weicher und authentischer.
    Im Grunde ist unter der Haut jetzt ein (harter) Muskel und das Implantat. Beides nicht gerade weich.
    Liebe Grüße, Jule

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    Albert Schweitzer
    Da hast du natürlich absolut Recht. Kann man da vielleicht etwas mit abgesaugtem Eigenfett machen? Das hatte der Plastische Chirug in meinem BZ vorgeschlagen. Können wohl auch mehrere kleine Eingriffe notwednig sein, weil sich das Fett oft wieder etwas abbaut. Aber so soll man wohl die natürliche Polsterung (die die Mädels mit Schönheits-OP ja noch haben) quasi simulieren können. So könnte es vom Gefühl etwas angenehmer werden, oder?
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    Liebe Jule,
    es tut mir leid, dass du 6 Wochen nach OP noch so große Probleme hast. Nach der beidseitigen Mastektomie mit Silikonaufbau im November 2011 hatte ich auch Beschwerden, aber nach ca. 2-3 Wochen war der Wundschmerz fast weg und das Fremdkörpergefühl hielt sich auch in Grenzen. Allerdings habe ich natürlich keinen Vergleich zum Diep Flap, so wie du. Meine Prothesen haben jeweils 225 Gramm. Das ist so gerade ein B Körbchen. Vorher hatte mir Mutter Natur eine Körbchengröße A-B beschert.
    Beim Vorgespräch hatte die Ärztin gefragt, wie groß die Implantate denn sein sollen. Die hätten mir warscheinlich auch ein C Körbchen gebastelt, aber ich sagte, dass es so ungefähr wie vorher werden soll. Direkt nach der OP wirkte alles noch größer, durch vorhandene Schwellungen und die Brust war auch härter. Ich denke, dass es bei dir auch noch weicher wird. Es sind ja wirklich große innere Wunden durch das Ausschälen des kompletten Drüsengewebes und der vorgezogene Brustmuskel muss sich ja auch irgendwie anpassen. Aber das zehrt schon ganz schön an der Psyche, wenn man irgendwie das Gefühl hat, dass da vielleicht etwas nicht so ganz optimal geworden ist. Schön, dass du bald dann deine Reise antreten kannst und hoffentlich viiele neue Eindrücke sammeln und die Seele baumeln lässt. Ein Teilnehmerin unseres BRCA Gesprächskreises ist gerade mit dem Schiff auf einer Kanarentour mit Madeira und sie sendet fast täglich tolle Bilder (im T-Shirt).

    Liebe Alex,
    meine AHB und dann zwei Jahre danach eine weitere Reha habe ich an der Ostsee in Boltenhagen verbracht, es ist eine etwas größere Klinik direkt am Wasser. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, habe auch seit meiner Jugend Nebenhöhlenprobleme wurde vor ca. 10 jahren auch operiert. Die tägliche Inhalation und die Meeresluft haben mir sehr gut getan.
    Während der Chemo hat sich hinter meinem linken Trommelfell auch Flüssigkeit gebildet, ich bekam dann zweimal Röhrchen gesetzt. Diese gingen immer verloren. Jetzt lebe ich mit einem Loch im Trommelfell. Das beeiträchtigt mich nicht wirklich, nur schnorcheln ist nicht mehr, das finde ich schon schade.
    Liebe Käthe,
    wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre meine Entscheidung nach dem Auftreten der Kapselfibrose beidseitig, auch in Richtung Diep Flap tendiert. Bin aber am Bauch mehrfach voroperiert und Masse wäre auch maximal für eine Seite da. Also jetzt der zweite Versuch mit den Implantaten. So ganz oben ohne kann ich mir mein Leben zur Zeit nicht vorstellen.

    Ich wünsche euch und allen anderen Mädels einen schönen 3. Advent, schade, dass der Schnee wieder weg ist, ich finde er lässt den Winter immer so hell und friedlich wirken.
    LG cosiema
    @cosiema
    Das kann ich gut verstehen. Ganz oben ohne könnte ich mir auch nicht für mich vorstellen. Ich bewundere aber die Damen, die sich bewusst dafür entscheiden und sogar super damit klar kommen.

    Wenn man nicht genug "Masse" hat für beide Seiten, bleibt einem ja quasi nur das Silikon, wenn man eine gewisse Größe erreichen möchte. Bei mir wäre es tatsächlich ein C-Körbchen. Ich hab jetzt C bis D, bin aber grundsätzlich eher kurvig/kuschlig gebaut. Ein B-Körbchen wäre mir vom Gefühl her halt leider etwas unproportional zum Rest. Schade, dass trotz allem Fortschritt die Rekonstruktionsmaßnahmen doch irgendwie noch nicht ganz so unproblematisch sind :(
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