Schmerzen am rechten Zungengrund/Rachenbereich

    Schmerzen am rechten Zungengrund/Rachenbereich

    Hallo,
    vorweg möchte ich sagen, dass ich „bisher“ noch keine Krebsdiagnose bekommen habe. Allerdings ist meine Situation aktuell so verfahren, dass mir vielleicht eure Erfahrungen weiterhelfen könnten.

    Vor ca. 2 Monaten bekam ich leichte Schluckschmerzen, vor allem beim Trinken. Nun wurde es von Woche zu Woche stärker und vor allem Essen triggert den Schmerz. Es betrifft nur meine rechte Halsseite. Es ist wie ein Stechen beim Schlucken, rechter Zungengrund/Rachenbereich. Nachts bin ich schmerzfrei. Das Ganze beginnt morgens mit dem ersten Schluck Wasser. Tagsüber breitet sich dann ein Dauerschmerz, ausstrahlend in die rechten Zungenhälfte und in die rechte Gesichtshälfte bis hin zu den Ohren aus. Immer wieder verstärkt durch Essen und Trinken, auch z.T. durch Sprechen. Schluckprobleme, also dass ich nicht richtig schlucken kann, habe ich nicht. Lediglich diese Schmerzsymptomatik, die jetzt aber stetig schlechter geworden ist. Z.T. nehme ich auch Schmerzmittel, jetzt wohl bald Tramadol.

    Ich war mittlerweile bei mehreren niedergelassenen HNO’s, keiner kann endoskopisch was entdecken. Keine Entzündung, keine Schwellung. Eine versuchsweise Antibiotika-Therapie brachte kurzzeitig Besserung, dann wieder alles wie vorher. Mitte Dezember dann ein Hals-MRT, ohne Befund, keine RF und keine vergrößerten Lymphknoten. Seit 2 Wochen bin ich in der HNO einer Uniklinik. Dort wurde nochmals ein Schädel- und Hals-MRT mit KM-Gabe gemacht, sowie ein Breischluck. Alles ohne Befund. Da die Schmerzen (gefühlt) aus dem Bereich rechter Zungengrund kommen, schlug der Chefarzt vor, man könne eine Abtragung des rechten Zungengrunds vornehmen (Salamiescheibe) und den histologisch untersuchen. Eine normale Biopsie im Rahmen einer Panendo fände er nicht so gut, da eben endoskopisch nichts auffällig ist und er nicht weiß, wo er die Probe entnehmen soll. Nach Rücksprache mit meinem niedergelassenen HNO ist mir dieser Eingriff doch eine Nummer zu groß. Jetzt soll erneut eine Antibiotikakur versucht werden, ansonsten hatte der Chefarzt dann noch eine PET-CT ins Spiel gebracht, vor einer evtl. Panendo. Ich kann nicht verstehen, woher die Schmerzen kommen, bin ratlos. CMD wurde durch meinen Zahnarzt ausgeschlossen. Im Raum stehen nun Neuralgie oder eben doch ein noch nicht entdeckter Tumor. Mich würde interessieren, wie ihr so einen Fall seht bzw. was ihr machen würdet? Leider kann man eine Neuralgie nicht diagnostizieren, sondern nur durchs Ausschlussverfahren die Diagnose bekommen. Wie weit soll man diagnostisch gehen, um eben einen evtl. Tumor auszuschließen? Der Zungengrund ist eben schwer endoskopisch einsehbar und mein Prof meinte schon, dass es sein kann, dass sich dort was entwickelt, was im MRT noch nicht sichtbar ist. Diese Ungewissheit macht mich echt verrückt. Zusätzlich weiß ich, dass ich einen high-risk-HPV in mir trage, der schon an anderer Stelle (nicht HNO-Bereich) ein Karzinom in Situ verursachte. Da HPV gerne Zungengrundkarzinome auslöst, macht meine Situation nicht einfacher.
    VG
    Hallo @nibbana ,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum (auch im Namen von @boebi , der für den Bereich Zungengrundkarzinom zuständig is). Da Du bilddiagnostisch ja schon alles durchlaufen hast, wird es schwierig sein, etwas adäquates zu sagen. Eine Neuralgie würde ich fast ausschließen, da man diese Schmerzen kaum ertragen kann. Eher fiele mir eine Nervenreizung ein, z.B. der Trigeminusnerv. Unsere Spezialistin für Nervengeschichten, @J.F. kann da bestimmt noch einiges dazu sagen. Hast Du schon einmal probiert, mit Infrarotbestrahlung (Rotlicht) dem Bereich Wärme zuzuführen? Ich frage deshalb, weil besagter Trigeminusnerv gerade bei mir aufgrund einer Nebenhöhlenvereiterung rumspinnt und mein HNO mir die Bestrahlung (zusätzlich zum Antibiotikum) ans Herz gelegt hat.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir noch hilfreiche Antworten. Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Ich danke dir für deine Einschätzung.

    Das Problem ist, dass ein evtl. bösartiger Prozess im Zungengrundbereich aktuell nicht ausgeschlossen ist. Lt. Prof sind Tumore im Anfangsstadium im Zungengrundbereich quasi nicht sichtbar, auch nicht mittels MRT. Selbst eine Biopsie im Rahmen einer Pandendo bringt da nicht unbedingt Sicherheit, da nicht klar ist, wo genau die Probe entnommen werden soll. Deshalb auch der Vorschlag, großflächig abzutragen, das kann ich gut nachvollziehen. Dies soll aber schon ein heftiger Eingriff sein, der wiederum zu großen Schmerzen führen wird und unerwünschte Folgen haben kann (Blutungen, Narben, weitere Nervenverletzungen). Eine Panendo mit einzelnen Biopsien wäre für mich ok, aber so eine großflächige Abtragung ist schon heftig. Leider können Nervenreizungen nicht diagnostisch festgestellt werden, deshalb bleibt nur die Sache mit dem Ausschlussverfahren. Würde nach eurer Erfahrung ein Pet-CT in diesem Bereich auch kleine Veränderungen aufspüren. Das wäre zumindest ein nicht-invasiver Eingriff. VG
    Hallo Nibbana,

    am ehesten sinnvoll erscheint mir ein PET, weil man da auch kleinste Herde entdecken kann. von was auch immer. Einfach Gewebe großflächig abtragen, ob da vielleicht irgendwas ist, erscheint mir sinnlos. Auch Antibiotikagabe ohne eindeutige Entzündungszeichen (erhöhte Blutsenkung, CRP) ist wohl eher ein Schuss ins Blaue.

    Ein Tumor, der zu klein zum Tasten oder für die normale bildliche Darstellung (MRT) ist, kann auch eigentlich keine Schmerzen verursachen, es sei denn, er säße direkt am Nerv (?). Aber würde der Schmerz dann nachts verschwinden ?

    Nach meiner laienhaften Meinung spricht vieles gegen einen Tumor.

    VG, Rainer
    Hallo @nibbana,

    auch von mir ein „willkommen“ im Krebsinfozentrum. Sich hier einzubringen bedeutet immer dass es mit der Angst vor Krebs verbunden ist. Trotzdem sollte der Gedanke an Krebs immer die letzte Möglichkeit sein.

    Vorab erstmal, du hast schon eine ganze Reihe der Apparatemedizin hinter dir, dann sollte auch das PET-CT noch gemacht werden. Vor einer Biopsie oder großflächige Abtragung würde ich mir immer erstmal eine Zweitmeinung einholen.

    Vorerst habe Ich einige Fragen:
    Ist bei dir eine neurologische und rheumatische Untersuchung bei wirklichen Spezialisten gemacht worden, ob diese Schmerzen eventuell mit einer Nervenstörung durch eine Kieferverklemmung die Ursache sein könnte. In diesem Bereich sind sehr empfindliche Nervenbahnen vorhanden, die durch eine Überreizung sehr energisch reagieren und stark ausstrahlen. Das der Schmerz nachts nicht auftritt wäre für mich eine Erklärung für eine Nervenstörung.

    J.F. kann da sicherlich noch genauer was zu schreiben.

    Da schließt sich die Frage direkt an, hattest du eine Zahnbehandlung in der letzten Zeit. Schmerzen, die in den gesamten Mund über die Ohren bis in die letzten Spitzen der Schädeldecke ausstrahlen haben manchmal auch die Ursache, das die Zähne nicht richtig übereinanderstehen und sich die Kiefergelenke „verrenken“. Das erzeugt morgens und beim ersten öffnen des Mundes einen durchgehenden Schmerz, der langanhaltend ist.

    Auf jeden Fall solltest du nicht sofort mit dem schlimmsten rechnen.

    Liebe Grüße
    Boebi
    "Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn´s passiert." Woody Allen

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    Hallo nibbana,

    mir fallen da ein paar Dinge ein. Du hast mehrere Hals-MRTs sowie ein Schädel-MRt hinter Dir. Und alle - inklusiv weiterer Untersuchungen - haben bisher kein Indiz ergeben, dass scheinbar etwas sichtbar ist, dass behandlungsbedürftig erscheint. Die vorgeschlagenen Untersuchungen scheinen wohl eher der Tatsache geschuldet zu sein, dass man Dir irgendwie helfen will, aber nicht weiß wie. Ich lese, dass Du bei mehreren HNOlern inklusiv Uniklinik warst, aber nur bei einem Zahnarzt und bei keinem MKG-Chirurgen oder Endokrinologen. Zungengrund ist das Fachgebiet der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen. Die würde ich mal auf Dein Schmerzgebiet und auf die MRT-Bilder schauen lassen. Ob eine PET/CT-Untersuchung etwas Licht in die Sache bringt? Auch hier muss der Tumor eine gewisse Größe überschritten haben, um gesehen zu werden.

    Endokrinologe (vorher stand hier:Gastroenterologe) deswegen, weil sich vielleicht auch mal einer die Schilddrüse inklusiv Autoimmunkrankheiten anschauen sollte. Sowohl vom Ultraschall her als auch vom Blutbild. Denn die Schilddrüse könnte solche Probleme unterstützen bzw. beginnen lassen. Die durch die Schmerzen verursachte Fehlhaltung dürfte dann noch alles verschärfen. Einseitige Kaubelastung eingeschlossen. Dann wäre noch die Frage, ob in letzter Zeit ein Zahn gemacht werden musste und nun durch eine Fehlstellung (es reichen bei manchen schon geringste Abweichungen, um Triggerpunkte im Hals auszulösen) vorliegt, die ein Ungleichgewicht herstellt.

    Desweiteren könnte ebenfalls eine Muskeldysbalance, die Nervenreizungen verursacht, vorhanden sein. Ob nun im Kiefergelenk, Schulterblatt, am Knie, im Unterleib oder Lendenwirbeln, sei nunmal dahingestellt, denn alles kann bis hoch in den Kieferbereich strahlen. Das könnte ggf. ein Osteopath feststellen. Wenn die ersten zwei Halswirbel verschoben sind, dann würde es ebenfalls zu Schmerzen im Kopfbereich kommen. Die ordentlich Probleme bereiten können. Und auch einseitig ausstrahlen können.

    Ebenso könnte, wie boebi schon geschrieben hat, eine Art von Rheuma vorliegen.
    Und wie Anhe schon geschrieben hat, so können auch die rechten Nebenhöhlen stark belastet sein. Ist dies von den HNOlern ausgeschlossen worden?

    Wenn Du nachts keine Probleme hast, sondern erst nach der ersten Bewegung des Tages, dann gehe ich davon aus, dass während der Nacht der Kopf so gelagert ist, dass die Muskeln (Hals, Schulter, Rücken) entlastet sind und in die Schon- und Schmerzhaltung zurückfallen, wenn Du versucht gerade zu stehen und die Halsstreckung dies verhindert bzw. eine Streckung unmöglich macht. Also ggf. auch Orthopäden besuchen.

    Du hast jetzt einiges an Vorschlägen. Die alle nichts mit Krebs zu tun haben. Du schreibst, dass Du HPV-positiv bist und schon anderorts bereits ein Karzinom in situ hattest, also weiblich bist und ggf Gebärmutterhalskrebs hattest. Also sozusagen krebstechnisch schon angeschlagen bist und beim Recherchieren im Internet auf Zungengrundkarzinom gestossen bist. Und damit das Kopfkino angesprungen ist. Die Ärzte werden natürlich bei Kenntnisnahme der Krebsvorgeschichte bei solch einer Symptombeschreibung auf Malignität untersuchen. Trotzdem muss es kein Krebs sein. Zu unterschätzen sind aber die Schmerzen trotzdem nicht. Schmerzmittel weiter zu erhöhen wird die Ursache nicht beseitigen. Du musst dran bleiben, denn Schmerzen werden ins Schmerzgedächtnis abgelegt und, selbst wenn diese nicht mehr da sind, wird vorgegaukelt, dass diese sehr wohl vorhanden sind. Ist die Ursache muskelbedingt und engt Nerven und / oder Gelenke ein, wird dies ebenfalls Kreise ziehen, die irgendwann durch den ganzen Körper wandern und immer tiefer vordringen.

    Also: MKG-Chirurgen, Endokrinologe, Orthopäde, Osteopath, ggf. Neurologe. Aquasport? Entspannungsübungen? Zumba? Tai Chi?

    toi, toi, toi bei der Ursachenforschung
    viele Grüße
    JF

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „J.F.“ () aus folgendem Grund: habe doch glatt den Endokrinologen zum Gastroenterologen gemacht ..

    Hallo @nibbana
    Hast du die Möglichkeit eines Speichelsteins schon abklären lassen? Mein Sohn hatte mal den Verdacht auf Speichelsteins (nach OP war klar, dass es eine Art Zyste war). Er hatte starke Schmerzen va beim Essen. Wie du geschrieben hast, wurde es durch kauen viel schlimmer.
    @J.F. Ist nicht der Endokrinologe für die Schilddrüse zuständig?
    viele Grüße, Fiona
    Hallo @Fiona

    natürlich hast Du recht! Endokrinologe für die Schilddrüse. Gastroenterologe für Magen und Darm. Der Gedanke huschte mir beim Schreiben auch noch durch den Kopf, weil ja durch den Eingriff durch die Gynäkologen eventuell der Beckenboden ein Ungleichgewicht hergestellt hat und dieses Gebiet mit den ersten Halswirbeln in engen Kontakt stehen. Bei den Rückbildungskursen, Rückenschulungen etc wird zum Teil darauf hingewiesen. Und zack, war´s passiert.

    Also nibbana, Endokrinologe oder Nuklearmediziner, sind die Spezialisten für die Schilddrüse.

    viele Grüße
    JF
    Hallo, vielen lieben Dank für die vielen Informationen, es hat mir schon etwas weitergeholfen.

    @J.F. : Aktuell war ich bisher tatsächlich nur bei meinem Zahnarzt. Allerdings hatte ich im Oktober einen wurzelbehandelten Zahn gezogen bekommen, der mir schon seit einem Jahr Schwierigkeiten gemacht hat. Er war leicht entzündet und ich hatte im Kiefer immer leichte Schmerzen, auch Aufbissschmerzen, deshalb wurde er gezogen. Das ist aber auf der anderen Seite und leichte Nervenirritationen habe ich dort noch. Das spielt sich aber alles klar im Kiefer ab und hat auf das Schlucken keine Auswirkungen, auch keine Probleme beim Essen. Da sehe ich keinen Zusammenhang. Mein Zahnarzt hat meine Kiefergelenke überprüft. Meine Schmerzen werden nicht durch Kauen, Gähnen, Mundöffnen etc. ausgelöst. Sondern lediglich durch das Schlucken, vor allem Essen, aber auch Trinken und Leerschlucken. Ich sehe deshalb keinen Zusammenhang mit CMD bzw. Kiefergelenksbeschwerden. Trotzdem habe ich nächste Woche einen Termin bei der MKG in der Uniklinik, um das zu überprüfen. Du sagst, MKG seien die Spezialisten für den Zungengrund? So viel ich weiß sind die MKG’ler doch nur für den Mundbereich zuständig, der für sie einsehbar ist, oder? Sprich, vielleicht 2/3 der Zunge. Wenn dort Veränderungen sichtbar wären, wäre ich tatsächlich als erstes zu den MKG’ler gegangen. Aber der Zungengrund sind für die doch gar nicht einsehbar? Dazu benötigt man doch die Endoskopie? Auch Proben aus dem Zungengrund können die MKG’ler doch gar nicht nehmen, da es zu weit im Rachen ist? Meines Wissens nach ist das dann das Fachgebiet der HNO und wird nur im Rahmen einer Panendo gemacht. Meine Schilddrüse wurde schon vor ein paar Monaten über Blutbild und Ultraschall vom Endokrinologen angeschaut, war alles unauffällig. Auch letzte Woche nochmal in der Uniklinik per Ultraschall bewertet, unauffällig. Beim Orthopäden war ich auch, dem fällt auch nichts ein. Die Schmerzen gehen definitiv vom hinteren Zungenbereich aus und strahlen dann, wenn stark genug, in die linke Gesichtshälfte. Ob die Ursache auch im Zungenbereich liegt, weiß ich eben noch nicht. Rheuma oder andere Autoimmunkrankheiten wurden jetzt nicht speziell abgeklärt, aber da ich sonst keinerlei andere Probleme habe, weiß nicht. Die Schmerzen beginnen tatsächlich mit den ersten Bewegungen im Mundraum, Bewegung der Zunge durch Sprechen, Trinken und Essen. Morgens noch verhalten, Mittags dann stärker und am Abend am schlimmsten. Nachts, wenn im Mundraum alles ruhig ist, bin ich komplett schmerzfrei. I

    Ich bin männlich und hatte an 3 verschiedenen Stellen eine PIN III. Das wurde entsprechend biopsiert und gelasert. Soweit war das recht unkritisch. Auf Anraten meines Hautarztes ließ ich die Probe in der Uniklinik in Heidelberg auf HPV untersuchen. Es ergab einen high-risk-Typ 73. Dass HPV für HNO-Tumore Ursache sein können, insbesondere im lymphatischen Gewebe wie Zungengrund oder Mandeln, das wusste ich schon vorher. Seit der Geschichte mit Michael Douglas ist das ja sehr bekannt geworden. Meine Mandeln wurden schon vor Jahren entfernt und in der Klinik sagte man mir auch unmissverständlich, dass da ein größeres Risiko da ist, dass sich im Bereich des Zungengrundes ein Karzinom entwickeln kann. Treten jetzt zusätzlich Schmerzen in diesem Bereich auf, ist das natürlich im Hinterkopf, ob da denn vielleicht doch was ist.

    @Fiona : Speicheldrüsen wurden bei der HNO genau angeschaut, da gibt es keine Hinweise auf eine Entzündung. Das würde man dann auch im MRT sehen.

    @boebi : Rheumatisch wurde noch nichts abgeklärt. Neurologisch das, was über MRT möglich ist. Neuropathische Dinge, Nervenreizungen etc. sind da wohl eh nicht zu diagnostizieren, geht wohl dann nur über das Ausschlussverfahren. Nächste Woche dann MKG, aber mein Gefühl sagt, dass das nichts mit den Kiefergelenken zu tun hat. Die Schmerzreize entstehen im linken Zungengrund/Rachenbereich. Das Pet CT werde ich auf jeden Fall machen.

    @Rainer : Vor ca. 4 Wochen hat man mal 5 Tage mit Clindamycin einen Versuch gestartet, da waren die Schmerzen fast weg. Danach kamen sie allerdings sofort wieder. Deshalb jetzt ein 2. Versuch mit einem Antibiotikum, obwohl es keine Hinweise für eine Entzündung gibt.

    Ich muss schauen, ob ich irgendwie weiterkomme, es ist teilweise echt zum verzweifeln. VG und Danke euch allen.
    Hallo Nibbana, bzw Nibbano ;) ,
    willkommen hier.
    Was eine Erlebniskette, die irgendwie nicht so recht weitergehen will ...

    Vor einiger Zeit wurde von der Uni Tübingen ein Bluttest entwickelt,
    der unter anderem auch Mundkrebs zeigt.

    Vielleicht schlägst Du es beim nächsten Arzttermin vor, diesen relativ neuen Test zu bestellen und zu machen.
    Vorher gab es (also vor 2012) keine "Tumormarker" für Mund- oder Zungenkrebs....

    Das erscheint mir irgendwie sinnvoller, als eine eher ziellose Probenentnahme.
    Ein PET-CT kann natürlich auch eine gute Idee sein, ...

    Ansonsten drück ich die Daumen für etwas harmloseres, und wünsche alles Gute!
    Bruni
    Hallo,

    super, von diesem Bluttest habe ich bisher noch nicht gehört. Aber ich nehme diese Info mal für nächste Woche mit.

    Ich hatte heute in einer anderen Klinik (keine Uniklinik) mit dem Chefarzt der HNO ein Gespräch, um quasi eine Zweitmeinung zu bekommen. Bei diesem Arzt bin ich seit ca. 2 Jahren wegen meinem stillen Reflux in Behandlung. Vor 2 Jahren konnte ich wochenlang kaum sprechen, starkes Globusgefühl, Verschleimung und Husten. Gott sei Dank bekam ich damals recht schnell die richtige Diagnose eines stillen Refluxes, den ich dann sehr gut in den Griff bekam. Ich schätze diesen Arzt sehr, auch wenn es keine Uniklinik ist. Er hatte mir im heutigen Gespräch eher vom Pet-CT abgeraten, da dieses kleinste Tumore auch nicht besser aufspüren würde als ein MRT. Habt ihr diesbzgl. Erfahrungen? Er schlägt eine Panendo mit Proben aus dem Zungengrund vor, um endgültig abzuklären, ob da was ist. Wenn auch da nichts gefunden wird, dann ist zumindest das Thema „Tumor als Ursache“ vom Tisch und es kann Richtung Schmerztherapie, Osteopathie, etc.. gegangen werden. Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass das Pet-CT ausreichen könnte und eine Panendo dann nicht nötig wäre. Ist wohl aber nicht so. VG