Krebsaktionstag in Berlin am 24.02.2018

    Hallo liebe @Tinka66 @Wangi,

    falls wir hingehen sind wir vermutlich eher am Nachmittag da. Ich muss auch erst schauen wie es meinem Mann an dem Tag geht. Er möchte gerne mitkommen.
    Ich würde kurzfristig Bescheid geben. Ein Treffen wäre sehr nett!

    Liebe Grüße

    Familie BerliNette
    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"
    aerztezeitung.de/kongresse/kongresse2018/berlin2018_dkk/

    ​da gibt es auch Neuigkeiten und Interviews zum Kongress.

    ​Die Vorträge, die ich gehört habe, haben mir im großen und ganzen nicht so viel Neues geboten.

    Die Diskussion, ob Antihormone 5, 7 oder 10 Jahre gegeben/genommen werden sollten hängt vom individuellen Risikoprofil ab, d.h. nicht jede muss unbedingt 10 Jahre Antihormone nehmen, bei manchen reichen auch 5 Jahre. Studien dazu laufen aber auch noch.

    Interessant war die Entwicklung in der Strahlentherapie, wo man im Gegensatz zu früher viel genauere Möglichkeiten durch neue Bestrahlungsmaschinen und Lagerungen hat. Dies wurde durch viele Bilder anschaulich verdeutlich und kann hier leider durch mich nicht dargestellt werden.

    ​Weiterhin wurde auf die aktuelle radiologische Diagnostik in der Nachsorge eingegangen. Diese soll nach den aktuellen S3- Leitlinien durchgeführt werden. Es wurde dabei allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die S3-Leitlinien keine Verpflichtung für die Krankenkassen sind, die Kosten dafür zu übernehmen. Oft ist dann ein Antrag und eine Einzelfallentscheidung notwendig. (z.B. bei der Knochendichtemessung).

    ​Beim Thema "Nebenwirkungen besser begegnen" gab es eigentlich nichts, was hier nicht schon an Tipps weiter gegeben wurde.

    ​Dann war ich noch in einer Veranstaltung über Palliativmedizin.

    Palliativ heißt nicht automatisch, dass das Leben zu Ende ist. Trotzdem sollte die Palliativmedizin so früh wie möglich mit einbezogen werden (auch schon während der akuten Behandlung), um das Leben lebenswert(er) zu machen, d.h. die Lebensqualität zu erhalten oder zu erhöhen.

    ​Es gibt für Menschen im fortgeschrittenen Stadium zusätzlich zu den Leistungen der Pflegekassen die "spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV), wo man selber (und auch die Angehörigen) 24 Stunden/Woche Ansprechpartner in Form von Ärzten und Pflegekräften hat, die zu einem nach Hause kommen und das so oft wie nötig. (in Berlin direkt heißt das HomeCare). Dies wird durch die Krankenkassen bezahlt und ist nicht zeitgebunden.

    Eine Psychoonkologin hat noch sehr interessante Ausführungen gemacht, die aber schwer wieder zu geben sind.

    ​Es waren auch viele Organisationen und Selbsthilfegruppen vor Ort, die beraten und informiert haben.

    ​Ein anstrengender und interessanter Tag, auch wenn für mich nicht so viel Neues dabei war.

    ​Liebe Grüße

    ​Tinka