Frage über Fragen

    Frage über Fragen

    Hallo,

    am 15.12.17 wurden bei mir Lymphknotenmetastasen einseitig am Hals festgestellt. Bei einem stationären Aufenthalt in der HNO der Universitätsklinik am
    02.01.18 erfolgte die Suche nach dem Primärtumor im Kopf-Hals-Bereich mit Probeentnahmen. Man versicherte mir, dort sei er nicht zu finden. Allerdings
    wurden mit Sonographie und CT mehrere „Befunde“ in der Lunge festgestellt (und lt. Arztbrief (!) auch einer in der Leber). Hieß es in der Klinik noch: mehrere Lymphome, sind es lt. Arztbrief jetzt ein großes Lymphom über dem Aortenbogen und Lymphknotenansammlungen. Am 15.01. sollte von einem bestimmter
    Befund (Knoten) über Bronchoskopie und EUBOS eine Probe entnommen werden; dies scheiterte, da der durchführende Arzt den Knoten nicht gefunden hat.
    Am Dienstag (in drei Tagen) soll nun eine Punktion von aussen besprochen werden.

    Die Betreuung in der Klinik empfinde ich als suboptimal. Ich habe keinen festen Ansprechpartner und jeder (Lern-)Arzt erzählt etwas anderes. Leider ist auch mein Hausarzt mit der Situation scheinbar überfordert. Fragen werden unwirsch oder für mich unverständlich beantwortet. Vielleicht kann das Forum mir daher Auskunft geben:

    1. Dumme Frage vielleicht, aber ich verstehe die Bedeutung „Metastase“ nicht ganz. Sind das Zweittumore mit allen Eigenschaften eines Karzinoms, auch der zu
    streuen (das müßte über die Lymphknoten doch sehr schnell passieren)? Oder ist die Gefahr der Streuung mit Entfernung des Ursprungstumor vorbei?
    2. Hatte schon jemand hier eine Probeentnahme eines Lymphoms in der Lunge (oder sogar auch der Leber) und kann mir berichten, wie diese durchgeführt wird (örtliche Betäubung? Krankenhausaufenthalt?) und wie es ihm danach ging.
    3. Könnte man auch schon inmitten der Diagnostik das Krankenhaus wechseln? Mir wurde von meinem HA gesagt, für die irgendwann anstehende Entfernung der
    Hals-Lymphknoten gäbe es nur die Uni. Ich müßte sonst 100km fahren.
    4. Ich weiß, es grenzt an ein Wunder, wenn ich hier jemand finde, aber: hat schon jemand bei Lungenkrebs im Endstadium eine Immuntherapie als ERST-Therapie
    begonnen, heißt ohne vorherige Chemo und kann was zu den Nebenwirkungen sagen?

    Tut mir leid, daß der Text etwas lang geworden ist. Irgendwie ist nicht nur der Hausarzt sondern bin auch ich von der Situation überfordert.

    Danke für euer Interesse und ich wünsche jeden/r viel Kraft für seinen/ihren Kampf gegen den Krebs.


    marita66
    Hallo @marita66,

    ​als Moderatorin des Lungenkrebsbereiches heiße ich dich ganz herzlich willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum - auch wenn der Grund deiner Anmeldung bei uns ein schönerer sein könnte.

    ​Wenn ich dich richtig verstehe, ist bei dir allerdings nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um einen Lungenkrebs handelt. Ich lasse deinen Strang zunächst einmal hier stehen, bitte dich aber zu berichten, wenn etwas Endgültiges gefunden wird. Sollte es sich tatsächlich um ein bösartiges Lymphom (oder sonst etwas anderes) handeln, werden wir den Strang in den entsprechenden Bereich verschieben, da sich die Behandlungsmöglichkeiten doch sehr voneinander unterscheiden. Metastasen werden immer gemäß des Ursprungstumors behandelt.

    Auf ein gutes Miteinander!
    Es grüßt die Hexe.
    Liebe @marita66,

    Oh Mann, was für ein Mist. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast. Der Austausch hier hilft mir sehr und dir wird es bestimmt ähnlich gehen. Hier sind viele suoer nette Mitglieder aller Altersstrukturen mit den unterschiedlichsten Krankheitsverläufen. Daher ist eben auch ein geballtes Wissen vorhanden, das so manchen Onkologe erblassen lässt.

    Ich habe eine Immuntherapie als Erstlinie erhalten. Das war allerdings im Rahmen einer Studie. Die Nebenwirkungen waren ziemlich gut handlebar. Genaueres kannst du in meinen Thread nachlesen, oder mich einfach direkt fragen, wenn du näheres wissen möchtest.

    LG

    DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)