Wie gut diagnostizieren Radiologen?

    Wie gut diagnostizieren Radiologen?

    Hallo zusammen,
    Krebs war noch nie Thema bei uns in der Familie und bei den Ahnen. Ist erstmalig bei meinem Papa aufgetreten. ;(

    Wenn ich hier in diversen Beiträgen lese, habe ich Angst, dass in den zig-1000 Scheibchen CT-Aufnahmen irgendein Tumor unentdeckt geblieben ist und man ihn somit nicht behandelt.

    Die CD des CTs haben wir bekommen. Am liebsten würde ich die Aufnahmen selbst beurteilen können.

    Kommt es oft vor, dass etwas übersehen wird? Wir sprechen hier von wenigen Millimetern...
    Viele Grüße sagt Mondsichel

    Gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist. (Einstein)
    Hallo ihr 2,
    Danke für eure Antworten. Wie ihr vielleicht in meinem Profil gelesen habt, war der Erstbefund der entnommenen Lymphknoten beim ersten Pathologen: 100% nicht krankhaft oder bösartig und keinerlei Krebszellen gefunden... Der 2. Pathologe genau das Gegenteil...
    Viele Grüße sagt Mondsichel

    Gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist. (Einstein)
    Liebe@ Mondsichel,
    in allen Bereichen des Gesundheitswesens gibt es heute Maßnahmen zur Qualitätssicherung, die eingehalten werden müssen. Eine Möglichkeit, um Informationen zu bekommen, ist die zuständige Fachgesellschaft oder der MDK, außerdem gibt es Aufsichtsbehörden. Auf den Webseiten des Krankenhauses oder der Praxis, wo er behandelt worden ist, muss der Name der Aufsichtsbehörde genannt werden.
    Bei entnommenen Lymphknoten besteht die Vorschrift, dass sie in zwei unabhängigen Laboren untersucht werden müssen, vor allem, wenn die Diagnose Lymphom vermutet wird.
    Wichtig ist auch die Begründung für die gestellte Diagnose.
    Die Präparate müssen nach erfolgter Untersuchung 10 Jahre aufgehoben werden, bei Brustkrebs 15 Jahre. Es besteht also die Möglichkeit, dass beim ersten Pathologen untersuchte Präparat nochmals in einem anderen Labor untersuchen zu lassen. Speziell für das Lymphom gibt es Referenzzentren.

    Herzliche Grüße,
    Grummelprinzessin
    Hallo zusammen,

    ich habe metastas. Mamma ca. Mir möchte kein Radiologe wo ich derzeit bin etwas über die alten Befunde sagen. (Krähe pickt der anderen kein Auge aus). Möchte einfach wissen, ob das Mamma ca. auf der ersten Mammogr. im März 2016 schon zu sehen war. Gibt es eine unabhängige Stelle wo ich mich mit den ganzen Aufnahmen mal hinwenden kann?

    pätzi schrieb:

    Gibt es eine unabhängige Stelle wo ich mich mit den ganzen Aufnahmen mal hinwenden kann?

    Hallo pätzi,

    du kannst prinzipiell bei jedem beliebigen Brustkrebszentrum eine Zweitmeinung einholen - ich würde dann allerdings ein großes und zertifiziertes wählen.

    pätzi schrieb:

    .... und weiß hier Jemand, vielleicht einer der Moderatoren, ob ein Peritonealkarzinom im CT bzw. MRT sichtbar ist oder nur der Aszites!

    ​Die Sichtbarkeit hängt ganz entscheidend von der Größe der Herde ab. Allgemein sagt man, dass alles unter einem Zentimeter schlecht einschätzbar ist, je kleiner, desto schlechter, einen entsprechenden "Goldstandard" gibt es wohl nicht. Eher Aufschluss könnte ein PET geben.

    (Und nebenbei: Mit "Peritonalkarzinom" bezeichnet man ausschließlich den primären Bauchfellkrebs; den metastasierten bezeichnet man als "Peritonalkarzinose".)
    Es grüßt die Hexe.

    pätzi schrieb:

    Gibt es eine unabhängige Stelle wo ich mich mit den ganzen Aufnahmen mal hinwenden kann


    Liebe Pätzi, die Ärztekammern haben Schlichtungsstellen und es wird empfohlen, sich bei Verdacht auf Behandlungsfehler erstmal dorthin zu wenden. Die Adresse bekommst Du aus dem Internet, wenn Du den Namen Deines Bundeslandes und Ärztekammer eingibst. Wie @The Witch schon erwähnte, muss eine Veränderung eine bestimmte Größe erreicht haben, ehe sie in den bildgebenden Verfahren sichtbar ist. Laborwerte wie z.b. die Tumormarker zeigen bereits ca. 3 bis 6 Monate eher eine Veränderung an.

    Herzliche Grüße,
    Grummelprinzessin
    Danke an "the Witch", "Grummelprinzessin".

    leider sind die Laborwerte in meinem Fall nicht aussagefähig. Die Tumormarker waren sogar bei vollem Ausbruch der Krankheit sehr niedrig. Das mit dem CT ist dann auch nur eine "schwammige" Sache. Hoffe nur das jetzt mit der Therapie die Progression noch lange aufgehalten wird!!!