Verdacht auf Narbenrezidiv 9 Jahre nach Ersterkrankung

    Verdacht auf Narbenrezidiv 9 Jahre nach Ersterkrankung

    Hallo,

    leider habe ich ich heute bei meiner inzwischen jährlichen Mammographie die Diagnose Verdacht auf Narbenrezidiv erhalten. Aufgrund meines ursprünglich lobulären Mammakarzinoms hatte ich in den vergangenen neun Jahren jedes Jahr ein MRT zusätzlich zur Mammographie. Immer Entwarnung, aber zur Begründung musste ja jedesmal etwas in der Überweisung stehen. Heute hat mich eine andere Ärztin untersucht, die ich aber auch schon kenne, und hat nach der Mammographie s e h r lange an der Narbe geschallt, und am Schluss nur „gut“ gesagt, was mich nicht beruhigt hat. Sie bat mich dann zu ihrem Computer und zeigte mir eine kleine Raumforderung direkt unter dem Metallclip, die auch strahlenförmige Ausdehnung hatte. Das war ein dejavu von vor 9 Jahren. diese war nur in der Mammographie zu sehen, sie könnte sie mit dem Ultraschall nicht erkennen. Nun wieder MRT, leider erst in zwei Monaten. Ich hätte a m20.03. einen Termin haben können, aber genau an diesem Tag wird mein Mann an einem Prostatakarzinom operiert!

    Ich hoffe zwar zwar auf ein negatives Ergebnis, glaube aber nicht so richtig daran. Nun geht wieder die Warterei los. Die letzten zwei Monate waren sehr stressig, weil ich ständig versucht habe, für meinen Mann Untersuchungen zu erhalten, Arzttermine, dErgebnisse, warten, warten, warten.wir wollten uns bis zur OP etwas erholen, und nun das. Hätte das nicht letztes Jahr oder. nächstes Jahr kommen können?

    .
    Liebe Grüße
    :)
    lilok
    Hallo @lilok,

    oh je es ist ja schlimm, dass ihr da mehrere Baustellen habt, dazu noch die Warterei bis zu deinem Termin. Kann denn die Radiologin nicht einen früheren Termin für dich vereinbaren.

    Ich drücke euch erstmal die Daumen, dass alles gut verläuft.

    Liebe Grüße
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Liebe lilok,

    ich kann mir denken, dass man wieder ordentliches Nervenflattern bekommt. Mein BK war ebenfalls lobulär. Nur hat man eine Mastektomie gemacht und in TÜ den Rückenmuskel eingebaut. 9 Jahre ist eine lange Zeit. Aber man ist sich nicht sicher...
    Je weiter es von der ED weg ist, desto mehr Schiss habe ich.
    Alles Gute euch und Grüße aus Oberschwaben
    Ihr Lieben,

    danke für eure mitfühlenden Worte. Natürlich ist die Diagnose noch nicht gesichert. Aber nachdem ich es mit eigenen Augen aud dem Computer gesehen habe, daneben das Bild vom letzten Jahr, wo an dieser Stelle noch nichts war, bereite ich mich doch darauf vor, dass es etwas sein könnte. Auch die Bezeichnung Raumforderung mit strahlenförmiger Ausdehnung klingt genau wie vor neun Jahre .

    Ich habe nach der Größe gefragt, etwa 4 mm, das klang beruhigend. Ich nehme einfach mal an, wieder Stanzbiopsie, OP und wahrscheinlich AHT. Davor graust mir am meisten, ich habe sie nicht gut vertragen.
    Bestrahlt kann an dieser Seite nicht mehr werden, Höchstdosis erreicht.

    Ich warte jetzt mal bis Ende nächster Woche, ob sich mein Gyn meldet, er müsste ja einen Bericht erhalten. Wenn er es für dringend hält, kann er vielleicht ein früheres MRT Datum durchsetzen.

    Für heute bin ich erst mal erledigt, hoffe morgen gehts schon besser.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok
    Liebe@lilok,
    Ich hoffe sehr für dich, dass es sich um etwas anderes handelt.
    Man könnte doch schnell eine Feinnadelbiopsie machen. Meine Radiologin meinte erst kürzlich, wozu ein MRT, wenn doch sowieso nur die Histologie Gewissheit bietet.
    Es ist nur ein Minieingriff. Ging bei mir sogar ohne Betäubung. Zwei Monate im Ungewissen, das wäre eine extrem lange Zeit.
    Ganz lieben Gruß,
    niebios
    Liebe @niebios,
    Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich werde es bei meinem Gyn ansprechen. Die Radioliepraxis verdient nichts an einer Biopsie, das machen sie ja nicht selber. Ich bin langsam sehr erschöpft, weil ich mich in den letzten Wochen um so vieleDinge selber kümmern musste, weil es sonst bei meinem Mann überhaupt nicht weitergegangen wäre. Aber ich werde dran bleiben.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok
    Guten Morgen, ihr Lieben Mitfühlenden

    gerade rief die Praxis meines Gyn an, er möchte mich sehen. Habe morgen um 9:30 einen Termin bei ihm. Bin angenehm überrascht, dass er so schnell reagiert, nach all dem was ich in den letzten Wochen erlebt habe. Bin gespannt auf das Gespräch morgen und werde die Feinnadelbiopsie ansprechen.

    Wisst ihr was? Ich bin eigentlich gar nicht so geschockt. Ich habe die ganzen Jahre gedacht, irgendwann trifft es mich wieder. Ich habe so viele Beispiele erlebt, wo nach 10, 15 oder gar 20 Jahren ein Rezidiv aufgetreten ist. Ich frage nicht: Wieso ich? Sondern: Warum gerade jetzt? Es passt einfach nicht rein, ich wollte mich ganz auf meinen Mann konzentrieren. Er hat sich vor neun Jahren so rührend um mich gekümmert, jetzt wollte ich das gleiche für ihn tun. Naja, erst mal abwarten.

    wie ich mich fühlen werde, wenn die Diagnose gesichert ist, weiß ich natürlich nicht.Man kann sich zwar alles mögliche vorher ausmalen und vornehmen, aber in der Situation reagiert man vielleicht doch ganz anders. Dankefürs Zuhören.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok