Tamoxifen nach Entnahme der Eierstöcke absetzen?

    Tamoxifen nach Entnahme der Eierstöcke absetzen?

    Hallo

    mein Name ist Stefanie, ich bin 52 Jahre alt und bei mir wurde im Dezember 2016 ein hormonabhängiger Tumor in der linken Brust diagnostiziert. Alle Untersuchungsegebnisse waren negativ, keine Metastasen, kein Lympfknotenbefall etc. Ich wurde operiert und 28 mal bestrahlt. Seit Februar 2017 nehme ich Tamoxifen 20mg. Teilnahme an InsemaStudie, keine Wächterlympfknoten operiert....
    Hitzewallungen, nächtliche Krämpfe in Waden, Oberschenkeln und Füßen bei der geringsten falschen Bewegung, Knochenschmerzen, Gewichtszunahme in dieser Zeit etwa zwei Kilo.
    Nach der Geburt von drei Kindern, habe ich ein umfangreiches Senkungsproblem ( Gebärmutter, Blase) welches in 14 Tagen operativ behoben werden soll. Man wird meine Gebärmutter und beide Eierstöcke entfernen. Jetzt habe ich schon darüber nachgedacht das Tamoxifen abzusetzen, weil ich einfach keine Lust mehr auf diese Sch... Nebenwirkungen habe....

    Gibt es hier jemanden mit ähnlichen Gedanken? Liebe Grü

    lL
    Hallo @Busenlilli,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum.

    Die Entfernung der Eierstöcke ist leider kein "Freibrief", Tamoxifen wegzulassen.

    Tam hat die Aufgabe, die Hormonrezeptoren von Tumorzellen zu besetzen. Östrogene werden nicht nur in den Eierstöcken gebildet, sondern auch im Fettgewebe, in den Nebennierenrinden.

    Ich selber habe keinen hormonpositiven Tumor, aber auch ohne Tamoxifen habe ich aufgrund der Eierstockentfernung (BRCA2) ganz schön mit Wechseljahresbeschwerden zu tun.
    Also es geht nicht nur den AHTlern so.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier- bestimmt melden sich auch noch hormonpositive Frauen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe @Busenlilli,

    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

    Eigentlich bin ich überwiegend im Ibrance bzw. im Fortgeschrittenen Thread unterwegs, habe aber Deine Frage mitbekommen...

    Ich selbst habe einen hormonabhängigen Tumor und habe bis Juni 2017 auch Tamoxifen genommen. Welchen Hersteller nimmst Du denn? Vielleicht hilft es ja schon, einen anderen zu probieren. Ich hatte das Tamoxifen von AL und mit erfreulich wenig Nebenwirkungen (morgens steife Fußgelenke, ab und an Hitzewallungen) zu kämpfen. Nimmst Du Magnesium? Das kann gegen die ständigen Muskelkrämpfe eventuell schon helfen. Frag mal bei Deinem Doc nach und löcher ihn auch mal nach einem Nebenwirkungsmanagement. Ich weiß nicht mehr, wo ich es genau gelesen habe, aber ein guter Vitamin D-Spiegel scheint sich auch positiv auf Gelenk- und Muskelschmerzen auszuwirken.

    Mit der Eierstockentfernung kann es aber auch sein, dass Du nach der OP auf einen Aromatasehemmer (z.B. Letrozol, Exemestan etc.) umgestellt wirst. Ich nehme seit Ende Januar Letrozol und darunter habe ich sogar weniger mit der Gelenksteifigkeit zu kämpfen. Morgens habe ich das Gefühl, einen heftigen Muskelkater in den Waden zu haben, was aber nach ein paar Schritten wieder weg ist. Und gegen die Hitzewallungen hilft mir - egal ob unter Tam oder Letrozol - viel Bewegung.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -
    Moin Busenlilli,

    ich hatte zu Anfang auch TAM und extreme Hitzewallungen und gelenkschmerzen gehabt. Gegen die Knochenschmerzen nehme ich Equizym MCA und es hilft.
    Nach meiner Unterleibs-OP mit Entfernung Gebärmutter und Eierstöcke nehme ich Letrozol und habe mit weniger Hitzewallungen zu tun. Gelenkschmerzen dank
    den Enzymen auch weiterhin gut auszuhalten.

    Ich bin froh eine AHT machen zu können und hätte daher alle NW ausgehalten. Ich würde das nicht absetzen. Wie Nicole schon sagte, nac der OP Umstellung auf Letrozol o.ä.
    mit weniger NW.
    Halt die Öhrchen steif, LG Claudia
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Hallo Stefanie,

    bei mir wurden vor einigen Wochen Eierstöcke und Gebärmutter entfernt, weil ich auf Grund von zwei Genmutationen ein erhöhtes Risiko habe, sonst nochmals Krebs zu bekommen.

    Der Brustkrebs war bei mir hormonabhängig. Erst bekam ich Tamoxifen. Da dies leider bei mir nicht (ausreichend) gewirkt hat, wurde zunächst auf Trenantone und Letrozol umgestellt und nachdem dann die Eierstöcke entfernt waren, brauchte ich Trenantone nicht mehr, das ja die Funktion der Eierstöcke unterdrückt. Letrozol nehme ich selbstverständlich weiter.

    Unter Tamoxifen hatte ich zunehmend eine Steifigkeit der Gelenke, sodass ich vor allem, wenn ich gesessen hatte, erst einmal brauchte, bis ich mich aufrichten und mich wieder bewegen konnte.
    Als ich dann die Trenantone bekam und damit von jetzt auf gleich postmenopausal wurde (ich wäre sonst noch weit davon entfernt gewesen), bekam ich extreme Hitzewallungen. Manchmal sind diese auch jetzt noch, aber es ist ein halbes Jahr herum und da wird es so langsam besser. Dafür nehmen die Gelenkprobleme wieder zu.

    Egal, wie arg die Nebenwirkungen vielleicht noch werden, werde ich Letrozol weiternehmen. Ich bin ja froh, wenn ich etwas habe, was hoffentlich dazu beitragen kann mich zu schützen. Natürlich hoffe ich, dass die Nebenwirkungen nicht noch schlimmer werden.

    Wenn bei Dir Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden und Du schon jetzt Senkungsprobleme der Blase hast, hast Du das dann besprochen, dass das bei der OP so gemacht wird, dass die Blase sich nicht noch mehr senkt? Denn die Entfernung der Gebärmutter kann ja auch zu einer Senkung von Blase und Darm führen.
    Wenn Du es Dir leisten kannst, ist Equizym MCA eine Option, die ich probieren würde an Deiner Stelle gegen die Nebenwirkungen. Gerade bei Knochenschmerzen gibt es da oft gute Erfolge. Mich macht allerdings auch ein bisschen stutzig, dass Du z. B. Muskelkrämpfe hast. Wie ist denn Dein Vitamin-D-Wert? Auch ein Mangel an Vitamin D, der auch einen Magnesiummangel nach sich zieht, kann zu Muskelkrämpfen und Knochenschmerzen führen.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo @Busenlilli, herzlich willkommen hier im Forum. Ich wünsche dir einen gutennAustausch, auch wenn der Anlass sich hier zu melden nicht so schön ist. Mir würden auch im Januar die Eierstöcke entfernt, und nun nehme ich einen Aromatasehemmer (Letrozol) statt Tamoxifen. Frag mal deinen Arzt, ob das für dich auch besser ist. Es gibt eine Studie (BIG98) die untersucht (und herausgefunden) hat, dass ein Aromatasehemmer bei Frauen in/nach den Wechseljahren (und so ist ja dann unser Zustand) die Wirkun& eines Aromatasehemmers besser ist als Tamoxifen. Irgendeine AHT solltest du wohl auf jeden Fall nehmen, da unser Körper noch an anderen Stellen Hormone produziert und nicht nur in den Eierstöcken. Ein Herstellerwechsel hilft manchmal tatsächlich bei starken NW. Tamoxifen nahm ich von Heumann (hab es gut vertragen). Ich würde, wie @Finja schreibt, auch nachfragen, wie man einer weiteren Blasensenkung vorbeugen kann. Soviel ich weiß gibt es da operative Verfahren, die die Blase sofort an den Bändern im Bauchraum befestigen können. wenn du eh operiert wirst, wäre das ja ein „Aufwasch“ ;)
    Ich wünsch dir alles Gute für die OP. daumendrück !!
    fall seven times, stand up eight