Antihormontherapie 10 Jahre

    Antihormontherapie 10 Jahre

    Hallo zusammen,
    meine Erkrankung war im Jahr 2014. hatte volles Programm. Muss laut Tumorkonferenz Tamox. für 5 Jahre einnehmen. Da ich in der Adapt Studie bin, werde ich halbjährlich im Brustzentrum ,per Ultraschall untersucht. Nun wurde mir gesagt, dass es vom Vorteil wäre die Tamox. 10 Jahre einzunehmen. Laut Tumorbiologie bin ich keine horchrisiko Patientin. Wer kann mir Auskunft geben. 2017 wurde mir prophylaktisch die Eierstöcke entfernt, wäre es nicht besser nach 5 Jahre zu switschen sprich Aromatasehemmer einzunehmen?
    Würde mich auf Antwort freuen... ;)
    Liebe Grüße Rommika
    Hallo Rommika,
    das ist eine Frage, die ich mir auch schon so in der Art gestellt habe.
    Da kommen wohl einige Faktoren zusammen, warum welche Empfehlung ausgesprochen wird, die ich nicht wirklich verstehe.

    Es hängt wohl davon ab, ob Frau prämenopausal, perimenopausal oder postmenopausal ist. Ich bin beispielsweise perimenopausal: Nach der ersten Chemo kam es zu keiner Zyklus-Blutung mehr, der Hormonstatus ist nach der Chemo aber nicht postmenopausal, obwohl die Eierstöcke nicht mehr arbeiten. Daher werde ich wie eine prämenopausale Frau behandelt. Wenn ich es richtig verstanden habe. Ich habe mir die Ergebnisse meines Hormonstatus angeschaut und leider nicht nachvollziehen können.

    Dann gibt es noch den Forschungsfaktor:
    2013 sagte man mir, dass die Antihormontherapie mit Tamoxifen für 10 Jahre empfohlen wird. Das war damals ganz "neu". Schlüsselwort war der "Carry-over-Effekt".
    2017 wurde diese Empfehlung noch einmal bestätigt.
    2018 wurde mir gesagt, dass in 2.5 Jahren die nächste Studienauswertung anstünde, in der geklärt wird, ob 7 Jahre Tamoxifen auch reichen könnten.

    Offenbar kann man wohl perimenopausale Frauen auch switchen, aber für diese Gruppe sei die Studienlage fürs Switchen nicht so gesichert wie die Studienlage für die Tamoxifen-Empfehlung.
    Leider fehlt mir auch hier das Standing, um die Forschungslage zu beurteilen.
    Hallo zusammen,
    immer wieder kommt das Thema, wenn sich jemand den fünf Jahresenden nähert.

    Ich bin allerdings muzinös, postmeno...und startet damals gleich in der Uniklinik 2009 mit Femara, später dann Letrozol einenr billigeren Firma als gesetzlich Versichertet. Damals habe ich das aber nicht so gesehen, noch großartig meinem Gyn rechtgegeben. Ich weiß schon, ist derselbe Wirkstoff... So werde ich aber nie erfahren, ob die schrecklichen Depressionen nach ca.5,5 Jahren vom Arotamasehemmer an sich kamen oder durch die anderen Begleitstoffe des Nachahmerproduktes. Mir ist klar, ihr kommt von Tamoxifen und da ist eine andere Studienlage...aber ich bin nun seit 2008 dabei(erstKK, dann hier)
    Wahrscheinlich finde ich deshalb nicht den damals weit vor Ende meiner Frist vion mir initiierten Strang dazu.( Vielleicht kann Jule helfen?!)

    Da heben auch viele mitgedacht, die vom Tamoxifen kamen. Einige waren sehr klar für diese zehn Jahre. Ich hatte mir die Sache auch nicht leichtgemacht. Am Ende hieß es , Wechsel auf Tam ...und nun kamen die Differenzen:
    Da meine Augenärztin die Prüfung vor Tamoxifen falsch durchführte, mich auch noch in Angst und Schrecken durch einen angebliche Zufallsbefundung versetzte , nahm ich also 5,5 jahre Arotamasehemmer.

    Neben Literatur hatte ich auch eine Konsultation bei meiner Uniklinik, die meinem Gyn 10 Jahre empfahl. der hatte dazu jede Diskussion abgelehnt. Über freundschaftliche Kanäle ließ ich meine Befunde bei einer anderen sehr renommmierten Uniklink übers Tumorboard laufen.
    Da hieß es dann. naja man könnte zehn Jahre geben, aber wenn ich die Schulfreundin Ihres Mannes wäre, würde ich es maximal zwei Jahre weiter machen..mit Tamoxifen. Also habe ich ein Vierteljahr Tam genommen, da war die Gebärmutterschleimhaut schon so aufgebaut, daß mein Gyn es nicht gut fand, ich mich auch noch schlecht fühlte und außerdem sagte zu mir selbst. Jetzt denke mal als Ingenieur. Also habe ich abgesetzt.

    Nun kam der Knüller. Ich hatte meinem Hausarzt gesagt, dass das mir von ihm verschrieben Antidepressivum eventuell nicht zu Tam passen würde. hatte ich glücklicherweise mal im KK im Unterbewußtsein
    mitgelesen. Ansonsten habe ich davon keine Ahnung und bin da auch nicht sehr aufgeschlossen von haus aus. Also hat er einen Brustkrebsspezialisierten Onkollogen angerufen, der in unserer Kreisstadt nur einmal pro Woche ist. Er behandelt ansonsten die Patienten in der Landeshauptstadt, wo auch meine Uniklinik steht langjährig.

    Mein Gyn überreichte mir als Weihnachtsgeschenk einen ausführlichen Bericht dieses Spezialisten, wo er genau die Nutzensstatistik dieser Studien praktisch umgerechnet hatte. Eindeutige Empfehlung:
    Bei diesem Erstbefund aufhören. Nur bei psychisch bedingtem Sicherheitsbedürfnis verschreiben!

    Zwischenzeitlich hatte ich auch noch bei Brustkrebs Deutschland angerufen, ähnliche Antwort.
    Im übrigen wird gern verschwiegen, dass viele Frauen, zwar das Rezept verschreiben lassen, aber noch nicht mal fünf Jahre durchhalten., es einzulösen. Es ist mir und meinen Bekannten zwar schleierhaft, aber es soll sogar innerhalb von Studien vorkommen. gerade in anderen Ländern sind dann andere Untersuchungen kostenfrei, das wird dann mitgenommen. Ich will hier keine Gerüchte in die Welt setzten, aber ich habe es schon von vielen Fachärzten gehört und es wurde wohl auf Kongressen thematisiert und tauchte auch bei den Roundt... auf.

    Ich habe ab und zu auch meine Zweifelchen, meine Tumor war schließlich auch über 3cm groß, hatte noch einen Ableger und nach Op und dreimal nachschneiden, hatte Mastektomie. Dies war mir damals nach Bild klar gewesen, aber die Fachärzte meinten unbedingt, man müsse brusterhaltend operieren. Naja ich stand damals nicht im Stoff...und so waren es für mich sechs Wochen KH..

    Erst danach stürzte ich mich ins Internet und ich habe es nicht bereut, mich zu informieren.
    Also gut überlegen. Es ist bei jedem anders. Man muss aber mit der Entscheidung leben können.

    Alles Gute für Eure Recherchen von Judith

    meine Profil steht drin, Euer Hinweis auf die neue Studie, ob zwei Jahre länger reichen, hat mir gutgetan.
    hallo zusammen,
    Danke für eure Antworten, doch eigentlich ist es für mich nicht eindeutig, wer wie lange Tamox. einnehmen sollte. Denke die Meinungen gehen auch bei den Ärzten auseinander. Was sagen eure Gynäkologen oder Onkologen dazu. Was noch interessant wäre, habt ihr auch starke Schweißausbrüche unter Tamox. Wenn ja was macht ihr dagegen? Habe Swe...Kaps. eingenommen und nach Wochen wurden die Fussohlen gelb.. 8)
    Huhu Rommika,
    wenn ich eine gute Woche habe: morgens 30 Minuten Yoga, 1 Stunde pro Werktag einen flotten Hundespaziergang. Eine Stunde die Woche Yoga mit dem Yogameister, 2 x 1,5 Stunden die Woche Krafttraining.

    Ich würde gerne wieder 30 Minuten aerobe Bewegung noch pro Tag auf dem Crosstrainer dranhängen. Mein altes Gerät ist ausgereizt. Mit dem Ergometer konnte ich mich nicht anfreunden. Ich hätte gerne etwas richtig Schickes, damit die Hüftgelenke geschont werden. (Schwungmasse vorne, hüftbreite Stehflächen, schwaches Oval bei der Gehbewegung)

    Keine Wechselduschen, keine Sauna, kein Salbeitee, kein Kaffee.
    Wenn ich wegen Husten etc. pausieren muss, geht nach einer Woche die Schweißausbrüche los.

    Vielleicht ist die Intensität des Schwitzen auch eine Typfrage?
    Hi Zoraide,
    da bist du aber sportlich unterwegs. Finde ich super,Sport ist genauso wichtig wie die Einnahme von Tamox. Habe einigeProfile durchgelesen, es macht mich traurig wieviele Frauen wieder erkrankt sind, sogar nach langer Zeit . Da nehme ich freiwillig die AHT 10 Jahre. Nimmt ihr auch Nahrungsergänzungsmittel wie z. B. Selen ein? Die Knochendichte müsste doch auch in regelmäßigen Abstand durchgeführt werden??
    ganz liebe Grüße
    Rommika
    Liebe Rommika,

    ich versuche auch 2x die Woche Sport zu machen. Karate und Fitnessstudio. Ich nehme zum Letrozol und dem Vitamin D plus Calcium noch Equizym MCA wegen meiner Knochenschmerzen ein. Die Knochendichte wurde bei mir das erste Mal im Mai gemessen. Keine Osteoporose.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Moin Rommika, ich hatte von Ende 2013 bis 10/2015 Tam genommen. Bei mir wurde dann zwischenzeitlich eine Konisation gemacht. Nach dieser Ausschabung wurde nach einiger zeit wieder verdickte Schleimhaut und auch Myome festgestellt. Da ich auf diesen Hickhack keine Lust hatte und auch keinen Kinderwunsch hatte (aus dem Alter bin ich raus) habe ich mich zur Total-OP entschlossen. Daher dann der Switch.

    MIt dem Aromatasehemmer komme ich ganz gut klar. Bei Tam hatte ich extremste Durchschlafstörungen und Hitzewallungen. Bei Letrozol leider Gelenkschmerzen und männlichen Haarausfall bzw. sehr dünnes Haar. Aber lt. Regaine Frauenschaum und Equizym MCA kann man damit leben. Lt. der neuen
    Leitlinien soll die AHT 10 jahre gemacht werden. Die werde ich auch nehmen. Bin ja schon im 5. Jahr nach ED :D
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup: