KUCKUCK

    Hallo Ihr Lieben!

    Habe Pancoast Diagnose seit April 2017 ( hab grad einen elendslangen Beitrag im Krebsforum verfasst, nur um dann festzustellen dass mir eine liebe Person dort schon vor 2 Tagen geraten hat mich hierher zu begeben....und ich mich trotzdem versehentlich wieder im " falschen" Forum eingeloggt zu haben....grrrrrr) so funktioniert mein Hirn.....TOLL....

    Ich bin denk ich auch ganz gut informiert über die Diagnose/ Prognose usw....fühle mich medizinisch bei meinen Ärzten rellativ gut aufgehoben!

    Ich würde mich trotzdem gerne mit Betroffenen austauschen.....vielleicht gar nicht so sehr über das medizinische......eher über den "Rattenschwanz", den die Diagnose Krebs mit sich zieht......

    - Zwischenmenschliches.....( Ich, für mich alleine kann das akzeptieren und bin stark!.....Ich heul nur wenn ich alleine bin, oder mitkriege wie mein Sohn (25) mein Partner (50), und mein Vater (77) damit zu kämpfen haben und leiden.... ( es wird aber persönlich wenig gesprochen darüber, ich krieg das dann durch gemeinsame Freunde mit)......Männer sind soooooo schlecht im reden
    :(

    --eigene Gehirnknoten die man aufgrund dieses " männlichen" Verhaltens bekommt.......( sag ich überhaupt was wenn da mal was nicht so super eindeutiges rauskommt beim Staging???) Sorry....SARKASMUS!!! oder muss ich meine Männer Schonen?? Verkraften die das?????
    HALLO!!!! I C H habe Krebs!!!! ICH finds auch nicht toll!!!...

    - finanzielles......Ich hatte immer mein eigenes Geld verdient....Mein Mann hat damit kein Problem falls ich nicht mehr arbeiten können sollte....ICH schon!!!....
    würde mir extrem schwer fallen....

    - die Auseinandersetzung mit dem was kommt......Schmerzen....davor hab ich Angst....Nicht mehr das zu tun was man möchte/ muss....Ich bin im 2ten Stock
    ohne Aufzug.....Kann ich wenigstens noch kleine Sachen einkaufen gehen? Kann ich alleine aufs Klo?

    Ich hab mehr Angst was da noch alles kommt.....wenn mein Kampfgeist nicht ausreicht.....ich bin Stier....Hörner und Wut!!! Dem ersten Wurm hab ich gesagt :" da hast du dir mal die falsche ausgesucht"! Aber wie oft/lange hab ich die Kraft?....

    Ich würde lieber gerne hier mit Betroffenen Kontakt haben, die sich mit solchen Gehirnknoten rumplagen wie ich....einfach nur zum Austausch.....die verstehen wovon ich rede ......

    Erst mal vielen Dank an alle die die Ausdauer hatten das alles zu lesen ( und es ist nicht so, dass mich eure Krankengeschichte NICHT interessiert....)
    Wir sind schliesslich hier um darüber zu "reden".....

    An ALLE:

    It´s important to concentrate on the positive aspects
    If you only see the negative things
    you´ll get paralysed and be
    incapable of doing anything at all!
    The world is a beautiful place ( nevertheless)
    You never know what´s awaiting you
    at the next Corner!


    liebe @vtath22,

    herzlich willkommen, hier bist du richtig, auch wenn ich zu deiner diagnose nichts beisteuern kann.
    aber ich kenne deine ängste nur zu gut.

    ich denke, man sollte mit dem umfeld darüber reden, aber eben nicht immer. manchmal passt der zeitpunkt und manchmal eben nicht. er muss halt für alle passen.
    bzgl. schmerzen brauchen wir uns glaub nicht so große sorgen zu machen. da gibts sehr gute medikamente.
    aber auch ich habe angst, meine selbständigkeit zu verlieren. körperliche einschränken werden kommen, ohne frage. auch da frage ich mich, wie das in meiner mietwohnung gehen soll. 1. stock, kein fahrstuhl, toilette nicht mit dem rollstuhl zu befahren usw. keiner weiss, was kommt.

    natürlich macht man sich auch über sein umfeld gedanken. ich hab nen 2-jährigen sohn. wie wird das meine frau schaffen. wir haben hier nur wenig familiäres umfeld. wittwen- und waisengeld ist jetzt auch nicht so üppig. okay, meine frau hat nen guten job, aber trotzdem würde das sehr schwer werden...

    ich drücke uns die daumen, dass wir das alles hinbekommen.

    LG DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Liebe vtath22,

    auch von mir ein herzliches Willkommen, was es sich mit dem Pancoast aus sich hat, musste ich erst googeln,,, .
    Ja, wenn man so eine Diagnose bekommt sausen tausend Gedanken durchs Hirn: wie bin ich versichert?, passt die Klinik?,
    Erkundigungen im Freundeskreis, Bekanntenkreis, Internet, oh Gott, ich hab' noch keine Patientenverfügung, Testament,
    gibt es wieder einen geregelten Alltag?, wie kann er klappen?...
    Man fängt dann an, Versicherungspolicen zu lesen, auch das Kleingedruckte, das man ja eigentlich beim Abschluss der
    Versicherung gelesen haben sollte...
    Aber so langsam kriegt man das in den Griff, bis wieder neue Fragen auftauchen..., und plötzlich sind schon wieder 2 Jahre ins Land gezogen,
    man sollte die Zeit, die einem bleibt doch geniessen...
    Letztendlich habe ich die Hektik verloren, Staging-Ergebnisse werden schon fast emotionslos entgegengenommen (gab bisher auch nichts
    dramatischer mehr, vielleicht ändert sich das ja bei einem echt schlechten Ergebnis wieder) und ich plane wieder etwas langfristiger..
    Dennoch gibt es bei mir immer wieder den Wunsch mehr wissen zu wollen, Erfahrungen anderer zu hören oder zu lesen..., die Hoffnung,
    dass es immer noch eine Therapie gibt hat man immer...

    Wir sollten realistisch bleiben aber niemals die Hoffnung aufgeben!

    Liebe Grüße
    Klaus