Lokoregionale Rezidive

    Lokoregionale Rezidive

    Hallo nochmals,
    ein bisschen habe ich schon mitgeschrieben. Unsere Jule hat mich angeschrieben ich sollte einen neuen Faden eröffnen.

    Am Freitag wird der Port gelegt.

    Heute wurde mein Schlachtplan ausgearbeitet und startet nächsten Mittwoch um 8.30.
    4 x EC alle 3 Wochen
    12 x Paclitaxel (evtl. Nab-Paclitaxel, muss ich noch raushandeln, die ist ja um einiges teurer)
    Bestrahlung
    Fulvestrant und Ibrance irgendwann im fast Winter, während die Bestrahlung läuft.

    Gruslig ist mir da schon etwas davor und heute flossen zum ersten mal richtig Tränen, aber ich denke dann immer an Euch, ihr packt das auch, also wird schon irgendwie.
    Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch, wie ich das mit meinen Tieren manage. Der Hund, Maggy muss raus, sie ist ein Laufhund (Podengo portogese medium-Mix), meine Katzen und meine Streunerkatzen.
    Wie bekommt ihr das hin? Ich bin oft alleine, da mein Mann viel geschäftl. unterwegs ist. Wir haben jetzt so vereinbart, dass er Donnerstag und Freitag an den Chemotagen zu Hause arbeitet. Meine Kinder wohnen weiter weg und sie sollen ihr Leben leben.

    Wann gingen die Haare aus, wann sollte ich sie scheren lassen, bin ich überhaupt noch alltagsfähig???? Tausend Fragen, wie bei Euch allen,
    vielleicht mag mir der eine oder andere schreiben.

    Ibrance bekomme ich nicht durch die Studie, da ich keinen üblichen Weg bis jetzt gegangen bin, sondern, weil noch sooo viele LK - Metastasen da sind. O-Ton Onkologe

    Über paar mutmachende Antworten würde ich mich freuen

    Alles Liebe
    Christine

    Pastorale schrieb:

    Wann gingen die Haare aus, wann sollte ich sie scheren lassen, bin ich überhaupt noch alltagsfähig???? Tausend Fragen, wie bei Euch allen,
    vielleicht mag mir der eine oder andere schreiben.


    Liebe @Pastorale,

    wie ich Dir schon geschrieben hatte, finde ich es richtig, dass jetzt (endlich) mit allen Mitteln gegen den Krebs vorgegangen wird.

    Die Haare gingen bei mir ca. 10 Tage nach der 1. Chemo aus. Sie wurden immer lebloser und lockerer, da habe ich nach 10 Tagen kurzen Prozess gemacht.
    Ich war immer in der Lage, meine Kinder, damals 13 und 14, zu betreuen- und ich war, wie Du weisst, alleinerziehend.

    Spaziergänge an der Luft solltest Du nach Möglichkeit so oft es geht machen, das lindert die Nebenwirkungen. Vielleicht reicht das dem Hund?
    Die Katzen zu versorgen wird problemlos möglich sein.

    Apropos Nebenwirkungen: die fallen bei jedem unterschiedlich aus- das muss also gar nicht so schlimm werden.
    Man bekommt Cortison und Tabletten prophylaktisch dagegen.
    Ich hatte zusätzlich Equizym MCA- ist etwas pflanzliches, soll aber gut gegen Nebenwirkungen helfen. Alle in meinem BZ bekamen das zur Chemo- muss man leider selber zahlen.

    So, vielleicht guckst Du mal in den Chemothread, da gibts bestimmt auch noch Ratschläge für Dich.

    Auf jeden Fall wirst auch Du das schaffen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Die Tiere wirst Du alleine versorgen können, davon würde ich ausgehen. Ich habe Hund und Katzen. Zur Zeit der Chemo hatte ich noch eine kleine Schafherde. Mir ging es grottig und doch war es möglich raus zu gehen. Im Schneckentempo kurz nach der Chemo und später mehr. Die Tiere haben mich gefordert und mir gut getan. Duvwirdt das schaffen, wie wir alle hier. Und bei allen Nebenwirkungen die bei Dir vielleicht auftreten können wir Dir Tips geben.
    Meine Haare fielen auch nach 10 Tagen aus. Ich weiss noch dass ich sie bis zu einem Sonntag retten wollte an dem ich in der Kirche gesungen habe. Ich kam mir doof vor mit Perücke vorne zu stehen. Die Haare müssten vorher weg, die Perücke fiel gar nicht auf.
    Liebe @Pastorale,

    nach dieser langen Zeit geht man davon aus, man ist über'n Berg. Ich wollte nach 4 Jahren im Mutmachthread schreiben. Dann bei der jährlichen Nachsorge ein Rezidiv. Schock! Das muss man erstmal verdauen. Mittlerweile ist mein Mastektomie 2 Wochen her. Es schmerzt immer noch. Die Hitze tut ihr übriges. Hattest du eigentlich nach der ED im Anschluß eine AHT über 5 Jahre und mit welchem Medikament? Bei mir weiß man nicht welche Therapie (TAM oder Letrozol) versagt hat.

    Die Nebenwirkung meiner Chemo waren im Übrigen dank guter Begleitmedikamente einigermaßen erträglich. Ich wünsche Dir alles Gute.

    LG Annelie
    Danke Dir, so langsam habe ich alles zusammen und stelle mich auf Chemo ein, am Mittwoch geht's los. Port ist drin, mmfffhh. Auf der rechten Seite kann ich nicht schlafen, wegen der Schulter, links wegen dem Port nicht, auf dem Rücken geht nicht wegen den Schultern, eine Seitenlage mit Bauchdrehung geht, aber es tut schon sakrisch weh. Naja, jetzt geh ich da durch, am besten als Igel im Winterschlaf.

    Schönen Tag und gute Besserung
    Christine
    Liebe Christine,

    das kann ich gut nachvollziehen. Ich darf z.Zt. auch nur auf dem Rücken schlafen wg. dem Implantat. Außerdem habe ich noch meinen Brustpanzer (KompressionsBH) an. Das macht echt Spass bei dieser Höllenhitze. Aber wie auch immer, da müssen wir durch. In der Hoffnung dem Krebs immer einen Schritt voraus zu sein. Alles Gute weiterhin.

    LG Annelie
    Danke Dir,
    so die erste EC ist drin, ging erst war auch noch flott mit meinem Hund unterwegs, aber dann überrollte mich eine Übelkeit, Schwindel, Schädelweh, Wasseransammlungen, konnte gar nicht mehr in die Knie, so habe ich ganz schnell 3 kg zugenommen. Heute geht's wieder, konnte schon etwas essen, ganz vorsichtig. Ich denke am Chemotag werde ich fasten beibehalten, so kann ich vielleicht die Kotzerei umgehen.
    Einen schönen Tag
    und alles Liebe
    Christine
    Liebe Pastorale,

    kotzen und Übelkeit müssen nicht mehr sein. Bekommst Du was dagegen ? Ich hatte die harte TAC Chemo und habe Emend zusätzlich zum Kortison
    bekommen und mir ist nie schlecht gewesen. Frage doch mal danach.

    Weiterhin alles Gute, Claudia
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Liebe Christine,
    als ich das erste Mal E/C bekam, kam leider eine sehr fiese Übelkeit. Nix ging. Trinken ging nicht. Essen ging nicht. Nach 3 Tagen habe ich mich im Spital päppeln lassen.
    Fazit: Der Vorlauf wurde angepasst. Mehr Cortison und ein noch stärkeres Mittel gegen Übelkeit, das mit Z anfing.