Vati hat BSDK

    Vati hat BSDK

    Hallo ich bin Kat(35 Jahre) mein Vati ist 71Jahre und lebt seit 10 Jahren mit Parkinson nun hatte er im Juni über 10kilo verloren und hatte oft Verstopfung (ein mal mind. 10Tage) Im Krankenhaus wurde ihm erstmal geholfen. Bei weiteren Untersuchungen wurden Sonographie und CT... Wurde der Krebs entdeckt am 17.07, Inoperabel und mit der Prognose 6-9Monate, Metastasen sind wohl an der Leber und im Bauchraum(die genauen Tumor-Befunde sind noch nicht da) ....da er so schlechte Blutwerte hatte und Varizen in der Speiseröhre sollte eine OP für einen Stent gemacht werden, die erste OP hat nicht funktioniert und er wurde nach Cottbus verlegt... Stent liegt aber die Varizen konnten nicht entfernt werden aus Angst das die Blutungen nicht gestoppt werden können. Seit letzter Woche Montag ist er daheim. Meine Mutter und mein Vater wohnen 200km entfernt. Er ist momentan aktiv läuft und hat sich gerade eine ApfelPresse gekauft,ist also beschäftigt. Ich selbst bin verheiratet hab 2 Kinder und mitten in der Ausbildung(Umschulung) zur Ergotherapeutin. Mein Vater hat nie gezeigt wenn es ihm schlecht geht, ist in meinen Augen ein Held und hat schon einigen das Leben gerettet, ihn weinen zu sehen und sich kaum bewegen zu sehen war ein riesiger Schock. Nächsten Mittwoch beginnt die erste Palliativ-Chemo.die Schulferien sind dann vorbei und ich werde versuchen jedes 2-3 Wochenende runter zu fahren. Ich weiß mein Vater ist der mit der schlimmen Diagnose aber ich fühle mich so schlecht... Ich will für ihn da sein wünschte ich könnte die Situation in Ordnung bringen und stehe völlig neben mir. Andererseits muss ich für meine Kinder da sein (10 und 7) und meine Ausbildung fertig machen. Ich fühle mich so zerrissen. Mein Vater spricht über die Behandlungen zwar aber er kämpft und meine Mutter auch. Meist ist die Situation so als ob er es verdrängt. Sicherlich ein guter Schutzmechanismus. Ich habe einfach so Angst, ich schlafe mit den ganzen Problemen ein und wache damit auf, habe Alpträume und bekomme den Alltag gerade nicht auf die Reihe. Meine Mutter schreibt mir tagsüber öfter eine WhatsApp und abends telefonieren wir. Der Laptop von meinem Vater ist gerade kaputt und somit kann ich nicht direkt mit ihm telefonieren (durch das Parkinson und Schwerhörigkeit ist Skype am besten), wenn wir telefonieren sprechen wir über Sachen die er mag und er macht Witze. Ich glaube ich schreibe gerade total durcheinander... Ich bin einfach fertig mit der Welt und hoffe das ich mich mit anderen Angehörigen austauschen kann.
    Hallo Batcat!

    Willkommen hier im Forum.
    Wenn du dich schon ein wenig eingelesen hast wirst du sehen : du bist nicht allein, wir sind hier einige Angehörige, die deine Situation nachempfinden können, die auch die Nächte voller Alpträume kennen, die Zerrissenheit usw.

    Wir können dir deinen Schmerz nicht nehmen, aber wir hören einander zu, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, trösten uns.

    Das Schreiben wirkt ein wenig wie eine Therapie, jedenfalls für mich.

    Schreib so oft du magst, stell Fragen wenn du welche hast. Hier findet sich eigentlich immer relativ schnell jemand der antwortet.

    Bis dahin wünsche ich dir und vor allem deinem Papa alles gute. Er hat ja einige Päckchen zu tragen wie mir scheint. Für seinen Kampf gegen den Krebs wünsche ich ihm alles, alles Gute!

    Liebe Grüße!
    Ninjetta
    Hallo @batcat


    stellvertretend für die hier zuständige Moderatorin @Anhe und auch uns andere Moderatoren sage ich erst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum. Der Grund zu einer Anmeldung ist ja leider immer mit einem traurigen Grund verbunden.

    Dein Vater hat schon mit einer sehr unangenehme Erkrankung zu tun. Parkinson ist auch so eine fiese Erkrankung. Inwieweit ist der Arzt, der für die Verschreibung des Dopamins zuständig ist, mit im Boot, sprich weiß Bescheid? Hat Deine Mutter eine Vorsorgevollmacht? Mein Vater hatte ebenfalls Parkinson, von daher kann ich nur empfehlen solch eine Bescheinigung jetzt schon ausstellen zu lassen. Ich weiß nicht inwieweit Du Dich mit Morbus Parkinson und ihren Unterarten auseinandergesetzt hast. Es kann zB auch zur Parkinson-Demenz kommen und dann wäre eine Ausstellung solch einer Vorsorgevollmacht nicht mehr möglich.

    Ob Dein Vater verdrängt oder nicht, ist egal. Die Verarbeitungsphasen sind bei den Betroffenen anders als bei den Angehörigen. Am Anfang prescht der Angehörige vor, bleibt aber irgendwann in einem der vielen Löcher, die ihm begegnen, hängen. Der Betroffene hängt scheinbar hinterher. Der Kopf kriegt alles mit, aber schaltet zum Teil auf Nichtverarbeitung, um überhaupt durch diese Anfangszeit einigermaßen zu kommen. Erst ist die körperliche Anpassung dran, irgendwann kommt der Kopf mit Verarbeiten und auch Kopfkino dazu. Und irgendwann "überholt" er den Angehörigen im Verarbeitungsmodus. Dein Vater hat jetzt mit zwei chronischen Erkrankungen zu "kämpfen", das schafft einen. Und Parkinson ist schon für sich allein kräftezehrend. Hier muss der Betroffene sich schon damit "abfinden", dass vieles nicht mehr so geht wie vorher. Es kommt natürlich auch noch darauf an, welche Symptome des Parkinson bei ihm zu Buche schlagen. Ich würde daher vor Beginn der Chemo schon mal mit dem Neurologen das Gespräch suchen.

    Dein Wunsch ihm zu helfen ist verständlich. Alle Angehörige, die hier sind, versuchen alles ihren Angehörigen zu helfen wo sie nur können. Und darüber hinausgehend. Wichtig ist, dass Du da bist. Das allein ist schon sehr sehr viel.

    Ich wünsche Dir den von Dir erhofften Austausch.
    Auf ein gutes Miteinander.
    Viele Grüße
    JF
    Hallo erstmal Danke für die Nachrichten, es tut gut mit anderen zu sprechen(lesen) die in ähnlichen Situationen sind wie ich.

    @Silland Danke für Deine Anteilnahme, sprechen kann ich darüber mit einer Freundin, meinem Mann und meiner Schwiegermutti... So komisch das klingt... Auch wenn es oftmals nur das zuhören ist, aber auch das hilft manchmal etwas.

    @Ninjetta auch Dir Danke für Deine Antwort. Das Schreiben hilft mir auch, glaube ich etwas, um wieder einigermaßen zu funktionieren. Mir geht einfach soviele durch den Kopf aber das geht Euch allen sicher ähnlich. Daher bin ich dankbar das ihr mit Eure Gedanken teilt. In ein paar Einträge habe ich schon reingelesen da ich aber noch nicht über alle Medikationen und Befunde bescheid weiß kann ich noch nicht alles erfassen. Aber das wird schon noch.

    @J.F. Mit Parkinson habe ich mich schon viel auseinandergesetzt und ich muß sagen was das betrifft hat mein Vater nicht soviel Pech... Er ist allgemein langsamer auch im Antworten, das Gesicht ist oft etwas verzerrt und der Kopf dreht sich oft weg. Wenn er gut drauf ist, erzählt er viel...manchmal versteht er Fragen nicht ganz und es dauert aber daran sind wir langsam/ganz langsam darauf vorbereitet worden, noch fährt er Auto aber gibt, sobald er merkt es geht nicht, das Lenkrad meiner Mutter (da lässt er sich auch ungern reinreden, obwohl er Gott sei Dank immer weniger fährt und das Auto spurhalte Assistent und andere Vorsichtsmaßnahmen besitzt). Sie sind beide in der Parkinson-Gesellschaft und haben sich immer über alles informiert. Der Tipp mit dem Neurologen ist super, das werde ich meinen Eltern auf jeden Fall noch mal sagen. Ich glaube momentan sind sie mit allem etwas überfordert. Und am Wochenende werde ich noch einmal nach einer Vorsorgevollmacht fragen. Ich denke am Telefon ist das nicht der richtige Weg, zumindest bei meinem Eltern. Ich hoffe das diese schon besteht. Weil sie nicht so richtig mit mir darüber reden, ich weiß nur das sie ein paar Vorkehrungen getroffen hatten bei der Diagnose Parkinson, jedoch nicht genau welche.Ich hoffe einfach das sie mit mir oder meinem Mann reden wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Mein Mann ist wie ein Sohn für meinen Vater... Er sagte auch das sich seine Söhne von ihm eine Scheibe abschneiden können...da meine Brüder einfach nicht sich die Zeit nehmen mit ihnen zu sprechen oder einfach mal vorbei zu kommen um vielleicht etwas zu helfen, obwohl der älteste eine Etage höher wohnt über meinen Eltern (sind beide älter als ich... Warum das so ist ist eine lange schwierige, traumatische Geschichte)

    Momentan geht es meinem Vater gut, er freut sich das seine Apfelpresse und Apfelhacker da sind und er die Äpfel verarbeiten kann. Es tut gut wenn er beschäftigt und gut gelaunt ist. Und gestern hat mein Mann mit meiner Mutti telefoniert so das wir 1-2 Probleme (den kaputten Laptop und das Rasenmähen auf dem wirklich riesigen Grundstück) nächste Woche lösen können. Was meinen Eltern etwas die Sorgen nimmt.Ich melde mich sicher wenn mir was auf dem Herzen liegt und werde mich auch in die anderen Beiträge reinlesen, auch wenn ich noch nicht soviel dazu weiß. Danke.
    Viele liebe Grüße
    batcat
    Hallo @batcat
    Auch von mir ein herzliches Willkommen. Ist schon doof, wenn man sich in einem solchen Forum anmelden muss....Meine Mama hatte auch BSDK, leider hat sie es nicht geschafft. Die Krankheit war schon zu weit fortgeschritten.
    Ich habe hier sehr viel Hilfe bekommen und ich wünsche Dir einen ebensolchen Austausch.
    Alles Liebe Bella
    Hallo wollte mich nur kurz melden mit dem Stand der Dinge, die Ärzte bei denen meine Eltern sind, sind top... Zumindest wurden Themen angesprochen die einfach insgesamt wichtig sind. Zumindest fielen die Worte Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, und zu meinem Erstaunen hat sich meine Mutti mit der Krankenkasse auseinandergesetzt also ist der Fahrdienst zur Chemo geklärt und ein Pflege wird auch beantragt. So schlimm das klingt aber ich sehe meine kleine Mutti nicht in der Lage meinen Vati in manchen Situationen zu heben ect. Beide sind momentan so stark, das zu regeln. Auf einen Psychologen will mein Vater dennoch nicht eingehen, was soll er denn einem fremden erzählen. Laut Ärztin nimmt er die Krankheit gut an und gibt immer wieder Scherze von sich. Sie geben nicht auf... Und das tut mir gut. Nächste Woche soll wahrscheinlich erst nur der Port gelegt werden und über die Chemo aufgeklärt werden. Aber ihr Plan ist es sich mit einer Verwandten zu treffen danach und Sushi essen zu gehen... Mein Vati hat dies noch nie probiert und will das jetzt wohl sehr gerne mal. Mutti soll Sushi bestellen und er will bei ihr überall kosten. Für morgen hat er sich von meiner Mutti selbstgemachte Quarkbällchen gewünscht... Und heute wohl eine Scheibe Schinken und ein Eis zusätzlich gegessen... Das meiste seiner Nahrung wird zur Zeit püriert da er es einfach sonst nicht hinterbekommt. Er sagt das sei wie eine Sperre im Hals so das er, auch wenn er Hunger hat, einfach nicht essen kann. Aber der Appetit ist da. Auch trinkt er tapfer die zusätzlichen Drinks zum aufpeppeln. Und seinen selbstgemachten Apfelsaft.
    An sich wollen wir am Wochenende zu ihnen fahren. Nun sind beide Kids bei mir krank, beide Ohrenschmerzen und die Große Fieber, Durchfall und Erbrechen...Und das am ersten Schultag auf der neuen Schule. Sie ist so traurig, auch da sie weiß wenn die Symptome nicht verschwinden das nur mein Mann und die Kleine zu Opa fahren. (Ich hatte seit der Diagnose Durchfall hatte es aber dem Schock zugesprochen, heute nachdem ich keinen Symptome seit einer Woche hatte rief mein Arzt an und sagte das ich Rotaviren hatte. Und da dies erst 48h nach aufhören der Symptome nicht mehr ansteckend sind bangen alle das es ihr Mittwoch besser Geht.) Ich denke es war auch einfach zuviel für sie (Opas Diagnose und von der Grundschule auf das Gymnasium) und daher bleibt sie zuhause die Woche mit Couch, Kinderfilmen und ganz viel Liebe von uns, um sich auch einfach mal etwas zu erholen . Drückt bitte die Daumen mit, das wir alle fahren können.

    Liebe Grüße und kämpft was das Zeug hält!
    Ich wünsche jedem von Euch ein Wunder und jedem diese Kraft alles durchzustehen!

    (PS: Beide Kinder wissen was Opa hat und das es momentan nicht heilbar ist und was schlimmstenfalls passiert, aber wir dennoch auf ein Wunder hoffen und auf ganz ganz VIEL wunderbare ZEIT!!! )
    @BeLLa danke für Deine Nachricht, und auch mein Beileid. Du hast viel durchstehen müssen und hast dennoch die Kraft anderen zu helfen Ich finde das wirklich bemerkenswert. Ich fühle mich seit gestern nicht mehr ganz so hilflos. Ich lese auch nach und nach alle Einträge aber ich fühle mich noch nicht fähig irgendwas dazu zu äußern, alle die kämpfen sind so stark, auch wenn sie verzweifelt sind(das zuzugeben ist auch eine Art Stärke). Ich glaube durch das Forum bekommt man irgendwie etwas Kraft das durchzustehen und viele hilfreiche Tipps. Danke also Bella das Du da bist und den Kämpfern und Angehörigen Mut zusprichst!
    Hallo @batcat
    Das klingt doch erst mal alles ziemlich gut, ich hoffe es geht weiter aufwärts. Es ist gut dass er Appetit hat, und wenn die Nahrung püriert werden muss, damit sie rutscht, ist das völlig ok. Es gibt hier auch leckere Rezeptideen dazu, schau mal bei den Zungenkarzinomen nach.
    Danke für die Blumen :) Ich möchte einfach ein bisschen von dem zurück geben, was ich hier erhalten habe.
    Alles Gute für Euch
    Bella
    Es ist zum verrückt werden, gerade noch fühlt man sich kämpferisch und stark und im nächsten Moment total am Ende. Fühle mich so schlecht... Ich weiß gerade einfach nicht wie ich mich fühlen soll, was ich machen soll einerseits muß ich für die Kids da sein und andererseits für meine Eltern. Ich kann egal wie ich es drehe und wende höchstens jedes 2te Wochenende da sein. Wenn ich da bin, bin ich völlig neben mir und weiß nicht mit der Situation umzugehen. Kennt jemand dieses Gefühl? Wie kommt ihr wieder zu Euch und was tut man gegen diese Gelähmtheit? Um wieder für alle da zu sein?
    Hallo Batcat,

    hm, also ich versuche mich abzulenken...die Kinder sind da ja echt Gold wert, die Arbeit natürlich auch. Und auch wenn es blöd klingt: seit Mamas Diagnose unternehme ich auch wieder mehr mit Freunden und guten Bekannten. Habe das ne Weile schleifen lassen aber dann wurde mir ja bewusst, wie schnell das Blatt sich wenden kann.
    Das alles gibt mir dann die Kraft, nicht verrückt zu werden. Man muss den Kopf auch mal für andere Dinge frei haben, vor allem wenn man wie bei uns jetzt fast 2 Jahre schon in dem Kampf steckt.

    Ich wünsche dir, dass du auch deine kleinen Auszeiten in irgendeiner Form für dich findest....
    Liebe Grüße!
    Ninjetta
    Hallo ich wollte Euch kurz auf dem Laufenden halten. Das Wochenende tat wider Erwarten gut, auch wenn das wieder wegfahren sehr weh tat, viele Tränen von meiner Mutti und mir vergossen wurden und es meinem Vati einfach nicht gut ging. Er hat seit gestern Abend einen Blähbauch mit dazugehörigen Schmerzen. Meine Androhung, dass wenn der das Montag nicht abklären lässt, er dann evtl gar keine Chemo (wäre die erste) bekommt, hat ihn wenigstens zum überlegen gebracht. Mit der Aussage, dass er ja montag wenn es bis mittag nicht besser wird, zum Arzt gehen könnte. (er ist so ein Dickkopf) Ich mache mir solche Sorgen. Er kam kaum aus dem Bett als wir uns verabschieden wollten. Bis Samstag Abend lief es eigentlich alles ganz gut, wir haben viel geschafft. Von Äpfel pressen, was er unbedingt mit uns wollte, 2 mal war ich mit ihm einkaufen allein(sollte unbedingt sein Auto-automatik fahren üben), mein Mann hat Rasen gemäht auf dem riesigen Grundstück, und der Ersatz-Laptop funktioniert, die Bettseiten der Eltern wurden getauscht (so das Vati näher zur Tür schläft, dabei ist leider eine Nachtischlampe zerbrochen) und die Hühner haben einen sauberen Stall. Ein paar Probleme weniger und Abends wurde gegrillt. Mein Vati war den ganzen Tag auf Achse bis auf ein Mittagsschläfchen. Aber heute sah das einfach nicht gut aus... Ausserdem mussten wir die ganzen Vorsorgevollmachten, Patienten, Betreuung... Etc. durchlesen, haben einmal die Formulare für meine Mutti ausgefüllt, damit sie weiß was wichtig ist... Und Vati hat anfangs noch zugehört, aber dann ging er ins Bett. Ich weiß nicht ob es ihm wegen dem Thema nicht gut ging oder der Blähbauch einfach unerträglich war. Das macht mir fertig aber er spricht nicht über Gefühle, ausser das er oft sagt er ist so oft schon dem Tod entwichen ist und das wird schon, oder man sollte sich nicht so sehr mit dem Thema beschäftigen. Ich weiß einfach nicht was in im vorgeht, ob er Angst hat oder wirklich die Krankheit annimmt(so wie er es jedem Arzt sagt) . Er will alles probieren was geht und kämpfen, das sagt er. Dann haben Wir noch ein Seil an die Wand gebracht damit er sich an etwas hochziehen kann um besser aus dem Bett zu kommen, die Idee hatte mein Vati selbst(er hat immer gute Ideen) , und die Konstruktion hält auch und ist in keinem Fall gefährlich (vorallem da er nichts von Pflegestufe und Hilfsmitteln wissen will). Meine Mutti kam von selbst auf mich zu mit sämtlichen Formularen und hat mir auch gesagt das sie zumindest etwas über die letzte Ruhestätte sprachen... So traurig und zerrissen das KLINGT, doch wenigstens hat man dann einen Anhaltspunkt, wenn es auf den letzten Weg geht. Ich bin soooo durcheinander... Verzweifelt-Leer-Traurig-Ok gerade spielen meine Emotionen verrückt im 2 Minuten-Takt, aber es hilft, das alles aufzuschreiben. Liebe Grüße Kat
    Hallo ich habe da mal eine Frage... Mein Vati hatte ja Sonntag einen unübersehbar Blähbauch, konnte auch nicht auf Toilette und hatte kaum Kraft aufzustehen, die Nacht war wohl furchtbar und er nahm wohl mehrmals Schmerzmittel... Novalminsulvon, die Parkinsonmedis schienen auch versagt zu haben und es hat ihn dudchgeschüttelt. Ich glaube da er den Tag davor, da er keine Schmerzen hatte fast nix genommen hatte, kam der Schmerz in geballter Ladung... Kann das sein? Kann es sein das andere MediS nicht mehr so wirken durch die Leber Metastase? Heute hat er Kümmeltee eingeflößt bekommen von Mutti und hat ein Zäpfchen gegen die Verstopfung genommen... Nun hat er endlich seit Nachmittag keine Verstopfung mehr, die Blähungen sind weg und Schmerz war auch besser, so das er Tagsüber wenigstens schlafen konnte. Aber dafür hat er Durchfall bekommen ... Kann man damit überhaupt die Chemo beginnen? Tut mir leid sind doch 2 Fragen mehr. Bin froh das es ihm soweit erstmal etwas besser geht. Momentan bin ich etwas unruhig mag gar nicht aufs Handy schauen aus Angst vor schlechten Nachrichten,obwohl ich für beide da sein will, kann ich aus der Ferne einfach nicht helfen und das lässt mich manchmal fast durchdrehen, heute früh kam die Nachricht "die Nacht war schlecht... Meld dich bitte"(mehr sieht man nicht in der Voransicht aufploppen im Handy, das ich als Navi nutze) da habe ich meinen Mann angerufen, erstmal bei meinen Eltern anzurufen, da ich im Auto saß zur Ausbildung und einfach Angst hatte. Ich komme mir so schlecht vor das ich nicht einfach angehalten habe und selbst mit Mutti gesprochen hatte. Ich hoffe ich bekomme das hin (ist gottseiDank nur manchmal noch so, seit der Diagnose, das mich die Angst lähmt) so kann es einfach nicht bleiben... Auch abends hatte ich Panik und habe fast nichts gesagt am Telefon...davor ging es zeitweise...und nun wieder wie gelähmt...kennt das jemand? Liebe Grüße Kat
    Hallo,
    Bitte frag nach, ob er die Schmerzmittel zwischendurch abgesetzt hat. Damit sie optimal wirken, muss man sie regelmäßi g nehmen, um immer einen gewissen Level zu haben )sorry, kann das nicht besser ausdrücken)
    Ich denke es ist ok dass Du nicht angehalten und selbst telefoniert hast. Das hätte dich vielleicht so aufgeregt dass Du nicht mehr hättest weiterfahren können. Man ist zerrissen zwischen Sorge und dem eigenen Leben, manchmal muss man sich entscheiden und fragt sich anschließend ob es richtig war. Man muss sich dann vor Augen führen dass alles wohl überlegt, manches auch intuitiv ist, aber man immer nach besten Wissen und Gewissen handelt. Es gibt kein richtig oder falsch...
    Vielleicht wird das mit der Panik dann auch besser, dazu kann ich nichts sagen
    Bella
    Danke Bella, das hatte ich vermutet, das man das Schmerzmittel durchgängig nehmen sollte, doch seine Meinung war wenn er keine Schmerzen hat braucht er das auch nicht nehmen, da er schon durch das Parkinson extrem viele einnimmt. Habe meiner Mutti gesagt sie soll das morgen beim Onkologen ansprechen soll mit dem Schmerzmittel, auch das mit der Verstopfung und Durchfall. Ich werde morgen noch mal wegen Neurologen fragen ob sie diesen endlich informiert haben. (wahrscheinlich nicht) andererseits haben sie sich bei der Krebshilfe zu einem Termin angemeldet ich hoffe da bekommen sie jede Menge Tipps.

    Morgen soll ja die erste Chemo stattfinden, bin nervös und hoffe einfach das er von NW weitestgehend verschont bleibt. Er bekommt wohl gleich ein Mittel dazu gegen die NW. Ich hoffe auf das Beste. PS Hat schon einer von Euch etwas über die "Masern gegen Krebs"- Studie gehört? Habe bis jetzt nur Artikel und eine Spendenseite (Heidelberg) gefunden jedoch nicht für eine Studie und ob man sich anmelden kann oder wie läuft sowas? Hat jemand Erfahrung mit einer Studie gemacht, ein Angehöriger daran teilgenommen? Und da mein Vati in Cottbus im Pancreas-Zentrum war welche Kliniken sind noch darauf spezialisiert? Was kann man noch alles machen?

    Liebe Grüße Kat
    Hallo, Bei uns überschlägt sich gerade alles etwas. Nachdem mein Vater Durchfall hatte kam er nicht mehr allein aus dem Bett, kann kaum laufen, essen oder trinken, schlecht sprechen, schläft größtenteils und ist teilweise wirr. Dadurch würde auch die Chemo erstmal abgesagt. Da ich ziemlich erkältet bin und dort irgendwie kein Arzt sich so richtig der Sache annimmt, ist mein Mann allein runtergefahren zu meinen Eltern. Er hat heute früh die Rettung angerufen und ihn damit in ein Krankenhaus verfrachtet, er war dehydriert und unterzuckert. Wir hoffen auf eine Verlegung nach Cottbus ins Pancreas-Zentrum...mein Mann diskutiert dort mit Ärzten, auch will er ein Brückenteam organisieren, da meine Mutti das nicht schafft ihn allein zu pflegen...außerdem will er ein Palliativteam und Pflegeteam irgendwie ins Boot zu holen, aber dort wo meine Eltern wohnen ist alles etwas weiter weg... Ich hoffe das er irgendwas erreichen kann am Wochenende.Er tut alles um die Stimmung dort etwas zu heben...sich mit meinem Vati unterhalten so gut es geht. Ich bin ihm unendlich dankbar... Ich wäre gern selbst da aber ihn zusätzlich anzustecken ist kontraproduktiv. Ich warte jetzt erstmal weitere Ergebnisse/Untersuchungen ab.
    Der Krebs ist im Bauchfell angelangt und hat eine Entzündung und Bauchwasser verursacht...er ist nach Cottbus verlegt worden und wird punktiert um das Wasser abzulassen.waahrscheinlich bekommt er auch Antibiotika. Er wird mit Tropf erstmal versorgt... Hoffe einfach das es besser wird! Das mein Vati wieder auf die Beine kommt.
    Oh man Batcat, da überschlagen sich ja tatsächlich die Ereignisse bei euch....

    Gut, dass er verlegt wurde, hoffentlich kümmert man sich jetzt gut um ihn in Cottbus.

    Tut mir leid, dass du zu Hause bleiben musstest. Hoffentlich wirst du schnell wieder fit, damit du zu ihm kannst.

    Ich drücke euch die Daumen!
    Liebe Grüße!
    Ninjetta
    Liebe batcat
    Hat man herausgefunden, warum dein Papa einen Blähbauch hatte? War das Wasser im Bauch schuld?

    Mein Papa hatte ja erst einen Blähbauch, da er einen Darmverschluss hatte und alles im Magen blieb.
    Später hatte er auch Wasser im Bauch (und in den Beinen und Füssen). Dagegen bekam er entwässernde Tabletten.

    Ich hoffe sehr, dass dein Papa bald wieder auf die Beine kommt und die Chemo bald starten kann!
    Liebe Grüsse

    Papi
    Diagnose:
    April 2018
    Gegangen: August 2018
    Hallo,

    @Swanilda der Blähbauch kam tatsächlich vom Wasser und der Entzündung. Momentan bekommt er Antibiotika alle 8h.

    Dennoch meinten die Ärzte das er nicht essen will! Und aus deren Sicht, eigentlich nichts gegen das Essen spricht...mein Vati sagt er habe keinen Appetit...er ist auch immernoch schwach, liegt meistens und schläft immer wieder ein, nur zu Besuchszeiten ist er etwas wach, er kann wohl laut seiner eigenen Aussage allein auf Toilette und sich anziehen, waschen... Seine Stimme ist wieder brüchiger. Ein Palliativ-Konsil soll nun beschließen ob er auf eine Palliativstation verlegt wird(die Palliativ Ärztin will ihn sich erstmal ansehen), meine Mutti hat heute in der Arzt-Sprechstunde nach der Chemo gefragt... Da meinte die Ärztin der Abteilung, das sie das mit dem Chefarzt absprechen und er dann evtl auf die Onkologie wechselt... Ich weiß nicht was jetzt besser ist... Ich meine er ist schwach und isst nicht, da ist doch eine Chemo noch zusätzlich belastend, jedoch wäre es vielleicht ein kleiner Mutmacher und Aufschwung für ihn... Weil er sieht das er noch nicht abgeschrieben ist. Andererseits ist die Versorgung auf der Palliativstation besser, da auch mehr Personal vor Ort ist...diese jedoch einfach mehr wie ein Aufgeben wirkt (für ihn und wenn er aufgibt,weiß ich nicht damit umzugehen) ... Ich bin immer wieder am heulen... Vielleicht hat er ja auch eine Depression?Ich weiß nicht weiter. Mein Mann ist Montag wieder hingefahren, da er auch von Cottbus aus arbeiten kann(die haben dort eine Zweigstelle - Glück im Unglück)... Ich bin mit den Mädels allein, werde auch wahrscheinlich meinen Arzttermin am Donnerstag (Coloskopie) nach hinten verschieben... Um einfach auch flexibel und kräftig genug zu sein,jederzeit los fahren zu können, sonst müsste mein Mann Donnerstag wieder her kommen... Aber er und ich sind uns einig das es gut ist das wenigstens einer von uns vor Ort ist und ihn etwas aufbauen kann. Sorry das ich immer halbe Romane schreibe ich bin einfach nur durch mit der Welt, und man sieht es mir auch äußerlich komplett an. Hoffe nur das ich die letzten Schulwochen und die Praktikas in die Reihe bekomme, da mein Vati nicht will das meine jetzige Ausbildung darunter krachen geht. Wir warten jedenfalls jeden Tag aufs Neue auf eine Verbesserung. Ich hoffe einfach das, das jetzt nicht das Ende wird!

    Liebe Grüße
    Kat

    PS: das ambulante Palliativ Team kommt erst wenn er entlassen ist, wenn er auf die Palliativstation kommt.
    @batcat

    Liebe Kat

    Aus Erfahrung würde ich sagen das zum jetzigen Zeitpunkt eine Chemotherapie nicht anzuraten wäre. Dazu scheint dein Vati einfach zu schwach zu sein. Eine Aufnahme auf der Palliativstation ist das Beste, denn dort kann man ihn erst einmal aufpäppeln so das er zu Kräften kommt und der Chemotherapie genug entgegen setzen kann.

    Der fehlende Appetit ist leider ein Symtome des BSDK, den leider sehr viele Betroffene haben. Versucht es mit Lieblingsspeisen alles was er sehr gerne isst.

    Das du deine Untersuchung verschieben willst kann ich verstehen. Ich war damals in einer ähnlichen Situation. Bei mir war es eine Op. Meine Mama hat damals aber dafür gesorgt, das ich alles wie geplant durchgezogen habe.

    Wäge ab wie wichtig die Untersuchung für dich ist und ob es sinnvoll ist sie zu verschieben.

    Alles Liebe Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Mir fällt noch ein, das viele Medikamente die bei Parkinsonerkrankung eingenommen werden müssen, den Appetit hemmen. Wurde das schon einmal abgeklärt?
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hey Kat,

    das mit dem Essen kommt mir bekannt vor, Mama mag auch einfach nicht :(

    Ich muss Mausi zustimmen: ich denke in der momentan Verfassung wäre es keine gute Idee mit der Chemo.

    Ich denke auf Palliativ wäre er besser aufgehoben. Mach ihm klar, dass es nicht bedeutet, dass man ihn aufgibt. Dort geht es eben darum, seine Symptome zu behandeln und ihn aufzupäppeln. Es heißt nicht, dass danach nicht weiter behandelt würde. Aber jetzt ist wichtig, dass er zu Kräften kommt.

    Dir wünsche ich, dass du wirklich ein wenig Ruhe für deine Ausbildung findest, auch wenn das jetzt natürlich sehr hart ist!

    Alles Liebe!
    Ninjetta
    Hallo Kat
    Das gleiche haben wir auch gehört. Ihre Mutter muss essen, kann essen etc. Sie hatte aber einfach keinen Appetit, das ist leider so bei BSDK. Kann denn die Gallenflüssigkeit gut abfließen? Wurde ein MDT gemacht um zu klären, dass das Essen auch den Magen-Darm-Trakt richtig passieren kann?
    Das ist das, was mit noch dazu einfällt. Künstliche Ernährung würde ich wirklich erst einsetzen wenn er zu weit abbaut, letztes Mittel sozusagen... das dumme ist, wie die beiden vor mir schon schrieben, dass man für Chemotherapie in relativ guter Verfassung sein sollte, damit man sie gut übersteht.
    Ich hoffe dass er bald wieder Appetit bekommt.
    Für Dich auch alles Liebe
    Bella
    Hey,
    wurde eigentlich mal wieder ein CT gemacht oder Marker bestimmt?
    Bei Papa lag keiner der "normalen" Gründe vor.. Bili wunderbar in der Norm etc.. es lag wohl einfach einzig und allein am Tumorprogress der die Appetitlosigkeit machte.
    Mein Vater hat sich dann buchstäblich zum Essen gezwungen. Wobei es komischerweise bei Papa immer wechselte.. Also die Appetitlosigkeit war nur an ein oder zwei Tagen extrem.. Dann gings wieder besser, von alleine. Der Magen Darm Trakt soll halt immer etwas zum arbeiten haben, sei es auch noch so eine kleMenge, damit er es - blöd ges agt- nicht verlernt..
    Hat dein Papa evtl sonst auffällige Blutwerte?
    Erhöhte Entzündungswerte, Leukozytose oder ähnliches was zB auf einen Infekt hindeuten könnte?
    Grüße
    Hallo Kat,

    wichtig ist, dass der Neurologe sich mit den Onkologen kurz schliesst. Du schreibst, dass

    batcat schrieb:

    die Parkinsonmedis schienen auch versagt zu haben
    und auch was Du so schreibst lässt darauf schliessen, dass die Chemo den Gehirnstoffwechsel beeinflusst und so eventuell die Parkinsonmedikamente entweder abschwächt oder sogar aushebelt oder verändert. Vielleicht ist dieser Artikel auch für Euch interessant: pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=65059

    Die Verlegung auf die Onkologie kann auch dazuführen, dass der Onkologe die Situation besser klären kann. Ohne das eine Chemo läuft. Eventuell auch einen Neurologen hinzuziehen kann.
    Das solltet Ihr nochmals abklären.

    Und warum sollte es keine Depression (= Überbegriff) sein? Allein die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs reicht dazu aus. Dann die Parkinson-Erkrankung, die den Gehirnstoffwechsel verändert, weil eben das Dopamin fehlt. Schlecht eingestellt verändert es dauerhaft Teile der Gehirntätigkeiten. Hinzu kommen noch die Schübe. Dann noch dehydriert und der Zuckerhaushalt stimmt auch nicht. All das kann auch zu Appetitlosigkeit führen. Klar, kann man essen, nur der Kopf lässt es nicht zu. Und Onkologen kennen sich nicht mit Parkinson aus, deswegen sollte auch der Neurologe mit im Boot sein. Vielleicht fragst Du auch da nochmals nach :)

    viele Grüße
    JF
    Hallo...also mein Papa liegt nun auf der Palliativstation... Da er nicht isst(außer ab und an 3 Löffel Suppe) bekommt er intravenös die Nahrung...größtenteils liegt er und schläft. Wenn er Besuch von Mutti oder uns allen hat, nehmen wir ihn mit dem Rollstuhl raus an die frische Luft, ein paar langsame Schritte mit dem Rollator klappen auch. Das Wasser im Bauch, geht immer wieder in die Beine, sodass er nicht all zu lange im Rollstuhl oder Stuhl sitzen darf. Er hat auch einen Katheter bekommen und darf nur einen Liter trinken, um du kontrollieren wieviel rein und raus geht? Ich war am Wochenende da und es ist einfach erschreckend wie schnell es bergab geht momentan...vor 2 Wochen ist er noch im Garten umhergelaufen nun kann er nicht mehr allein aufstehen... Die Schmerzen haben sie wohl mit leichtem Morphium in den Griff bekommen. Ich bin einfach verzweifelt wie sich alles entwickelt. Wir wurden belehrt, vor Vati, das niemand ihn wiederbeleben würde und das wir doch bitte in der Patientenverfügung ankreuzen sollen das nicht jegliche Möglichkeiten zur Lebenserhaltung gegeben werden, da wir aber Wiederbelebung und Schläuche ausgeschlossen hätten in dem schreiben und vor allem jegliche Palliativmedizin nutzen angekreuzt... Verstehe ich das nicht... Der Pfleger meinte das sonst im Falle eines Falles z. B. alle möglichen Antibiotika gegeben werden. Mein Vati will doch kämpfen, wenigstens ein paar Monate mehr zu bekommen... Und nun sieht alles so aus als ob ihn alle Ärzte sofort aufgeben.Ich könnte heulen. Solange Vati nicht auf die Beine kommt, bekommt er auch keine Chemo das ist klar und verständlich... Nur die Erklärung mit dem Antibiotika... Bekommt er dann gar nichts mehr? Bin verzweifelt
    @batcat

    Liebe Kat

    Es tut mir leid das es deinem Papa im Moment schlecht geht. Leider kommt das bei BSDK sehr oft vor.

    Ich gehe davon aus das dein Vater euch belehrt hat was die Patientenverfügung angeht?

    Hat er diese selbst gemacht und war er sich da wirklich noch vollkommen im klaren was er ausfüllt? Wichtig ist auch das die Verfügung von ihm unterschrieben wurde, wenn nicht ist sie nichts wert.

    Zu deiner Sorge mit der Versorgung kann ich dir schlecht etwas raten, denn ich weiß nicht was für eine Patientenverfügung ihr ausgefüllt habt.

    Gibt es in dieser Verfügung den Punkt 3 "Festlegung zu Einleitung, Umgang oder Beendigung bestimmter medizinischer Maßnahmen"?

    Liebe Grüße Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Die Patientenverfügung hat er gemeinsam mit Mutti ausgefüllt, also sie hat vorgelesen, nachgefragt und die Kreuze gesetzt, wie er sie wollte, und er hat unterschrieben. Alleine ausfüllen hätte er nicht geschafft... Wegen des Parkinson, er hat sich auch alles durchgelesen. Sie ist von der Bundesnotarkammer, ich habe sie nur nicht hier, liegt bei meinen Eltern die Ärzte wollten sie nur schon jetzt bevor sie beim Notar landet...
    Hallo hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage, mein Vati ist immernoch auf der Palliativstation, eigentlich war eine Port OP geplant am Mittwoch, jedoch sind die Entzündungswerte immernoch sehr hoch, womit dies dann nicht möglich sein wird. Er bekommt jeden Tag einen neuen Zugang da sich die bestehenden immer wieder zusetzen. Es braucht auch immer 2-3 Versuche um eine neue Nadel zu setzen. Jeder Tag ist anders, an Einem ist er sehr schwach und am Nächsten kann er ein paar Meter mit einem Rollator laufen. Meine Mutti besucht ihn jeden Tag und geht mit ihm an die frische Luft, mit Rollstuhl. Er bekommt Physio und Ergotherapie. Mein Vati isst nicht sehr viel und ist auch ziemlich abgemagert. Seine Späße macht er zwar noch aber man sieht ihm an, das zu langes Sitzen ihn sehr anstrengt. Das Wasser im Bauch ist etwas besser. Er hatte schon sehr dicke Beine aber die sehen mit Hilfe von Trombosestrümpfen schon besser aus, und den Entwässerungstabletten. Momentan hat er auch noch einen Katheter. Eigentlich war Donnerstag die Entlassung geplant und durch den Port wäre Antibiotikagabe und i.v. Ernährung(sollte nur an Tagen gegeben werden an denen er sehr schlecht isst) möglich, jedoch mit der Entzündung gibt es keinen Port. Mein Vati fühlt sich wie ein lebendiges Nadelkissen. Wir mussten 2 mal die Chemo absagen... Er hat noch keine bekommen... Aber die Chemo ist noch nicht vom Tisch. Jedoch wussten wir nicht das wir das Mittel obwohl es nicht verabreicht wurde bezahlen(Zuzahlung) müssen, da es wohl 2 Tage vorher angerührt wird. Haben immer einen Tag vorher abgesagt da wir ja gehofft hatten, das es besser wird. Ist das bei Euch auch so? (Uns hat dies niemand gesagt mit den 2 Tagen vorher, auch nicht das jede Gabe Zuzahlung bedeutet). Ein Pfegebett sei laut Ärztin noch nicht notwendig, jedoch liegt er meist im Bett allein schon wegen der Zugänge... Die Beutel mit Antibiotika oder Nahrung laufen auch extrem langsam durch seinen Zugang... Meist braucht er mehrere Stunden für einen Beutel und soll ruhig liegen. der Port wäre einfach eine Erleichterung für ihn. Wir also meine Kinder, mein Mann und ich sind soweit niemand krank ist jedes Wochenende da. Nächstes We hat aber meine Jüngste ihren ersten Wettkampf so das nur die Hälfte von uns, oder evtl. nur mein Mann zu meinen Eltern fährt. Damit die Mädels sich etwas entspannen(sie sind wenn wir bei meiner Mutti sind verzweifelt, die Große will bei Oma wohnen, damit diese nicht weint, die Kleine will aus der beklemmende Situation... Meine Mutti sagt vor den Kindern, das wir ja nicht da sind nur am Wochenende und niemand für sie da ist, andererseits ist sie etwas eifersüchtig, wenn Pflege kommen sollte "und was soll ich dann machen?" - macht uns allen ein schlechtes Gewissen zusätzlich da sie ja nicht einfach weg fahren kann...Wir wohnen ca.250 km entfernt) und ich etwas für meine Ausbildung vorbereiten kann und den Haushalt wieder in Griff bekommen, lasse gerade jede Menge Aufgaben sich stappeln... Jedoch habe ich schon jetzt ein blödes Gefühl, was ist wenn die Entzündungwerte nicht runter gehen? Man weiß ja bei diesem blöden Krebs einfach nicht, wie schnell sich der Zustand ändert. Tut mir leid, das ich immer soviel durcheinander schreibe... Ich bin einfach so durcheinander und verzweifelt... Und habe tierisch Angst wie es weitergeht... Ich will doch nur das es meinem Vati gut geht!
    Nur kurz zum Thema Zuzahlung zur Chemo:

    Bei uns war es so, dass bei jeder Chemo Zuzahlungen geleistet werden mussten (bei Folfirinox ca 80€ pro Chemo!), aber nur bei den ambulanten Verabreichungen.
    Meine Mama war anfangs ein paar Mal stationär zur Chemo, da mussten nur diese 10€ pro Tag fürs Krankenhaus bezahlt werden.

    Bei uns wurde die Chemo immer am Chemotag selbst in der hauseigenen Apotheke vom Kkh hergestellt und zwar erst nach Freigabe durch den Onkologen, wenn klar war, dass die Blutwerte passen.
    Das weiß man doch zwei Tage vorher nie.
    Also da würd ich schon genauer nachfragen wegen den 2 Tagen zuvor..,
    Danke für die Hilfreichen Antworten!

    @Kate wie meinst du das 80€ pro Chemo.... Die gesamte Einheit oder jede einzelne Dosis?

    @Silland ich denke eine Befreiung bekommt man erst ein Jahr später... Ich glaube ich rufe morgen mal bei der Kasse an wie das läuft. sonst wäre mein Vati allein schon wegen der Parkinson Medikamente und der derzeitigen Krankenhaus Aufenthalte darüber.

    Da es sich um einen ambulante Chemo gehandelt hätte, erklärt sich das mit der Zuzahlung. Wegen den 2Tagen werde ich nochmal explizit nachfragen zumal mir das ohne die Blutuntersuchung auch spanisch vorkommt... Ärgerlich nur, dass wir ja gar nichts davon nutzen konnten und zum ersten Termin 2 unterschiedliche Mittel angerührt wurden... Was 2x10€ für den ersten abgesagt Termin bedeutet. Eigentlich bin ich nur traurig das er seinen Wunsch für eine Chemo irgendwie nicht näher rückt... Das belastet ihn sicher sehr, da er einfach ein Kämpferherz hat.
    Also für die komplette Chemo Folfirinox, pro 14tägige Gabe, mussten ca. 80€ zugezahlt werden.
    Nach den ersten vier ambulanten Chemoterminen, d.h. 4x alle 14 Tage, hat meine Mama das erste Mal eine Rechnung bekommen und das waren dann ca. 320€ für 4x Folfirinox.

    Da Folfirinox allerdings aus so vielen Einzelteilen besteht, ist hier die Zuzahlung eben so hoch.
    Es kommt auch auf die Körperoberfläche des Patienten drauf an.
    Beispielsweise vom Abraxane. Das gibt es in 100 ml Packungen. Braucht jemand 180 ml aufgrund seiner geringeren Körperoberfläche oder aufgrund Dosisreduktion vom Onkologen braucht man zwei Rezepte je 10 Euro Gebühr. Also 20 Euro.
    Bekommt jemand die volle Dosis oder hat allgemein mehr Körperoberfläche braucht mal zB 230 ml was zur Folge hat, dass man drei Rezepte benötigt und daher 30 Euro allein für Abraxane zahlt.
    Es kommt also immer darauf an in welchen Packungsgrößen die Zytostatika erhältlich sind.
    Beim Folfirinox ist es genauso.
    Da es allerdings schon vier Medikamente sind kann es nicht sein, dass nur 20 Euro angefallen sind.
    5 FU, Leucovorin, Irinotecan und Oxaliplatin sind MINDESTENS 40 Euro, wenn man voraussetzt, dass man bei jedem Medikament nur eine Packung benötigt. Das ist aber fast unmöglich, es sei denn er hat Dosisreduktion, wiegt so wenig oder bekommt nicht Folfirinox. Wenn man sich nur die Mengenangabe für einen qm KOF ansieht kommt man nie auf 20 Euro. Das ist unter normalen Bedingungen vollkommen ausgeschlossen.
    Bzgl Befreiung.
    Krankenkassen können auch unterjährig befreien. So war es bei uns.
    Das mögen sie zwar nicht gern, da sie mit fiktiven Beitrag rechnen müssen was mehr Arbeit bedeutet, aber es geht. Ging bei uns auch, obwohl ich nochmal mit der Lady telefonieren musste.
    An sich is es aber egal, da man es rückerstattet bekommt..
    Uns war es aber so lieber..

    Grüße
    Auf jeden Fall gut erklärt, danke. Ich glaube auch mein Vati hat schon eine Prozent Reduzierung bei der Zuzahlung, (durch das Parkinson und dadurch grad der Behinderung)... Hmm muss morgen mal mit der Onkologie telefonieren, da beim ersten Termin 2 Medis(Gemcitabin und Ribosetron) und beim zweiten Termin nur eins (Gemcitabin) angerührt wurde. Ohne Blutuntersuchung ausser die beim Eingangsgespräch. Jedenfalls steht überall nur je 10€ dahinter.nun gut morgen weiß ich mehr.

    Port wird Mittwoch wahrscheinlich doch gelegt, die Blut Werte waren besser, zum Übergang hat er jetzt einen Port-Ersatz in der Leistengegend, und den Katheter ist er auch erstmal los... Mehr habe ich nicht erfahren, das ist nur Wissen aus den Telefonat mit meiner Mutti.
    Jep, chronisch Kranke haben nur 1%.
    Hatte mein Papa auch wegen chronischer Pankreatitis.
    Die würden dann eben auch entfallen.
    Ribosetron wird verwendet als Infusions- bzw Injektionslösung. Wirkstoff ist Granisetron. Das wird als Begleitmedikation gegeben gegen Übelkeit etc. Mein Papa bekam zusätzlich noch Dexamethason, weil er auch Abraxane hatte. Und die Begleitmedikamente hatte mein Papa nur als Tablette.
    Ist von daher bisschen anders als bei Chemomittel.
    Grüße
    Hallo... Ich weiß gerade nicht weiter, eigentlich sollte mein Vati heute aus der Palliativstation entlassen werden. Dann wäre heute der MDK da gewesen und morgen das palliativ Team. Er wurde nicht entlassen da er Wasser in der Lunge hat/hatte... Er wurde punktiert... Morgen noch mal Ultraschall und dann erst nach Hause... Ca. 15Uhr. Ich weiß nicht ob das alles klappt mit Pflegedienst und Palliativ Team an einem Freitag Nachmittag... Das Gebiet in dem meine Eltern wohnen ist palliativ nicht erschlossen so das das Palliativ Team über eine Stunde braucht um da zu sein... Auch habe ich Angst wegen dem Wasser in der Lunge... Warum geht es nur immer weiter Bergab? Zumal ich dieses Wochenende nicht hinfahre, meine Jüngste hat ihren ersten Wettkampf (Turnen) und freut sich einfach mal nicht fahren zu müssen und mit Mama ein Wochenende allein zu sein. Mein Mann und meine Große fahren Freitag Abend zu meinen Eltern. Ich hab das Gefühl die Welt bricht unter mir zusammen und egal wie ich mich entscheide es wird falsch sein...kann kaum nachdenken...ich habe solche Angst.

    Liebe Grüße Kat
    Oh Kat, ich kann deine Ängste so gut verstehen....

    Was meinst du will dein Papa! Dass du zu ihm kommst, oder dass du mit deiner Tochter den Tag bei ihrem Wettkampf verbringst?

    Auch die Ängste, ob ihr das zu Hause schafft kann ich verstehen.... ich hatte ja auch Angst, weil ursprünglich sollte Mama ja auch noch mal nach Hause, trotz allem....

    Traut deine Mama sich das zu? Ist sie gut eingewiesen, so dass man im Zweifelsfall die Stunde überbrücken kann?
    Wenn es nicht gehen würde, würde man deinen Papa ja auch nicht entlassen, keine Sorge.

    Ob es jetzt immer nur noch bergab geht, das kann dir niemand beantworten....alles ist möglich. Vielleicht hilft ihm die vertraute Umgebung zu Hause ja dabei, wieder aufzublühen.
    Weißt du, so lange es noch Hoffnung gibt - egal ob auf Heilung oder eben noch eine schöne Zeit - sollte man diese auch nicht verlieren.
    Mit der Einstellung bin ich fast 2 Jahre ganz gut gefahren.

    Alles gute euch!
    Ninjetta