Pleuraerguss

    Hallo, liebe Mädels,
    mich treibt seit einigen Tagen eine Frage um: Habe ich einen Pleuraerguss?
    Seit fast fünf Wochen habe ich das Gefühl, dass ich einen grippalen Infekt bekomme, muss mich häufig räuspern, leichtes Hüsteln. Vor einer Woche kam ein Druckgefühl im Bereich des Brustbeins dazu, welches sich im Liegen, sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage, verstärkt. Außerdem fühle ich mich sehr erschöpft und meine Arme fühlen sich sehr schwer an. Auf Anraten meiner Psychologin bin ich dann am Mittwoch in die Notaufnahme gegangen. Alle sehr nett, aber gefunden wurde nichts. EKG i.O., Röntgen Thorax unauffällig. Sie wollten mich für weitere Untersuchungen, Herzultraschall und Thorax CT stationär aufnehmen, aber das habe ich abgelehnt. Nun warte ich darauf, dass mein Hausarzt am Montag wieder da ist und plage mich mit dunklen Gedanken.
    Ist ein Pleuraerguss typisch für unser Krankheitsbild? Welche Erfahrungen habt ihr vielleicht schon damit gemacht?
    Ich würde mich freuen, von euch zu hören.
    Liebe Grüße, Annett
    Liebe Annett,
    meine Schwester hatte letztes Jahr einen Pleuraerguss. Es waren zunächst Rückenschmerzen und dann Atemnot. Ein Ultraschall hat sofort "Wasser in der Lunge" gezeigt. Im Krankenhaus wurde geröntgt und da konnte man auch die Menge gut schätzen. Also wenn im Röntgenbild Nichts zu sehen war, ist es wohl kein Pleuraerguss, aber ich wünsche Dir, dass dein Hausarzt bald die Ursache findet.
    Lieben Gruß
    Hallo @Engelchengesicht3,

    hast du denn auch Atemnot oder Schmerzen beim Atmen?

    Ich würde schon dafür plädieren, dass ein Ultraschall gemacht wird, ggf. ein Thorax CT.. im Röntgen sieht man Pleuraergüsse nicht immer.
    Hat man mal Blut genommen und auf Entzündungswerte hin untersucht?
    Die Differentialdiagnose Reflux ist auch nicht von der Hand zu weisen..
    ich würd das abklären lassen, zumal du ja schon seit 5 Wochen Symptome hast.
    https://www.mokoniara.de
    meine Bilder...meine eigene website... <3
    Hallo, ihr Lieben, vielen Dank für eure Antworten! Ich spreche sonst kaum mit anderen über meine körperlichen Beschwerden, weil ich immer denke, mir nimmt sowieso keiner ab, dass es mir nicht gut geht, schließlich sind meine Haare ja wieder sooo schön...Dafür bin ich auch dankbar, aber innen und außen sind nun mal zwei verschiedene Schuhe.
    Heute war ich bei meinem Hausarzt. Der zweifelt eher an Pleuraerguss, ist aber trotzdem einverstanden, dass wir mal ein Thorax ct machen. Er vermutet, wie ihr auch ;) , Reflux. Darauf wäre ich nie gekommen, klingt mir viel zu "normal". Geht es euch auch so, dass ihr bei jedem Zipperlein sofort den Krebs im Kopf habt? Ich kann nicht mal schlechte Laune haben ohne zu denken: Wesensveränderung=Hirnmetastasen ;( ! Verrückt, ich weiß, aber ich arbeite dran :thumbsup: .
    Liebe Grüße und habt einen schönen Tag, Annett :)
    Liebe Annett, dann bleiben die Daumen gedrückt, aber das klingt doch schon einmal gut. Und meine Ärztin sagte einmal, man solle bei Huftrappeln zunächst an ein Pferd denken und nicht an einen Elch.

    Ich kenne das psychische Problem, was Du beschreibst: durch die Therapien und die Nach/Nebenwirkungen sprach mein Körper eine völlig andere Sprache als vorher und dafür mußte ich ein neues Verständnis entwickeln. Ich könnte auch wirklich schwören, dass sich bei mir neurologisch etwas verändert hat, weil ich Schmerzen in einem deutlich höheren Maß empfinde als früher. Das wurde mir erst bewußt, als mir beim Kochen einmal ein winziges Tröpfchen Öl auf die Hand spritzte (es wurde nicht mal rot nachher) und ich vor Schmerz hätte durch die Decke gehen können. Und da alle diese körperlichen Reaktionen scheinbar für Jahre auf "maximale Lautstärke" gedreht wurden, war es schwer irgendetwas einzustufen als harmlos oder wirklich bedrohlich.

    Meine Selbstdiagnosen waren in den letzten Jahren haarsträubend, selbst Muttermale, die schon immer da gewesen sein müssen, waren plötzlich eindeutig Hautkrebs und... Wenn ich eine Liste aller selbst erkannten Probleme gemacht hätte, wäre diese jetzt sicher 2 DIN A4 Seiten lang. 8|

    ABER ich fand es trotzdem wichtig, Dinge die länger anhalten gründlich checken zu lassen. Zum einen sind wir leider eine Risikogruppe und zum anderen habe ich auf diese Weise durch Hartnäckigkeit endlich eine verdeckte Portthrombose (die mir vier Ärzte nicht glauben wollten!) aufdecken können. Das war dann aber zum GLück die einzig brenzlige Situation in den letzten vier Jahren und gut behandelbar.
    Liebe Mohnblume79, es klingt komisch, aber für mich ist es sehr beruhigend, dass diese Übersensibilisierung bei körperlichen Symptomen auch andere Frauen betrifft. Danke, für deine Offenheit!
    Mein Arzt hat mir gestern ein Medi zum Senken bzw. Hemmen der Magensäure gegeben, zum Probieren, vielleicht wird es dann besser. Zu Hause ein Blick in den Beipackzettel, um Himmelswillen! Das soll ich nehmen? Meine arme Leber! Am Nachmittag war ich bei meiner Heilpraktikerin zum Geburtstag und sie bestand darauf, dass ich ihr kurz eine Info gebe, was der Doc gesagt hat. Sie hat bei der Schilderung meiner Beschwerden auch gleich auf stillen Reflux getippt, aber es muss wohl erstmal getestet werden, ob Säureüberschuss oder -mangel. Also Rote Beete Test und siehe da, es ist ein Mangel :huh: . Man, das nervt, den Test kennen Ärzte doch bestimmt auch! Na, mal sehen, welche Therapie wir jetzt zusammenstellen.
    Liebe Grüße, Annett
    Liebe Mohnblume 79, ich habe heute den Befund von meiner Thorax CT bekommen. Keine Metas, Wasseransammlungen oder irgendetwas in der Art 8o jippie!!! Im Lungenflügel auf der bestrahlten Seite zeigt sich wohl eine kleine Veränderung, aber das könnte von der Bestrahlung kommen. Da ich den trockenen Husten schon eine Weile mit mir herumtrage, könnte es auch eine sehr leichte Lungenentzündung sein. Ich habe am Donnerstag einen Termin, da will die Ärztin mich nochmal abhören, Blut abnehmen und dann evtl. eine Therapie einleiten. Mensch, bin ich erleichtert!!!
    Das mit dem stillen Reflux behalte ich trotzdem weiter im Auge, denn langsam wird dieser ständige Kloß im Hals und die häufige Räusperei sehr anstrengend. Mein "Sprechberuf" trägt auch nicht wirklich dazu bei, dass es besser wird. Nur weiß ich leider gar nicht so richtig, was ich machen soll. Die Blocker will ich nicht nehmen, aber was anderes gibts wohl nicht. So versuche ich mit Haferschleim zum Frühstück, Kaffeeverzicht 8| und möglichst basischem Essen eine Verbesserung zu schaffen. Bisher mit keinem Erfolg! Hat jemand einen Tipp? Liebe Grüße, Annett
    Liebe Annett,

    Als ich dein Thread las, dachte ich, es könnte glatt mein eigenes Thema sein.
    Ich habe auch seit 31.08. Ein Gefühl des täglichen Räuspern müssen, dadurch ausgelöst einen Husten und das Gefühl eine Grippe zu bekommen.
    Kopfkino war angeschaltet.
    Da ich in der ersten Septemberwoche zur stationären Nachsorge musste, wurde Ct, EKG, Röntgen, Bronchoskopie gemacht. Alles ohne Befund, nur Lungenfunktion war schlechter, weil ich ja einen Infekt hatte. So dachte ich. Nur mein CRP war minimal erhöht.
    Meine Onkologin sieht das auch ganz entspannt. Überwies mich allerdings nochmals an einen anderen Pneumologen. Heute war ich dann noch bei ihm.
    Die Empfehlung aller Ärzte. Mit dem Pariboy und Salbutamol 3 x täglich inhalieren. Und 2 Hub Spiriva Respimat täglich inhalieren. VIEL trinken und sollte nach nun 5 Wochen, es bis nächste Woche nicht besser sein bzw. verschlimmern, werde ich 5-7 Tage eine Cortisontablette nehmen. Schonen um dem Körper Ruhe zu gönnen und Stimme schonen, da ich auch etwas heiser war.
    Aber ich habe heute Abend schon etwas Erleichterung gespürt. Nicht mehr so viel Husten.
    Woran es liegt??? Ich glaube an die Wirkung der Medikamente und mein Kopfkino ist etwas ausgeschaltet. 5 Ärzte haben all das Gleiche gesagt.
    Wir Lungenkrebsler sind anfälliger und es dauert länger bis wir Infekte wieder los werden. Da übe ich mich dann in Geduld.
    Ich hoffe, es wird bei dir auch besser.

    LG Kerstin
    @Engelchengesicht3

    Das sind ja mal tolle Nachrichten: komplett auf den Kopf gestellt und alles OK, das ist doch super.

    Aber das nervige Trockenheitsgefühl wegzukriegen, ist natürlich immer noch eine Aufgabe. Ich hatte das nach den Therapien praktisch in allen Schleimhäuten: Augen, Nase, Bronchien und es hat gefühlt Jahre gedauert, bis es besser wurde.
    Meine Versuche, die mehr oder minder dauerhaft erfolgreich waren, habe ich Dir mal aufgelistet:
    • Einnahme von Equizym MCA. Da dieses Mittel die Befeuchtung aller Schleimhäute unterstützt, kann es auch hilfreich im Bereich der Bronchien sein. Da man es sowieso kurweise nimmt, ist das nicht notwendigerweise eine Dauerlösung. Ich habe es immer mal 2 Wochen benutzt.
    • Salzgrotte oder Salzinhalator (oder noch besser natürlich ein Urlaub am Meer ;-))
    • Dampfbad im Schwimmbad
    • Check meiner sonstigen Umwelt:
      Bin ich regelmäßig der Klimaanlage ausgesetzt? (In Büro und Auto vermeiden soweit es geht.)
      Wie ist die Luftfeuchte in meiner Wohnung? (Hat mich vorher nie interessiert, war aber viel zu niedrig, Vernebler angeschafft.)
    • Ich habe auch viel zum Thema "chronischer psychogener Husten" gelesen. Ich war auch früher schon jemand, der Husten nach der Akutphase praktisch nicht losgeworden ist, weil die Bronchien dauergereizt blieben. Und kombiniert mit Angst war das natürlich ein unseliger Kreislauf. Kein Witz: ich habe mir zeitweise mit Stoppuhr "verboten" mit innerhalb der nächsten Viertelstunde zu räuspern und dann die Zeiträume verlängert. Einige Male hat das (nach einer Abklärung wie bei Dir) sehr gut geholfen, mir den Husten wieder abzutrainieren.
    • MONAPAX ist ein homöopathischer Hustensaft mit (bei mir) sehr guter Wirkung gegen Reizhusten
    • Isla Moos Pastillen waren für mich ein guter Begleiter im Büro, der den Rachen feucht gehalten hat. Gibt es auch in erträglichen Geschmacksrichtungen.

    Wenn es sich um Reflux handeln würde, wäre das natürlich nicht zielführend. Was ich oben aufgelistet habe, sind Sachen, die ich probieren würde, wenn es kein Reflux ist. Warum probierst Du denn dieses Refluxmittel nicht mal nur für eine Woche aus? Sollte es helfen, kannst Du es ja immer noch nach einem gewissen Zeitraum absetzen und probieren, ob etwas wiederkommt oder nicht.

    Neu

    Hallo,liebe Mädels,melde mich aus dem Urlaub am schönen Gardasee zurück, ein herrliches Fleckchen Erde! Wollte euch nochmals für eure moralische Unterstützung und die nützlichen Tipps danken. Mein Reflux ist mal lauter, mal leiser, so dass ich schon ab und zu daran gedacht habe, die Blocker zu nehmen. Am Donnerstag höre ich mir noch die Meinung meiner Heilpraktikerin dazu an.
    Liebe Mohnblume, die trockenen Schleimhäute machen mir wirklich auch sehr zu schaffen. Trotz Pflege mit Vagisan Feuchtcreme fühlt sich mein Intimbereich innen und außen ausgetrocknet an und an manchen Tagen oder besser Abenden juckt es so, dass ich am liebsten eine Bürste nehmen würde. Die Schleimhäute im Mund haben auch immer wieder entzündete Stellen, obwohl während der Chemo alles gut war. Aber vielleicht muss ich geduldiger sein, schließlich liegen OP,Chemo und Bestrahlung gerade mal ein Jahr zurück.
    Ich wünsche euch allen einen goldenen Herbst und vor allem Gesundheit. LG, Annett