Kleinzelliges Karzinom mit Metastasen in Leber, Hirn, Wirbelsäule - Rezidiv und nun ?

    Kleinzelliges Karzinom mit Metastasen in Leber, Hirn, Wirbelsäule - Rezidiv und nun ?

    Hallo,

    mein Vater, 64J, hat im Februar 2018 die Diagnose Kleinzelliges Bronchialkarzinom erhalten. Er ist Nichtraucher, hatte etwas abgenommen und hatte starke Rückenschmerzen.
    Detaildiagnose lautet: cT4 N2 M1c (hep., oss.)
    Er hat sechs Chemos mit Carboplatin und Etoposid hinter sich gebracht und auch ziemlich gut vertragen.
    Im Juli/August gab es je 10x Bestrahlung vom Kopf und von Brustwirbel 11-Lendenwirbel 2 wegen einer im Mai 2018 entdeckten Hirnmetastase (5mm) und sehr schmerzhafter Knochenmetastasen bzw. einem Bruch des LWK2.
    Im August wurde er 2x an der Wirbelsäule operiert - Wirbelersatzkörpereinsatz mit Gestänge (endoskopische ventrale Fusion L1/l3 sowie Osteosynthese mittels Fixateur).

    Die ganze Behandlung hat 600 km von seiner Heimat stattgefunden, weil meine Schwester und ich dort mehr in der Nähe waren und meine Eltern in der Provinz leben.

    Vor zwei Wochen nun kam er mittels zehnstündigem Krankentransport (Horror!) heim und wir haben eine onkologische Anbindung in der Nähe des Wohnortes der Eltern gefunden.
    Nach den Wirbel OPs ist er sogar schon mehrere hundert Meter gelaufen und war so froh wieder beweglich zu sein. Die Chirurgen haben ihn entlassen und er sollte in eine AHB.

    Jetzt daheim liegt er fast nur noch, AHB ist in weite Ferne gerückt. Er kann fast nichts allein und wiegt noch 75kg auf 1,90m. :(
    Am Dienstag war ein CT und da hieß es, dass die Lebermetastasen und der Lungentumor wieder gewachsen sind. Lungentumor war durch die Chemo um 50% zurückgegangen.

    Das ist wohl das "berüchtigte" Rezidiv. Ich habe mit Prof. Thomas aus Köln Kontakt gehabt im Frühjahr/Sommer und er riet zu einer Therapie mit Nivomulab. Die neue Ärztin, die meinen Vater erst seit einer Woche kennt weist ihn auf Station ein (neue Klinik in der Provinz) und murmelte etwas von "weitere Chemo". Montag soll außerdem ein MRT sein.

    Gibt es hier Erfahrungen bzgl. Rezidiv beim SCLC ? Mein Vater ist mental sehr stark, aber er hat mörderische Schmerzen im Arm/Schulter - vermutlich von Metastasen im Hals/Brustwirbelbereich und er hat der Krankheit nicht mehr viel Kraft entgegenzusetzen. Die OPs haben ihn geschwächt, aber er wollte unbedingt die Rückenschmerzen loswerden und jetzt ist er außerdem wahnsinnig müde. Wir vermuten, dass er unter den Nachwirkungen der Bestrahlung vom Kopf zu kämpfen hat.

    Hat noch jemand Tipps bzgl. hochkalorischer Ernährung - er kann kein Fresubin mehr sehen und verträgt Sahne nicht sehr gut.

    Medikamente nimmt er momentan : 2x32mg Hydromorphon retardiert und aktues Morphium bei Bedarf. Novalgin außerdem.
    Hallo @Puschel ,

    auch im Namen von @The Witch , der im Lungenkrebsbereich zuständigen Moderatorin, möchte ich Dich herzlich im Krebs-Infozentrum begrüßen, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung hier kein sehr schöner ist.

    Leider hat der Kleinzeller schon gestreut, er ist besonders tückisch. Ich nehme an, Dein Vater bekommt jetzt eine neue Chemo mit Cisplatin. Natürlich sollte er jetzt in eine bessere körperliche Verfassung kommen und mir fällt da Trinknahrung von HiPP (hochkalorisch) ein. Ich finde sie viel geschmackvoller als Fresubin und man kann sie auch zusätzlich unter Suppen mischen. Kostenlose Proben können dort angefordert werden und die Trinknahrung ist auch verordnungsfähig. Einfach mal googeln, auf der Seite findest Du viele Informationen.

    Ich wünsche Dir einen hilfreichen Austausch und denke, der eine oder andere User wird sich noch zu Wort melden.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero