Wiederkehr in Form von Metastasen

    Wiederkehr in Form von Metastasen

    Hallo,
    den Fall meiner Angehörigen hatte ich hier Metastasenchirurgie Lunge bereits kurz skizziert.
    Sie hat nun auch ihren alten Entlassungsbrief für mich herausgekramt, so dass ich die damaligen Gegebenheiten (2008) darstellen kann.

    Diagnose:
    Invasives Mammakarzinom rechts
    Tumorformel: ypT1c, pN1a, M0, G2, LO, VO, RO
    Östrogenrezeptor: ü90 % / IRS 12
    Progesteronrezeptor: ü90 % / IRS 8
    Her-2-neu Status: 1+

    Die neue Zusammensetzung ist den Ärzten bekannt, liegt ihr aber noch nicht vor. Inzwischen liegt auch eine Lymphangiosis carcinomatosa vor.

    Epikrise:
    Axilläre Sentinel-node-Biopsie mit nachfolgender axillärer Lymphonodektomie Level 1 und Level 2
    Portimplantation in die linke V. subclavia
    Neoadjuvante Chemotherapie mit 4 Zyklen FEC ... und 4 Zyklen Taxol ...

    Anschließend wurde noch mit Boost bestrahlt und fünf Jahre ein Aromatasehemmer eingenommen. Die jährliche Nachsorge bestand aus Mammographien.

    Jetzt beim Abtippen macht mich ein Satz stutzig "Die Bestrahlung der Lymphabflusswege ist optimal mit der Patientin im Gespräch mit der Strahlentherapeutin zu erwägen". Ich fürchte aber, dass ihr das nach zehn Jahren im Detail nicht mehr viel sagt.
    Inzwischen hat das Tumorboard getagt und der Arzt meine Tante darüber informiert.

    Etwas irritierend fanden wir beide, dass dem Tumorboard das Ergebnis der Skelettszintigrafie nicht vorlag. Es müsste der überweisenden Frauenärztin und in jedem Fall der Lungenfachklinik vorliegen. Möglicherweise ist es nicht angefordert worden.
    Ich habe meiner Tante vorgeschlagen, ihre Frauenärztin um eine Kopie zu bitten, damit sie das Ergebnis "keine Knochenmetastasen" auch schriftlich vorliegen hat.

    Die Histologie hat ergeben, dass beide Hormonrezeptoren positiv sind. Einer läge bei 40, der andere bei 60%. Auch da habe ich ihr vorgeschlagen, ihre FÄ zu fragen, wie die Entwicklung von über 90% auf 40 bzw. 60% zu bewerten ist.
    Her2 neu ist negativ.

    Erwartungsgemäß bekommt sie daher AHT (Anastrozol) und sonst nichts weiter, auch nicht gegen die ET. Bei ihrer Gynäkologin wird sie auch nachfragen, welche AHT sie nach der ED hatte, denn das weiß sie nicht mehr.

    Irritierend fanden wir auch, dass die Thrombozytenzahl nicht überprüft wurde. Das letzte Blutbild wurde in der Klinik gemacht, eine Kontrolle in vier Wochen sei ausreichend.

    In einem Vierteljahr erfolgt eine erste Verlaufskontrolle mittels (nicht näher bezeichneter) bildgebender Verfahren. Sie hatte ja ziemlich kurz hintereinander ein oder mehr Thorax-CT, Thoraxröntgen, Oberbauch - Sono, eine Mammographie sowie Skelettszintigrafie.

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