Lungenkrebs und jeden Tag schlimmere Nachrichten

    Lungenkrebs und jeden Tag schlimmere Nachrichten

    Hallo liebes Forum,
    seit ungefähr einer Woche wissen wir nun, dass meine Mutter Lungenkrebs hat.
    Im Moment kommt jeden Tag eine neue schlimme Nachricht dazu und ich bin völlig überfordert. Aber ich versuche es mal von Anfang an. Meine Mutter ist 67 Jahre alt und raucht mit Unterbrechungen seit dem sie 20 ist.
    Seit etwas über einem Jahr hat sie erwiesenes Rheuma und Husten.
    Sie ist von Arzt zu Arzt gerannt und alle meinten, es käme vom Rheuma oder
    vom Blutdruckzeug.
    naja nach langem hin und her wurde vor 2 Wochen ein CT gemacht und dort wurde ein kleiner Tumor entdeckt.
    Ca. 2 cm. Alle Ärzte sagten, das wäre alles nicht so schlimm und das würde man operieren und gut. Es sähe ganz klein und allein aus.
    Am Donnerstag letzte Woche war dann Biopsie angesagt. Leider ein total schlimmes Ergebnis. Alle Lymphknoten der Lunge befallen.
    Vorläufige Einstufung des Tumors:
    T1N3M0.
    Gestern war dann MRT vom Kopf.
    Leider wieder schlimme Neuigkeiten : 2 Metastasen jeweis ca. 7mm und schwer zu sehen. Es ist wohl kein Kleinzeller aber mehr ist noch unklar oder sie sagt es mir nicht.
    Meine Mutter hat keine gesundheitlichen Probleme ausser dem Husten und ab und an Atemnot. Aber seit sie letzte Woche aufgehört hat zu rauchen ist auch das besser.
    wir sind völlig überfordert.
    ich weiß, dass ihr hier keine Ärzte seit und keine Glaskugel habt, aber ich weiß grad nicht weiter.
    Mein Vater ist bereits lange tot und Geschwister hab ich keine. Ich selber bin 33 Jahre alt.
    mein Stiefvater ist auch völlig fertig und mein Mann hat selber mit Thrombosen zu kämpfen.
    also alles doof grad ;(
    Aber genug vom heulen. Am Mittwoch soll meinte Mutter zum Onkologen und dann gucken wir wie es weiter geht.
    Im netzt liest man nur von Monaten bei metastasen Kopf, aber ist das wirklich so?
    Gibtes noch Hoffnung?
    was kann ich tun?
    Wenn die Ärzte noch von Chemo und
    Bestrahlung reden, heißt das wir können noch hoffen?
    Sorry wenn der Text etwas verworren ist, aber ich muss mich noch sortieren... :)

    Liebe Grüße

    Sue
    Hallo Sue,
    als ich deinen Text las dachte ich es sei meiner,so ähnlich sind unsere Geschichten zur Diagnose. Bei uns ist es allerdings mein Papa, auch 67ubd ich auch 33.Es wird Dir bestimmt guttun, dass du hier deine Gedanken, Ängste, Sorgen etc. loswerden kannst. Viele nette Menschen sind hier unterwegs.Ich selbst bin etwa seit drei Wochen Mitglied, seit 4 Wochen kennen wir die Diagnose. Was die Prognose angeht kann ja nie wirklich was gesagt werden, ist vielleicht manchmal auch besser so. Wir kennen sie nicht bzw will mein Vater sie uns nicht sagen. Ich drücke euch und vor allem deiner Mama auf jeden Fall alle Daumen, dass eine Therapie anschlägt, egal welche. Mein Papa bekommt gerade Bestrahlung gegen die Metastasen im Kopf und in den Knochen. Danach soll es weiter gehen mit gezielter Chemo. Wenn es ein nicht Kleinzeller ist bei deiner Mama stehen die Chancen weit besser, das weiß ich mittlerweile. Aber da wissen die anderen lieben Menschen hier weitaus besser bescheid.
    Euch alle guten Wünsche!
    Hallo AnRa,

    danke dir für die lieben Worte.
    Ich drücke dir und deiner Familie und vor allem deinem Vater auch ganz fest die Daumen. Und hoffe du kannst bald gutes berichten. Unsere Diagnosen gleichen sich ja wirklich sehr.

    Irgendwie ist das alles noch wie ein Alptraum. Gestern war noch alles in Ordnung und heute bricht deine Welt zusammen. Und auf einmal haben irgendwie alle mit denen man redet
    einen Verwandten oder Freud der Krebs hat. Schon komisch...
    Meine Mutter versucht alles „locker“ zu nehmen
    und sich nicht so verrückt zu machen.
    Daher versuche ich auch nicht in ihrer
    Gegenwart zu weinen. Ich glaube sie hat noch nicht ganz verstanden, wie schlimm es ist...
    aber vielleicht ist das ja ganz gut, dann ist sie positiver.
    Sie hat mir gestern gesagt, das ihr Arzt meinte,
    dass das erste halbe Jahr mehr schlechte als
    gute Tage kommen werden, aber dann wird es besser.
    das klingt für mich schon mal ganz gut . Ich denke wir alle dürfen einfach nicht schwarz
    sehen sondern sollten uns freuen unsere lieben
    noch etwas bei uns zu haben.
    Ach ich Schreib schon wieder so viel...
    aber irgendwie muss es raus...
    Nochmal Danke für deine Worte und alles alles gute
    Hallo @Sue1985,

    als Moderatorin für den Lungenkrebsbereich heiße ich dich ganz herzlich willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum. Keine schönen Nachrichten, die ihr da bekommen habt - aber ich bin zuversichtlich, dass du hier Menschen findest, mit denen du dich austauschen kannst. Auf ein gutes Miteinander!
    Es grüßt die Hexe.
    Liebe Sue,
    es ist toll, dass deine Mutter es so nimmt wie sies tut. Mein Vater macht es genauso und will in drei Jahren seinen 70. feiern... Vielleicht entwickeln viele Kranke ja tatsächlich eine Art Kämpfernatur, die sie besser damit umgehen lässt.
    Dass du nicht weinen willst in ihrer Gegenwart kann ich sehr gut verstehen. Mir ist das am Anfang leider nicht gelungen und alle haben geheult außer mein Vater :) Aber irgendwie lernt man auch mit der Zeit wieder besser mit der Diagnose umzugehen, aber weh tut es trotzdem immer nochmal, keine Frage. Hast du die Möglichkeit häufig bei ihr sein zu können? Dass der Arzt von deiner Mama sagt, es wird besser, ist doch eigentlich eine gute Aussicht oder? Bin gespannt wie es bei euch weitergeht, nach dem Gespräch mit dem Onkologen wisst ihr bestimmt mehr.Und bis dahin drücken wir den beiden einfach gegenseitig alle Daumen und versuchen die schönen bzw guten Tage zu nutzen und nicht die schlechten.
    Viele Grüße
    Liebe @Sue1985,
    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum unter den „Angehörigen“. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie du dich gerade fühlst: ohnmächtig, geschockt, hilflos und ausgeliefert. Mir geht es jedenfalls so. Seit Feststellung der Diagnose ist es eine endlose Achterbahn der Gefühle.
    Wurde denn für deine Mutter eine
    Mutationensanalyse veranlasst? Die Biopsie war ja erst am Donnerstag. Vielleicht gibt es ja neben der Chemotherapie noch weitere Therapieoptionen (TKI, Immuntherapie).
    Auf jeden Fall wünsche ich dir und deiner Mutter viel Kraft im Umgang mit dieser Krankheit.
    Ganz liebe Grüße
    Fanny
    Hallo ihr zwei
    @AnRa - also ich wünsche mir sehr, dass wir beide die 70. unsere beiden Eltern mit Ihnen feiern können. Aber wenn wir alles dafür kämpfen und es wollen dann muss es einfach klappen...
    Meine Mutter wohnt leider ca. 100 km weit weg aber ich versuche im Moment mindestens einmal die Woche bei ihr zu sein.
    Sie meint, da sie nicht vor hat so schnell zu sterben soll ich mal ruhig machen, aber ich brauch das einfach .
    @Fanny
    Ja ich fühl mich genau wie du, aber ich hoffe wir finden einen Umgang damit. Danke dir für deine lieben Worte. Ich wünsche dir auch alles gute und viel Kraft.
    Wir warten noch auf die Bestimmung von evtl. Mutationen aber nach der ganzen kacke
    mache ich mir da wenig Hoffnung . Ich hoffe einfach , dass sie alles gut durchsteht und wir
    wirklich noch zusammen den 70. feiern können..
    Es sind im Moment nur so viele neue Dinge die ich lernen muss. Das Mama nicht mehr unkaputtbar ist und dass ich jetzt die starke sein
    muss zum Beispiel. Und dann noch die ganzen
    Dinge, die man über den Krebs wissen sollte. Man kommt sich so ausgeliefert vor. aber mein Mann versucht so gut es geht für mich da zu sein und mich abzulenken oder zu stützen einfach das zu tun was ich in dem Moment so brauche.
    Ach ihr lieben, ich muss mich nochmal ausheulen...
    was soll ich sagen, wir wissen immer noch nichts genaues aber ich habe Angst, dass es unser letztes Weihnachten wird meine Mutter und ich haben heute telefoniert und sie war so müde und niedergeschlagen. Sie hat so Angst vor dem was kommt und ich habe so Angst
    vor dem was der onkologe sagt.
    Könnt ihr mir helfen?
    Was sagen sie da so? Kommt dann wirklich so was wie im schlechten Film? So nach dem Motto „sie haben noch so und so lange...“
    Ich weiß gar nicht wie ich mir ihr umgehen soll? Soll ich sie ablenken? Soll ich weinen oder eher nicht?
    darf ich noch Spaß haben? Shoppen gehen? Ins Kino? Oder ist das Verrat?
    Sorry für den langen vielleicht komischen Text, aber ich kan mich so sortieren .
    liebe Grüße an euch alle
    Sue
    Hallo Sue,
    ebenso von mir ein herzliches Willkommen, auch wenn der Anlass äußerst bescheiden ist!
    Ich habe die Diagnose im Januar 2016 bekommen (T4N3M1) und hoffe, Dir etwas von Deinen Ängsten nehmen zu können. Auch bei mir
    dauerte es gefühlt ewig, bis ich nach der Diagnose dann die genaue Bestimmung des Tumors bekam...und dann wie eine gefühlte
    Ewigkeit bis Therapiebeginn, obwohl es doch objektiv nur von Diagnose bis Therapiebeginn 4 Wochen waren. Eine Bestimmung meiner
    Lebenserwartung haben ich nicht bekommen, das wäre auch sehr unseriös! Man kann einige Statistiken googeln aber auch da mahne ich
    zur Vorsicht. Statistiken beschreiben Daten aus der Vergangenheit und die Therapiemöglichkeiten heute sind schon deutlich besser als vor
    5 Jahren (Stichwort Immuntherapie).
    Ich "geniesse" eine Palliativbehandlung, d.h., eine Heilung ist nicht mehr möglich, ich werde also versuchen, so lange wie möglich mit dem
    Krebs zu leben. Die Betonung liegt auf leben! Das ist nicht immer einfach (Nebenwirkungen, CT-Termine oä), man hat halt seine Beschränkungen
    im Alltag (nicht mehr so richtig leistungsfähig wie früher), doch ich finde, es lohnt sich trotzdem!
    Ich denke, als enger Angehöriger leidet man genauso wie als Betroffener, mir tut es gut, wenn sich alle so normal wie möglich geben, d.h.,
    letztendlich versuchen, den Alltag so gut wie möglich meistern, ohne Dauermitleid, Ablenkung ect...
    Scheut euch nicht (weder Du noch Deine Mutter), die angebotenen Hilfen in Anspruch zu nehmen wenn ihr sie braucht.
    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter viel Kraft und Mut für die anstehenden Prüfungen und Aufgaben und dass die passende Therapie
    gefunden wird.

    Liebe Grüße
    Klaus
    Hallo Sue,
    herzlich willkommen auch von mir hier im Forum, auch wenn es weitaus schönere Anlässe gebe.
    Hier gibt es lauter nette Leute, die alle verstehen und mitfühlen, bei dem was Du gerade durchmachst.
    Auch ich weiß noch wie es war ,als mein Mann 2016 die Diagnose Lungenkrebs inoperabel, mit Metastasen in den Knochen bekam. Es hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen, wir konnten nicht mehr klar denken, und ich dachte mein Mann stirbt in ein paar Wochen.
    Das ist jetzt alles schon über zwei Jahre her ,und meinem Mann geht es gut!!Es ist zwar ein anderes Leben als vor der Diagnose, aber ich bin froh, dass es so ist wie es ist. Irgendwie lernt man mit der Krankheit zu leben!
    Ich wünsche für Deine Mutter, dass eine wirksame Therapie für Sie gefunden wird, und Dir viel Kraft in der kommenden Zeit.

    Liebe Grüße
    Samtpfötchen
    Hallo @Klaus58, hallo @Samtpfötchen, ihr seid so lieb ^^ - Danke euch für die lieben und aufbauenden Worte. Meine Mutter miehmt im Moment die starke und mein Mann versucht mich abzulenken. Irgendwie bin im Moment aber durch den Wind. Wir warten jetzt morgen erstmal ab was der onkologe so sagt. Mama meint ich soll nicht mit und lieber arbeiten gehen. Also mache das das auch... || Ich schreibe euch morgen was er gesagt hat und hoffe ich gehe euch damit nicht auf Den Keks :saint:
    Ich hoffe, dass es dir Klaus noch ganz ganz
    lange gut geht und, dass es deinem Mann
    Samtpfötchen auch noch ganz ganz lange gut
    geht.
    Danke, dass ihr in solchen Zeiten auch für Neulinge wie mich da seid. Das hilft mir sooo sehr. ^^
    Eine Frage hätte ich aber noch. Vielleicht könnt ihr mir da helfen...
    Der Tumor an sich ist nur gut 2cm groß, hat das was zu sagen?
    Die Einteilung ist wohl T1N3M1b. Bisher haben wir nur mit dem Lungenarzt in der Klinik gesprochen. Er meinte, dass es nicht zu operieren ist, wir aber positiv bleiben sollen.. Ist es gut, das es ihr, außer Müdigkeit und husten noch so gut geht? Sorry für die fragerei, ich weiß wahrscheinlich könnt ihr nicht viel dazu sagen, aber vielleicht habt ihr ja Erfahrung damit... :)
    Danke euch nochmal und einen schönen Abend
    Liebe Sue,

    ich drücke euch fest die Daumen, dass das Gespräch beim Onkologen morgen ein motivierendes Ergebnis bringt und euch die Angst vielleicht etwas nehmen kann! Was Ihr, @Klaus58 und @Samtpfötchen, geschrieben habt macht auch mir Mut/Hoffnung und baut auf. Lieben Dank dafür euch beiden!
    Zur Größe des Tumors und dessen Auswirkungen kann ich leider nichts sagen, dafür bin ich auch noch zu unerfahren. Würde mich aber auch mal interessieren.
    Viele Grüße und gute Nacht
    Hallo@Sue1985,
    ich drücke für deine Mutter ganz fest die Daumen!! Vor etwas über einem Jahr war ich in einer ähnlichen Situation. Völlig unerwartet erhielt
    ich die Diagnose Lungenkrebs inoperabel. Ich habe das Staging T2 N3 M0. Mir wurde erklärt, dass es nichts nutzt,den Tumor zu entfernen, da
    schon zu viele Lymphknoten befallen waren und dadurch die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass Krebszellen schon überall sind.Dann hätte ein
    Stück/Lungenflügel gefehlt mit vielen Nachteilen ohne Vorteile. Mir geht es gut.
    Bei dem Staging deiner Mutter ist es sinnvoll, das Gewebe auf Mutationen untersuchen zu lassen.Dann bestehen weitere Behandlungsoptionen.
    Vorerst wünsche ich dir und deiner Familie alles Gute!
    Johnny
    Hallo ihr lieben,
    erstmal Danke dir @Johnny.
    also was soll ich sagen? Ich versuche mal den Tag heute zusammen zufassen.
    Der Onkologe schlägt Immuntherapie und chemo vor. Beginn in ca. 3-4 Wochen. 3 Zyklen a drei Wochen jeweils einmal die Woche chemo und dann ct zur Überprüfung. Sein O-Ton war angeblich „es ist eine lebensverkürzende Sache aber kein sofortiges Todesurteil.“ Er meinte es gibt noch keine Studien über eine lange Zeit aber die Menschen die das Zeug jetzt 4 Jahre nehmen
    leben zu 70% noch. klingt doch ganz gut :-)).
    Wir müssen jetzt hoffen das es wirkt...
    dann muss meine Mutter noch zur Strahlen Therapie, wahrscheinlich kann gezielt bestrahlt werden. Ein bis zwei mal dann ist gut.
    wenn das nicht klappt dann 10-20 sitzungen
    Ganzkopfbestrahlung. Davor hat sie total schiss... was genau gemacht wird erfahren wir hoffentlich morgen, wenn die ct cd da ist.
    Angeblich ist der Krebs, trotz metastasen noch nicht im Endstadium. Aber ich glaube ihr das nicht...
    Naja sie droht mir auf jeden Fall mir viele Jahre zu nerven, und das freut mich sooo sehr :-))..
    Tja also Zusammenfassung: wir haben viel geweint aber auch gelacht und sie glaubt ganz fest daran, das sie noch lange lange macht..

    aber ich hab dich doch noch eine Frage an euch.
    Mama war so mit allem beschäftigt, das sie nicht gefragt hatwie das mit dem Taxischein geht... muss sie das bei der Krankenkasse genehmigen lassen?
    Der Arzt meinte wohl er würde welche ausstellen.
    danke euch schon mal wie immer für die Hilfe und ganz ganz liebe Grüsse.
    Sue


    .

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sue1985“ ()

    Hallo Sue,
    ich bekam eine Verschreibung von meinem Arzt und reichte die der Krankenkasse ein. Die Genehmigung bekam ich dann ziemlich schnell. So wurde ich beinahe 30 mal zum Krankenhaus und wieder zurück gefahren.
    Ich erhielt Strahlentherapie und Chemotherapie parallel. Das erste halbe Jahr war hart, aber jetzt geht es mir den Umständen entsprechend gut.
    Ich wünsche deiner Mutter alles Gute, ich habe gelesen, dass Chemo mit Immuntherapie gut wirken soll.
    Johnny

    PS: Frage trotzdem noch einmal nach, ob der Tumor nach Mutationen untersucht werden wird.
    Hallo @Johnny,
    danke dir für die Erklärung. Dann schick ich meine Mutter heute nochmal zum Onkologen. Sie muss eh zur Strahlenärztin im gleichen Haus :-).
    Das mit der Mutation hatte ich ganz vergessen. Die Untersuchung läuft noch und kann bis zu 3 Wochen dauern. Die Sachen wurden extra in die Uniklinik Köln geschickt.
    Danke nochmal, euch alles alles erdenklich gute und mal sehen wie es weiter geht:-)
    Ihr werdet bestimmt noch von mir hören;-)
    Hallo ihr Lieben, ich muss nochmal nerven :D
    meine Mutter meinte eben, dass ihre Art von Krebs keine Tumormarker hätte. Gibt es sowas? Die ersten Ergebnisse aus der Uni sind wohl auch da und da steht wohl, dass er nicht kleinzellig ist.
    Könnt ihr mir da nochmal helfen und mir sagen was ich a noch fragen sollte und ob das b stimmen kann mit den Markern?
    Danke euch schonmal
    Ganz liebe Grüße
    Sue
    Liebe Sue,

    erstmal herzlich willkommen im Forum, auch wenn der Anlass ziemlich doof ist ....

    Zum Staging: T1N3M1b
    T1 ist die Größe des Tumors .... kleiner als 3 cm
    N3 ist der Befall der Lymphknoten bzw. Metastasen in Lymphknoten des anderen Lungenflügels
    M1b es liegen Fernmetastasen vor (Gehirn)

    Eine OP ist normalerweise, wenn Fernmetastasen vorliegen nicht möglich.

    Taxischein: Du bzw. Deine Mama bekommt eine Bestätigung und diese Bestätigung einfach zur Krankenkasse geben.

    Dass nach jeweils 3 Gaben Chemo CT zur Kontrolle gemacht wird, ist völlig normal.

    Tumormarker für Lungenkrebs sind z.B. bei nicht kleinzelligem Lungentumor CEA oder Cyfra .... welcher anspricht, muß man sehen - ist aber nur in Zusammenhang mit Bildgebung und anderen Untersuchungen ausschlaggebend - nur vom Tumormarker alleine kann man nicht sagen, wie sich die Erkrankung verhält.
    Aber bist Du sicher dass Du die Tumormarker meinst - oder vllt. die Marker TD1 ect. der für die Immuntherapie ausschlaggebend ist?

    Zur Kopfbestrahlung: hier wird eine Maske angefertigt, die dann während der Bestrahlung angelegt wird (eine Bestrahlung dauert nur wenige Minuten!) damit man den Kopf nicht bewegt.
    Eine Bestrahlung merkt man auch nicht - völlig schmerzfrei.

    Aber alles in allem ist Deine Mama bestimmt in guten Händen ... Kopf hoch und positiv bleiben.

    Liebe Grüße
    Angi


    Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
    Schau nach vorn und nicht zurück!
    Tu was du willst, und steh dazu, denn Dein Leben lebst nur Du!

    <3 <3 <3
    Hallo @Angi0612 Danke dir fürs willkommen heißen und für deine super ausführliche Antwort.
    Wie haben eben die Nachricht bekommen, dass eine gezielte Bestrahlung gemacht wird und die Metastasen dadurch zu 85% weggehen. Termin ist am 22. vorher wird die Maske angepasst :-).
    Chemotermine folgen hoffentlich morgen.
    Ich habe meine Mutter nochmals gefragt
    aber sie ist der festen Meinung, dass ihr krebs
    keine tumormarker hat... keine Ahnung ich glaub ich muss mir mal den Onkologen schnappen :-).
    Meine Mitte ist heute total positiv gewesen.
    sie hat gehört, dass sie keine Haare verliert
    und dass die Nebenwirkungen eher gering sind.

    Also danke nochnal
    liebe Grüsse
    Sue
    Hallo Sue,
    Angi hat Dir ja schon ausführlich geantwortet. Ich weiß nicht, ob du Tumormarker und Mutationen wie EGFR, ALK, ROS oder weitere miteinander verwechselst. Auch PDL–1 Expression kann festgestellt werden werden.
    Natürlich ist es möglich, dass die Biopsie auf die Mutationen untersucht wurde und keine davon festgestellt wurde, Wenn aber eine der Mutationen nachgewiesen werden kann, gibt es andere Medikamente, die man dann zielgerichtete Therapie nennt. Die wirken dann nur bei den Tumorzellen und nicht bei den gesunden Zellen wie es bei einer Chemo ist.
    Ich habe aber auch 4 Zyklen Chemo am Anfang bekommen.( Cisplatin und Vinorelbin) Dabei habe ich keine bzw. wenig Haare verloren, die in der Zwischenzeit nachgewachsen sind.
    Tumormarker wurden bei mir auch nicht untersucht, aber es wurde festgestellt, dass ich ALK positiv bin und erhalte deshalb jetzt eine
    zielgerichtete Therapie mit geringen Nebenwirkungen.
    Danke dir @Johnny,
    ich bin immer noch etwas durcheinander und komme noch nicht ganz klar mit den ganzen Bezeichnungen und allem ?( Danke, dass du und ihr alle euch die Zeit nehmt mir das alles zu erklären ^^
    Die Biopsie ist wohl noch nicht abgeschlossen, die Proben wurden an die Uni geschickt. Wenn die dann bis zum Start der chemo da sind wird wohl direkt geguckt was man noch machen kann...
    Wie gesagt noch ist alles viel. Aber wir versuchen einen Schritt nach dem nächsten zu gehen.

    Danke euch <3
    liebe Grüsse
    Sue
    Hallo Sue,

    ihr solltet erst mal die genaue Klassifizierung des Tumors abwarten, erst dann kann man den genauen Therapieverlauf festlegen. Dabei ist
    wichtig, ob es Treibermutationen (EGFR, ALK,ROS) gibt oder nicht. Bei mir gibt es keine Mutationen, auch der PD-L1 Status ist 0%, von daher
    war eine Immuntherapie in der Erstlinie nicht möglich und auch nicht zulässig.
    Des weiteren ist wichtig, ob es sich bei einem nicht-kleinzelligen Lungentumor (NSCLC) um ein Plattenepithelkarzinom handelt oder nicht (z.B. Adenokarzinom).
    Die Tumormarker sind eher unwichtig (bei mir sprach nur CEA an) und bei NSCLC weder notwendig noch hinreichend.
    Wenn Du mit Deiner Mutter zum Onkologen gehst, nehmt einfach einen Fragenkatalog mit, den ihr daheim erstellt habt. Vor Ort oder spontan vergisst man
    leicht, was man fragen wollte, zumindest mir geht es immer so :( ...
    Hat Deine Mutter schon eine Kopie vom Arztbrief des Onkologen / der Klinik bekommen? (bekomme ich immer) Dort sollten
    alle bisherigen Ergebnisse und Behandlungen drinstehen...
    Viele Grüße
    Klaus

    Neu

    Hallo ihr lieben,
    erstmal Danke @Klaus58 für die Ausführliche Erklärung :) . Heute wurde meiner Mutter die Maske für die Bestrahlungen angepasst, sie meint sie fühlte sich wie Hannibal Lecter, hat aber alles gut überstanden. Jetzt wird noch irgendwas gemessen und dann kann es hoffentlich am Montag mit den Bestrahlungen losgehen, es werden wohl erstmal 1-2 und dann weiter schauen.
    Den nächsten Onkologen Termin gibts dann am 23. leider kann ich da nicht mit aber wir machen eine Liste und mein Stiefvater muss sich dann alles merken :D .
    Ich werde auf jeden Fall die Fragen nach der
    Mutation umd der Art des Tumors aufschreiben und Fragen wie die Medikamente heißen werden und was für chemos angedacht sind..
    habt ihr noch Tipps was wichtig ist?
    Ich habe meiner Mutter schon geraten auch hier aktiv zu werden, mal sehen ob sie da im Moment die Muße zu hat :) . Ihr seid so lieb, daher denke ich, dass sie hier wirklich gut aufgehoben wäre.
    Danke euch nochmal für euer immer offenes ohr und das obwohl ihr mir euch selbst so viel zu tun habt . Es ist wirklich ganz toll, dass ihr so helft - Danke dafür :love:
    Liebe Grüße
    Sue

    Neu

    Hallo Sue!!!
    Erst mal moechte ich Dir sagen das Du das alles toll machst und Deine Mama stolz sein kann so ne Tochter zu haben!!!
    Nun zum Thema, ich habe auch Nichtkleinzeller mit Metastasen in allen oberen Lympfknoten und hatte dann auch nen Tumor im Gehirn. Diagnose Palliativ im October 2015!!! Und mir gehts gut und ich lebe. Der Gehirntumor( metastase) wurde rausoperiert war ja schon 3,5 cm gross..und ich hatte 2 verschiedene Chemos die nicht geholfen haben. Und nun seit 2 Jahren Immuntherapie mit Nivulumnab, und es hat bei mir sofort gewirkt...hatte auch Bestrahlung am Kopf mit der Maske, ist nicht schoen aber dauert ja nicht lange!!
    Bitte sage Deiner Mama wir denken an Sie und nicht aufzugeben...
    Liebe Gruesse Petra