Angepinnt Krankengeschichten kurzgefasst

    Krankengeschichten kurzgefasst

    Ich mache mal den Anfang:

    Bei mir ist Mitte Januar 2011 anlässlich eines Krankenhausaufenthaltes wegen einer echten Grippe ein verdächtiger Herd im rechten Oberlappen entdeckt worden. Nach Bronchoskopie und Biopsie war schnell klar, dass ich ein Adenokarzinom hatte; Fernmetastasen wurden keine gefunden.

    Ich bin in der Lungenklinik Hemer operiert worden, angesetzt war Oberlappenresektion und vollständige Lymphknotenentnahme. Während der OP hat sich herausgestellt, dass es in Mittel- und Unterlappen noch zwei verdächtige Stellen gab. Sie haben Keilresektionen gemacht und den Schnellschnitt abgewartet - hat sich beides als harmlos rausgestellt. Leider waren aber die regionären Lymphknoten befallen.

    Deshalb habe ich dann vier Zyklen Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin erhalten. Die habe ich so schlecht vertragen, dass ich trotz bester Antiübelkeitstherapie immer 14 Tage nur gebrochen und mich in der dritten (freien) Woche wieder erholt habe. Außerdem haben sich Neuropathien in Fngern und Füßen ausgebildet. Aber ich habe durchgestanden.

    Dummerweise hat sich dann während der Chemotherapie schleichend eine Lungenembolie mit ganz vielen kleinen Emboli in beiden Lungenflügeln ausgebildet, die niemand bemerkt hat. (Ich hatte zunehmende Luftnot, aber jeder Arzt und die gesamte Umgebung hat das auf die Operation geschoben.) Die ist dann bei der ersten Kontroll-CT rausgekommen. Ich durfte noch nicht einmal vom CT-Tisch wieder aufstehen - ich kam sofort in den Rollstuhl und dann ins Bett, aus dem ich mich drei Tage nicht rausbewegen durfte. Anschließend habe ich ein Jahr lang Marcumar genommen und ganzbeinige Gummistrümpfe getragen (Thrombose war in der Kniekehle) - dann war alles gut.

    Durch viel Training und Überwindung des inneren Schweinehundes bin ich wieder fit und auch die Neuropathie fast völlig wieder losgeworden. Das einzige, was geblieben ist, ist eine leichte Nierenschädigung vom Cisplatin und ein ganz erheblicher Leberschaden durch die gesamte Chemotherapie. Den habe ich durch eine absolut kohlenhydratarme Diät im Griff. Lunge ist ein wenig eingeschränkt, aber das kann auch am Alter liegen (bin 58).

    Tumorstaging war pT1b pN1 M0 L0 V0 R0 G3, EGFR-Wildtyp (= keine Mutation), Schwerbehinderung mit einem GdB von 80. Außerdem bin ich bis heute in der ITACA-Studie im Kontrollarm, was mir eine regelmäßige Kontrolle über die üblichen fünf Jahre hinaus garantiert.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo zusammen,

    da möchte ich mich doch auch mal kurz vorstellen. Mein (Vor-)Name ist Ulrich, ich bin zur Zeit 45 Jahre alt und wohne in Dortmund. Seit März 2014 weiss ich, dass ich die Herberge eines Adenokarzinoms im linken Oberlappen der Lunge bin. Die Lobektomie verlief soweit komplikationslos. Leider zeigten sich neben den befallenen Lymphknoten nahe des Tumors auch ein befallener LK im Mediastinum, was mir ein N2 und damit ein Stadium IIIa einbrachte.
    Mit diesem Stadium sind adjuvante Chemo und Bestrahlung angesagt. Die Chemo (Carboplatin/Vinorelbin) habe gerade hinter mich gebracht und starte nun mit der Bestrahlung des Mediastinums. Die Chemo ist soweit ohne größere Komplikationen verlaufen. Klar, Übelkeit, Abgeschlagenheit und fiese Verstopfung sind meine Begleiter gewesen - das hätte jedoch auch deutlich übler sein können. Carbo ist ja aber auch ein wenig harmloser in den Nebenwirkungen.
    Leider musste dann statt der adjuvanten Bestrahlungsdosis, doch die erlaubte Dosis ausgeschöpft werden, da sich ein Lymphknotenrezidiv gezeigt hat. Zusätzlich wurden nich 2 Zyklen Cisplatin/Pemetrexed gegeben. Fängt also schon gut an.

    Während der diagnostischen Maßnahmen für den Adeno wurde ein kalter Knoten in der Schilddrüse gefunden, der bei dem PET-CT doch reichlich auffällig leuchtete. Direkt nach der Entlassung aus der Lungenklinik habe ich mich dann um das Teil (SD) gekümmert und nach zwei mehr oder minder erfolgreichen Feinnadelpunktionen wurde entschieden, dass es besser wäre, wenn die Schilddrüse entfernt werden würde. In dem letzten Punktat wurden Lungenzellen festgestellt, was mir dann auch noch ein M1 eingebracht hätte. Nach dem die Pathologen an der rausoperierten Schilddrüse ihr analytisches Werk getan hatten wurde mir kund getan, dass es doch ein eigenständiges, papilläres Schilddrüsenkarzinom wäre - herzlichen Glückwunsch, da weiss man nicht, ob man weinen oder lachen soll (ich habe mich zu letzterem entschieden). Das Stadium des SD-Karzinoms ist so, dass daraus eigentlich keine weitere Behandlungskonsequenzen folgen. Ich könnte mich also hier in zwei Bereichen tummeln, habe mich aber entschieden, dass ich nur das BC ernst nehmen werde. Danach ist dann, noch gerade so im Zeitfenster, die Chemo gestartet.

    Eigentlich hatte ich insgesamt gedacht, dass mich das Schicksal mit einem schweren Unfall im Jahre 2000 und dessen Folgen genug geprüft hätte und ich bei allen Einschränkungen, die sich daraus ergaben, wenigstens bei einer Zigarette entspannen könnte, dass hat sich als Fehleinschätzung herausgestellt. Somit habe ich natürlich auch das Rauchen im März aufgegeben - was mir wirklich schwer fällt. Ich habe das für mich als 20 jährige Pause deklariert, dann werde ich neu entscheiden, ob ich wieder Lust auf die Qualmerei habe. Ich denke allerdings, dass ich diese Entscheidung nicht mehr treffen werde und wenn doch, dann wäre es ein großes Glück, was ich wohl nicht mit Rauchen erneut gefährden würde... ;)

    Das solls erstmal gewesen sein. Ich wünsche euch allen viel Kraft bei eurem (unserem) Kampf für das Leben!

    Ob ich hier einen Thread über den Verlauf aufmachen werden, weiß ich noch nicht. Ich habe mich ja aber bereits etwas in die Diskussion eingeschaltet, die mir sehr am Herzen liegt.

    Lieben Gruß und viel Kraft beim Kämpfen - dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo,

    ich heiße Angela, bin 60 Jahre und wohne in der Nähe von Neuss im Rheinland. Im Oktober 2014 habe ich die Diagnose Adenokarzinom im unteren Lappen des linken Lungenflügels erhalten. Der Unterlappen wurde in Essen entfernt und ich bekam anschließend eine adjuvante Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin. Davon zurückbehalten habe ich eine PNP an Händen und Füßen.
    Bei der zweiten Nachsorge CT wurde festgestellt, dass sich Metastasen im rechten Lungenflügel gebildet haben. Einige dieser Metastasen wurden in Essen durch einen Keilschnitt entfernt und ich wurde palliativ entlassen (hat mir in der Klinik niemand gesagt, musste ich dem Entlassungsbericht entnehmen).
    Bis Dezember 2015 habe ich heimatnah sechs Zyklen Docetaxel und der Immuntherapie Vargatef erhalten. Seitdem bekomme ich nur Vargatev. Die Metastasen waren nach den ersten drei Zyklen Docetaxel geschrumpft und nach der letzten ist das Wachstum zum Stillstand gekommen.
    Zwischendurch bin ich noch an beiden Augen operiert worden.

    So, das war's erstmal.
    Hallo zusammen,
    das ist eine Herausforderung, meine Geschichte "kurz" zu fassen...
    Ende November 2013 anlässlich hartnäckiger Bronchitis - drei Mal Antibiotikum, drei Mal gleich danach wieder da - und arger Erschöpfung gleich zum CT geschickt worden. Da war was - 2,4 x 2,7 cm - aber was? Keine großartige Panik seitens der Ärzte, Bronchoskopie unauffällig, seltsame Form, Fibrom? Abszess? Man weiß es nicht. Bei der Frage ob biopsieren oder nicht hieß es, könne man, aber müsse eh weg, was immer es sei. Noch beobachten? Okay. Ende Februar 2014 war es 4,6 x 6 cm groß, dann doch Panik: OP am 21.03., Resektion rechts, obere Segmente. Schwierig, Komplikationen, alles anders als geplant, Blutungen usw. - dennoch, letztendlich mit Erfolg. Der nicht hielt. Bereits in der Nacht keine Luft bekommen, intubiert worden... Tracheastoma (chirurgisch) am 24.03. ...
    Am 6.5. wieder erwacht und erfahren, dass kaum einer daran geglaubt habe, in der Zwischenzeit Lungenversagen, diverses mich An-die-Wand-fahren bei Aufweckversuchen, zwei Wochen 42 Grad Fieber trotz Antibiose... Dennoch, ich wachte wieder auf. Am 9.5. verlegt in eine Fachklinik, um vom Beatmungsgerät weg zu kommen. Man zeigte mir den "Auftrag", beim Datum für Dekanülierung stand schon .06.2014, nur kein Tag.
    Am 15.05. wurde die Kanüle entfernt. Das lief also schneller als erhofft - aber der Rest nicht. Dauererbrechen, Blutdruckkrisen, Kreislaufkapriolen, seltsame Schmerzen (Bauch!?). Kaum eine Chance, meine atrophierten Muskeln aufzubauen. Die Klinik (bevor jemand anmerkt, das ginge doch nicht, doch, das geht!) meinte, sie beantrage keine AHBs, nur Reha bei ihnen im Haus, und dafür sei ich nicht rehafähig genug. Hatte gerade gelernt mich in den Rolli zu wuchten, da nahm man ihn mir weg, ich müsse laufen. Haha. Einen Tag heftig Gas gegeben, weil ich mal wieder vor die Tür wollte, mit Rollator rausgekämpft, Ergebnis: Gelenkentzündungen. Der Physio sagt: selbst Schuld, keine Gelenkflüssigkeit mehr nach so langer Zeit im Koma, wer rennt damit auch so viel durch die Gänge. Erst mal Schluss damit. Danke fürs Gespräch. Schmerzmedikation erstmal Fehlanzeige, weil ja der Magen zickt - als gäbs nur Ibuprofen auf der Welt. Nach viel Generv Novalgin. Dann, keine genaue Erinnerung an welchem Tag, noch vom Morphinentzug etwas verstrahlt, auf Normalstation verlegt, Besuch von der Sozialdiensttante: Sie müssen da eine psychische Blockade haben, dass sie nicht laufen. Wenn Sie sich nicht mehr Mühe geben, muss ich Sie ins Pflegeheim überleiten. Habe darauf verzichtet, den Dialog weiterzuführen, meinen Liebsten angerufen, der glücklicherweise der Heilerziehungspflege kundig ist, und ihn aufgefordert das Bettsofa im Wohnzimmer frei zu räumen und mich abzuholen.
    Habe mich also am 22.05. selbst entlassen. Physio zu Hause, dann vor Ort, Kurztrips mit Rollator in die Wahlheimat im Juni und Bergwanderung im Juli - dass ich die 8 km ohne zu sterben überstanden habe, hat mich von der Sauerstofftherapie zu Hause befreit. Am 11.08. bin ich wieder arbeiten gegangen, da der Rententräger nicht aus dem Quark kam mit einer Reha.
    Mitte September dann Reha. Dort erzählt man mir etwas über meinen Tumor, das mir nicht richtig scheint, aber ich kann mich nicht erinnern, überhaupt mal etwas darüber gelesen zu haben. Auch meine Augenmuskulatur ist atrophiert, lesen fällt schwer, ich hatte es vermieden. Es stellt sich heraus, dass die Rehaklinik nur einen Entlassungsbrief aus der letzten Klinik hat. Ich rufe meinen Hausarzt an, der sich durch die Akte wühlt und feststellt, er hat auch nichts anderes. Ich rufe im Krankenhaus an, in dem ich operiert wurde und erfahre, der Brief ist noch nicht ausgedruckt worden. Ist ja auch erst ein halbes Jahr her... Habe ihn dann angefordert, direkt an den Hausarzt, und mir dann die Infos geben lassen. Hatte einen NET, pT IIb, ein Lymphknoten befallen, von den benachbarten. Ganz unten bei den Diagnosen dann noch eine Info, die man auch gern mal vorher bekommen hätte: MRSA. Tja, komatösen Patienten gibt man wohl keine Chemo, somit hatte ich keine.
    Nach 4 x Nachsorge habe ich weitere abgelehnt. Am 13.04. habe ich eine CT, da Schmerzen im OP-Bereich.
    Danke für die Aufmerksamkeit!
    Hallo, ihr habt vielleicht schon von mir im Tarceva-Thread gelesen. Ich bekam meine Diagnose im Jui 2016. Großer Tumor in der linken Lunge und eine Metastase im Hirnstamm (Beweis steht aus, da die Stelle gefährlich ist). Trotz Stadium IV wurde ich im November 2016 operiert. Durch die Tarcevatherapie war mein Tumor um gut die Hälfte geschrumpft. OP verlief gut, 2/3 des linken Lungenflügels sind weg. Damit kann man leben! Die Metastase sollte zunächst bestrahlt werden, dies wurde aber wegen der gefährlichen Lage abgesagt. Nun nehme ich weiter Tarceva, fühlre mich relativ gut. Klar nerven die Nebenwirkungen. Die Angst vor einem Rezidiv ist groß bei mir. Zwei Arbeitskollegen, die in 2016 die gleiche Diagnose hatten, sind in 2016 verstorben. Manchmal spüre ich einen Druck und eine Art Fremdkörpergefühl in der operierten Seite. Dann befürchte ich, dass es ein Rezidiv ist. Wie äußert sich das denn? Mir ist bisher nur bekannt, dass es Atemnot verursacht. Bei meiner letzten Kontrolle im Juni war alles in Ordnung.
    Mein Name ist Monika. Ende April diesen Jahres, 2018, hatte ich einen Fahrradunfall und damit ging alles los. Wegen Drehschwindel wurde ein MRT gemacht um zu sehen, ob was an der Halswirbel ist. Resultat: 7 cm Schatten auf dem linken Lungeflügel. CT, Biopsie und ... kleinzelliger Lungentumor (T3 N0 M0) 2 Wochen später habe ich einen Knoten in der linken Brust ertastet. Wieder die ganzen Voruntersuchungen ... Brustkrebs.
    Im Marienhof imn Koblenz habe ich stationär meine erste Chemo ( Carboplatin/ Cisplatin und Etoposid) erhalten und nach der 2. ist evtl. eine Operation geplant. Mein Onkologe ( bei ihm habe ich am Mittwoch die 2.Chemo) ist allerdings für Chemo und Bestrahlung.
    Ich möchte auf jeden Fall eine Operation, auch der Knoten in der Brust soll operiert werden. Im Moment warte ich noch auf eine Zweitmeinung aus Essen (Hufelandklinik) Prof. Aigner.
    Niemals aufgeben ... nie, nie
    Nie