Adenokarzinom inoperabel

    Adenokarzinom inoperabel

    Hallo Beinand,

    wo soll ich anfangen, am Besten doch am Beginn meiner Erkrankung ;)

    Meine Name ist Andrea, inzwischen 54 Jahre alt, verheiratet und zwei große Töchter (20 und 18) und einen Hund (Armani, 2 1/2 Jahre jung).

    Am 2.7.2012 erhielt ich folgende Diagnose:

    Adenokarzinom, keine aktivierende EGFR-Mutation, Stadium cT4, Nx, M1a,
    Manifestation 17 mm grosser Rf in der Lingula, multiple RH bis 1 mm in
    der linken Lunge, mediastinale LK, dringender V. a. Pleurakarzinose.
    Vom 30.7.2012 bis zum Dezember 2012 erhielt ich 5 Zyklen Chemo-Therapie mit Cisplatin und Alimta.
    Die ersten Kontrollen verhießen einen leichten Rückgang und dann eine stabile Erkrankung. Leider habe ich von der Chemo eine Fettleber und eine bis heute anhaltende Polyneuropathie in den Füßen und in den Fingern. Im Dezember 2012 wurde mir zusätzlich ein Tumor aus der Blase entfernt. Februar 2014 ein kleiner weißer Hautkrebs im Gesicht.

    Mein Leben war bis zu der Diagnose ganz in Ordnung, keine großen Höhepunkte, aber auch nichts Schlechtes! Ich habe immer relativ gesund gelebt (allerdings habe ich lange Jahre geraucht - 10 bis 15 Zig am Tag, natürlich sofort aufgehört), war bis 2009 über 10 Jahre Fitness-Trainer (Wirbelsäulengym und Spinning) und arbeite immer noch in einem Verlag für Kulturmagazine in der Werbung (vor der Krankheit 25 Stunden in der Woche, jetzt noch ca. 12 Stunden). Ich habe auch einen Schwerbehindertenausweis mit 100% unbefristet bekommen. In der Reha war ich wegen meiner Familie und meines Hundes nicht.

    Mit der Diagnose hab ich mir meinen Therapiehund angeschafft, mein Armani (großer blonder Hovawart- Retriever-Mix), den ich unendlich liebe, der aber leider auch nicht ganz gesund ist (Hautallergien, Pusteln, bisher wissen wir nicht woher es kommt).

    Nun war ich regelmäßig zu den Kontroll-Terminen (Blut und CT, zwischendrin auch Sono der Organe), bis zum März diesen Jahres war auch soweit alles ganz ok. Im März wurde ein leichter Progress einzelner Rundherde festgestellt. Ich musste aber noch nicht wieder etwas unternehmen (Meinung meiner Onkologin und einer Zweitmeinung).

    Vorige Woche hatte ich wieder meine vierteljährliche Kontrolle und die ist nun so ausgefallen:

    Zusammenfassung der Beurteilung:
    Im direkten Bildvergleich Größenkonstanz in Bezug auf die linksseitigen intrapulmonalen Herdbefunde. Keine Lymphangiosis oder Pleurosis carcinomatosa.
    Die mediastinale Lymphadenopathie im Verlauf progredient. Abdominell keine Tumormanifestation. Harnblasenwand zart. Skelett: Thorakal, sowie auch LWS und Beckenskelett keine Auffälligkeiten.

    Zu dem Termin bei meiner Onkologen möchte ich folgende Geschichte erzählen:
    Zuerst mussten mein Mann und ich wiedermal fast eine Stunde warten (obwohl eigentlich keiner da war), dann gingen wir zu ihr rein und sie hat uns die Unterlagen von der Radiologie gegeben. Sie sagte zum Labor, dass die Werte alle gut wären, auch der Tumormarker - was aber nichts bedeutet. Den Befund des Radiologen hat sie uns vorgelesen und auf meine Frage hin, was das Wachstum der Lymphknoten bedeuten würde, hat sie mich mit großen Augen angeschaut und gefragt ob das mein Ernst wäre. Ich wüsste doch, dass ich Metastasen zwischen den Lungenflügeln in den Lymphknoten hätte und dass diese nun mehr geworden oder gewachsen seien. Ich fragte nach Ihrer Empfehlung was zu tun wäre. Ich musste fragen, sie hat nichts von sich aus gesagt sondern nur die Papiere zusammen gestellt.
    Dann hat sie eine Chemotherapie vorgeschlagen. Ja es gäbe da Paclitaxel, das wäre eigentlich ganz gut. Alles mussten wir ihr aus der Nase ziehen.

    Ihre schriftliche Beurteilung:
    Die Untersuchungen zeigen einen Progress der LK-Metastasen. Bei jetzt klarem Progress sollte über eine erneute Therapieaufnahme nachgedacht werden. Bei unklarem ALK Mutationsstatus wäre eine erneute PE und Untersuchung sinnvoll.

    Meine Onkologin konnte keine Aussage zu einer Operation der Lymphknoten treffen.

    Ich hab dann gleich einen Termin bei meinem Lungenfacharzt ausgemacht (28.7.) um mit ihm zu besprechen, wie ich vorgehen soll.

    Ich bin ein bisschen fertig, allerdings wusste ich ja, dass es irgendwann wieder beginnt .... und dass mein Leben endlich ist .... aber nachdem es mir außer der PNP eigentlich immer körperlich ganz gut gegangen ist ....... ;( :(

    Liebe Grüße
    Andrea
    Wollte nur noch einen kurzen Zwischenstand geben:

    Termin in Heidelberg in der Interdisziplinären Ambulanz habe ich am 20.8./10:00 Uhr!
    Mein Pneumologe sagt, dass das ganz gut ist, man sollte immer eine zweite Meinung einholen.
    Lungenfunktion beim Termin war grandios in Ordnung, besser gehts gar nicht, sagt mein Doc!
    Naja, jetzt erst mal Urlaub in der Toskana und dann Heidelberg und Ende August zieht mein Papa ins Wohnstift am Ammersee.
    Wird eine spannende und aufregende Zeit.
    Liebe Grüße
    Andrea
    Hallo Ihr Lieben,

    die 2 Wochen in der Toskana waren wunderbar. Jeden Tag schönes Wetter, gutes Essen, schöne Ausflüge (Florenz, Lucca, Pisa, Volterra und das Meer) und einen wundervollen Schwimmteich mit ganz weichem sauberen Wasser.
    Hatte da auch kein Internet (habs auch nicht vermisst).

    Kaum daheim war ich gestern und heute bereits in Heidelberg in der Interdisziplinären Ambulanz der Thoraxklinik um mir eine neue Meinung einzuholen. Leider wurde bestätigt, dass ich inoperabel bin - allerdings finden die meinen Krankheitsverlauf sehr ungewöhnlich und meinen, dass ich auf jeden Fall noch einmal "Material" entnehmen lassen soll, um auf ALK und ROS1 zu testen. Bei diesen Mutationen gibt es ja Tablettentherapien, die nicht gar so heftig sind wie die normalen Chemos. Tja, ich werde mir wohl einen Termin in Gauting geben lassen, die Ärztin in Heidelberg meinte, dass die in Gauting schon die Besten wären!!

    Armani geht es leider immer noch nicht gut, bekommt jetzt momentan Antibiothika, da er sich im Urlaub die Hinterläufe aufgeknabbert hat und das hat sich entzündet. Jetzt koche ich wieder für ihn - keine Dosen mehr, keine Trockenfutter, nur Huhn, Fisch, Reis, Hirse, Kartoffeln, Quark und Gemüse. Vielleicht wirds dann wieder, mein armer Wauzel. Tierärztin ist hin und her gerissen zwischen Lebensmittelunverträglichkeit und Kontaktallergie.

    Ja und jetzt kommt noch der Umzug von meinem Papa in die Seniorenresidenz. Da haben wir nächste Woche noch zu tun, aber dann mach ich meinen Termin für Gauting aus! Versprochen!

    So, das wars erstmal und jetzt noch ganz liebe Grüße an Alle

    Andrea
    Hallo Andrea,

    wie geht es deinem Vater inzwischen?

    Ich habe mal eine Frage zu dem hier:

    Anderl schrieb:

    Meine ganze linke Seite tut noch von der VAT weh.

    Meine Oma hier im Haus hatte eine Lobektomie per VAT und danach sehr lange Schmerzen an den Einstichkanälen. Ich hatte (und habe teilweise auch heute noch) das gleiche Problem an den Stellen, wo die Drainage lag. Man hat mir erklärt, dass das daran läge, dass im Gegensatz zu einem normalen Operationsschnitt diese Narben "urwüchsig" (und damit unkontrollierbar) verheilen müssten, während bei einem normalen Schnitt die einzelnen Schichten sorgfältig vernäht würden. Wird man vor der VAT darüber aufgeklärt?
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Ihr Lieben,

    jetzt möchte ich mal kurz berichten.
    Am Dienstag den 9.9. ging ich für eine VAT-Untersuchung in die Asklepios-Klinik München-Gauting.
    Dort wurden am Mi und Do die üblichen Untertsuchungen (CT, Röntgen, EKG, LUFU, Blutgase, Knochenszintigramm und Blutbild) gemacht. Am Freitag hatte ich dann die VAT.
    Hier der Bericht:
    Bei gegebener funktionaler Operabilität besprachen wir die Durchführung der Thorakoskopie. Intraoperativ zeigt sich eine multiple Aussaat über die Pleura parietalis und die von CT erwartete multible Tumoraussaat der Lunge. Es erfolgte eine lokale Pleurektomie sowie eine zweifach atypische Resektion. Zur ERgussprophylaxe bei gesicherter Pleurakarzinose erfolgte eine Talkumpleurodese sowie eine Anlage einer 24 Ch Thoraxdrainage.
    Knochenszintigramm zeigt keinen Hinweis auf ossäre Filiae. CT: überwiegende Größenzunahme der mediastinalen Lymphome und des Lymphgewebes links zentral im Hilusbereich. Die pulmonalen Herde linksseitig stellten sich im Vergleich zur Untersuchung im Juli weitgehend unverändert dar.
    Befund: Aussaat bzw. ein Rezidiv des diagnostizierten Lungenadenokarzinoms.

    Nach der OP kam ich relativ schnell wieder auf meine Station zurück. Als ich etwas trinken durfte wurde mir extrem schlecht und ich habe den Schluck Wasser in hohem Bogen ausgeko........ So war mir den ganzen Freitag und den ganzen Samstag immer sehr schlecht, woraufhin ich ein Opiat gespritzt bekam, was mich zusätzlich noch benebelte. Nachdem mir auch eine Thoraxdrainage gelegt wurde, wurde diese "Gott sei Dank" am Sonntag gezogen. Dann wurde jeden Tag eine Röntgenaufnahme gemacht und noch einmal eine Blutgasemessung. Am Entlassungstag war dann ein Gespräch mit einem Onkologen der Klinik. Das entnommene Material wurde zur Untersuchung auf die Mutationen weggeschickt und das kann dauern. Zusätzlich haben wir noch besprochen, was es für Möglichkeiten der Chemo gäbe. Evtl. käme sogar eine Monotherapie mit Alimta in Frage, aber jetzt warten wir erst einmal das Ergebnis ab. Er meldet sich dann bei mir.

    Und seit dem ich zu Hause bin gehts mir eigentlich bescheiden. Bin ständig müde, hab Atemnot (hatte ich vor der OP nicht) hab Husten (hatte ich auch nicht), habe Schmerzen auf der linken Seite, in der linken Brust, an den Narben und habe keinen Apetitt. Meine Füße werden immer schlechter, so dass ich auch nicht sehr weit mit dem Hund gehen kann. Das ist der momentane Stand - ihr seht nicht so toll!

    Noch kurz zu meinem Papa: der wohnt jetzt seit 3 Wochen im Augustinum, es scheint ihm zu gefallen, aber ich erkenne in Gesprächen mit ihm eine vermehrte Demenz - das fehlt jetzt noch :(
    Mein Mann wird übernächste Woche am Knie operiert (Sportler - Meniskus) und muss sich dann natürlich erstmal schonen.
    Meine jüngere Tochter verlässt uns nächste Woche Dienstag für 4 Monate nach Irland (Pferde-Au Pair) und meine große Tochter ist seit 1.9. in einer Ausbildung und kommt abends hundemüde nach Hause.
    Also muss ich jetzt erst mal stark sein und warten was die Ergebnisse bringen. Hoffentlich ist die Chemo nicht zu stark .....

    So jetzt wünsch ich euch Allen einen schönen Tag und denen die in den Urlaub gehen, ganz viel Spaß, Sonne, Wärme und Erholung.

    Andrea
    Andrea es tut mir leid, daß dieses Ergebnis anders ist, als erhofft und ich wünsche Dir sehr, daß die Chemo, die hoffentlich schnell gestartet werden kann, nachhaltig wirksam ist und Du sie gut verträgst. Die familiären Umstände sorgen bestimmt auch für Ängste, wie das alles zu schaffen ist. Kannst Du noch auf Verwandschaft/Freunde zurückgreifen, die Euch unterstützen können, gerade wenn Dein Mann auch operiert werden muss oder mit der Sozialstation Deiner Klinik darüber sprechen, so daß Du vielleicht stundenweise Hilfe bekommst?

    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Ihr Lieben,

    seit heute weiß ich nun wie es mit mir weitergehen wird.
    Am 26.10.2014 werde ich in die Veramed Klinik am Wendelstein einrücken. Es handelt sich dabei um eine Onkologische und Komplementärmedizinische Klinik, in der ich meine Therapie zur Bekämpfung des aufmuckenden Tieres beginnen werde.
    Nach langen Gesprächen mit dem Chefarzt dort, dem Onkologen in Gauting, meinem Hausarzt und meiner neuen Onkologin (Tagesklinik in Fürstenfeldbruck), habe ich mich entschieden dort hinzugehen.
    Folgendes wird dort gemacht: Chemotherapie mit Carboplatin/Alimta. Zusätzlich Hyperthermie, Bewegungstherapie, Ernährungsumstellung, Selentherapie, usw.... Dort werde ich ca. 10 Tage bleiben und dann die nächsten Behandlungen bei meiner neuen Onkologin in Fürstenfeldbruck warnehmen. Zwischdurch werde ich mich aber immer wieder bei der Veramed Klinik melden. Das ist nun der Stand und ich hoffe, dass ist der richtige Schritt für mich. Meine Beschwerden durch die Pleurakarzinose halten sich momentan einigermaßen in Grenzen, zumal ich alle 2 bis 3 Tage eine Tramol 100 einnehme, die dann relativ lange wirkt und ich mich damit gut fühle.
    Ganz liebe Grüße an Euch alle
    Andrea
    Hallo Andrea,

    ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an und wünsche Dir einen langfristigen, optimalen Therapie-Erfolg. Alles erdenklich Gute für die Zeit dort am Wendelstein.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Liebe Andrea..... :)

    Ja du liest richtig, die Sun nun auch an Bord.
    nun surfe ich herum wich ich wohl was wen finde.
    Ich habe dein Kompaktpaket, für welches du dich entschieden hast, eben mal durchgelesen.

    Ich umarme dich, drück dich ganz feste, wünsche dir weniger Nebenwirkungen und letztendlich das du dein Ziel erreichst.

    Fühle mich heute morgen gut und die Sonne lacht. Vllt. schaffe ich heute einiges...

    Bis bald LG
    Ihr Lieben,

    heute hab ich mir noch schnell einen Port legen lassen. Ist ja nicht unbedingt angenehm, aber es ist auszuhalten. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage so bringen und hoffe natürlich, dass die mir in der Klinik Sachen zu der Chemo dazu geben, damit ich möglichst wenig Nebenwirkungen habe.

    Meinem Wauzi Armani geht es mometan ganz gut - Pusteln sind weg, Kratzen weniger, Appetit wieder da. Ich bin so froh - sonst könnte ich nur mit ungutem Gefühl in die Klinik gehen. Knie meines Mannes auch wieder ok (Meniskus-OP), Kinder wohlauf, somit kanns los gehen. Morgen noch Packen. Laptop ist dabei, WLan gibt es in der Klinik, also werde ich hier mitlesen und vermutlich auch mal schreiben!

    Liebe Grüße an ALLE von Andrea
    Hallo Andrea,

    Portwunde gut kühlen! Und für die bevorstehende Chemo wünsche ich Dir, daß Du sie gut tolerierst, wenige Nebenwirkungen hast und schnell wieder bei Deinem Armani und Deiner Familie bist. Toi toi toi!

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Liebe Andrea !

    In diesem Forum auch nochmal : ich wünsche Dir, dass alle Anwendungen gut anschlagen !!!

    Liebe Grüsse, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae

    Liebe Andrea,
    ich wünsche Dir auch alles Gute,
    die Nebenwirkungen erträglich sind und die Chemo ihren Dienst tut.
    Liebe Grüße
    Waltraud
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt

    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause
    Hallo Ihr Lieben,

    seit Freitag Nachmittag bin ich zu Hause. Hier ein kurzer Bericht:
    Ich war insgesamt 12 Tage in der Klinik am Wendelstein und kann diese nur Wärmstens empfehlen.
    Meine Chemo mit Carboplatin/Alimta wurde aufgeteilt. In der ersten Woche Mittwoch 1/2 Carboplatin und Donnerstag Alimta, in der zweiten Woche am Mittwoch andere Hälfte Carboplatin. An jedem Tag mehrere Anwendungen wie Infusionen (Selen, B1, alles Mögliche zum Aufbauen), Physiotherapien (Krankengymnastik, Fußreflexzonen, Magnetfeld, Strom, usw.), Ergotherapie (Radfahren mit Sauerstoff), 3 x die Woche Gymnastikkurs, Entspannung nach Jacobsen, Qigong, Klangschalentherapie, Kunsttherapie, Gespräche mit Seelsorgern und Pyschotherapeuten ..............
    Essen in einem Speiseraum, Frühstücksbuffet, Mittagessen mit Suppe, Salat und zweierlei Essen, Nachtisch, ganzen Tag Kaffee und Tee zur Aufwahl. Essen sehr gut und wirklich für "Kranke" wohlschmeckend.

    So, wie geht es mir:
    die Nebenwirkungen halten sich bisher noch einigermaßen in Grenzen, Müdigkeit, Schlappheit, Nachtschweiß geht einigermaßen. Leider sind meine Nerven an Füßen und Fingern doch schon wieder stark in Mitleidenschaft gezogen. Finger kribben sehr stark (Tippen ist sehr schwierig), Zehen sind sehr taub und trotzdem sehr kribbelig. Zusätzlich habe ich ja seit September (OP in Gauting) Schmerzen in den Rippenbögen rechts und links, die alle mit der Pleurakarzinose und zerstörten Nerven erklären. Knochenszitigramm hatte keine Metastasen festgestellt. Schlafen ist etwas schwierig, da das Bett n der Klinik sehr hart ist und ich als Bauchschläfer nur auf dem Rücken liegen kann und dann furchtbar schnarche und teilweise mich damit selbst aufwecke.

    Wie geht es weiter:
    Morgen hab ich Termin hier bei meiner neuen Onkologin. Blutkontrolle und Besprechung. Dann ist gepant, dass ich am Sonntag den 16.11. wieder in die Kinik gehe und wieder 12 Tage dort verbringe. Das Ganze dann insgesamt dreimal und dann Kontrolle mit CT.

    In der Klinik gibt es kostenlosen wlan, der allerdings megalangsam ist - bin froh wenn ich meine Arbeit, die ich mir mitnehme, erledigen kann. Auch hier zu Hause arbeite ich weiter und werde mich dann immer in der Woche, wo ich zu Hause bin mit Chef und meiner Kollegin zwecks Absprache treffen.

    Wieder zu Hause war schon sehr schön, aber ich gehe auch am Sonntag gerne wieder in die Klinik.

    Liebe Manu, wie geht es dir mit deinen "Baustellen"?

    Hexlein, bist du schon umgezogen?

    Ganz liebe Grüße
    Andrea
    Liebe Andrea,

    ich freue mich sehr, das du wieder da bist und es dir halbwegs wieder gut geht. Du hörst dich jedenfalls sehr sehr positiv an und das freut mich von ganzen Herzen.
    Mit den Schmerzen im Rippenbereich ist bei mir durch dir Karzinose ähnlich, ich habe mir jetzt ein Seitenschläferkissen gekauft, lege es mir unter die linke Seite und kann schmerzfrei auf der Seite liegen.
    Vielleicht wäre das auch eine Option für dich.
    Dein Krankenhausaufenthalt hört sich an, als wenn du zur Reha bist, vorallen die tollen Anwendungen, die du dort genießen kannst.

    Melde dich wieder, wenn du kannst und sei nicht so fleißig.
    Alles Liebe
    Liebe Grüße Susanne :thumbup:
    Liebe Andrea,

    ich habe Ibu 800 und Metamizoltropfen, aber im Moment nehme ich nichts, weil ich schon so viele Pillen wegen der VerschlussOP nehmen muss. Ich muss erstmal Donnerstag, wenn ich Chemo habe nachfragen, was ich nehmen kann, damit nichts kontraproduktiv ist.
    Liebe Grüße Susanne :thumbup:
    Liebe Andrea,
    das hört sich ja alles richtig toll an. Ich freue mich.
    Ich hab mir die Seite mal angeguckt. Das ist ja ein richtiges Krankenhaus.
    Ich hab sonst schon gedacht, könnte ich als Selbstzahler vielleicht hin.
    Könnte mir gefallen, was die alles nebenbei anbieten.
    Liebe Grüße
    Waltraud
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt

    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause
    Hallo Ihr Lieben,

    nur ganz kurz:
    bin jetzt seit dem 16.11. zum zweiten Zyklus hier in der Klinik am Wendelstein. Am kommenden Donnerstag darf ich dann wieder für eineinhalb Wochen heim. Chemo Carbplation/Alimta ist einigermaßen verträglich, immer zwei Tage danach müde und platt und leider auch leichte Verstopfung und leider auch wieder stärkeres Kribbeln in Fingern und Füßen. Obwohl die hier wirklich ganz viel tun, um diese Nebenwirkungen abzustellen - ganz sind die wohl nicht zu vermeiden.
    Jetzt möchte meine Onkologin zu Hause gerne nächste Woche eine Konroll-CT machen, die Ärzte hier in der Klinik wollen erst nach dem vierten Zyklus kontrollieren (wegen der Strahlenbelastung) ;( :( :/ Was soll ich tun????? Ich hatte ja im letzten halben Jahr schon viele CTs: Juli, September, Oktober.

    LG
    Andrea
    Hallo Andrea,

    ich habe bei der letzten Kontrolle vorletzte Woche genau darüber mit dem Doc gesprochen. Er hat mir nochmals versichert, dass eine CT mehr oder weniger in unserer Lage mit einiger Wahrscheinlichkeit keinen nennenswerten zusätzlichen Schaden anrichtet, insbesondere wenn die Geräte solche der neueren Generation sind. Der Unterschied zwischen einem veralteten und einem neuen Gerät könne größer sein als die Belastung durch das neue.

    Ganz grundsätzlich solltest du abwägen, was dir lieber ist: Gewissheit oder eventuell eine CT weniger. Aber: Die Frage ist, wie viel Sinn das hat nach nur zwei Chemo-Zyklen. Ich habe immer nur gehört, dass das erst nach vieren sinnvoll sei.
    Es grüßt die Hexe.