Ich lebe mit einem Lungenflügel - Pneumonektomie bei Stadium T2/N1/M0

    Hallo zusammen,
    heute hatte ich außerplanmäßig ein CT-Thorax.
    Seit ein paar Wochen spüre ich im Bereich der linken Rippe eine Verdickung im Bereich der Brust.
    Von seiten des Gyn. ist alles unauffällig, er riet aber, das abzuklären.
    Da ich bei meinem Lungenarzt schon um einen Rö.-Thorax 1 x/Jahr kämpfen muß, bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und bekam die Überweisung.
    Es ist ein Zustand nach Fraktur der Rippe während der Operation. Die Rippen werden ja auch gespreizt. Das "Narbengewebe" im Bereich der rechten Lunge hat sich im Vergl. zu 2010 nicht verändert. (mündl. Befund)
    Ich bin froh, daß alles im grünen Bereich ist, da kann ich ins 9. Jahr gehen!
    Liebe Grüße
    Heidrun
    Hallo ihr Lieben - oft kommt es anders, als man denkt -
    im Januar 2016 hatte ich einen Termin bei meiner Hausärztin, um den schriftlichen Befund des CT`s zu besprechen.
    Beurteilung:
    Zustand nach Pneumonektomie links, kein lokales Tumorrezidiv, keine Organ- oder Knochenfiliae.
    Struma multinodosa , Beengung der Trachea mit Tracheomalazie.
    Für eine Radio-Jod-Therapie ist die Schilddrüse zu groß. Jetzt folgt eine Schilddrüsen-Op., denn Luftnot bei einer halben Lunge und die Luftröhre ist eingeengt, da hätte ich Angst. Eine Schilddrüsen-Szintigraphie ist letzte Woche gemacht worden, weitere Untersuchungen werden noch ambulant durchgeführt.
    Das Pius-Hospital in Oldenburg ist ein zertifiziertes Schilddrüsen- und Lungenzentrum, dort werde ich mich wohl operieren lassen. Werde weiter berichten.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich.
    Heidrun
    Liebe Heidrun, eigentlich hätte es gereicht. :/
    Seltsam, dass so viele Lungenkrebs Kranke auch ein Schilddrüsenproblem haben.
    Ich bin vor 3 Jahren auch an der Schilddrüse operiert worden, Engegefühl am Hals. Das Gefühl hab ich teilweise immer noch.
    War aber für die Op. nur 3 Tage stationär.
    Das schaffst du auch, liebe Heidrun. Ich drück die Daumen.
    lg Gina58

    Gina 58 schrieb:

    Seltsam, dass so viele Lungenkrebs Kranke auch ein Schilddrüsenproblem haben

    Hallo Gina,
    Du hast Recht. Auch ich habe seit meiner Erkrankung mit der Schilddrüse Probleme. Aber sie wird regelmäßig von der Endokrinologin kontrolliert. Alles im grünen Bereich. (Hashimoto und jeweils einen Knoten in jedem Lappen) Aber alles schon seit Jahren unverändert. Darum brauch ich auch nicht operiert werden. Muß natürlich L-Thyroxin nehmen.
    Liebe Heidrun,
    ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dir ganz fest die Daumen.
    Liebe Grüße
    Waltraud :thumbsup:
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)
    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seit dem Stillstand der Metastasen

    Gina 58 schrieb:

    Seltsam, dass so viele Lungenkrebs Kranke auch ein Schilddrüsenproblem haben.

    ​Da muss es nicht zwingend einen Zusammenhang geben. Schilddrüsenprobleme sind in Deutschland generell weit verbreitet. Für die bei Heidrun festgestellten Strumen (= Schilddrüsenvergrößerungen) gibt es Zahlen, nach der - je nach Studie - ein Drittel bis die Hälfte aller Menschen in D davon betroffen sind; mit zunehmendem Alter immer mehr. Da wir außerdem sehr viel sorgfältiger unter ärztlicher Beobachtung stehen, werden sie allerdings auch öfter diagnostiziert (die Dunkelziffer ist wohl generell sehr hoch). Der Schluss wäre deshalb eher umgekehrt zu ziehen: Viele Menschen haben Schilddrüsenprobleme - und manche davon eben auch Lungenkrebs.

    Viel Erfolg bei der Schilddrüsen-OP, Heidrun! Meine Daumen sind gedrückt.
    Es grüßt die Hexe.
    Mensch Heidrun, das hätte es jetzt nicht auch noch gebraucht - wobei eine Schilddrüsen-Operation natürlich wesentlich "angenehmer" ist, als eine Krebs-Op. Ich wünsche Dir auf jeden Fall danach eine rasche Genesung. Meine Schilddrüse wurde schon vor über 30 Jahren gekappt und insofern kann ich da mitreden, daß die Nachwirkungen durchaus erträglich sind.

    Toi toi toi!

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel

    The Witch schrieb:

    Viele Menschen haben Schilddrüsenprobleme - und manche davon eben auch Lungenkrebs.


    So rum könnte es auch stimmen. Meine Knoten wurden entdeckt, als ich zum CT zur Nachkontrolle des Stimmbandkarzinoms war.
    Dann wurden Proben entnommen. Da sie gutartig sind und seit Jahren auch nicht weiter wachsen. Kann alles erst mal drin bleiben.
    Liebe Grüße
    Waltraud
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)
    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seit dem Stillstand der Metastasen
    ....dazu habe ich nur anzumerken, dass ich unseren Lungenkrebs schon hart genug finde und ich es einfach unverschämt finde, dass wir dann noch -obendrauf- all den restlichen Mist trotzdem bekommen!

    ....das sei einfach mal gesagt 8)

    ...ansonsten liebe Heidrun, möchte ich dir auch noch meine Daumen anbieten, ich wünsche dir Genesung jeglicher Art <3
    Hallo ihr Lieben,
    nach vielen Untersuchungen, Warten auf die Befunde und Besprechung in einer Ärzte-Konferenz der verschiedenen Abteilungen dieser Klinik auf Operabilität ,wurde ich am 26.5.2016 an der Schilddrüse operiert.
    Der rechte Schilddrüsenlappen wurde entfernt. Die postoperative Kontrolle zeigte eine Recurrensparese, leider.
    Gleich in der Klinik wurde ich durch eine Logopädin betreut, die mir Stimmübungen zeigte, diese muß ich 3 x täglich machen. Weitere Termine ambulant habe ich schon.
    Ich habe Atem- und Schluckbeschwerden, da der Kehlkopfdeckel nicht richtig schließt. Mit dem Essen muß ich mich zunächst umstellen auf Kost, die gut "rutscht".
    Die Luftröhre, die verschoben war, stellt sich im Laufe der Zeit wieder in die richtige Stellung.
    Geht also weiter mit Logopädie und Physiotherapie (durch die überstreckte Lagerung im OP).
    Tabletten brauche ich nicht mehr, wird aber noch engmaschig kontrolliert.
    Also weiter positiv denken -
    Liebe Grüße
    Heidrun
    Liebe Heidrun!

    Oje!

    So eine Rekurrenzparese hatte ich auch nach der OP.
    Ich hatte stets Angst, Flüssigkeit zu mir zu nehmen, weil diese immer den Weg in die Luftröhre nehmen wollte.
    Besonders schlimm fand ich auch den Stimmverlust und die andauernde Heiserkeit.
    Ich hatte 20 logopädische Behandlungen und nach Monaten verbesserten sich dann Stimme und Schluckvermögen.
    In diesem Frühjahr hatte ich erneut Probleme mit der Stimme und dem Schlucken, hat sich aber zum Glück wieder gelegt.
    Damit will ich aber auch berichten, dass sich der Rekurrenznerv wieder regenerieren kann, sofern er nicht bei der OP beschädigt wurde.

    Ich drücke Dir die Daumen für eine baldige Erholung des Rekurrenznerves!

    Liebe Grüße, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kradabeg14“ ()

    Lieben Dank euch beiden.
    Renate, mit dem Trinken habe ich auch Probleme, ich denke, die Psyche spielt auch eine Rolle, aber das bekomme ich hin. Das schwüle Wetter ist auch nicht optimal.
    Setze mich gleich auf die Terrasse und trinke Kaffee.

    Liebe Grüße
    Heidrun
    Liebe Heidrun,

    das hätte es jetzt nicht auch noch gebraucht, aber es ist noch das kleinere Übel von unseren Erkrankungen. Bei einer Schilddrüsenoperation sind die Nachwirkungen nicht ohne, ich hatte z.B. wochenlang das Gefühl, daß mir beim Essen der Kopf in den Teller fällt und dazu der Muskelkater durch die Überdehnung. Wünsche Dir rasche Besserung :ka .

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo Heidrun, @harti269,
    Leider kann ich da ja auch mitreden, ich hatte eine Thyreoidektomie und anschließend auch ein wenig Theater. Es stand auch immer im Raum, ob es sich um eine Recurrensparese handelt oder nicht. Zum Glück hat sich das nicht erhärtet.
    Trotzdem wird es wohl Zeit und Training brauchen um die OP Folgen zu überwinden.

    Wünsche dir ganz viel Geduld und einen guten Logopäden.

    Gute Besserung!
    dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo ihr Lieben,
    danke für den Zuspruch, dann kennt ihr das Problem ja auch. Hätte nie gedacht, was so ein kleines Organ mit dem Hormonhaushalt anrichten kann. Habe ziemlich schnell Termine bekommen, 3 x/Woche, in einem Nachbarort, so brauche ich nicht so weit zu fahren. Nächste Woche geht`s los. Geduld muß ich noch üben.

    Liebe Grüße
    Heidrun
    Liebe Heidrun,

    und wenn Du das mit der Geduld herausbekommen hast, dann bitte patentieren lassen. Vorher aber uns verraten ^^ Dieses Wort "Geduld" hat es echt in sich.

    Wirst Du auf Schilddrüsenhormone eingestellt oder geht man davon aus, dass der andere Schilddrüsenlappen ausreicht, um ein ausgeglichenes System aufrecht zu erhalten?

    Auf jeden Fall wünsche auch ich Dir gute Therapeuten (nicht nur Logopäden, sondern auch Physiotherapeuten), einen noch besseren Heilungsprozess und so wenig Probleme wie möglich.

    viele Grüße
    JF
    Liebe Heidrun!

    Mir ist die Veränderung ziemlich schnell nach der OP aufgefallen.
    Da war erst die grandiose Heiserkeit und als ich im Krhs Weintrauben (saftreich) essen wollte, lief der Saft in die Luftröhre und ich erlebte mich spuckend.
    Ziemlich schnell war ich dann im Krhs bei einer HNO Ärztin, die sofort die Rekurrenzparese feststellte.
    Ich habe dann ganz lange Flüssigkeiten nur schlückchenweise zu mir nehmen können.
    Während der logopädischen Behandlung habe ich ganz oft sprechen geübt und z.B. auf dem Weg vom Bus nach Hause gesungen.
    Weil ich eben die Stimme nicht mehr gut modulieren konnte, waren dies gute Übungen so nebenbei.

    Ja, also Dir nochmals die Daumen drückend, mit liebem Gruß, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae

    Liebe Renate
    danke für deine Tipps, meine Übungen mache ich mehrmals täglich, singen geht im Moment nicht, vielleicht noch zu früh nach einer Woche.
    Liebe J.F.
    Im Krankenhaus sagte man mir, Schilddrüsenhormone brauche ich nicht, müssen jedoch nach 4 Wochen überprüft werden, mal sehen, wie es weitergeht.
    Ich habe einen Physiotherapeuten, den ich durch meine Arthritis lange kenne und der wirklich super ist.
    Werde ihn nächste Woche fragen, wann man beginnt.
    Vielen Dank - liebe Grüße
    Heidrun
    Liebe Gina,
    diese Beschwerden sind schon unangenehm, da muß ich jetzt durch.
    2 x/Woche bin ich bei einer Logopädin in Behandlung, das bringt mir viel. Dies ist ein umfangreiches "Gebiet", Atemübungen, Stimmübungen, Physiotherapie- daran wird gearbeitet.
    Danach gönne ich mir auch Urlaub, möchte meine Schwester in Paris endlich wieder besuchen.

    Liebe Grüße
    Heidrun
    Hallo liebe Heidrun,
    ich wünsche Dir auch alles, alles Gute.
    Die Therapien der Logopädin und des Physiotherapeuten hören sich schon mal gut an.
    Ich bin ja 2007 am Stimmband operiert worden und obwohl sie mir Stimmverlust prophezeit hatten,
    war meine Stimme von Anfang an wieder da. Glück gehabt.
    Liebe Grüße
    Waltraud :thumbup:
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)
    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seit dem Stillstand der Metastasen
    Liebe Heidrun,
    wie geht es Deiner Stimme?
    Hat sich da was getan? Ich hoffe doch sehr.
    Und wann geht es nach Paris?
    Liebe Grüße
    Waltraud ;)
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)
    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seit dem Stillstand der Metastasen
    Liebe Waltraud, danke, daß du nachfragst.
    Leider gibt es nicht viel Positives zu berichten.
    Nach 4 Wochen war die Vorstellung bei meinem HNO-Arzt , der Stimmbandnerv "rührt" sich nicht, leider.
    Das Sprechen wird allerdings besser. Die Schluckstörungen belasten mich am meisten, dazu die Atemprobleme. Habe ja von meiner Logopädin einen Plan bekommen, welche Nahrungsmittel gut oder weniger empfehlenswert sind.
    Programm: Atemübungen, Stimmübungen mehrmals täglich, Außerdem habe ich ein Gerät "Novafon", um die entsprechenden Nerven im Gesicht zu aktivieren, 2x15 min. tägl.
    Meine Logopädin gab mir den Tipp, da ich vorher schon abgenommen hatte, Fortimel vom Arzt verschreiben zu lassen. Das nehme ich jetzt zusätzlich.
    Paris muß warten!!
    Liebe Grüße an Alle
    Heidrun
    Liebe Heidrun,

    das ist ja wirklich blöd. Ich habe zwar keine Erfahrungen mit Schluckstörungen, kann mir aber vorstellen wie schlimm und belastend das ist.

    Dann drück ich die Daumen, dass deine Übungen bald anschlagen und das du bald nach Paris reisen kannst.

    Liebe Grüße
    Angela
    Liebe Heidrun,
    gut, dass @waldi 50 mal nachgefragt hat.
    Da hab ich doch tatsächlich gedacht, dass du schon über die Champs Elysee schlenderst und die Läden leer kaufst.

    So ein Mist, dass man wegen einer Schilddrüsen- Op solch erhebliche Einschränkungen hinnehmen muss.
    Wünsche dir ganz schnelle Besserung und halte uns auf dem Laufenden.
    Gute Nacht
    Gina 58
    Liebe Heidrun !

    Menno, was für ein Mist!

    Ich hatte zum Jahreswechsel stimmbandmässig einige Rückschläge.
    Die Stimme veränderte sich wieder, zeitgleich auch das Schlucken.
    Inzwischen ( und ohne Behandlung ) hat sich das wieder in einen normalen Bereich bewegt.
    Die Angst vor dem Schlucken ist aber geblieben und gerade bei der Hitze muss man ja viel trinken.

    Ich wünsche Dir alles Gute, Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae