Pfortaderhochdruck

    Pfortaderhochdruck

    Hallo ihr Lieben,
    und wieder brauch ich Hilfe.
    Nach Sono mit Kontastmittel, Magenspiegelung und Leberbiopsie und CT Abdomen, ist nun klar was ich habe.
    Gott sei Dank sind es keine Metas in der Leber, sondern ich habe einen Pfortaderhochdruck, was die Sache leider auch nicht einfacher macht.
    Am Montag habe ich Termin bei meiner Hausärztin, die auch Internistin ist.
    Was ich bis jetzt herausbekommen habe ist, dass dieser Hochdruck sehr wahrscheinlich von der Chemo T-DM1 ist. Meine Onkologin meinte, dies würde bei den Nebenwirkung von T-DM1 stehen.
    Was mir aber noch nicht so ganz klar ist, wie dieser Hochdruck behandelt wird, außer sofortiger Abbruch der Chemo und wieweit sich Leber und Milz wieder zurück bilden. Klar habe ich auch schon Frau Google befragt, doch leider werden nicht alle meine Fragen so gut wie nicht erklärt.

    Bitte bitte, wer kennt sich aus und kann mir helfen????

    LG kahi
    alles Liebe
    kahi

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    Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
    Franz Kafka
    Hallo Kahi,

    das ist Mist und es tut mir leid, daß Du nun so lange nach Deiner Erstdiagnose mit den Auswirkungen der Therapie zu kämpfen hast. Mir fällt spontan nur eine Shuntlegung ein, d.h. eine Verbindung wird chirurgisch zwischen die Pfortader und der unteren Hohlvene eingesetzt, um eine Druckentlastung herbeizuführen. Auch die Gefahr der Bildung von Ösophagusvarizen (Krampfadern) würde somit verringert werden, was nicht unerheblich ist, da diese zu Blutungen führen könnten, was in der Regel dann immer einen Notfall darstellt.

    Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein, aber ich bin mir sicher, daß Du noch Antworten bekommst. Fühl Dich mal gedrückt!

    Viele Grüße
    Anhe
    Danke Anhe,
    da kämpfe ich nun fast 12 Jahre mit dieser scheixxxxxxxx Krankheit, zieh mir eine Chemo nach der anderen rein und dann sowas.
    Kann echt bald keine weiße Kittel mehr sehen.
    Und ja, ich hoffe wirklich dass noch Antworten kommen, vorallem ob diese übergroße Milz und Leber sich auch wieder zurückbilden.
    Reserven hab ich auch bald keine mehr, wiege mittlerweile nur noch 53 kg und das merke ich ganz gewaltig.
    Also harre ich mal der Dinge, die da kommen und hoffe auf viele viele Antworten.
    Lg kahi
    alles Liebe
    kahi

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    Franz Kafka
    (Cecil ist wohl davon ausgegangen, dass dein Pfortaderhochdruck durch einen Thrombus verursacht wird und hat die Therapieempfehlungen dazu eingestellt.)

    Die Diagnose "Pfortaderhochdruck" ist zunächst einmal keine Diagnose im Sinne von "man weiß jetzt, was los ist". Es handelt sich vielmehr um die (bei dir wohl gesicherte) Feststellung eines Symptoms. Ein Pfortaderhochdruck kann sehr viele Ursachen haben, i. A. handelt es sich um Engstellen - die aber verschiedene Ursachen haben können. Es kann sich um Thromben handeln, aber auch um Einengungen aus anderen Gründen.

    Die Zulassungspapiere zu T-DM1 geben in der Tat eine Nebenwirkung an, die mit Pfortaderhochdruck einhergeht, nämlich die Ausbildung des sogenannten nodulären regenerativen Hyperplasie (Vergrößerung) der Leber:

    In Leberbiopsien wurden bei Patienten, die mit Trastuzumab Emtansin behandelt wurden, Fälle nodulärer regenerativer Hyperplasie (NRH) der Leber festgestellt. Eine NRH ist eine seltene Lebererkrankung, die durch eine ausgedehnte gutartige Transformation des Leberparenchyms zu kleinen regenerativen Knötchen charakterisiert ist. NRH kann zu einem nicht zirrhotischen Pfortaderhochdruck führen. Die Diagnose einer NRH lässt sich nur histopathologisch bestätigen. Bei allen Patienten mit klinischen Symptomen eines Pfortaderhochdrucks und/oder zirrhoseähnlichen Erscheinungen, die bei einer Computertomographie (CT) der Leber sichtbar werden, aber mit normalen Transaminasenwerten und ohne weitere Manifestationen einer Zirrhose, sollte an eine NRH gedacht werden. Wird eine NRH diagnostiziert, muss die Behandlung mit Trastuzumab Emtansin dauerhaft abgesetzt werden.

    Quelle: Zulassungsunterlagen der EMA zu Kadcyla (T-DM1)

    Nach dem Absetzen wäre damit zu rechnen, dass sich die vergrößerten Organe zurückbilden. Aber: Zunächst einmal sollte die genaue Ursache abgeklärt werden.
    Es grüßt die Hexe.
    P.S.: Ich habe mir gerade noch mal die zahlreichen möglichen Ursachen angesehen. Da erinnerte ich mich, dass bei mir während der SZT einmal ein Verdacht auf eine Lebervenen-Verschlusskrankheit (hepatische VOD) vorlag und ich vorsichtshalber Prociclide (Defibrotid) bekam.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Cecil“ ()

    Hallo ihr Lieben,
    also nun ist es bestätigt, ich habe einen Pfortaderhochdruck. Ab sofort ist T-DM1 und Herceptin tabu für mich.
    Ich werde jetzt eine Pause machen, um wieder hoch zu kommen und ich gebe dann das Komando, wenn es wieder weiter gehen soll.
    Mein Fall wird am nächsten Mittwoch der Brustkrebskonferenz vorgestellt. Mal sehen was die Damen und Herren mir raten werden, was ich statt dessen nehmen soll.
    alles Liebe
    kahi
    alles Liebe
    kahi

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    Franz Kafka
    Ach Kahi, fühl Dich mal gedrückt. Es tut mir leid, daß Du jetzt Deine Therapie unterbrechen musst, denn das lässt nicht ruhig schlafen. Haben denn die Ärzte überhaupt schon geäußert, welche Optionen sie sich vorstellen?

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero