Meine süße Mama ... NSCLC Adeno LK Stadium 4

    Meine süße Mama ... NSCLC Adeno LK Stadium 4

    Hallo!

    Ich bin Babs und versuche es jetzt mal hier.

    Meine Mom hat Adeno LK und bekommt morgen die 1. Chemo.
    Cisplatin in Kombination mit Alimta.

    Die Klassifizierung des Krebs ist mir (noch) nicht bekannt.
    Sie hat ein Karzinom etwa 3x4 cm, inoperabel im rechten Lungenflügel.
    Pleuralerguß bösartig.
    Sie haben eine Pleurodese gemacht, nach der sie leider viel gespuckt und nur geschlafen hat.
    Erfolgreich verlaufen. Morgen gehts also los.
    Wie wird die Chemo stationär machen.
    4 Chemos alle 21 Tage. Dann Pause. Dann nochmal 2. Sagte der Onkologe.

    Eine kleine Metastase sitzt im rechten Kleinhirn, eine weitere kleine im linken Lungeflügel.
    Ihr Herz ist pumperlgesund, sie hat keine Verkalkungen, auch nicht in den Lungenarterien.

    Meine Mom ist immer einer qurilige, herzliche, gebende, fürsorgliche und rumdum beliebte kleine Frau gewesen.
    Sie ist sehr spirituell. Hat bis jetzt ehrenamtlich bei der Tafel gearbeitet und ist Mitglied im Hospizverein.
    Ich bin die einzige Tochter, meine Mom lebt schon ewig alleine. Sie ist eine starke Frau, die ihre Liebe überall verteilt hat.
    Ein durchaus positiver Mensch.

    Ich wünsche mir für sie noch viele schöne Monate....mit wunderbaren Erlebnissen.
    Mit mir und ihrem Enkelsohn, meinem fast 18 jährigen Kind und ihren Freunden.

    Schreiben tut mir gut. Und bei anderen Mitlesen hilft auch.

    Danke für die Aufnahme.

    Allen hier alles Liebe!!!
    Hallo Babs,

    herzlich willkommen bei uns. Schau dich um - und frag, wenn du etwas wissen möchtest.

    Für morgen alles Gute für deine Mutter. Ich drücke die Daumen, dass es nicht allzu schlimm wird. Cisplatin ist schon ein heftiges Gift.

    In was für einem Krankenhaus ist deine Mutter?

    Viele Grüße von der Hexe
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Babs,

    auch von mir: Willkommen im Kiz. Frag uns - wir antworten, so gut es uns möglich ist. Einige Begrifflichkeiten, wie EGFR und ALK findest Du in unserem Lexikon und die kurze (oder längere) Erklärung dazu.

    Bei Cisplatin ist u.a. folgendes zu beachten: Es kann zu einem Hörsturz führen, dann sofort den Ärzten Bescheid geben. Da die Chemo schon morgen läuft, ist es zu spät, noch einen Zahnstatus zu erstellen. Also penible Zahnpflege, da Cisplatin auch gerne auf die Mundschleimhaut geht. Das alles kann, muß aber nicht eintreten. Insofern wünsche ich Deiner Mutter, dass sie die Chemo gut toleriert.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Sie ist 77. Und hat Gefäße wie ein junges Mädchen. Auch in der Lunge.
    Ich habe die ganzen Befunde gelesen und mir ergoogelt.
    Letztendlich ist es "nur" der Scheiß Krebs.
    Alles andere ist gesund bei ihr.
    Also rechne ich nicht unbedingt mit katastrophalen Nebenwirkungen.

    Warum da bei der Tumor Klassifizierung nichts steht, ist mir ein Rätsel.
    Lässt sich das nicht immer genau defineren?

    Meine einzige Angst ist, dass sie sie überdosieren, denn sie hat schon extrem auf das Morphin reagiert (mit Übelkeit und Spucken), das sie als Schmerzmedi bei der Pleurodese bekommen hat. Sie ist ne ganz Feinfühlige und braucht sicherlich ein Drittel weniger als andere. Aber das steht mir nicht zu, das zu dem Arzt zu sagen.

    Ich denke, hoffe und glaube das Beste.
    Ganz liebe Grüße
    Babs


    Hallo Babs,

    natürlich ist ein guter Allgemeinzustand immer der optimale Zustand vor einer Chemotherapie, allerdings ist ein Mittel, welches Tumorzellen gleichermaßen angreift wie auch gesunde Zellen, nie nebenwirkungsfrei. Wie schon erwähnt, können o.a. Nebenwirkungen auftreten, müssen aber nicht. Eine positive Einstellung ist bestimmt auch von Vorteil, dennoch muß man sich immer bewußt sein, daß jede medikamentöse Verabreichung das Spektrum von null Nebenwirkungen bis hin zu ganz vielen Nebenwirkungen aufweisen kann. Die Betonung liegt auf kann.

    Eine genaue Tumorklassifizierung sollte vor Therapiebeginn schon festgehalten worden sein. Vielleicht fragst Du nochmals die Ärzte.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Ich weiß Ahne.
    Es ist und bleibt ein Gift.
    Trotzdem habe ich viel Gutes über diese Chemo Kombi bei dieser Art Krebs gelesen.
    Und ich bin wach. Ich lese halbe Nächte hier durch.
    Beobachte sie wie ein Luchs und wir kommunizieren offen und gut.
    Ich rechne damit, dass sie nächste Woche nachhause darf.
    Das ist ihr Ziel. Sie ist ready to go. Hat sich heute fit genug gefühlt, um den Chemobeginn morgen zu starten.
    Und sie hatte sich chic gemacht. Weil sie nach der Pleurodes ganz schön k.o. war.
    Na toll!
    Habe eben endlich mal den Chefarzt mal erreicht.
    Ein Gott in weiß. Er fühlte sich gleich an den Karren gefahren.
    Auch von ihm war keine Tumor Klassifizierung zu erfahren.
    Er hat mich mit Fremdwörtern zugeschmissen, da ich mich ja im Internet belese, werde ich damit umgehen können.
    Was für ein Depp!
    Ich habe aber den wichtigten Satz zu ihm gesagt, worum es mir ging:
    Dass meine Mom ein sehr feinempfindsamer Mensch ist und dass sie die Chemo sanft machen sollen.

    Alles was er mir gesagt hat, war, dass das Brustfell befallen ist (Pleurakarzinose) und dass es Stadium 4 ist.
    Das weiß ich doch alles schon längst.

    Und dass ALK 1 negativ ist und somit andere Maßnahmen keinen Sinn mehr machen.
    Häh???

    Könnte kot...... Tja, ist halt kein Tumorzentrum, sondern ein sehr gut aufgestelltes Städtisches KH mit großen finanziellen Mitteln und meine Mama vertraut den Ärzten und sie will in diesem KH bleiben, da ich nur 10 min zu fahren habe, bis ich bei ihr bin.
    Für mich das Wichtigste, dass sie vertraut. Darin bestärke ich sie auch.

    Ich bin ängstlich.... und wünsche meiner Mom das Beste..
    Hallo Biggi,

    ich hab so viel gelesen, dass ich gar nicht mehr so durchblicke.
    Wünsche Dir weiterhin Geduld und Gelassenheit und Deiner Mama leidensfreie Zeiten.

    Aktueller Stand bei mir:
    Sie bekommt Alimta und Carboplatin.

    Ich bin dauerhalft müde und jetzt kommt bei mir auch noch ein Infekt daher, Erkältung, gegen die ich stündlich
    mit Metavirulent und Vit C ankämpfe. DAS kann ich jetzt gar nicht brauchen!

    Meine Mom klagt nicht, aber wenn sie motzt, dann gegen mich. Alle anderen sind ihre Goldstücke.
    Das kenne ich schon ein Leben lang.

    Kopf hoch, Augen zu und durch!!!

    Hallo Babs,

    Babs63 schrieb:

    Und dass ALK 1 negativ ist und somit andere Maßnahmen keinen Sinn mehr machen.
    Häh???

    hätte deine Mutter diese Genveränderung (wäre also ALK-positiv getestet worden), gäbe es andere Medikamente als eine Chemotherapie, die eventuell den Tumor in Schach halten könnten. Da sie die Veränderung nicht hat (wie die große Mehrzahl aller Menschen), fällt diese Möglichkeit allerdings aus. Das wollte der Chefarzt damit wohl ausdrücken.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Babs,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Babs63 schrieb:

    Meine Mom klagt nicht, aber wenn sie motzt, dann gegen mich. Alle anderen sind ihre Goldstücke.
    Das kenne ich schon ein Leben lang.

    Das ist ein weit verbreitetes Phänomen. Bei Menschen, die man nicht so allzu oft sieht, da freut man sich, wenn sie denn kommen. Die werden dann natürlich nicht mit Schrecklichkeiten belastet und man will ja auch keine Schwäche zugeben. Das könnte sie ja abschrecken. Auf der anderen Seite ist es wohl tatsächlich so, dass dann für diesen Besuch alle Schmerzen und Plagen in den Hintergrund gedrängt werden vor Freude über den Besuch. Ein anderer Gedanke: vielleicht ist es so, dass sie glaubt, bei dir abladen zu dürfen. Weil sie glaubt, du kannst das aushalten. Manchmal ist dieses Phänomen ein etwas verqueres Zeichen einer besonders nahen Beziehung. Ich gehe davon aus, dass sie das nicht bewusst so macht.

    Auch als Tochter darf man mal sagen: "Mama, es ist gut jetzt!"


    Euch Beiden alles Gute,

    Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Danke Helmut.

    Ja, heute habe ich das mal so angesprochen.
    Und dann war Sonnenschein im Raum, trotz übelstem Wetter draußen.
    Saukalt, strümisch, Regentag. Bäh!

    Das Wichtigste:
    Sie hat die Chemo bisher gar nicht gespürt. Aber es ist Tag 1.
    Ich freue mich trotzdem! Über jeden Tag, der gut ist.

    Meine Mamutschka.... <3

    Am Freitag hole ich sie ab. Nachhause. In ihre Wohnung.
    Das ist ihre größte Freude.

    Die Krankheit erfordert auch unendlichen Papierkram, Organisation und Termine.
    Und sie will machen. Regeln.
    Arztbesuche, Rechnungen, Finanzen, etc.
    Ich werde höllisch auf sie und ihre Kräfte aufpassen.
    Hallo Babs,

    natürlich wirst du auf sie aufpassen. Man muss ja auch sehen, dass gerade am Anfang sehr viel auf sie einstürzt, was sie erst einmal verkraften muss. Da ist es schwer, gerecht zu sein. Für Beide. Ihr werdet sicher ein Einvernehmen finden können.


    Eine gute Nacht, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Es läuft super! Alles.
    Sie fühlt sich so fit, als wäre sie überhaupt nicht krank.
    Ich bin so dankbar. Und meine Mom ist mir gegenüber dankbar.
    Heute haben wir schon eine ganz tolle Perücke für sie gefunden, ein prima Service in diesem KH.
    Morgen wird die flotte Perücke zugenschnitten und angepasst. Sie sieht so klasse damit aus.
    Ich bin eine glückliche Tochter.
    Morgen hole ich sie nachhause in ihr eigenes Reich.
    Ich könnte weinen. Vor Freude für sie.

    LG an die Wenigen hier.... :D
    Das hört sich doch schon mal super an, vor allen das deine Mum das alles erstmal so gut aufnimmt und viel Lebensmut zeigt. Es hilft ihr auch bestimmt sehr, das du so an ihrer Seite stehst und ihr etliche Dinge abnimmst.

    P.S.:
    vielen Dank für's Daumen drücken, es hat geholfen
    Liebe Grüße Susanne :thumbup:
    Vielen Dank Susanne,

    in mir lauert aber auch die Angst und ich denke destruktiv.

    Das kann doch nicht sein, dass es ihr jetzt so extrem gut geht?
    Wie lange wird sie so gut drauf sein?
    Was können wir noch unternehmen?
    Könnte es nicht auch plötzlich zu schnell gehen, dass ich meine Mom verliere?
    Irgendwie mißtraue ich diesem glücklichen Tag für sie und für mich.

    Aber: Das nutzt niemandem was. Immer Tag für Tag. Genießen.
    Und abwarten. Heute ist heute und morgen ist morgen über übermorgen ist weit weg.

    Sie ist voller Vertrauen. Und seit gestern voller Wertschätzung auch mir gegenüber.
    Das ist so schön. Tief berührend.

    <3 <3
    Liebe Babs,

    es tut mir leid, dass du nun gemeinsam mit deiner Mama diesen schweren Weg gehen musst.
    Ich kenne deine Betroffenheit und Ängste nur allzu gut, musste diesen Weg in den vergangenen beiden Jahren gleich zweimal gehen. Meine Eltern waren ebenfalls wie deine Mama beide so aktiv, lebensbejahend, wir hatten ein sehr enges und gutes Verhältnis…ich dachte, das geht immer so weiter, sie bedeuteten mir soooooo viel- doch dann brach meine kleine heile glückliche Welt ganz plötzlich zusammen……mein über alles geliebter Papa wurde mir innerhalb von 7 Wochen genommen, bei meiner lieben Mama dauerte es ein halbes Jahr….für mich immer noch unfassbar, weiß nicht, um wen ich mehr trauern soll..ich weine abwechselnd, einmal um Mama, einmal um Papa.

    Aber keine Angst, ich möchte dir hier nicht deinen Thread zuheulen…möchte dir nur glaubhaft machen, wie sehr ich deine Gefühle und Ängste teile, verstehe und mit dir fühle.

    Ich wünsche deiner Mama und dir noch eine lange, erfüllte und beschwerdefreie gemeinsame Zeit.

    Alles Gute für euch beide
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Christel,

    das ist ja furchtbar!! Das tut mir so leid. für Dich. MIr fehlen die Worte. :(
    Ich drück Dich mal ganz lieb.... und hoffe, Du hast gute Menschen um Dich herum, die Dich und Deine Trauer mittragen.

    Ich stehe hier ziemlich allein auf weiter Flur. Zumindest als Angehörige. Aber ich muss da durch.
    Weiß nur noch nicht, wie.

    Heute kamen sie. Die NW. Schlapp, Übelkeit. Meine kleine Mom tut mir leid.
    Und ich bin verunsichert. Und ziemlich fertig. Kann seit 6.10. an nichts mehr anderes denken.
    Was für ein Albtraum.
    Ich hoffe, es geht ihr bald besser und ich kann erfahren, dass sich das lohnt.

    Heute ist Heultag.
    Liebe Babs,

    ich hoffe es geht deiner Mama heute schon wieder etwas besser, die Nebenwirkungen werden sicher nicht lange anhalten.
    Ich kenne diese Heultage, habe nach der hoffnungslosen Diagnose meines Papas eine ganze Woche nur geheult, wusste gar nicht, dass man sooo viel heulen kann. Bei meiner Mama war ich etwas gefasster, weil die Ärzte uns noch Hoffnung machten durch die OP.

    Weiß deine Mama wie es um sie steht oder glaubt sie an eine komplette Heilung? Meine Mama hat auch während ihrer Krankheit immer in die Zukunft geplant, wollte in ihrem Haus renovieren (sie konnte alle handwerklichen Arbeiten wie Fliesen legen, tapezieren usw.), neue Heizung einbauen lassen usw.. In den Zeiten in denen es ihr gut ging (und das war meistens der Fall) hatte sie ihre Krankheit komplett ausgeblendet.

    Noch ein Tipp, falls die Hirnmetastase deiner Mama bestrahlt werden soll:Es gibt bundesweit sechs Kliniken mit Hochpräzisonsbestrahlungssysteme, sie heißen NOVALIS,- das neuste befindet sich in Bonn-, (google mal entsprechend !), sie können präziser und daher auch effektiver eingesetzt werden und schonen somit das umliegende Gewebe, was besonders bei Hirnmetastasen sehr wichtig ist.

    Weiterhin alles Gute und ein schönes Wochenende für dich und deine Mama
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Christel,

    meine Mama weiß, dass sie nicht gesund wird.
    Über (statistische) Lebenserwartung sprechen wir nicht. Will ich auch nicht.
    Ich wette, sie hat den Arzt um die Wahrheit gebeten, zumindest ihren befreundeten Arzt.
    Und sie weiß, dass ich weiß. Alle Befunde von ihr habe ich genauestens durchgelesen und ergoogelt.

    Heute geht es ihr schon besser.
    Aber sie hat keinen Hunger. Ich hoffe, es kommen Tage wo sie wieder ordentlich essen und alles nachholen kann.
    Sie weiß, dass sie Kalorien reinbringen soll und nimmt in Suppen etwas Ghee zu sich und bei Süßem etwas extra Sahne.
    Ich habe eine Ausbildung in Ayurveda und sie hört auf mich.
    Ghee stärkt das System, Zimt verbessert die Nährstoffaufnahme im Darm und 1 Msp. Muskat tgl. beruhigt das Nervensystem.
    Macht sie alles. Außerdem trinkt sie ab jetzt auch Rotbäckchensaft, um die Eisenwerte zu unterstützen.

    Ich bin froh, wenn sie sich ausruht. Das ist erst mal das Wichtigste.
    Blöd ist, dass ich nicht die Stabilste bin. Ich bin ein schlanker, nervöser Typ und muss auch sehr auf mich selbst achten.
    Vor allem was Essen betrifft. Ich hab auch keinen Hunger. Und Angst, vor allem, was da noch kommt.
    Aber: Immer Tag für Tag! Eins nach dem Anderen.

    Meine Labradorhündin Sunny <3 ist mein großer Trost, sie gibt mir Ruhe und Kraft.

    Danke Dir fürs Lesen Christel.

    Wünsche Dir ein schönes WE!

    GLG Babs
    Hallo,

    (sicher wird bald noch jemand richtig antworten.)

    In der Einleitung zum Wikipedia-Artikel "EGF-Rezeptor" gibt es einen Abschnitt, in dem die Mechanismen vereinfacht/verständlich zusammengefasst dargestellt werden:

    " ... Der EGF-Rezeptor wird in verschiedenen Tumorarten hochreguliert und/oder in mutierter Form vorgefunden, was dazu führt, dass die Tumorzellen unkontrolliert wachsen und sich vermehren. In Folge kann es zu einer verstärkten Metastasenbildung kommen. Ferner gibt es auch geringere Sensitivität gegenüber Chemo- und Radiotherapie.

    Neuartige Krebstherapien zielen darauf ab, dieses onkogene Signal von EGFR zu blockieren und somit das Tumorwachstum zu unterbinden. Bereits
    erfolgreich getestete und zugelassene Substanzen dieser sogenannten gezielten Krebstherapie (engl. targeted therapy) sind unter anderem Gefitinib (Iressa), Erlotinib (Tarceva) oder die monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux) und Panitumumab (Vectibix). ...."
    aus: de.wikipedia.org/wiki/EGF-Rezeptor

    sowie Wildtyp: de.wikipedia.org/wiki/Wildtyp
    Hallo Babs,

    "EGFR-Wildtyp" bedeutet, dass dieser Wachstumsfaktor-Rezeptor "normal" funktioniert und nicht im Übermaß aktiv ist. Das bedeutet, dass bestimmte Therapien, die darauf abzielen, durch Blockade dieses Signalempfängers das Krebswachstum zu stoppen, eher schlechter wirken.
    Es grüßt die Hexe.
    Lieben Dank Euch, Cecil und Witch.

    Durch Googeln bin ich da auch ein bißchen schlauer geworden und bin bei Tarceva zur späteren Weiterbehandlung gelandet.

    Was ich im Forum über Tarveca gelesen habe, macht mich nicht gerade froh.

    Liebe Witch,
    bedeutet das etwa, dass man solche Strapazen (Traveca, Iressa) lieber gleich lassen sollte, oder daß das die einzige Möglichkeit ist, Erfolg zu haben?

    Danke, es tut immer gut eine Antwort von Erfahrenen zu bekommen. Im Inet steht so furchtbar viel.

    Babs63 schrieb:

    Liebe Witch,
    bedeutet das etwa, dass man solche Strapazen (Traveca, Iressa) lieber gleich lassen sollte, oder daß das die einzige Möglichkeit ist, Erfolg zu haben?

    Das Problem ist, was du als "Erfolg" definierst. Eines sollte dir klar sein: Eine Heilung ist nicht möglich, ein Tumorrückgang eher unwahrscheinlich (das ist völlig unabhängig vom EGFR-Status). Erlotinib (das ist der Wirkstoff von Tarceva) ist für EGFR-negative Tumore nur zugelassen, wenn bereits platinbasierte Chemotherapien vorausgegangen sind und diese den Krankheitszustand unverändert gelassen haben oder wenn vorausgegangene Chemotherapien versagt haben (bedeutet: Der Krebs ist während der Therapie weiter fortgeschritten.). Wenn es wirkt (was man nicht vorher weiß), schenkt es ein paar Wochen oder Monate. Eine Studie hat auch gezeigt, dass die Lebensqualität damit besser sein kann, auch wenn objektiv keine Wirkung auf den Tumor feststellbar ist.

    Was noch wichtig ist: Bei ehemaligen Rauchern oder erst recht Noch-Rauchern findet so gut wie nie eine Wirkung statt. Außerdem sind unter Erlotinib bestimmte Medikamente aus den Aspirin/Ibuprofen-Klassen absolut tabu.
    Es grüßt die Hexe.
    Liebe Hexe,

    danke für die exakte Info.
    Jetzt habe ich verstanden.
    Meine Mom hat 50 Jahre geraucht, vor 3 Jahren aufgehört.

    Sie bekommt jetzt 4 mal Pemetrexed und Carboplatin. Dann wird eh erst mal die Wirkung gecheckt.
    Und dann weiter entschieden.

    Die Chemo greift die Metastase im Kopf nicht wurde mir erklärt, weil das Gehirn durch den Liquor geschützt bleibt.
    Deshalb vllt die Überlegungen Richtung Tarceva. Ich MUSS lernen, geduldig abzuwarten.
    Geduld ist allerdings überhaupt nicht meine Stärke. Tja.... ist wohl mein Lernprozess.

    Vielen Dank!

    Babs63 schrieb:

    Deshalb vllt die Überlegungen Richtung Tarceva.

    Ja, das ist möglich.

    Das Gehirn ist nicht durch den Liqour vor den meisten Medikamenten geschützt (nicht nur vor Chemotherapeutika), sondern durch die Blut-Hirn-Schranke. Das ist eine Zellschicht innerhalb der ganz kleinen Blutgefäße im Gehirn, die dafür sorgt, dass Teilchen ab einer bestimmten Größe diese Schicht nicht durchdringen können. Erlotinib allerdings kommt durch.

    Normalerweise wäre aber die Behandlung der ersten Wahl einzelner Hirnmetastasen eine Bestrahlung der Metastasen.
    Es grüßt die Hexe.
    Will auch mal ein bißchen was schreiben.

    Ich bin unsicher, ob hier auch über Alternativmethoden gepostet werden darf?

    Fakt ist, meiner Mama gehts ganz gut und gestern waren wir 200 km entfernt bei einem Arzt, der auch antroposophische und klassisch homöopathische Medizin, vor allem Krebs-begleitend macht.
    Mir fiel ein Fels vom Rücken, als ich mit Mama bei ihm war. Vor lauter Erleichterung habe ich nur geheult.
    Er nimmt mich ernst. Redet mit mir über ALLES!
    Und hat Mama einige homöopatische Medikamente verordnet, mit denen es ihr auch nach der Chemo
    besser gehen wird und die ich ihr subcutan spritze.

    Es ist sowieso alles palliativ, also wünsche ich mir, dass sie so sanft wie möglich an ihr Lebensende gelangen kann.
    Trotzdem erklärte mir heute meine Hausärztin zu der ich wg den Magenschmerzen ging, dass die Chemo (Carboplatin und Alimta) eben auch sein muss, um meiner Mom das Atmen zu erhalten.
    Eigentlich soll sie noch 3 mal.
    Wir haben uns jetzt für noch 2 mal entschieden, weil sie sehr leidet.
    An Weihnachten soll es ihr gut gehen und dann sehen wir weiter.
    Ob Kopf Bestrahlung der Mini Metastase etc.
    Ich wünsche mir so sehr, dass ich sie noch 1 Jahr lang habe.
    Mindestens einen schönen Frühling und Sommer noch.

    Ich bin heute fix und fertig, weil ich mich so sehr geärgert habe, dass mir
    der ganze Stress voll auf den Magen geschlagen hat. Aua.
    Bitte, liebe Admins hier, wenn ich etwas falsch mache, schreibt mir das.
    Und nicht einfach löschen, was das Zeug hält und mit Sperrung drohen.
    Danke! Auch für die Aufnahme hier.

    Ich bin seit 6.10. 3 Wochen völlig neben der Spur im Quadrat gerannt, war außer mir
    bis ich begriffen hatte, was ist und wie meine Mama da durch kommt.
    Jetzt will ich ihr nur helfen. So gut ich kann.
    Meine Mama ist 77, hatte ein anstrengendes, aber schönes Leben mit vielen Freunden.
    Ich will nicht, daß sie extrem leiden muss. Sie auch nicht. Wir sind uns einig,
    daß wir die Zeit, die uns bleibt, genießen möchten, soweit möglich.

    Ich lese hier auch quer, bei Susanne und allen anderen.
    Drücke Euch ganz fest die Daumen für möglichst nebenwirkungsfreie, gute Zeiten.

    Jeder soll doch den Weg gehen dürfen, den er für richtig hält. Oder?

    Alles Liebe!

    P.S. Christel,
    ich konnte alle Beiträge in Deinem Thread noch lesen.
    Wie schlimm das mit Deiner Mama war für Dich. Das tut mir sehr leid.
    Drück Dich mal...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Kiz-Redaktion“ ()

    Liebe Babs,

    das andere Forum sollte hier kein Thema sein, wir werden uns defintiv nicht an Schelte an anderen Plattformen oder den Moderatoren dort beteiligen und deshalb habe ich die relevanten Passagen aus Deinem Posting genommen. Hierfür bitte ich um Verständnis.

    Das Team des Kiz versucht allen Bedürfnissen gerecht zu werden und wir sind auch gesprächsbereit. Aber auch hier gelten Regeln und wie schon in den Nutzungsbedingungen aufgezeigt, orientieren wir uns ausschließlich an evidenzbasierter Medizin. Es gibt aus der homöopathischen Ecke bestimmt Mittel, die eine Chemotherapie erleichtern können und wenn es dem Wohlbefinden des Patienten dient, wird eine Kommunikation darüber nicht strikt untersagt. Hinweisen möchten wir dennoch, daß wir alles unterbinden, was als "Krebsheilmittel" angepriesen wird und dubiose Mittelchen. Das haben wir uns auf die Kiz-Fahne geschrieben und daran halten wir fest.

    Deiner Mutter ihren palliativen Weg mit antroposophischen/homöopathischen Mitteln zu erleichtern, ist legitim und auch eine Kommunikation darüber, sofern keine Aussagen getroffen werden, die Heilungsversprechen beinhalten. Was wir auf gar keinen Fall tolerieren, ist der Austausch über Aprikosenkerne, Darmeinläufe mit Petroleum oder ähnlichen absurden Praktiken. Falls Du unsicher bist, steht Dir die Moderatorin des Lungenkrebs-Forums, The Witch, gerne zur Verfügung.

    Wir hoffen, daß wir somit Deinem Anliegen aber auch unserem Anspruch gerecht werden und würden uns freuen, wenn das für Dich akzeptabel ist. Löschungen bzw. Änderungen werden immer per PN mit dem schreibenden User besprochen bzw. mitgeteilt.

    Herzliche Grüße
    Redaktion Krebs-Infozentrum
    Vielen Dank für die liebevolle Aufklärung.
    Damit kann ich sehr gut leben.

    Ich würde niemals von Heilung mit Komplementär Medizin sprechen.
    Immer nur von Begleitung. Linderung = Palliativ.
    Von Schabernack halte ich nichts.
    Dazu bin ich selbst zu gut ausgebildet und zu kritisch.

    Ich hatte eine Stammkundin über 10 Jahre, die leider einem Heilversprecher um die 25.000 Euro
    gezahlt hat im Zeitraum von 2 Jahren. Es hat nichts gebracht. Sowas finde ich ganz schlimm.

    Ich verspreche meiner Mama nichts. Sondern spreche offen mit ihr über Möglichkeiten der palliativen Behandlung.

    Ich selbst sehe den Menschen immer als Ganzes.
    Liebe Babs,
    es freut mich, dass Du hier gut untergekommen bist und hier alle Antworten bekommst, die Du benötigst.
    Es ist sehr wichtig zu wissen, dass man ernst genommen wird mit all seinen Ängsten und Fragen.
    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter, dass alles gut anspricht und ihr noch eine Menge Zeit zusammen verbringen dürft.
    ganz <3 liche Grüße Petra
    ED 05/13 re. OL, Stadium IV, inoper. NRin, 3 Pleurod.malig. Pleuraergüsse, Pneumothorax re., Metas re. u. li. Lu-flügel , am Zwerchfell, BWK 5, vergrößerte Lymphknoten überall, div. Rundherde. Carbopl./Vinorelbin b. 12/13, seit 02/14 Erhalt.therapie Alimta. 8 Hirnmetas u. Oedem, im Frontalhirn, 10 Bestrahlungen.
    1 Therapie mit Gemzar. abgesetzt NW[/lexicon], Fentanylpflaster,jetzt austherapiert
    Hallo Peggi!!

    Schön, Dich hier zu sehen.
    Ich wünsche Dir auch ganz viele schöne Zeiten mit Deinem Mann.
    Du bist so tapfer!!! <3

    Dieser Arzt, bei dem wir waren, hat gesagt, daß die homöpathischen Mittel sogar auf Kasse verschrieben werden,
    weil die Behandlung als palliativ gilt. Er hilft uns wo er kann.
    Ebenso habe ich über ihren Hausarzt ein Rezept bekommen, dass jetzt mal 2 Wochen lang ein Pfleger ins Haus
    kommt und ihr diese Sachen täglich spritzt und ihr zeigt, wie sie es selbst machen kann.
    Es geht ihr imo recht gut, am Mittwoch kommt Chemo 2. Mir graut. Aber wird schon werden.
    Ich werde 5 Tage rund um die Uhr bei ihr sein.
    Und ich werde dafür sorgen, daß sie einen Port bekommt. Denn der Arm tut ihr immer noch weh,
    ist geschwollen mit kleinen Knötchen. Das Zeug scheint wohl daneben gelaufen zu sein.

    Allen hier alles Liebe!!!
    Liebe Babs,

    ich kann so sehr nachvollziehen, wie sehr dich diese Diagnose aus der Spur geworfen hat und wie lange du gebraucht hast, um den Gedanken an die Endgültigkeit eures Zusammenseins in dein Leben zu integrieren....und selbst dann sind die Ängste vor dem was noch kommt immer und überall präsent.
    Aber glaube mir, obwohl ich nicht selbst betroffen bin, habe ich in dem halben Jahr der Krankheit meiner Mama miterlebt, dass es auch mit der Krankheit schöne gemeinsame Momente geben kann, in denen man die Krankheit vergessen und unbeschwert sein kann.

    Wir waren gestern Abend auf einem Geburtstag eingeladen, mein Tischnachbar war ein mit uns befreundeter prominenter Politiker, der unheilbar an schon weit fortgeschrittenem Krebs erkrankt ist, seit 2 Jahren unendlich tapfer kämpft (seinen Kampf gegen die Krankheit auch öffentlich gemacht hat), gerade jetzt wieder in einer sehr aggressiven Chemophase ist und trotzdem den gestrigen Abend in bester Laune 5 Stunden sichtbar genossen hat, natürlich nach eigenen Aussagen vollgepumpt mit Morphium, Novalgin und Cortison. Er sagte mir gestern, dass er sich natürlich jetzt auch zum Heulen in seine 4 Wände zurückziehen könnte, aber dann würde er sich selbst die Lebensqualität nehmen.

    In diesem Sinne wünsche ich deiner Mama, dass sie es psychisch schafft, mit ihrer Krankheit umzugehen, dann werdet ihr beide sicher noch eine hoffentlich lange und erfüllte Zeit miteinander erleben.

    Alles Liebe
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Christel,

    danke für Deinen lieben Beitrag.

    Ich fahr jetzt erst mal weg bis morgen. Muss mal raus.
    Mama ist gut versorgt und ich brauche Anlehnen können und Liebe... ganz neue Liebe...

    Hab zu Mama gesagt, daß ich an Ostern gerne mit ihr, meinem tollen Sohn und meinem geliebten Hund
    zum Gardasee fahren würde. Möchte, dass sie ein Ziel hat. Schau mer mal.. hat sie gesagt.

    Allen hier ein gutes, schönes WE!
    Hallo Babs,

    wollte Dir nur liebe Grüße schicken und mich mit Dir freue, wie ich feststellen konnte, hier sehr sachliche und somit wohl auch kompetente Informationen bekommen hast welche Dir weiterhelfen können, mit Deinen Sorgen und Ängsten besser umgehen zu können.

    Ich finde es sehr hilfreich, das Deine Mum eine positive Einstellung hat, das wird ihr selber auch sehr helfen!

    Alles Liebe und viel Kraft
    Dieter

    Nichts ist unmöglich - und erst recht nicht hoffnungslos!


    ach ja, eh ich es vergesse.....auch von mir noch ein herzliches Dankeschön ans Moderatorenteam für die sachliche Aufklärung.

    Ich fühle mich hier wohl, weil die Moderatoren stets bemüht sind, Unstimmigkeiten auf sachlicher Ebene zu klären, anstatt die User verbal anzufallen wie’ne Bulldogge.
    Und ich bin mir sicher, dass sich die allermeisten Probleme auf diese Weise auch klären lassen.

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hallo Chris,
    DU sprichst mir aus der Seele, es ist so angenehm hier und wenn es wirklich mal Unstimmigkeiten geben sollte, kann man sie hier sicher gut lösen.

    @dieterz, schön, Dich hier zu sehen bzw. zu lesen. Kenne Dich von "drüben" :D , aber hier kannst Du wieder schreiben. Alles Gute Dir und Deiner Frau.
    Euch allen liebe Grüße
    Petra
    ED 05/13 re. OL, Stadium IV, inoper. NRin, 3 Pleurod.malig. Pleuraergüsse, Pneumothorax re., Metas re. u. li. Lu-flügel , am Zwerchfell, BWK 5, vergrößerte Lymphknoten überall, div. Rundherde. Carbopl./Vinorelbin b. 12/13, seit 02/14 Erhalt.therapie Alimta. 8 Hirnmetas u. Oedem, im Frontalhirn, 10 Bestrahlungen.
    1 Therapie mit Gemzar. abgesetzt NW[/lexicon], Fentanylpflaster,jetzt austherapiert
    Liebe babs!

    Ich habe dich gefunden und du wirst mich auch so schnell nicht mehr los!

    Ich freue mich sehr nur euch das die lange Autofahrt sich gelohnt hat und du vor lauter Glück weinen musstest! Du machst das alles ganz ganz prima!

    Denk dran was ich dir schon mal woanders schrieb, die Vergangenheit ist so unwichtig, deine Mama liebt dich und weiß auch zu schätzen wie liebevoll du dich um sie kümmerst!

    Ich wünsche euch von Herzen das ihr noch zusammen einen Frühling und Sommer und noch mehr erleben dürft!

    Mein Wunsch war noch den Sommer und unsere Geburtstage mit Mama zu verbringen es war uns nicht vergönnt! Der Krebs war schneller!

    Genieße jeden Moment!!

    Festen Drücker mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Vielen Dank Euch allen Ihr Lieben!

    Mausi...
    Du Süße!
    Ich hoffe, Du ziehst Dich endlich mal ein bißchen aus den Foren zurück und gehst wieder
    ein kleines bißchen mehr ins LEBEN! Pass gut auf Dich auf und vergiß die Freude nicht!
    Deine Mama wünscht sich das.
    Da wo sie jetzt ist, hat sie Frieden und macht sich aber sicher Sorgen um Dich... Ihre Tochter,
    von der sie sich bestimmt wünscht, sie trotz aller Trauer wieder einmal lachen zu sehen.
    Sie ist IMMER bei Dir.

    Ich weiß, ich habe leicht reden, weil meine Mama noch da ist.
    Sie ist sehr stolz auf mich und vertraut mir total.
    Und ich habe keine Ahnung, ob es mir nach ihrem Tod nicht genauso geht wie Dir:
    Ich schicke Dir Licht!!!

    <3

    P.S. Ich konnte eben lesen, daß auch Du hier gut aufgehoben bist... das freut mich sehr.

    Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Babs63“ ()

    Das Märchen von der Traurigkeit

    Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlang lief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
    Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
    Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war."Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen."Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch."Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.""Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?""Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?""Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
    Die Traurigkeit seufzte tief. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.
    ""Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen.
    Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:"Aber..., aber - wer bist eigentlich du?""
    Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."

    Ergänzende Angaben wegen Urheberrecht durch die Moderatorin Anhe
    Urheberin und Autorin: Inge Wuthe

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Anhe“ ()

    Jedes Mal, bevor ich zu meiner Mutter gehe, habe ich Angst.
    Von meinem Sohn konnte ich heute erfahren, daß ihr der Fuß bei jedem Auftreten weh tut. :(
    Seit 2 Tagen nimmt sie ein Medi vom HA für Gelenkschmerzen. Keine Besserung bisher.
    Das geht jetzt schon über 1 Woche.
    Ebenso wird der Arm nicht besser. Trotz Cortisoncreme und Quark Umschlag, den sie sich gemacht hat.

    Gestern war sie so gut drauf, als ich sie angerufen habe. Sie hatte Besuch von lieben Menschen und war
    tapfer spazieren in der Sonne mit den Leuten.
    Sie klang super.

    Und ich mache mir schon wieder in die Hose.
    Eben war ich Gassi im leuchtend gelben Buchenwald. Schön war das.
    Ich habe Fotos gemacht, wie fast immer in der Natur und werde sie ihr zeigen.
    Das Schönste sind frisch geschlüpfte, frühlingsgrasgrüne Veilchenblätter.
    Die wird sie gleich erkennen. :)

    Meine Mama...

    Ich nehme auch gute Literatur mit und werde ihr ein paar sehr einleuchtende Stellen daraus vorlesen.
    U.a. den Text des Weihnachtsliedes:

    Es ist ein Ros(e) entsprungen
    aus einer Wurzel zart..
    ... von Jesse kam die Art....

    Ein Buch über homöopathische und antroposophische
    Pflanzen und deren exakte Beschreibung und Wirkungsweise, vor allem bei palliativer Behandlung.
    Dieses Buch macht mich froh und wird sie auch froh machen.
    Alles ist gut.
    Allein auf weiter Flur..... :(

    Polyneuropathie nach der 1. Chemo.
    Jetzt auch schon im Zeigefinger.
    Na toll. Und nun?
    Was kann man da tun außer Tabletten?

    Rhizinusöl vielleicht. Oder Chilli Öl. Mal sehen, ob ich ersteres auftreiben kann.

    Hat sonst jmd Erfahrung mit guten Mitteln?

    Haallooooo?????

    P.S. Vielleicht ist es ja Arthritis oder Gicht.
    So sieht der Finger jedenfalls aus. Schwellungen.
    Und der Fuß fühlt sich so an. Wie Gicht. :(

    Liebe Babs,

    Rizinusöl bitte auf keinen Fall. Es wirkt, selbst über die Haut (das größte Organ des Menschen) aufgenommen, auf die Darmmuskulatur und beschleunigt die Darmentleerung, nicht gerade förderlich bei Wirkstoffen, die als bekannte Nebenwirkung die Beeinflussung von Magen und Darm haben. Somit würdest Du diesen Nebenwirkungen noch Vorschub leisten. Und jeder Betroffene ist froh, wenn er davon verschont bleibt bzw. sich diese im Rahmen halten.

    Könnten die Schwellungen auch Ödeme sein?
    Auch Chili würde ich vermeiden. Es brennt bei Neuropathie dann erst so richtig. Es sollte etwas beruhigendes sein. Ich komme da mal wieder mit meinem Honig, lach. Es ist ebenfalls entzündungshemmend, antibakteriell, schleimhautschonend und so weiter.

    Bekommt Deine Mutter Folsäure und B12 zum Alimta?
    Hierzu ergänzend von der Europäischen Arzneimittelagentur die Produktinformation: ema.europa.eu/docs/de_DE/docum…an/000564/WC500025611.pdf

    Toi,toi, toi für die zweite Chemorunde am Mittwoch
    Viele Grüsse
    JF
    Hallo J.F.

    Danke für Deine Antwort.
    Ich dachte schon, ich schreibe hier nur mit mir selbst und höre mein Echo. 8o

    Hm... ich dachte auch, es sollte etwas durchblutungsförderndes sein.
    Aber Du meinst, Beruhigendes wäre besser.
    Müssen wir mal ausprobieren.

    Meines Wissens nach wirkt Rhinzinus nur innerlich abführend, nicht wenn es als Packung für Minuten aufgetragen wird.
    Sie hat sowieso mit Verstopfung zu tun, wäre also nicht so schlimm. Vorerst.
    Bei weiteren Recherchen habe ich etwas von Vibrationsmaschinen gelesen.
    Meine Mom hat noch so ein Ding. Könnte sie den Fuß ja mal draufstellen.
    Bin einfach geschockt, dass das schon nach der 1.Chemo auftritt.
    Ja, sie bekommt B12 und Folsäure. Morgen wieder.

    Aber diese PNP geht doch nicht mehr weg, oder doch?
    Das wird doch noch schlimmer?
    Ich bin eindeutig weniger tapfer als meine Mama. Ich Pfeife.

    Habe jetzt mal durchwärmendes Rosmarin als ätherisches Öl bestellt.
    Werde es ihr mit gereiftem Sesamöl mischen. Ein Arzt sagte, Wärme sei das A und O.
    Sie sitzt und liegt auch immer mit einer Kuschel-Wärmflasche.

    Da macht man was mit und ist doch oft so hilflos, trotz allen vermeintlichen Wissens.

    Meine Mutter war ein durch und durch gesunder Mensch.
    Solche Schwellungen sind früher schon ab und zu aufgetreten. Geerbt von Oma.
    Und Mom hat das immer mit 2 Wochen Trennkost wieder hinbekommen, eisern diszipliniert wie sie ist.
    Aber jetzt soll sie einfach damit leben? Dank Carboplatin und Alimta?
    Nicht zu fassen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Babs63“ ()

    Liebe Babs,

    Nee, allein biste nicht :) , nur manchmal ist es schwer zu antworten. Ich z.B. bin kein Mensch für' s reine blabla ;) . Häufig fehlt mir auch schlicht weg die Zeit.

    Alles wird über die Haut aufgenommen und abgeleitet. Wohin ist dann die nächste Geschichte. manches über den Magen, Darm, manches über die Abbau-Organe Niere und Leber, anderes über die Lymphe etc pp. Und Rizinusöl halt über den Darm, auch ein Abfall-Abbau-Organ des Körpers.

    Rosmarin ist keine schlechte Idee. Aber nur stark verdünnt, zumindest hilft es mir bei meinen starken Muskelverspannungen, aber nur exakt dosiert aufgetragen. Ein zuviel führt dann zu Hautreizungen. Braucht auch kein Mensch :/ . Nach dem Motto eine Baustelle weniger, dafür eine neue aufgetan, grrrrr...

    Und man muss immer daran denken, dass manches deshalb wehtut, weil es bis zum Anschlag gereizt ist und dann darf man das nicht noch weiter reizen, sondern muss für Ruhe sorgen, damit es abklingen kann. Ist etwas eingeschlafen, ja dann, und nur dann, braucht man etwas belebendes. Und so muss man auch beim Immunsystem darauf achten, ob es überaktiv oder erlahmt ist. Ein kleiner, aber sehr feiner Unterschied.

    Viele Grüsse
    JF
    Liebe Susanne

    und baldige Oma (herzlichen Glückwunsch!!!), das liest sich auch gut.
    Mama massiert ihren Finger morgens bis er wieder einigermaßen beweglich ist.

    Massagebälle (eigentlich für meinen Rücken) habe ich da oder ich kaufe kleinere.
    Danke für den Tipp!

    Wie geht es Deinem Fuß? Besser hoffe ich? GLG