Mein Leben ohne Dich

    Petra, du Liebe...ich danke dir.
    Ich denke morgen an dich und hoffe und wünsche dir aus tiefstem Herzen, dass alles o.k. sein wird.

    Ich hoffe du kannst gut schlafen heute Nacht.

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Ihr Lieben!

    So langsam krabbel ich aus meinem tief raus.
    Mein Mann hat sich Vorwürfe gemacht, weil er Mama's schweren weg wider angesprochen hatte und war der Meinung er hat mich dadurch wider so sehr runter gezogen. Aber dem ist nicht so. Ich denke jeden Tag an meine Mama und an diesem Abend kam alles so richtig wider hoch.

    Mein Papa hat sich auch sorgen gemacht und kam gestern überraschend bei mir auf Arbeit vorbei. Einmal ganz fest in den arm genommen und mir ging's gleich besser. Eigentlich wollte er mir dann noch das Gesteck zeigen das er für Totensonntag für die Mama anfertigen lassen hat, aber das war nicht mehr im Kofferraum wie er glaubte, nein er hatte es zu Hause schon in der Garage ausgeladen!
    Er hat wider mal über sich selbst geschimpft weil er so vergesslich ist. Mama hat damals oft gedacht das Papa schon eine leichte Demenz hat. Heute schreibt er sich alles auf damit er nichts vergisst!

    Wir haben auch noch wider kurz über Mama gesprochen, er hat zu mir gesagt das er nicht versteht warum sie uns einfach alleine gelassen hat. Er redet ja wenig über seine Gefühle und da habe ich dann nachgehakt.
    Er hat gehofft das er noch die Mama noch ein paar Monate länger bei sich gehabt hätte und das der Tod sie so früh erreicht, damit hat auch er nicht gerechnet! So geht's ihm gut, aber die Mahlzeiten ganz alleine am Tisch zu sitzen und der Platz ihm gegenüber bleibt leer, damit hat er doll zu tun!

    Mein Papa und ich wir schaffen das schon irgendwie brauchen eben nur Zeit viel Zeit!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    mausi69 schrieb:

    Er hat gehofft das er noch die Mama noch ein paar Monate länger bei sich gehabt hätte und das der Tod sie so früh erreicht, damit hat auch er nicht gerechnet!


    Hallo Mausi,

    die Krux ist, dass man einen geliebten Menschen immer bei sich behalten möchte und es immer zu früh ist. Egal ob der Angehörige 50, 70 oder 90 ist. Man möchte festhalten, was man liebt. Und obwohl wir alle wissen, daß - im besten Fall - Großeltern, Eltern vor den Kindern gehen müssen, verdrängen wir das, so lange es geht. Es gibt nie den "richtigen" Zeitpunkt, um endgültig Abschied zu nehmen.

    Liebe Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Liebe anhe!

    Da hast du leider Recht.
    Von dem Tag an als die Mama uns sagte das sie Krebs im fortgeschrittenen Stadium hat und ihr nur noch wenige Monate bleiben, war Papa's Spruch DAS WIRD SCHON WIDER!
    Er hat bis fast zum Schluss gehofft das alles wider gut wird. In ihm drin sah es da ganz anders aus, aber mich wollte er damit nie belasten.

    Als die letzten Tage bei Mama abzusehen waren und ich merkte das er sie nicht gehen lassen konnte und Mama mir auch noch sagte mausi pass auf deinen Vater auf er wird es alleine nicht schaffen, da habe ich Papa bei Seite genommen und ihm gesagt er soll so lange es noch geht mit Mama reden und ihr sagen das er alleine klar kommt und sie gehen darf!

    Er konnte es ihr erst sagen als sie nicht mehr bei Bewusstsein war, das war zwei Tage bevor sie starb. Ihm wurde auch dann erst bewusst das er die Mama verlieren wird. Als meine Mama am 22.6 um 22 Uhr für immer im Beisein meines Papa's die Augen schloss blieb er bis zum nächsten Tag bei ihr. Er hat das Zimmer erst verlassen als wir Kinder gegen 10 Uhr im Hospiz eintrafen.

    Ich weiß bis heute nicht wie es ihm diese 12 Stunden gegangen ist. Über diese Stunden hat er noch nie gesprochen!
    Vielleicht waren sie die wichtigsten Stunden um in Ruhe von Mama Abschied zu nehmen?
    Ich hatte ihn in dieser Nacht angerufen und ihn gefragt ob ich ihn nach Hause holen soll und er wollte nicht!

    Für meinen Papa ist es sehr sehr schwer die Mama war seine erste große Liebe und nun bin nur noch ich übrig (mein kleiner Bruder wohnt zu weit weg um sich um Papa zu kümmern) und ich hatte immer Angst das die Zeit kommen wird wo er meinen Anblick vielleicht nicht ertragen könnte, weil ich der Mama wirklich sehr sehr ähnlich bin.

    Aber genau das Gegenteil ist der Fall und darüber bin ich sehr glücklich!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Mausi,

    auch meine Kinder haben sich Sorgen um mich gemacht und versucht, mir die Einsamkeit zu erleichtern. Trotzdem habe ich mich zurück gezogen für eine Zeit. Vielleicht, oder sogar bestimmt, gehen Männer mit ihrer Trauer ganz anders um. Wie mit Gefühlen überhaupt.

    Ich sag mal so: wie ein angeschlagener Löwe, der sich zurück zieht und seine Wunden leckt um dann gesund wieder aufzutauchen. Männer machen ihre Probleme lieber oft mit sich selbst aus. Das braucht auch Zeit. Leider ist das mit dem 'gesund wieder auftauchen' gerade in der Trauer so eine Sache. Es funktioniert nicht so einfach.

    Ich denke, dein Vater braucht sowohl die Einsamkeit, um mit sich selbst und der Trauer ins Reine zu kommen, als auch den Zusammenschluss mir dir. Für dich ist das kompliziert. Mach dir nicht zu viele Sorgen, sondern gib auf ihn acht. Dass du da bist, wenn er dich braucht, das weiß er sicherlich. Ihr habt ja ein gutes Verhältnis zueinander.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Lieber Helmut!

    Danke für deine lieben Worte!
    Ich werde immer auf ihn achten, erstens weil ich ihn ganz doll lieb habe und weil ich es meiner Mama versprochen habe!

    Ich weiß das er mit seiner Trauer ganz anders umgeht. Er ist ja in einem Gartenverein ist dort auch der Chef und hat dort zwei Freunde die ihre Frauen eine ebenfalls durch Krebs die andere durch eine op verloren haben!
    Die drei sind fast täglich zum Kaffee verabredet und ich nahm immer an das sie sich zwecks Trauer austauschen, weit gefehlt darüber haben sie noch nie gesprochen. Papa sagte mir auch gestern das er mit niemanden darüber redet er macht das wirklich mit sich selbst aus.
    Aber er hat mir versprochen mir bestimmt zu sagen wenn ihn die Trauer erdrückt und er Hilfe braucht. Und das hat mich beruhigt!

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe mausi,

    darf ich mich mal dazwischen klinken?

    Ich weiß nicht, ob du das, was ich bisher geschrieben habe, verfolgt hast. Wenn nicht: ich habe meine 36-jährige Tochter im Mai an Brustkrebs verloren. Der 40-jährige Sohn meines Lebensgefährten ist im März an Magenkrebs gestorben. So haben wir Beide eines unserer Kinder verabschieden müssen; also teilen wir das gleiche Schicksal.

    Und dennoch unterscheiden uns in unserer Trauer Welten. Ich suche den Austausch mit Betroffenen, weil ich merke, daß es mir gut tut, mich in meiner Trauer verstanden zu fühlen. Mein Lebensgefährte redet überhaupt nicht mehr von seinem Sohn, er vergräbt sich in Arbeit und verausgabt sich dabei total. Einige Versuche, mit ihm darüber zu reden, sind gescheitert. Er kann nicht darüber reden und seine Art, mit der Trauer umzugehen ist eben die Arbeit.

    So denke ich, daß dein Papa den für ihn möglichen Weg der Trauer geht; das mußt du so akzeptieren. Daß du ihm beistehst und jederzeit für ihn da bist, weiß er ganz bestimmt. Das wird ihm auch eine ganz große Hilfe sein, auch wenn er das nicht groß mitteilt.

    Daß er seinen Gartenverein und dort ein paar auch betroffene Männer um sich hat, ist schon ganz viel wert! So hat er etwas, was ihm wichtig ist (sein Garten) und auch Gesprächspartner, worüber sie auch reden. Der Austausch an sich ist einfach wichtig. Den hat er in diesem Bereich, das hilft ihm bestimmt im Moment.

    Ich glaube, daß du dir nicht allzu viel Sorgen machen mußt; dein Papa schafft das mit deiner Hilfe!

    Liebe Grüße
    Sonnenschein
    Meine geliebte Tochter, geb. 5.5.1978 - gest. 24.5.2014
    Erstdiagnose Brustkrebs 18.6.2007
    Rezidive 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014
    Lungenmetastasen 2011
    Lebermetastasen 2012
    Ihr Lieben!

    Heute ist für mich ein schöner Tag, war ich doch die letzten Tage in meiner Traurigkeit gefangen ärgerte mich über meinen kleinen Bruder der sich schon einen Monat nicht mehr bei mir gemeldet hatte. Gestern Abend erhielt ich einen Anruf von ihm er fragte mich rate mal wer bei mir ist! Im Hintergrund hörte ich Papa lachen und da meinte ich Papa ist nicht bei dir denn er würde nie verreisen ohne sich bei mir abzumelden, du bist wohl eher bei ihm!
    Genauso war es! Mein kleiner Bruder ist dienstlich bis Montag in Berlin beschäftigt und macht jetzt Wochenende bei Papa! Heute waren die zwei zusammen bei Mama und anschließend bei mir auf Arbeit!


    Und als ich zu Hause war habe ich erstemal lange und ausführlich mit meinem kleinen Bruder telefoniert. Wir konnten allerhand Missverständnisse aus dem weg räumen! Ich als große Schwester wollte immer für mein kleinen Bruder stark sein habe gedacht er braucht Hilfe bei der Trauer um Mama und musste nun aber einsehen er schafft es alleine und braucht mich nicht!

    Worüber wir uns aber einig sind Papa schafft es nicht alleine mit der Trauer klar zu kommen. Mein Bruder hat ein Schreiben gefunden von der Versicherung. Papa hat schon wider innerhalb kurzer Zeit einen Unfall mit blechschaden verursacht. Er ist total abwesend nun auch wider beim Auto fahren! Mein Bruder hat auch gesagt der Papa saß gestern mit Kerzenlicht lange auf dem Balkon und hat schon gefroren!

    Auf die Frage ob alles ok ist meinte er nur ja alles gut!
    Wir können als Kinder nicht mehr zusehen wie er sich quält!

    Aber was sollen wir machen? Ich bin der Meinung ihn machen lassen und warten das er von alleine kommt er braucht Hilfe von aussen, aber irgendwie habe ich Riesen Angst um ihn! Er verändert sich immer mehr ist oft ganz ganz woanders mit den Gedanken.

    Liebe Sonnenschein ich habe deine Geschichte ganz aufmerksam gelesen und ja Männer gehen anders mit der Trauer um nur so wie es zur Zeit bei Papa läuft ist es nicht gut. Habe Angst das es mal zu einem richtigen Unfall kommt wenn er mit den Gedanken nicht bei der Sache ist!

    Wo soll das noch alles hinführen. Jetzt ist er erstmal glücklich seinen Stammhalter für einige Stunden um sich zu haben!

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi;

    schön das du dich mit deinem Bruder aussprechen konntest. Mein Bruder (4 jahre jünger) hat sich seit Ende Juli nicht mehr bei mir gemeldet - soviel dazu.

    Das dein Paps in seiner Trauer so gefangen ist tut mir echt leid. Hoffentlich findet ihr/er einen Weg sich etwas zu befreien.

    Fühl dich virtuell gedrückt

    Angie
    Meine Mum
    ED 11.11.2011 Gallengangskrebs

    10.08.1944 - 12.02.2012


    Begrenzt ist das LEBEN doch unerschöpflich die Liebe

    (Ihara Saikaku)
    Liebe angie!

    Es hat ganz schön gedauert bis ich gemerkt habe, auch wenn er mein kleiner Bruder ist und 12 Jahre jünger ist, das er alleine klar kommt und nun kann ich ihn besser verstehen!

    Ja der Papa macht uns echt Sorgen und wie man sieht sind sie begründet!
    Aber eine Lösung haben wir dennoch nicht! Es tut wirklich gut das der kleine jetzt auch mal sieht wie schlecht es unserem Papa wirklich geht!

    Ich drück dich auch!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe mausi,

    daß du mit deinem Bruder reden und ihr Missverständnisse aus der Welt räumen konntet, ist schon mal eine große Erleichterung. Du weißt jetzt, daß er alleine klar kommt, so hast du eine Sorge weniger.

    Was deinen Papa betrifft, mal so meine Gedanken von der "anderen Seite", d.h., daß ich wohl altersmäßig mehr im Bereich deines Papa`s bin und ich dir aus unserer Sicht antworten möchte:

    mausi69 schrieb:

    Worüber wir uns aber einig sind Papa schafft es nicht alleine mit der Trauer klar zu kommen.


    Dein Bruder und du, ihr seid euch einig, daß euer Papa es nicht schafft, mit seiner Trauer klar zu kommen. Wie sieht euer Papa das selber? Habt ihr mit ihm schon mal darüber gesprochen? Ihm gesagt, daß ihr euch Sorgen macht und überlegt, wie ihr ihm helfen könnt? Weißt du, Eltern sind in der Regel sehr dankbar, wenn Kinder da sind, die sich kümmern. Aber man sollte erstmal sicher stellen, inwieweit, wie jetzt bei euch, euer Papa das Gefühl hat, Hilfe zu brauchen. Woran macht ihr fest, daß euer Papa mit seiner Trauer nicht klar kommt? Daran vielleicht:

    mausi69 schrieb:

    Papa hat schon wider innerhalb kurzer Zeit einen Unfall mit blechschaden verursacht. Er ist total abwesend nun auch wider beim Auto fahren!


    Das ist natürlich nicht so gut, aber mal ehrlich, so etwas passiert auch Leuten, die nicht trauern. Was meinst du, wieviele Autofahrer unterwegs sind, die total abwesend sind? Natürlich ist zu vermuten, daß euer Papa in Gedanken war und einen Moment nicht aufgepasst hat; aber daran zu erkennen, daß er mit seiner Trauer nicht klar kommt, sehe ich nicht ganz so.

    mausi69 schrieb:

    Mein Bruder hat auch gesagt der Papa saß gestern mit Kerzenlicht lange auf dem Balkon und hat schon gefroren!


    Wenn euer Papa das Bedürfnis hat, auf dem Balkon zu sitzen, dann solltet ihr ihn das ohne Sorge machen lassen. Wenn er genügend friert, wird er von selber wieder das Warme suchen.

    mausi69 schrieb:

    Auf die Frage ob alles ok ist meinte er nur ja alles gut!
    Wir können als Kinder nicht mehr zusehen wie er sich quält!


    Bitte vertraut da auch ein wenig, daß euer Papa das so macht, wie er es in dieser Situation braucht. Er muß den Verlust auf seine Art und Weise verarbeiten und nichts anderes macht er. Seht ihr als Kinder es nicht so an, daß er sich quält, sondern vielmehr, daß er Trauerarbeit leistet, leisten muß und die macht er so, wie es für ihn wichtig und richtig ist. Bietet ihm an, daß ihr immer und jederzeit für ihn da seid, ihm beistehen und helfen wollt. Was er annehmen kann und will, muß letztendlich er selber entscheiden. So zumindest würde ich das wollen und ich denke, euer Papa auch.

    mausi69 schrieb:

    Aber was sollen wir machen? Ich bin der Meinung ihn machen lassen und warten das er von alleine kommt er braucht Hilfe von aussen, aber irgendwie habe ich Riesen Angst um ihn! Er verändert sich immer mehr ist oft ganz ganz woanders mit den Gedanken.


    Was ihr machen sollt? Euren Papa so nehmen, wie er jetzt im Moment ist, ihm Hilfe anbieten und das durchaus immer mal wieder. Ansonsten könnt ihr nicht viel tun; er wird von sich aus kommen, wenn er das Gefühl hat, es geht nicht mehr weiter. Über seinen Kopf hinweg geht absolut nichts, also geht davon aus, daß er jetzt eine harte Zeit durch macht, die so lange dauern wird, wie er es braucht. Daß du Angst um ihn hast, verstehe ich absolut. Daß er sich gerade verändert, verstehe ich aber auch und daß er ganz wo anders ist mit seinen Gedanken ebenso. Er muß ja den Verlust auch erstmal akzeptieren und verarbeiten. Da ist man nicht mehr die Person, die man mal war.

    Liebe mausi, ich hoffe sehr, daß ich dir mit meinen Gedanken eine Hilfe sein konnte im verstehen, wie vermutlich euer Papa die Situation sieht. Ansonsten kann ich nur raten: reden, reden und nochmals miteinander reden. Da bekommt man am ehesten heraus, was das Gegenüber gerade braucht.

    Du bist eine ganz tolle Tochter, die sich sehr viel Gedanken macht um ihren Papa. Das hat nicht Jeder und ich bin mir sicher, daß dein Papa stolz ist auf dich!

    Ganz liebe Grüße
    Sonnenschein
    Meine geliebte Tochter, geb. 5.5.1978 - gest. 24.5.2014
    Erstdiagnose Brustkrebs 18.6.2007
    Rezidive 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014
    Lungenmetastasen 2011
    Lebermetastasen 2012
    Liebe Sonnenschein!

    Habe deine lange Antwort eben gelesen und kann nur kurz antworten bin auf Arbeit!

    Wir zwingen dem Papa nichts auf und hinter seinem rücken würde ich sowieso nichts machen!
    Weitestgehend lasse ich ihn auch machen, denn das er mit der Trauer um Mama anders umgeht wie ich als Tochter ist mir vor langer Zeit schon bewusst geworden, aber auch erst als man mich darauf aufmerksam machte.

    Der Papa weiß das ich immer für ihn da bin und er fängt ganz langsam an auf mich zu zukommen wenn es ihm schlecht geht! Er selber sagt auch das das Wetter sein übriges tut!

    Es ist das dritte mal seit Mama Tod ist das er einen Unfall verursacht hat und ich habe ganz große Angst das mal was schlimmeres passiert! Hinzu kommt das er mir selbst gar nichts erzählt hat, mein Bruder hat gestern durch Zufall Unterlagen gefunden und ihn darauf angesprochen!

    Ich weiß das ich die Füsse still halten muss, aber es fällt mir sehr sehr schwer!

    Danke für deine lieben Worte! Alles liebe zu dir!
    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    ich freu mich so, daß Dein Bruder wieder aufgetaucht ist, vor allem bei Deinem Papa und
    daß Du auch mit ihm reden konntest.
    An Deiner Stelle wäre ich auch besorgt um Papa.

    Zeigst Du Deinem Papa Deine Traurigkeit und Deine Tränen? Oder bist Du bei ihm auch "nur" tapfer?

    Bißchen was aus meiner Lebenserfahrung:
    Ein Mensch, der sich nicht spürt (Umarmung, gehalten werden etc.) kreist im Kopf und kommt an seine
    Gefühle schwer ran (ging mir lange so nach dem Tod meines Großvaters)
    Nimmt er denn mal eine längere Umarmung an?
    Würde er eine (Rücken etc) Massage machen lassen?
    Wenn er so lange in der Kälte sitzt, ist das schon ein Zeichen, daß er sich kaum spürt.
    Ebenso die Unfälle.

    Ich würde Dir so gerne helfen, weiß aber auch nicht wie.

    Drück Dich mal ganz lieb. <3 Du machst das alles so super.
    Liebe babs!

    Papa und ich sind schon bevor Mama starb sehr liebevoll miteinander umgegangen! Wir begrüßen uns heute noch mit küsschen und nehmen uns in den arm!
    Ich habe die ersten Wochen meine Trauer offen zu gelassen, dann kam eine Zeit wo ich für mich selbst getrauert habe niemand hat meine tränen oder Traurigkeit gesehen. Erst vor kurzem als mein kleiner zusammen bruch war und ich wider tief in das loch der Traurigkeit fiel lasse ich meine Trauer wider voll und ganz zu! Auch Papa weiß wie es in mir aussieht. Habe ihn als er zu mir sagte mausi ist doch gut wenn du weinen kannst auch gesagt ich hab alles für mich alleine versucht auszumachen aus Angst ihn runter zu ziehen!
    Nein babs ich habe eingesehen das es mir nicht gut tut alles runter zu schlucken. Das habe ich auch meinen Bruder gestern gesagt, als er meinte wenn ich mich bei ihm melde ist immer Thema Mutti's Tod ich soll doch mal von was anderen erzählen! Genau aus diesem Grund rufe ich ihn nicht mehr an, er kann nicht von mir erwarten nicht über Mama zu sprechen! Ich habe täglich redebedarf Mama ist allgegenwärtig. Er kann mich jetzt verstehen und anders rum ist es genauso!

    Durch die Entfernung kann er mit der Trauer besser umgehen. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre und an die letzte Kreuzung komme muss ich nach rechts schauen ob was kommt, ja und rechts ist der Friedhof!

    Ich fühle mich ganz oft so hilflos wenn ich Papa sehe und weiß wie sehr ihm die Mama fehlt!
    Mama war sein Leben!

    Ich drück dich auch danke für deine lieben Worte!

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Ihr Lieben!

    Mein kleiner Bruder ist gestern Abend wider abgereist!

    Der Papa hat mich heut angerufen und mir erzählt das er nächste Woche nach Rostock zum Weihnachtsmarkt fährt, weil er jedes Jahr mit Mama gefahren ist möchte er es beibehalten und natürlich werde ich ihn begleiten worüber er sich riesig gefreut hat.

    Wir werden auch gleich Mama's Tante dort besuchen die in Rostock wohnt. Sie ist über 80 und leidet seit zwei Jahren an Lungenkrebs.

    Ja Papa und ich wir machen uns einen schönen Tag zusammen und werden wohl ganz oft an Mama denken wenn wir über den Markt schlendern!

    Sie wäre stolz auf uns zwei!!!!!!!!!!
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,
    ich finde es toll, dass Du Deinen Papa nach Rostock auf den Weihnachtsmarkt begleitest. Ihr macht Euch einen schönen Tag und erinnert Euch gemeinsam an Deine Mama. Und ICH glaube wirklich daran, dass sie von oben auf Euch beide runterschaut und sich darüber freut.
    Genießt den Tag und lasst es Euch gutgehn!
    lg Petra

    PS: Werde heute einen eigenen Thread aufmachen, all Euer liebgemeintes Daumendrücken hat leider nicht geholfen.
    ED 05/13 re. OL, Stadium IV, inoper. NRin, 3 Pleurod.malig. Pleuraergüsse, Pneumothorax re., Metas re. u. li. Lu-flügel , am Zwerchfell, BWK 5, vergrößerte Lymphknoten überall, div. Rundherde. Carbopl./Vinorelbin b. 12/13, seit 02/14 Erhalt.therapie Alimta. 8 Hirnmetas u. Oedem, im Frontalhirn, 10 Bestrahlungen.
    1 Therapie mit Gemzar. abgesetzt NW[/lexicon], Fentanylpflaster,jetzt austherapiert
    Oh Peggi,

    das tut mir so leid. Wie kann ich Dich nur trösten?
    Wie geht es weiter? Das macht mich traurig.
    Ich drück Dich ganz lieb... :ka

    Liebe Mausi,
    das ist ein wunderschöner Plan. Alles klingt so viel besser bei Dir im Moment.
    Ich freue mich mit Dir. Was macht Hundi?
    Meine liebe peggi!

    Es ist halb fünf in der früh und ich bin total erschlagen als ich deine Zeilen las. Es macht mich wahnsinnig traurig zu hören das All unsere Daumen und Gedanken nicht geholfen haben!
    Von der ersten Zeile die ich von dir damals las habe ich gedacht was für eine starke liebe Frau! Peggi bitte Kämpfe weiter so lange du die Kraft dazu hast!!!

    Ich wünsche dir alles Glück der Welt und umarme dich ganz ganz fest!

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Mausi, das klingt sehr schön. Ich finde, es ist wichtig, wenn man die ein oder andere "Tradition" auch beibehält. Nun halt in einer anderen Konstellation...
    Macht euch einen schönen Tag. Deine Mama wird bei euch sein bzw. ist es zu jeder Zeit!

    Liebe Grüße
    catlove
    Liebe Anna!

    Ja ich finde es auch sehr wichtig das er viele Sachen jetzt auch ohne Mama in Angriff nimmt!

    Ich werde ihn bei allem unterstützen meinen tapferen lieben Papa der es genau wie wir alle verdient hat wider glücklich zu werden!

    Trotzdem muss ich immerzu an peggi denken! Das macht mich so traurig!

    @babs unsern Vierbeiner geht's besser zum Glück!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Es wird nichts gut es wird jetzt alles noch schlimmer! Meine Oma also Papa's Mama ist heute Vormittag überraschend gestorben! Jetzt wird die Angst um Papa noch größer!

    Warum wir????
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,
    das tut mir so leid dass Du auch noch um Oma trauerst.
    Und Dein Papa auch

    Wieder Eine in Sicherheit, ihr wird nichts Schlimmes mehr passieren können.
    Der Zeitpunkt in Eurer Trauer ist natürlich furchbar, aber sie hat -
    denke ich- nicht lange gelitten und ist schnell gestorben.
    So wünschen wir es uns eigentlich doch Alle.

    Liebe Mausi, ich bin sicher - Dein Vater wird seine Mutter vermissen-
    aber er wird auch froh sein über ihren schnellen Tod,
    darüber- dass sie nicht gelitten hat.

    Schwere Zeiten für Euch.

    Irgendwann muss es doch auch mal gut sein.
    Wenn ich könnte dann würde ich Dich trösten wollen- aber ich glaube nicht dass das so einfach ist.
    Lieben Gruß
    moni

    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-
    Oh liebe Mausi, das tut mir so sehr leid für euch! Ich drück Dich mal ganz doll!!
    Was ist das bloß für eine Gemeinheit... mir fehlen grad die Worte! Trotzdem hoffe
    ich dass sie nicht gelitten hat und ein entsprechendes Alter hatte, wo es zwar
    weh tut, aber man weiß wenigstens dass sie ihr Leben gelebt hat... Bussi für Dich und für Deinen Papa!
    Liebe Grüße von Kaba

    *Zeiten ändern Dich*
    (Bushido)
    Liebe Mausi,
    auch von mir mein Beileid , das rut mir sehr Leid für euch..... Ich wünsche euch ganz viel Kraft...
    bleib so Tapfer wie du schon die ganze Zeit schon bist.
    :ka LG Heike
    Liebe Grüße Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , aber , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )
    Ihr Lieben!

    Ich danke euch allen für eure lieben Worte!

    Es tut mir so sehr leid für meinen Papa, es ist als wenn jetzt erst alles raus kommt! Auch die Trauer um Mama, ich habe ihn heute das erste mal richtig weinen sehen und das tut mir so weh!

    Meine Oma war 84 und sehr Herzkrank, ihr Tod jedoch kam sehr überraschend!
    Leider musste Papa mit ansehen wie man versucht hat seine Mama ins Leben zurück zu holen!

    Innerhalb von nur knapp fünf Monaten zwei geliebte Menschen zu verlieren ist so verdammt schwer!

    Es tut nur noch weh und ich weiß gerade nicht wie es weiter gehen soll!

    Eine traurige mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Mausi,

    neulich las in einer Traueranzeige für einen Freund folgenden Text von Johann Wolfgang von Goethe. ( Ich hoffe ich darf ihn hier einsetzen)

    Eines Morgens wachst du nicht auf.
    Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.
    Nichts ändert diesen Tagesablauf.Nur du bist fortgegangen.
    Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.
    ( Johann Wolfgang von Goethe)

    Der Tod kommt immer überraschend, auch wenn es abzusehen war. Vielleicht war er auch eine Erlösung.
    Mausi, auch von mir mein aufrichtiges Beileid. Auch Dir wird es wie Deinem Vater gehen und es gibt da wenige Worte des Trostes. Aber Du wirst hier ganz sicher ein wenig aufgefangen werden und sicher auch im Privatleben.

    Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,
    ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume.

    Michelangelo


    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Liebe Mausi,

    Du warst die erste aller Lieben hier, mit der ich drüben privaten Kontakt hatte.,
    die mich getröstet und mich aufgefangen hat.
    Und jetzt DAS! Ich finde keine tröstenden Worte. Es tut mir unendlich leid.
    Ich hatte mich so gefreut, daß es bei Dir endlich mal ein bißchen aufwärts geht.

    Das Herz Deiner Oma ist gebrochen. Sie "durfte" nach einem langen Leben schnell gehen.
    Das ist gut für sie. Für Deinen Papa und für Dich sicherlich ein Albtraum.

    5 Monate nach Deiner Mama ist sie ihr gefolgt. 2 großartige Frauen treffen sich im Himmel.
    Und schauen begleitend zu Euch runter.
    Für Deinen Papa tut es mir unglaublich leid, die geliebte Frau und die Mutter zu verlieren in so kurzer Zeit
    ist unfaßbar. Schlimm.
    Aber so entsetzlich traurig das doch ist, ein Gutes konnte ich lesen:
    Bei Deinem Papa haben sich die Schleusen geöffnet. Er kann seine Trauer nicht mehr verdrängen.
    Und das ist gut so für ihn und sehr wichtig. Heilsam, auch für die Bindung und den Zusammenhalt
    mit Dir und Deinem Bruder. Hoffentlich.

    Ich wünschte, ich könnte mehr für Dich tun, als Dich ganz lieb zu drücken.

    Hier hat jemand eine schöne Signatur:
    Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

    Mein aufrichtiges Beileid.
    Oh je Mausi, auch von mir ein stiller Gruß, herzliches Beileid.
    Ich denke wenn du mit deinem Vater nach Rostock fährst tut es euch beiden gut.

    Fühl dich gedrückt

    Nala
    Meine Mum
    ED 11.11.2011 Gallengangskrebs

    10.08.1944 - 12.02.2012


    Begrenzt ist das LEBEN doch unerschöpflich die Liebe

    (Ihara Saikaku)
    Ich komme mir vor als wenn ich Achterbahn fahre und sie hält nie an!

    Mama's Tante liegt im Krankenhaus und kämpft gegen Lungenkrebs! Sie hat arge Probleme mit der Atmung.

    Es muss doch irgendwann genug sein! Was habe ich verbrochen????

    Mir ging's doch gerade wider ein wenig besser??? Meinem Mann geht's auch nicht besonders gut und ich weiß nicht mehr weiter! Ich bin stark und schaffe das, was anderes bleibt mir doch gar nicht übrig!!!
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebes Mausilein,
    es tut mir so unendlich leid, was ihr dieses Jahr erleiden müsst. Es ist unfassbar, 2 geliebte Menschen in so kurzem Zeitraum zu verlieren, mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl für Euch, Dich, Deinen Papa und die restliche Familie, war ja auch die Ur-Oma.
    Es ist so grausam, endlich warst Du halbwegs auf dem Wege der Besserung, auch wenn es natürlich noch lange gedauert hätte, und dann jetzt der nächste Schlag, ganz ganz furchtbar. Die geliebte Mutter zu verlieren, ist für Deinen Papa sehr schlimm, auch wenn sie ein schönes Alter hatte. Aber es ist immer zu früh, man wünscht sich am liebsten, dass die Eltern immer bei einem sind. Leider ist das nicht möglich.
    Liebe Mausi, ich kann nur hoffen, dass Du mit der Situation zurecht kommen wirst, so schwer es auch sein mag.
    Natürlich wirft Euch das alles wieder auf Anfang zurück und nun müsst ihr sehen, wie ihr damit irgendwie leben könnt. Das wird sehr sehr schlimm und schwer und ich wünsche Euch für die kommende Zeit ganz viel Kraft und Stärke, diese schlimme Zeit zu überstehen.
    Ich drücke Dich ganz feste, Du hast gar nichts verbrochen, Krankheit ist keine Strafe, es ist Schicksal.
    Alles alles Liebe :ka wünscht Dir
    Petra
    ED 05/13 re. OL, Stadium IV, inoper. NRin, 3 Pleurod.malig. Pleuraergüsse, Pneumothorax re., Metas re. u. li. Lu-flügel , am Zwerchfell, BWK 5, vergrößerte Lymphknoten überall, div. Rundherde. Carbopl./Vinorelbin b. 12/13, seit 02/14 Erhalt.therapie Alimta. 8 Hirnmetas u. Oedem, im Frontalhirn, 10 Bestrahlungen.
    1 Therapie mit Gemzar. abgesetzt NW[/lexicon], Fentanylpflaster,jetzt austherapiert
    Guten Morgen ihr Lieben!

    Heute habe ich zum Glück frei, hätte gar keinen Kopf zum arbeiten!

    Als ich gestern erfahren habe was passiert war, war ich noch im Dienst und es fiel mir schwer mich zu konzentrieren bis Feierabend ist!

    @Petra das du trotz allem was dir gerade widerfährt immer noch tröstenden Worte für andere findest, rührt mich zu tiefst zu tränen. Ich schäme mich fast hier rum zu jammern obwohl es doch anderen viel viel schlechter geht! Ich bin gesund sollte ich darüber nicht glücklich sein?

    Nachher werde ich noch mal bei Papa anrufen und schauen wie es ihm geht. Es ist merkwürdig das jetzt alles aus ihm raus kommt, gleichzeitig aber auch gut. Nächste Woche Freitag ist die Beerdigung, mein kleiner Bruder wird dafür nicht extra anreisen, das hätte die Oma nicht gewollt.

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    mausi69 schrieb:

    Es ist merkwürdig das jetzt alles aus ihm raus kommt, gleichzeitig aber auch gut. Nächste Woche Freitag ist die Beerdigung, mein kleiner Bruder wird dafür nicht extra anreisen, das hätte die Oma nicht gewollt.


    Das kommt einem wirklich merkwürdig vor oder? Aber vielleicht ist es wirklich "gut", auch wenn es auf der anderen Seite natürlich eine total besch***eidene Situation ist. Zwei liebe Menschen in so kurzer Zeit zu verlieren ist wirklich nicht einfach. Vielleicht tröstet es dich ein wenig, dass sie schon "alt" war und ihr Leben gelebt hat. Das soll aber nicht heißen, dass es weniger schlimm ist! Denk nun daran, dass beide - deine Mama und deine Oma - von ihrer Wolke auf euch runter schauen und als Schutzengel über euch wachen werden.

    Im Februar 2006 habe ich an dem einen Tag meinen Patenonkel verloren, ganz plötzlich. Genau einen Tag später ist mein Onkel an BSDK gestorben. Als hätten sich die beiden abgesprochen... Beide waren noch so jung (Ende 40/Anfang 50).

    Ich wünsche dir alles Gute, liebe Mausi. Deinem Vater natürlich auch. Vorallem auch viel Kraft.

    Darf man fragen, wie dein Bruder bei der Nachricht reagiert hat? Vielleicht bricht es ja auch aus ihm heraus, so wie bei deinem Papa?

    Fühl dich gedrückt.
    Liebe Grüße
    catlove
    Liebe Catlove!

    Ja für Papa ist es schwer liegen beide Verluste nicht ganz fünf Monate auseinander.
    Ihr Tod kam überraschend obwohl sie schon ein schönes Alter hatte und für Papa ist es doppelt schwer. Er musste mit ansehen wie der Notarzt versucht hat sie ins Leben zurück zu holen!

    Mein Bruder war geschockt als ich ihn gestern anrief und ihn sagte was passiert ist. Unsere sorge ist der Papa wie er diesen Schicksalsschlag jetzt verarbeitet!

    Schlimm wäre jetzt wenn sich meine Tante auch nicht mehr erholt. Wie gesagt sie kämpft schon seit einigen Jahren gegen Lungenkrebs und liegt der Zeit wider im KH wegen starker Atemnot!

    Das Leben verlangt mir gerade einiges ab, aber ich werde auch das schaffen. Es bleibt mir nichts anderes übrig!

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Oh liebe Mausi, ich habe gerade erst deine traurige Nachricht erfahren. Es tut mir unendlich leid, dass ihr in kürzester Zeit so viel Leid erfahren musstet. Ich kann nur mit dir hoffen, dass dein Papa das alles einigermaßen verkraftet und auch du einen Weg findest damit umzugehen! Ich drück dich liebe Mausi und wünsche dir nur das Beste.

    Anette
    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"
    Meine liebe nette!!!!

    Danke für deine lieben Worte! Ich bin wie gesagt ganz ok hat auch seine Gründe was eine lange Geschichte ist die ich vielleicht auch mal erzähle!

    Papa schlägt sich ganz gut, aber er zeigt jetzt endlich Gefühle die er lange lange Zeit unterdrückt hat und das ist gut so!

    Meine ganze Aufmerksamkeit gilt jetzt wider ihn! Sein Satz vorhin zu mir am Telefon MAUSI MACH DIR KEINE SORGEN ICH VERSPRECHE DIR ICH SAG JETZT WENN ES MIR NICHT GUT GEHT!

    Der Tod seiner Mama hat jetzt auch ausgelöst das er um Mama weinen kann. Endlich nach fast fünf Monaten lässt er die Trauer zu!

    Ich hoffe das wir das auch zusammen schaffen!

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    Du und Dein Papa, ihr macht das so prima.
    Es ist gut, daß er endlich weinen kann.
    Und daß er sich Dir gegenüber öffnet und sich zeigt, sich spürt.
    Du hast nichts verbrochen, manchmal ist das Schicksal einfach grausam.
    Deine Mama ist bestimmt unheimlich stolz auf Dich, meine Liebe.
    Du hast so viel geschafft und wirst auch das schaffen.
    Was mich interessiert: Wie alt ist Dein Papa?

    Ich drück DIch und schicke Dir ganz viel Kraft, auch das jetzt durchzustehen.
    Liebe Mausi,

    ja, er ist jung. Nur 12 Jahre älter als ich z.B.
    Ihr werdet noch viele gute Zeiten zusammen haben, vor allem, wenn er jetzt seine Gefühle zulassen kann.
    Das wünsche ich Dir und ihm von ganzem Herzen. Verbundenheit, Innigkeit und Liebe.
    Liebe Mausi,

    habe eben erst von eurem erneuten Verlust gelesen und möchte dir mein tief empfundenes Beileid übermitteln. Es ist schon arg viel, was ihr dieses Jahr ertragen müßt. Dennoch, daß du etwas verbrochen haben könntest, ist der falsche Denkansatz. Ich bin der Überzeugung, daß, sobald wir das Licht der Welt erblicken, bereits fest steht, wann und wie wir diese wieder verlassen werden. Es ist ganz klar, daß es für deinen Papa und dich ganz schlimm ist, schon wieder mit der Trauer um einen geliebten Menschen konfrontiert zu werden. Deine Oma hatte ein langes Leben und im Grunde ist es eine Gnade, wenn man in diesem Alter so schnell, ohne langes Leiden, gehen darf. Du siehst das vielleicht nicht so, aber je älter man wird, umso größer wird die Angst, daß man einmal als Pflegefall in irgend einem Heim und das womöglich noch jahrelang dahin siechen muß. Habe das bei meiner Mutter erlebt und in dem Pflegeheim Fälle gesehen, das ist einfach nur grausam. Sowas möchte kein Mensch haben. Es ist immer ein Schock, wenn ein lieber Mensch so plötzlich stirbt; aber eines Tages überwiegt bei euch sicher die Dankbarkeit, daß der Oma langes Leiden und Siechtum erspart geblieben ist. So traurig dein Papa jetzt auch ist, er wird das ganz sicher genau so denken. Daß er jetzt endlich seine Gefühle heraus lassen kann, wird ihm den Trauerprozess erleichtern!

    Dir und deinem Papa wünsche ich jetzt noch mehr festen Zusammenhalt und ganz viel Kraft für die nächste Zeit!

    Liebe Grüße und eine mitfühlende Umarmung von
    Renate
    Meine geliebte Tochter, geb. 5.5.1978 - gest. 24.5.2014
    Erstdiagnose Brustkrebs 18.6.2007
    Rezidive 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014
    Lungenmetastasen 2011
    Lebermetastasen 2012
    Liebe Renate!

    Mir geht's wie gesagt ganz ok und ich sehe es auch so wie du! Die Oma hatte ein erfülltes Leben hat neun Kindern das Leben geschenkt hat ihre Enkel aufwachsen sehen auch die Urenkel!

    Nur für Papa ist es schwer erst meine Mama und nun Oma!

    Er hat in so kurzer Zeit seine geliebte Frau und seine Mama verloren das muss man erst mal verkraften! Er schlägt sich aber ganz ganz tapfer!

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Ihr Lieben!

    Habe heute mit Papa Mama's Grab für Totensonntag hübsch gemacht!
    Ein schönes Herz aus 40 Rosen mit dem Schriftzug du fehlst uns haben wir ihr gebracht!

    Papa ist sehr sehr traurig und sieht auch nicht gut aus! Am Auto hatte er noch eine Überraschung für mich, die mich natürlich komplett in tränen ausbrechen ließ! Ein Foto von Mama das er für mich hat anfertigen lassen, er ist einfach der beste Papa der Welt!

    Diesmal konnte er mit mir zusammen weinen! Er unterdrückt die Trauer jetzt nicht mehr. Der plötzliche Tod von Oma hat den Knoten zum platzen gebracht und das ist gut so!

    Er muss für niemanden stark sein, es steht ihm zu zu weinen und traurig zu sein! Wer wäre es nicht, wenn man in so kurzer Zeit die Frau und die Mama verliert!

    Aber zusammen schaffen wir das!!!

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -