Mein Leben ohne Dich

    Ihr lieben!

    Habe vorhin meinen Videorekorder raus geholt und wollte schauen ob er eventuell wieder funktioniert und er ging.

    Ich frohen Mutes mein hochzeitsvideo raus gekramt und habe geglaubt heute habe ich die kraft es mir anzusehen.

    Festgestellt habe ich das man sich selbst ins tiefste Loch katapultieren kann, denn ich bin noch lange nicht soweit um mir das Video anzusehen. Als meine Mama ins Bild kam und ich ihre Stimme hörte ging nichts mehr, sofort den Film gestoppt und den Rekorder ganz weit weg gepackt samt Film.

    Nein das war zu viel. Hinzu kommt heute vor einem Jahr haben mein mann und ich die Mama das erste mal im Krankenhaus besucht und sie erzählte uns unter Tränen von puppsi (so nannte sie damals den Schatten an der BSD) den man an diesem Tag durch Ultraschall entdeckt hatte.

    Erinnerungen die noch immer weh tun.
    Ich glaube ich werde es nie schaffen mir unser hochzeitsvideo anzuschauen.

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe viki!

    Es freut mich sehr dich hier zu lesen.
    Mir gings gut und ich habe geglaubt das ich schon die kraft habe mir das Video anzusehen, aber das mich das so runter zieht hätte ich nicht gedacht.

    Vielleicht will ich schon zu viel.
    Doch bewundere ich sehr wo du doch schon von beiden Elternteilen abschied nehmen musstest, ich glaube es noch richtig in Erinnerung zu haben, das beide innerhalb von drei Jahren an Krebs verstorben sind?

    Es ist einfach alles nur furchtbar, aber wir schaffen das.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Ja Mausi, wir schaffen das!!!!!

    Du hast das richtig in Erinnerung. Ich verlor meine Eltern beide an krebs innerhalb von 3 1/2 Jahren.
    Aber für dich ist es vielleicht noch schwerer, da meine Eltern schon älter als deine Mama waren.

    Gerade hab ich einen großen Fehler gemacht. ich hab meine Mama in g...gle gesucht und tatsächlich gefunden. Es ist ein wunderbarer Leserbrief von ihr aufgetaucht, in dem sie vom Altwerden schreibt und dass sie noch einige glückliche Jahre vor sich sieht. War nicht gut. Werde ich nicht mehr machen.

    LG Viki
    Hallo Mausi
    Trauer ist ein Prozess der bei jedem anders verläuft.
    Du bist ein sehr emotionaler Mensch und das ist auch gut so deshalb ist es bei dir ein längerer Weg ein weg der dir aber auch wichtige Dinge für das leben im hier und jetzt aufzeigt.
    Viele werden verbittert und fragen sich: Womit habe ich das Verdient? Ein kluger Mann sagte einmal: Mit deinem bisherigen Leben.
    Richte dein leben so aus das deine Mama stolz auf dich gewesen wäre, dann kannst du dir auch das Video ansehen mit Stolz das du so eine Mutter gehabt hast.

    Ich beneide dich um dein Verhältnis zu deiner Mutter sehr.
    Ich hätte auch so gerne ein solches Familien Leben gehabt.
    Lieben Gruß zu euch.
    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!
    Hallo Mausi,

    ich kann dich verstehen. Allein die Vorstellung, mir ein Video anzusehen, wo man Papa hört und sieht. Das ist nochmal was ganz anderes als ein Foto. Ein Foto steht "nur" rum, ein Video ist natürlich viel realistischer. Dann kommt dazu, dass man die Stimme nun schon einige Zeit nicht gehört hat und dann wird sie einem wieder bewusst. Das ist übrigens etwas, wovor ich Angst habe: Papas Stimme zu vergessen. Ich kann sie mir jetzt schon kaum mehr ins Gedächtnis rufen :( Wenn ich sie allerdings hören würde, dann wüsste ich genau, dass er es ist.

    Von uns gibt es nur Videos aus Kindertagen, also schon 20-25 Jahre alt. Und von der Hochzeit meiner Eltern. Die Videokassetten sind schon etwas kaputt, zumindest das von der Hochzeit, weil das nämlich bei der Silberhochzeit lief. Immer mal Bildaussetzer oder "Ameisenkrieg" zu sehen. Papa hatte sich auch mal so ein Gerät gekauft, mit dem man Videokassetten auf PC spielen und dann auf CD brennen kann. Papa hatte sich damit aber nicht mehr beschäftigt und nun liegt das Teil daheim. Mal schauen, ob ich es irgendwann mal anpacke. Genauso wie das Digitalisieren der ganzen Dias... Oder Mama muss die Videos mal einem Spezialisten geben.
    Ihr Lieben!

    @ Rudi ja ich bin und war schon immer ein sehr emotionaler Mensch, sehr nahe am Wasser gebaut.
    Mein Verhältnis zu meiner Mama (die ich übrigens erst seit ihrer Erkrankung Mama rief, früher war es Mutti), war schon immer sehr gut.

    In den Monaten ihrer Krankheit wurde dieses Band immer enger, sie hat oft gesagt mausi ich bin so froh das ich dich habe.
    Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit das man zu seinen Eltern ein inniges Verhältnis hat, aber ich weiß das es in vielen Familien nicht so ist.

    Dicke Umarmung zu deiner lieben und dir.

    @ viki ich habe zu Weihnachten von meiner besseren Hälfte ein neues Smartphone bekommen, ich musste dadurch ja whatsapp neu raufladen. Die handynummer von meiner Mama hatte ich obwohl der Vertrag längst gekündigt war immer noch gespeichert, ja und als ich meine Kontakte in whatsapp durchging stockte mir der Atem, Mama war online. Die Nummer war neu vergeben, aber ich habe mich riesig erschrocken, so war ich gezwungen die Nummer zu löschen.

    Auch zu dir einen LG

    @ Anna ich habe gehofft die Kraft zu haben mir das Video anzusehen, denn auch ich habe angst die Stimme meiner Mama zu vergessen, aber es geht noch nicht. An manchen Tagen klappe ich sogar die Fotos von ihr um, weil es einfach weh tut.
    Es sind alles Fotos die drei tage nach der Diagnose gemacht wurden und ich erinnere mich ganz genau an diesen Tag.

    Mein Bruder war damals total unverhofft am tag der Diagnose angereist als hätte er was geahnt. Am 8.2 fuhr ich zu den Eltern wir wollten sie überraschen, denn nur mein Bruder wusste das ich meinen dienst getauscht hatte.

    Wir wollten einen tag mit unseren Eltern verbringen nur wir vier. Ich machte Mama den Vorschlag ihr die Haare zu frisieren damit wir ein paar schöne Fotos machen konnten, sie war sofort begeistert, ich muss dazu sagen sie ließ sich nicht gerne fotografieren. Sie hat es aus Liebe zu uns getan, damit wir Erinnerungen von ihr haben.
    Diese Fotos haben für mich einen ganz besonderen Wert.

    Auch dich umärmel ich.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    mausi69 schrieb:

    Mir gings vor einigen Wochen sehr sehr schlecht da bin ich wieder in ein ganz tiefes Loch gefallen, aber mein mann fängt mich immer auf.

    Das ist sehr gut, dass Dein Mann Dich auffängt und Du mit ihm reden kannst. Das hilft sehr. Ich wünschte, Andrea wäre hier und würde mich in den Arm nehmen. Es fehlt mir sehr. Gedanklich spreche ich in gewissen Momenten mit ihr. Aber es fehlt halt jemand der einen in den Arm nimmt etc.. Das vermisse ich sehr.

    mausi69 schrieb:

    Meine Eltern waren fast 35 Jahre verhei

    Andrea und ich waren 31 Jahre und 28 Tage (kirchlich) verheiratet. Standesamtlich noch 25 Tage mehr.

    mausi69 schrieb:

    Wir werden für unsere lieben einen weg finden ohne sie weiter zu leben,

    Ja, wir müssen einen Weg finden ohne sie zu sein, und doch sind sie immer bei uns.

    mausi69 schrieb:

    Natürlich gibt es auch tage da kann ich nicht zum Friedhof, weil es einfach zu weh tut.

    Was mir am Anfang gut tat, war das Grab herzurichten. Ich merkte, ich war bei ihr. Bei mir ist es jetzt so, dass ich, wenn ich zum Grab gehe, nur recht kurz dort bin und nach dem rechten sehe. Ob die Blumen etc., das Kerzenlicht usw. noch in Ordnung sind. Es ist ja noch nicht richtig fertig. Werde ich im späteren Frühjahr richtig angehen. Es ist komisch, für mich liegt dort ihr "Körper" und zu Hause ist ihre "Seele" bei mir. Darum gehe ich so ungern länger von zu Hause weg. Ich kann es nicht richtig beschreiben, es ist halt so.

    mausi69 schrieb:

    Als meine Mama ins Bild kam und ich ihre Stimme hörte ging nichts mehr

    Ihre ursprüngliche Stimme habe ich so gut wie gar nicht mehr im Kopf. Nach der OP bis zum "Schluß", da war nicht viel mit Sprechen. Nur noch die Stimme, wie sie über die Sprechkanüle mit mir sprach. Die habe ich im Kopf. Hat sich eingebrannt. Das nicht sprechen können, war sehr schwer für Andrea und auch für mich, da wir gerne miteinander geredet haben.

    catlove89 schrieb:

    Dann kommt dazu, dass man die Stimme nun schon einige Zeit nicht gehört hat und dann wird sie einem wieder bewusst. Das ist übrigens etwas, wovor ich Angst habe: Papas Stimme zu vergessen. Ich kann sie mir jetzt schon kaum mehr ins Gedächtnis rufen Wenn ich sie allerdings hören würde, dann wüsste ich genau, dass er es ist.

    Geht mir genau so. Ich habe bis jetzt keine Aufzeichnung gefunden, wo sie auf einem Video oder was auch immer spricht. Muß mal im Familienkreis nachforschen, ob dort Aufzeichnungen vorhanden sind.

    Liebe Grüße von

    Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    Lieber guntram!

    Mein Papa ist die ersten Monate nach Mamas Tod vier mal mindestens in der Woche zum Friedhof gefahren, der Friedhof ist 20km entfernt.

    Dann kam ein Monat in der er höchstens ein mal in der Woche am Grab war und seit Dezember ist er wieder öfter dort.
    Er fühlt sich Mama dort sehr nah und ihm tut es gut.

    Die Sachen von Mama wollte er schon zwei tage nach ihrem Tod ausräumen, ich sagte das machen wir im August wenn ich Urlaub habe. Heute weiß ich es wäre besser gewesen ich hätte es mit ihm zusammen machen müssen als er es wollte, es schmerzte ihn ungemein ihre Sachen zu sehen.

    Ich sah das damals total falsch hatte gedacht er will Mama so schnell wie möglich vergessen, darüber ärgere ich mich noch heute.
    Papa hat nichts von Mama aufgehoben nur ihren Schmuck und die gemeinsamen Bilder stehen noch.

    Dafür habe ich umso mehr Sachen von ihr. So geht jeder anders damit um.
    Helmut hat das damals richtig gesehen und mir die Augen geöffnet, Papa trauert ganz anders als ich und da hat er recht.

    Auch du lieber guntram wirst einen weg finden ohne Andrea zu leben, sie wird immer bei dir sein in deinem Herzen und du wirst sie nie vergessen, wir können unsere lieben nicht vergessen.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo mausi69,

    so, war heute bei Andrea am Grab.

    Heute Morgen war es hier recht neblig. Ich konnte den Kirchturm von meinem Fenster noch nicht mal erahnen. Hatte nicht gedacht, daß ich es heute noch zu Stande bringe zu ihr zu gehen. Erst als es gegen Mittag schön sonnig geworden ist, bin ich dann am Nachmittag zum Grab und habe ein wenig sauber gemacht.

    Ja, jeder von uns trauert und verarbeitet es anders.

    Helmut hat einen großen Erfahrungsschatz, und er hat mich auch schon mit seinen Antworten im Thread „schwupps“ zum Nachdenken gebracht. Übrigens, wie hier viele in Forum mich zum Nachdenken über gewisse Ansichten und dem Umgang mit der „Krebskrankheit im Allgemeinen“ in eine Richtung hin bewegen, die ich vorher so nicht für möglich gehalten hätte.
    Es gibt halt viele verschiedene Möglichkeiten der Trauer (nicht nur meine eigene Trauer ist die „Richtige“) und dem Umgang mit der „Krebskrankheit“.

    Ich wünsche Dir einen angenehmen Abend und sage bis dann.

    Liebe Grüße von Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    Lieber guntram!

    Im Februar letzten Jahres, als meine Mama die Diagnose BSDK im fortgeschrittenen Stadium bekam, wusste ich nicht wohin mit meinen Gedanken und meiner angst.

    Am 21.2 war meine op am Fuß geplant, ich wollte sie bis auf weiteres verschieben, aber meine Mama wollte das nicht, sie bestand darauf das ich den Termin wahrnehme.

    Also ging ich am 20.2 ins Krankenhaus mit einen sehr sehr schlechtem Gefühl.

    Ich hatte dort noch mehr Zeit zum grübeln, ich surfte im Internet und stieß auf ein krebs forum. Ruck zuck meldete ich mich an und heute muss ich sagen, es hat mich durch die schwere Zeit des Kampfes getragen und trägt mich auch heute noch durch das Tal der Trauer.

    Ich habe hier viele liebe Menschen kennen und schätzen gelernt und bin dankbar dafür.

    Jetzt versuche ich den kämpfenden hier ein Stück weit das zu geben was mir gegeben wurde und das hilft mir ungemein bei meiner trauerverarbeitung.

    Einen LG zu dir.
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Guten Abend mausi69,

    mausi69 schrieb:

    Ich hatte dort noch mehr Zeit zum grübeln, ich surfte im Internet und stieß auf ein krebs forum. Ruck zuck meldete ich mich an und heute muss ich sagen, es hat mich durch die schwere Zeit des Kampfes getragen und trägt mich auch heute noch durch das Tal der Trauer.

    Ich habe auch im Forum gelesen. Jedoch konnte ich damals nicht viel Zeit im Forum verbringen. Mir fehlte schlicht die Zeit für all die Fragen, die ich hatte, die ganzen Thread´s durchzulesen und zu schreiben. Ja, es hilft einem sehr hier zu lesen.

    mausi69 schrieb:

    Ich habe hier viele liebe Menschen kennen und schätzen gelernt und bin dankbar dafür.

    Da kann ich Dir nur zustimmen.

    mausi69 schrieb:

    Jetzt versuche ich den kämpfenden hier ein Stück weit das zu geben was mir gegeben wurde und das hilft mir ungemein bei meiner trauerverarbeitung.

    Mir hilft das auch, dass ich hier lese. Ja, 544 Beiträge, dass ist schon eine feine Leistung und hilft vielen, dass Du so aktiv bist.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntagabend und Deinem Mann alles Gute für seinen verletzten Fuß.

    Liebe Grüße

    Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    Ihr lieben!

    Es hat mich eiskalt erwischt.
    Als ich heute früh den Post von dori las das ihre Mama verloren hat, waren alle Erinnerungen da.

    Noch bin ich auf Arbeit und bin abgelenkt, es macht mich so unendlich traurig, das immer noch so viele Menschen an Krebs sterben.

    Heute vor einen jahr hat sich meine Mama für die op entschieden, ich denke seit ein paar tagen wieder unentwegt an ihre letzten tage.

    Bin zur zeit wieder sehr zart beseitet.
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    ich muß auch laufend an dori denken. schlimm alles das wir alle so schlimme Sachen durchmachen müßen. meine mutter hätte heute Geburtstag. der wetter ist naßkalt bei uns taut dr Schnee ich langweile mich die Kartoffeln sind auf dem herd. ich denke halt immer vielleicht kommen wieder bessere Zeiten, fragt sich nur wann
    In meiner Mittagspause kam dann heute auch noch Papa vorbei.
    Trotz Schnee war er bei Mama.

    Morgen werden es sieben Monate.
    Sieben Monate habe ich sie schon nicht mehr gesehen,nicht mit ihr gesprochen, sie nicht in den arm genommen und nicht ihre Stimme gehört.

    Sie fehlt mir sehr, die täglichen Telefongespräche fehlen mir, sie einfach mal um Rat fragen mich einfach mal bei ihr ausheulen.

    Ich rede seit drei Wochen mit niemanden über meine Gefühle, auch nicht mit meinen Mann.
    Mein Bruder hat sich dieses Jahr auch noch nicht gemeldet, alle leben ihr Leben weiter, nur ich stecke wieder im Tal fest.

    Hinzu kommt das meine Tante aktuell gegen den lungenkrebs kämpft. Chemotherapie wurde abgebrochen, weil sie nicht mehr anschlägt.
    Sie ist austherapiert. Wie lange hält sie noch durch?

    Wenn ich einen einzigsten Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen das es die Krankheit krebs nicht geben würde.
    Um jeden einzelnen der daran erkrankt oder stirbt, tut es mir so unendlich leid.

    Traurige grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    mausi ich habe schon 16 Monate geschafft, ich weiß auch nicht so genau wie ich das geschafft habe, mit höhen und tiefen. ich habe schon eins festgestellt, der tag endet immer und ein nächster tag kommt, so geht das tag für tag Woche für Woche Monat für Monat. ich weiß wie schlimm das alles ist, mir fehlt auch alles was mit meiner Mama zu tun hat. ich bin zudem noch von meinem "bekannten" sitzengelassen worden. der hat erst große sprüche geklopft "wenn was ist" "ich weiß genau wie Du dich fühlst" er hat nämlich auch seine mutter verloren. Pustekuchen ! tja und dann war was und der hat sich gar nicht mehr gemeldet.
    Mausi.
    mir ergeht es zur Zeit ähnlich wie dir. Am 12.02. also morgen in 3 Wochen werden es 3 Jahre.
    Wie gerne würde ich Mama um Rat fragen, mit ihr Lachen, Reden, sie in die Arme nehmen.
    Ich dachte es wird besser, aber sogar nach dieser Zeit fehlt es mir schwer.
    Die schneebedeckten Bäume auf die ich schaue machen es mir nicht leichter. Mein Bruder der in Hamburg lebt, also am anderen Ende Deutschlands hat sich seit letztem Juli nicht mehr gemeldet, aber meine Schwägerin ist auch keine gewöhnliche.
    Drück dich ganz fest. Ich bin so froh das wir uns hier austauschen können, auch mit meinem Manna kann ich über all meine Gedanken seit Monaten nicht reden.

    Nun ja. Ich wünsche dir einen schönen Abend, pass auf das deine Gesundheit.

    Alles liebe Nala
    Meine Mum
    ED 11.11.2011 Gallengangskrebs

    10.08.1944 - 12.02.2012


    Begrenzt ist das LEBEN doch unerschöpflich die Liebe

    (Ihara Saikaku)
    Das es besser wird irgendwann, ja ich denke schon.
    Man lernt damit zu leben.
    Aber die große Lücke die Mamas Tod hinterlassen hat, kann niemand schließen. Niemand.

    Die grosse leere wird mein leben lang bleiben.

    Immer wieder passiert es das ich mich unheimlich erschrecke, weil mir bewusst wird, sie kommt nie wieder, sie ist tod.

    Wohl ein Zeichen das ich immer noch verdränge?
    Nicht bewusst, aber ich verstecke auch wider meine Tränen, keiner soll mich so sehen. Warum auch immer, ich schaffe das.

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Heute vor sieben Monaten brach mein leben zusammen und mama's war beendet.

    Heute beim einkaufen traf ich bekannte von meinen Eltern und mir.
    Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen. Wir redeten über dies und jenes und dann kam die Frage die mich total überfordert hat. Wie geht's Mama und Papa?

    Papa geht's gut und Mama ist vor sieben Monaten gestorben, sie waren erschüttert und stellten mega viele fragen und merkten nicht das es mir schwer viel alle zu beantworten.

    Ich sagte dann hätte keine zeit habe noch einen Termin und rein ins Auto.

    Fertig mit den Nerven fuhr ich nach hause und rief Papa an und erzählte ihm alles. Ihm fiel nur ein zu fragen ob ich ihnen gesagt habe wo Mama begraben ist, nein das habe ich natürlich auch nicht gemacht war froh weg zu kommen.

    Hätte nie gedacht das es immer noch bekannte gibt die nichts von mama's Schicksal wissen.
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Mausi;

    das Gefühl kenne ich nur zu gut. Ist mir auch öfters passiert nach Mamas Tod-

    Schicke dir eine ganz herzliche Umarmung, und gute Besserung dir und deinem Mann.

    Nala
    Meine Mum
    ED 11.11.2011 Gallengangskrebs

    10.08.1944 - 12.02.2012


    Begrenzt ist das LEBEN doch unerschöpflich die Liebe

    (Ihara Saikaku)
    was für ein Tag heute......... erst bekam ich eine absage, ich hatte mich auf einen Job hin beworben, erst mal mega enttäuscht. kam aber noch schlimmer, die von der sozialstation wollen kommen wg der pflegestufe meiner Oma, da kommt ja jedes halbe jahr jemand. ich versorge ja auch noch meine 100 jährige Oma. sie hat pflegestufe 2. und ich habe angst die setzen die pflegestufe auf 1 zurück. euch allen viele grüße
    Hallo mausi69,

    ich kann nachempfinden wie es Dir geht.

    Wie geht es Deinem Mann mit dem Fuß?

    An an euch Beide einen schönen Gruß und laß Dich trösten bzw. tröstet euch gegenseitig.

    Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    Hallo ihr lieben!

    Es ist halt alles nicht so einfach, aber leider fragt keiner ob wir unser Schicksal annehmen wollen, wir müssen.

    Eine schwere Zeit, denn letztes jahr um diese Zeit fing alles an.

    Guntram mein mann hat zum Glück keine Fraktur, es ist eine schwere Prellung. Ich konnte ihn zum Glück mit heim nehmen.

    Alles liebe und allen einen schönen abend.
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    @mausi69,
    das ist schön zu hören, dass es Deinem Mann relativ gut geht. Prellungen sind ja meistens schmerzhafter als ein Bruch.
    Am besten ist es, man bleibt gesund.

    Ich habe übrigens vorgestern mit meinen Kindern gesprochen. Danke nochmals für Deine ausführlichen Informationen.

    Ich wünsche Dir und Deinem Mann eine gute Nacht.

    Liebe Grüße

    Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    Lieber guntram!

    Es ist schön wenn ich ein wenig helfen konnte. Ich sehe es ja wie es bei mir und meinem Vater ist.

    Ich habe zum Anfang viel falsch interpretiert und dachte das er nicht so traurig ist über den Tod von Mama wie ich, wie dumm von mir.

    Ein Gespräch mit ihm hat mich wachgerüttelt, und heute sehe ich vieles ganz anders. Er trauert genauso sehr wie ich, eben nur anders. Ich habe immer gedacht ich muss rund um die Uhr für ihn dasein er braucht mich, auch falsch denn er kommt klar.

    Das hat gedauert bis ich das verstanden habe. Zur Zeit stehe ich mir mit meiner trauerverarbeitung wieder selbst im Weg, denn ich bin nach außen wieder die coole und in drin siehts ganz anders aus, ich kann momentan überhaupt mit niemanden reden, aber das wird wieder besser, es ist ein auf und ab.

    Was mich die ganzen letzten sieben Monate keine Ruhe lässt ist wie hat mein Papa es geschafft die ganze Nacht bei meiner toten Mama zu sein? Klar ich denke er hat abschied genommen, aber er redet mit mir nicht über diese Stunden.

    So wie Helmut sagt, Papa als Partner und ich als Tochter wir trauern ganz unterschiedlich. Aber wir trauern zusammen.

    Ich hoffe sehr das das Gespräch mit deinen Kindern positiv verlaufen ist?

    Übrigens hatte ich auch überlegt ehrenamtlich irgendwie zu helfen. Ich ziehe heute noch den Hut vor den Schwestern im Hospiz die sich rührend um meine Mama gekümmert haben, mit einer Hingabe die man sich kaum vorstellen kann und die meisten gehen noch ihren richtigen Job nach. Wir verdanken diesen Schwestern das meine Mama würdevoll und ohne Schmerzen gehen konnte.

    Ich wünsche dir eine angenehme Nacht.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Mausi,

    klar, die Fragen der Bekannten deiner Eltern waren schmerzlich für dich. Doch überlege mal so: viele umgehen diese Fragen und drehen sich einfach weg, wollen nicht wirklich was davon wissen. Vielleicht kannst du sie mal anrufen, und mit ihnen reden? Vielleicht sind sie ehrlich betroffen? Nicht nur Neugier? Muss ja nicht sofort sein.

    Ich weiß, es ist nicht einfach, über den Tod eines geliebten Menschen zu reden. Mir selbst hat das jedoch immer sehr geholfen. Diese Gespräche kamen sehr oft von einer Seite, mit der ich nie gerechnet hätte.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo Luisa.hope,

    da fragst, nach 16 Monaten? Hm ... einerseits das Gefühl, es ginge aufwärts, andererseits immer noch tiefe Löcher. Einerseits halbiert, andererseits bereits wieder fast gefunden. Einerseits in der Vergangenheit gefangen, andererseits bereits wieder Pläne für das Jetzt und Morgen, wieder Perspektiven. Zeit zum Weinen und Zeit zum Lachen. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll: ich wollte wieder leben.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Gestern abend 22.30 uhr mein mann bekommt eine sms von unserer Tochter ich schlafe zu dem Zeitpunkt schon. Inhalt Papa schläfst du schon, falls nicht kann ich dich noch anrufen?

    Mein mann schreibt zurück bin wach können telefonieren. Tochter schreibt zurück schläft mami schon, mein Mann antwortet ja.

    Dann ruft sie an und ist fürchterlich am weinen, sie vermisst die omi so sehr sie kommt mit ihrem viel zu frühen Tod nicht klar. Die beiden haben lange geredet und mein mann hat es geschafft und sie beruhigt.

    Das dieser Zusammenbruch kommen würde haben wir gewusst, denn sie spricht nicht mehr über ihre omi. Und opi anrufen fällt ihr auch sehr schwer. Mit mir darüber reden möchte sie nicht, weil sie denkt sie zieht mich runter.

    Mein mann hat ihr gesagt sie kann jederzeit tag und Nacht anrufen egal bei wem wir sind für sie da.

    Ich weiß nicht wie ich meiner Maus noch helfen kann. Sie war das einzigste Enkelkind also brauchte die liebe von omi nicht teilen.

    LG eine hilflose mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Oh je Mausi, die Arme, nur gut das dein Mann so für sie da war. Ich weiß nicht ob meiner das täte. Diese Woche am Dienstag, (mein ganzer Arbeitstag- arbeit sonst nur vormittags) sind mein Mann und meine 13 jährige Tochter aneinander geraten. Als ich nach Hause kam, lag sie heulend au ihrem Bett, und erzählte mir, ich gehe jetzt zur Omi in den Himmel, Papa mag meinen Bruder viel mehr als mich. Ich war total von den Socken.
    Immer wieder passiert es auch bei meinen Beiden, das sie ihre Omi schrecklich vermissen. Und ich weiß oft auch nicht damit umzugehen.

    Grüße
    Nala
    Meine Mum
    ED 11.11.2011 Gallengangskrebs

    10.08.1944 - 12.02.2012


    Begrenzt ist das LEBEN doch unerschöpflich die Liebe

    (Ihara Saikaku)
    Hallo Maus und halt Nala,

    es ist ganz traurig, wenn die Enkelkinder ihre Großmütter missen und wissen, dass sie nie wieder mit ihr scherzen, lachen können.
    Gibt es in der Familie oder im Freundeskreis Personen, zu denen sie außer den Müttern noch viel Vertrauen haben und die ihnen zuhören und sagen, dass alles ganz normal ist.
    Während meiner Erkrankung holten sich meine Söhne die Unterstützung bei der Patentante meines jüngsten. Das habe ich erst sehr viel später erfahren, vor uns waren sie immer taff.
    Mein Sohn hat diese Rolle für seine Lebensgefährtin und einen guten Freund übernommen, bzw er ist rein gerutscht. Wenn ich dann etwas zu pragmatisches sage, bekomme ich zu hören. Mama du mit deinem Pragmatismus.

    Habt ihr euch schon mal nach einer Trauergruppe, Trauerwochenende für Jugendliche und Kinder umhört.
    Ich denke, es hilft, wenn sie sehen, dass sie nicht alleine sind. Es kann auch helfen, sich Unterstützung von einem Psychologen zu holen.
    Wenn diese dunklen Tage vorbei sind, kommt der Frühling.

    Liebe Grüße
    RidingGeli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo ihr lieben,

    @ nala unsere Tochter hat ein sehr inniges Verhältnis zu uns beiden, aber seit mein mann 2004 dem Tod von der schippe gesprungen ist, hat sich das Verhältnis zum Papa noch mehr verstärkt.

    Er hat da auch ein sehr feinfühliges Händchen unsere große zu trösten. Er war es auch damals der ihr gesagt hat das die omi eingeschlafen ist. Ich bin dankbar so einen tollen mann an meiner Seite zu haben.

    @ geli sie hat sich mit einer ganz lieben Nachbarin vor zwei Jahren angefreundet, mit der sie über vieles redet auch über den Tod ihrer Oma. Ich selber dürfte diese Nachbarin schon kennenlernen und muss sagen ein ganz lieber mensch.

    Hilfe von einer trauergruppe oder einem Psychologen lehnt meine Tochter ab.

    Ist zur Zeit alles nicht so einfach bei uns, denn meiner Tante die heute ihren 82 Geburtstag gefeiert hat geht's nicht gut, der lungenkrebs fordert seinen Tribut.
    Das atmen trotz Sauerstoff fällt ihr immer schwerer und durch das Cortison wirkt sie sehr aufgedunsen. Schmerzen hat sie zum Glück keine.

    Wenn es kommt, dann alles auf einmal.
    Aber auch da muss ich durch.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Gestern abend Kontakt mit meiner Tochter via whatsapp, telefonieren da wären wir wohl beide nicht in der Lage zu gewesen.

    Sie macht sich Vorwürfe das sie nicht so oft bei ihrer Oma war, das habe ich bis gestern nicht gewusst.
    Es hat gebraucht bis sie verstanden hat, das sich niemand Vorwürfe machen muss.

    Habe ihr immer wieder zu verstehen gegeben, das jeder das getan hat was in seiner Macht stand und ihre omi bis zur letzten Sekunde glücklich war.

    Wieder ein Zeichen das man die Trauer nicht verdrängen soll, denn das hat meine Tochter die ganze zeit gemacht.

    Ich hoffe und wünsche mir das sie jetzt öfter auf uns zu kommt wenn die Trauer sie so sehr überfällt.

    Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi.....
    wie gut das deine Tochter so tolle Eltern hat... der Spruch die Zeit heilt alle Wunden , der stimmt ,oft ist der Weg nur sehr lang, wie auch bei euch, und Narben bleiben immer.... aber auch die schönen Erinnerungen. Ich wünsche euch sehr das ihr diese Zeit bald erreicht, die Zeit an der die schönen Erinnerungen überwiegen , wenn ich an meinen Papa denke oder wir Mutti und ich , ist ihr mein Mann und mein Papa bei uns.... jetzt weinen wir nicht mehr ( oder nur noch selten ) sondern Lächeln über die vielen schönen gemeinsamen Momente die wir zusammen erleben durften .... Deine Tochter hat ihren Knoten geschafft zu lockern , dank eurer Hilfe , bald wird er ganz auf sein, den ersten Schritt dazu hat sie erreicht ....
    euch allen weiterhin ganz viel Kraft
    liebe Grüße v Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )
    Ihr Lieben!

    @ Heike
    Ob wir tolle Eltern sind das kann nur unsere Tochter beurteilen, aber ich denke schon, so viele Pokale wie sie uns schon geschenkt hat. Zum Beispiel beste Mama und bester Papa der Welt, alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind so auch wir.

    Wenn es unserem Kind nicht gut geht, geht es uns auch nicht gut.
    Das Problem ist, durch das Verdrängen das ihre Omi nicht mehr am Leben ist, setzt sie sich selber unter seelischen Stress und der wiederum ist Gift für ihren Körper, denn sie leidet unter Morbus Crohn und ich habe große Angst, dass sie wieder einen akuten Schub bekommt.

    Mir selbst geht's auch gerade wider nicht so toll, Erinnerungen an letztes Jahr um diese Zeit sind sehr präsent.

    Hinzu kommt der berufliche Stress den ich gerade habe und das alles zusammen schlaucht ganz schön.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi....
    es ist meist so , wo Stress und Kummer sind... Kommt noch etwas dazu...
    Dadurch das eure Tochter auf euch zugekommen ist.... Um überbiete Oma zu reden.... denke ich beginnt sie mit der Verarbeitung und möchte euch dabei haben.
    ich wünsche euch dafür ganz viel Kraft ......

    liebe Umarmung von Heike
    liebe Grüße v Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )
    Hallo mausi69,

    ich wünsche Dir, dass es auf der Arbeit soweit gut läuft und Deine neue Stelle Dir neue Perspektiven ermöglicht. Nutze die Veränderung und die Chance die darin steckt.

    Meine Tochter hat mich vorhin auch heulend angerufen und konnte nicht mehr so richtig mit der Situation der Trauer umgehen. Wir haben einige Zeit unser Herz ausgeschüttet und über unsere Trauer geredet. Das hat ihr und mir gut getan. Ich denke gerade an Deine PN. :thumbup:

    Ich wünsche Euch einen schönen Abend. Wie geht’s Deinem Mann mit dem Fuß?

    Liebe Grüße

    Guntram
    Andrea * 31.08.1963 † 24.09.2014

    Plattenepithelkarzinom Zungengrund rechts
    @ Heike danke dir lg

    @ guntram das freut mich wenn ich dir letztens durch meine Pn die Sicht als trauernde Tochter schildern konnte und es dir beim Umgang und dem gemeinsamen trauern mit deinen Kindern hilft.

    Meiner besseren Hälfte geht's mit dem fuss besser, aber jetzt spielt die pumpe wieder verrückt.

    Bei uns wirds nie langweilig.

    LG zu dir
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Lieber guntram,

    Da hast du recht was die Bewegung angeht, mein Mann ist eh kein mensch der still sitzen kann er ist ständig in Bewegung.

    Was schlimmeres wie den kaputten Fuß hätte ihm nicht passieren können. Aber ein ende ist in Sicht.

    Schlaf schön mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    mausi69 schrieb:

    Ob wir tolle Eltern sind das kann nur unsere Tochter beurteilen, aber ich denke schon, so viele Pokale wie sie uns schon geschenkt hat. Zum Beispiel beste Mama und bester Papa der Welt, alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind so auch wir.

    liebe mausi,

    sooo selbstverständlich ist das wieder nicht! meine mutter ist z.b. gar nicht so gestrickt bzw einfach völlig unfähig u ich leide noch heute sehr unter ihrem verhalten mir gegenüber, kann echt nicht sagen, dass ich sie schätze, mag od gar liebe! umso mehr bedauere ich, dass du deine mama schon verloren hast. (mein vater ist auch schon mit 58j an krebs gestorben)

    von mir bekommst du also auch noch so einen beste mama pokal

    wünsch dir alles gute für deine bevorstehende berufliche veränderung u hoffe, dass du vorher mal etwas zeit zum durchschnaufen bekommst u dann wieder zufrieden u glücklich wirst :thumbup:

    lg heidilara
    Hallo heidilara!

    Danke für den Pokal. Tut mir sehr sehr leid das du nicht so ein tolles Verhältnis zu deiner Mama hast.

    Für alle Eltern sollten doch die Kinder im Mittelpunkt stehen.
    Es ist schade das es in vielen Familien nicht der Fall ist.

    Gestern hat sich meine Tochter wieder gemeldet und hat konkret gesagt was ihr am meisten zu schaffen macht. Sie kann einfach nicht vergessen wie schlimm ihre omi aussah so dürr und erschöpft.
    Einfach nur sehr schlimm gezeichnet durch den Krebs und das ja in dieser kurzen Zeit

    Ich weiß schon keine Worte mehr um mein Kind zu trösten, merke wie auch ich an meine Grenzen stoße.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,
    ich glaube du brauchst garnicht viel zu sagen , das du deiner Tochter zuhörst Sie merkt das sie ihr Leid mit dir euch teilen kann, das ist glaube ich das wichtigste.
    liebe Grüße v Heike

    .........................................................................................................
    Dem Leben mehr Tage geben ( wäre schön) , dem Tag mehr Leben geben
    ( geht immer )

    vor einem Jahr.....

    Vor einem Jahr zitterten wir alle.
    Mama liegt in dem 130 km entferntem Krankenhaus in dem sie operiert werden soll.

    Sie möchte nicht telefonieren ich respektiere ihren Wunsch, Papa hält mich auf dem laufenden.
    Op soll ca 6-8 Stunden dauern. Gegen 16.30 Uhr rufe ich das erste mal bei Papa an, nichts. Weiter zittern und warten.

    Eine Stunde später noch mal wieder nichts, Papa genauso unruhig wie ich sagt, er ruft jetzt im Krankenhaus an und meldet sich dann gleich wieder bei mir.

    10 Minuten später Mama ist wohl noch im op. Weiter zittern.

    Gegen 19.30 Uhr klingelt mein Telefon gehe mit zittriger Hand ran, Papa.

    Er hat mit Mama selbst gesprochen sie liegt auf normal Station.
    Ich frage wie normal Station? Papa Mama konnte nichts sagen noch zu erschöpft und man hat noch nicht mit ihr gesprochen es war noch kein Arzt bei ihr.

    Ich zu Papa da stimmt was nicht, Mama müsste eigentlich auf der intensiv liegen.

    Die Nacht war fürchterlich. Am nächsten Tag Papa fährt allein zu Mama da ich denke wenn ich mit fahre wird es zu viel für sie, falsch sie war traurig das ich nicht mit war.

    Den tag darauf fahre ich mit, Mama super glücklich mich zu sehen, weinend liegen wir uns in den Armen.
    Eine op naht quer über den Bauch zusammen genäht mit 33 klammern.
    Mama wusste auch das die op nicht so verlaufen sein konnte wie geplant. Später erfuhren wir die ganze entsetzliche Wahrheit, zwei Leber metastasen konnten entfernt werden, jedoch der Tumor an der BSD nicht, das war das Todesurteil...............
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    ja es ist wirklich so wahnsinnig schwer, die Erinnerung an solche Tage auszuschalten....es sind die Tage, die alles, was uns zuvor wichtig war, unwichtig machten..... die der unbeschwerten Zeit, nach der wir uns so sehr zurücksehnen, ein Ende setzten.

    Die Szenarien, die den Countdown des langsamen Abschiedes bedeuten, sind in unserer Gehirn einzementiert und laufen ständig wie ein Film ab, manchmal im Schnelldurchlauf, manchmal in Zeitlupe.

    Ich sehe mich vor genau einem Jahr am Bett meiner Mama im KH von Puerto de la Cruz sitzen - fassungslos, dass diese komplett hilflose Person, die mich pausenlos mit weit aufgerissenen Augen anblickt und mit der ich nicht kommunizieren kann, meine geliebte Mama ist, mit der ich wenige Tage vorher noch unbeschwerte Spaziergänge am Meer unternommen hatte.

    Ich wünsche dir, dass es dir gelingen möge, dich in solchen Momenten der traurigen Erinnerung abzulenken und ich bin mir ganz sicher, dass deine Mama keine ständig traurige Tochter zurücklassen wollte.

    Ganz liebe Grüße
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Meine liebe mausi,
    Ich umarme dich ganz still und leise!!!!!!
    Unsere beiden Mamas...warum mussten sie so schrecklich leiden und warum mussten sie so früh von dieser Welt gehen...viel zu früh!!!!
    Ich habe so Angst vor Samstag, Mamas Beisetzung...ich will das alles nicht,aber ich habe keine Wahl!!!!!
    Bin so erschöpft und ausgelaugt, am liebsten würde ich die nächsten vier Wochen einfach nur schlafen und mich verkriechen...oder noch länger.
    Papas Zustand spitzt sich von Tag zu Tag mehr zu,ich schaffe es nicht hin aus der Depression zu holen, er wird Hilfe brauchen,wir werden wohl Hilfe brauchen. Im Moment funktioniere ich nur noch,ich glaube ich habe alles organisiert und geregelt,aber es fühlt sich nicht normal an. Ich habe manchmal das Gefühl ich stehe selbst neben mir und beobachte was ich tue,als ob ich jemand Fremden beobachte...das ist doch nicht normal!!!!! Bin ich auch depressiv,oder ist es diese unmenschliche Trauer und Leere,die das mit mir macht??? Hattest du auch so komische Empfindungen,als du deine Mama verloren hast????
    Liebe mausi,ich denk an dich!!!!
    Alles Liebe,Dori
    Ich habe manchmal das Gefühl ich stehe selbst neben mir und beobachte was ich tue,als ob ich jemand Fremden beobachte...das ist doch nicht normal!!!!!


    Doch, das ist normal. Ganz normal- Dein Geist schütz Dich vor der Urgewalt des Schmerzes.

    Einer muss jetzt funktionieren, und das bist im Moment DU.

    Wenn erst mal Ruhe einkehrt dann hast du Zeit mal zwei Tage im Bett zu bleiben und Dich leer zu weinen.
    Und wenn Du die Zeit nicht hast dann nehm sie Dir, tut gut.

    Jetzt nicht, später- alles gut.

    Dicker Drücker
    moni
    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-
    ........Das schlimmste in der Situation war, das immer noch kein Arzt mit Mama gesprochen hatte.

    Warum der Tumor nicht entfernt werden konnte, erfuhren wir einige Tage später.

    Durch Operationen die in den 80ziger Jahren gemacht worden waren, fehlte Mama ein großer Teil des Magens, die Gallenblase und der zwölffingerdarm.

    Der Tumor selbst war mit mehreren Organen verwachsen und ein herankommen somit komplett ausgeschlossen.

    Mama war niedergeschlagen und versuchte dennoch ein fröhlichen Eindruck zu machen, nur damit wir uns keine allzu großen sorgen machen.

    Einige Tage später rollte die ganz große Lawine auf uns zu.
    Keine Chance nur noch wenige Monate zu leben. Ich höre diese Worte immer noch als wären sie gestern erst gesprochen worden.
    Ein Jahr ist seitdem vergangen und ich kann nichts davon vergessen, nichts.




    @ dori schön von dir zu lesen. Mir erging es damals nicht anders wie dir jetzt, aber auch du schaffst es diesen steinigen weg zu gehen, meine Gedanken sind oft bei dir.

    Für deinen Papa hole dir Hilfe du wirst es nicht schaffen.
    Alles liebe zu dir.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -