Krebsangst bei familiärer Vorbelastung

    Krebsangst bei familiärer Vorbelastung

    Ihr Lieben!

    Seit meine Mama im Juni diesen Jahres an BSDK starb, beschäftigt mich der Gedanke immer wider, werde auch ich daran erkranken?

    Ich weiß, daß meine Tochter fürchterliche Angst hat, mich irgendwann durch eine Krebserkrankung zu verlieren!

    Ich selbst kann ihr die Angst nicht nehmen, weil mich diese Angst auch verfolgt! Nicht imme,r aber ich habe oft die Gedanken ist diese Art von Krebs vererbbar.

    Wie geht ihr damit um? Ich würde mich über regen Austausch rund um dieses Thema freuen!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Mausi,

    Auf dieser Seite des DKFZ findet man nähere Informationen.

    Bei meinen Töchtern ist das der Fall. Meine Frau hatte Brustkrebs der üblen Sorte: IMC (inflammatorischer Brustkrebs). Ist eine erbliche Komponente enthalten, so übernimmt die Krankenkasse bereits in jungen Jahren die entsprechend erweiterte Vorsorgeuntersuchung. Meine Töchter nehmen diese Untersuchungen regelmäßig wahr. Sie sehen das relativ unaufgeregt. Beide sagen: "Es ist schlimm, was geschehen ist. Ich kenne die Gefahr, doch lasse ich mir mein Leben davon nicht beherrschen."

    Nur einmal, als meine Älteste einen vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle entdeckte, kamen entsprechende Ängste auf. GsD stellte sich dieser Lymphknoten als harmlos heraus. Die Ursache war eine ganz andere.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Lieber Helmut!

    Das mich die Angst unentwegt verfolgt, dem ist nicht so!
    Aber hin und wider überlege ich schon ob ich vielleicht auch an Krebs erkranken könnte!

    Gerade bei BSDK wo es keine Vorsorge Untersuchungen gibt oder besser ausgedrückt keine früherkennung möglich ist, das macht mir ab und an Angst!

    Meine Mama hatte in den 80 zigern Gebärmutterhalskrebs auch da weiß ich nicht vererbbar oder nicht!
    Mama hatte damals Glück ihr wurde die Gebärmutter und ein Eierstock entfernt alles gutartig!

    Im Jahr 2010 hat es mich dann erwischt starke Gewebeveränderungen und in Absprache mit meiner Ärztin wurde mir auch die Gebärmutter entfernt und ebenfalls Glück alles gutartig!

    Die Angst bleibt. Auch kommen ab und an die Gedanken bleibt mein Kind von all den Krankheiten verschont!

    Ich danke dir lieber Helmut für deine Rückmeldung und für den Link!

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn man grübelt, ob man familiär so belastet ist, daß man auch an Krebs erkranken könnte. Zum einen denke ich, daß jeder Mensch an Krebs erkranken kann, denn die meisten Krebsarten entwickeln sich im Laufe des Lebens und werden erworben statt vererbt. Dennoch gibt es einige Krebsarten, die durch eine erbliche Disposition ausgelöst werden können, so z.B. Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs. Auch hier muß man ein wenig genauer hinschauen: Wenn in mehreren Generationen junge Frauen an Brustkrebs erkrankt sind, ist das Risiko höher, selbst zu erkranken.

    Bei Darmkrebs tritt gehäuft der erbliche nicht-polypöse Darmkrebs (HNPCC) auf, der ca. 5 bis 7% ausmacht. Die Veranlagung zum HNPCC wird von Vater oder Mutter vererbt. Wenn Familienmitglieder in sehr jungen Jahren einzelne Darmpolypen haben, oder enge Verwandte Magen- Dick- oder Dünndarmkrebs, ist ein erhöhtes Risiko zu bewerten. Wenn eine starke erbliche Komponente besteht, sind fast immer mehrere Mitglieder einer Familie betroffen.

    Bei BSDK ist mir eine solche erbliche Komponente nicht bekannt.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Liebe mausi,
    Auch mich und meine Familie belasten solche Gedanken,besonders weil auch so viele Familienmitglieder schon erkrankt sind.
    Als wir jetzt erfahren haben das meine Mama Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, wurde ich durch die behandelnde Ärztin darauf hingewiesen das diese Krebsart durchaus genetische Hintergründe haben könnte und empfahl mir,meiner jüngeren Schwester und unseren Kindern uns in einem geeigneten medizinischen Zentrum zu informieren und bei Bedarf auch testen zu lassen.

    In Moment habe ich dafür keine Nerven, weil ich nur für die Mama da sein mag.
    Aber etwas beunruhigt bin ich schon, denn meine Ma hatte schon vor 24 Jahren Brustkrebs,jetzt BSDK.
    Ihr Bruder verstarb sehr jung an Darmkrebs, meine Omi, die Mutter meiner Ma und ihres Bruders verstarb an Magenkrebs.
    Ich selbst bin auch schon betroffen, Gebärmutterkrebs mit einigen Metas.
    Das ist ein Auszug der Krebserkrankungen mütterlicherseits.
    Väterlicherseits gab es Gallengangkrebs und Mandelkrebs bei 2 Brüdern meines Papas und Leukämie eines seiner Neffen.
    Alle 3 verstarben sehr jung.
    Und mein Schatz vervollständigt diese schreckliche Aufzählung, er hatte Stimmlippenkrebs mit Kehlkopfbeteiligung, bei ihm mußte der Kehlkopf entfernt werden und seine Mama verstarb vor 3 Jahren an Leberkrebs.

    Also uns braucht keiner mehr erzählen das alles hätte nichts mit genetischen Aspekten zu tun...

    Ich hasse diese verdammte Krankheit, das Schlimmste ist für mich wenn einer meiner Liebsten krank ist.
    Ich selbst weiß ja was ich mir zumuten kann,aber hilflos zusehen zu müssen wie andere leiden, lässt mich fast durchdrehen.

    Ich bin gespannt wie auch andere Betroffene dieses Thema bewerten.
    Dankeschön für den Anstoß hierfür liebe Mausi,
    Herzlichst Dori
    Ihr Lieben!

    Ein bisschen Angst denke ich ist ganz gesund!

    Bei mir sind alle Krebserkrankung mütterlicherseits. Meine Tante die an Lungenkrebs leidet und wie geschrieben die Mama die Gebärmutterhalskrebs und BSDK hatte!

    Ich sitze nicht ständig und mach mir Gedanken, aber ab und an überlegt man doch!

    Beim BSDK weiß ich zum Beispiel das ich das 9 fache höhere Risiko habe daran zu erkranken als ein Mensch der nicht vorbelastet ist!

    Ich glaub mal gehört zu haben das eine früherkennungsuntersuchung Ende 2014 Anfang 2015 in der Medizin geben soll!
    Vielleicht hat von euch jemand auch davon gehört?

    Lg mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,

    bitte nicht böse sein, aber genieße doch erstmal die Vorweihnachtszeit ein wenig und das Du mit Deinem Papa und Deiner Familie die Beisetzung von Deiner Oma so halbwegs überstanden hast.
    Ein wenig Angst ist ok, aber man sollte dankbar sein, das man keine tödliche Krankheit hat.
    Für Dich und Deine Familie alles Liebe und Gute
    Liebe Grüße Susanne :thumbup:
    Hm ... ich kann die Angst verstehen, schließlich kenne ich meine Angst vor jeder Nachuntersuchung. Gleichzeitig mache ich mir ansonsten darüber keine Gedanken. Wofür auch?

    ich hatte immer Angst, dass meine MS schlimmer werden könnte. Wurde sie nicht -- dafür bekam ich Brustkrebs. Meine Mutter hatte Brustkrebs, starb aber dann fast während zwei Herz-OPs und einer MSRA-Infektion. Das Leben ist, wie es ist. Ob man nun Angst hat oder nicht. Also lebe ich es lieber ohne Angst.