Adenokarzinom mit ALK-Mutation

    Hallo,

    also das CT Ergebnis ist da.
    Kein Wachstum, keine neuen Rundherde.

    Und jetzt wieder was was ich nicht verstehe,

    CT Halsweichteile

    Submandibulär und submental einzelne kleine kleiner 1 cm grosse LK.
    Entlang der Nervengefässscheide in Höhe des Kieferwinkels rechts grenzwertig grosse LK mit einer max. Längsausdehnung von 17 mm und einem Querdurchmesser von 8 mm.
    Links einzelne kleinere LK in gleicher Lokalisation bis ca. 10 mm.

    Beurteilung:

    Unspezifische grenzwertig grosse zervikale LK in Level 2 rechts.

    @The Witch Kannst du mir dabei helfen ?

    doka
    Hallo zusammen,

    gestern dachte ich noch jetzt erstmal zurücklehnen und den Sommer und Urlaub geniessen.
    Doch es kam anders.
    Bei dem Gespräch mit der Onkoline gestern fragte sie ob sich das Klinikum ..... (dort wo die Diagnose gestellt wurde und 1. CHemo) mal bei Ihm gemeldet hat.
    Mein Mann sagte nein. Sie daraufhin: "Das ist ja komisch, ich habe jetzt noch einen Patient mit Xalkori der wird regelmäßig angerufen um den Verlauf zu erfragen.
    Moment, ich ruf dort mal an."
    Gesagt, getan. Prof. Dr. Sch.... hat sich die Akte aufgerufen und gemeint wir sollen den letzten Befund vom CT mal hinmailen er würde sich melden.
    Bums, erledigt. Schaun wir mal.
    Gegen 21.00 Uhr ruft die Onkoline bei uns zu Hause an. Herr Prof. Dr. hat sich wohl 1 Stunde danach gemeldet und jetzt kommt der Hammer:
    Heute CD von den letzten CT-Aufnahmen holen, morgen früh 07.30 Uhr PET-CT im Klinikum.
    Am 13.07.2015 früh im Klinikum melden zur stationären Aufnahme und weitere Untersuchungen.
    Onkoline war selbst erschrocken was sie jetzt für ne Hektik an den Tag legen.
    Es soll wohl jetzt nochmal geprüft werden, ob es wieder Optionen für eine "andere" Behandlung gibt.

    Was sagt Ihr dazu ?

    LG
    doka
    Liebe @doka25

    Ich kenne mich ja mit der Erkrankung und den Therapien deines Mannes überhaupt nicht aus.

    Aber bleibt erst mal ganz ruhig, das Ergebnis war doch bis auf die veränderten Lymphknoten ok, vielleicht soll daher abgeklärt werden ob eine andere Therapie in Frage kommt.

    Ich drück selbstverständlich mächtig die Daumen.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hast ja recht Mausi.

    Es ging wohl auch nicht um die Lymphknoten vorrangig, sondern das der Tumor soweit zurückgegangen ist, Metastasen weg sind und man jetzt prüfen will ob er noch aktiv ist oder nicht.
    Und dann will man im Tumorboard nochmal bestimmte Optionen abprüfen.
    Wobei eine OP meiner Meinung nach nicht in Frage kommt, denn er hat ja Metastasen gehabt und Pleurakarzinose.

    Die Onkoline meint, egal welche Optionen sich jetzt auftun, auf jeden Fall nichts übers Knie brechen und er kann Sie jederzeit anrufen um die Sachen durchzusprechen.
    Schaun wir mal was bei rumkommt.

    LG
    doka
    Hallo,

    so gestern war nun das PET-CT.
    Ergebnisse gibt es leider erst im Klinikum am Montag, da der Arzt die Bilder in Ruhe auswerten will und nicht flüchtig drüberschauen und
    falsche Ergebnisse mitteilen will.
    Das heisst wieder: warten, warten, warten. ==> Wie ich das hasse.

    LG
    doka
    Liebe BerliNette,

    jaja das Warten. Würde man ja aushalten wenn es gut ausgeht. Aber wer weiss das schon.

    Am Montag haben wir Kopf-MRT und eine Bronchoskopie wollen sie auch machen.
    Warum das denn ? Kann sich denn der Tumor ändern ?
    Und das Kopfkino spielt wieder in der Endlosschleife.

    Also wer am Montag Zeit hat bitte bitte Daumen drücken.

    LG
    doka
    Hallo zusammen,

    hier das Ergebnis der stationären Untersuchungen - Ausgangspunkt war:
    "Ist eine OP zum jetzigen Zeitpunkt möglich ?"

    Das schlechte zuerst: 1 Hirnmetastase ca. 3 mm (muss ich morgen erst im Befund nachlesen)
    Jetzt der Rest: Lungenfunktion: i.O.; Belastungs-EKG: gut; Bronchoskopie: "sieht gut aus", PET CT: Tumor 3 cm, leuchtet innen dezent,
    2 kleine Lymphknoten leuchten wenig, Metastasen alle weg.

    Eine OP können Sie leider nicht machen weil:

    1. wäre eine grosse schwere OP
    2. untere Lungenlappen müsste weg
    3. Rippenfell vorn und hinten
    4. aufgrund seines Alters
    5. wo kann ich nachlesen wieviele Lungen OP´s in dieser Klinik pro Jahr gemacht werden ?

    Frage ob die Metastase von leztem Jahr sein kann als es nach der Chemo so schlecht wurde (Metastasen und Pleuraerguss)
    konnte nicht beantwortet werden.

    Vorschlag vom Klinikum: weiter machen mit Therapie mit Ceritinib

    Jetzt meine Fragen: @The Witch und gern auch die anderen

    1. macht es Sinn eine Zweitmeinung einzuholen ?
    2. Kann eine einzelne Metastase nicht anders behandelt werden ?
    3. wenn Ceritinib "irgendwann" nicht mehr funktioniert kann man da Xalkori nochmal nehmen ?
    4. Xalkori weiternehmen und Hirnmeta engmaschig kontrollieren ?

    Bin gerade total ratlos.

    doka

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „doka25“ ()

    Liebe doka,

    eine Menge Fragen, mal sehen wozu ich was weiß ... aber als erstes mal Gegenfragen: Wieso habt ihr keine Option hinsichtlich der Hirnmetastase bekommen? Sowas kann man bestrahlen, radiochirurgisch behandeln und unter Umständen sogar operieren - vor allem, da es sich um eine einzelne handelt, die dazu noch sehr klein ist. Schon aus diesem Grunde würde ich die Frage nach einer Zweitmeinung unbedingt bejahen. Und: Wann hat man überhaupt das letzte Mal den Kopf untersucht? Die muss ja nicht zwingend erst jetzt gewachsen sein.

    doka25 schrieb:

    wo kann ich nachlesen wieviele Lungen OP´s in dieser Klinik pro Jahr gemacht werden

    Das müsstest du im Qualitätsbericht der entsprechenden Klinik nachlesen können; der muss veröffentlicht sein. Aber: "Lungen-OP" alleine reicht nicht aus, das muss schon gezielt mit der Diagnose "Bronchialkarzinom" verknüpt sein.

    Grundsätzlich kannst du mit der Weißen Liste nach Kliniken suchen (die ist auch auf unserer Forumsübersichtsseite verlinkt, ebenso wie die Suche nach zertifizierten Zentren). Dazu gibst du die Diagnose "Bronchialkarzinom", deine Postleitzahl und einen gewünschten Umkreis ein. In der dann ausgegebenen Liste sind die Fallzahlen angegeben mit einer Angabe "unterdurchschnittlich", "durchschnittlich" oder "überdurchschnittlich". Dort solltest du nur bei den mit "überdurchschnittlich" gekennzeichneten Kliniken weiterrecherchieren und die auswählen, die mit einer möglichst hohen Punktzahl unter "Ausstattung" versehen sind. Um eine Hausnummer zu geben: "Meine" Lungenklinik ist dort mit weit über 3.000 Fallzahlen (und 21 von 24 Ausstattungspunkten) angegeben, die nächsten - zum Teil deutlich größeren Krankenhäuser - kommen nur auf "durchschnittliche" Fallzahlen von 200 bis 300.

    doka25 schrieb:

    1. macht es Sinn eine Zweitmeinung einzuholen ?
    2. Kann eine einzelne Metastase nicht anders behandelt werden ?

    Meine Meinung dazu siehe oben.

    doka25 schrieb:

    3. wenn Ceritinib "irgendwann" nicht mehr funktioniert kann man da Xalkori nochmal nehmen ?

    Ich wüsste nicht, dass das schon einmal probiert worden wäre, halte es aber für unwahrscheinlich. Wenn man auf den Nachfolger wechselt, geht man ja davon aus, dass das ursprüngliche Medikament nicht mehr wirkt.

    doka25 schrieb:

    4. Xalkori weiternehmen und Hirnmeta engmaschig kontrollieren ?

    Die Hirnmetastase ohne weitere Behandlung einfach nur zu kontrollieren, halte ich persönlich ehrlich gesagt für verwegen. Mir erschließt sich allerdings nicht, warum man unbedingt jetzt Xalkori ersetzen sollte, wenn direktes Tumorgeschehen und Metastasen rückläufig sind. Aber das müssten die Ärzte erklären.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Hexe,

    das letzte Kopf MRT war im Januar 2014.
    Drum haben wir ja gefragt ob die Metastase schon vor Xalkori (05/2014) dagewesen sein kann.
    Dies konnte man uns aber nicht beantworten.
    Bestrahlung hat man uns nicht angeboten, weil Ceritinib auch bei Hirnmetastasen wirkt.
    Mir/uns wäre aber OP/Bestrahlung lieber damit wir Ceritinib noch in der Hinterhand haben.
    Wegen der weissen Liste guck ich dann gleich mal.
    Und die Ablehnung aufgrund des Alters meines Mannes finde ich sehr weit hergeholt.
    Er ist ja nicht 80+.

    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
    Vielleicht tun sich ja noch welche auf wenn ich den Entlassungsbrief heut bekomme.

    doka

    doka25 schrieb:

    Drum haben wir ja gefragt ob die Metastase schon vor Xalkori (05/2014) dagewesen sein kann.
    Dies konnte man uns aber nicht beantworten.


    Moin doka,

    warum kann man Dir das nicht beantworten? Es müssen doch die Aufnahmen archiviert sein, so daß man einen Blick darauf werfen könnte. Ich persönlich würde mich mit dieser Aussage nicht "abspeisen" lassen, zumal auch ich "nur" eine Kontrolle der Hirnmetastase für riskant halte. Zudem wäre es für die Krankheitsdokumentation wichtig zu wissen, ob die Hirnmetastase schon im Mai 2014 vorhanden gewesen ist

    Ansonsten sehe ich es wie Hexe: In der Weißen Liste recherchieren, Zweitmeinung einholen.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Anhe,

    Kopf MRT wurde im Januar 2014 bei der Diagnosestellung gemacht, da war nichts.
    Danach war Chemo und dann kamen ja die Lungenmetastasen und Pleuraerguss.
    Im Mai 2014 wurde mit Xalkori begonnen, aber vorher kein MRT mehr gemacht.
    Also weiss keiner wann die Metastase gekommen ist.

    Am Montag haben die schon die Messer gewetzt wegen operieren, sie hätten noch nie so einen
    Fall gehabt, das Xalkori so wirkt auch in Bezug auf den Pleuraerguss und jetzt lehnen Sie es aufgrund des Alters ab. ?( ?( ?( ?(

    Mein Mann fragt heute vor der Entlassung nochmal wegen Bestrahlung.

    doka
    Hallo doka,
    da ich mich auch gerade mit Hirnmetastase herumschlagen muss, lese ich natürlich auch bei anderen genauer.
    Wenn einem das angebotenen Behandlunsgspektrum nicht passt, dann würde ich auf jeden Fall ein zweite Meinung einholen. Meiner ungefragten Meinung nach ist die gesamte Behandlung derart unscharf und abhängig vom individuellen Fall, dass ein Beharren auf Leitlinien oder auf den EINEN Weg recht sinnlos ist. Kommen vielen zum selben Ergebnis, dann ist das wohl der beste Weg. Oder ich bringe jemanden dazu meinen Weg zu gehen, dann übernehme ich auch die Verantwortung für den Ausgang der Behandlung. Das ist ganz nach persönlichen Gusto.

    Da nicht festzustellen ist, wann die Hirnmetastase gewachsen ist (weil kein MRT vor Crizotinib-Gabe erfolgte), ist es also sinnfrei nach einem Einfluss von Crizotinib zu fragen. Ich denke, dass es durchaus diskutabel ist den Weg zu gehen, dass man sich die Metastase bei weiterer Crizotinib-Gabe in 1-2 Monaten erneut anschaut. Hat sie bereits vor der Crizotinib-Gabe bestanden und hat sie sich unter der Gabe nicht weiter vergrößert, dann bleibt sie auch weiterhin bei 3mm. Ist sie vergößert, dann hat Crizotinib nicht im Hirn gewirkt (wofür es auch keinen ausreichenden Belege gibt). Ich meine, dass das aber immer noch kein ausreichender Grund ist ein bisher oder weiterhin wirksames Medikament durch den Nachfolger zu ersetzen. Das wäre dann erstmal der letzte Pfeil im Köcher, den ich mir so schnell nicht nehmen ließe.

    Möchte man eher auf Sicherheit spielen, dann würde ich der Hirnmetastase radiochirurgisch entgegenwirken und weiterhin Crizotinib nehmen. Falls dies auch beim Primärtumor nicht mehr wirkt, dann den Wechsel auf Ceritinib oder wenn die Anzahl der Hirnmetastasen explodiert.

    Auch jeden Fall wünsche ich euch alles Gute bei der, wie auch immer gearteten, Therapie.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo dagehtnochwas,

    dagehtnochwas schrieb:

    Meiner ungefragten Meinung nach


    ungefragt ? auf keinen Fall.
    Bin für jede Meinung/Anstupser dankbar.
    Wir sind auch der Meinung das Ceritinib die letzte Option ist.
    Mein Mann hat gerade nochmal gefragt wegen OP/Bestrahlung der Metastase.
    Auf die Frage was sein Alter für ne Rolle spielt machte sich dann auch Sprachlosigkeit breit. Mit 20 haste ja relativ selten so ne Erkrankung.
    Da wusste der Stationsarzt nicht mehr viel zu sagen.
    Ergebnis: Gespräch bei Chefarzt nach der Visite.

    Schaun wir mal.

    doka
    Ich finde das irgendwie ... hm ... zumindest seltsam. Den Blinddarm hat man ja auch operiert, trotz "Alter" (wie alt ist dein Mann überhaupt?). Und wenn der Pleuraerguss durch das Tumorgeschehen verursacht gewesen sein sollte - wieso sollte dann Xalkori ausgerechnet dort nicht gewirkt haben? (Mal ganz abgesehen davon, dass Pleuraergüsse auch von ganz alleine wieder verschwinden können.) Mir erscheint eine Zweitmeinung immer angebrachter.

    Zu der Hirnmetastase zitiere ich mal die aktuelle Leitlinie der "Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie ("DGHO)":

    DGHO-Leitlinie "Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom" schrieb:

    6.3.4 Hirnmetastasen
    Erste Maßnahme bei symptomatischer Metastasierung ist die Gabe von Steroiden zur Reduktion des perifokalen Ödems. Bei isolierten, resektablen Hirnmetastasen werden die lokale chirurgische Therapie oder die gezielte lokale Bestrahlung (Gamma-Knife, Cyber-Knife, stereotaktische Bestrahlung) empfohlen. Bei Patienten mit ≤3 Hirnmetastasen besteht ein kurativer Therapieansatz in Kombination mit einer optimalen Lokaltherapie des Lungentumors, siehe Abbildung 4 und Kapitel 6.1.6.1.


    (Eine gültige S3-Leitlinie gibt es derzeit nicht, die letzte ist abgelaufen und befindet sich derzeit in Überarbeitung.)

    Magst du mal verraten, wo dein Mann behandelt wird und wo ihr wohnt?
    Es grüßt die Hexe.

    dagehtnochwas schrieb:

    (...) Ich meine, dass das aber immer noch kein ausreichender Grund ist ein bisher oder weiterhin wirksames Medikament durch den Nachfolger zu ersetzen. Das wäre dann erstmal der letzt Pfeil im Köcher, den ich mir so schnell nicht nehmen ließe.

    Möchte man eher auf Sicherheit spielen, dann würde ich der Hirnmetastase radiochirurgisch entgegenwirken und weiterhin Crizotinib nehmen. Falls dies auch beim Primärtumor nicht mehr wirkt, dann den Wechsel auf Ceritinib oder wenn die Anzahl der Hirnmetastasen explodiert.

    So würde ich das auch sehen.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Hexe,

    wie alt mein Mann ist ? Nach Meinung der Ärzte zu alt.
    Aber Euch verrate ich es.

    Keine Ahnung was die so richtig meinen wegen der Wirksamkeit.
    Xalkori hat ja laut deren Aussage super gewirkt, auch bei dem Pleuraerguss und nach der Broncho wurde gesagt ses sieht alles gut aus.
    Auf den Entlassungspapieren steht ja immer der Karnofsky-Index, bin ja mal gespannt was da dieses Mal steht.
    Letztes Jahr waren es 100% und dieses Jahr waren Sie ja zufriedener.

    Wo wir wohnen und wo er behandelt wird würde ich Dir gern per PN schreiben.

    LG
    doka

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „doka25“ ()

    ...die Hexe rotiert wahrscheinlich gerade um ihren Besen...

    Das mit dem Alter kann auf keinen Fall sein. Ich bin nicht ganz 10 Jahre älter und bin in Hinblick auf die Erkrankung zu den jungen erkrankten zu zählen. Durchschnittsalter bei der Erkrankung ist 69 Jahre oder so, da kann man dann vielleicht mal dezent (!!!) eine Behandlungoption aufgrund des Alters diskutieren...

    Ansonsten schließe ich mich der Hexe an...

    Gebt nicht auf, bis ihr eine Behandlungsoption in den Händen habt, mit der ihr leben könnt.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    ;) Lieber dagehtnochwas,

    Aufgeben ist keine Option, dafür gibt es zur Zeit keinen Grund und es geht meinem Mann ja sehr gut.
    Die Hirnmetastase macht mir schon etwas Angst, weil es ja viele Fälle gibt wo sie dann förmlich explodieren.
    Mal sehen was bei dem Chefarzt rauskommt und morgen geht er ja zu seiner Onkoline.
    Mal sehen was die dazu sagt und was sie empfiehlt. Sie war ja der Meinung nichts über´s Knie brechen und alle Optionen abwägen weil er bis jetzt
    auf nem guten Weg ist/war.
    Ich weiss bloss nicht inwieweit sie Einfluss hat wegen evtl. Bestrahlung.
    Sie ist ja spezialisiert auf orale Chemotherapie und hat hoffentlich noch paar Kontakte in der Hinterhand.

    Heute Abend schaue ich mir mal den Entlassungsbericht an ob da noch andere böse Überaschungen zu finden sind.
    Und dann stelle ich bestimmt die nächsten Fragen an Euch :) :) :) :)
    doka
    Immer her mit den Fragen ...

    dagehtnochwas schrieb:

    ...die Hexe rotiert wahrscheinlich gerade um ihren Besen...

    In der Tat ...

    Ich war bei Erstdiagnose sogar knapp 20 Jahre älter und eine der jüngeren. Mal ganz abgesehen davon, dass grundsätzlich nur der Karnofsky-Index und eventuelle andere begleitende Krankheiten ausschlaggebend sind und nicht das Alter.
    Es grüßt die Hexe.
    Na wenn der Karnofsky-Index mit drinsteht teile ich Euch den heut abend mal mit.
    Vielleicht hatte die auch einen Zahlendreher beim Alter ? (83)
    Schaun wir mal wie es weitergeht.

    Danke an Euch für Eure Unterstützung und Ratschläge das hilft mir wirklich weiter.

    doka
    So, da Chefarztgespräch hat stattgefunden.
    Er hat sich auch richtig Zeit genommen (hat man ja auch nicht alle Tage)

    - XALKORI ist raus - Begründung: 1 Lymphknotenmetastase ist neu (hat der Stationsarzt nicht erwähnt)
    - die Bestrahlung will man sich "aufheben" wenn es akut wird und Ceritinib nicht anschlägt
    - Weiterbehandlung mit Ceritinib - lt. Chefarzt und Rücksprache mit Uniklinik Leipzig sehr gute Erfolge
    - nächste Kontrolle Mitte Oktober nach unserem hoffentlich 3 wöchigen Urlaub in der Sonne
    - und jetzt der Hammer, es gibt wohl schon das nächste Medikament was nächstes Jahr kommen/zugelassen werden soll
    - Montag zur Onkologin, die ist wohl schon informiert und alles ist abgesprochen

    Den Namen kann ich erst heute abend mitteilen, Männel hat es sich aufgeschrieben.

    Gern würde ich Eure Meinungen dazu hören.

    doka
    Hallo doka,
    ...führst du Selbstgespräche? ;)

    Welches Medikament hat denn dein Prof. im Auge gehabt, hätte jetzt zwei auf Lager, Alectinib oder Brigatinib. Hatte neulich so etwas gelesen wie, bei den bisherigen ALK-Inihibitoren ist Brigatinib in Studien das erfolgreichste gewesen. So gesehen ist mir klar, das Ceritinib nicht der letzte Pfeil im Köcher ist. Nur so lange nichts anderes zugelassen ist und die Wirkdauer individuell unterschiedlich ist, muss man erstmal davon ausgehen.
    Übrigens ist Alectinib wohl in Japan schon zugelassen worden.

    Trotzdem bleibt es dabei, erst wenn die allerletzte Flinte, dann lassen wirs... :D


    Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo dagehtnochwas,

    ich liebe Selbstgespräche. Da widerspricht mir keiner. :D :D :D :D :D

    Aber es ging ja heute so Schlag auf Schlag, da sind vielleicht auch manche sprachlos.

    Den Medikamentennamen kann ich Dir erst heute Abend schreiben.
    Bin ja gespannt auf den Entlassungsbrief wie so ein alter Regenschirm.

    Das wichtigste ist erst einmal das mein Mann nach dem Gespräch wieder mehr Hoffnung hat und nicht aufgibt.

    Liebe Grüße

    doka
    Weiß leider nicht, wie das Medikament heißt. Da ich ja hoffe, dass die größte Meta kleiner wird und ich dann vielleicht nochmal operiert werden kann, war mir das gestern nicht so wichtig. Habe aber zur Vorbereitung auf die Dienstag oder spätestens Mittwoch startende Chemo am Montag Gespräch mit meinen Onkologen und frage ihn. Vielleicht weiß unsere Hexe auch mehr.
    LG Gerda
    Liebe BerliNette,

    lieb das Du Dich meldest.
    Ja gestern war bei uns Land unter, kannste Dir ja vorstellen.

    Leider muss ich jetzt unseren Deal kündigen. NICHT nachmachen. :) :) :) :)

    Melde mich heut abend nochmal bei Dir wenn ich mit meinem Mann persönlich gesprochen habe und den Brief gelesen habe. (O-Ton Mann: Der ist aber zugeklebt)

    Bis dahin meine Liebe

    doka

    @Brummer

    Das wäre lieb wenn Du fragen würdest, jaja unser Hexlein rotiert auch im Hintergrund, ist manchmal mehr wert als Arztgespräche und vor allen Dingen ehrlicher.

    Brummer schrieb:

    auch mein Prof sprach von einer neuen Immuntherapie, die ab Anfang 2015 für Adenokarzinome unabhängig von einer Mutation zur Verfügung stünde. Für Plattenepithelkarzinome gibt es das Medikament bereits ab August. Habe hierzu noch nicht nachgeschaut.


    doka25 schrieb:

    weisst Du wie das Medikament heisst ? Ist das so etwas wie Thoraxer nimmt ?

    Ja, dabei düfte es sich um Nivolumab handeln. Das ist das einzige, was derzeit bei uns in der Pipeline auf Zulassung wartet.

    (Wobei ich mich mal wieder frage, woher diese relativ genauen Zulassungsdaten wie "August" stammen. Die EMA hat die Zulassung Ende April für das Maligne Melanon, Ende Mai für das Plattenepithelkarzinom befürwortet. Die Zulassung selbst dauert danach noch eine ganze Weile. Die Zulassung für Adenokarzinome ist noch nicht einmal auf dem Weg; sie ist selbst in den USA noch nicht erfolgt.)

    dagehtnochwas schrieb:

    Alectinib oder Brigatinib

    Während Roche "noch dieses Jahr" die (beschleunigte) Zulassung für Alectinib in den USA beantragen will, ist Brigatinib davon noch weit entfernt; dazu läuft erst die erste Phase-II-Studie, an der auch deutsche Kliniken teilnehmen. Wer danach suchen will: Die Studien laufen unter der Substanzbezeichnung "AP26113".
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo,
    meine Onkologin möchte mir auch dieses neue Medikament zukommen lassen und stellt schon mal einen Antrag bei meiner Krankenkasse. Scheinbar ist da schon was dran. Für Plattenepithel soll es noch dieses Jahr freigegeben werden, für Adeno nächstes Jahr. Meine Frage war dann "muss ich dann in so eine Studie", sagte sie nein, das würde sie bei der internationalen Apotheke bestellen und ich könnte das bei ihr in der Tagesklinik bekommen. Bis dahin machen wir eine leichte Form (75%) von Doxe.... (weiß schon wieder nicht wie das heißt) alle drei Wochen.
    LG Andrea

    doka25 schrieb:

    Das Medikament heisst bei uns Alectinib.

    Ja - das hatte ja @dagehtnochwas oben auch erwähnt, und ich hatte noch was dazu gesagt. Es hat sich in Studien dadurch ausgezeichnet, dass es bei Metastasen des zentralen Nervensystems (und das sind Hirnmetastasen) besser als andere gewirkt hat. Aber: Dazu ist in Europa noch nicht einmal ein Zulassungsantrag gestellt. (Hier die Liste der Medikamente, für die derzeit Anträge vorliegen und die noch keine Befürwortung oder Ablehnung der Zulassung haben.) Mit einer bereits vorhandenen Metastase darauf zu warten, halte ich für leicht verwegen - und leider nimmt die einzige Studie in Deutschland dazu keine bereits vorbehandelten Patienten auf (der Vergleichsarm der Studie erhält Crizotinib - und damit wäre das sinnlos).

    Und für diejenigen, die eventuell sonst noch darauf hoffen: Zum aktuellen Zeitpunkt werden/wurden nur Patienten mit ALK-positivem Tumor damit behandelt. Damit ist auch bei einer Zulassung nur mit einer solchen Indikationsstellung zu rechnen.
    Es grüßt die Hexe.
    Die beiden zulassungsrelevanten Studien haben festgestellt, dass die Wirksamkeit bei Patienten mit Hirnmetastasen so gut (oder so schlecht) ist wie bei Patienten ohne, das ist richtig. Das ist ein Indiz, aber keine Garantie, dass diese sich verkleinern könnten oder sie gar verschwinden. (Die eine der beiden Studien, die immer zitiert wird, gibt dazu nicht einmal Zahlen an, sondern nur zwei MRT-Bilder eines einzigen Patienten, bei dem keine Metastase mehr nachweisbar war. Das finde ich etwas mager.) Darüber hinausgehende valide Zahlen habe ich nicht gefunden. Es wird im Gegenteil darauf hingewiesen, dass man diesen Befund durch weitere Studien untermauern müsse.

    Demgegenüber würde bei einer radiochirurgischen Behandlung oder einer Operation die Metastase eben weg sein. Das Problem ist, dass man sich diese Option verbaut, sobald sich die Anzahl der Metastasen vermehren sollte.

    (Bezüglich Alectinib habe ich im Übrigen gefunden, dass vorbestrahlte Patienten mit Hirnmetasen offenbar besser ansprechen als solche, deren Metastasen nicht vorbestrahlt waren. Aber auch das wird weiter untersucht werden müssen.)
    Es grüßt die Hexe.