Inflammatatorisches Mammakarzinom - ER/PR neg.

    Inflammatatorisches Mammakarzinom - ER/PR neg.

    Hallo zusammen,
    nun hab ich mich also auch hier angemeldet - und freue mich sehr, einige "alte" Bekannte zu lesen :) ...
    Aber erstmal möchte ich mich allgemein vorstellen:
    Ich heiße Birgit, bin 49 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter(16) und komme aus dem schönen Nordhessen. Im November 2011 bekam ich die Diagnose "Inflammatorisches Mammacarzinom" (=IBK), welches ja mit 1-4% des Brustkrebses die seltenste Form ist. Dazu Her2neu+++ und ER/PR neg. Therapie mit neoadjuvanter Chemo Carboplatin und Docetaxel, Herceptin für ein Jahr, OP mit Ablatio beidseits (auf Wunsch, da kein Aufbau geplant und Prothesenabneigung ;) ). Seitdem alle Kontrollen unauffällig, hoffe, im Januar ebenso... Die Nachwirkungen der Therapien sind zwar noch vorhanden, aber gut auszuhalten.
    Ich versuche in den Foren weiterhin über die Krankheit auf dem laufenden zu bleiben, weil nur gute Informationen eine geeignete Behandlung unterstützen. Leider sind nicht alle Ärzte entsprechend informiert und engagiert und man muss sich um viele Dingen selber kümmern, da will ich am Ball bleiben.
    In meinem Freundes-und Verwandtenkreis gibt es ebenfalls Betroffene, so dass ich auch Angehörige bin.

    Herzliche Grüße an alle von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Hallo Birgit,

    herzlich willkommen hier im Krebs-Infozentrum und danke für Deine Vorstellung. Wir hoffen, Du fühlst Dich im Kiz wohl und Deine vielen "alten" Bekannten werden Dir bestimmt den Start hier erleichtern. Falls Du Fragen hast, sind wir gerne behilflich, schreib entweder mich als zuständige Moderatorin für den BK-Bereich an oder einen anderen Moderator.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo,
    ich melde mich mal wieder, weil es gute Neuigkeiten gibt. Mein 3-Jahres-Staging, bestehend aus CT-Thorax und MRT-Abdomen war unauffällig - juhu!!! Ich finde, drei Jahre mit IBC (3,3x11cm!!!) ohne Rezidiv oder Metas sind schon mal gut.

    So richtig freuen kann ich mich aber nicht, da letzte Woche der Mann einer Freundin an Leukämie gestorben ist. Nach 2 (viel zu kurzen) Jahren Kampf, Monaten im Krankenhaus, mehreren Chemos und 2 KMTs, es war für die ganze Familie nur die Hölle. Und er ist drei Jahre jünger als ich...

    So arbeite ich weiterhin an meiner Lebensqualität und bin dankbar für jeden Tag, den es mir gut geht.

    Herzliche Grüße von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Hallo Birgit,

    es ist doch schön, wenn bei dir alles im Lot ist. Dass der Mann deiner Freundin über die Regenbogenbrücke gegangen ist, ist sehr traurig für deine Freundin.

    Versuche es dir trotzdem gut gehen zu lassen.

    Liebe Grüße aus Frankfurt
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo Birgit,

    wie schön, dass alles gut ist bei dir- weiter so :thumbup: . Man hat immer soviel Furcht bei den Nachsorgen (ich jedenfalls), dass gute Nachrichten danach wunderschön sind.
    Ich bin bei Krebserkrankungen im Umfeld auch dünnhäutiger geworden. Mache auch immer wieder trotz eigener Erkrankung die Erfahrung, wie schwer es sein kann, Worte zu finden.

    Alles Gute dir und jede Menge Lebensqualität :) !
    Sandra
    Unsere größten Ängste sind die Drachen,
    die unsere tiefsten Schätze bewahren.
    Rilke
    So, schon wieder ein Jahr vorbei, Wahnsinn, wie schnell das geht... Das Staging - unauffällig, juhu... :) Das hätte ich am Anfang der Diagnose nie gedacht! Meine letzte Chemo ist genau 4 Jahre und 4 Wochen her und den Tag heute habe ich mit der Teilnahme am Verdi-Streik begonnen, danach eine Runde im Fitness-Studio gesportelt, dann was leckeres gekocht und jetzt ist Sofazeit angesagt, was will man mehr...
    Letztes Wochenende war ich trotz Mistwetter Fahrrad fahren, Nordic Walken und Reiten, wovon ich immer noch Muskelkater habe, hihi... Im letzten Urlaub habe ich das Wandern für mich entdeckt (jetzt werde ich wohl wirklich alt ;) ) und ich gönne mir 2x im Jahr ein paar Tage Auszeit auf Baltrum, ganz ohne Familie. Meine "Work-Life-Balance" ist deutlich besser als vor der Diagnose und wohl auch deswegen war ich die letzten drei Jahre an der Arbeit nur einen Tag krank.
    Weitere Erkrankungen in der Familie und auch Neelix Tod machen mich allerdings sehr traurig und manchmal ist es dann schwierig, sich über seine eigene Situation zu freuen. Es bleibt halt weiterhin ein Balanceakt, aber wem sag ich das...
    Das nächste Ziel ist auf jeden Fall der hoffentlich bald bestandene Führerschein meiner Tochter, dann werde ich mich erst mal schön kutschieren lassen und ihr Abitur im nächsten Jahr. Dann sehen wir weiter... :)

    Herzliche Grüße an alle von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Liebe @bifi65,

    ach, was für ein schöner Beitrag von dir! Ich freue mich gleich mit und zwar nicht nur über das Staging - aber über das ganz besonders :) - sondern auch über die so positive Bilanz, die du ziehst über deine letzten Jahre. Diese Jahre stehen mir nämlich erst noch bevor und ich wünsche mir gerade, dass sie mir so gelingen wie dir!

    Du klingst so wunderbar, dass ich glaube, dass wir alle hier, gerade auch nach Neelix' Tod, das ganz tief in uns aufsaugen können und wieder mit ein wenig mehr Mut voran schreiten können.

    Alles Liebe dir, weiterhin!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe Birgit,

    wie schön, ein Jahr ist vergangen und es gibt wieder Anlass zur Gratulation :)

    Ich bin bei vielen Sachen, die du schreibst, bei dir, angefangen bei Verdi....

    bis hin zu Neelix.

    Viele gute Wünsche, für dich und auch deine Familie.
    Sandra
    Unsere größten Ängste sind die Drachen,
    die unsere tiefsten Schätze bewahren.
    Rilke
    Hallo, vielleicht kann ich diesen Thread ja etwas wiederbeleben.... ich habe ein Rezidiv, inflammatorisch und bereits mit der Chemo begonnen. Cisplatin und Gemcitabin. Hat Jemand mit diesem Krebs Erfahrungen dazu? Wann spürt man in der Regel einen Rückgang der Beschwerden (Schmerzen)?
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    Liebe Minouche,
    ich habe schon im fortgeschrittenen Thread über dein Rezidiv gelesen und es tut mir echt leid! Leider kann ich dir nur wenig weiterhelfen, sonst hätte ich gleich geschrieben. Ich hatte überhaupt keine Beschwerden, die eine Brust fühlte sich etwas schwerer an, aber nur wenig. Gemerkt habe ich den Krebs erst an den geschwollenen LK in der Achsel. Der Erfolg bestand in einer pCR der Brust, allerdings war trotz Chemo noch ein LK befallen. Trotzdem bin ich bis heute Rückfallfrei (und hätte demnächst geschrieben, mache aber erst Ende des Monats Staging und vorher traue ich mich nicht...)
    Schmerzen hatte ich gar keine und während der Diagnostik fühlte mich mich fast wie im Urlaub, das war alles so unwirklich.
    Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass deine Therapie gut anschlägt!
    Alles Liebe und viele Grüße von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Ich habe mich gerade hier angemeldet. Im April 2017 entdeckte ich bei mir eine leichte Rötung an der rechten Brust. Es war nur leicht rot und ein wenig geschwollen ohne Schmerzen o.ä. Beim Abtasten der Brust habe ich einen Knubbel entdeckt, und ab jetzt nahm alles seinen Lauf. 2 Tage später wurde eine Biopsie gemacht und ein inflammatorisches Mammakarzinom diagnostiziert. K67: 15%, 95% hormonabhängig, keine Metastasen, 1 Lymphknoten geschwollen. Inzwischen habe ich 4 x EC und 9 x Pacli hinter mir mit allen möglichen Nebenwirkungen, die wohl jede von euch kennt. Bis jetzt hatte ich kaum Austausch mit Frauen, die auch diesen üblen Krebs haben. Ich hoffe aber immer noch, dass er zu besiegen ist. Vielleicht finde ich hier ja die Gelegenheit zum Austausch mit Frauen, die auch diesen Krebs haben.
    Liebe Grüße
    Jonna
    Hallo @Jonna ,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum. Hab Dank für Dein erstes Posting, welches schon einmal einen Überblick über Diagnose und Therapie gibt. Die Brustkrebs-Frauen hier sind kompetent und immer bereit, ihre Erfahrungen, aber auch Tipps, zu teilen. Ich wünsche Dir einen hilfreichen, vielleicht auch tröstlichen Austausch.

    Auf ein gutes Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo Jonna,
    ja, der IBC ist schon schei..e, denn nicht alle Ärzte kennen sich mit der Dringlichkeit der Behandlung aus. Bei dir wurde ja immerhin sofort gehandelt und keine unnötige Zeit mit irgendwelchen Antibiotikatherapie verdaddelt wurde.
    Alles Gute für deine weitere Therapie und bei mir sind es jetzt schon 5 Jahre und 10 Monate ohne Rückfall - das wünsche ich dir auch :)
    Viele liebe Grüße von Birgit und wenn du irgendwelche Fragen hast, immer gerne...
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Hallo Anhe, hallo bifi65,
    vielen Dank für die Begrüßung. Bifi65, das ist ja wirklich eine gute Nachricht, über 5 Jahre und alles ist okay. Also ist das möglich. Ich habe zur Zeit ein großes Problem. Leider nehme ich fast alle Nebenwirkungen der Chemos mit, aber mit entsprechenden Medis bekomme ich es einigermaßen in den Griff. Ich weiß, dass so eine Chemotherapie brutal sein kann, und ich will das auch aushalten, weil ich den Krebs besiegen will. Leider habe ich, obwohl ich während der Paclis kühle, dennoch große Probleme mit der Neuropathie an Händen und Füßen. Es ist so schlimm geworden, dass die Ärzte mir geraten haben, doch die Chemo nach der 7. Pacli abzubrechen, da sich ev. die Neuropathie später nicht wieder zurückbilden würde. Man sagte, man wolle mich gesund machen, und dazu gehört auch, dass ich hinterher wieder laufen kann. Jetzt habe ich die 9. Pacli hinter mir und überlege, ob ich das machen soll. Im Ultraschall kann man den Krebs schon länger nicht mehr darstellen. Ich habe aber auch Angst, dass ich zu früh aufhöre, denn diese Chemo ist doch dazu da, die noch vielleicht umherschwirrenden Krebszellen im Körper zu besiegen. Vielleicht entscheide ich mich nach der 10. Pacli aufzuhören, wenn es noch schlimmer wird. Hat jemand von euch Erfahrung damit?
    Liebe Grüße
    Jonna
    Hallo Jonna,
    es wäre schön, wenn man das Ausmaß an PNPs abschätzen könnte.

    Bei mir ist die Chemo 4 Jahre her. Ich habe nicht gedacht, dass ich noch so lange leben würde. Damals war es mein Ziel, möglichst viel und lange Chemo zu bekommen, weil ich überzeugt war, dass nur das mir ein längeres Leben ermöglichen kann. Das mag ein Grund sein, warum ich mich damals schon unter der Therapie erlaubt, gegen die PNP mit Medikamenten vorzugehen. Nervenschäden können ganz schön dolle weh tun. Man muss ja nicht unnötig leiden. Es gibt eine Einteilung nach Schweregrad der PNPs von 1 bis 5 und zu jedem Grad gibt es auch entsprechende Empfehlungen. Ich habe mir erlaubt, schon unter der Chemo ein Mittel gegen die Nervenschmerzen zu nehmen, um die PNP ertragen zu können.

    Bei mir haben sich die Polyneuropathien nicht wirklich zurückgebildet. Damit gehöre ich zu den 10%, bei denen es leider nicht geklappt hat: Ich habe Mühe mit kleinen Knöpfen, darum habe ich keine Blusen mit Knöpfen mehr im Schrank. Reißverschlüsse von Jacken sind schwierig, Hosen hingegen kann ich ohne Mühe zuziehen. Schleife binden geht nur mit Sichtkontrolle, ich bin durchs 3. Geschirr in 4 Jahren "durch". Temperaturen kann ich nicht mehr richtig einschätzen - weder zu heiß , noch zu kalt. Ich fühle alles, als ob ich permanent Lederhandschuh anhätte, die ca. bis Mitte Oberschenkel und Mitte des Oberarmes reichen.
    Gangunsicherheiten gibt es bei unebenen Gelände. Anspruchsvolle gleichgewichtige Übungen im Yoga fallen mir schwerer als früher.
    Natürlich gibt es auch Vorteile. Als ich mir den Knöchel verstaucht habe, hatte ich kaum Schmerzen.
    Damit kann ich leben.

    Was machst Du beruflich und was sind Deine Hobbys? Ich denke, dass würde ich in meine Entscheidung einfließen lassen.

    Es gibt natürlich das kleine 1x1, was Du jetzt begleitend zur Chemo machen kannst.
    Nimmst Du schon B6 und B12? Frag bitte Deinen Onkologen, ob Du das nehmen darfst.
    Kühlst Du Hände und Füße mit Kältepads unter der Chemo? Das wäre eine weitere Option.
    Auch ist alles gut, was die Nerven anspricht wie zum Beispiel Handarbeit.
    Es gab in meinem Zentrum damals sogar Sportgruppen für Krebspatienten mit PNPs. Gibt es das bei Dir vielleicht auch?
    Basische Bäder für Hände und Füße waren in der Gruppe sehr beliebt. Das fällt unter "Nützts nü - schads nü."
    Frag Deinen Onkologen auch danach, weile Schmerzmedikation bei Deinem Grad der PNPs empfohlen wird.

    Liebe Grüße!
    Vielen Dank an alle, die mir geschrieben haben.

    Du hast ja wirklich ein großes Pech, dass sich bei dir die Neuropathie so gar nicht zurückgebildet hat, liebe Zoraide. Genau aus diesem Grund habe ich mich jetzt entschlossen, am Donnerstag, nach der 10 Pacli, aufzuhören. Jetzt wird das Kribbeln noch manchmal weniger und ab und zu habe ich wieder Gefühl in den Finger- und Fußspitzen. Das soll ein Zeichen sein, dass sich alles wieder zurückbilden könnte. Dann ist jetzt der Zeitpunkt zum Aufhören. Das ist mit den Ärzten abgesprochen.

    Liebe Desir77, das, was dein Onkologe dir gesagt hat, hilft mir auch dabei. 10 Paclis sind dann die Mitte, das muss dann reichen. Die Ärzte sagten mir, dass sie mich gesund machen wollen. Gesund wäre man aber nicht, wenn man nicht richtig laufen könnte und die Hände nicht mehr richtig einsetzen könnte. Ich bin zwar nicht mehr berufstätig, aber ich liebe den Sport. Außerdem haben wir einen Hund, der viel Bewegung braucht.

    Eine Frage hätte ich noch an die Frauen, die auch ein inflammatorisches Mammakarzinom haben: Die Rötung meiner Brust ist nach jeder Chemo zurückgegangen und jetzt nahezu nicht mehr zu sehen. Nur einen Tag nach der Chemogabe, dann, wenn man durch das Kortison sowieso im Gesicht rote Flecken hat, blüht meine Brust wieder auf, wie am Anfang. Ist das denn normal?
    Ich wünsche allen einen erholsamen Abend mit wenig Nebenwirkungen.
    Liebe Grüße
    Jonna
    Liebe Jonna,
    das "Phänomen" mit dem Wiederaufflackern kenne ich persönlich nicht. Den roten Kopf hatte ich auch, hab allerdings nur am Chemotag Cortison bekommen und auch eine andere Chemokombi wie du.
    Ich drücke dir die Daumen, dass du deine letzte Pacli heute so gut wie möglich hinter dich bringst, damit wäre ein großer Schritt geschafft.
    Viele liebe Grüße von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.
    Liebe Birgit,
    Heute Nacht ist es mit der Neuropathie schlimmer geworden. Außer Schmerzen in den Zehen sind zeitweise auch meine Fersen ohne Gefühl. Nach Rücksprache mit der Ärztin in der Onkologie werde ich nun erst einmal pausieren und das Gespräch mit dem Chefarzt abwarten, das am Montag stattfindet. Danach werde ich mich dann richten.

    Liebe Zoraide,
    Ich habe während der Chemogabe gekühlt und bekomme wöchentlich eine Neurobionspritze. Außerdem liegen Igelball und Fußroller immer bereit. Mehr kann ich nicht machen. Nun muss ich halt abwarten, wie es weiter geht. Da mein Krebs im Ultraschall schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu sehen ist und auch der eine geschwollene Lymphknoten wieder völlig normal aussieht, sollte ich entspannter sein, aber das ist nicht der Fall. Ich glaube, das versteht jeder hier.
    Liebe Grüße
    Jonna
    Hallo liebe @Jonna,

    hoffentlich bekommst du das mit deiner Neuropathie wieder in den Griff. Dennoch bist du nicht allein was deinen Krebs angeht. Ich habe ein inflammatorisches Rezidiv meines Triple Negativen Brustkrebses. Relativ starke Schmerzen im Arm (befallene Lymphknoten) die medikamentös behandelt werden und das Lymphödem wird mittels Lymphdrainage in Schach gehalten.
    Meine Rötung der Haut ist leider noch da.. wahrscheinlich ist bei mir auch die Haut befallen.

    Momentan werde ich mit einer Immuntherapie behandelt. Ende Oktober werden CTs zur Kontrolle gemacht. Man darf gespannt sein...
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    Liebe Minouche,
    für die CTs wünsche ich dir alles Gute. Ja, die Rötung der Haut ist darauf zurückzuführen, dass sich die Krebszellen über die Lymphe der Haut ausbreiten und eine Entzündung vorspielen (jedenfalls hat es mir ein Arzt so erklärt). Deswegen wird ja auch nach Entfernung der Brust noch bestrahlt, was ja sonst nicht gemacht ist. Also hoffe ich, dass die Bestrahlung endlich auch alle Krebszellen in den Lymphen der Haut abtötet. Ist bei dir denn auch schon bestrahlt worden? Ich habe überhaupt nie Schmerzen in der Brust gehabt. Sie war nur etwas angeschwollen und leicht gerötet. Deshalb habe ich sie ja nur selbst abgetastet und dann den Knoten gefunden. Ich wünsche dir, dass deine Schmerzen weggehen.
    Liebe Grüße
    Jonna
    Danke @Jonna, ja bestrahlt wurde ich letztes Jahr bereits. Ich bekam bei der OP sogar eine IORT. Fraglich ob ich nun schon wieder bestrahlt werden kann.
    Ich schätze dass der Grund des Rezidivs darin liegt dass meine Chemo nach 4 x EC und 4 x Paclitaxel + Carboplatin abgebrochen werden musste aufgrund einer Panzytopenie. Ich scheine platinhaltige Chemos nicht zu vertragen. Nun hoffe ich auf die Immuntherapie.

    Laut einer Dame des Krebsforschungszentrums gab' es durch eine Immuntherapie tatsächlich schon einen Fall bei dem der Krebs komplett verschwand durch eine Immuntherapie.

    Auch dir wünsche ich alles Gute, halte uns auf dem Laufenden!
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    So, jetzt ist es geschafft: Chemoende!!! Nach der 9. Pacli wurden die Schmerzen an Händen und Füßen so schlimm, dass die Ärztin die Chemo abgebrochen hat. Jetzt, 14 Tage später, bin ich froh darüber, denn die Schmerzen sind weg und die Taubheit in den Fingerspitzen und in den Füßen hält sich in Grenzen, manchmal stellt sich sogar wieder ein Gefühl ein. Also wird es sich irgendwann einmal zurückbilden. In der nächsten Woche habe ich dann meinen MRT Termin und die Besprechung für die OP. Da eine Brust sowieso ab muss, überlege ich, ob ich mir die andere auch abnehmen lasse. Wo keine Brust mehr ist, kann auch kein Krebs mehr kommen, jedenfalls nicht dort. Außerdem stelle ich es mir vor, dass ich es besser ertragen kann, gar keine Brust zu haben, als eine. Ein Aufbau ist sowieso erst in 2 Jahren möglich, wenn ich es denn will. Mal sehen, ich habe ja noch ein wenig Zeit für die Entscheidung. Gibt es eine andere Entscheidungshilfe?
    Liebe grüße
    Jonna
    Hallo bifi65,
    erst einmal super, dass du alles schon so lange hinter dir hast und jetzt gesund bist. Trägst du dann Prothesen, und kann man dann auch etwas Ausschnitt tragen? Ich frage das, weil ich meine Oberteile dann weiter tragen könnte. Wie sieht das denn bei einem Badeanzug aus?. Ich werde einmal in ein Sanitätshaus gehen und mich beraten lassen.
    Liebe Grüße
    Jonna
    Hallo Jonna,

    ich trage keine Prothesen, hab ich auch
    noch nie. Mein Badeanzug ist noch aus „vor-Krebs-Zeiten“ und war
    zufällig so geschnitten, dass die leicht gefütterten Körbchen gut
    an der Haut angelegen haben (dass da nix drin ist, weiß außer mir
    ja keiner :thumbsup: )

    Ansonsten hab ich alle meine Sachen
    weiter getragen, auch meine Tops. Da ich nie viel Oberweite hatte,
    war das vom Schnitt her kein Problem. Natürlich sieht man dann, dass
    da keine Brüste mehr sind, aber das Gucken anderer Leute hat mich
    nicht gestört (und ehrlich gesagt, haben auch kaum welche geguckt
    und blöde Kommentare gab es keinen einzigen). Zum Aufhübschen hab
    ich ein Sortiment bunter leichter Seidentücher, die kaschieren sehr
    schön, aber bei 30° zieh ich die auch nicht mehr an.

    Übrigens gehe ich auch in die Sauna,
    da hänge ich mir ein leichtes Handtuch um, auch damit der Arm ohne
    Lymphknoten nicht die volle Hitze abkriegt. Unter der Dusche drehe
    ich mich leicht zur Seite und ansonsten achte ich nicht auf
    irgendwelche Blicke.

    Als die Diagnose IBK mit massiven
    LK-Befall kam, hab ich mich rigoros für meine ureigenste
    Lebensqualität entschieden und die hieß: so wenig Ops wie möglich
    uns so viel machen wie ich will und kann. Im Fitness-Studio hab ich
    auch nur ein Sport-Shirt an und beim Joggen auch.

    Nur für den Abiball meiner Tochter hab
    ich mir ein Kleid gekauft, unter dem ich einen Push up BH anhatte
    (mit einer Damenvorlage ausgestopft), denn es gab keine Kleider ohne
    Abnäher an den Seiten.

    Alles Gute für dich und geh in dieser
    Hinsicht deinen ureigensten Weg und nicht den anderer Leute - also der Leute,
    die meinen es wäre eine Zumutung jemanden brustloses anzugucken... :) .

    Viele liebe Grüße von Birgit
    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.