Angepinnt Ich bin neu hier im Krebs-Infozentrum - Hinterbliebenenforum

    Ich bin neu hier im Krebs-Infozentrum - Hinterbliebenenforum

    Liebe neue User im Hinterbliebenen-Forum,


    in diesem Thread könnt ihr euch kurz vorstellen, denn wir möchten euch kennenlernen, und erste Kontakte knüpfen.

    Jede Trauer ist anders. Sei es der Partner/die Partnerin, Mutter oder Vater, Sohn oder Tochter, Freund oder Freundin.

    Schaut euch im Forum um, sicher werdet ihr von gleich oder ähnlich Betroffenen lesen. Um die eigene, ganz persönliche Trauer zu beschreiben und sich mit anderen darüber auszutauschen, ist es meist sinnvoll, einen persönlichen Thread zu eröffnen. Darüber hinaus steht es euch natürlich frei (und ist auch erwünscht), selbst anderen mit Rat, Hilfe und persönlichen Erfahrungen zur Seite zu stehen. Genau das ist der Sinn dieses Forums.

    Sollte euch dieses Forum technische Schwierigkeiten bereiten, so könnt ihr mich gerne über das Hauptmenü oben "Privatnachrichten/Privatnachricht erstellen" mit meinem Nicknamen Helmut per PN kontaktieren.

    Ich wünsche euch regen, freundlichen und respektvollen Austausch, der eure Trauer erträglicher machen kann.


    Herzliche Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo an Alle,

    da ich mich nicht überwinden kann, meinen eigenen Strang aufzumachen, es aber ja doch irgendwie unhöflich erscheint, wenn man gar nichts über sich schreibt, will ich mich hier vorstellen.

    Ich heiße Mayana, bin 48 Jahr alt, habe eine Tochter von 19 Jahren, die offiziell zwar bei mir lebt, aber nur noch wenig zu Hause ist durch Studium und Freund. Ich bin Diplom-Psychologin, habe eine halbe Stelle und den Rest der Woche für mich.

    Vor einem Jahr habe ich meinen Mann, der an Lungenkrebs mit Hirnmetastasen (Adeno) erkrankt war, durch sehr unglückliche Umstände an einen Schlaganfall verloren. Und hier muss ich mich gleich selbst korrigieren-denn verloren habe ich ihn nicht-er ist weiterhin bei mir und begleitet mich durch mein Leben-wenn auch jetzt im Inneren und nicht mehr äußerlich greifbar.

    Mir geht es ziemlich gut wieder mittlerweile-es war eine Herausforderung, das Leben wieder zu Meinem zu machen und etwas Neues daraus zu machen. Aber mittlerweile genieße ich die daraus resultierende Freiheit und die Möglichkeit, heraus zu finden, wohin ich möchte und was ich machen möchte und mich selbst neu zu "erfinden". Da stehe ich aber erst am Anfang-probiere dies und probiere das. Weil es aber im letzten Jahr sehr hart war, Alles zu verarbeiten, mich der Trauer zu stellen, die schlimmen Bilder abzuschütteln und ich jetzt weiß, warum Trauerarbeit das Wort Arbeit beinhaltet, bin ich sehr dankbar, dass ich nun immerhin an einem Anfang ganz alleine für mich angekommen bin.

    So, das war es erst mal von mir. Eure Geschichten und Erlebnisse bewegen mich sehr-und wenn ich meine neue Kraft dazu nutzen kann, jemandem etwas zur Seite zu stehen auf diesem Wege, dann tue ich das gerne. Ich muss aber schon auch etwas auf mich aufpassen, dass ich nicht wieder zu sehr in diesen Sog der Vergangenheit zurück gezogen werde-und deshalb grenze ich mich an manchen Stellen ab und habe es im Moment jedenfalls gerne, wenn Kontakte hier erst mal virtuelle Kontakte bleiben.

    Es freut mich aber, wenn ich hier in diesem Forum willkommen bin.

    Liebe Grüße
    Mayana
    Hallo Mayana,

    ein herzliches Willkommen.

    Wie ich lese, bist du bereits ein gutes Stück des Weges gegangen. Du wirst deinen Platz hier finden. So, wie es dir gut tut. Ich wünsche dir einen regen und freundlichen Austausch.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Vielen Dank, Helmut :).

    Ja, diese massive Trauer habe ich schon hinter mir, mein Leben ist gut organisiert, so dass ich wirklich das Gefühl habe, auf eigenen Füßen zu stehen. Nur, wo die Füße jetzt hinlaufen-das weiß ich manchmal noch nicht so genau...

    in gewisser Weise habe ich mich von einer Hinterbliebenen wieder zu einer Angehörigen entwickelt-denn mein Mann ist gar nicht mehr so richtig tot. Also den Teil des Hinterbliebenseins habe ich für mich gelöst. Der andere Teil ist der, dass ich zwar mitten im Leben stehe, aber trotzdem das Gefühl habe, noch nicht in dem Leben angekommen zu sein, dass ich für mich haben möchte... Ich bin gerade auf der Suche danach quasi..

    Jedenfalls danke für das Willkommen

    Liebe Grüße
    Mayana
    Liebe Mayana,

    es tut mir so Leid, dass du deinen Ehemann gehen lassen musstest, auch wenn er trotzdem immer in deinem Herzen sein wird.

    Mich würden, wenn ich dir damit nicht zu nahe trete, die Umstände des Schlaganfalls interessieren.
    Der Krankheitsverlauf meiner Mama ist nämlich vergleichbar, sie litt unter Bauchspeicheldrüsenkrebs, sie starb aber ebenfalls an einem Schlaganfall, der sie in einer Phase traf, in der es ihr gut ging und sie mit uns im Urlaub auf Teneriffa war.
    Weitere Einzelheiten dazu findest du in Mausis Thread „Mein Leben ohne dich ist so schwer“ auf Seite 1.

    Ich fand meine Mama völlig hilflos vor, sie konnte weder sprechen, noch sich bewegen, aber sie war pausenlos bei Bewusstsein, verstand alles. Sie durfte nicht lysiert werden, aufgrund der Lebermetastasen, sie erhielt lediglich blutverdünnende Mittel, damit sich der Thrombus auflöst. Das tat er aber nicht, im Gegenteil, unterhalb platzte nach zwei Tagen das Gefäß, das Blut schoss ungehindert ins Gehirn und zerstörte 70%., die Ärzte machten uns keine Hoffnung mehr., sie starb 14 Tage später.

    Heute mache ich mir ständig Gedanken und auch Vorwürfe...was wäre gewesen, wenn sie den Schlaganfall in Deutschland bekommen hätte, wäre sie effektiver behandelt worden, hätte man vielleicht doch noch lysiert, haben wir sie zu früh aufgegeben, würde sie heute noch leben, wenn wir sie trotz aussichtsloser Prognose in eine Neurologische Spezialabteilung verlegt hätten - sie war 3 Tage auf der Neurologie in ihrer Heimatstadt, ein eher kleines Krankenhaus, anschließend haben wir sie in eine Palliativabteilung verlegen lassen.

    Mich belasten all diese Fragen schwer, habe schon viel gegoogelt, aber nichts Brauchbares gefunden und hoffe daher vielleicht in ähnlich gelagerten Krankheitsverläufen Antworten zu bekommen.

    Liebe Grüße
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Chris,

    Du trittst mir überhaupt nicht zu nahe-nur kann ich Dir bei Deinen Fragen leider gar nicht helfen. Ich weiß aber, wie schlimm das ist, wenn man nicht eindeutig weiß, dass es keinen anderen Ausweg gegeben hätte-bei uns ist diese Frage auch offen geblieben.

    Der Schlaganfall meines Mannes wurde im Krankenhaus gar nicht erkannt, weil man bei Einlieferung und auch später kein MRT machte. Ich habe darum wieder und wieder gebeten, weil mein Mann voher schon Schlaganfälle hatte und das zum Einen schon deshalb wahrscheinlich war, aber auch die Symptome ganz ähnlich waren, wie bei denen davor. Es handelte sich um einen sogenannten stotternden Infarkt-d.h. die Anzeichen waren erst gar nicht weiter dramatisch, steigerten sich dann aber von Tag zu Tag.

    Im Krankenhaus gingen sie davon aus, dass sich bei meinem Mann die Hirnmetastasen bemerkbar machten-er wurde erst auf eine onkologische Station- 4 Tage später dann auf die Palliativ-Station verlegt. Es wurde Alles getan, um die angeblichen Ödeme um die Metastasen zu verkleinern.. also Kortison quasi per Dauer-Infusion, und Morphin gab es. Beides ist zur Behandlung von Schlaganfällen nicht geeignet. Meinem Mann ging es immer schlechter.

    Nach 3 weiteren Tagen auf der Palliativ-Station konnte ich dann das MRT durchsetzen-und dabei zeigte sich dann, dass es sich tatsächlich um einen Schlaganfall handelte. Von den Hirnmetastasen war nichts mehr zu sehen-die waren durch die vorherige Bestrahlung 7 Wochen vorher weg gegangen. Ich habe ihn dann auf die Schlaganfall-Intensiv-Station geboxt, wo er dann 3 Tage später verstarb. Es war zu spät.

    Ich glaube, eine Lyse wäre bei uns nicht in Frage gekommen-aber trotzdem ist ein Schlaganfall ein akuter Notfall-und je besser die Behandlung in den ersten Stunden ist, desto besser ist die Prognose. Diese Stroke-Units sind schon einmalig gut-da kann wirklich nichts ran reichen. Von daher ist Deine Frage nur verständlich… aber beantworten, ob es dann anders ausgegangen wäre, kann ich nicht. Bei meinem Mann weiß ich es ebenfalls nicht.

    Es tut mir sehr Leid..

    Liebe Grüße
    Mayana
    Liebe Mayana,

    ich danke dir für deine ausführliche Antwort.
    Du hast Recht, der Krankheitsverlauf ist nicht mit dem meiner Mama zu vergleichen, aber ebenso unglücklich verlaufen.

    Ich glaube dir gerne, dass auch du dir immer wieder die Frage stellst, was wäre wenn z.B. das MRT sofort durchgeführt worden wäre….aber letztendlich wäre das Lysieren, d.h. die einzige wirkungsvolle Maßnahme bei Schlaganfällen, die in den ersten drei Stunden erfolgen muss, auch bei deinem Mann nicht durchführbar gewesen, wegen der Metastasen.

    Selbst wenn ich darauf bestanden hätte, meine Mama trotz der Gefahr der Einblutung der Lebermetastasen zu lysieren, hätte das kein Arzt dieser Welt getan, weil er sich damit strafbar macht (so wurde mir zumindest in Teneriffa im KH gesagt). Für mich ist eine solche medizinische Leitlinie in keinster Weise nachvollziehbar, das Lysieren wäre die einzige Maßnahme gewesen, die mein Mama noch hätte retten können, die Gefahr der Einblutung der Metastasen wäre zwar groß gewesen, aber es hätte zumindest eine kleine Chance gegeben, meine Mama doch noch zu retten.

    Hätte man vielleicht doch in Deutschland in einem dafür eingerichteten Stroke Unit Zentrum unter strenger Beachtung der Indikationen eine Lyse riskiert,…… diese Frage beschäftigt mich sehr, habe auch schon in diversen Krebsforen nach dem Thema Schlaganfall und Krebs gesucht, um Hinweise auf ähnlich gelagerte Krankheitsverläufe zu finden und zu erfahren, ob das Lysieren tatsächlich eine absolute Kontraindikation bei Krebs ist….wurde aber bis jetzt nicht fündig.

    Vielleicht liest ja auch jemand, der sich damit auskennt oder Erfahrungen gesammelt hat, diesen Beitrag und kann mir dazu Auskunft geben.

    Es freut mich, liebe Mayana, dass du für dich einen Weg gefunden hast mit deiner Trauer umzugehen, ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht.

    Liebe Grüße
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Chris,

    es ist nicht die einzige Methode, die helfen kann..

    mein Mann hat Jahre vorher einen sehr schweren Schlaganfall auch ohne Lyse überlebt (ich habe ihn dafür zu spät entdeckt), und sogar fast folgenlos überstanden. Also zuerst waren die Folgen katastrophal-aber er hat sich wieder fast ganz erholt binnen eines halben Jahres. Er ist aber auch auf einer stroke-unit behandelt worden-und das war wirklich kein Vergleich zu einer normalen neurologischen Station, wo er später lag. Die waren wirklich.. unbeschreiblich gut.

    Und auch dieses Mal waren sie ähnlich gut-diese Kompetenz und Sorgfalt war schon ganz große Klasse-nur war es eben schon zu spät.

    Emotional waren sie nicht so sehr bei mir-weil ich dem Krankenhaus damit einen großen Fehler nachgewiesen hatte und sie das nun irgendwie damit rechtfertigen wollten, dass er sowieso gestorben wäre. Einmal kam ein, ich glaube, Arzt vorbei und sagte: "Machen sie doch ruhig das Licht an-hinterher heißt es noch, wir wollen Strom sparen". Aber es gab schon auch sehr betroffene Worte von Einzelnen..jeder geht halt anders mit sowas um.. wie immer im Leben.

    Dieses Lysieren ist im Übrigen nicht nur bezogen auf eine Krebs-Erkrankung durchaus riskant. D.h. selbst ohne Krebs muss man einige Bedingungen erfüllen, damit das angewandt wird. Mein Mann fiel da sowieso raus-ich habe mir die Voraussetzungen angeschaut, aber warum genau das nicht gegangen wäre, habe ich vergessen.

    Ich habe in Mausis Strang gelesen, was Dir und Deiner Mama passiert ist, und es tut mir sehr Leid. Das muss ganz schrecklich für dich gewesen sein. Ich denke, dass Ihr keine andere Wahl hattet, als in das Krankenhaus vor Ort zu gehen, und dass die versucht haben, den Thrombos aufzulösen, erscheint mir nicht falsch. Leider muss man im Leben manchmal lernen, Dinge hinzunehmen, wie sie nun mal passiert sind. Ich bin überzeugt davon, dass Dich keine Schuld trifft.

    Liebe Grüße
    Mayana
    Hallo Mayana

    Es tut mir sehr leid was mit deinem Mann geschehen ist
    Da vertraut man den Ärzten und alles läuft schief.
    Mein Mann wurde auch 1 Monat von den angehenden MkG Ärzten an einer angeblichen Fistel behandelt,die eigentlich eine Metastase war. Leider ein Rezidiv aber Unnòtige Zeit die verschwendet wurde.
    Es grüßt dich Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Hallo zusammen,

    nachdem ich nunmehr fast 9 Jahre als meist stille Mitleserin im KK vertreten war, möchte ich mich gerne dieser harmonischen, für mich "vertrauten" Gruppe anschliessen.

    Ich heisse Uschi, bin 55 und komme aus dem schönen Augsburg. 2006 habe ich eine langjährige Freundin an Brustkrebs verloren, deren Erkrankung war auch der Grund, weshalb ich mich im Forum informierte. Ja....und mit den Jahren fühlte ich mich "undercover" als Teil von Euch, habe mitgehofft, mitgelitten und mitgeweint, hatte so manches Mal das Gefühl, jemanden persönlich zu kennen.

    Im Juli 2012 stand ich am Sterbebett meines Papas, kein Krebs...dieses verdammt COPD und ein zu spät erkannter eingebrochener Brustwirbel, haben meinen starken Vater innerhalb von drei Wochen im Alter von 73 Jahren in die Knie gezwungen. Innerhalb von 9 Tagen wurde ich das erste Mal Oma und Halbwaise, mein Papa hat sein erstes Urenkelchen nur noch per Foto sehen können.
    Ja, und seitdem ist nichts mehr wie es war, unsere bis dahin intakte Familie bröckelt und ich weiss nun, dass ich nicht nur meinen Vater verloren habe, sondern mit ihm auch den Familienzusammenhalt. Meine Mutter zu willensschwach, sich zu wehren und meine Schwägerin, die das Kommando führt....nicht mit mir, ich ziehe mich zurück und bin halt jetzt die Böse.

    Jetzt hab ich wahrscheinlich nen halben Roman geschrieben 8o , jedenfalls freue ich mich, bei Euch sein zu dürfen.

    Liebe Grüsse

    Uschi
    Liebe uschi!

    Auch ich möchte dich hier herzlich willkommen heißen.

    Ich denke du wirst dich hier wohlfühlen, du kennst ja einige von uns.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Zusammen, bin vom anderen Forum hierher gewechselt. War dort eher
    der Stille Mitleser. Mein Mann ist mit 46 Jahren im November 2015 nach
    fast 4 Jähriger Erkrankung an Magen-/Speiseröhrenkrebs verstorben. Am
    Anfang sah es gut aus. Keine Metastasen. Erst Chemo, dann OP, dann
    nochmals Chemo. Kurz nach Chemoende die ersten Metastasen. Wurden wieder
    rausoperiert. Dann 1 Jahr Chemo, fast 1 Jahr nach Chemoende Termin für
    die Portentfernung. 3 Tage davor ist mein Mann mit Schmerzen ins KH. Auf
    dem CT hat man nichts gesehen. Vermutet wurde ein Darmverschluss aufgrund
    Verwachsungen. Bei der OP hat man wieder 2 Tumore gefunden. einer konnte
    ganz entfernt werden, der andere nur noch mit fehlendem
    Sicherheitsabstand. Wieder Chemo. Unter Chemo wieder neue Metastasen im
    September 2015. Ende Oktober ein Routineeingriff im KH. Dann sind
    Bakterien ins Spiel gekommen und dann noch ein systemischer Pilzbefall.
    Daran ist er dann auch verstorben. Wir haben eine 8 Jahre alte Tochter.
    Werde vielleicht auch noch meinen eigenen Strang eröffnen.
    Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen.
    Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.
    Hallo Laesperanza,

    hier nochmal ein herzliches Willkommen und mein tiefes Mitgefühl für deinen/euren Verlust. Ich wünsche dir einen guten Austausch. Hier sind Menschen, die dich und deine Trauer, deine Sorgen gut verstehen und dir zuhören und mit Verständnis zur Seite stehen können.


    Ich wünsche dir einen vertrauensvollen Austausch, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Liebe @Laesperanza

    Ich möchte dich hier auch herzlich Willkommen heißen. Deine traurige Geschichte kenne ich von drüben.
    Zu eurem schweren Verlust möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen.

    Hier wünsche ich dir einen herzlichen Austausch, der dich in deiner Trauer vielleicht etwas trägt. :k

    Lg Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo alle miteinander ,
    jetzt bin ich auch eine Hinterbliebene . Ich bin melma , 40 Jahre alt und habe 2 Kinder 6 + 10 .
    Im Moment fällt es mir noch schwer meine Gefühle und mein Schmerz in Worte zu fassen . Durch die vielen Dinge , die zu erledigen sind funktioniere ich sehr gut .
    Die Kinder wollen weiter die Normalität . Man merkt ihnen an , das sie glücklich sind , daß die Mama wieder mehr Zeit für Sie hat .
    Ich habe einen Termin bei der psychologischen Beratung gemacht , zu der zunächst ich gehe und dann geschaut wird in welcher Form etwas für die Kinder gemacht wird.
    Jeden Tag besuche ich meinen Mann oder eben sein Grab . Ich wünsche mir immer wieder ein Zeichen , Hinweis , ein Schulterklopfen ( das man die richtige Entscheidung getroffen hat ) , eine Stimme oder daß er mir wenigstens im Traum erscheint . Nichts ! Man steht vor dem Grab und redet mit ihm , aber es kommt keine Antwort . Man starrt auf die Blumen , die langsam welken und dann werde ich traurig , das sein Körper genauso verrottet . Ich stehe da und friere , weil es Minusgrade sind und habe Angst das er frieren könnte . Ich hoffe einfach nur , daß das woran man die ganze Zeit geglaubt hat , wirklich war geworden ist , daß er jetzt wirklich im Paradies ist und keine Schmerzen und so mehr hat .
    Traurige Grüße von melma
    Liebe Melma,

    den Schmerz in Worte fassen ist schwer und doch erleichternd und oft tröstlich, wenn man es getan hat. Dass du im Moment noch 'funktionierst' ist verständlich. Mehr ist auch nicht zu schaffen. Du denkst an deine Kinder und das ist gut so. Es wird sich zeigen, wie es weitergeht mit fachlicher Hilfe. Hab Geduld mit dir. Lass dir Zeit.

    Fühl dich geborgen hier, in diesem Teil des Forums. Wenn du möchtest, kannst du einen Thread eröffnen und dort vielleicht die Antworten erhalten auf deine Fragen, über deine Trauer schreiben und sicher Trost und Hilfe erfahren.


    Ein herzlich Willkommen, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Liebe Melanie @melma ich hab dir schon in deinem Strang geantwortet. Glaube mir dir wäre auch kalt bei 30 Grad. .als mein erster Mann gestorben ist, habe ich nur gefroren. ..innerlich. alles war kalt, eisig kalt. In mir War ein eisblock und es hat gedauert bis sich die Temperatur angeglichen hat. Meine Seele war gefroren und mein Herz auch, immer auf der Suche danach, wohin kann ich meine Liebe lenken, auf einmal war da das Gefühl wohin bloß geht meine Liebe, dieses Gefühl dass sie nicht mehr ankommt. Und genauso das Gefühl wo ist die Liebe hin die ich sonst empfangen habe. Aber das kommt wieder eines Tages, das Gefühl immer noch geliebt zu werden. Ich denke so doll an dich, weißt du ja.
    Liebe Grüße von Kaba

    *Zeiten ändern Dich*
    (Bushido)
    Hallo Melma
    Ich möchte dir mein Beileid aussprechen....Dein erster Post hat mich sehr an mich erinnert. Mein Mann ist nach 1 1/2 Jahren des Kampfes gegangen. Die Kinder waren 13 und 9. Als wir wussten das mein Mann stirbt sind sie ein 1/2 Jahr vorher schon zum Psychologen gegangen. Es ist sehr schwierig. Bis heute sprechen meine Kinder nicht über ihren Vater. ... Ich Dennett sie haven viel mitbekommen.

    Ich hatte genau die gleichen Gedanken wie du.
    Hoffentlich ist es nicht zu kalt... Wie gesagt es erinnert mich sehr an meine Gedanken...

    Wenn ich sehr intensiv an meinen Mann denke, verspüre ich ein Kribbeln im Körper...Er ist da ...Ich weiß es....
    Ich wünsche dir viel Kraft....
    Liebe Grüsse...Jessie....
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Ach liebe @melma

    Ich warte jeden tag auf ein Zeichen von meiner Mama. Sie fehlt mir zur Zeit so sehr, ich kann es kaum in Worte fassen.

    Manchmal schreie ich ihr Bild an und sage *nu sag doch endlich was, mach dich bitte irgendwie bemerkbar * alles bleibt stumm..Nach einer gewissen Zeit fange ich mich wieder und heule zusammengekauert vor mich hin bis ich keine Tränen mehr habe...

    Ich bin wütend nur noch wütend....
    Sie fehlt so sehr....
    Die Mutter wars.
    Was brauchts der Worte mehr. ...
    <3

    Meine geliebte Mama
    BSDK
    ED 04/2015
    gekämpft wie ein Löwe
    vorausgegangen am 10.10.16 um 16:10.
    Ihr Lieben ,
    ich danke Euch für eure lieben Worte .
    Im Moment fehlen mir die Worte . Irgendwann eröffne ich vielleicht meinen eigenen Thread in diesem Forum .
    Gerade heute war wieder so ein Tag , wo ich förmlich überschwemmt wurde . Es kam eine Flut Post an , Rechnung für das Grab , Post wegen der Witwen und Waisenrente , Werbung für Grabsteine und zu guter letzt noch eine verspätete Karte anlässlich der Beerdigung .
    Traurige Grüße von melma
    Liebe @melma,

    mich hat dieses Thema immer als begleitende Freundin berührt.
    Ich habe folgendes gelernt, Trauer ist individuell, das Ankommen dauert. Wenn du mit dem Regeln beschäftigt bist, hast du keine Zeit zum Trauern, du musst funktionieren und Termine einhalten.
    Meine Freundin leidet und keiner kann ihr ihre Trauer abnehmen. Die eigenen Kinder sind erwachsen, sie sind ratlos und müssen mit der eigenen Trauer klarkommen. Ich wünsche dir jemanden an der Seite, der dich stützen kann.
    Trotzdem geht alles irgendwie weiter.
    LG Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Liebe Melma,

    melma schrieb:

    Gerade heute war wieder so ein Tag , wo ich förmlich überschwemmt wurde . Es kam eine Flut Post an , Rechnung für das Grab , Post wegen der Witwen und Waisenrente , Werbung für Grabsteine und zu guter letzt noch eine verspätete Karte anlässlich der Beerdigung .

    mein Rat an Dich wäre, versuche dir die wichtigen Dinge aufzuteilen,jeden Tag kann man etwas davon erledigen.Freitags geben die Behörden und Ämter viele Briefe zur Post, die dann am Sonnabend den Empfänger erreichen sollen.
    Das wichtigste sind zur Zeit Deine Kinder, die ihre Mama brauchen.
    Ich möchte Euch einen lieben Gruss und ein großes Kraftpaket auf die Reise schicken.

    LG die Grummelprinzessin
    auch ich bin hier neu, nicht nur hier, sondern, es ist für mich neu, mich in einem Forum zu öffnen. Zumal meine Trauer schon 6 Jahre anhält, bzw. 6 Jahre her ist und ich doch niemanden mehr damit kommen brauche, weil doch die Zeit die Wunden heilt.
    Mein Mann ist im August 2010 an MDS ( Knochenmarkkrebs) trotz einer Stammzelltransplantation (durch unseren Sohn) verstorben.
    ich bin inzwischen über 50, kann mir keine neue Beziehung vorstellen, suche auch aktiv nach keinem anderen Partner, bin einsam, fühle mich verlassen, bin trotzdem einfach nicht in der Lage, mit befreundetem Ehepaar oder meiner Schwester mit Mann oder meinem Sohn mit Schwiegertochter in den Urlaub zu fahren. Gleichzeitig ist es mir sehr unangenehm ehrlich zu sein und zu sagen, es ist sehr lieb von euch, aber es hilft mir nicht, es führt mir nur noch bewusster vor Augen, dass ihr zu zweit und ich alleine bin. Hat jemand von euch auch das Gefühl und wenn ja, wie vermittelt ihr das, ohne, dass sich jemand zurück gesetzt oder verletzt fühlen muss?

    Liebe @Nikita

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich bin Hinterbliebene Tochter und kann dir nur berichten wie ich die Trauer und Veränderungen meines Vaters erlebt habe und immer noch erlebe.

    Meine Mama starb einen Monat vor dem 35. Hochzeitstag meiner Eltern mit 64 Jahren an BSDK. Von Diagnose bis zu ihrem Tod vergingen gerade einmal 4,5 Monate.

    Schon während der Krankheit war mir bewusst das mein Vater ganz anders mit allem umging, er redete sich ein das alles wieder gut wird.

    Dadurch war das Loch in das er nach Mamas Tod fiel sehr sehr tief.

    Gespräche über seine Gefühle und Trauer fanden kaum statt, er versuchte alles mit sich selbst auszumachen.

    Heute 2,5 Jahre später ist er ein anderer Mensch. Freunde die mit seinem neuen ich nicht klar kamen zogen sich zurück.

    Er ist im Gegensatz zu früher jetzt gerade aus, sagt was er denkt. Auch mir gegenüber ist er jetzt offener sagt wenn er etwas nicht möchte oder seine Ruhe braucht.

    Auch wenn es bei dir nun schon 6 Jahre her ist, solltest du deinen Mitmenschen gegenüber ehrlich sein. Ihnen sagen was du möchtest und was nicht. Diejenigen die das nicht akzeptieren und sich verletzt fühlen haben dann halt Pech.

    Es geht um dich und deine Gefühle.

    Ich wünsche dir das du die Kraft findest und sagst was du möchtest und was nicht.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo @Nikita,

    von mir, als dem in diesem Bereich zuständigen Moderator, ein herzliches Willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlass deiner Registrierung wahrlich kein schöner ist.

    Seit 6 Jahren verwitwet, das ist eine lange Zeit. Einige sagen, das ist zu lange, andere wissen, dass der Verlust eines geliebten Menschen, verursacht durch diese heimtückische Krankheit, sehr tiefe Wunden reisst. Manchmal sind sie so tief, dass sie nicht verheilen. Niemand kann das besser verstehen, als die Menschen in diesem Teil des Forums. Auch dieses Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein, das kennen viele hier sehr genau. Mir selbst erging es einige Jahre ebenso. Das Beste ist, mit den Betreffenden zu reden. Wenn sie nichts über deine Probleme wissen, können sie auch nicht wissen, wie sie sich dir gegenüber verhalten sollen bzw. ziehen sich schlimmstenfalls zurück.

    Wie du schreibst, bist du es nicht gewohnt, dich in einem Forum zu bewegen. Keine Sorge, es ist nicht kompliziert. Solltest du Fragen zum Handling des Forums (oder anderes) haben, so wende dich gerne an mich (oder auch an meine MitmoderatorInnen).

    Ich wünsche dir einen guten Austausch im Krebs-Infozentrum.


    Alles Gute, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo,
    ich lese schon eine Weile hier mit und möchte mich nun auch vorstellen.
    Ich bin auch hinterbliebene Tochter. Meine Mutterist acht Wochen nach ihrer Diagnose Lungenkrebs verstorben.
    Parallel dazu ist drei Wochen vor meiner Mutter meine Oma, ihre Schwiegi, an einem Herzinfarkt gestorben.
    Unser Päckchen ist zur Zeit nicht sogut überschaubar.
    Trotzdem möchte ich Mitte nächster Woche gern wieder arbeiten gehen, zumal mein Mittwoch immer ein Bürotag ist.
    Die ersten Dienste auf der Station, auf der ich arbeite, in einer Kinderklinik, sind dann am nächsten Wochenende.
    Mal sehen, wie das wird.
    Du siehst die Sonne langsam untergehen und erschrickst doch, wenn es plötzlich dunkel ist.
    Meine Ma *17.9.1957 +19.2.2017
    Liebe @Clea

    Ich möchte dich hier im Kiz recht herzlich willkommen heißen.

    So wie du bin auch ich Hinterbliebene Tochter. Ich hoffe und wünsche dir sehr das dir der Austausch hier, bei der Trauerbewältigung hilfreich sein wird.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi,
    unter anderem Deine Geschichte hat mich bewogen, hier auch zu schreiben.
    Ich glaube, es hift dir, die Antworten der Anderen zu lesen. Mir half es schon.
    Du siehst die Sonne langsam untergehen und erschrickst doch, wenn es plötzlich dunkel ist.
    Meine Ma *17.9.1957 +19.2.2017
    Hallo @Clea ,

    ein herzliches Willkommen für dich von mir als zuständiger Moderator im Hinterbliebenenbereich des Krebs-Infozentrums. Niemand registriert sich gerne hier und anscheinend hast auch du einige Zeit überlegt, das zu tun. Um so mehr wünsche ich dir einen tröstlichen, verständnisreichen und hilfreichen Austausch.

    Solltest du irgendwelche Fragen technischer Natur (oder anderer) haben, so wende dich gerne vertrauensvoll an mich. Natürlich werden dir auch meine MitmoderatoInnen behilflich sein.


    Auf gute Zusammenarbeit, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Danke euch.
    Lieber Helmut,

    technisch bin ich im "Brennenden Brett" ganz gut drauf.
    Ich bin Aquarianer und auch dort forengebunden seit 2008 unterwegs.
    Wir haben die Umstellung von vBulletin auf BurningBoard gemacht und ich binrundum zufrieden.
    Und es ist auf einmal viiiel billiger!
    Du siehst die Sonne langsam untergehen und erschrickst doch, wenn es plötzlich dunkel ist.
    Meine Ma *17.9.1957 +19.2.2017