HER2+++ und beidseitige Mastektomie

    HER2+++ und beidseitige Mastektomie

    Mit freundlicher Genehmigung von Fussel aus einem anderen Unterforum Kiz ins BK-Forum kopiert:


    Mir geht es immernoch gut - nach 4 Jahren!

    Im September 2011 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Der Tumor war bereits ueber 10cm gross und stark HER2+++ und er hatte bereits gestreut - damit Stage IV. Ich war damals 39 und hatte zwei Monate vorher mein 2. Kind auf die Welt gebracht. Natuerlich hatte ich den Knoten schon eher bemerkt. Im Januar um genau zu sein. Aber mehrere Aerzte und Brustspezialisten die sich auf die Ultraschalluntersuchungen und ihre "Erfahrung" verlassen hatten, versicherten mir es sei alles schwangerschaftsbedingt und ich solle mir keine Sorgen machen.
    Tja, nachdem es mit dem Stillen auf der Seite nicht klappte und der Knoten auch nicht weniger wurde hat man dann endlich eine Mammographie gemacht und zwei Tage spaete die Stanze und danach war alles klar :( Ein PET-CT zeigte dann auch die Metastasen in Leber und Wirbelsaeule. Ich war voellig erschüttert und hab jede freie Minute im Internet verbracht, auf der Suche nach Hoffnung und Halt, irgendwie irgendwas...
    Mein Mann und meine Familie waren und sind super. Mein Mann ist der beste Cheerleader den ich haben kann. Sein Motto - egal was kommt, wir packen es gemeinsam. Das gibt mir so viel Kraft!
    Die Zeit der Chemo war hart, aber ich bin trotzdem noch halbtags arbeiten gegangen. Nicht weil ich besonders stark sein wollte, sondern weil ich diese Normalität brauchte.

    Das erste Staging nach 3 Zyklen zeigte, dass die Metastasen nicht mehr nachweisbar waren und er Hauptumor bereits um 65% geschrumpft war. Das hat mir Mut gemacht und Kraft gegeben, die weiteren 3 Zyklen durchzustehen.
    Auf Grund der erfolgreichen Chemo konnte ich auch meinen Arzt ueberreden, einer OP zuzustimmen. Fuer mich war es mental wichtig, alles "weg" zu haben und ich entschied mich fuer eine beidseitige Mastektomie mit gleichzeitigem Aufbau. 2h OP - 3 Tage Krankenhaus und ich war wieder zu Hause. Nach 10 Tagen, als alle Schläuche gezogen waren, war ich wieder im Büro. Wieder wollte ich so schnell wie moeglich einen "normalen" Tagesablauf.

    Seit dem geht es mir einfach gut. Ich bekomme alle 3 Wochen Herceptin und alle 6 Monate wird ein Kontroll CT gemacht. Bisher ohne Befund --- und ich hoffe, das haelt noch lange lange so an!!

    In der Zwischenzeit hab ich meinen Job gekuendigt und mich auf meine Traumstelle beworben (und sie auch bekommen ^^ ) Wir haben ein neues Haus gekauft und ich lebe den wunderbar stressigen ;) Alltag mit 2 kleinen Kindern. Die Phasen, in denen ich vergesse, dass ich so krank bin, werden immer laenger. Ich bin einfach nur gluecklich und dankbar ...

    Ich wünsche allen ganz viel Kraft und hoffe, ich konnte einen kleinen Teil Mut verteilen.

    LG Fussel
    Liebe Fussel,

    bin gerade auf dem Sprung zum Wegfahren, möchte dir aber trotzdem eine kurze Rückmeldung hinterlassen, in der Hoffnung, dass sich noch eine deiner Leidensgenossinnen hier meldet.

    Ich finde es wahnsinnig bewundernswert, wie du dein Schicksal meisterst, das sind die optimalen Rahmenbedingungen zum Sieg über diese Krankheit.
    Wie schön, dass du in dieser schweren Zeit deine Traumstelle gefunden hast, erneut Auftrieb für die Seele.....ich freue mich sehr mit dir. Du bist noch so jung, deine Kinder noch sehr klein, sie brauchen ihre Mama noch ganz ganz lange.

    Ich hoffe weiterhin von dir zu lesen und wünsche dir von ganzem Herzen, dass dir diese positive Lebenseinstellung erhalten bleibt. :thumbsup:

    Alles Liebe
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Fussel!

    Dazu fällt mir nicht viel ein, nur ein ganz großes

    CHAPEAU!!!!!

    Hoffe das ist richtig geschrieben!!! Hut ab mach weiter so und ich wünsche mir für die vielen BK Erkrankten, dass sie aus deiner Geschichte jede menge Kraft ziehen.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Mausi und liebe Christel,

    Habt so vielen Dank fuer eure Antworten und Wünsche! Ich muss gestehen, ich bin eigentlich immer ein Pessimist, aber bei dieser Krankheit war und bin ich so wuetend, dass ich fast aus Trotz gesagt hab: Jetzt erst recht! Natuerlich ging das nicht ohne die Unterstuetzung meiner Familie und ich bin auch sehr froh, einen interessierten und aufgeschlossenen Arzt zu haben, der nicht nur stur einen Plan durchzieht, sondern auch schaut, was gibts Neues und sich austauscht.

    Aber zurueck zu meinem "Trotz". Ich versuche wirklich alles, dem SCH** Krebs so wenig wie möglich Gelegenheit zu geben, mir meinen normalen Lebensablauf zu verändern. Die einzig positve Veränderung war, dass ich meinen Job gewechselt habe. Das haette ich wahrscheinlich sonst nicht gemacht. Aber so hab ich mir gesagt, was hab ich zu verlieren? Theoretisch koennte ich Rente beantragen und zu Hause bleiben und jeder wuerde es verstehen. Nur was dann?

    Was mir auch aufgefallen ist, in DE bleibt man viel laenger nach einer OP im Krankenhaus, hier in den USA max. 3 Tage wenn es geht. Kommt man vielleicht viel schneller wieder auf die Beine, wenn man mehr gefordert ist und in seiner gewohnten Umgebung?..
    Liebe Fussel,

    darf ich fragen, in welchem amerikanischen Bundesstaat du lebst und ob du der Liebe wegen (Cheerleader :thumbsup: ) dorthin ausgewandert bist.
    Sorry, bin leider von Natur recht neugierig :)

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Liebe Christel,

    Klar frag :) ! Ich lebe in "the middle of nowhere" in Nebraska. Und nein, wir sind wegen dem Job hier. Mein Mann ist auch Deutscher. Ausgewandert, na ja, wir sind offen fuer alles. Wenn sich eine Moeglichkeit in DE ergeben sollte, kann es durchaus sein, dass wir wieder umziehen. Alles kann, nix muss 8)

    LG Fussel
    In Nebraska?? Sag mal, da liegt doch der Hund begraben...oder? :) Da ist es doch zum nächsten Krankenhaus, solltest du es einmal brauchen, eine Tagesreise. :/
    Mein Sohn hatte als Schüler ein Highschooljahr im angrenzenden Bundesstaat South-Dakota verbracht, da saß er mit zwei älteren Herrschaften auf einer Farm und drumherum war meilenweit nix.

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hihihi - ja so aehnlich. Es gibt schon ein paar Staedte, die groesser sind, vor allem im Osten. Und ich wohne gluecklicherweise dort. Bis zum naechsten KH sinds 20 min. ;) . Wenn ich in die andere Richtung fahre, dann kann es schon mal sein, dass das Navi sagt, in 300 km biegen Sie dann links ab. :whistling: .
    Aber, die medizinische Versorgung sehe ich hier als top an! Ich hab leider den direkten Vergleich zu Deutschland und muss sagen, dass ich heilfroh bin, hier zu sein. Wir haben eine gute KV und damit eine tolle Behandlung. Kurz nach der Diagnose, habe ich mir, mit Zustimmung meines Arztes, Zweitmeinungen von anerkannten Krebszentren in Boston eingeholt und diese gaben exakt die gleiche Behandlung vor, wie sie auch mein Arzt vorgeschlagen hatte.
    Nur mal so zum "Alltag" - wenn ich hier meine Chemoinfusion bekomme, habe ich einen dicken weichen Lederfernsehsessel, der sich leicht ausklappen lässt, einen eigenen Fernseher und ich werde staendig gefragt, ob ich noch Kaffee oder Kaltgetraenke oder einen kleinen Snack moechte. Die Schwestern sind staendig bemüht um die Patienten. Es sind so ca, 15- 20 Plaetze in dem Zentrum. Wenn ich Termine fuer die naechste Infusion oder Checkups benötige, kommt waehrend meiner Infusionszeit eine nette Angestellte, die sich mit mir berät, wann es denn am besten fuer mich passen würde. Danach erledigt sie alle Termine fuer mich, egal in welchem Zentrum und bei welchem Arzt. Wenn ich oder einer aus meiner Familie einen Arzttermin hat, warten wir in der Regel nie laenger als 10min bevor wir drankommen . Testergebnisse erfahren wir nach spaetestens 2 Tagen entweder per Telefon oder aber meistens bei einem Anschlussgespraech mit dem Arzt. Jeder nimmt sich sehr viel Zeit alles geduldig zu erklaeren und ich habe noch nie einen Arzt kennengelernt, der mir gegenueber mürrisch, kurz angebunden oder unsensibel war.
    Hallo Fussel und herzlich willkommen hier im BK-Forum! :)
    Ich habe Deinen Thread erst jetzt gelesen..
    Wir sind hier im Unterforum noch nicht ganz so viele User und so freue ich mich sehr, Dich hier zu lesen (dass der Anlass ja nicht wirklich prickelnd ist, ist wohl selbstredend).
    Ich bin jetzt leider auf dem Sprung und habe nur kurz reingeschaut, aber wollte Dich schnell noch begrüssen.
    Meine Diagnose usw kannst Du hier auch irgendwo nachlesen (weiss grad nicht wo.. :) )

    Also, fühl Dich hier wohl, bald mehr von mir, da ich das mit den Behandlungen USA und Deutschland auch sehr interessant finde..

    Herzliche Grüsse
    Katharina
    Danke Hexe :) Und danke Karatina fuer Deine lieben Willkommensgruesse!

    Hab grad deine Geschichte gelesen und bin seehr froh, dass es auch Dir jetzt wieder so gut geht !! :thumbsup: Yup, das Bauchgefühl ist viel wert - wir sollten uns (positiv wie negativ) viel mehr darauf verlassen...

    Liebe Gruesse,
    Fussel
    Hallo Fussel,

    ich bin auch im Brustkrebsforum unterwegs, meine Erkrankung ist jetzt fast sieben Jahre her. Heute geht es mir gut und ich kann meine Zeit als Rentnerin genießen. Ich war bei der Diagnose 55 Jahre und meine Jungs waren damals schon fast erwachsen.
    Über jede, die hier schreibt freuen wir uns.
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

    Fussel schrieb:

    Nur mal so zum "Alltag" - wenn ich hier meine Chemoinfusion bekomme, habe ich einen dicken weichen Lederfernsehsessel, der sich leicht ausklappen lässt, einen eigenen Fernseher und ich werde staendig gefragt, ob ich noch Kaffee oder Kaltgetraenke oder einen kleinen Snack moechte. Die Schwestern sind staendig bemüht um die Patienten. Es sind so ca, 15- 20 Plaetze in dem Zentrum. Wenn ich Termine fuer die naechste Infusion oder Checkups benötige, kommt waehrend meiner Infusionszeit eine nette Angestellte, die sich mit mir berät, wann es denn am besten fuer mich passen würde. Danach erledigt sie alle Termine fuer mich, egal in welchem Zentrum und bei welchem Arzt. Wenn ich oder einer aus meiner Familie einen Arzttermin hat, warten wir in der Regel nie laenger als 10min bevor wir drankommen . Testergebnisse erfahren wir nach spaetestens 2 Tagen entweder per Telefon oder aber meistens bei einem Anschlussgespraech mit dem Arzt. Jeder nimmt sich sehr viel Zeit alles geduldig zu erklaeren und ich habe noch nie einen Arzt kennengelernt, der mir gegenueber mürrisch, kurz angebunden oder unsensibel war.


    Liebe Fussel,

    das hört sich echt gut an….ein toller Service auch die Dame, die sich um die Terminkoordinierung kümmert- wie sehr kommt ein solcher Service Patienten entgegen, die völlig auf sich allein gestellt sind und zudem unter dem Trauma der Diagnose leiden.
    Da kann man bei uns in Deutschland sicher noch eine Menge lernen, doch die Amis waren uns in punkto Kundenfreundlichkeit immer schon etwas voraus.

    Und dass die Qualität der Behandlung auch stimmt, sieht man ja an deinem positiven Krankheitsverlauf. :thumbsup:

    Weiterhin alles Gute für dich

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hallo Fussel,

    schön zu lesen, dass es dir gut geht. Auch von mir toi toi toi und beste Wünsche für die Zukunft! Ich mag deine Wut und deinen fighting spirit... hold on :thumbup:
    Und herzlichen Glückwunsch zur guten KV- ich glaube, in den USA ist das nochmal doppelt Gold wert.

    Viele Grüße, Sandra
    Unsere größten Ängste sind die Drachen,
    die unsere tiefsten Schätze bewahren.
    Rilke
    hmm, vor 3 Wochen das übliche halbjährliche Kontrolle-CT --Alles ok! Letzte Woche (wegen einer anderen Sache) Pet_CT und eine 3-4mm grosse Stelle mit erhöhter Aktivität in der rechten Brust entdeckt :| Kann alles sein, muss aber nicht. Mittwoch habe ich einen Termin beim Chirurgen, der auch meine OP gemacht hat, um zu sehen, ob man die Stelle chirurgisch entfernen/Biopsie machen kann. Wenn ich die besagte Stelle taste, tut sie weh und ich erinnere mich, dass mein Sohn sich mal beim Rumtollen mit seinem kleinen spitzen Ellenbogen darauf abgestützt hat. Ob es jetzt genau die Stelle ist, weiss ich aber nicht mehr. Menne, man hat aber auch nie Ruhe.... ||
    Hallo Fussel,

    wie Du richtigerweise bemerkt hast - alles kann, nichts muß. Aber wir sind halt geprägt durch unseren Erfahrungen. So hoffe ich mit Dir, daß da nichts böses ist und erwarte absolut langweilige Ergebnisse. Halte uns doch bitte auf dem Laufenden.

    Daumendrückergrüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Fussel,

    wie kann das sein? Vor drei Wochen beim CT noch nichts gesehen ….so schnell kann doch nichts wachsen?

    Ich glaube dir sehr wohl, dass dich das beunruhigt, doch es kann ja tatsächlich etwas ganz Harmloses sein- vielleicht eine Zyste…was auch die beschriebenen Schmerzen erklärbar machen würde, die sich normalerweise durch die pralle Füllung von Zysten ergeben.

    Ich drücke dir auf jeden Fall ganz ganz fest die Daumen, dass sich, wie Anhe schon schreibt, ein langweiliges Ergebnis ergibt.

    Liebe Grüße aus Teneriffa in die USA und alles Gute für Mittwoch
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Danke fuer Eure lieben Wünsche! Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
    Tja, mit dem CT and PET ist das halt so eine Sache. Man sieht nicht genau das gleiche. Ganz grob gesagt, beim CT Strukturaenderungen und beim PET erhoehter Stoffwechsel. Und unter 5mm im CT ist fast unmöglich. Daher stellt sich die Frage, ob man das ueberhaupt chirurgisch entfernen kann -wie auch wenn man nix sieht..
    Naja, ich versuche mein Kopfkino auf slow motion runterzufahren, denn es bringt nix sich mit Spekulationen noch mehr verrückt zu machen. Ich muss dazu sagen, dass in den 4 Jahren seit der Diagnose immer mal wieder irgendeine Stelle "auffaellig" war und dann war doch nichts, oder sie ist dann wieder beim naechsten Scan verschwunden. Es ist eben ein ständiges Auf und Ab. Aber ich lebe und es geht mir gut und dass ist fuer mich das Wichtigste! :thumbup:

    Liebe Gruesse nach DE und Teneriffa!
    Fussel
    Hey Fussel :)

    Ich möchte Dir für morgen unbedingt gute Ergebnisse wünschen. Und ich kenne das mit den "Auffälligkeiten" bei der Nachsorge.... Es war immer eine schlimme Aufregung für mich, die sich glücklicherweise bisher nicht als maligne gezeigt hat. Das ganze hatte aber soweit bei mir geführt (Verdacht auf Lebermetas, Verdacht auf Rezidiv in der Brust.. usw. ) dass ich letztes Jahr nicht in der Lage gewesen bin, zur Nachsorge zu gehen.
    Nun habe ich mich aber wieder beruhigt ... :)
    Sag mal, gehört ein halbjähriges CT bei Dir zur normalen Nachsorge? Ich glaube, hier in good old germany ist das gar nicht Usus bei BK. Die ersten 3 Jahre halbjährlich Mammo, danach nur noch 1x im Jahr. CT nur bei "Verdacht auf...".
    So meine Liebe, Daumen sind gedrückt. Meld Dich, wenn Du was weisst...

    Herzliche und "spätösterliche" :) Grüsse
    Katharina
    Hallo Ihr Lieben,

    Tja, nix genaues weiss man immernoch nicht :| War gestern beim Chirurgen und da wurden erst mal alle Bilder angeschaut und ein Ultraschall gemacht. Bis auf das eine PET Bild, ist nichts zu sehen. Wenn man aber mit US und CT nichts sieht und auch nichts tasten kann, weiss man nicht wo genau jetzt schneiden. Da ich Implantate habe und die vermeintliche Stelle dicht dran zu liegen scheint, ist man doppelt vorsichtig und will nicht einfach so "drauflos" schneiden, denn es koennte ja das Implantat beschaedigt werden. Jetzt ist eine Diskussion in groesserer Spezialistenrunde geplant und dann schaun wir mal. Koennte sein, dass es fuer mich erst mal heisst abwarten und in 2-3 Monaten ein erneutes PET um zu sehen, ob sich was veraendert hat... :S
    @Katharina durch die Implantate macht eine Mammo keinen Sinn bei mir und ausserdem bin ich ja seit der Erstdiagnose schon in Stufe 4, dass heisst, man muss im ganzen Koerper nachschauen. Die ersten 2 Jahre hatte ich immer alle 6 Monate ein PET-CT, dann hat aber die Versicherung fuer die Nachsorge kein OK mehr für ein PET gegeben und es wurde auf CT und Knochenszinti gewechselt - auch alle 6 Monate. Ich denke schon, dass dieses Vorgehen hier Usus is, allerdings nur, wenn du eine KV hast oder es bezahlen kannst....

    Hoere gerade, dass in DE endlich die Sonne angekommen ist 8) - Geniesst das schoene Wetter und nehmt Euch alle mal eine Stunde oder halbe nur fuer Euch!!
    Ganz viele liebe Grüße!!
    Fussel
    Hallo Fussel,
    ich lese gerade mal wieder alles durch- und lese hier bei Dir dass irgendwas sein könnte.
    Ich hoffe es ist nichts.
    Toi Toi Toi
    moni
    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-
    Hab gerade einen Anruf vom Chirurgen bekommen - man will eine Feinnadelbiopsie unter CT oder Ultraschall versuchen. Termin hab ich am Freitag. Da man einen bestimmten Radiologen dafuer haben will, geht es nicht früher. Der Radiologe hat aber auch schon meinen Port gesetzt und eine fruehere Biopsie bei mir gemacht, und beides sehr gut. Also schaun wir mal...
    Ich bin nur wiedermal erstaunt, welcher Aufwand fuer die Biopsie getrieben wird - letztendlich ist es wie eine Spritze geben, aber ich muss 1.5h vor dem Eingriff da sein, darf 6h vorher nichts mehr essen und trinken und muss mindestens 2h danach zur Beobachtung da bleiben.
    Da werd ich wohl wiedermal "gemütlich" Fernseh gucken können
    Dann ist aber die Unklarheit weg.
    Ich drück die Daumen dass es Dir gut gehen wird.
    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-
    Hallo Fussel,

    das hört sich doch ganz so an, als sei man bei euch in den Staaten sehr gewissenhaft mit solchen Untersuchungen...und wenn du bereits Vertrauen zum Radiologen hast, ist es doch umso besser.
    Ich drücke dir auf jeden Fall am Freitag ganz doll die Daumen, dass es ein langweiliges Ergebnis wird. :thumbsup:

    Toi, toi, toi !!
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hey Fussel,

    na, da drück ich mal die Daumen, dass die Biopsie reibungslos klappt und einfach sehr "langweilige" :) Ergebnisse bringt.
    Danke Dir für Deine deine Erklärung der Nachsorge.
    Übrigens, Du bist hier nicht alleine von "ganz weit weg" :) im Plauderthread ( Aaaaaaaaannnnheeeeeeeee kannst Du vielleicht bitte den Link einfügen?) Plauderthread der Brustkrebsdamen - Bistro Parallelwelt schreibt Lola aus Canada mit einigen von uns. Also, wenn Du Lust zum Plaudern hast, dann....

    Herzliche Grüsse
    Katharina

    Moderation: Der Schrei war nicht zu überhören ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Anhe“ () aus folgendem Grund: Wunschgemäß (siehe Posting) den Link des Plauderthreads eingefügt.

    Hallo Katharina,

    Oh danke fuer den Tip - da mach ich mich doch gleich mal auf die Strümpfe! Und Danke fuer's Daumendrücken!

    @Gerda, Christel, Monika - euch auch danke für's Daumendrücken - ich melde mich, sobald ich irgendwas neues weiss.

    Ich muss Euch sagen, es hilft unheimlich, zu wissen, dass ihr alle so lieb an mich denkt ... dieses Forum ist wirklich gepraegt von einem sehr herzlichen Umgang! DANKE!!
    Hi Katharina und ihr anderen Lieben,

    Tja, leider hatte ich heute morgen den Anruf - es is bösartig :( . Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wieder Her2+++, aber es werden noch weitere Tests gemacht. Am naechsten Montag habe ich einen Termin bei meinem Doc wo der neue Schlachtplan besprochen wird.
    Bin natuerlich erst mal maechtig enttäuscht und down aber versuche das positive zu sehen. Die Stelle ist 5 mm gross und das PET hat keinere weitere Aktivitaet im Koerper gesehen. Keine Ahnung, welche Strategie mein Doc jetzt austueftelt, hängt natuerlich auch stark von den weiteren Biopsie tests ab.
    Wenn ich nur daran denke, was waere gewesen, wenn ich nicht noch ein PET gehabt und nur auf das CT vertraut hätte? Dann waere alles in 6 Monaten beim naechsten CT aufgetaucht und dann mit Sicherheit viiiel schlimmer....
    Einfach Mist alles!!
    Fussel, das tut mir so entsetzlich Leid...aber 5 mm sind doch noch ganz winzig.
    Und wie kann das sein trotz Mastektomie ? - verzeih meine unbedarfte Frage, ich habe mit BK keine Erfahrung.

    Ich wünsche dir nur das Allerbeste, ich denke du bist medizinisch in guten Händen und habe das Gefühl, dass du auch großes Vertrauen in deine Ärzte hast und das ist ja schon mal ganz wichtig für eine erfolgreiche Weiterbehandlung.

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Boah Fussel,

    das ist ja man gar nicht lustig. So ein Schiet! Ok, dann jetzt erstmal den Schlachtplan mit den Ärzten entwickeln. Dass Du jetzt mächtig "durchgerüttelt" bist, ist ja wohl nur all zu verständlich.
    Gut, dass "es" sehr früh erkannt wurde. Alles weitere wird sich ergeben.
    Ich hoffe, Du hast viel Kampfgeist in Dir, um erneut Paroli bieten zu können.

    Wenn Dir nach schnacken zu Mute ist, dann schreib einfach drauflos. Wir sind hier und "hören" Dir zu.

    Big hug
    Katharina
    Hallo da bin ich wieder...

    Nachdem ich am Dienstag geschockt war, war ich gestern maechtig down. Es war unendlich schwer, meine Arbeit und die alltaeglichen Dinge zu erledigen. Am liebsten haette ich mich in einen dunklen Raum gesetzt und eine Decke ueber den Kopf gezogen. Aber heute gehts wieder aufwärts, ich hab mich wieder soweit im Griff (hoffe ich), dass ich das Kopfkino bis Montag verbannen kann und einfach so weiter mache wie immer.
    Was mich am meisten verrueckt macht ist, dass da was in mir ist, was nicht sein soll. Ich hoffe sehr, dass mein Doc in seinem Schlachtplan eine Op vorsieht. Er hatte eigentlich in seiner Empfehlung fuer den Radiologen schon geschrieben, dass die (bis daher verdächtige Stelle) komplett entfernt werden und danach untersucht werden soll. Nur weil sie so dicht am Implantat liegt, hatte man die weniger "gefährliche" Variante der Feinnadelbiopsie gewaehlt.

    @christel Tja auch nach einer Masektomie besteht leider die Gefahr eines rezidives. Zwar nur in 4% der Fälle - aber ich scheine sowieso in meiner ganzen Krankheitsgeschichte immer lieber die Ausnahme zu spielen :S
    Meine Güte Fussel, was für ein Unglück aber auch, dass du zu dieser verschwind geringen Menge von 4 % gehören musst.

    Sicher wird dein Doc die OP vorsehen, das Teil ist doch nur 5 mm groß…und du hast deine letzte OP so problemlos weggesteckt.
    Wird sich dann noch eine Chemo anschließen?

    Natürlich ist das jetzt sehr bitter für dich. aber mit deiner optimistischen Grundeinstellung wirst du auch diese Hürde meistern.

    Ich schicke dir viel Kraft und gute Wünsche. :thumbsup:

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hey Fussel,

    dass Dich das jetzt emotional eingeholt hat, ist nur zu verständlich und absolut nachvollziehbar. Bei allem "Ratio"...
    Ich hoffe, Du hast heute einen guten Plan mit den Ärzten entwickeln können, der Dir wieder Mut und Kraft gibt, erneut dem Krebs entgegen zu treten.

    Lass von Dir hören
    Herzliche Grüsse
    Katharina
    Sooooo aalso, es ändert sich nichts( im Moment). Mein Doc hat nach langer Ueberlegung entschieden, dass wir erst mal so weiter machen wie bisher, dh. Herceptin und Tykerb.

    Er geht zunaechst davon aus, dass die Stelle schon immer da war, nur bisher noch nicht auftrat. Da keine weiteren Stellen im Koerper auf dem PET aufgetaucht sind, kann man annehmen, dass die Meds noch wirken. Der Plan is nun, die Stelle operativ zu entfernen und dann in ein paar Monaten einen weiteren PET scan zu machen. Wenn allerdings dann wieder Stellen auftreten, muessen die Medikamente geaendert werden.Er stellte in Aussicht, dass dann auf Kadcyla (Trastuzumab Emtansin) umgestellt würde. Das ist aber einer schwerere Keule als Herceptin und kann meine Lebensqualitaet sehr einschränken.
    Ich hab morgen ein Gespraech mit meinem Chirurgen und werd sehen, wann die Op angesetzt wird. Ich hoffe mal, dass es ambulant geht.

    Tscha, es bleibt also weiter spannend. Natuerlich hoffe ich sehr, dass die Vermutung stimmt, dass die Stelle schon lange da ist und ansonsten alles in meinem Koerper "im Griff " ist...
    Das Gespraech gestern hat mich wieder aufgerichtet und ich bin fast wieder -ich selbst- mit dem Willen, diesem Mist die Stirn zu bieten! X(

    Ganz liebe Gruesse an Euch alle!!
    Fussel
    Moin Fussel,

    der Plan klingt erstmal gut, finde ich. Und schön, dass das Gespräch Dich wieder ein bisschen aufrichten konnte. Es ist eine anstrengende Zeit für Dich... erneut die Stirn bieten zu müssen...sich wieder gezielt mit der Krankheit beschäftigen zu müssen...
    Hast Du mittlerweile schon einen OP Termin?

    Herzliche Grüsse
    Katharina
    Hi Ihr Lieben,

    Hab grad eine etwas stressige Zeit im Job plus dem ganzen anderen Mist... Hab meinen OP-Termin am Montag. Es wird aber eine ambulante op. Ich hoffe mal, dass sie alles rausbekommen. Die Ergebnisse der Pathologie gibts leider erst 3 Tage später.
    Mir geht's koerperlich blendend nur hab ich es mental noch nicht geschafft, mich auf eine position festzulegen. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber irgendwie passen die Ergebnisse und Therapie nicht ganz zusammen. Nur die Fakten betrachtet, ist alles logisch aber: ein lokales Rezidiv und meine Metas sind stabil? Das ist so was von unwahrscheinlich... Ich dreh mich staendig im Kreis...und kann nicht mal genau sagen, was nicht stimmt. Es wird mir allerdings nix anderes uebrigbleiben als die OP gut hinter mich zu bringen und dann auf den naechsten Scan zu warten. Ich nehme mal an, dass dieser in einem halben Jahr sein wird, wenn nicht wieder irgendetwas dazwischen kommt. Verdrängungstaktik ist also angesagt X/

    Euch allen liebe Gruesse,
    Fussel
    Hey Fussel,
    heut ist Freitag....
    Ich hoffe sehr, dass du die OP gut überstanden hast.
    Ergebnisse?
    Dass Du mental das Ganze noch nicht so richtig gerafft hast kann ich gut verstehen. Und mir persönlich hilft die Verdrängungstaktik :).
    Also Mädel, meld Dich doch, wie es Dir geht.

    Im Moment sonnige Hamburggrüsse

    Katharina
    HI Katharina,

    Da bin ich wieder.. :) Meine OP ist gut verlaufen. Laut dem pathologischen Befund, wurde alles entfernt! Die Wunde heilt gut. Soweit so gut... Am Freitag treffe ich wieder meinen Doc und dann werde ich vielleicht erfahren, wann er einen nächsten Scan haben will. Bald wird es wohl nicht sein, denn die Wunde muss erst ganz verheilen sonst gibt es zu viele falsch positive Befunde.

    Ich arbeite immer noch an meiner "Verdrängungstaktik" aber am Wochenende hab ich eine Nachricht bekommen, die mich wieder ganz doll runtergezogen hat. Die Schwiegertochter ( Anfang 30!!) einer Freundin hatte letztes Jahr auch die Diagnose BK erhalten. Allerdings waren noch nicht die Lympfknoten befallen und ich habe ihr sehr viel Mut gemacht, dass alles wieder ok wird. Sie hatte nur noch 2 mal Bestrahlung vor sich, als sie am Wochenende mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam. Dort wurde dann Darmkrebs stufe IV festgestellt mit Metas in der Gebärmutter, Bauchraum und Hüfte. Das kann doch einfach nicht wahr sein!! Reicht ein Krebs nicht? Es ist wie nochmal Nachtreten um ganz sicher zu gehen, das keine Chance besteht. Das ist alles so unfair!!!

    Ist echt schwer im Moment die Sonne zu sehen... :(
    Moin Fussel,

    ja, es ist nicht immer möglich, die Sonne zu sehen... manchmal sind die Wolken davor einfach zu dicht.
    Ich habe mich vor Jahren immer einmal im Monat mit einigen brustkrebsbetroffenen Frauen getroffen. Wir nannten uns "Die Hamburger Deerns" :) und hatten eine gute Zeit. Leider verstarben so nach und nach fast alle Teilnehmerinnen.. nun gibt es den Kreis nicht mehr.
    Zwei Frauen habe ich bis zum Schluss begleitet.
    In dieser Zeit war es echt schwer, die Sonne zu sehen...

    Es freut mich, dass Deine OP gut gelaufen ist und die Wunde gut verheilt. Ich hoffe, dass bei Dir dann für längere Zeit Ruhe einkehrt.

    Hier geniesse ich gerade das lange Pfingstwochenende. Allein das Gefühl, Montag noch nicht wieder arbeiten zu müssen, versüsst schon den Samstag.

    Was hat Dein Doc gestern gesagt? Ist er zufrieden?
    Lass von Dir hören.

    Chillige Sofagrüsse
    Katharina
    Hallo @Fussel ,

    jetzt haben wir so lange nichts mehr von Dir gehört und ich mache mir so ein bissl Sorgen. Ich hoffe, daß sich nach der OP keine weiteren Baustellen aufgetan haben und die Wundheilung gut abgeschlossen ist. Hattest Du schon einen aktuellen Scan?

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
  • Benutzer online 1

    1 Besucher