Angepinnt Erfahrungen mit Reha-Kliniken (Am Anfang steht die Liste der beschriebenen Kliniken)

    Erfahrungen mit Reha-Kliniken (Am Anfang steht die Liste der beschriebenen Kliniken)

    In der Reihenfolge der Berichte wurden die folgenden Kliniken beschrieben:
    • Rehaklinik Graal-Müritz - von Cecil
    • AWO-Deister-Klinik, Bad Münder - von Boebi
    • Dengg Kliniken, Usedom/Ahlbeck - von kradabeg14
    • Knappschaftsklinik Bad Neuenahr-Ahrweiler - von ulrikes
    • Rehaklinik Lehmrade Schleswig-Holstein - von phoenix02
    • Rehaklinik Schwabenland Isny, Baden-Württemberg - von phoenix02
    • Luise-von-Marillac-Klinik, Bad Überkingen (BW, Schwäbische Alb) - von Don Quichote
    • Rehaklinik Masserberg, Thüringer Wald - von RESI
    • Rehakliniken Bad Waldsee - von lilok
    • Paracelsus-Klinik Bad Elster - von imagia
    • Reha Zentrum Utersum/Föhr - von terri
    • Strandklinik Boltenhagen - von c.onny
    • Rehazentrum Ostseeblick, Ückeritz/Usedom - von terri
    • Paracelsus-Klinik Scheidegg - von Sonntagskind1973
    • Sonnenberg-Klinik Bad Sooden-Allendorf - von Bäumchen2409
    • Klinik Reinhardshöhe, Reinhardshagen/Bad Wildungen - von Tinka66
    • Klinik Bavaria Kreischa, Kreischa (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) - von Purmaus

    Hallo Freunde,

    immer wieder wird die Frage getellt, ob jemand eine bestimmte Rehaklinik kennt oder ob eine Rehaklinik besonders zu empfehlen ist. Die Beurteilungen fallen teilweise sehr unterschiedlich aus.

    Gut wären auch Hinweise wie, das kann man dort im Umkreis machen, da lohnt es sich hinzugehen oder da ist der Kuchen besonders gut.

    Bitte immer eine „Erweiterte Antwort“ schreiben und als Titel die Rehaklinik mit Ort eintragen, dann weiß jeder direkt Bescheid. Ihr habt teilweise schon einiges über verschiedene Reha-Kliniken geschrieben. Schön wäre es das auch hierhin zu kopieren.

    Liebe Grüße

    Boebi
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    Krebs-Rehaklinik Graal-Müritz

    Etwa ein Jahr nach Transplantation stellte ich einen Antrag auf Gewährung einer stationären Rehabilitationsmaßnahme. Eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes des Uniklinikums benannte mir einige (wenige) onkologische Rehakliniken, die überhaupt Stammzelltransplantierte aufnehmen. Ich wünschte mir, möglichst an die Ostsee zu kommen, was letzten Endes auch geklappt hat.

    Zunächst wollte man mich woanders hin schicken und ich sollte auch gleich 2 Wochen nach Erhalt des Bescheids los. Ich hatte mir aber mit Hilfe einer Übersicht von der Sozialarbeiterin schon 1-2 Kliniken herausgesucht, die für meine besondere Situation überhaupt in Frage kamen. Also habe ich bei der Dt. RV Bund angerufen und auf deren eigenes Anraten hin Widerspruch eingelegt. Im Ergebnis durfte ich später und in meine Wunsch-Klinik fahren.

    Also fuhr ich im Monat September für drei Wochen in die Krebs-Rehaklinik Graal-Müritz (siehe auch: krebsrehaklinik.de/). Nichts für Patienten, die es gern mächtig und sehr unterhaltsam, mit Cafeteria und Riesen-Büffet haben. Dafür klein, übersichtlich, ruhig.

    Ich genoss also Nordic Walking, QiGong und Progressive Muskelrelaxation. Und Manuelle Therapie, Atemtherapie, Ergotherapie, Training für die kognitiven Fähigkeiten. Und Gymastik in verschiedenen Gruppen, Konditionstraining ....

    Noch am ersten Tag hatte ich eine Eingangsuntersuchung. Dabei überlegte der Arzt gemeinsam mit mir, welche Aktivitäten denn zu meinen Leiden passen würden und ich durfte mir auch ein paar Dinge wünschen. Da eine Einheit nie länger als eine Stunde dauert, kann es "schlimmstenfalls" sein, dass man vormittags drei und nachmittags nochmal drei Einheiten hat. Das ist eigentlich viel zu viel. Ich habe mir in der ersten Hälfte der Kur selber die Tage richtig vollgepackt; in der zweiten Hälfte habe ich es ruhiger angehen lassen, aber immer noch viel gemacht.

    Es gab extra Gedächtnis- und Konzentrationstraining wegen der vielen Chemo-Hirne. Das hat der Ergotherapeut abgedeckt. Für die Ergotherapie selbst reicht eine Stunde eigentlich überhaupt nicht aus; irgendwie haben die Einrichtungen auch ganz schön mit Stundensätzen etc. zu kämpfen ...

    Nordic Walking hätte man, selbst wenn man es gern gemacht hat, höchstens zweimal die Woche machen können und sowieso nur bei trockenem Wetter.

    Dann gab es auch noch verschiedenste Gymnastikgruppen, Qi Gong, Einzel-Krankengymnastik, Kondition, Küche, Ernährungsberatung, Vorträge ... Die Kostenträger geben vor, was und auch wie viel gemacht werden soll.

    Für mich d i e Entdeckung schlechthin war eine Sache, die ich bis dahin gar nicht kannte: Progressive Muskelrelaxation. Würde ich jetzt, da ich es kenne, jederzeit einem autogenen Training vorziehen.

    So, wie die Klinik auf ganzheitliche Medizin ausgerichtet ist, wird auch gekocht bzw. ist das Essen. Das heißt nicht etwa Bio, was wohl auch kaum finanzierbar wäre, sondern: Verzicht auf Schweinefleisch, wenig Geflügel- oder Rindfleisch, Fisch, viel Gemüse, wenig Zucker und kaum wertlose Kohlehydrate.

    Abends ist es tatsächlich ein bißchen langweilig bzw. man muss sich am Geschehen im Ort orientieren. Aber Seebrücke und Strandspaziergänge sind auch sehr schön.

    2007 AHB in der AWO-Deister-Klinik, Bad Münder

    Eine Klinik awogsd.de/default.asp?11-67-96393
    die alle fast alle Therapieeinrichtungen hat was eine Reha-Klinik haben sollte, leider keine Abteilung für den Kraftaufbau. Dafür musste ich in die Stadt gefahren werden zu einer „Mukibude“.

    Am ersten Tag wurde nach einer ärztlichen Untersuchung der Tagesplan festgelegt mit dem Hinweis, dass alles auch abgeändert werden konnte. Die Ärzte waren zu jeder Zeit zu sprechen, ebenso die Krankenschwestern und Pfleger. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Das gilt auch für die Logopädie-, Sport- und Therapieabteilung. Ein Kurs zur progressive Muskelentspannung wurde als Grund- und Aufbaukurs 2x die Woche angeboten.

    Wichtig war für mich mit einem Mundbodenkarzinom, dass die Essenszeiten wirklich frei gehalten wurden von irgendwelchen Therapien. Andere hatten kaum Zeit für das Frühstück und Mittagessen.

    Frühstück und Abendessen gab es in Büffetform. Die Brötchen wurden für die Mund- und Halsleute besonders gebacken. Das Mittagessen wurde immer am Vortag aus drei Gerichten ausgesucht. Bei mir wurde jedesmal das Essen speziell zusammengestellt.

    Auf den Stationen war immer frei zugänglich die Fresubin-Sondernahrung in Flaschen zu bekommen. Die übersichtlichen Abteilungen (ich meine ca. 20 Zimmer) hatten eine Teeküche mit Kühlschrank.

    Die Zimmer waren sauber und zweckmäßig eingerichtet mit Dusche und WC. Ein eigener kleiner Balkon mit Stuhl gehörte zum Zimmer. Jeden Tag wurde gesäubert und auf Wunsch die Handtücher gewechselt. Meine Frau hat mich zweimal am Wochenende besucht und konnte auf einem Zustellbett mit im Zimmer schlafen.

    Eine kleine Cafeteria mit Kiosk (Zeitschriften, Kuchen etc.) und Innenhof hatte zivile Preise.

    Wöchentlich wechselnde Ausflugsfahrten zu in die Umgebung (Hildesheim/Hameln/ Schloss Marienburg).
    Abendfahrten zum Bowling.

    Die Reha-Klinik liegt auf der Anhöhe über Bad Münder. Es gibt eine Busverbindung in die Stadt und auch einen klinikeigenen Fahrdienst. Der Aufstieg zu Fuß von Bad Münder zur Klinik wird bei denen die da waren und ihn gemacht haben, sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Bad Münder selbst ist ziemlich übersichtlich. Bei meiner ersten AHB gab es noch ein Brauhaus das 2009 geschlossen war. Es gibt noch mehrere Kaffee`s und eine Eisdiele mit sehr leckerem Eis und Kuchen.


    Lohnenswert ist ein Restaurant „Berggasthaus Ziegenbuche“ mit Kaffee weiter oberhalb der Klinik mit schöner Terrasse.

    Ich war insgesamt vier Wochen in der Reha-Klinik. Alles in allem ein sauber geführtes Haus.

    Bewertung: :thumbsup:
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    AHB 2013 sowie Reha in 2014 in Ahlbeck, Usedom, Dengg Kliniken

    Der Sozialdienst des Krhs wollte mich 2013 zur AHB nach in die Reha Klinik Heiligendamm vermitteln, das habe ich aber abgelehnt, weil der Strand da so langweilig ist und ich vor meiner LK- Erkrankung oftmals und zu allen Jahreszeiten auf Usedom herumgewandert war.
    Deshalb habe ich gezielt auf Usedom nach geeigneten Rehakliniken herumgesucht und stiess dort auf eine Rehaklinik in Ückeritz und auch in Ahlbeck.

    Ich habe mich für Ahlbeck entschieden: rehaklinik-seebadahlbeck.de/

    Das war auch gut so, denn im Nachhinein erfuhr ich, dass die Klinik in Ückeritz zwar lauschig im Wald gelegen ist, aber weite und anstrengende Wege zu Ortskern und Strand vorweist. Nach frisch erfolgter Lobektomie hätte ich die vielen Stufen zum Strand sowohl hinab oder gar hinauf gar nicht bewältigen können!!!
    Die Beschreibung der Bedingungen der Reha – Klinik in Ückeritz habe ich anlässlich einer gemeinsamen Busreise nach Stettin mit einer in Ückeritz verorteten Patientin erfahren.

    Für mich war die Wahl Ahlbeck ein Glücksfall, denn dort gibt es die Abt. Pneumologie, Onkologie sowie Orthopädie.
    Und wenn man einigermassen mobil ist, kann man von Ahlbeck aus sehr, sehr viel unternehmen. Zur Rehaklinik selbst :

    - dort gibt es nahezu ausschliesslich Einzelzimmer
    - für Dauermitreisende grössere Räumlichkeiten in der Rosenvilla.

    Die Lage der Klinik ist traumhaft dicht am Strand
    ( für tageweise Mitwohnende in Einzelzimmern gibt es ein Zustellbett für 35 Euro pro Nacht incl. Frühstück)

    - geschmackvolle Einrichtung der Zimmer
    - Lesesaal mit Wlan
    - Kleines Cafe mit Zeitungen, Souveniers, Gegenständen des tägl. Bedarfes, Kaffee + Superkuchen, da gehen sogar auch die Ärzte in Pausen hin
    - Möglichkeit, sich unbegrenzt Wasser / Sprudelwasser zu besorgen
    - Safe und TV im Zimmer
    - sehr gutes Angebot an therapeutischen Anwendungen
    - sehr gründliche Erstuntersuchung am Ankunftstag ( nur Di u. Mi )
    - schnelle Erstellung eines Behandlungsplanes
    - individueller Ernährungsplan ( für spezielle Erkrankungen )
    - kann man wählen : Vollkost, Diät, vegetarisch
    - aber immer ganz individuelle Ernährungsformen in Einzelberatung
    - Schwimmbad vorhanden, Ergometer auch frei zu bestimmten Tageszeiten
    - zur Klinik gehört das Wiener Cafe, dort kann man vergleichsweise günstig ein Glas Wein , ein Bierchen oder Eis und Kuchen bestellen
    - Ärzte und Mitarbeiter sind sehr engagiert
    - Frühstück und Abendessen erfolgt in festgelegtem Zeitrahmen in Büffetform
    - Mittagessen erfolgt Punkt 12 Uhr unter Gloschen in der jeweils gewünschten Wahl
    - alle 3 Wochen Party mit Musik, Tanz und Büffet

    Meine persönlichen Erfahrungen:

    Ich war nun 2 x in dieser Klinik und habe mich dort sehr wohl gefühlt.
    Körpermässig wurde ich dort sehr gut beraten und atemmässig wieder aufgebaut.
    Etliche Mahlzeiten habe ich dort aber ausgelassen, weil ich mit meinem günstigen Behindertenticket der Usedomer Bäderbahn einfach jede Freizeit nutzen wollte, um auf der Insel herumzukurven, hier oder dort auszusteigen, um zu wandern im Wald oder am Strand.
    Mir reicht dann immer ein Fischbrötchen, was man stets überall kaufen kann.

    Aktuell:


    Diesjährig werde ich wieder im Sommer auf der Insel sein, habe ( bereits in 2014 ) eine Fewo in Zinnowitz für 4 Wo angemietet und ich freue mich so sehr darauf.
    Denn eine Reha werde ich erst wieder in 2017 bewilligt bekommen ( ausser man hätte eine Krankheitsverschlechterung, welche eine erneute AHB / Reha begründen würde.
    Das wünsche ich mir selbstverständlich nicht und ich bibbere gerade der nächsten anstehenden Nachuntersuchung Ende Mai entgegen.
    Und deshalb gebe ich auch für das persönliche Wohlbefinden erspartes Taschengeld für einen erneuten Aufenthalt auf Usedom aus ... dort geht es mir immer gut ( und ohne Allergien )
    ... und ich betreibe seit 3 Wochen NordicWalking ( wurde mir in der Reha vermittelt )
    ... hatte ich selber für Berlin als konsequenten Sport nie im Plan
    ... aber nun kurve ich 3 x wchtl. jew. 1-2 Std. mit meinen Stöcken herum
    ... im Britzer Garten Berlin, das war 1985 ehemals Bundesgartenschau, jetzt toller Park
    ... nach 3 Wochen Lauf alle 2 Tage bemerke ich eine Sucht nach Walking
    ... also die Stöcke werden unbedingt im erneuten Usedom – Gepäck sein.

    Jetzt habe ich viel geschrieben, aber ich finde diesen Thread einfach sehr gut, denn ein Austausch über Reha – Bedingungen – und Orte ist sehr wichtig!!
    Ich habe eine Freundin, welche bereits nach 2 Tagen eine psychosom. Klinik verliess, weil sie in einem Zweibettzimmer war und sich absolut unwohl fühlte.

    Auf solche Bedingungen habe ich immer geachtet, denn fuer 3 – 4 Wochen moechte ich ein eigenes Reich...und die veränderten Umstände in einer Reha sind schon Anforderung genug...

    Gruss Renate ( sich freuend auf Usedom )
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, NU`s bis 08/2018 unauffällig

    Knappschaftsklinik Bad Neuenahr-Ahrweiler

    Hallo,
    ich war im April 2015 zum zweitenmal in dieser Rehaklinik, da sie bei mir direkt um die Ecke liegt.
    Die Klinik nimmt nicht nur Krebs-Patienten auf, sondern auch Darmkranke und Patienten mit Soffwechsel-Störungen (v.a. Diabetes und Adipositas).
    Die Zimmer sind standardmäßig und meist mit einem Balkon, den man sich mit dem NAchbarzimmer teilt, ausgestattet. Es gibt auch eine Teeküche für Patienten, in der neben Mikrowelle, Kaffeemaschine und Wasserkocher auch 2 Kühlschränke sind. Unbedingt eigene Kaffee-Becher usw. mitnehmen!!!
    An Sport habe ich mitgemacht: Atemgymnastik, Beckenbodengymnastik (beides mit vielen tollen Erläuterungen), Wassergymnastik, Aquajogging, Muckibude, Crosstrainer, Ergometertraining, Gehtraining, (Nordic) Walking. Wie ihr seht wird da ganz schön viel angeboten, wobei ich bestimmt noch nicht alles durchhabe. Die Trainer sind alle sehr motiviert und freundlich, wie übrigens das ganze Personal dort. Ansonsten hatte ich in der Physio-Abteilung noch Heißluft-Massagen, Lymphdrainagen und den Hydrojet. Was dort noch mehr angeboten wird, könnt ihr hier sehen: kbs.de/DE/05_medizinisches_net…/therapie/InhaltsNav.html
    Beim Essen gibt es morgens und abends Buffett und mittags werden in der Woche 3 Menüs angeboten und am Wochenende 2 Menüs. Alles sehr ansprechend und lecker zubereitet. Nachmittags kann man sich auch Kuchen kaufen. Die Cafeteria ist leider geschlossen, aber im Ort gibt es sehr viele Cafes und Eisdielen.
    Die Kurklinik ist direkt im Ort Bad Neuenahr, daher ist es mit Parkplätzen problematisch, aber man kann mal schnell in der Pause bummeln gehen. Bad Neuenahr ist direkt an der Ahr (fließt vor dem Haus) sehr flach, aber es gibt dort auch Berge und tolle Wanderwege (Rotweinwanderweg) für die man entweder viel Zeit braucht oder gut zu Fuß sein sollte. Auch der Stadtteil Ahrweiler ist gut erreichbar (entweder mit der Bimmelbahn oder zu Fuß an der Ahr 3km entlang). Ausflüge werden auch angeboten in die nähere Umgebung und sehr empfehlenswert Acrylmalen unter fachkundiger Anleitung.
    Von der psychologischen Seite gibt es Entspannungskurs (Progressve Muskelentspannung), Einzelgespräche und Gruppengespräche.
    Es gibt dort auch eine tolle Stoma-Therapeutin.

    Ich hoffe, dass ich nicht allzuviel vergessen habe
    Ulrike

    REHA-Klinik Lehmrade Schleswig-Holstein

    kurklinikverzeichnis.de/reha-k…swig-holstein-deutschland

    2011 war ich zur AHB in der Kurklinik Lehmrade.
    Zuerst wurde mir eine Reha Einrichtung heimatnahe angeboten, aber ohne Kinderbetreuung von Schulkindern. Meine Tochter hätte dort in die reguläre Schule gehen müssen und das kam nicht in Frage.
    Auf Nachfrage bei der Rentenstelle und etwas Penetrant werden, wurde mir Lehmrade angeboten.

    Eingangsuntersuchung fand bereits am Anreisetag statt, obwohl ich erst um 15:30 Uhr ankam.
    Therapieplan wurde dort bereits besprochen mit Möglichkeiten für Wünsche und individuellen Anpassungen.
    Da ich aber am Donnerstag ankam und der Therapieplan erst am Montag verteilt wurde war das Wochenende etwas lahm.
    Das Zimmer war groß und für meine Tochter gab es ein Zustellbett, aber ansonsten spartanisch möbliert.

    Therapeutisch war die Klinik Klasse.
    Viele Angebote wie Ergotherapie, Psychotherapie, Wassergymnastik, Walking, Nordic Walking, Gedächtnistraining, Autogenes Training, Beckenbodengymnastik, Ernährungsberatung, Ergometer Training usw.
    Was besonders toll war: Die Kreativwerkstatt, die außer wen Therapien angesetzt waren, zur jeder Tageszeit für die Patienten offen waren (auch spät abends und wenn man es organisierte auch Nachts)
    Dort wurde Malen, Basteln, Arbeiten mit Speckstein, Flechten usw. angeboten.
    Da die Klinik klein und überschaubar ist, sind die Wege von einer Therapie zur Nächsten klein und auch bei strammen Therapieplan zu bewältigen
    Auch die Therapeuten waren nett und gut ausgebildet.

    Ärztliche Versorgung war eigentlich rund um die Uhr gewährleistet und die Schwestern auch versiert und nett.

    Das Essen:
    Morgens und Abends Buffet, Mittags Auswahl zwischen 2 Gerichten (Vegetarisch oder nicht) und einem Kindermenue.
    Bis auf Samstag hat es immer gut geschmeckt. Aber am Samstags war Eintopf angesagt und der verdiente den Namen nicht. Eine dünne Gemüsesuppe mit Rindfleischeinlage in homöopathischen Dosen und zerkochtem Gemüse aus der Dose. Schlecht gewürzt, fade also nur BÄH.
    Was immer gut war: Der Fisch. Einfach nur lecker, zum reinlegen.

    Umgebung:
    Lehmrade selber hatte nur eine Tanke, bei der man sich Süßkram, Getränke, usw. besorgen konnte. Ansonsten nur Landschaft und sonst nix. (Aber schöne Landschaft)

    Es gab die Möglichkeit bei einem Einkaufswagen der 2x die Woche zur Klinik kam, Dinge des Täglichen Bedarfs zu kaufen. (Leider zu Therapiezeiten)
    Samstags gab es die Möglichkeit für kleines Geld mit dem Bus nach Möln zu fahren und es gab ein paar wenige Möglichkeiten am Wochenende zu Ausflügen mit dem Bus.

    Die Kinderbetreuung war gut. Meine Tochter bekam von Ihrer Schule Hausaufgaben und konnte diese in der Betreuung erledigen und sonst wurde in der Kreativwerkstatt gebastelt, gemalt usw.

    Von der Kurklinik aus wurden mehrere Katzen gefüttert, die immer reichlich Zuspruch von den Patienten bekamen und viel für das Wohlbefinden der Patienten taten.

    Abends traf man sich im Frühstücksraum. Dort wurde Abends zeitweise Bewirtet. Meist brachten wir eine Flasche Wein, Saft oder Knabberzeug selber mit.

    Wer Wert auf Ruhe, gute Therapie und Landschaft legt ist in Lehmrade gut aufgehoben.
    Wer abends gern fort geht, und Lust auf Abwechslung hat, sollte sich nicht gerade Lehmrade aussuchen.

    Aber das ist auch schon eine ganze Zeit her, da kann sich inzwischen auch viel getan haben, wer weis?

    Bei meiner Reha konnte ich leider nicht mehr nach Lehmrade, da die Klinik 700km von mir entfernt ist, bei meiner Reha meine Tochter nicht mehr mit konnte und solche Entfernungen nur bei therapeutischem Bedarf genehmigt werden.

    Ein langer Eintrag und doch viel vergessen

    phoenix
    "Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerung zu Stufen würden, dann würde ich hinaufsteigen und dich zurückholen"
    (Unbekannt)
    __________________________________________________________________________________________________________________________________

    Mein Mann/meine Liebe :

    Geboren 22/4/52
    Kleinzelliges Bronchialkarzinom ED 9/12
    Für immer ins Licht: 05.07.14 17 Uhr15 ;(

    Reha-Klinik Schwabenland Isny Baden-Württemberg

    klinik-schwabenland.de/

    2013 war ich in der Schwabenland Klinik in ISNY zur Reha.
    Therapieplan wurde bereits am Anreisetag besprochen mit Möglichkeiten für Wünsche und individuellen Anpassungen.
    Am Anfang hatte ich mir den Plan überfüllt, aber nach einer Sitzung beim Psychotherapeuten (der mir klar machte das das nur Verdrängungstaktik ist) habe ich etwas entschleunigt.

    Therapieangebote in den ersten 3 Wochen war gut und Umfangreich: Ergotherapie, Psychotherapie, Wassergymnastik, Walking, Nordic Walking, Gedächtnistraining, Autogenes Training, Beckenbodengymnastik, Ernährungsberatung, Ergometer Training, Mukibude. Das Schwimmbad konnte außerhalb der Therapiezeiten auch so benutzt werden.
    Kreativwerkstatt war nur für Anwendungen offen (schade).
    In der 4. Woche waren die Angebote sehr dürftig, da man ja eigentlich nur für 3 Wochen aufgeplant war. Aber mit etwas Penetranz wurde auch die 4. Woche noch sinnvoll gefüllt.

    Die Therapeuten waren bis auf einen nett und kompetent.
    Aber der Eine, eine menschliche Katastrophe.
    Er war für Walking und Jogging, Aquagymnastik und Mukibude zuständig.

    Beim Lauftraining hatte er nur Augen und Anregungen für die Jogger, die Walker wurden nur belächelt, herablassen behandelt, für Ihr Übergewicht verspottet, Blutdruckwerte angezweifelt usw.
    Ich habe dann mein Lauftraining selber abgehalten und die Walkingstunden nicht mehr besucht.
    Beim Aquagymnastik wurden Tipps erst gegeben, als sich bei einigen schon Blasen an den Füssen (Ja im Wasser kann man das auch bekommen) gebildet hatten.

    Essen war nicht der Renner aber Essbar.
    Morgens und Abends Buffet aber eintönig. Mittags 3 Menues zur Auswahl.
    Leider war die Reduktionskost mit zu wenig Gemüse und Salat, so das man dabei immer Hunger hatte. (Soll man auch beim Abnehmen nicht haben)

    In der Klinik gab es ein nettes kleines Café , Kinoabende, Workshops und in Neutrauchtburg Möglichkeiten für kleine Einkäufe.
    Isny konnte zu Fuß bei schnellem Schritt in 20-25 Minuten erreicht werden oder kostenlos mit dem Bus.
    Dort gab es die Möglichkeit für Stadtbummel, Einkäufe und vieles mehr.
    Am Wochenende gab es die Möglichkeit Ausflüge per Bus zu buchen und in Isny und Neutrauchtburg gab es Tanzveranstaltungen.

    Landschaftlich sehr schön und für lange Wanderungen gut geeignet.

    Mir persönlich hat es in Lehmrade besser gefallen (vor allem die Menschen waren offener) als in Isny, aber wer Lust auf Weggehen und Unterhaltung hat, ist in Isny gut aufgehoben

    Wieder ein langer Eintrag und doch viel vergessen

    phoenix
    "Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerung zu Stufen würden, dann würde ich hinaufsteigen und dich zurückholen"
    (Unbekannt)
    __________________________________________________________________________________________________________________________________

    Mein Mann/meine Liebe :

    Geboren 22/4/52
    Kleinzelliges Bronchialkarzinom ED 9/12
    Für immer ins Licht: 05.07.14 17 Uhr15 ;(

    Luise-von-Marillac-Klinik in Bad Überkingen (BW, Schwäbische Alb)

    Diesen Bericht habe ich im Juni 2014 geschrieben und bin jetzt einfach so frei, den hierher zu kopieren ;)

    Ich bin jetzt schon seit 2 Wochen in der Luise-von-Marillac-Klinik, und es gefällt mir sehr gut hier im "roten Schloss der Tamoxi-Feen"

    Letztes Jahr um diese Zeit war ich ja in Scheidegg, und man vergleicht dann automatisch. Ich ertappe mich immer dabei, wie ich den Damen hier erzähle, was in Scheidegg alles besser war – und doch würde ich, wenn ich nochmal die Wahl hätte, wieder nach Bad Überkingen kommen!

    Die Pluspunkte in Scheidegg waren der „Dorfbrunnen“ an zentraler Stelle wo man ständig Mineralwasser und Tee holen konnte, das Schwimmbad, der Balkon am Zimmer (den ich wegen den 3 Wochen Dauerregen letztes Jahr nicht ein einziges Mal nutzen konnte) und dass abends die Cafeteria geöffnet hatte.

    Dass hier in Bad Ü im gesamten Klinikgelände Alkohol- und Nikotinverbot gilt, ist ja noch ok, aber dass man sich abends nicht mal einen Tee machen kann oder einen Orangensaft kaufen, ist schade. Man will sich ja nicht betrinken, aber abends in netter Runde ein Glas Wein zum Rummicup spielen, das war schön und gemütlich, und das fehlt hier total.

    Die Sitzgruppen sind so angeordnet, dass eine fröhlich lachende, spielende Runde schnell zur Lärmbelästigung wird. Nicht, dass sich jemand beschwert hätte, hier sind ja alle ganz lieb, aber man hat irgendwie ein ungutes Gefühl dabei.

    Das Kreativangebot ist hier etwas magerer als in Scheidegg, dafür ist die Sporttherapie deutlich besser. Man wird mit Pulsuhr trainiert, kann jederzeit aufs Ergometer und wird auch immer motiviert zum Sport. In Scheidegg war der Sport echt flach, mal ein wenig auf der Stelle wippen und mit den Armen schlenkern, das war’s dann schon.

    In Scheidegg sind häufig Termine ausgefallen, ersatzlos, das war hier noch nicht der Fall. Und weil hier alles kleiner und übersichtlicher ist, hat man auch das Gefühl, dass die Therapeuten besser auf den Einzelnen eingehen, es ist nicht so eine „Massenabfertigung“ wie in Scheidegg. Und die Trainer sind klasse!

    Wir hatten bis jetzt wechselhaftes bis sehr gutes Wetter, heute ist wieder ein strahlend schöner Tag, da zeigt sich die schwäbische Alb natürlich von ihrer schönsten Seite! Ich bin mit dem Auto angereist, dasist ganz praktisch. Man kann aber auch Fahrräder leihen (für 2€ am
    Tag), nach Geislingen oder in die Therme Bad Ditzenbach kann man noch relativ eben fahren.

    Einmal die Woche ist Aqua-Fit in der Therme, da gibt es dann einen Fahrdienst nach Ditzenbach. Man darf aber, sooft man will kostenlos in die Therme und auch in die Sauna dort. Fast jeden Abend findet sich ein Grüppchen, das mit dem privaten PKW noch zum Schwimmen fährt. Mir ist das Wasser dort zu warm zum Schwimmen, ich glaube, 38° C, da kann man nur im Becken rumdümpeln. Das kältere Becken ist meistens für Therapien belegt. Sauna ist klasse, eine 50°-Sauna, eine 90°-Sauna mit Aufguss unddie „Panorama-Sauna“ ebenfalls mit 90°. Montags ist Frauensauna, da habich mich reingetraut, trotz beidseitig Ablatio, es hat keiner blöd gekuckt und ich hab mich sehr wohl gefühlt. Ach ja, eine Dampfgrotte gibt es auch noch, textil.

    Das Essen ist durch die Bank lecker! 2 Essen zur Auswahl, eines vegetarisch und Freitags konsequent kein Fleisch oder Wurst, dafür lecker Fisch. Hier wird es wirklich praktiziert, dass vegetarisch nicht nur bedeutet, das Fleisch wegzulassen und nur Beilagen zu essen, sondern es werden vollwertige vegetarische Gerichte gekocht. Eigentlich bin ich kein Vegetarier, aber hier könnte ich es werden ;)

    Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende (Oscar Wilde)

    Klinik Masserberg Thüringer Wald

    <3 Bisher 4 Tage Masserberg:
    ich bin froh, dass ich das durchkämpfen konnte. Es ist total schön und gut hier. Nette Menschen: Patienten, Ärzte, Personal. Ich bin jede freie Minute draußen. Tolle Wander- und Spazierwege, tolle Cafés und Hütten. Man kann Schifahren (ziemlich schneesicher mit über 800 m)
    viele junge Leute durch die Augenklinik.
    Habe schon 2 tolle Führungen gemacht.
    Einmal durch Horst Golcherz, das wandernde Lexikon zu Masserberg, Thüringen und dem Rennsteig.
    Dann eine Reizklimawanderung mit dem Glasbläser vor Ort. Die Werkstatt habe ich mir natürlich auch angeschaut.
    Also kommt alle her und helft die Klinik, die zu kämpfen hat zu erhalten, denn ich möchte gerne wieder herkommen können.
    Dann ist hoffentlich das Bad renoviert. Bei Schnee im dampfenden Becken rausschwimmen wäre schon was.
    Soweit für heute.
    Resi

    Rehakliniken Bad Waldsee

    Ich war 2009, 2010 und 2011 zur AHB bzw. Reha in Bad Waldsee und kann die Kliniken sehr empfehlen.

    Es sind drei Häuser, die alle unter der gleichen Verwaltung stehen und das gleiche Programm anbieten.Liegen direkt nebeneinander. Etwa 80 % der Patientinnen sind BK erkrankte, einige Unterleibskrebs, sowie orthopädische Patienten.

    Es sind alles schöne Einzelzimmer mit Balkon, eigenem Bad, TV. Wlan war damals kostenpflichtig und auf den Zimmern auch nicht sehr stabil. Kann sich aber in den letzten Jahren geändert haben.

    Das Essen ist traumhaft, sehr große Auswahl, immer Salatbüffet dabei, einmal pro Woche ein Themenabend mit festlich gedecktem Tisch und Wein :!: Frisches Brot und Brötchen von den örtlichen Bäckern, sehr lecker.
    Die Therapieangebote sind gut, die Mitarbeiter sehr motiviert. Landschaftlich schön, es gibt zwei Seen direkt im Ort. Da der Ort klein ist, kann man alles leicht zu Fuss erreichen. Ausflugsmöglichkeiten zum Bodensee, ins Allgäu, nach Ulm und Ravensburg, gut mit Zug zu erreichn

    Insgesamt wirklich zu empfehlen. Jeder der dort war geht gern wieder hin.
    Liebe Grüße
    :)
    lilok

    Klinik Masserberg Thüringer Wald

    der erste Eindruck hat sich verfestigt. Ich habe mich 4 Wochen rundum wohlgefühlt und sogar noch auf eigene Kosten verlängert um mich ordentlich verabschieden und noch die letzte Wanderung unternehmen zu können.
    Die Ergotherapie war hervorragend.
    Das waren bei mir
    geselliges Tanzen, Beschäftigungstherapie (ich habe mir einen Teppich gewebt und Fliesen aus ton gefertigt)
    Sensibilitätstraining und kognitives Training, Schmerzlinderung
    Visualtraining - eine Mischung aus Augenübungen und Entspannung
    Auch die Physio- und Sporttherapien haben mir gut gefallen
    Marnitzmassage
    Feldenkraisgymnastik
    Rücken- und Gymnastik für Mammapatientinnen
    Ergometertraining
    Wassergymnastik
    Einführung in Nordic Walking
    Terraintraining

    das einzige, was ich nicht gern gemacht habe ist das Trainieren in der Muckibude. Dort waren ziemlich alte Geräte die scheinbar auch den Sporttherapeuten nicht so sehr zusagten. Man hatte nur eine halbe Stunde Zeit, durfte nicht selbst außerhalb dieser Zeiten hinein. Die Betreuung fand ich nicht so gut.
    Die Betreuung durch die Psychologin fand ich prima.
    Entspannungstechniken habe ich lieber alleine in meinem Zimmer geübt.
    In der Lehrküche habe ich lecker gekocht und gegessen, eine Abwechslung zur Restaurantküche. Die Diätassistentin weiß wovon sie redet.
    Das ist nur ein Auszug der Möglichkeiten, die die Klinik bietet, das was ich mit der Ärztin zusammengestellt habe. ich hatte volles Mitspracherecht, das was ich gerne machen wollte wurde möglich gemacht. Ich konnte ausprobieren, überdenken, ändern.

    Die Ärzte hielten sich zurück, waren aber bei Bedarf sofort da und haben reagiert. Auch die Schwestern waren jederzeit ansprechbar.
    die Klinik selbst hat Sanierungsstau, trotzdem ist es angenehm dort zu sein. Sie ist hell, freundlich, großzügig und luftig. Ich mochte die große freie Wendeltreppe sehr. Im Obersten Geschoss ist eine Kapelle, hell und freundlich, mit herrlichem Blick um sich zurückzuziehen. Es finden regelmäßig Gottesdienste statt.
    Die Zimmer sind praktisch eingerichtet, eher wie ein Hotelzimmer mit Duschbad. Die meisten Zimmer haben einen eigenen kleinen Wintergarten mit einem Tisch und 2 Korbstühlen.
    Abends muss man sich selbst beschäftigen, was mir nicht schwer fiel. Es gab überall Sitzecken, wo man sich treffen und kartenspielen o.ä. konnte. Allerdings fehlte ein zentraler Ort, wo alles "zusammenlief" und man immer jemanden antraf, am besten noch mit Bewirtung. Das war wohl vor ihrer Schließung die Pizzeria.
    Gastronomie gibt es im Ort reichlich. Schönes Cafés und Restaurants wo man der samstäglichen Suppe entgehen kann. Und für abends am Wochenende auch mal zu einem Tänzchen die legendäre Fliegerbar.
    Schön wäre, wenn die Klinik für das Wochenende Ausflüge anbieten könnte.
    Mit dem Bus dauert alles zu lange. zig mal umsteigen...
    Dabei gibt es wirklich schöne Ausflugsziele. Ich hatte mein Auto mit, dass ich für 60 ct am Tag abstellen konnte, habe es wegen der Witterung eher selten genutzt.
    Begeistert hat mich das Tanztraining im Tanzclub, dass dort für Patienten angeboten wird. Mich hat es motiviert auch zu Hause wieder mit dem Tanzen zu beginnen.
    Mir hat die AHB sehr gut getan. ich würde jederzeit wieder in diese Klinik fahren. Das werde ich versuchen, wenn ich eine Festigungs-REHA genehmigt bekommen sollte.
    Der sehr gute Sozialdienst sprach da von einer "Kann-Leistung".
    Wir werden sehen!
    Für mich ist die Klinik ideal, weil sie mir die Möglichkeit bietet in mehreren Bereichen behandelt zu werden. So war ich Patientin in der Onkologie, wurde aber in der Augenklinik mit behandelt und war bei einem Problem auch einmal beim Orthopäden zur Beratung. Alles völlig unkompliziert und hilfreich.
    Von mir bekäme die Klinik jedenfalls 5 Sterne.
    Resi

    Knappschaftsklinik Bad Neuenahr-Ahrweiler

    Nein, Ulrike, du hast nix Wesentliches vergessen!

    Die Stomaschwester ist wirklich eine absulute Wolke!!!

    Essen und Therapien sind klasse!

    Stadt und Umgebung sind wunderschön, fußtechnisch und fahrradmäßig seeeehr gut abzuklappern!

    Seeeeehr empfehlenswert!!!
    Euer Tündeli
    Das Leben ist halt lebensgefährlich!
    Drum brauch I Kampfsocken!

    Paracelsus-Klinik Bad Elster

    Vorab: ich wollte zuerst absolut nicht in diese Klinik - nicht mein Bundesland, kein Wasser usw. Aber das entscheidende Argument, es doch einfach so zu nehmen wie angeboten, war für mich die Nähe zu Tschechien. Ich bin dort regelmäßig, liebe die Natur, die Orte, die Menschen, das Essen - mit 30 Minuten nach Franzensbad konnte ich so auch meinen Partner leicht motivieren, mich jedes Wochenende zu besuchen :D ...

    Bei der Ankunft dann aber doch der erste Schock: die Klinik ganz oben am Hügel - ich konnte zu dem Zeitpunkt gerade mal 3,5 Monate wieder laufen (Komaschäden, Muskelatrophie) und befürchtete, den Weg nach oben niemals in vertretbarer Zeit zu schaffen, also ohne Termine oder Essenszeiten zu verpassen. Runter war weniger das Problem... Jedenfalls hatte ich Angst, kaum mal raus zu kommen, und raus hieß für mich, die ich zwei Monate Krankenhäuser hinter mir hatte, weg vom Klinikgelände. Doch es ging dann bald recht gut, auch durch geduldige, motivierende MitpatentInnen. Und wenn ich es mir nicht zutraute, gab es ein Shuttle - hat gut funktioniert. Um die Klinik herum gab es aber auch "oben" sehr schöne Wege mit lohnenden Zielen. Bad Elster ist, wie jeder Kurort, Geschmacksache. Das Bad ist toll, und die Cafés bieten eigentlich für jeden etwas, auch kulturell kann man sich schon etwas austoben. Die einzige richtige Einkaufsmöglichkeit hingegen war auch am Berg - nochmal genau so hoch wie die Klinik, nur eben am anderen Ende, d.h. ganz runter und wieder ganz rauf... War nur zwei Mal da, als sich jemand angeboten hat, mich im Auto mit zu nehmen. Angebot war dafür super dort.

    Fachgebiete sind Orthopädie und Onkologie, soweit ich mich erinnere. Meine Ärztin hat mich absolut überzeugt, vor allem durch ihre unvoreingenommen Wahrnehmung meiner Person und Möglichkeiten, etwas das mir in meiner zurückliegenden medizinischen Historie sehr abging. In der Mitte des Aufnahmegesprächs meinte sie, den ihr übermittelten Unterlagen nach solle ich "kaum rehafähig" sein, sie hätte jedoch den Eindruck, mich eher bremsen als anschieben zu müssen. Da ich keine AHB hatte und erst mal keine Reha bekommen, musste ich mit ambulanter Physio erreichen was eben ging, aber vieles blieb auf der Strecke in puncto Gleichgewicht und Beweglichkeit z.B.
    Ich bekam also dort alles an Gymnastik, das es gab und ich wollte, vor allem Wassergymnastik, 3 x die Woche.
    Hier dann das größte Lob überhaupt an den Pflegestützpunkt. Immer da, immer hilfreich, und die ersten und auch letzten (!), die es geschafft haben, mein Tracheastoma-Restloch (bin leider eine der wenigen, bei denen das Ding einfach nicht zuwachsen wollte) so zu tapen, dass ich problemlos mehrfach am Tag ins bzw. unters (Dusche) Wasser konnte. Nein, es waren keine typischen Pflaster, denn die gibt es nicht wirklich dafür - es wurde improvisiert.
    Auch sonst, ich wurde nie weg geschickt, wenn ich da stand und was wollte, das es nicht so einfach gab, haben sie sich darum gekümmert, jemanden aufzutreiben, der es verschrieb. Meist sofort und telefonisch. Weil gewartet hatte ich seit ich aus dem Koma erwacht bin auch echt genug... ;)

    Die Therapien waren alle nicht schlecht, erst fand ich die Unterschiede bei den Therapeuten nicht so gut und wünschte es mir etwas einheitlicher, weil ich mir Bewegungsabläufe schlecht einprägen kann - aber später war es doch irgendwie hilfreich, weil es mir sonst langweilig geworden wäre. Es wurde gut auf einen eingegangen und es gab auch viele unterhaltsame Momente, was motivierend war. Das Angebot fand ich auch sehr umfangreich, auch wenn ich vieles nicht nutzen wollte. Kann mir nicht vorstellen, dass jemand ernsthaft etwas vermissen würde. Schwimmbad und Muckibude mit Erlaubnis auch ohne Betreuung möglich. Nur mit dem nicht-therapeutischen Freizeitangebot konnte ich leider nichts anfangen, is aber okay so gewesen, bis auf einige MammaCa-Damen waren eben wenig so junge Hüpfer wie ich da. Das einzige das mir gefallen hätte wäre ein Vortrag vom Pilzkundler gewesen, aber den habe ich verpasst. Und den Kreativraum habe ich irgendwie auch immer zu spät bedacht...

    Ich hatte ein Einzelzimmer, das ich sehr gut eingerichtet fand, aber leider keinen Balkon. Glaube die gab es generell nicht...

    Über das Essen kann ich weder schlechtes noch gutes sagen, weil mir Vergleiche fehlen. Es schien mir soweit recht ausgewogen und schmeckte größtenteils gut. Die Spezial-Kostarten waren wenn ich sie probierte, nicht weniger lecker als Vollkost, und in der Menüauswahl (3 Gerichte) oft die interessanteren. Schade fand ich nur eines: ich konnte "ewig" keine Wurst mehr essen, weil ich nach dem Koma Geruchs-störungen hatte. Für mich roch wochenlang alles, absolut alles außer Obst nach Bierschinken. Schmeckte auch so. Ich hasste es. Als es endlich verging, konnte ich keine Wurst mehr sehen. Auf der Reha hätte ich dann gerne mal wieder ein Wurstbrötchen mit Essiggurke gegessen, eine Kindheitserinnerung. Ich erwähne es nur anekdotisch, weil es irgendwie seltsam ist: das ging nicht, weil es NIEMALS zeitgleich die drei Komponenten gab. Immer maximal zwei. ?( (WurstBROT mit Gurke oder Brötchen OHNE). Tee, weil ich es gerade woanders las, gab es auch nur, wenn der Essensraum geöffnet war.

    Also alles wichtige kann ich quasi als gut bis sehr gut bewerten. Wenn einem Kaffee und Internet nicht wichtig ist. Ich bin kompliziert was Kaffee angeht, das gebe ich zu. Aber von 9 bis 11 Uhr ist es dort vollkommen egal, ob man hohe oder niedrige Ansprüche an Kaffee stellt, es gibt einfach KEINEN in dieser Zeit. Und das war schon arg für mich. Vor 9 (Frühstück) fand ich ihn nicht gut, nach 11 schon, aber teuer (Cafeteria), aber wenn ich nach den ersten Therapien endlich mal Zeit für eine Pause hatte: nicht mal Automatenkaffee, nirgendwo. Dafür war die Cafete abends auf und es gab Bier und Wein. Ist für manche vielleicht bedeutender als kein Kaffee vormittags...
    Warum genau das mit dem Internet nicht toll war, kann ich nicht beschwören. Jedenfalls fand ich es zu teuer, vielleicht wars das schon. Ich bin am Wochenende mit dem Laptop in ein x-beliebiges Café in Cheb oder Franzensbad gegangen, wo es "free WiFi" gab, und hab in zwei Stunden erledigt, was halt erledigt werden sollte oder musste. Aber ich hatte auch eine Mitpatientin, die sogar online arbeitete (ja, es gibt echt Leute, die nicht mal auf Reha ihre Ruhe bekamen :rolleyes: ) und zufrieden damit wirkte, somit scheint gegen die Qualität der Netzverbindung nichts zu sprechen.

    Entschuldigt die Ausschweifungen, aber das hat mir Spaß gemacht ^^ ...

    Schöne Reha-Aufenthalte, wohin immer ihr geht...
    Hallo Lucya,

    da du noch keine Antworten bekommen hast wollte ich dir zumindest den Link an die Hand geben, falls du die Seite nicht schon kennst

    klinikbewertungen.de/klinik-fo…k-schloss-hamborn-borchen

    Ich muss allerdings auch sagen, Bewertungen und Eindrücke vorweg von anderen Leuten sind natürlich gut, ABER man sollte auch immer daran denken dass das immer subjektiv ist. Also erstmal mit positivern Gedanken die Reha antreten ;)
    Ich fand zum Beispiel die Rehaklinik in Bad Salzungen recht gut, und habe jetzt einige Kritik gelesen oder gesagt bekommen.

    Und was ich in den Jahren gemerkt habe, die Leute die man dort kennenlernt sind wesentlich daran beteiligt wie man einen Reha Erfolg bewertet :)

    Gruß Wangi
    Es sind die Begegnungen mit Menschen,
    die das Leben lebenswert machen.

    Guy de Maupassant; aphorismen.de/zitat/15977
    @Wangi:

    vielen Dank für deine Mühe. Ursprünglich sollte die Reha eh in einer psychosomatischen Klinik stattfinden ( Burnout, Tinnitus , mittlere Depression ) , dann kam das Rezidiv dazu ...leider
    Alles wird dort behandelt (außer spezielle Tinnitus-Übungen). Von daher denke ich, dass diese Klinik ganz gut passt

    Reha Zentrum Utersum/Föhr

    Im Jahr 2013 war ich im Spätherbst in der Reha-Klinik in Utersum auf Föhr. Es war nach der AHB meine 1. Reha. Das Publikum war sehr gemischt, Schwerpunkt eher Atemwegserkrankungen aber auch einige onkologische Patienten, davon die meisten mit Brustkrebs.

    Die Klinik in Utersum ist sehr groß, weitläufig in einem parkähnlichen Gelände, etwas außerhalb des Ortes Utersum und direkt am Wasser gelegen, es sind wirklich nur wenige Meter bis zum Strand. Eine traumhafte Lage, die zu laaangen Strandspaziergängen einlädt. Die Zimmer sind zweckmäßig, das Mobiliar etwas in die Jahre gekommen, aber mein Zimmer war groß, sehr sauber und ruhig gelegen. Auffallend war die Freundlichkeit des Klinikpersonals vom Reinigungspersonal bis zum Arzt.

    Eingangsuntersuchung war sehr gründlich bei mir, es wurden auch sehr viele Anwendungen verordnet, leider hatte ich das Pech, dass Therapeuten erkrankt sind und dann vieles ersatzlos gestrichen wurde. Ob das tatsächlich nur einfach Pech war, oder öfter passiert, kann ich nicht sagen. Zudem war ich in einer sehr "orkanlastigen" Jahreszeit da, so dass Outdoor-Therapien wie z.b. das Bogenschießen (speziell für BK-Frauen) oder Walking mehrfach abgesagt wurden, statt dessen sind wir dann kegeln (hauseigene Kegelbahn) gegangen, war zwar lustig, aber hilft nicht wirklich weiter. Die Therapien, die stattgefunden haben, waren sehr gut. Aber für meinen Geschmack war es viel zu wenig. Sehr positiv empfand ich, dass die Gruppengröße immer so bemessen war, dass der Therapeut bei Bedarf noch auf den Einzelnen eingehen konnte (für Korrekturen oder alternative Übungen).

    Das Schwimmbad ist angenehm groß, allerdings müssen immer mind. 3 Personen im Wasser sein (betrifft die Zeiten außerhalb der Therapiezeiten. Es gibt Listen, in die man sich eintragen kann). Von den Therapeuten werden noch einige Anwendungen angeboten, die man freiwillig machen kann (vom Trommelkurs, Line Dance bis zum Zirkeltraining war für jede Belastungsstufe was dabei).

    Das Essen ist Hausmannskost, mehr nicht, aber auch nicht weniger. Als sehr negativ habe ich empfunden, dass es keine festen Plätze im Speisesaal gibt, weil es einfach nicht genug Plätze für alle Patienten gibt. Plätze reservieren ist eigentlich untersagt, wird aber trotzdem gemacht. Als neu angereister Patient steht man da erstmal ziemlich dumm da und weiß gar nicht, wo man sich hinsetzen soll. Sehr unglückliche Lösung.

    Freizeitbeschäftigung: Ein kleines Cafe in der Klinik, ordentliches Angebot, aber leider sehr beschränkte Öffnungszeiten, im Ortskern Utersum (zu Fuß gut erreichbar) war auch nicht viel, lag vermutlich aber auch an der herbstlichen Jahreszeit. Man konnte eine Busfahrkarte für 25 Euro erwerben, damit konnte man 3 Wochen kreuz und quer über die Insel fahren. Aber auch in anderen Orten der Insel Föhr waren leider viele Cafe's bereits im Winterschlaf, während der Touristen-Saison (zwischen Oster- und Herbstferien) dürfte man deutlich mehr Freizeitmöglichkeiten haben. Tipp: "Cafe Föhrer Teestube in Nieblum" - die leckersten Waffeln, die ich je gegessen habe ;)

    Wenn jemand auch ohne Trubel auskommt und mit Bewegung in der Natur zufrieden sein kann, ist die Insel Föhr auch im Herbst/Winter eine gute Adresse. Die Klinik in Utersum kann ich allerdings nur eingeschränkt empfehlen (wegen der zu oft ausgefallenen Therapien und der unsäglichen Speisesaalregelung, die immer wieder für Ärger sorgte)


    Grüße
    Birgitt
    Lieben Gruß
    Birgitt

    Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter.

    (Winston Churchill)

    STRANDKLINIK IN BOLTENHAGEN

    Ich bin noch ganz frisch zurück von meiner 3-wöchigen AHB in Boltenhagen und versuche mal, in kurzer Form ein paar Eindrücke hier zu hinterlassen:

    Lage: top, bisschen abseits, was mit der beginnenden Hauptsaison ein großer Gewinn war, direkter schneller Zugang zum Strand, nettes Personal am Zugang, kleines nettes Restaurant gleich "anbei", kleiner Bioladen und nettes Café mit großartigem Kuchen auch nah bei. Alles andere kostet 15 Minuten straffen Fußmarsch.

    Gebäude: Seit 2 Wochen wird dort am Klinikgebäude gebaut und ich denke, da kommt in der näheren Zukunft noch einiges an Ungemach (Betreiber konnten bislang gepachtetes Gebäude nun kaufen und haben noch viel vor...) , Außenflächen waren dadurch kaum nutzbar, was gerade für die nicht mobilen Patienten sehr störend war. Ansonsten fast überwiegend große, gut eingerichtete Zimmer ohne Balkon. Solltet ihr ein Zimmer mit der Nummer x90 zugeteilt bekommen, zeitnah beschweren. Ich bin in diesem neben dem Treppenaufgang liegenden, sehr kleinen und schlecht eingerichteten Zimmer tapfer zwei Wochen geblieben, konnte kaum schlafen (um 5h startet das Personal mit großem Getöse) und habe erst in der 3. Woche dann vernünftig gewohnt. TV und WLAN kostet extra, WLAN funktioniert in Etage 4 nicht mehr...

    Verpflegung: sensationell für eine Großküche - frisch, abwechslungsreich, lecker, morgens und abends Buffet, abends teilweise warm, mittags 3 Speisen zur Wahl (Vollkost, Diät, Vegetarisch), Speisesaal keine Augenweide und etwas laut, feste Tischordnung, die zugeteilt wird (man kann ändern lassen, wenn nötig ;) ) Küchenchef sagte zu einem Patienten "Bitte schauen Sie mein Essen etwas liebevoller an" - das sagt alles über seine Haltung zum Kochen :) Wasser umsonst, Tee nur morgens und abends, Kaffeeautomat auf 1. Etage, Wasserkocher u.ä. nicht erlaubt. Nehmt euch ein Glas/eine Tasse mit. Fürs Zimmer, wenn ihr mögt.

    Medizinische Versorgung: naja, mittelprächtig. Routinierte blitzschnelle Abfertigung in den Arztgesprächen, keine Information darüber, welche Therapien/Kurse möglich wären, es wird ohne Patientenbeteiligung erstmal etwas zugeteilt. Ich wurde nicht nach meinem Leistungsvermögen gefragt und habe am Anfang Reifen durch die Turnhalle gekullert, nachdem ich vor der OP bereits 2x1 Std. wöchentlich im Reha-Sport an Geräten und am Boden war :( Nach einer Woche ließ sich das anpassen, aber es war etwas schade um die verlorene Zeit. Auf besondere Bedürfnisse anderer Patienten (schwere Lymphödeme, Gehbehinderungen u.ä.) wurde nicht wirklich angemessen reagiert. Lymphdrainage machte im Haus mit 260 Patienten nur 1 (!) Mitarbeiterin, die 2. war im Urlaub...

    Therapien: überwiegend sehr nette Therapeuten, meist fröhlicher Frühsport am Meer (muss man sich wünschen), insgesamt unbedingt vorher überlegen, was man sich wünscht und direkt erfragen (man wird im Vorfeld leider nicht informiert, welche Möglichkeiten bestehen), sonst kann es leicht sein, dass das Trainingsniveau gar nicht passt, psychologische Angebote gibt es nur nach nachdrücklicher Nachfrage (waren dann bei mir aber recht gut). Was ich wirklich vermisst habe: eine richtige Tanztherapie, eine Musiktherapie, eine Kunsttherapie und so etwas in der Art - in dieser Hinsicht sehr schwach. Therapiepläne bekommt man kurzfristig und sie sind manchmal sehr eng, dann wieder sehr locker. Wir haben aber fast immer Zeit gefunden, auch mal etwas für uns zu machen, und das nicht nur am Wochenende. Die einzelnen Therapien sind fast immer sehr kurz, nur 30 Minuten oder etwas weniger. Ich hätte mir manches Mal gewünscht, dass es etwas länger geht und damit intensiver wird.


    Ich habe bestimmt einiges vergessen, aber vielleicht hilft das hier schon für einen ersten Eindruck. Ich hatte Glück mit meinen Frauen, die mich dort umgeben haben. Wir haben uns eine gute Zeit miteinander gemacht und die Defizite meist mit Humor genommen. Was ein zweites Mal angeht, bin ich noch unentschieden. Da brauche ich noch etwas mehr Abstand. Vielleicht suche ich mir beim nächsten Mal eine weniger idyllische Umgebung bei besserem Therapiekonzept? Oder aber ich fahre gemeinsam mit den Damen von diesem Jahr doch nochmal und nutze meine Kenntnis aus der ersten Runde für besseren Zugriff auf gute Therapieangebote? Mal schauen...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider

    Reha Zentrum Ostseeblick in Ückeritz/Usedom

    Und nun noch mein Bericht zum Reha Zentrum Ostseeblick in Ückeritz/Usedom. Mein Aufenthalt war Aug/Sep 2012, ist also vielleicht nicht mehr ganz aktuell.
    Ich übernehme mal die übersichtliche Einteilung von c.onny :)

    Lage: Die Klinik liegt etwas außerhalb von Ückeritz an einer bewaldeten Steilküste. Zugang zum endlos langen Sandstrand ist nur über eine gewaltige Treppe (ca. 110 Stufen) möglich. Die ersten Tage habe ich mich da nicht herunter getraut, weil ich nicht wusste, ob ich es wieder hoch schaffe, zu der Zeit war ich wirklich sehr unfit...Später lernte ich bei einer "Yoga-Atemtherapie" auf der Strandtreppe, wie sie zu bewältigen ist...ein tolles Gefühl, wenn man das geschafft hat :)

    Gebäude: Die Klinik ist großzügig angelegt, ordentliche und saubere Zimmer. TV musste extra bezahlt werden und war auch recht kostspielig. Handyempfang schwierig, ist aber schon 4 Jahre her, da kann sich was geändert haben. Viele Strandkörbe im Garten zur freien Nutzung.

    Verpflegung: Ein sehr geräumiger Speisesaal mit abwechselungsreichem Angebot, Morgens und abends Buffet, Mittags 3 Gerichte zur Auswahl. Feste Sitzordnung, Änderung war am nächsten Abreisetag möglich (aber ungern). Wasserspender (kostenlos) auf den Etagen. Eine Cafeteria mit moderaten Preisen und allem, was man so mal zwischendurch benötigt, die Sitzmöglichkeiten dort könnten etwas gemütlicher sein.

    Medizinische Versorgung: Damit war ich leider weniger zufrieden. Die Aufnahmeuntersuchung ging ruckzuck, Therapien wurden ungefragt durch die Ärztin festgelegt. Da ich zu dem Zeitpunkt völlig "reha-unerfahren" war, habe ich das mit mir machen lassen, würde mir heute nicht mehr passieren. Und so standen tlw. völlig überflüssige Therapien auf meinem Plan, z.b. ein Vortrag "Haarverlust bei Chemo", meine Haare wuchsen damals aber schon wieder recht üppig (das muss auch die Ärztin gesehen haben) oder ein "Kosmetikseminar", ebenso überflüssig und unerwünscht. Die Abschlussuntersuchung war noch kürzer und eigentlich eine Frechheit. Auf anderen Stationen gab es diese Probleme jedoch nicht. Die meisten Mitpatienten waren mit der ärztlichen Betreuung auf ihren Stationen zufrieden.

    Therapien: Die Physiotherapeuten waren bis (auf eine Ausnahme) sehr gut und engagiert. Jedoch Änderungswünsche von Therapieplänen fast unmöglich, erst bei der wöchentlichen Visite, bis das dann im Plan wirklich umgesetzt ist, ist die halbe Reha schon um. Die ärztlichen Vorträge waren überwiegend langweilig, schlecht vorbereitet, noch schlechter präsentiert und katastrophal organisiert, zu viele Teilnehmer, eine Ärztin z.b. ging auf jede Zwischenfrage ausführlich ein, und kam dann natürlich zeitlich überhaupt nicht mehr klar. Hier wären kleine Gruppen mit einen kompetenten Arzt sehr viel ergiebiger gewesen.

    Freizeitbeschäftigung: Ein ordentliches Schwimmbad auch zur freien Nutzung und einige freiwilligen Angebote (sowohl sportliches als auch kreatives), Fahrradverleih am nahegelegenen Campingplatz, täglich wechselnde Verkaufsstände (Handwerkliches, Schmuck, etc) in der Klinik dienten zum Zeitvertreib. Ausflüge in die nahen Kaiserbäder oder nach Swinemünde/Polen sind empfehlenswert. Es werden einige Ausflüge (am Abend und am Wochenende) direkt ab der Klinik angeboten, mit kleinen Bussen und fairem Preis. Für individuelle Ausflüge muss man gut zu Fuß sein (z.b. 2 km zum Bahnhof der Bäderbahn). Ich hatte mein Auto dabei, sonst wäre vieles für mich unerreichbar gewesen, denn Usedom ist eine sehr schöne Insel mit zahlreichen Möglichkeiten. Ich hatte allerdings auch das Glück, meine 3 Wochen bei häufig noch badetauglichem Spätsommer-Wetter zu verbringen. Cafe-Tipp: Cafe Knatter in Ückeritz mit leckerem Kuchen und herrlichem Blick aufs Achterwasser (tolle Sonnenuntergänge!)

    Ich gehe davon aus, dass meine schlechten Erfahrungen bzgl. der ärztlichen Betreuung ein bedauerlicher Einzelfall sind und würde die Klinik daher mit wenigen Einschränkungen durchaus weiter empfehlen. :thumbup:
    Lieben Gruß
    Birgitt

    Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter.

    (Winston Churchill)
    Es geht nicht an die See, es geht nach Bad Oeynhausen in die Porta Westfalica Klinik.

    Macht nix, auch schön.
    Zuletzt war ich 2004 dort,und es hat mir sehr gut gefallen, ich wurde wieder fit gemacht.
    kpw.eu/index.php?sn=klinik&s=H…w_Vid&N_vid=klinikvid.flv

    Am 17.10.fahre ich mit dem Zug dahin.
    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-
    Paracelsus-Klinik Scheidegg

    Hier mein
    Bericht aus Klinikbewertungen.de:


    Meine hohen Erwartungen wurden noch übertroffen

    Onkologie

    11.02.2016
    |
    Sonntagskind1973 berichtet als Patient |
    Jahr der Behandlung: 2016
    | Benutzerempfehlung

    Gesamtzufriedenheit:sehr zufrieden
    Qualität der Beratung:sehr zufrieden
    Medizinische Behandlung:sehr zufrieden
    Verwaltung und Abläufe:sehr zufrieden
    Ausstattung und Gestaltung:sehr zufrieden

    Pro:Vielfältiges AngebotKontra:Manche Angebote durfte man nur 1 Mal wahrnehmenKrankheitsbild:BrustkrebsPrivatpatient:nein
    Erfahrungsbericht:
    Vom 5.1.2016 - 2.2.2016 war ich zur
    Anschlussheibehandlung (nach Brustkrebs) in der Paracelsus-Klinik
    Scheidegg. Ich bin mit hohen Erwartungen angereist und diese wurden noch
    übertroffen. Das Angebot (insgesamt sind 120 verschiedene Anwendungen
    möglich!) ist riesig, vielfältig und differenziert. Der Schwerpunkt der
    Klinik liegt zum einen in der Sporttherapie, zum anderen in der
    Psychoonkologie. Wer mit einem oder beiden etwas anfangen kann, ist hier
    genau richtig.

    Bei den Sportangeboten wird differenziert, es gibt insgesamt 3
    Schwierigkeitsstufen (leicht, durchschnittlich, anstrengend), so dass
    für jedes Fitnesslevel was geboten ist. Es gibt auch "Schmankerl" wie
    Schneeschuhwandern, Langlaufen, Zumba und Aquadance (Zumba im Wasser).
    Zu den psychoonkologischen Angeboten (z.B. Gesprächsrunden, diversen
    Entspannungstechniken, Tanztherapie, Musiktherapie) kann man sich nach
    eigenem Ermessen jederzeit an- oder abmelden, was ich bemerkenswert
    flexibel fand. Einige der Zusatzangebote (Sport-Schmankerl s.o.,
    Lehrküche, Kreativangebote, Wanderungen) sind leider dahingehend
    beschränkt, dass man sie pro Aufenthalt nur 1-2 Mal belegen kann, damit
    auch andere zum Zuge kommen. Wenn kurzfristig noch Plätze frei sind,
    darf man aber auch wiederholt teilnehmen.

    Alles andere (Zimmer, Klinikausstattung, Personal, Essen, Lage) war auch
    prima. Ich kann die Klinik uneingeschränkt empfehlen. Wer als Mann
    hinfährt, sollte sich allerdings klar sein, dass er in der Minderheit
    ist (einstelliger Prozentbereich).

    Hier noch ein Link zu von mir erstellten Fotos der Klinik und ihrer schönen Umgebung:
    s201.photobucket.com/user/sonn…racelsus-Klinik Scheidegg


    Sonnenberg-Klinik Bad Sooden-Allendorf

    Ich war Januar/ Februar 2017 in der Sonnenberg-Klinik in Bad Sooden-Allendorf und möchte euch gerne meine Erfahrungen berichten.

    Die vielen guten Bewertungen der Sonnenberg-Klinik hatten mich im Dezember 2016 bewogen, diese als meine Wunsch-Klinik für die AHB nach meiner Brustkrebserkrankung anzugeben. Die Klinik liegt direkt am Berg und hat in den talseitigen Zimmern eine tolle Aussicht über das Werratal und Bad Sooden-Allendorf. Ich hatte allerdings ein Zimmer zum Berg, diese sind etwas ruhiger, da man durch die erhöhte Lage den Zugverkehr in den talseitigen Zimmern mehr hört.

    Die Zimmer sind recht unterschiedlich vom Erscheinungsbild her - einige sind mit Auslegeware, einige mit Linoleum. Alle Zimmer verfügen über ein kleines Bad mit Dusche. Die Einrichtung ist dem Haus entsprechend zum Teil etwas in die Jahre gekommen, aber die Zimmer werden wohl so nach und nach auf einen moderneren Stand gebracht. Aber alles war immer sehr sauber. Die Putz-Damen waren da gut hinterher. WLAN gibt es nur im Erdgeschoss.

    Das Essen war immer sehr gut und abwechslungsreich. Ich war knapp 4 Wochen in der Klinik – es gab mittags keinerlei Wiederholungen. Früh und abends konnte man sich am Buffet satt essen. Frische Salate gab es mittags und abends immer, ein Korb mit Obst stand ebenfalls immer zur Verfügung. Wasser mit und ohne Sprudel kann ganztägig im Speisesaal gezapft werden. Die Flaschen dafür kann man in der Cafeteria erwerben, die 1 l-Flasche kostete 2,00€. Tee konnte man sich ebenfalls während der Öffnungszeiten (7.30 Uhr bis 21.00 Uhr) des Speiseraumes ganztägig holen. Thermoskannen können gegen eine kleine Gebühr (oder Pfand? Bin mir da grad nicht sicher) von 5,00€ ausgeliehen werden.

    Das Personal – von der Rezeption über die Ärzte und Schwestern, die Therapeuten, das Küchenpersonal, die Damen auf Etage, … die ich kennen gelernt habe, sind durchweg alle freundlich und motiviert. Die Sport-Therapeuten motivieren zum Mitmachen und ich als eingefleischter Sportmuffel muss sagen, ich habe mich auf jede sportliche Gruppenaktivität gefreut. Sei es die Walking-, Brust- oder Übungsgruppe oder die Rückenschule. Einige sportliche Aktivitäten konnten nach entsprechender Einweisung selbstständig an diversen Geräten wie Ergometer oder Seilzug durchgeführt werden.

    Neben dem physischen Wiederaufbau wird in der Klinik auch großen Wert auf die psychologische Betreuung gelegt, wobei ich hier lediglich einige sehr hilfreiche Vorträge wahrgenommen habe. Überhaupt gibt es viele interessante Vorträge zu den verschiedensten Themen – medizinische Vorträge, Informationen zu Ernährung, psychologische Vorträge, Infos zu Schlafstörungen, …. Als Entspannungstherapie wird die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen gelehrt.

    Einmal in der Woche war Stationsvisite, während der man mit seinem Arzt abstimmen konnte, ob der Behandlungsplan so passt oder ob das eine oder andere geändert werden soll. Änderungen und Anpassungen waren problemlos möglich. Außerhalb der Visite waren immer Ärzte erreichbar, so dass man sich mit seinen kleinen oder großen Nöten jederzeit an diese wenden konnte.

    Neben dem „Pflichtprogramm“ laut Behandlungsplan gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, an Angeboten teilzunehmen, für welche wöchentlich Listen ausgelegt werden, in welche man sich eintragen kann. Stellvertretend möchte ich hier nennen Achtsamkeitsmeditation, Klangmeditation, Phantasiereisen, Yoga, Tai Chi, Danse Vita und viele weitere. Wer seiner Kreativität freien Lauf lassen möchte, kann dies 24 Stunden am Tag tun mit Tonarbeiten, Peddigrohr, Malen,… Freitags werden, bei entsprechender Teilnehmerzahl Ausflüge nach Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt, … angeboten.

    Bad Sooden-Allendorf ist in meinen Augen ein gemütliches, verschlafenes Örtchen. Sooden ist der Kur-Teil des Ortes mit den diversen Reha-Kliniken, einem Kurplatz, diversen kleine Geschäften und Cafés. Zu benennen wäre hier vielleicht als lohnend das Café Feldmann, die eine mega-leckere Mohntorte anbieten. Mohn wird am Hohen Meißner angebaut und ist eine Spezialität der Region. In Allendorf, auf der anderen Werra-Seite, gibt es viele schöne Fachwerkhäuser und einige nette Geschäfte. Zum Shoppen sollte man aber die Zeit zwischen 13 und 15 Uhr meiden, da die Geschäfte zum Teil geschlossen sind. Von der Klinik aus kann man über viele gut ausgeschilderte Wanderwege die Umgebung erkunden. In den Sommermonaten ist das Schloss Rothestein auf der Allendorfer Seite ein sehr lohnendes Ziel. Für die abendlichen Ausflüge bieten sich u.a. ein Irish Pub mit samstäglicher Live-Musik oder das Kino an. Wer mit Auto anreist ist schnell in Hann. Münden, Göttingen, am Hohen Meißner, … Die Städte sind auch mit dem Zug gut zu erreichen.

    Auch wenn ich jetzt das eine oder andere vielleicht vergessen habe aufzuzählen – ich kann die Klinik 200% weiter empfehlen. Ich bin körperlich wie auch mental gestärkt aus der AHB heimgefahren und kann mir durchaus vorstellen, einen weiteren Aufenthalt zur Reha dort in Anspruch zu nehmen.

    Fazit: :thumbsup: :thumbsup:

    Bei Fragen bitte fragen ;)

    Klinik Reinhardshöhe in Reinhardshagen/Bad Wildungen 2017

    Klinik Reinhardshöhe in Reinhardshagen/Bad Wildungen August 2017

    Die Klinik liegt direkt am Kurpark (nur über die Straße) und verfügt über einen Klinikparkplatz
    ​Sie ist vom Aufbau etwas unübersichtlich/gewöhnungsbedürftig, da wiederholt angebaut wurde.
    Die Zimmer sind daher auch unterschiedlich, ich hatte ein Zimmer mit Balkon und Mini-Kühlschrank, zweckmäßig eingerichtet. Es gibt aber auch Zimmer ohne Balkon.

    Fernseher (Flachbildschirm) und WLan (sehr guter Empfang, noch nicht in allen Zimmern, aber sie arbeiten daran) sind kostenfrei.

    Es ist ein Sportraum mit 5 Kraftgeräten, 4 Ergometern, 3 Laufbändern, 2 Crosstrainern und einem Liegefahrrad vorhanden. Man bekommt Traininingszeiten auf seinen Therapieplan, kann den Sportraum aber auch so nutzen, sofern die Geräte frei sind, bzw. nach den offiziellen Trainingszeiten.

    Das Schwimmbad und der Whirlpool sind auch fast ganztägig frei zu nutzen, Einschränkungen gibt es nur bei Therapieeinheiten, eine Aufsicht gibt es nicht.
    Eine Sauna steht nachmittags/abends zur Verfügung.

    Das Essen ist durchschnittlich bis gut. Morgens und abends gibt es ein Buffet, getrennt in Vollkost und Schonkost, morgens neben Brot, Brötchen, Aufschnitt, süßer Belag mit verschiedenen Joghurts, Quark, Müsli, Obstsalat, abends zusätzlich mit verschiedenen Salaten.
    Mittags gibt es immer ein Salatbuffet. Das Essen wird dann am Tisch serviert mit Vorsuppe (meistens irgendeine Brühe)(wenn man etwas später kommt ist sie leider kalt), Hauptspeise und Nachtisch. Das Servicepersonal ist sehr freundlich und hilfsbereit. Man sitzt auf festen Plätzen.

    Ein besonderes Schmankerl mit dem sich die Klinik hervorhebt ist ein regelmäßig durchgeführtes Candle-Light-Dinner an einem Freitagabend mit 4-Gänge-Menu und alkoholfreien Wein, schön eingedeckt, Kerzenlicht, Musik. Hat mir sehr gut gefallen.

    Angeboten wird auch eine Lehrküche, wo man in einer kleinen Gruppe (6-8 Leute) leckere Gerichte zubereitet und danach verzehrt.
    Individuelle Ernährungsberatung gibt es auch.

    Die Klinik verfügt darüber hinaus über einen Salzraum mit Gradierwerk (eine 3/4-Stunde Entspannung, Atem- und Lichttherapie soll einem Tag an der See entsprechen). Entspannend ist es auf jeden Fall.

    Zusätzlich gibt es auch eine Hydrojetliege, die ich leider nicht testen durfte, von denen meine Mitpatienten aber sehr angetan waren.

    Ein Schwerpunkt in der Klinik ist die Lymphologie, wer also ein großes Problem mit Lymphödem hat ist dort sicher gut aufgehoben. Es gibt sehr viele Therapeuten, die Lymphdrainage machen können. Ansonsten ist neben der Onkologie auch noch die Orthopädie vertreten.

    Einen großen Bereich nimmt auch die Ergotherapie ein, wo es immer mit guter Laune zur Sache geht. Dort finden auch die Therapien für die Neuropathien statt.
    Kreativangebote außerhalb des Therapieplanes gibt es leider nicht.

    Psychoonkologie wird auch angeboten.

    Im Keller gibt es eine Kegelbahn und einen Billiardtisch zur freien Verfügung. Regelmäßig wird ein Kegelabend angeboten.

    Die Cafeteria verfügt über ein leckeres Angebot an Kuchen und Kaffeespezialitäten, sowie 2 x die Woche frisch gebackene Waffeln, wo man dann aber frühzeitig erscheinen muss um noch eine abzubekommen. Außerdem gibt es alkoholfreie Cocktails und alkoholfreies Bier. Die Preise sind niedrig. Man kann auch auf einer kleinen Terrasse sitzen.
    Zusätzlich gibt es noch eine Dachterasse mit wenig Schatten, aber schönem Ausblick, wo man gut sitzen/liegen kann.

    Vorträge gibt es wie überall, da das ja auch von den Kostenträgern verlangt wird.

    Die Therapiepläne werden mit dem zuständigen Arzt abgestimmt und können angepasst werden. Dazu gibt es zusätzlich zur wöchtentlichen Visite morgens immer die Möglichkeit der freien Sprechstunde.

    Das Personal/Ärzte/Therapeuten sind überwiegend freundlich und hilfsbereit.

    Wasserzapfanlage sowie einen Kaffeeautomaten gibt es in der Cafeteria durchgängig zugänglich. Die Klinik stellt Glasflaschen zur Verfügung, die fürs Zimmer sicherlich gut sind, allerdings zum mitnehmen zum Sport nicht so geeignet sind. Da sollte man dann selber eine kleine Flasche mitbringen. Thermoskannen kann man ausleihen.

    Im Kurpark/Wandelhalle in Reinhardshagen und Bad Wildungen werden viele Veranstaltungen angeboten, in der Klinik selber nur eingeschränkt. Bei besonderen Veranstaltungen wie z.B. Festivals wird der Ausgang von 22.30 Uhr auf 24.00 Uhr verlängert.

    In Reinhardshagen gibt es einige Restaurants und Kneipen. Besonders beliebt bei meinem Aufenthalt war ein Musikkeller mit Karaoke, der recht nahe der Klinik ist. Ich selber war nicht da, ist nicht so mein Fall.

    Der Edersee ist nicht weit und ist mit dem Auto gut zu erreichen. Dort gibt es eine kleine Schiffsrundfahrt, einen Baumwipfelfahrt und einiges mehr.
    Im Nachbarort gibt es ein spezielles Waffelrestaurant und direkt gegenüber ein Restaurant, das sich auf Windbeutel in Schwanform spezialisiert hat.

    Im großen und ganzen war ich mit meiner Reha zufrieden. Leider wurde ich am Anfang in eine falsche "Diagnoseschublade" gesteckt und es hat leider eine Woche gedauert, bis ich die Therapien hatte, die ich brauchte und wollte. Danach lief es aber problemlos. Durch die Anfangsschwierigkeiten bekam ich dann auch gleich die Verlängerung.
    Es gibt viele Patienten, die schon zum Wiederholten mal da waren und auch ich kann diese Klinik empfehlen.
    Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Liebe Grüße

    Tinka
    Hallo ihr Lieben!

    Kann mir jemand eine Klinik empfehlen, wo man als Patient ohne Zunge, ohne Kehlkopf und ohne zu sprechen gut aufgehoben ist?
    ich denke besonders daran, dass ich auch im normalen Speisesaal etwas zu mir nehmen kann, ohne immer auf dem Zimmer mit der Sondennahrung zu sitzen. Ernährungsberatung wäre toll., spezielle Kochkurse vielleicht. So was in der Richtung. In Kreischa war ich und das war absolut nicht mein Fall.

    Und eine Anregung habe ich bei der Gelegenheit: es wäre vielleicht von Vorteil, wenn man zu den Erfahrungsberichten die Art der Erkrankung dazu schreibt. So werde ich es bei Kreischa machen.

    Liebe Grüße, Petra
    Solange du nicht bereit bist dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.
    Hallo Bäumchen, ja ich war 2005 in Lübben.
    Altersmäßig war es damals gut gemischt. Weniger ganz junge Leute, aber so zwischen 30 und 60 alles da.
    Ich fahre da auch regelmäßig alle 2 Monate hin, weil ich dort an der Wassertherapie unseres Kehlkopflosenvereins teilnehme.
    Da wird extra für uns das (kleine) Schwimmbad für 1,5 Stunden reserviert und wir können in Ruhe und ohne Zuschauer im
    Wasser sein. Wann fährst du hin? und was willst du noch wissen? LG Petra
    Solange du nicht bereit bist dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.
    Hallo Purmaus,

    bin zwar nicht Kehlkopflos, aber Kehlkopf bestrahlt, mit einigen Einschränkungen beim Essen. Guck dir mal die Klinik Sonneneck in Wyk auf Föhr an.
    rehaklinik.net/website/pages/klinik.php

    Ich fühle mich da immer sehr gut aufgehoben. Die Therapeuten sind sehr gut und die Ernährungsberatung auch. Bekommst du nur Sondennahrung oder kannst du auch schon Essen?Die Logopädin ist nett, mehr kann ich zu ihr leider nicht sagen, hatte nur einen Termin bei ihr, werde von meinem Logopäden zu Hause sehr gut betreut.
    Wenn du noch Fragen hast kannst du sie gerne hier stellen oder hier Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom. Da kannst du auch gerne andere Fragen stellen die du eventuell hast

    Lieben Gruß

    Wangi
    Es sind die Begegnungen mit Menschen,
    die das Leben lebenswert machen.

    Guy de Maupassant; aphorismen.de/zitat/15977
    Danke Wangi! In der Selbsthilfegruppe Zungengrundkarzinom bin ich auch schon unterwegs gewesen. Schon damals noch beim KK. Im Moment habe ich mich bei FB der Gruppe "Diagnose Kopf-Hals-tumor/Rachen, Mund und Kehlkopfkrebs" angeschlossen.

    Von Wyk auf Föhr habe ich tatsächlich auch schon gehört. kommt auch auf meine Liste. Dankeschön
    Solange du nicht bereit bist dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.

    Bavaria Kreischa

    Diagnose: Zungengrundtumor, mit Laryngektomie und Glossektomie. D.h. ich lebe ohne Kehlkopf und ohne Zunge. Kann nicht sprechen, nicht essen und werde über PEG ernährt.

    klinik-bavaria.de/

    2014 ging meine Anschluss-Reha, ca. 2 Monate nach der OP, nach Kreischa. Kreischa liegt bei Dresden. Die Anlage ist super!! und ist von all meinen Kuren bisher die eindrucksvollste Anlage gewesen. Ja man kann von einer Anlage reden, mit einem "Park". Es war Wahnsinn. Dazu kam, dass der September 2014 noch traumhaft sommerlich war.
    Über den Speiseraum kann ich nichts sagen, den habe ich nie gesehen. Übers Essen kann ich also auch nichts berichten.
    Ich war dort "gut" aufgehoben und habe mich auch wohl gefühlt. Die Zimmer sind meistens Doppelzimmer zur Alleinnutzung. Das ist aber nur auf der onkologischen Station so, auf den orthopädischen nicht. Zwei Betten gehen allerdings zu Lasten eines Sessels oder einer anderen bequemen Sitzgelegenheit im Zimmer. Ich hatte die 2 Betten, eine Tischecke mit Bank und 2 Stühlen, von denen aus man den TV nicht sehen konnte. ich hab mich dann so geeinigt, vom Bett aus TV zu sehen. Tagsüber war ich sowieso viel im Haus und auf dem Gelände, weil es so schön war. die Cafeteria mit anschliessender großer Terasse war sehr einladend und großzügig.
    Die Therapien waren auch sehr angenehm. Die Physiotherapie war tip top! Nach Anfrage habe ich sogar jeden Tag einen Besuch bei der Physiotherapie bekommen. Anfangs hatte ich nur 2 oder 3 Termine in der Woche. Zu Hause bin ich aber 2 mal in der Woche für 1 Stunde in der Physiotherapie. Schon alleine wegen der Lymphdrainage, die ich wegen der neck dissection bekommen muss. Da dachte ich mir, das muss ich bei der Kur ausnutzen ;) und hat auch super geklappt.
    Nur was nicht geklappt hat, war die Ernährung. Also mit der PEG kein Problem. Die Nahrung und das Wasser standen jeden Morgen vor meiner Tür. Den Rest konnte ich mir in der stationseigenen Küche mit kleinem Essraum zubereiten, wenn ich was wollte. ich habe mir auch Suppe bestellt. aber dies endete immer in Mehlsuppen. bäh... pfui. ich hatte zweimal gebeten, dass ich zur Ernährungsberatung kann. Eine super tolle schicke Patientenküche stand ja da. Aber es ist mir in 5 Wochen nicht gelungen, an was anderes als Mehlsuppe ran zu kommen. Das fand ich echt schwach. Ich hatte mir so viel mehr Inspiration und Abwechslung erhofft. Nun suche ich eben aus diesem Grund eine spezielle Klinik. Mir ist schon klar, dass ich ein "Exot" unter den Patienten bin. Die Logopädie in Kreischa ist auch sehr gut. Die Mitarbeiter sind auch engagiert. So haben sie mir direkt Sprech-Hilfen vorgestellt und ich konnte das ein oder andere Gerät ausprobieren. Sportprogramm ist auch gut. Ich bin ja keine Sportskanone und ich wurde nicht überfordert ;) Die "Hockergruppe" habe ich aber abgewählt - ich war fast immer das einzige Mädchen :( und die Männer alle wesentlich älter.
    Insgesamt sind die Therapien gut organisiert. Es überschneidet sich nichts. Man hat genug Zeit für sich selber. Ich würde da sogar wieder hin fahren; wenn ich auf die Lehrküche verzichten könnte.
    In der Nähe fährt ein Bus ab, wenn man mal nach Dresden will. Ich glaub, der Shuttel nimmt einen mit zur Bushaltestelle. wenn ich mich richtig erinnere, werde auch Ausflüge angeboten.
    Ärzte... das war nicht so toll. Ich hatte jedes Mal einen anderen. Man labert wieder alles von Anfang. Das ist belastend. und was noch war - extrem viele Vorträge. HILFE. Da die nicht abgezeichnet wurden, habe ich die auch gelegentlich geschwänzt.
    Was noch negativ war: ich hatte als kehlkopfloser extra um abendliche Hilfe beim Duschen insbesondere beim Haarewaschen gebeten. So als frisch operierte war ich alleine noch sehr ängstlich mit Wasser (bin ich immer noch) Es kam aber niemand. ich musste immer klingeln und dann kam nur eine Azubine. ...ich soll nicht so ängstlich sein. Einfach machen und mich trauen. ha ha.
    also alles in allem - war es mir nicht speziell genug. Aber die schöne Anlage und dass man sich dort sehr wohl fühlen kann, haben es trotzdem zu einem angenehmen Aufenthalt gemacht. .
    Solange du nicht bereit bist dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.
    Hallo
    hat jemand zufällig Erfahrungen mit der Ameosklinik in Ratzeburg und oder mit der Nordfriesland Klinik in St. Peter Ording
    wäre dankbar für jeden Tipp
    Am Ende wird alles gut, und wenn noch nicht alles Gut ist, dann ist das noch nicht das Ende! - Oscar Wilde -
    Hallo Leo,

    natürlich sind die persönlichen Erfahrungen hier super, aber kennst du zumindest diese Seite?
    klinikbewertungen.de/

    Da sind auch viele Rehakliniken vertreten. Aber auch immer dran denken, jeder Mensch ist anders und hat andere Vorstellungen. Ich kann da z. B. auf der Seite manche Bewertungen über die Sonneneck Klinik auf Föhr in keinster Weise nachvollziehen. Aber vielleicht kannst du dir ja ein paar Infos raus ziehen

    LG Wangi
    Es sind die Begegnungen mit Menschen,
    die das Leben lebenswert machen.

    Guy de Maupassant; aphorismen.de/zitat/15977
    Ich wohne nicht weit weg. Zur Klinik habe ich sehr unterschiedliche Meinungen gehört. Für mich ein Grund eine andere zu wählen (such mal meine Beiträge).
    Ich habe verhandelt dass ich wo anders hin darf und die Fahrtkosten selbst trage. Schau doch mal unter Klinikbewertungen nach. Die sind aktuell.
    Hallo @Tinka66

    Ich kenne die Klinik sehr gut. Sie ist eine KMG Klinik liegt direkt am Plauer See. Du kannst hier ausgiebige Spaziergänge um den See machen.

    Busanbindung nach Plau am See sind gut.

    Mein Mann hat hier selbst schon eine AHB gemacht und wir waren sehr zufrieden.

    Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Was das Essen ect angeht kann ich auch Auskunft geben, denn die KMG ist mein Arbeitgeber :)

    kmg-kliniken.de/index.php/reha…-silbermuehle#ausstattung

    Liebe Grüße Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe @RESI, liebe @mausi69,

    vielen Dank für die Antworten, die Webseite und die Klinikbewertungen habe ich mir natürlich angesehen, aber die sind so krass unterschiedlich, dass ich sie als wenig hilfreich empfinde.
    Am meisten Schwierigkeiten hätte ich, wenn es nicht sauber ist.

    Beim Essen scheiden sich sowieso die Geister, aber wenn Du mausi mir dazu näheres - vielleicht auch per PN schreiben könntest, würde ich mich freuen.

    Liebe Grüße

    Tinka