Neuer Patient stellt sich vor...

    § 125

    Zusatzurlaub
    (1) Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen
    bezahlten zusätzlichen Urlaub von fünf Arbeitstagen im Urlaubsjahr; verteilt
    sich die regelmäßige Arbeitszeit des schwerbehinderten Menschen auf mehr oder
    weniger als fünf Arbeitstage in der Kalenderwoche, erhöht oder vermindert sich
    der Zusatzurlaub entsprechend. Soweit tarifliche, betriebliche oder sonstige
    Urlaubsregelungen für schwerbehinderte Menschen einen längeren Zusatzurlaub
    vorsehen, bleiben sie unberührt.

    (2) Besteht die Schwerbehinderteneigenschaft nicht während des
    gesamten Kalenderjahres, so hat der schwerbehinderte Mensch für jeden vollen
    Monat der im Beschäftigungsverhältnis vorliegenden Schwerbehinderteneigenschaft
    einen Anspruch auf ein Zwölftel des Zusatzurlaubs nach Absatz 1 Satz 1.
    Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf
    volle Urlaubstage aufzurunden. Der so ermittelte Zusatzurlaub ist dem
    Erholungsurlaub hinzuzurechnen und kann bei einem nicht im ganzen Kalenderjahr
    bestehenden Beschäftigungsverhältnis nicht erneut gemindert werden.

    (3) Wird die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch nach § 69
    Abs. 1 und 2 rückwirkend festgestellt, finden auch für die Übertragbarkeit des
    Zusatzurlaubs in das nächste Kalenderjahr die dem Beschäftigungsverhältnis
    zugrunde liegenden urlaubsrechtlichen Regelungen Anwendung.


    Sehe ich das recht, dass der Grad der Behinderung keine Rolle spielt? Also auch bei 20%?????

    LG

    Oliver
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Hallo @MarcoLiverpool,

    der Zusatzurlaub steht einem Menschen mit Schwerbehinderung erst ab einem Grad 50 zu.Leider.

    Ab einem Grad von 30 kann man Schwerbehinderten im Betrieb gleichgestellt werden, allerdings ohne den Zusatzurlaub.
    Vielleicht können die wirklichen zu mehr Klarheit beitragen.
    Liebe Grüße
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo Oliver,
    ich glaube das siehst du nicht ganz richtig. Ein Grad der Behinderung von 20% ist keine Schwerbehinderung, sondern "nur" eine Behinderung. Ab einem GdB von 50% zählst du zu den Schwerbehinderten und von denen ist dort oben die Rede.

    Nachtrag, Geli ist schneller gewesen.

    Grüße, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Das scheint recht unterschiedlich eingestuft zu werden, ohne dass sich für mich erschließt, welche Kriterien dazu heran gezogen werden. Ich habe nach der ersten OP 80% bekommen. Die wurden nach der 2. OP auf 100% herauf gesetzt. Vielleicht hängt es auch vom Sachbearbeiter in der jeweiligen Stadt ab?
    LG missmarple
    Ja, zwischenzeitlich habe ich eine Definition von 'Schwerbenhidert' gefunden - hierzu sind ein GdB von mindestens 50% erforderlich - ergo ist die Kollegin mit 'nur' 20 Prozent 'nicht behindert genug' .....

    Das scheint recht unterschiedlich eingestuft zu werden, ohne dass sich für mich erschließt, welche Kriterien dazu heran gezogen werden. Ich habe nach der ersten OP 80% bekommen. Die wurden nach der 2. OP auf 100% herauf gesetzt. Vielleicht hängt es auch vom Sachbearbeiter in der jeweiligen Stadt ab?


    Ich denke schon, dass dort nach bestimmten Vorgaben entschieden wird - woher sollte eine Individualität in der Entscheidungsfindung kommen? Ich habe den Mann/ die Frau von der Prüfstelle nie gesehen oder gesprochen. Allerdings würde mich interessieren, was mir noch fehlt, um von 90% auf 100% zu kommen. Auch weiß ich nicht, warum meiner vorab auf 5 Jahre begrenzt ist? Vielleicht ist der Sachbearbeiter auch ein Optimist und geht von einer 'Heilung' innerhalb der 5 Jahre aus..... oder genau andersrum..... die Begrenzung orientoert sich an der 'Restnutzungsdauer' :)

    Danke für die Antworten und eine schöne Restwoche :)


    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Hallo Oliver,
    ich weiß auch nicht, nach was die das beurteilen. Ich habe zwar auch 100 %, aber es gibt auch welche, die haben den Buchstagen G noch dabei.
    Mein Ausweis war auch für 5 Jahre ausgestellt. Dann habe ich Bescheid bekommen, daß sie mich runter stufen auf 40 %. In der Zeit waren aber gerade
    meine Knochenmetastasen entdeckt worden. Ich habe dann da angerufen und das erzählt und habe dann eine Verlängerung bekommen.
    Aber wieder nur für 5 Jahre. Schaun wir mal, was dann ist.
    Liebe Grüße
    Waltraud :)
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt

    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause
    Von meiner Seite aus kann ich berichten, daß ohne mein Zutun alles von der Sozialstation des Krankenhauses geregelt wurde. Ich bekam 100 Prozent, der Ausweis wurde 2003 ausgestellt und läuft bis nächstes Jahr Juli/2017. Also ich erkenne somit kein standardisiertes System....

    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo,

    ich kann berichten, dass ich im letzten Jahr meinen SB-Ausweis mit 100 % unbefristet erhalten habe. Schon seltsam, wie unterschiedlich das gehandhabt wird... :huh:

    LG, Sabine
    Nur der ist wirklich stark, der stark sein kann, weil er stark sein muss, obwohl er es nicht ist
    Moin zusammen,
    es hilf ja kein Rätselraten, ein Blick in die entsprechende Richtlinie zur Feststellung der Schwerbehinderung bringt wenigstens zum Teil Klarheit.
    Hier kann man amtliches finden: http://www.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html (Versorgungsmedizin Verordnung)

    Ohne das ich jetzt detailliert den Kram wiederhole habe ich den laienhaften Eindruck, dass es unter anderem folgende grundsätzliche Punkte gibt:
    • Für Krankheiten, die einer möglichen Heilung unterliegen wird eine Heilungsbewährung angenommen
    • Nach Ablauf der Heilungsbewährung wird erneut geschaut wie sich die Erkrankung bzw. ihre Folgen entwickelt haben
    • Während der Heilungsbewährung wird ein höherer Grad der Schädigung angenommen
    • Entscheidend ist nicht die Ursache oder die Erkrankungs als solches, sondern der Grad der Schädigung hinsichtlich der Folgen

    Hinsichtlich eines Bronchialkarzinoms wird in der Verordnung immer von den Folgen einer OP gesprochen und nicht die Beeinträchtigung eines nichtoperablen Tumors. Eine allgemeine Handlungsanweisung habe ich dahingehend auch nicht gefunden. Folgende Stelle greife ich mal heraus:
    Nach Entfernung eines malignen Lungentumors oder eines Bronchialtumors ist
    in den ersten fünf Jahren eine Heilungsbewährung abzuwarten.

    GdS während dieser Zeit ---------------------------------------------------------------------------- wenigstens 80

    bei Einschränkung der Lungenfunktion mittleren bis schweren Grades ------------------------------90-100


    Um es noch einmal zusammen zu fassen. Bei einem Tumor wird immer eine Heilungsbewährung angenommen. Während dieser Zeit ist der GdS höher anzusetzen. Ich denke das es auch ein Unterschied ist, ob jemand einen T4NxM0 Tumor oder T2N2M1 hat. Für letzteren ist eine Heilung ausgeschlossen und je nach Ort der Metastase sicherlich auch eine höhere Schädigungsfolge anzusetzen.

    Grüße, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dagehtnochwas“ () aus folgendem Grund: Korrektur wegen falschen Lesens ;-)

    Es bleibt aber seltsam. Für mich wurde in der Reha 90% beantragt, 80% wegen dem Ex-Tumor und 10% wegen den Folgeschäden aus Koma/MRSA. Bekommen habe ich 100 und G, summiert aus 100 für den Tumor, 50 für die Schäden, 20 für mein intracraniales Aneurysma und 10 für Bluthochdruck - was gar nicht explizit angegeben war, aber eben in irgendwelchen Unterlagen gestanden haben dürfte...
    Auch befristet auf 5 Jahre, das noch das logischste daran.
    Kennt ihr das? Man betet immer nur zu Gott, wenn es einem schlecht geht. Hat man keine Sorgen, benötigen wir den lieben Gott nicht.

    Genauso ist es scheinbar bei mir. Zwischenzeitlich habe ich die Stelle gewechselt. Die alte Position/ Firma war mir zu stressig. Im Bewerbungsprozess habe ich damals kein Geheimnis aus meinem Krankheitsbild gemacht - das fände ich irgendwie unfair. Denn letztlich inverstiert das UNternehmen Zeit und Geld in die Einarbeitung neuer Fachkräfte...

    Am 16.02.2017 war mein erster Tag - und die Woche vom 13. bis zum 15. habe ich noch für diverse Arzttermine genutzt:

    Montag Emmert Platik am Großzeh, Dienstag Nüchternzucker und Onkoplogie mit CT und was so dazu gehört.

    Leider sind die 'Tumore' in der Lunge seit dem letzten CT (November) um den Faktor drei größer geworden - an manchen Stellen sind sie nun 4mm im Durchmesser - nicht sonderlich groß - aber Grund genug, den Einsatz von GIOTRIF in Frage zu stellen. Letzten Monatg war ich zum Blutspenden in der Klinik, die Uni Köln untersucht mein Blut nun, um einen Möglichkeit einer Immuntherapie 'abzuklopfen' - Für einen Gewebeprobe sind die Stellen zu klein....

    Aber die Onkologin sieht die Chancen für die Teilnahme an einer solchen Therapie für recht gering... Wir wollen mal sehen, was das Ergebnis bringt....

    Ich war die Woche sehr geknickt - auch wenn man mit GIOTRIF und den Nebenwirkungen täglich an den Umstand der Erkrankung erinnert wird, schleicht sich doch eine gewisse trügerische Sicherheit ein.... Aber am Ende haben die Tabletten rund 18 Monate ihren Dienst verrichtet..... Eine volle Packung habe ich noch....

    Ich hoffe, euch geht es sonst gut :)

    LG Oliver
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Lieber Marco,
    das klingt besorgniserregend.
    Faktor 3 heißt doch x3, nicht wahr? Das heißt, die hatten zuvor ungefähr 1,3 mm im Durchmesser?

    Frage, wieso sieht deine Onkologin die Chance für eine Immuntherapie für so gering an??

    Dass du geknickt bist, ist doch völlig normal, es zieht einem erst mal den Boden unter den Füßen weg.
    Übrigens, da der liebe Gott nicht kleinkariert denkt wie wir Menschen des Öfteren, hört er uns auch zu, wenn wir nur zu ihm beten, wenn es uns schlecht geht.
    Für mich beten übrigens ganz viele Leute, die ich extra drum gebeten habe..... Für dich vielleicht auch einen Möglichkeit??
    Bitte berichte dein Ergebnis, ich denk an dich..
    Liebe Grüße
    Angelika
    17.8.2015 Ø 3,5 cm; Adeno linker unterer Lungenlappen , T2M0Nx, OP und schulmedizinische Vorgehensweise von mir abgelehnt; 9-2015 3,2 ; 1-2016 3,0 cm; 5-2016 3,0 ; 31.10.2016 3,1 ; 26.1.17 PET Tumor schwach leuchtend, 2-17 Lymphknotenbiopsie o.B.; 12-17 2,6 cm Radiologe gratulierte, 3/18 CT unverändert; 6-18 3. Jahr in Folge Hyperthermie KfN. München, 8/18 2,9 cm
    Hallo Oliver, @MarcoLiverpool
    leider klingt das wirklich nicht so gut - obwohl ich die von dir genannten Herdgrößen noch nicht wirklich besorgniserregend finde. Klar sie sind da und sie werden wohl zum Problem werden.
    Ich habe mich auch gefragt, warum deine Onkologien die Chancen für eine Immuntherapie als recht gering ansieht. Allerdings sind die Möglichkeiten in dieser Richtung aus meiner (beschränkten) Sicht tatsächlich wohl recht häufig bescheiden. Wenn es wirkt, allerdings super.
    Ich bin bei EGFR ja nicht so zuhause, habe einfach mal nach einem Nachfolger für Afatinib gesucht und tatsächlich hat der selbe Hersteller da etwas in der Pipeline, das auch schon in Studien getestet wird (kannst mal nach "BI 1482694" suchen). Vielleicht ergibt sich da eine Möglichkeit.
    Letztlich muss man eben sagen, dass es noch nicht möglich ist ein Bronchialkarzinom sicher zu chronifizieren, auch wenn es die Damen und Herren in Weiß gerne so darstellen.

    Hoffe, dass sich für dich noch ein paar Optionen auftun.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Sorgen mache ich mir nicht. Habe noch eine große Bandbreite an Optionen... Chemotherapie..... Solange was geht, ist es OK..... Erst wenn man nichts mehr machen kann, wird es eng. Und die Herdgrösse ist in der Tat recht klein. Aber ich weiss nicht, Ob die Wachstumsgeschwindigkeit sich nicht auch potenziert....
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Hallo Oliver,

    Dass nun wieder was zu sehen ist, ist natürlich großer Mist. Das Gefühl kenne ich und kann mir vorstellen wie du dich fühlst.

    Ich habe ja auch eine EGFR-Mutation und nehme seit 1/ 08 Tarceva. Ich nehme es auch weiter , obwohl in 2/11 ein Rezidiv festgestellt wurde, was langsam wächst. Auch ich mache mir Sorgen wie lange Tarceva noch so hilft. Den Ärzten nach soll es bei Tarceva bleiben solange das Wachstum nur gering ist.
    Wird bei dir in Erwägung gezogen trotzden weiter Giotrif zu nehmen oder soll die Therapie auf jeden Fall gewechselt werden ? Bin gespannt was nun bei dir nach der Untersuchung des Blutes herauskommt. Drücke dir die Daumen.

    LG Mona
    In meiner Blutprobe konnte nichts festgestellt werden, was eine Alternativbehandlung rechtfertigen würde. Scheinbar ist er gegenwärtig zu klein.... Ich weiss es auch nicht recht. Aber solange er zu klein für eine Gewebeentnahme ist, will ich mich nicht beklagen.

    Aktuell nehme ich nichts mehr. Und mein Körper ist dankbar. Die Nebenwirkungen klingen langsam ab.

    Sollte sich im Nachhinein keine Alternative finden, bleibt immer noch die Chemotherapie. Solange ich nicht austherapiert bin, will ich nicht klagen. Ich kann es eh nicht ändern.
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Jo, heute war es dann soweit... gemesser am Februar CT ist der Tumor nun doch schon erheblich größer :( - auf der einen Seite schade - auf der anderen Seite habe ich nun einen Termin am Dienstag zu einer erneuten Biopsie - ich hoffe, die können viele Proben entnehmen.... Und mit ein bissel Glück finden wir ein weiteres Alternativmedikament...

    Aber ich falle wieder in alte Verhaltensmuster - das erste, woran ich dachte, als man mir einen 2 Tagesaufenthalt in der Klinik empfiehlt, ist - Wie schaffe ich das mit der Arbeit unter einen Hut zu bringen???? Ich bin echt KRANK.....
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Hi Oliver @MarcoLiverpool,
    Oh Mann, so eine scheiße. Man weiß ja immer im Hinterkopf, dass das irgendwann passieren wird und die "Chance" mit jedem CT größer wird. Aber wenns dann soweit ist ...
    Ich drücke dir alle Daumen, dass eine passende Mutation zur Weiterbehandlung gefunden wird.

    Viele Grüße

    DieRatte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Hallo Oliver,
    ich bin Angehörige, und mein Mann nimmt Giotrif seit September`16
    Ich verfolge schon seit einigen Monaten Deine Geschichte. Als Du im Februar geschrieben hast, dass Giotrif nicht mehr wirkt, war ich richtig geschockt. Und das mit der trügerischen Sicherheit trifft den Nagel auf den Kopf!!
    Ich drück Dir ganz doll die Daumen, dass ein alternativ Medikament für Dich gefunden wird.
    Ach und die Arbeit kann warten....es gibt wichtigeres...

    Liebe Grüße
    Samtpfötchen
    Hallo Oliver,

    Mensch ist das ein Mist, dass das auch noch gleich erheblich größer geworden ist. Das braucht wirklich kein Mensch. Hoffentlich findet man bei der erneuten Biopsie eine Mutation, die gut behandelbar ist . Meine Daumen sind auf jeden Fall gedrückt. Und denke daran, die Arbeit ist jetzt nicht so wichtig.

    LG Mona
    Lieber Oliver,
    ich wünsche Dir auch von Herzen, daß Möglichkeiten gefunden werden und die dann auch wirken.
    Die Arbeit laß mal jetzt erst hinten an stehen.
    Liebe Grüße
    Waltraud
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt

    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause
    Hallo dagehtnochwas

    es gibt auch in Deutschland etliche Kliniken, die in ihrem Namen den Begriff Hospital bzw Spital haben. Meist wurden sie durch Stiftungen, die vor langer Zeit gegründet wurden, ins Leben gerufen und finanziert.

    viele Grüße
    JF
    Hallo Marco,

    nun müßtest du ja deine Gewebeprobenentnahme hoffentlich gut überstanden haben und wieder zu Hause sein oder doch noch nicht ? Wie hast du das erlebt ? Ging alles seinen Gang oder gab es Probleme ?. War an die Stellen gut heranzukommen ? Wann bekommst du das Resultat gesagt ? Mich interessiert das schon sehr,weil bei mir auch demnächst eine Probenentnahme ansteht. Dir alle Gute weiterhin.

    LG Mona
    Hallo Mona,
    also die Entnahme war, wie vor zwei Jahren problemlos. Ob man gut dran kam, kann ich nicht sagen. Es hat niemand etwas gegenteiliges behauptet. Also gehe ich davon aus, dass man genug gefunden hat - ich hatte im Vorfeld ja drum gebeten, dass man ruhig dem Vollen schöpfen soll.... Verteilt es unter den Armen, sage ich nur...

    Einzig die Tatsache, dass man für die Aktion drei Tage ins Spital muss, finde ich nervend.....

    Aber so habe ich aktuell keine Beschwerden.

    Ergebnis kommt in drei vier Wochen.

    Viel grösser ist das Problem, dass jetzt meine Mutter immer wieder anruft und alles genau wissen will. Das hört sich böse an, aber die scheint meine Arzttermine im Kalender zu notieren. Die ruft sogar an, wenn ich einen CT Termin habe und will wissen, was man gefunden hat. Wenn man dann sagt, dass der Onkologe die Befunde mit mur in vier Tagen bespricht, ruft Sie zeitlich genau angepasst an und fragt, was es neues gibt....

    Mich kotzt das so an, dass ich nun schon nicht mehr ans Telefon gehe.

    Natürlich haben wir nicht erzählt, dass es zur Probenentnahme ins Spital ging.... Aber prompt ruft sie genau in der Zeit zuhause an, wenn ich im Spital liege....

    Das ist langsam schlimmer, SLS die Tatsache, dass man mit dieser Krankheit gestraft ist....

    Ist das bei euch auch so?????
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch
    Hallo @MarcoLiverpool

    Bis heute habe ich hier bei dir immer nur gelesen, aber nun muß ich mal meinen Senf als Mutter hier los werden.

    Natürlich weiß ich nicht wie dein Verhältnis zu deiner Mutter ist, aber es ist doch ganz normal das sie sich um dich sorgt und vielleicht auch Angst um dich hat?

    Schlimmer wäre es, wenn sie gar kein Interesse an deiner Gesundheit zeigen würde.

    Wie geschrieben sind nur meine Gedanken als Mutter.
    Im übrigen würde ich mir die Termine meiner Tochter nicht notieren, ich wüsste sie bei so einer schlimmen Krankheit im Kopf.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Und ich notiere mir tatsächlich die Termine meiner erkrankten Mutter im Kalender, obwohl ich sie auch so weiß...und wüsche vorher viel Glück bei der Untersuchung und möchte danach natürlich wissen, was rausgekommen ist.
    Ich als angehörige mache mir natürlich Sorgen
    Wenn es dich belastet, musst du mit ihr darüber sprechen und gemeinsam eine Lösung finden.
    viele Grüße,
    Fiona

    MarcoLiverpool schrieb:

    Ist das bei euch auch so?????

    ​Doch, Oliver - das war bei mir ganz genauso. Ich hatte das Gefühl, meine Mutter hielte mich für unzurechnungsfähig und hätte am liebsten selbst mit den Ärzten gesprochen. Und jedes Fitzelchen wurde mit meiner Schwester besprochen - die ist Molekularbiologin und hat lange Zeit in der Krebsforschung gearbeitet. Da hab ich dann immer gratis den neuesten, aber garantiert unverstandenen Senf aufgetischt bekommen, garniert noch mit Durchhhalteparolen und den aktuellen "Medizinberichten" aus dem Lesezirkel. Ich bin irgendwann einfach nicht mehr ans Telefon gegangen, wenn ich ihre Nummer gesehen habe. Den Kontakt aufrecht erhalten habe ich von da an ausschließlich über meine Geschwister.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo Oliver,

    danke für deinen Bericht. Nun drücke ich dir alle Daumen, dass man geeignete Optionen findet, keine Chemo notwendig ist und die nächste Tablette bei dir wirkt.

    Was deine Mutter betrifft, kann ich das teilweise verstehen. Als Mutter macht man sich immer Gedanken, doch sollte man es nicht übertreiben. Ich kann nur sagen, dass mich niemend genervt hat (meine Mutter lebt nicht mehr), eher nerve ich die Leute. Nach jedem Kontrollergebnis habe ich meine Lieben (Sohn mit Familie und meine Geschwister) davon berichtet und dann war gut. Allgemein muss ich aber sagen, je älter man wird umso mehr Gedanken macht man sich.
    Versuche mit deiner Mutter darüber zu sprechen und vielleicht hilft es euch allen.

    Liebe The Witch,

    wie du dich in der Situation gefühlt hast, kann ich gut nachvollziehen.

    LG Mona
    Moin Oliver,

    als aller erstes drücke ich dir jetzt erstmal ganz fest die Daumen, dass man bald eine geeignete Therapie für dich findet und das du auch bald wieder arbeiten kannst.

    Bzgl. deines Berichts über deine Mutter kann ich dir folgendes erzählen......ich war genauso bei meiner Mutter und Vater, ich habe immer angerufen und wollte alles genau wissen, ich habe sie überall hin begleitet und ich glaube, dass ich Ihnen auch ab und zu auf den Nerv gegangen bin. Aber ich habe sie abgöttisch geliebt und ich hatte furchtbare Angst um sie beide.
    Ich kenne deine Verhältnis zu deiner Mutter nicht, aber heute bin ich froh, dass sie mich lassen haben, denn mein Trost heute ist, dass ich immer in Kontakt war.
    Ja, aber bei mir es, wie wenn man im Spital liegt und man Besuch bekommt - Jede Stunde kommt einer und will wissen was los ist und immer wieder muss man die ganze Geschichte wieder und wieder erzählen.... Mich nervt es halt.,.. Sorry,

    Als ich kürzlich im Spital war, kam ein 52-Jähriger Mann aufs Zimmer, der am Tag der EInlieferung zur Bronchoskopie kam. Der behandelnde Arzt teilte ihm dann mit, dass die Wahrscheinlichkeit einer Krebsdiagnose bei rund 90Prozent läge - als wenn es draußer einer gehört hätte, schellte rund 1 Stunde später im 15Minuten Takt dessen Telefon, und er musste jedem, der anrief, erklären was los ist, dass nichts ganz sicher ist, aber wahrscheinlich und so weiter..... Der war nach 3 Stunden total abgenervt - und ich kann es nachvollziehen - So verständlich die Motivation der Anrufer auch ist....
    Liebe Grüße aus Solingen

    :rolleyes: liver

    Diagnose Krebs - ein Tagebuch