Mein Leben auf der schiefen Ebene

    Mein Leben auf der schiefen Ebene

    Hallo an alle da draußen, ;)
    Nachdem ich mich im Vorstellungspost bereits eingeführt habe und den Zeitraum bis zum November bereits überstrichen habe, möchte ich an dieser Stelle mit der Dokumentation meines Weges weiter machen.
    Ende November hatte ich dann nach dem Abschluss der Bestrahlung meine AHB in einer Klinik in Bad Lippspringe. Kurz gesagt habe ich physisch und psychisch sehr davon profitiert, die Unterbringung und die Verpflegung (angesichts meiner Ernährungsrestriktionen) <X waren aber mehr als mäßig.
    Anfang Februar habe ich dann den ersten Kontrolltermin gehabt und erfolgreich bestanden. :P
    Es gab keinerlei Ansatzpunkte für ein Rezidiv oder für eine Metastasierung. Soweit so gut, ich habe mit einer Wiedereingliederung begonnen. Auf 8 Stunden Arbeit bin ich aber in den folgenden Wochen nicht gekommen. Die Leistungsfähigkeit hat einfach gefehlt und die Arbeit hat mich auch nicht gerade motiviert (das hat sie mich allerdings auch schon vor der Erkrankung nicht mehr). Es ist alles sehr quälend gewesen. Am Anfang der Erkrankung hatte ich bereits über eine berufliche Exitstrategie nachgedacht aber ich bin mir noch nicht ganz sicher gewesen, ob ich wirklich den Weg in ein anderes berufliches Leben oder in die EM-Rente gehen sollte. Es traf sich dann die Verzweiflung mir dem Vorhaben des Unternehmens Mitarbeiter abbauen zu wollen und dabei finanziell recht großzügig zu verfahren. 8o
    Ich habe also die Instanzen abgeklopft und mich bei den verschiedenen Institutionen nach einem idealen Weg aus dem Beruf erkundigt. Als meine Strategie stand, bin ich allerdings immer noch ein wenig unsicher gewesen, ob ich diesen eigentlich bisher recht sicheren Arbeitsplatz, einfach so aufgeben sollten.
    Es kam der zweite Kontrolltermin (ein PET-CT), der die Entscheidung einfach gemacht hat. Sofort nach dem Termin habe ich die Arbeit Arbeit sein gelassen und alles für den Ausstieg fertig gemacht. Man ahnt es, das Ergebnis war eine Metastase in der Nebenniere und eine in der Rippe – Mist ;(
    Leider hat sich mal wieder gezeigt, dass eine adjuvante Therapie eher ein Glücksspiel ist. Ich hadere auch damit, weil ich eigentlich Cisplatin verlangt hatte und die Onkologin sich nur auf Carbo einlassen wollte :cursing: .
    In der aktuellen S3 Richtlinie fühle ich mich hinsichtlich meines Wunsches bestätigt. Sicherlich gab es einen Grund, dass zunächst Carboplatin gegeben wurde, nach einen Lymphknotenrezidiv hat man aber auch die Vorsicht über Bord geworfen und 2 Zyklen Cisplatin gegeben. Was nützt die intakte Niere, wenn der Krebs wieder auftritt…


    Lieben Gruß - dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

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    ...bitte hier weiter lesen.
    Zur Jahreswende und am Anfang des neuen Jahres habe ich ebenfalls meinen Hauptwohnsitz verlagert, was zur Folge hatte, dass ich einen neuen Hausarzt benötige und auch eine entsprechende Behandlungseinrichtung. Das ist leider gar nicht so einfach gewesen. Ich habe jetzt eine Klinik, die zwar keine Lungenkrebszentrum ist aber trotzdem alle für mich wichtigen Disziplinen bereit hält. Angesichts einiger Fehler und dem Verlust des Vertrauens habe ich mit meinem bisherigen Zentrum ohnehin abgeschlossen. Ich wüsste auch nicht, welchen Vorteil ein Lungenkrebszentrum mir jetzt noch bieten sollte. Die Therapiebreite ich jetzt nicht so wahnsinnig groß und eine andere Meinung kann ich mir immer aus einem „tollen“ Zentrum einholen. Auch da könnte ich eine eher unrühmliche Geschichte mit einem sehr renommierten Zentrum im Ruhrgebiet erzählen. Die Zweitmeinung ist höchst zweifelhaft gewesen. :cursing: Vielleicht hätte ich lieber einen Oberarzt fragen sollen und nicht den Chef, der vielleicht eher administrativ bewandert ist. 8o
    Mein neues Krankenhaus hat also im Gegensatz zum bisherigen Behandlungszentrum vorgeschlagen erst einmal die Nebenniere zu entfernen und zu schauen, ob es denn wirklich eine Metastase des Lungenkrebses ist. Wenn nicht, dann könnte man sagen, Hurra nur eine solitäre Knochenmetastase und ein neuer Krebs. Wie wird das eigentlich gewertet, wenn man drei Krebsleiden in kurativen Stadien hat, noch mal Glück gehabt, sie haben eine gute Lebenserwartung oder wie? 8)
    Am nächsten Mittwoch dem 24.06. habe ich dann die Besprechung, was der Pathologe so gefunden hat und die Tumorkonferenz so beschlossen hat. Wie gesagt, ich weiß nicht ganz, was ich mir wünschen soll, eine Metastase oder doch lieber einen neuen Krebs…


    Lieben Gruß - dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

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    Hallo @dagehtnochwas ... ich reiche erstmal dein Vorstellungsposting nach Krankengeschichten kurzgefasst und habe gleich Fragen dazu: Dort schreibst du, du wohntest in Dortmund, dein Profil weist Südniedersachsen aus. Da du schreibst, dass du umgezogen bist, wüsste ich gerne, wo du jetzt aktuell ansässig bist - ich nehme an, Südniedersachsen? Und wo bist du in Behandlung? Wo vorher?

    Warum hast du Carboplatin bekommen? Gab es dafür irgendwelche Gründe gesundheitlicher Art? Du deutest was von "intakter Niere" an?

    Und welche Behandlung erhältst du gegen deine Knochenmetastasen?

    dagehtnochwas schrieb:

    Mein neues Krankenhaus hat also im Gegensatz zum bisherigen Behandlungszentrum vorgeschlagen erst einmal die Nebenniere zu entfernen und zu schauen, ob es denn wirklich eine Metastase des Lungenkrebses ist.

    Hm ... das zu entfernen, um "einfach mal zu gucken", halte ich schon für grenzwertig angesichts der Tatsache, dass Adenokarzinome der Lunge nun mal leider gerne in die Nebenniere metastasieren. Andererseits kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, was raus ist, ist raus und richtet keinen Schaden mehr an.

    dagehtnochwas schrieb:

    Ende November hatte ich dann nach dem Abschluss der Bestrahlung meine AHB in einer Klinik in Bad Lippspringe. Kurz gesagt habe ich physisch und psychisch sehr davon profitiert, die Unterbringung und die Verpflegung (angesichts meiner Ernährungsrestriktionen) waren aber mehr als mäßig.

    Warst du in der Cecilienklinik? Dann kann ich das auch ohne Ernährungsrestriktionen (warum liegen die bei dir vor?) nur bestätigen.

    dagehtnochwas schrieb:

    In der aktuellen S3 Richtlinie (…)

    Nur zur Info: Die S3-Leilinie ist nicht mehr gültig und befindet sich zur Zeit in der Überarbeitung.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo @The Witch,
    das sind doch aber reichlich Fragen. ;)
    Bei der einen oder anderen Frage, frage ich mich nach der Relevanz. Ich behalte mir also vor zu entscheiden, was ich genau beantworte.

    The Witch schrieb:

    Hallo @dagehtnochwas ... ich reiche erstmal dein Vorstellungsposting nach Krankengeschichten kurzgefasst und habe gleich Fragen dazu: Dort schreibst du, du wohntest in Dortmund, dein Profil weist Südniedersachsen aus. Da du schreibst, dass du umgezogen bist, wüsste ich gerne, wo du jetzt aktuell ansässig bist - ich nehme an, Südniedersachsen? Und wo bist du in Behandlung? Wo vorher?

    Ich habe in Dortmund gewohnt und wohne nun in Südniedersachen.

    The Witch schrieb:

    Warum hast du Carboplatin bekommen? Gab es dafür irgendwelche Gründe gesundheitlicher Art? Du deutest was von "intakter Niere" an?

    Es gibt Vorerkrankungen, die erstmal eine weitere Gefährdung der Nieren fragwürdig machen, da muss klar abgewogen werden. Wie ich aber schon sagte, die Gründe sind nicht so schwerwiegend als das das Risiko eingegangen werden sollte, dass eine adjuvante Therapie in ihrer Wirkung scheitert. Natürlich ist nicht nachgewiesen, das ein Cisplatin-Behandlung ein anderes Ergebnis gebracht hätte, doch was habe ich jetzt von den intakten Nieren. Im übrigen wurde ja auch, wie ich bereits erwähnte, nach der Entdeckung (durch meine Nachfrage) der Lymphknoten-M. auf eine RT/CT mit Cis und Pem eingeschwenkt. Da waren dann die Risiken nicht mehr so entscheidend...

    The Witch schrieb:

    Und welche Behandlung erhältst du gegen deine Knochenmetastasen?

    Wie ich in meinem Post bereits erwähnte steht die nächste Woche die Diskussion über die weitere Behandlung an.

    The Witch schrieb:

    Hm ... das zu entfernen, um "einfach mal zu gucken", halte ich schon für grenzwertig angesichts der Tatsache, dass Adenokarzinome der Lunge nun mal leider gerne in die Nebenniere metastasieren. Andererseits kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, was raus ist, ist raus und richtet keinen Schaden mehr an.

    Niemand hat einfach mal geguckt. Jeder weiß, dass die Wahrscheinlichkeit einer LK-Metastase sehr groß ist, nur wissen tut man es erst, wenn der pathologische Beweis erbracht ist. Der Entfernung einer Nebenniere ist ein einigermaßen überschaubarer Eingriff, der im Falle einer solitären Metastase durchaus Standard ist. Warum soll ich das Gewebe nicht entfernen, wenn es mit einem vertretebaren Risiko behaftet ist?
    Im übrigen empfinde ich deine Wertung dieses Vorgangs eher unangemessen, da du meines Wissens nach auch kein Mediziner (in) bist. Solange Medizin eher eine Sache von Trial and Error ist und nicht exakt wiederholt werden kann, behalte ich mir als Laie das Recht der Mitendscheidung vor.

    The Witch schrieb:

    Warst du in der Cecilienklinik? Dann kann ich das auch ohne Ernährungsrestriktionen (warum liegen die bei dir vor?) nur bestätigen.

    Ja, es ist die Cecilienklinik gewesen. Sonderbarerweise habe die meisten Patienten nicht dieselbe Einschätzung gehabt wie ich. Ich habe zufällig die Abfrage der Patienten mitbekommen, weil ich auf dem Flur vor dem Sekretariat warten musste. Die Anrufe waren immer sehr schnell erledigt, da kann keiner gesagt haben, alles gut - aber einige Anmerkungen hätte ich doch "blabla blabla".
    Ich habe Probleme mit Milch und Gluten, woher das kommt, who knows?

    The Witch schrieb:

    Nur zur Info: Die S3-Leilinie ist nicht mehr gültig und befindet sich zur Zeit in der Überarbeitung.

    Korrekt, habe auch nicht die AWMF (S3) Leitlinie gemeint, sondern die der DGHO. Danke für den Hinweis.

    Puh, hoffe das reicht erstmal und die Neugierde ist ein wenig befriedigt ;)

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo an alle, :)
    Die oben angesprochen Tumorkonferenz ist gelaufen und ich hatte meine Besprechung mit den Ärzten. Der Pathologe hat dann doch das Erwartbare gefunden, somit ist eine Nebennierenmetastase des Primärtumors gesichert. Da das Teil nun draußen ist, werde ich keinen weiteren Gedanken daran verschwenden.

    Bleibt ja noch die Rippe. Auch bei dieser ist der Vorschlag es chirurgisch zu lösen. Grundsätzlich hängt da keine Funktion dran, der Eingriff ist ebenfalls übersichtlich, ich wüsste nichts, was tatsächlich dagegen sprechen sollte. Neulich habe ich, zwar im Zusammenhang mit einer anderen Krebsart, von einem unerklärlichen Metastasenwachstumsphänomen nach onkologischer OP gelesen. Dabei ging es um ein erhöhtes Auftreten von Metastasen bei der chirurgischer Entfernung des Primärtumors oder von bereits bestehenden Metastasen. Es ist natürlich immer schwer zu sagen was denn passiert wäre, wenn kein Eingriff stattgefunden hätte. Wäre die M. Ausweitung ähnlich gewesen oder aus irgendwelchen Gründen geringer. Meine, mittlerweile ehemalige Onkologin, deutet einmal ähnliches an. Das hat mich in meiner bisherigen Überzeugung etwas wanken lassen. Diese Beobachtung wurden wohl gemacht, eine Erklärung hat man wie üblich aber noch nicht gefunden. Hat jemand ähnlich Thesen gehört/gelesen?
    Eine konservative Behandlung ist ja auch nicht risikolos und in ihrem Erfolg auch nicht garantiert. Es ist halt immer ein Art Spiel mit der Wahrscheinlichkeit. Mit der Metastasierung habe ich ja leider schon ins Klo gegriffen, dennoch bleibe ich dabei, was man rausschneiden kann ist raus und macht keinen Ärger mehr. Falls jemand ganz andere Argumente hat, dann würden mich diese interessieren.
    Der nächste OP-Termin ist also schon ins Auge gefasst und hängt letztlich nur noch von einem Schädel-MRT ab ;( . Sollte dies zu einem positiven Befund führen, dann wären die zuvor skizzierten Maßnahmen wohl eher für die Tonne. Ich hoffe also mal, dass mich das Schwert noch nicht trifft.

    Lieben Gruß – dagehtnochwas (hoffentlich ;) )
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo an alle,
    Mist, Mist und nochmals Mist. Ich bin ja einigermaßen ruhig in das MRT-Schädel gegangen. Organisatorisch ist alles extrem schnell vonstatten gegangen. Nach dem MRT ohne Besprechung zurück zur Ambulanz und auf den Arzt warten. Kurze Zeit später kommen Pneumologe und Chirurg zur Tür herein und sagen noch im gehen, „haben sie die schlechte Nachricht schon gehört?“.

    Leider bin ich bei der Schwere der Aussage nicht weiter auf dieses unglaublich Verhalten eingegangen. :cursing:

    Jetzt ist leider wieder ein Alptraum wahr geworden, eine 3mm große Hirnmetastase tummelt sich in der Zentrale. An sich klingt die Größe ja noch nicht besorgniserregend, die Tatsache, dass der Mist schon im Hirn angekommen ist und in kürzester Zeit in Knochen und Nebenniere gestreut hat, lässt mich aber doch langsam etwas unruhig werden. Wenn man nach Hirnmetastasen im Internet sucht, dann kommen dabei eher unschöne Prognosen heraus… <X

    Es scheint, nachdem was ich so im Internet zusammengekratzt habe, ja so zu sein, dass zwar meine ALK-Mutation einen netten Hebel zu Bekämpfung hergibt, jedoch Adeno-CAs, die auf dieser Mutation ALK/EML4 basieren auch besonders aggressiv sind, was ja auch leider hier der Fall ist. Noch dazu scheinen sie besonders gerne ins Hirn zu gehen. ;(
    Morgen gibt es das Behandlungsangebot der Tumorkonferenz bei meinem derzeitigen Krankenhaus. Werde mir aber wohl doch auch noch mal eine andere Meinung einholen. Gerade im Bezug auf Chirurgie/Radiochirurgie im Hirn und /oder dem Einsatz von Crizotinib, den ich ja möglichst lange hinauszögernd wollte. Der kleine Racker scheint aber vehement danach zu verlangen…

    Lieben Gruß – dagehtnochwas (hoffentlich ;) )
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo dagehtnochwas,

    es tut mir leid, daß nun eine Hirnmetastase diagnostiziert wurde. Vielleicht magst Du Dich einmal mit @nelida in Verbindung setzen, die sehr erfolgreich die Therapie von Hirnmetastasen absolviert hat. Für das Gespräch mit Deinen Ärzten drücke ich die Daumen, daß die Optionen gut und annehmbar sind. Und eine Zweitmeinung ist nie verkehrt.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe,
    vielen Dank für den Hinweis, dass nelida vor dem selben Problem stand. Ich habe @nelida eine Mail geschrieben, selbstverständlich kann sie aber auch hier antworten, wenn sie Lust dazu hat.

    Heute wurde mir der Beschluss der Tumorkonferenz vorgetragen. Eigentlich folgt man meinen Vorstellung bzw. ich kann mich mit dem Vorschlag identifizieren :P
    Am Donnerstag ist einen Besprechung mit dem Strahlen-Doc und nächste Woche wird dann, sofern es terminlich keine Probleme gibt, der Metastase mit dem Gamma-Knife zu Leibe gerückt. Dann habe ich eine Woche Pause und danach steht die Resektion der Rippe an.

    ...und danach bin ich krebsfrei und habe ein supi Leben :D (ok,ok, möglichweise zu einer Wahrscheinlichkeit von 1%)

    nichtsdestotrotz hebt sich die Laune, wenn sich ein gangbarer Weg auftut und es nicht heißt "rien ne va plus"...

    Lieben Gruß - dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo @dagehtnochwas

    Ich spare mir jetzt mal die Floskel wie leid es mir tut.

    Was ich dir sagen will, Hut ab wie du mit der Situation umgehst.
    Bewahre dir deinen Optimismus und deinen (schwarzen) Humor.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -

    Ärger, den man dann nicht auch noch braucht

    Hallo an alle,
    schon wieder ist die Zeit vergangen und ich habe nicht berichtet. Hole ich hiermit nach. Nachdem ich letzte Woche ein Gespräch mit dem Gamma-Knife Zentrum hatte, habe ich mich in meiner Meinung bestätigt gefühlt und einen Termin für Donnerstag den 21. Juli abgemacht. Zu Sicherheit habe ich noch einen Kostenvoranschlag an meine Krankenversicherung gefaxt, was ja aber eigentlich kein Problem darstellen sollte – wird ja alles nach GOÄ abgerechnet.

    Nachdem ich Montag zur Sicherheit noch einer bei meiner Krankenversicherung angerufen habe, ob denn alle Unterlagen da sind und mir eine schnelle Bearbeitung gewünscht habe, kommt auch heute prompt die Ablehnung X(
    Nachfrage beim Gamma Knife Zentrum, ob sie das schon öfter hatten und ob die eine Vereinbarung mit dem Verband blabla haben sagen die, nö habe wir nicht, hat aber auch noch nie Probleme gemacht. Wieder bei der Krankenkasse angerufen, was denn der Rückzug auf den Verbandsvertrag soll und so weiter, ja das wäre halt so, sie könnten mir aber entgegenkommen und einen Betrag zahlen, der nahe am Kostenvoranschlag ist. Naja, damit kann ich leben, obwohl ich eher glaube man will mir zu verstehen geben, dass ich nicht erwünscht bin.
    Nun hat sich die Dame des Gamma Knife Zentrum noch einmal der Sache angenommen und will mal genauer Fragen, was das denn für Verträge seien, da es in D nur 3 Zentren gäbe und das diese Verträge sehr komisch wären.
    Danke erstmal an die Dame vom Zentrum :P

    Hoffe also, dass wie geplant, am Donnerstag Grillfest für meinen kleinen Untermieter ist. :evil:

    @nelida, danke für deine Unterstützung!

    Viele Grüße, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

    Gegrillte Adeno Metastase, ganz durch , bitte

    Hallo an alle,
    nun ist mein Gamma Knife Eingriff (Grillfest) gestern gewesen und soweit gut verlaufen. :)

    Zunächst wurde noch mal ein MRT-Kopf gemacht, um zu schauen, ob sich da etwas verändert hat. Leider ist zu beobachten gewesen, dass die Metastase sich bereits vergrößert hatte. :( Dabei muss man u.U. unterschiedliche Schichtendicke bei der MRT-Erstellung berücksichtigen. Mich beunruhigt das Größenwachstum schon etwas. ;(

    Ich sagte ja schon etwas zu ALK/EML4 und Aggressivität. Aus meiner Sicht ist es erstmal sehr gut, dass mein derzeitiges KHS zu Sicherheit mal ein MRT-Kopf angestrengt hat und nicht damit gewartet hat, bis es symptomatisch wird. Mein vorhergehendes Lungenkrebszentrum wollte erst in Aktion treten, wenn es denn zu Symptomen kommt. Mag sein, dass es sich am Ende in Richtung Gesamtüberleben nichts nimmt. Ich möchte aber keine Diagnose oder Behandlung abgelehnt bekommen, weil das auf die Lebenserwartung möglicherweise keinen Einfluss hat. Das kann Herr oder Frau Onkologe ja gerne an sich selber so handhaben – sollte es mal zu dem Problem kommen. :D

    Zurück zum Thema.
    GsD haben sich aber keine weiteren Läsionen ergeben, so dass die Behandlung sich auf die singuläre Hirnmetastase konzentrieren kann. Im Anschluss daran bekommt man dann etwas Valium i.V. und 4 kleine, lokale Betäubungsspritzen run um den Kopf und das Führungsgestellt wird an den Knochen geschraubt. Es braucht eine Weile bis der Schmerz nachlässt, ein Druckschmerz verbleibt aber.
    Danach wird dann ein CT gefahren und Schädel und Gestell vermessen, um einen Bestrahlungsplan zu erstellen. Nach einer kleinen Auszeit, zwecks Bestrahlungsplanerstellung, bin ich dann in das sogenannte Gamma-Knife gekommen. Der Kopf wird dort mit Hilfe des Führungsgestells fixiert, justiert und man fährt bis zu der Schulter in das Bestrahlungsgerät ein. Anschließend wird die Bestrahlung freigegeben.
    Bei mir waren es zwei Strahlenfelder zu je 10 Minuten. Hat dann auch gereicht, ist natürlich hinsichtlich einer fraktionierten Bestrahlung mit 3 Wochen Aufwartung extrem schnell.
    Anschließend Gestell ab, Kopfverband an und Kopfschmerztablette rein. Nach Hause fahren und Füße hoch (nach dem Essen). :D

    War für mich schon Anstrengend, jedoch hinsichtlich einer Kopf-OP, für die ich mich auch hätte entscheiden können, Kinderkram.
    Jetzt hoffe ich, dass es bei dem einmaligen Auftreten bleibt. Weil dieser Vorfall nun einmal passiert ist, bleibt damit das routinemäßige MRT-Kopf im Nachsorgeplan (wenn man denn noch von Nachsorge sprechen kann). Es ist doch eher eine Krankheitsbehandlung, die eher nicht mehr in die Nachsorge fällt.

    Allen einen herzlichen Dank, die an mich gedacht haben oder vielleicht auch mal ein Däumchen gedrückt haben, auch wenn sie es vielleicht gar nicht vorher angekündigt haben 8)

    Allen einen schönen und schmerzfreien Tag, dagehtnochwas

    Tse,tse, ich bin aber auch wieder ins Ratschen gekommen, sry
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo Gerda, @Brummer,
    vielen Dank fürs Drücken und sei zurückgedrückt ;)

    Eigentlich lese ich immer das Port Inplantationen so problemlos seien, was ist den nicht gut gelaufen.

    Und klar, alles Glück dieser Erde, dass die Chemo ein Bringer ist. Mir haben damals 2 Zyklen CIS/PEM durchaus gereicht. Große Probleme mit dem Hören, beginnende PNP in den Füßen. Hat sich aber GsD zurückentwickelt.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dagehtnochwas“ ()

    Ist eigentlich auch alles gut verlaufen, hatte nur höllische Angst, da nur örtlich betäubt wurde. Die Ärztin hat aber während des Eingriffs alles gut erklärt. Meine Nerven lagen nur blank. Zu Hause habe ich später auch drei Stunden volle Kanne geschlafen.

    Weiterhin alles Gute,
    Gerda
    Hallo Ihr,
    kurz vor Ende der 5. Rippe.
    Gestern bin ich zur vorstationären Aufnahme in meiner Klinik gewesen. Die Nummer hat mal wieder den ganzen Tag gedauert. Alles nur weil die Profi-Schnarcher-Abteilung (Anästhesie) sehr langsam arbeitet. Alles wartet auf Halde für das Aufklärungsgespräch, was dann doch eher kurz ausgefallen ist. Da der Patient nicht die erste Narkose mit macht, sondern leider Narkosejunkie ist, kann er ewig warten und wird zum Dank in 3 Minuten abgefackelt >:-).
    Mittwoch um 5!!! Uhr werde ich abgeholt, wieder ins Bettchen gelegt, noch etwas auf der Oberfläche gestutzt und dann ab in den Tiefschlaf. Fahrplanmäßiges Wiedererwachen gegen 12 Uhr.
    Mal sehen wie die Nachwirkungen sind. Der Vorteil an frühen Terminen ist, man liegt nicht so lange mit durchhängendem Magen in der Gegend herum, der Nachteil ist, wenn andere ihren Keks knabbern und Kaffee schlürfen, darf man möglicherweise mal etwas am Wasser schnuppern ...
    Hab heute irgendwie einen Kasper gefrühstückt.
    By the way, der Operateur hat sich entschieden doch nicht nur einem 2 Monate altem PET-CT zu vertrauen und hat ein neues KM-CT angeordnet. Ergebnis, Rippe hat sich verändert, kann man nur schwerlich anders als eine Metastase deuten. Dafür war aber der Thorax frei von weiterem Messidreck (um mir mal den Sprachegebrauch einer anderen Person anzueignen ;) ) - ist ja auch mal ein Erfolg.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Moin ...

    dagehtnochwas schrieb:

    Mittwoch um 5!!! Uhr werde ich abgeholt, wieder ins Bettchen gelegt, noch etwas auf der Oberfläche gestutzt und dann ab in den Tiefschlaf.

    Mittwoch = morgen oder nächste Woche? Daumen sind auf jeden Fall für gutes Gelingen gedrückt.

    dagehtnochwas schrieb:

    Hab heute irgendwie einen Kasper gefrühstückt.

    Kasper frühstücken ist immer gut. Hilft ungemein, wie ich finde. Behalt ihn dir!
    Es grüßt die Hexe.
    @The Witch. Wie zum Teufen zitiert man deinen Namen, so dass der Link funktioniert
    Ist heute die OP.
    Sitze hier gerade in meinem Krankenzimmer und warte. Hoffe, dass der oder die vor mir nicht so widerspenstig ist, dass sich der Termin nach hinten schiebt bzw der Operateur völlig entnervt ist. ;)
    ...sind ja auch nur Menschen und leider keine Götter.

    Mindestens gibt es eine gute WLAN Versorgung und das Essen ist trotz glutenfrei ganz akzeptabel. Das Personal ist mehrheitlich freundlich, leider ist die Station unter dem Dach. Dem Himmel etwas näher, hoffentlich kein schlechtes Omen ;)

    Leider werde ich wohl dann den Rest des Tages und die Nacht zur Sicherheit in der Überwachung landen, was ich jetzt nicht so dolle finde.

    @nelida Danke!


    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

    dagehtnochwas schrieb:

    @The Witch. Wie zum Teufen zitiert man deinen Namen, so dass der Link funktioniert

    Damit du gleich was zum Ausprobieren hast, wenn du wieder wach bist ;) :

    Bei einteiligen Namen ohne Leer- und Sonderzeichen wie Klammern funktioniert das, indem du ganz einfach den Namen hinter das @-Zeichen setzt, siehe deine Erwähnung von nelida. (Wichtig allerdings: Auch keinen Punkt direkt hinter den Namen setzen, Komma geht.) Enthält der Name ein Leerzeichen oder irgendwas Anderes außer Buchstaben und Zahlen, musst du den Namen in Hochkommata setzen, bei mir also 'The Witch'. (Und Vorsicht beim eventuellen Kopieren von Namen: Da musst du aufpassen, dass nicht am Ende ein Leerzeichen mitkopiert wird - manche Browser tun das leider abhängig von den Einstellungen.)
    Es grüßt die Hexe.
    @‘The Witch‘, etwas so? Nö
    Manno, dann so @The Witch
    Als alter Programmierer hatte ich es natürlich mit hochgestellten Anführungszeichen "The Witch" probiert, funktionierte aber nicht. Hoffe, dass es jetzt geht.

    Bin tatsächlich planmäßig aus der Narkose erwacht aber noch den ganzen Tag Matsch in der Birne gewesen. Die Narkose stecke ich auch nicht mehr einfach so weg. Tatsächlich ist mir auch beim Essen etwas übel geworden, was ich so von mir gar nicht kenne.

    Leider kann ich noch gar nichts belastbares zum Verlauf sagen, da der Operateur zwar am selben Tag noch bei mir gewesen ist, ich jedoch wenig aufnahmefähig gewesen bin. Die Rippe ist zwar raus aber mir schien, als wollte er mir noch etwas anderes sagen. Also noch mal bis morgen warten.

    Erstmal danke für dran denken.

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallooooooo

    Schön das du alles gut überstanden hast und nun drücken wir die Daumen das der Chirurg nichts negatives von sich gibt.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo an alle,
    So nun hatte ich heute morgen auch das Vergnügen mit dem Operateur noch einmal zu sprechen. Soweit wie es besprochen war, ist die Rippe denn auch entfernt worden. Dabei hat man wohl beim ersten Versuch nicht im Gesunden hantiert und nach Schnellschnitt nachresiziert. Demzufolge ist jetzt erstmal alles R0 draußen und wir warten auf den Patholgen. Das kann aber bei der Aufarbeitung von Rippchen wohl länger dauern. Mein Eindruck ist gewesen, das die Metastase schon sehr aktiv gewesen ist.
    Ich denke, dass ich dann die kommende Zeit mal nutzen werde und mir mal so die eine oder andere Meinung eines Onkologen anhören werde. Wie gesagt, eigentlich tue ich das um den Wiedereinstieg in die Chemo/zielgerichtete Therapie hinauszuzögern.
    6 Wochen habe ich erstmal Zeit bis zur nächsten Kontrolle, dann wird sich wahrscheinlich eine Lösung aufdrängen. So lange werde ich es erstmal verdrängen.

    Es muss hier mal gesagt werden, dass so ein Chirurg doch eher ein grober Mensch ist. Hat wenig Rücksicht bei herumhantieren an den Nähten und Drainage genommen und mir so manches Aua entlockt. Hat sich auch mit anderem Namen vorgestellt als ich ihn kannte, wollte wohl die Assoziation von Schmerz mit seinem Namen vermeiden...

    Gesundheit!
    Dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Dann hatte ich mit meinen Chirurgen aus diversen Fachrichtungen wohl immer das dream Team. Bei mir waren und sind die MKPG-Chirurgen sogar der Fels in der Brandung. Heute noch.

    Hallo dagehtnochwas,
    dann hoffen wir mal, dass die Pathologen R0 bestätigen. Und für die weitere Therapie einen verdammt guten Verlauf.

    Viele Grüße
    JF

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    Hi ,
    meiner meinung nach sind chirurgen im wesentlichen gute handwerker, also gute metzger.
    man hat extremes glück, wenn man einen erwischt, der auch menschlich gut drauf ist.
    Aber in Anbetracht der vielen "Opfer" müssen sich die "menschlichen" auch zurücknehmen, sonst gehen sie an ihrem beruf zugrunde und halten ihn nicht durch.

    Mein mann sagt von mir, ich sei operationssüchtig.

    Aber eigentlich ist es so, dass man am ehesten bei einer OP die wirkung sehen kann .Es ist was konkretes da, das hinterher vorgezeigt werden kann.
    Trotz Physikstudium misstraue ich Chemo und Bestrahlung, weil da nichts sichtbares passiert außer den vermaledeiten nebenwirkungen . und wir armen Opfer müssen den Glauben und das Vertrauen aufbringen, dass es zu unserem Besten ist, obwohl wir doch gewaltig unter den Nebenwirkungen leiden

    Alles gute für dich ,dagehtnochwas

    LIZ
    Augen zu und durch! 8)
    Hallo an alle,
    da bin ich wieder am heimischen PC. 8o

    Bin gestern plangemäß entlassen worden. Mit einer entsprechenden Schmerzmedikation ist es auch ganz gut auszuhalten. An anderer Stelle war ja schon die Diskussion um Metamizol (Novalgin und Konsorten) - ein Liebling deutscher Ärzte, denke ich. Es funktioniert gut und die Tropfen scheinen mir noch besser als die Tabletten.
    Bisher hatte ich einen recht sportlichen Zeitplan von der Schmerzmedikation wieder runterzukommen, den Zahn hat mir der entlassende Arzt dann doch gezogen. Wir werden sehen, wie lang mich die Rippe beschäftigt.
    Wenn ich so die Passagen im Entlassungsbericht lese, dann war es auch höchste Zeit das Teilchen herauszunehmen. Ob ein früherer Zeitpunkt etwas wesentliches geändert hätte, bleibt jetzt mal dahingestellt. Leider habe ich den Entlassungsbrief sozusagen auf dem Absatz bekommen und konnte nicht lesen und noch ein paar Fragen stellen, dies werde ich noch versuchen nachzuholen. Auch hier gilt leider, ob ich es weiß oder nicht, es ändert nichts an den Tatsachen und am Zustand.
    Ich hatte es anderer Stelle, glaube ich, schon einmal angedeutet. Ich bin entsetzt über die enorme Geschwindigkeit mit der die Zellen sich vermehren. Mein bisheriger Optimismus hat doch eine deutliche Delle bekommen - ich muss das erstmal verkraften. ;(

    Zur Zeit bin ich ja quasi krebsfrei, mal ein positiver Aspekt. :D Wie langer dieser Zustand hält, wird sich zeigen. :/

    Allen einen schönen Abend und viel Kraft bei der Auseinandersetzung mit dieser Krankheit, dagehtnochwas

    PS: Für alle, die gedrückte Daumen gebrauchen können, habe ich diese gedrückt. Möge die Macht mit euch sein... 8)
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

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    Wie ich bereits in einem anderen Thread geschrieben hatte - da ging es um MCP - Tropfen - bin ich auch eher für Tropfen. Sie lassen sich einfach besser und genauer auf die Bedürfnisse des Patienten dosieren und sind besser zu konsumieren. Voraussetzung: Man verträgt den Wirkstoff und oder die enthaltenen Zusatzstoffe.

    Viele Grüße
    JF
    Hallo ihr Lieben,
    Heute schreiben ich doch mal wieder, weil ich heute Kontrolle meiner bestrahlten Hirnmetastase hatte. Ich bin erstmal sehr erleichtert bekannt zugeben, dass nichts Neues im Hirn festgestellt wurde und die bestrahlte Stelle keinen Progress hat. Mehr kann man erstmal nicht verlangen. Bin wirklich überglücklich, da bei den letzten Untersuchungen doch meistens etwas gefunden wurde.

    Die Schmerzmedikation habe ich auch seit Sonntag abgesetzt und es ist keine Verschlechterung eingetreten. Somit scheint die Baustelle Rippe auch auf dem Weg zu sein.

    Leider wurde bei einer Routinekontrolle festgestellt, dass mein TSH-Wert viel zu hoch ist. Muss ja Schilddrüsenhormone nehmen, da es die SD nicht mehr gibt. Leider ist nicht ganz erklärlich, warum der Wert plötzlich so schlecht ist. Morgen ist der erste Schritt zur Aufklärung. Im Hirn kann der Grund eigentlich nicht liegen, wenigstens ist visuell keine Veränderung festzustellen. Habe extra den Radiologen darauf angehauen.


    Gruß an alle und besondere Wünsche und einen Lichtstreif an alle, denen es nicht gut geht

    Dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Lieber Dagehtnochwas,
    auch von mir herzlichen Glückwunsch zum guten Kontrollergebnis.
    Das mit dem erhöhten TSH kommt mir bekannt vor, meins war immer außer Rand und Band wenn ich Cortison oder Kontrastmittel bekommen habe.Warum musst du denn Schilddrüsenhormon nehmen?
    Liebe Grüße
    Karin
    Liebe Karin @nelida ,
    Das hat Gerda @Brummer dankenswerter Weise richtig erklärt.
    Bei der Erstdiagnose meines Adenos hat man auch ein PET-CT eingesetzt und dabei hat die Schilddrüse auch schön geleuchtet. Nach der Lobektomie habe ich eine Feinnadelpunktion der SD machen lassen, die zunächst kein Gewebe enthielt und nach einer Wiederholung angeblich Lungengewebe enthielt. Alarm war angesagt, weil das nun eine Metastase bedeutet hätte und die bisher als kurativ angestrebte Behandlung in Frage gestellt hätte.
    Leider habe ich mich hinreißen lassen die SD entfernen zu lassen. Die Pathologie hat das dann als papilläres Schilddrüsenkarzinom erkannt, hurra - keine Metastase ;)

    Da ich aber die SD seit einem Jahr beobachten lassen habe und es in dieser Zeit zu keiner Veränderung gekommen ist, ist meiner Meinung nach die SD vorschnell aufgrund eines fragwürdigen Verfahrens FNP entfernt worden und hat mir eine neue Baustelle beschert.

    Grüße, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Lieber Dagehtnochwas,
    ich habe deswegen nochmal nachgefragt, weil mir irgendwie immer wieder Schilddrüsenerkrankungen gepaart mit Krebserkrankungen begegnen.Aber das ist nur meine persönliche Wahrnehmung.Ich selbst habe eine Hashimoto Thyreoditis und war über mehrere Jahre kaum einstellbar-das ging hoch und runter mit der Hormonproduktion.
    Soviel dazu um diese unchristliche Zeit...
    Grüße
    Karin
    @nelida

    Liebe Karin,
    Der frühe Vogel fängt den Fisch, was fängst du? Oder ist es am Ende doch die senile Bettflucht gewesen ;-);-);-);-)?

    ...konnte aber auch nicht so recht schlafen.

    Ich muss ja gestehen, dass ich mich nicht wirklich um die SD gekümmert habe, da der Lungenkrebs ja immer fleißig neue Schreckensmeldungen produziert hat. Vielleicht meint jetzt irgendein Organ, was mit der Schilddrüse vergesellschaftet ist, das es jetzt auch mal etwas Aufmerksamkeit haben möchte. Klar ist ist seid gestern, dass es sich dabek nicht um den ehemaligen Stammplatz der SD handeln kann, dort ist weder sonografisch noch szintigrafisch ein Nachweis von Gewebe gelungen (zum Glück).
    Nun muss nich mal das Labor ran und ein wenig aus dem Blut lesen, was die anderen SD-spezifischen Parameter so sagen. Danach entscheidet sich das weitere Vorgehen. Der Arzt schloss aber auch nicht aus, dass der Ausreißer eine OP-Folge ist. Hoffe, dass wir schnell zu einem Ergebnis kommen, da ich bisher zwar sehr tolerant gegenüber Hormonschwankungen gewesen bin, ich einen solchen Wert aber schon mit deutlich eingeschränkter Leistungsfähigkeit (wenn man davon derzeit überhaupt sprechen kann) quittiere.

    Mag sein, dass SD und Krebs einen Zusammenhang haben, insbesondere dann, wenn eine Entzündung die SD angreift. Soweit ich so gelesen haben, wird häufig Entzündung allgemein auch mit Krebs in Verbindung gebracht. Das kann wohl keiner ganz genau sagen.
    Vielleicht ist es aber auch so, das einfach die Häufigkeit von SD-Erkrankungen mit dem Auftreten von Krebs koinzidiert (puh schweres Wort ;-)) Also um es etwas platter auszudrücken, das beide Krankheiten disjunkt sind...

    Wenn man so in den Tag lebt, dann wird man je etwas nachlässig mit der Körperpflege, muss jetzt doch mal was für die Hygiene tun.

    Allen einen guten Tag, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)

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    Ihr lieben alle (finde ich als Anrede sehr nett, das habe ich jetzt irgendwo geklaut, danke an unbekannt),
    meine Schilddrüse steht ja derzeit im Aufmerksamkeitsfokus. Wenn der Lungenkrebs nicht rumhampelt, dann meldet sich zur Abwechslung mal etwas anderes. :cursing: Gibt ja auch ein paar Baustellen, so dass sich die Ärzteschaft freuen kann :P und die Krankenkasse wahrscheinlich über ein Exitszenario nachdenkt. 8|

    Über Sono- und Szintigrafie hatte ich ja schon berichtet. Nach nun unendlicher Warterei und letztlich dem beherzten Nachfassen beim Doc liegen nun auch die Laborergebnisse vor.
    Weniger schlimm als ich erwartet hatte. :) Zur Erinnerung, der TSH lag als Aufschreckungsereignis bei 7,86 mlU/l und nun (ohne weiteres zutun) bei 6,25. Der bewegt sich ja eher langsam aber er bewegt sich doch. Warum ich auch in Richtung SD marschiert bin ist gewesen, dass ich mich nach der Entlassung (wegen Rippenresektion) aus dem Krankenhaus sehr schlapp gefühlt habe, wie ich es einfach nicht kannte. Klar wird man von OP zu OP nicht eben leistungsfähiger, aber diese Ermüdung ist doch sehr eindrücklich gewesen.

    In meiner laienhaften Vorstellung hat das TSH bei einer Thyreoidektomie (SD Entfernung) ohnehin keine Funktion mehr, ob es zu hoch oder zu niedrig ist, ist eigentlich egal. Man versucht es möglichsrt niedrig zu halten, um möglichen SD-Restzellen keinen Trigger zur Produktion zu geben.
    Meine freien SD-Hormone T3 und T4 sind laut Labor eigentlich im Normbereich, wobei das T3 an der unteren Grenze kratzt. Der Doc spricht trotzdem von eine latenten Hypothyreose. Leider habe ich mal wieder den Bericht bekommen und keine Möglichkeit gehabt mit dem Spezialisten zu sprechen. Muss der Hausarzt ran, so er denn mal wieder aus dem Urlaub auftaucht. 8)
    Wenn mir jemand erklären kann, warum ich mich trotzdem schlapp fühle, obwohl die Werte so schlecht nicht sind, dann kann er das hier gerne mal hinschreiben. :)
    Wenn er mich anderweitig erheitern möchte, oder mir mal seine Meinung geigen möchte, dann darf er das hier auch tun - ich brauche mal ein wenig Traffic hier...

    Wie ich schon etwas früher sagte, ich habe mich nicht wirklich gekümmert und den Beipackzettel zum SD-Hormon nicht wirklich aufmerksam gelesen - ich weiß was ihr jetzt denkt, RTFM 8) (der Nichttechniker muss das mal googeln). Ihr habt ja so recht. Heute nun habe ich Dr. Google befragt und habe erkannt, dass mein Sojakonsum und die Einnahme von L-Thyroxin nicht einfach zueinander passen - welch Erleuchtung 8o . Soja besetzt wohl die Rezeptoren in Darm und das L-Thyroxin kann nicht aufgenommen werden. Hinzu kommt, dass wir aufgrund solcher Nebensächlichkeiten wie dem Broterwerb unseren Frühstücksmodus umgestellt haben und die Zeit zwischen Einnahme und Sojakonsum kürzer geworden ist.

    Diese selbstgemachte Dummheit veranlasst mich nun postiv zu schauen und zu glauben, dass da gar kein weiterer pathologischer Prozess in mir wütet, sonder der Fehler zwischen den Ohren lag und nun durch konsequentes Zeitmanagement wegoptimiert wird <X

    In diesen Sinne hoffe ich das für alle, denen es gerade nicht gut geht, eine einfache und gute Lösung gefunden wird. Drücke die Daumen , drücke euch

    Lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
    Hallo @dagehtnochwas ,

    auf die Schnelle:

    Laut einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung aus dem Jahre 2007 zeigen toxikologische Untersuchungen, dass Sojaisoflavone dieFunktion der Schilddrüse beinträchtigen können, wenn sie in isolierter oder angereicherter Form und in hohen Dosen verabreicht werden. Diese Nebenwirkung der Isoflavongabe ist noch unzureichend untersucht.

    Die Sojabohne liefert die Isoflavone Genistein, Daidzein und Glycitein - etwa im Verhältnis 10:8:1. Ganze Sojabohnen und nicht fermentierte Soja-Nahrungsmittel enthalten die Isoflavone hauptsächlich als Zuckerkonjugate in der Glykosidform. Die glykosidierten Isoflavone
    sind weniger aktiv als die freien Isoflavone (Aglykone). Je nach Verarbeitung kann sich das Verhältnis freier zu glykosidierter Formen verändern. So enthalten fermentierte Soja-Nahrungsmittel (z.B. Tempeh) einen höheren Anteil an Isoflavonaglykonen als nicht fermentierte, wie z.B. Tofu.

    Quelle: fet-ev.eu/ernaehrungsmedizin/1…ungstherapie-hypothyreose

    @J.F. und wohl auch @ulrikes kennen sich sehr gut mit Schilddrüsenproblemen/Hashimoto aus, vielleicht melden sie sich ja auch noch.

    Viele Grüße Anhe



    P.S. Meine persönliche Meinung zu Soja: Überbewertet und nicht gesund. In der Schweine- Rinder- und Geflügelzucht wird Soja als Futterzusatz gegeben, macht die Tiere fett und träge.

    P.P.S. Vielleicht sollte man den Schilddrüsenteil separat im Schilddrüsenforum unterbringen? Wenn ja, einfach @The Witch ansprechen.
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe ,
    bei den "Sojaisoflavone" ist es auch ein wenig eine Frage der Menge, ich meine Grenzwerte gelesen zu haben, an die ich nicht herankomme. Ich übertreibe es ja mit Soja nicht aber mit Milch hatte ich auch meine Probleme.
    Aber danke für den Hinweis, werde da noch mal genauer recherchieren.


    Anhe schrieb:


    P.S. Meine persönliche Meinung zu Soja: Überbewertet und nicht gesund. In der Schweine- Rinder- und Geflügelzucht wird Soja als Futterzusatz gegeben, macht die Tiere fett und träge.

    ... so, so, das beziehe ich jetzt mal besser nicht auf mich. 8)

    Danke und lieben Gruß, dagehtnochwas
    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

    Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)