Die Gedanken prägen mich noch immer .... in Gedanken bei Papa

    Die Gedanken prägen mich noch immer .... in Gedanken bei Papa

    Hallo alle zusammen,


    Mein Name
    ist Bella ich bin 21 Jahre Jung.
    Ich bin neu in diesem Forum doch ich muss es einfach mal los werden, mein Vater vertrab vor einem Monat er hatte Darmkrebs und man hatte es nur durch Zufall erkannt...
    Er hat ein Jahr lang gekämpft und seine Familie stand immer hinter ihm .. oh wie er das Krankenhaus gehasst hat als das Endstadium erreicht war und die Chemo Therapien nicht mehr geholfen hatten, hatte er diesen einen WUNSCH zuhause zu sein, doch ohne Pflege stufe war das echt hart.
    Wir bekamen zwar Unterstützung, ich als Tochter habe meine Arbeitssuche eingestellt und kümmerte mich um meinen Papa, er hatte eine art Magensonde und auch einen künstlichen Darmausgang ( mir fällt das fachliche Wort gerade nicht ein) , er konnte nicht mehr richtig aufstehen so war ich Tags über immer bei ihm brachte ihm was zu Trinken und bei dem warmen Sommer auch gerne ein Leckeres Wassereis ^^ .
    Doch i.wann ging es ihm immer schlechter seine Leber arbeitete einfach nicht mehr richtig... ich bekam von Tag zu Tag immer mehr Angst.. ich wusste ich hatte nicht immer das beste Verhältnis zu ihm um die wahrheit zu sagen es war miserabel und ich wollte doch noch dieses eine Klärende Gespräch haben aber ich traute mich nicht.
    Ich bat meiner Mutter mich nicht mehr alleine zuhause zu lassen, ich wollte und konnte nicht mehr alleine mit Papa zuhause bleiben, ich hatte zu große angst und noch am selben Abend bekam er sehr schlecht Luft.

    Doch am nächsten Morgen als ich runter zu ihm kam und ihn fragte na Paps wie gehts dir den heute .... Er Antwortete wenn ich dich sehe mein Sonnenschein wunderbar ... er nahm mich in den Arm was neu für mich war und wir hatten unser klärendes Gespräch ;( <3 Es war Wunderbar und tat mir so gut... doch im laufe des Tages hatte er immer mehr schmerzen er hat viel geschlafen ... und in der Nacht haben die Fantasien angefangen.

    Ich hatte eine schlaflose Nacht ich wusste das es bald dem Ende neigt, ich ging runter zu meinem Dad in der Hoffnung er schenkt mir nochmal dieses wunderbare Lächeln... doch er konnte kaum noch reden er hat fast nur geschlafen und wachte oft auf und wusste nicht wo er ist, meine Brüder waren auch da und haben ihn keine einzige Sekunde alleine gelassen ich habe dann auch meine Mutter schlafen geschickt da sie Nachtwache gehalten hatte... ich sah nur kurz auf mein Handy und merkte dann das die Atmung langsam ausetzte ich sprang meine Mutter wecken und rannte dann wieder runter... ich nahm die Hand von ihm und fühlte doch noch seinen Puls aber er atmete nicht mehr bei mir ging alles drunter und drüber ich schrie ihn an ( was ich nichtmal wollte ). Doch einerseits wünschte ich es ihm das er nicht mehr leiden muss und friedlich einschlafen konnte er hat lang und hart gekämpft. Er ist und bleibt mein HELD :) <3

    Ich weis nicht ob das das richtige Forum ist aber ich weiss nicht mehr weiter... ich habe jeden Tag diesen Augenblick im Kopf und es zerbricht mir das Herz es kommt ohne Grund und verschwindet auch wieder ins nichts, doch meine Frage ist das Normal ? Ich Träume nachts davon, und mitten im Alltag kommt dieser Gedanke, lässt das nach ? oder brauch ich doch Hilfe ?
    Ich möchte meine Mutter damit nicht belasten sie hat genug zu kämpfen und bin ihr gegen über immer die Starke.

    Liebe @BeLLa

    Herzlich willkommen hier bei uns auch wenn es ein trauriger Anlaß ist der dich hier her trieb.

    Zuerst einmal mein aufrichtiges Beileid. Mit 21 den geliebten Papa auf seinem letztem Weg zu begleiten ist verdammt hart. Ich war 44 als meine Mama letztes Jahr starb und habe sehr damit zu kämpfen das sie nicht mehr da ist.

    Es ist normal das die Bilder dich verfolgen, es ist doch alles noch ganz frisch. Mir gings ähnlich, die Bilder verfolgten mich auch, aber sie wurden blasser und blasser.

    Nimm dir Zeit zu verarbeiten was geschehen ist, setz dich nicht unter Druck. Denke nicht das du jetzt schon Hilfe benötigst. Es wird besser und wenn nicht kannst du immer noch überlegen dir Hilfe zu holen.

    Das du vor deiner Mama die starke bist, warum? Deine Mama weiß genau wie sehr auch du leidest. Redet über eure Gefühle, weint wenn nötig zusammen.

    Bei mir und meinem Vater ist das heute noch ein Problem.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft dieses Tal der Traurigkeit zu durchwandern.

    Alles liebe Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Liebe Bella,

    erst mal mein herzliches Beileid zum Verlust Deines Vaters.
    Du bist noch sehr jung und solltest deshalb mit diesen Erlebnissen und diesen Bildern nicht alleine sein.
    Wegen der Albträume, die Du da hast, würde ich an Deiner Stelle zu einem Psychologen oder auch Neurologen gehen und abklären lassen, ob Du nicht einfach mit dem Erlebten gerade psychisch überfordert bist. Wie gesagt, Du bist noch sehr jung, und es gibt kaum ein aufwühlenderes und schwer zu verkraftendes Erlebnis als den Tod eines geliebten Menschen. Es wäre also gar nicht verwunderlich oder ein Zeichen von Schwäche oder besonders, wenn Du damit alleine überfordert wärest. Die meisten Menschen sind mit sowas alleine überfordert.

    Aus der Perspektive einer Mutter will ich Dir schreiben:
    Meine Tochter war in einem ähnlichen Alter wie Du, als mein Mann starb. Sie war ebenfalls in dem Moment dabei und auch in den Wochen vorher-ähnlich wie Du.
    Mir-ja mir-als ebenfalls Trauernde hat es sehr gut getan, mit einer Zeugin über die Erlebnisse zu reden. Denn es stellen sich immer diese Fragen, ob man wohl Alles richtig gemacht hat, und ob jemand Anderes diese Situation ähnlich erlebt hat und ob man Ähnliches gefühlt hat, während man es erlebte. Und was jeder denkt, dass Dein Papa wohl erlebt hat. Es stellen sich die Fragen nach diesen Bildern. Wahrscheinlich hat Deine Mutter die auch. Es ist leichter, wenn man sich darüber austauschen kann und merkt: Hey, da ist jemand, die das als ganz ähnlich schlimm oder bewegend empfunden hat und die versteht, was ich meine. Es ist gut, wenn man das Alles teilen kann. Ich denke also, Du brauchst nicht "die Starke" zu sein-auch Deiner Mutter wird das sehr gut tun, wenn sie mit Erlebnissen nicht alleine da steht, sondern eine Verbündete hat.
    Sie will Dich vielleicht auch nur schonen aus den gleichen Gründen, aus denen Du sie schonen möchtest. Aber es tut schon sehr gut, wenn man miteinander reden kann. Kein Außenstehender kann Deine Gefühle so gut nachvollziehen und teilen, wie Deine Mutter. Weil Ihr nämlich das Gleiche erlebt habt und genau wisst, über was für Momente Ihr gerade sprecht. Also versuche es ruhig mal-Du wirst ihr damit nicht weh tun. Es ist so entlastend, wenn da jemand ist, der sagt: "Ja, genau so habe ich das auch empfunden".

    Meine Tochter und ich haben mehrere Abende und Nächte aneinanderkuschelt und redend verbracht. Das hat uns Beiden gut getan und geholfen.

    Jedenfalls denke ich, dass es für Dich gut wäre, wenn Du mit jemandem darüber sprechen könntest. Wenn es kein Psychologe und auch nicht Deine Mutter ist, kannst Du auch mal in einem Hospiz nach einem Gesprächstermin fragen. Dort sind Menschen, die schon viele Menschen haben sterben sehen und bei denen man sich trauen kann, all diese Fragen zu stellen, die Dir möglicherweise auf dem Herzen liegen.
    Bei Dir ist besonders schwierig, dass dieses klärende Gespräch mit Deinem Vater erst so spät erfolgt ist-da wirst Du jetzt wahrscheinlich besonders viel Kummer haben, dass Euch danach eigentlich keine Zeit mehr miteinander blieb.
    Schlussendlich gibt es auch extra für junge Menschen Trauergruppen-auch das wäre eine Möglichkeit, die aber erst mal hintenan stellen würde, weil man da dann doch nicht so schonungslos offen sprechen kann, wie du das vielleicht gerade brauchen könntest.

    Jedenfalls solltest Du mit all diesen Dingen nicht alleine bleiben. Trauer ist ein sehr schwieriger und auch langwieriger Prozess, der auch schief gehen kann. D.h. diese Bilder werden mit der Zeit wahrscheinlich, aber nicht sicher verblassen und seltener auftauchen. Dass das also Alles so automatisch durch die Zeit gelöst wird-darauf kannst Du Dich nicht verlassen. Und je länger man mit ungelösten Problemen alleine ist, desto größer ist auch das Risiko, dass sie sich verfestigen und später noch schwieriger zu bewältigen sind.

    Es ist sehr gut und sehr mutig von Dir, dass Du hier danach gefragt hast. Das alleine zeigt aber auch, dass Du Dir Sorgen um Dich machst. Nimm das ruhig Ernst-das darfst Du, und Du hast auch jeden Grund dazu. Etwa Schlimmeres, als das, was Du erlebt hast, kann einem Menschen kaum passieren.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen und wünsche Dir, dass Du weiter so mutig bist, die Dinge auszusprechen, die Dich belasten. Ich wünsche Dir Verbündete.

    Ganz liebe Grüße
    Mayana
    Hallo BeLLa,

    zuerst ein herzliches Willkommen in diesem Forum, auch wenn der Anlass dazu kein schöner ist. Hier gibt es viele Menschen, die ähnliches durchgemacht haben wie du und dir sicher zur Seite stehen können. Solltest du irgendwelche Probleme mit diesem Forum haben (z.B. technischer Art oder anderes), so kannst du dich gerne an mich wenden.

    Abschied nehmen zu müssen von geliebten Menschen ist immer ein schlimmes Erlebnis. Für die, die gehen als auch für die, die zurückbleiben müssen. Wir, als Hinterbliebene, müssen lernen, mit der Trauer zu leben. Es gibt viele Wege, die Trauer zu verarbeiten, sie lebbar zu machen, und jeder sollte seinen eigenen finden. Viele Beispiele dazu kannst du in diesem Teil des Forums lesen.

    Ich würde sagen, suche das vorsichtige Gespräch mit deiner Mutter. Auch sie braucht jemanden zum Reden und möchte vielleicht Verständnis und Unterstützung bei dir finden. Auch wenn ihr beide den gleichen geliebten Menschen verloren habt und den gleichen Schmerz spürt, so könnt ihr nur dann eure jeweilige Trauer verstehen und euch gegenseitig helfen. Es gibt nur einen Unterschied: du hast deinen Vater verloren, sie ihren Mann. Auch das gilt es zu verstehen, denn die Auswirkungen auf ihr weiteres Leben und ihre Reaktionen darauf können manchmal anders sein als deine.

    Trauer zu verarbeiten ist machbar und sie ist keine Krankheit. Hab den Mut, sie zuzulassen. Wenn es gar nicht geht, dann kannst du dir professionelle Hilfe suchen. Es gibt viele Wege.


    Ich wünsche dir Mut zum Austausch und viele Antworten, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Ich Danke euch allen für die Hilfe und die Aufmunterungen,
    Ich rede sehr oft mit meiner Mutter und lasse auch den Gefühlen freien lauf sie weint sehr viel und sie weis ich bin immer für sie da, doch ich merke wenn ich anfange zu weinen das dies meine Mutter noch mehr belastet und das will ich nicht, schon in der Zeit als mein Vater noch lebt musste ich Starke zuhause sein meine beiden Brüder wohnen nicht mehr zuhause und meine Mutter war mit allem überfordert, ich helfe ihr wobei ich nur kann, doch als es immer schlechter um meinen Vater stehte, fiel mir Wort wörtlich die Decke auf den Kopf, ich bin von Natur aus ein Mensch der nach außen sehr stark wirkt doch eig. gar nicht bin, ich will nicht mehr Kummer verbreiten als nötig ist, ich habe mir das alles selber als Aufgabe genommen.

    Ich bin auch die art Mensch wenn ich Traurig oder- und Nachdenklich bin eher alleine sein möchte, daher fällt es mir sehr schwer offen über sowas zu reden und ja hier ins Forum zu schreiben hat sehr viel Mut gekostet, doch einerseits fällt es mir einfach.

    Es ist nur diese Bilder und das Gefühl seinen letzen Pulsschlag zu fühlen verfolgen mich, ich weine deswegen nicht immer aber mein Herzschlag wird lauter, ich wache Nachts oft auf, selbst das kitzeln von meinen eigenen Haaren kommt mir total Fremd vor. Es ist neu für mich und ich weis nicht wie ich damit umgehen soll.
    Liebe @BeLLa,

    bitte sei nicht immer die Starke, du darfst auch schwach sein. Ich denke, es braucht seine Zeit um mit Allem klar zu kommen. Ich denke, dass du deine Mutter teilweise auffangen kannst. Aber nicht nur alleine.

    Ich habe auch so einen Kämpfersohn, hat immer alles alleine mit sich ausgemacht. Dann lief das Fass über, jetzt braucht er professionelle Hilfe.

    Liebe Grüße
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Liebe Bella,

    erst einmal ist es gut, dass Du mit Deiner Mutter reden kannst.
    Das hilft, um mit der Trauer weiter zu kommen.

    Die andere Sache ist die mit den Bildern und den Albträumen. Möglicherweise war es ein Schock für Dich, zu sehen, wie Dein Papa starb. Ich würde Dir empfehlen, die Verbeitung dessen nicht alleine zu versuchen. Hole Dir dabei Hilfe-gut wäre ein Therapeut, der sich mit der Bewältigung vom traumatischen Erlebnissen auskennt.

    Du machst alles richtig-es ist vollkommen ok, wenn man auch mal alleine sein will und nicht reden möchte. Es ist genauso ok, wenn man dann auf einmal wieder haltlos in Tränen ausbricht. Es ist normal, dass Deine Gefühle gerade Achterbahn fahren und mal das eine sich richtig anfühlt und mal das andere. Es ist im Übrigen auch ganz, ganz super von Dir, dass Du nach außen hin auch versuchst, ein bisschen stark zu sein. Man sollte sich nicht jedermann so ausliefern mit seinen Gefühlen. Außerdem kannst Du Dir auch so ein wenig Stolz bewahren, darauf, dass Du trotzdem noch viele Dinge in Deinem Leben gut schaffst. Sei wirklich stolz, denn was Du gerade leistest und was da gerade von Dir verlangt wird, ist enorm.

    Überlege nur mal, dass Du ja auch vorher, als Dein Papa so krank wurde, echt viel aushalten musstest. Weißt Du, irgendwann erreicht man bei seiner eigenen Stärke ein paar Grenzen, und es geht einfach nicht mehr. In solchen Fällen reagiert der Körper öfter so, wie Deiner gerade. Es ist vielleicht so, als ob er Dir sagen wollte: Es ist zu viel für mich, ich klinke mich hier aus, ich fühle mich hier gerade nicht mehr zu Hause. Er warnt Dich möglicherweise eindringlich mit diesen Albträumen und den plötzlichen Bildern tagsüber, dass es da etwas gibt, was man bitte nicht übergehen darf.

    Liebe Bella, Du bist eine ganz wunderbare junge Frau, dass Du das bis hierhin Alles so durchgestanden hast. Da kann man gar nicht oft genug den Hut vor Dir ziehen.
    Trotzdem wäre es vielleicht ganz gut, wenn Du auch dieser schwachen Seite in Dir Gehör und Raum geben würdest und Dir bei der Verarbeitung Unterstützung suchen würdest.

    Ganz herzliche Grüße
    Mayana
    DANKE !!!!


    Ich Danke für das Offene Ohr, ich werde mich mal informieren und mich dann entscheide wohin ich mich wenden möchte.
    Hier zu schreiben war glaube ich die beste Idee die ich seit Monaten habe, mir geht es besser und ich weis auch durchs lesen ich bin nicht alleine auf der großen weiten Welt.
    Ich bin euch Dankbar, ich dachte anfangs dafür möchte sich sicherlich keiner interessieren, aber meine Überwindung hier zu schreiben war wirklich GUT.
    Ihr habt mir geholfen und ich hoffe das ich jemanden da draußen auch helfen kann :)

    Viele liebe Grüße
    Bella
    Liebe Bella,

    schön, hier jemanden zu treffen, der in einem ähnlichen Alter ist, auch wenn der Grund kein schöner ist. Ich möchte dir mein herzlichsten Beileid senden. Fühl dich gedrückt. So früh ein Elternteil zu verlieren ist einfach nicht fair.

    Ich bin 26 und merke an deinen Texten, dass wir uns sehr ähnlich sind.

    Mein Vater verstarb im Mai 2014. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht gut ist, wenn man alles in sich hinein frisst. Irgendwann wird es vielleicht aus dir herausbrechen. Auch ich versuche, immer die Starke zu sein. Mit meiner Mutter und meiner Schwester rede ich kaum über Papa, da ich nicht möchte, dass sie wegen mir traurig werden und an alles erinnert werden. Beide kommen augenscheinlich ganz gut zurecht, daher möchte ich sie nicht mit meinen Sorgen - die ich auch über einem Jahr nach Papas Tod habe - nicht belasten. Auch wenn ich weiß, dass das eigentlich falsch ist und es besser ist, über seine Gefühle zu sprechen. Daher möchte ich dir gerne den Rat geben, mit deiner Mama zu sprechen. Wenn sie natürlich abblockt und auch nicht über all das Geschehene sprechen möchte, ist das wieder eine andere Situation.

    Ich bin auch ein Typ Mensch, der lieber alles aufschreibt, als zu reden. Beim Schreiben finde ich meistens die richtigen Worte, die ich beim Sprechen aber manchmal nicht finde. Das war auch der Grund, warum ich mich in einem Forum angemeldet habe. Im näheren Umfeld, also Freundeskreis, gibt es auch niemanden, der soetwas durchgemacht hat. Ich vermute, dass es bei dir auch so ist? Und meistens können sogar Freunde einem nicht weiterhelfen, wenn sie soetwas noch nicht erlebt haben. So ist es zumindest bei mir. Klar, können sie einem Ratschläge geben. Aber diese Ratschläge sind meistens leichter gesagt, als getan.

    Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, deine Trauer zu verarbeiten. Es kann Monate oder auch Jahre dauern, bis man den Weg aus dem Loch gefunden hat, doch das ist ganz normal. Jeder trauert auf seine Art und Weise. Und bei dem einem geht es schnell, bei dem anderen dauert es länger. Nimm dir alle Zeit der Welt, denn es drängt dich niemand.

    Liebe Grüße
    catlove
    Hallo ihr beiden,

    ich denke ihr seid nicht alleine mit eurer Trauer, allein im Freundeskreis meiner Kinder gibt es fünf Familien, bei denen schon früh ein oder beide Eltern verstorben sind. Alle haben sehr unterschiedlich getrauert, für die zugehörigen Partner war das erste Jahr sehr schwer, nicht alle Partnerschaften haben diese Belastung aushalten können.
    Ich wünsche euch, dass ihr mit der Zeit mit dem Verlust klar kommt und irgendwann die Erinnerung an die schönen Zeiten die Trauer überwiegt.

    Alles Gute
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo, mir geht es zurzeit besser.... mich verfolgen die bilder nicht mehr so schlimm wie vorher meistens nur wenn ich geziehlt an papa denke oder ich etwas erlebe was mich mit ihm verbunden habe. Ich habe gelernt mit der Trauer umzugehen und wie ein kleiner Spaziergang alleine wunder bringen kann:)
    ENDLICH haben wir auch keine offene rechnungen mehr zu bezahlen krankenhaus usw. ..... Das war doch ein großer Ballast für mich und meine Mutter.
    Vieles haben wir in Ordnung gebracht und haben auch viel verändert an unserem Zuhause was auch viel ablenkt.
    Ich Träume sehr selten von Papa und wenn er mal in meinen Träumen auftaucht reden wir einfach nur :)

    Nachdem ich das erste mal hier im Forum geschrieben habe, sinkte ich immer tiefer in manchen situationen war ich sauer auf mein daddy da ER uns alleine gelassen hat, aber habe schnell eingesehen das dies so nicht ganz stimmt. Ich hatte ein Termin bei einem Psychologen ausgemacht, doch ich habe eine tolle Familie die zusammen halten ich habe mit meinen Brüdern und meiner Mutter geredet was mir Persönlich sehr viel geholfen hatte somit brauchte ich keine " Fremde " hilfe.

    Ich habe etwas angst vor Weihnachten, da dieses Fest meinem Papi sehr wichtig war, er hat immer eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen die er selbst geschrieben hatte.

    Ich habe auch wieder eine Arbeit gefunden, war anfangs schwer für mich da ich mich innerlich so klein gefühlt habe, aber dies hat sich auch wieder geändert :)

    So im ganzen geht es mir recht Gut :) ich habe es nicht bereut mich hier in diesem Forum angemeldet zu haben :) es hat mir so gut getan einfach das alles mal von der Seele zu schreiben :)

    Mit ganz lieben Grüßen
    BeLLa
    Hallo BeLLa,

    schön, von dir zu hören. Vorallem, dass es dir so gut geht und dein/euer Leben langsam in geordnete Bahnen kommt. Was das bevorstehende Weihnachtsfest betrifft, so lass es langsam angehen. Bestimmt wird es nicht einfach und es wird ganz sicher auch traurige Momente geben. Doch auch diese Momente können sehr schön sein, zeigen sie doch, wie sehr du deinen Vater nicht nur vermisst sondern auch geliebt hast. Gibt es etwas schöneres, als geliebt zu werden? Für deinen Vater? Das ist weitaus mehr und wichtiger, als der Schmerz, den wir selber fühlen. Dein Schmerz wird weniger und erträglicher mit der Zeit. Deine Liebe nicht. Die bleibt.

    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Liebe Bella,

    wie schön, dass Ihr als Familie nun doch so gut zusammen gefunden hat. Dann ist das doch erheblich leichter zu tragen, als wenn ganz alleine da steht.
    Ich finde das super, wie gut du zurecht kommst und wie schnell Du weiter gefunden hast und nun schon ganz gut einschätzen kannst, was Dir gut tut und was nicht. Du bist eine starke, junge Frau-Dein Papa ist sicher stolz auf Dich :) .

    Das erste Weihnachten-oh ja, da habe ich auch Angst vor gehabt. Meine Tochter und ich haben uns Heiligabend nach dem Essen dann mit allen Fotos hingesetzt, die wir hatten-angefangen mit ihren Baby-Bildern bis heute. Ganz viele kleine Geschichten über ihrern Vater sind uns dabei eingefallen, und deshalb war er an dem Abend bei uns. Wir haben viel gekichert und gelacht und sind irgendwann müde und ziemlich glücklich ins Bett gefallen. So war Weihnachten ohne meinen Mann gar kein Weihnachten ohne ihn, und meine Angst vorher war ganz unbegründet.

    Ich wünsche Euch, dass Ihr auch etwas finden könnt, um Deinen Vater miteinzubeziehen-aber das gelingt Euch sicher. Vielleicht lest Ihr seine Geschichten aus den letzten Jahren noch mal ?

    Habe keine Angst-Ihr werdet sicher spüren, dass er trotzdem noch bei Euch ist und auch nie weg sein wird, weil er nämlich ein Teil von Dir und von Deiner Familie ist und bleibt.

    Ganz herzliche Grüße an Dich-super machst Du das.

    Mayana